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C8 Tubus gekauft, und nun?

Dr.Guitar

Mitglied
Hallo liebe Gemeinde,

Jetzt, in meinen frühen 40ern hat sich für mich ein Kindheitstraum erfüllt. Als Kunge hatte ich mal im Deutschen Museum in München so win orangenes C8 stehen sehen, und nun konnte ich eben so einen Tubus gebraucht für 300 € erstehen können. Der Verkäufer hatte mir das Teil kurz vorgeführt, nun ja, Ahnungslos hab ich zugegriffen und möchte nun einsteigen. Da der Euro gerade etwas locker sitzt, hab ich mich entschlossen noch eine HEQ5 Montierung zu kaufen. Nun die Frage, was brauche ich noch um einfach mal los zu legen. Erstmal keine Fotografie, kein Schnickschnack, nur mal Planeten anschauen. Ich hoffe meine Frage klingt nicht zu naiv. Könntet ihr mir ein brauchbares Okular empfehlen? Und was brauch ich noch so?

Beste Grüße
 

AstroBHO

Mitglied
Hallo...
na ja... Du musst Dein C8 auf die Montierung bekommen (oder schon geschehen?)
Was hast Du für eine Okularaufnahme?
Minimale Ausrüstung für den Anfang: Übersichts-Okular, mittlere Vergrößerung und hohe Vergrößerung.
Da könnte man jetzt Romane schreiben... ohne auf die Qualität usw. einzugehen würde ich folgende Brennweiten nehmen:
Übersichts-Okular: so lang wie möglich (32-56mm) für max. AP (56mm gibt es nur als 2")
mittlere Vergrößerung: ca. 20-24mm (AP 2-2,4mm)
hohe Vergrößerung: 8-10mm (AP 0,8 - 1mm)
Es gibt Menschen, die mit einer AP <0,8mm auch noch mehr Einzelheiten sehen wollen können meinen
Hast Du einen 90° Einblick (Spiegel oder Prisma)... sonst gibt es bald einen steifen Nacken :)

CS Bernd
 

christian79

Mitglied
Hallo und herzlichen Glückwunsch zu einem echten "Klassiker"!

Zunächst wäre es wichtig zu wissen, ob der Okularauszug noch 1 1/4 oder bereits 2'' Durchmesser hat.

Grundsätzlich empfehle ich folgende Okular-Grundausstattung:

1. Ein Okular mit möglichst kurzer Brennweite für Übersichtsvergrößerungen und ein möglichst helles Bild: Bei 1 1/4 Zoll wäre das ein 32mm-Okular (62,5-fache Vergrößerung) bzw. 50mm bei 2'' (40-fache Vergrößerung)

Ab hier empfehle ich 1 1/4 Zoll-Okulare:

2. Eins für die förderliche Vergrößerung, das dem Durchmesser in Millimeter entspricht, also hier ein 10mm-Okular.
3. Für Mond und Planeten eignet sich eine Vergrößerung, der 1,5-fachen Öffnung in mm entspricht, also ca. 300-fache Vergrößerung. Ich empfehle eins mit 6 bzw. 7 Millimeter Brennweite.
4. Eine Vergrößerung, die etwa auf Mitte zwischen 1. und 2. liegt, hier etwa 120-fach. Ein Okular mit 14- bis 15 mm Brennweite ist hier angebracht.

Du wirst merken, dass man die starken Vergrößerungen seeingbedingt oft nicht nutzen kann. Für schwächere Vergrößerungen empfehle ich zusätzlich ein leichtes Neutralgraufilter. Sonst sind Planeten bei acht Zoll Öffnung blendend hell und feine Details werden überstrahlt:


Zur Montierung:

Das Gewicht des alten C8 ist mir nicht bekannt, das moderne wiegt 5,5 kg. Hier genügt bereits eine EQ 5-Montierung für visuelle Zwecke.

Eine azimutale Montierung ist stabiler und einfacher in der Handhabung. Mein Tipp ist die Giro Ercole. Die Nachführung ist wie beim Dobson. Da wackelt fast nichts mehr:

 

christian79

Mitglied
Hallo Bernd,

...Es gibt Menschen, die mit einer AP <0,8mm auch noch mehr Einzelheiten sehen wollen können meinen...
das ist, wie bspw. auch bei mir, der Fall, wenn man mit einer Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) im Auge ohne Brille beobachtet. Dann ist das ein völlig normaler Effekt. Wer Zylindergläser in der Brille hat, sollte mit ihr am Okular beobachten (auf Okulare mit großem Augenabstand achten!). Seit ich mit Brille beobachte, benötige ich solch kleine AP's nicht mehr und habe insgesamt ein viel schärferes Bild. :)
 

Dr.Guitar

Mitglied
Erstmal danke fur eure Antworten, mit den Fachbegriffen kann ich ad hoc nicht so viel anfangem, aber: nein das C8 ost noch nicht montiert, aber mir ist klar dass es da unterschiedliche Aufnahmen gibt und ich vielleicht noch etwas basteln muss. Danke für die Tipps zu den Okularen. Hier hab ich über die günstigen Super Pössel einige gute Sachen gelesen. So ein Prisma/Spiegel 90° brauche ich natürlich. Gibts Empfehlungen? Die sache mit dem Giro is mir nicht ganz klar, da lese ich mich morgen mal ein. Erstmal besten Dank fur eure Hilfe
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo...

ich hatte ein recht altes C8 und inzwischen hab ich ein etwas neueres CPC800.

Wenn du mal ein Foto von dem Gerät postest, kann man Dir wegen der Monti vielleicht ein paar konkretere Tipps geben. Die Ercole ist eine recht einfach zu bedienende "azimutale" Montierung. Das Gegenstück wäre eine parallaktische (auch äquatoriale oder deutsche) Montierung, die man aber recht aufwändig ausrichten muss. Das trifft zum Beispiel auf die HEQ5 zu.

Wenn Du kein Prisma bzw Zenitspiegel hast, dann überleg Dir, ob Du nicht einen 2" Spiegel nimmst. Nur damit erreichst Du das maximal mögliche Gesichtsfeld und die großen 2" Okulare sind vom Einblick her deutlich angenehmer, wenn es um die langen Brennweiten (der Okulare) mit großen Sehfeldern geht.

2" Equipment kostet allerdings deutlich mehr als das für 1,25" aber es lohnt sich.

Bei den Okularen kann man etwas weniger tief in die Tasche greifen, denn das C8 hat eine recht gut korrigierte Optik und kommt mit einfacheren Okularen klar. Allerdings nutze ich lieber Erfle mit 70 Grad scheinbarem Gesichtsfeld als Plössl.

Die Okularauswahl wurde schon beschrieben. Ich nutze konkret:

56 mm Plössl in 2" von Omegon (2")
25 mm Explore Scientific Erfle mit 70° sGF (2")
15 mm noname Erfle mit 68° sGF (1,25")
10 mm Baader Classic Ortho für Planeten (1,25")

7 mm Skywatcher Nirvana mit 82° sGF - nur für Mond oder Planeten wenn sehr gute Bedingungen (1,25")

Vielleicht kannst Du das eine oder andere auch gebraucht kaufen, sonst sind da sicher nochmal ca 300 Eur fällig.

CS.Oli
 

mbba18

Mitglied
Hallo ??? (real Name wäre schön ;)),

in Deinem Thread 2" Okulare für C8 und jetzt hier, ist schon kompetentes zu den "Start"okularen gesagt worden.

Zum C8:
Weiterhin ist auch der 2" Zenitspiegel notwendig.
Auch sollte an eine Taukappe gedacht werden.
Bitte auch die längeren, abhängig vom Lagerort (z.B. kühler Keller oder warme Wohnung), Auskühlzeiten achten. In den/die Beobachtungsabend/-nacht einplanen.
C8 sind feine Geräte für Planeten/Mond und Deep-Sky im Detail.
Planetenvideos mit Planeten-/Astrokamera sind gut zu machen, evtl. über einen Reducer nachdenken.
Astrofotografie mit DSLR und C8 ist nicht so mein Thema. Das was ich weiß, ist, dass da recht hohe Belichtungszeiten auf Dich zukommen werden, falls es denn angedacht ist.

Zur Montierung:
Mit seinen 5,5Kg ist der C8 nicht so anspruchsvoll.
Du hast zwei Möglichkeiten:
- Alt/AZ Montierung auf Stativ = vereinfacht rauf/runter und links/rechts.
(Etwas) Günstiger.
Auf die Tragkraft achten. 8Kg, bei rein visueller Beobachtung sollten reichen. Da gehen dann auch noch Planetenvideos.
Mehr an Astrofotografie, bezüglich Deep-Sky, ist mit einer Alt/AZ nicht zu machen. Stichwort Gesichtsfelddrehung.
Für Planetenvideos ist auch an eine motorisierte Nachführung zu denken. Manuell Nachführung könnte kniffelig werden.

- Prallaktische Montierung = auch deutsche Montierung oder equatoriale Montierung genannt. Komplexer in der Aufstellung (besonders für die Astrofotografie), aber nicht wirklich ein Hexenwerk und (etwas) teurer in der Anschaffung.
Wenn Du die Astrofotografie im Hinterkopf hast, da wäre wohl die HEQ-5 die geeignetere Montierung.
Für das rein visuelle Beobachten denke ich, dass eine EQ-5 ausreicht. Da kannst Du dann auch noch eine Planetenkamera dazu stecken.

So, das war es, in groben Zügen, von meiner Seite.
Einfach hier weitere Fragen stellen, da wird Ihnen geholfen ;).
 

holger_merlitz

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Für das C8 reicht eigentlich ein einziges Okular: Baader Hyperion 8-24 Zoom, das deckt den interessanten Brennweitenbereich ab. Eventuell später noch mal ein 40mm Okular, aber das kann warten.

Viele Grüße,
Holger
 

maximilian

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Hallo!

Viel ist schon gesagt worden, aber trotzdem auch noch ein paar Anregungen von mir dazu:

1. Gratuliere zum Schnäppchen, damit hast Du ja jetzt noch ausreichend Reserven für gutes Zubehör :)

2. Spare nicht an der Montierung. Ein gutes Fernrohr auf einer wackeligen Montierung ist nichts wert. Bei zwei Metern Brennweite (vielleicht noch mehr mit einer Barlowlinse am Planeten) muß das Fernrohr bombenfest stehen. Ich hatte mein C8 viele Jahre lang auf einer EQ5 (nicht der HEQ5, die Du ins Auge gefasst hast) und das war nicht das reine Vergnügen. Schärfe verstellen...geduldig warten, bis das Zittern aufgehört hat...Schärfe fein justieren...geduldig warten, bis das Zittern aufhört...ein Windhauch rührt sich...sehr geduldig warten, bis das Zittern aufgehört hat... und so weiter und jede Nacht wieder aufs neue. Das ist wie wenn man nach zehn doppelten Espressi freihändig mit einem 20 fach vergrößernden Fernglas beobachten würde.
Jeder Cent, den Du in die Montierung steckst, ist gut angelegtes Geld. Vielleicht kommt ja auch mal ein größeres Fernrohr oder ein zweites Rohr für Fotos dazu. Für das C8 würde ich keine Montierung mehr haben wollen, die vom Hersteller mit weniger als 15kg Traglast angepriesen wird. Dazu natürlich ein passendes Stativ. Ein Stahlrohrstativ mit 5cm Beinen (2 Zoll) oder eines von diesen Holzstaiven (die ich persönlich aber maßlos überteuert finde) oder, mein Favorit, ein metallenes Säulenstativ.

3. Zwei-Zoll Zubehör wurde ja von den Kollegen bereits angesprochen. Nützt vilellicht am C8 nicht wirklich was, schadet aber auch nicht und erspart einem den Kauf in der Zukunft. Zumindest ein zwei Zoll Zenitspiegel sollte es sein. 1,25 Zoll Zubehör passt an den jederzeit auch, umgekehrt aber nicht. Neue Okulare kaufe ich seit langem fast nur noch in Zwei-Zoll oder Kombi-Version (z.B. Baader Hyperion). Schnäppchen gibt es hier wie da.

4. Ein guter Sucher ist unerlässlich. Gestern Nacht hatte ich mein NexStar 6 für Besucher an der Sternwarte aufgebaut, weil wir zum Abschied von Neowise nochmal eine öffentliche Führung hatten. Das hat nur so einen Leuchtpunktsucher, mit dem man es nur auf Objekte ausrichten kann, die man mit bloßem Auge sieht.
Damit konnte ich zwar ein halbwegs brauchbares Alignment hinbekommen und den Kometen per Koordinateneingabe anfahren, gefnuden habe ich ihn aber trotzdem nicht. Wenn er nicht gleich im Gesichtsfeld des Okulars erscheint findet man ihn nicht. Glücklicherweise hatten wir auch ein paar Ferngläser aufgebaut, so dass die Besucher ihn noch sehen konnten. Am C6 gab es dann eben Planeten. An meinem C8 habe ich schon lange den 30mm Sucher durch einen mit 50mm ersetzt und schiele in Richtung 60, 65 oder gar 80mm. In unserem zunehmend aufgehellten Himmel findet man sonst irgendwann gar nichts mehr. Dazu kann man einen Sucher ab 50mm auch als Leitrohr verwenden, wenn man mal eines braucht.

5. Bei den Okularen kann ich nur empfehlen, auf dem Gebraucht- und Schnäppchenmarkt einen Zoo von unterschiedlichen Typen, Marken und Brennweiten zusammenzukaufen und sie am eigenen Fernrohr mit den eigenen Augen auszuprobieren. Die „schlechten“ (wirklich schlechte Okulare gibt es ohnehin kaum) gehen zurück in die Bucht, wo man sie üblicherweise ohne Verlust wieder verkaufen kann, von den „guten“ (heisst denen, deren Abbildung und Einblick man mag) kann man sich dann noch andere Brennweiten dazukaufen. Wenn es für den Anfang erstmal nur eines sein soll, schliesse ich mich dem Vorredner mit dem Hyperion Zoom an. Das ist jeden Cent wert und passt irgendwie immer und überall.

6. Ein Binokularansatz ist was feines, vor allem, wenn Du Mond und Planeten beobachten willst. Da kann man ruhig auch billig anfangen (mit dem Chinateil für 80 Euro ist der Mond immer noch schöner beidäugig zu sehen als mit nur einem Auge - finde ich). Irgendwann taucht dann am Schnäppchenmarkt sicher ein besserer auf. Nachteilig ist, dass sich ab diesem Moment die Ausgaben für Okulare verdoppeln...

Viele Grüße
Maximilian
 

christian79

Mitglied
Hallo Maximilian,

...
3. Zwei-Zoll Zubehör wurde ja von den Kollegen bereits angesprochen. Nützt vilellicht am C8 nicht wirklich was,
...
Einspruch! Ich kann aus Erfahrung sagen, dass am 8'' SC langbrennweitige Okulare (also ca. 32mm oder länger) einen spürbaren Gewinn an Beobachtungsqualität (sprich: größeres Gesichtsfeld gegenüber 1 1/4'') bieten.

Voraussetzung ist allerdings, dass die okularseitige Öffnung 50mm Durchmesser hat und nicht, wie es leider oft vorkommt, nur 30mm. Bekannte Negativ-Beispiele sind hier das C5, C6 und die Skywatcher-Maksutovs. Diese Öffnung sollte vor dem Okular-Kauf nachgemessen werden. Ist sie zu klein, ist 2''-Zubehör rausgeworfenes Geld.
 
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maximilian

Mitglied
Hallo!

Voraussetzung ist allerdings, dass die okularseitige Öffnung 50mm Durchmesser hat und nicht, wie es leider oft vorkommt, nur 30mm. Bekannte Negativ-Beispiele sind hier das C5, C6 und die Skywatcher-Maksutovs.
Bei C8 hat die okularseitige Öffnung einen Durchmesser von 38mm. Mehr als 1,25 aber weniger als 2 Zoll. (So ganz einfach ist es allerdings nicht, denn an dieser Stelle ist das Lichtbündel nicht parallel, sondern noch konvergent, deshalb sind einfache Betrachtungen des Durchmessers nicht ausreichend). Zwei Zoll Zubehör kann da tatsächlich einen Gewinn bringen (sonst würde ich es ja nicht kaufen...) - ob ihm das den Mehrpreis wert ist muss natürlich jeder selbst entscheiden.

Viele Grüße
Maximilian

PS: Selbst an einem C6 mit seiner kleinen okularsetigen Öffnung von nur 27mm kann 2 Zoll Zubehör etwas bringen, wenn ein Reducer eingesetzt wird. Am C8 natürlich erst recht.
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Natürlich kann 2" Zubehör am C8 gewinnbringend eingesetzt werden. Die Apertur vom Blendrohr reicht mit 38 mm völlig aus dafür, selbst für 2" Okulare mit maximaler Feldblende von 46 mm. Der ausgeleuchtete Bildkreis wächst nämlich mit zunehmendem Backfokus. Außerdem wird die radial nach außen zunehmende Abschattung am SCT visuell kaum wahrgenommen. Wer das nicht glaubt, sollte mal einen alten Thread hier anschauen, bei dem es genau darum ging: Abschattung am C8
 
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Dr.Guitar

Mitglied
Hallo, ich hab den Tubus heute mal ausm Keller geräumt. Hier ein paar Fotos. Ein 2" 90° Prisma hab ich damals für ich glaub 80 Euro mitgekauft. Wenn ich das richtig sehe fehlt mit noch das Suchfernrohr, eine Montierung und ein Okular, dann kanns losgehen. 😁
 

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christian79

Mitglied
Hallo, ich hab den Tubus heute mal ausm Keller geräumt. Hier ein paar Fotos. Ein 2" 90° Prisma hab ich damals für ich glaub 80 Euro mitgekauft. Wenn ich das richtig sehe fehlt mit noch das Suchfernrohr, eine Montierung und ein Okular, dann kanns losgehen. 😁
Ich würde, wie eingangs erklärt, einen Satz aus drei bis vier Okularen kaufen.

Die Prismenschiene würde ich auch ersetzen. Eine kürzere konnte Celestron damals wohl nicht auftreiben... (Bild 4). _affeaugen: Mit einer längeren Schiene hast du mehr Reserve, um den Tubus auszubalancieren. Das wirkt sich positiv auf die Stabilität und Nachführung aus.
 

arago

Mitglied
Hallo Christian

So wie das aussieht ist das nicht das 2"-Prisma sondern das T2-Prisma mit nur 34MM freier Öffnung. Das wird Dir leider das Bild bei 2"-Okularen mit großer Feldblende (42-46MM) empfindlich vignettieren/beschneiden. Aber für den Anfang reicht es.
Der Karton mit der Teilenummer 2956152 gehört heute zum 2"-Amici-Prisma mit 38MM freien Öffnung aber das scheint es nicht zu sein und auch das würde hier schon etwas vignettieren.

Gruß Peter
 

konfokal

Mitglied
Hallo.

Ich glaube da mußt Du Dir keine Sorgen machen. Das Blendrohr beim C8 hat nur ca. 37mm Durchmesser, was aufgrund der Strahlführung beim SCT aber ausreicht, um im Beobachtungsabstand von vielleicht 7 oder 8cm hinter dem Blendrohrausgang einen Bildkreis von überschlägig ca 50mm auszuleuchten. (Mein C6 mit 27mm Blendrohr leuchtet z. B bis ca. 37mm Durchmesser ohne visuelle Vignettierung aus)

Die max. Feldblende von ca. 46mm bei 2"Okularen wird daher vom C8 im entsprechenden Abstand so gut ausgeleuchtet, das man mit dem Auge keine Vignettierung bemerkt. Sollte Dein Prisma da hinten nur 34mm Durchlass haben, wird auch das m. E. gegenüber den 37mm weiter vorn noch zu keiner visuell bemerkbaren Vignettierung führen, der Unterschied dürfte zu gering sein. Selbst 32mm Durchlass dürften noch knapp reichen...

Gruß,
Mathias
 
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maximilian

Mitglied
Hallo!

Die Prismenschiene würde ich auch ersetzen. Eine kürzere konnte Celestron damals wohl nicht auftreiben... (Bild 4).
Die ist nicht von Celstron. Sowas war an meinem C8 ursprünglich auch dran. Das ist ein Adapter, um die Prismenklemme des Teleskops mit einer Prismenklemme an der Montierung verbinden zu können (zwei kurze Schienen Rücken an Rücken geschraubt). Damals war man sich offenbar noch nicht einig darüber, ob die Klemme an die Montierung oder ans Fernrohr gehört. Ist inzwischen ja weitgehend standardisiert.

Darum spielt es auch keine große Rolle, wie lang bei dieser Anordnung die Schiene ist, denn der Schwachpunkt ist die kurze Klemme am Fernrohr. Wenn man das stabiler machen will, sollte man die kleine Klemme durch eine Prismenschiene über die ganze Länge des Fernrohres ersetzen. Dann wird auch das Ausbalancieren deutlich einfacher. Und wenn man schon dabei ist, kann man dafür auch gleich eine in Losmandy/3Zoll Breite nehmen. Gibt es bei Baader mit passenden Löchern für das C8. Kostet zwar fast 100 Euro, passt aber auch an ein zukünftiges C9,25 oder C11.

Eine Taukappe wurde schon erwähnt, oder? Ist ein Muß am C8, spätestens dann wenn es Herbst wird.

Grüße
Maximilian
 

VisuSCor

Mitglied
Darum spielt es auch keine große Rolle, wie lang bei dieser Anordnung die Schiene ist, denn der Schwachpunkt ist die kurze Klemme am Fernrohr.
Wenn Du eine lange Schiene an den Tubus hängst, dann kannst Du das Teleskop von den Kräften her, die auf den Tubus wirken, besser ausbalancieren. Der Schwachpunkt ist dann halt die Prismenklemme an der Monti. So gesehen, kann man einfach die Monti mit einer Prismenschiene ausstatten, statt einer Prismenklemme und dafür das schwarze Teil aus dieser Prismenklemme am Tubus weglassen.

Ich hatte auch mal so einen alten Tubus und mir eine "Umkehrschiene" montieren lassen, was aber im Nachhinein völliger Blödsinn war, denn ich hatte mir für die Monti auch noch eine Klemme kaufen müssen. Also doppelt Geld umsonst ausgegeben. Zumal ich noch eine Prismenschiene rumliegen hatte.

CS.Oli
 
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maximilian

Mitglied
Hallo!

Wenn Du eine lange Schiene an den Tubus hängst, dann kannst Du das Teleskop von den Kräften her, die auf den Tubus wirken, besser ausbalancieren. Der Schwachpunkt ist dann halt die Prismenklemme an der Monti. So gesehen, kann man einfach die Monti mit einer Prismenschiene ausstatten, statt einer Prismenklemme und dafür das schwarze Teil aus dieser Prismenklemme am Tubus weglassen.
Als ich noch meine EQ5 hatte war der Unterschied nicht so groß, das stimmt. Aber jetzt habe ich eine Montierung mit einer wirklich soliden Prismenklemme, da gehört dann einfach eine solide Schiene als Gegenstück ans Teleskop. Und zwar direkt ans Teleskop ohne andere Teile dazwischen.
Was man auf alle Fälle braucht ist eine lange Schiene (egal ob an der Montierung oder am Fernrohr), damit man das Instrument je nach Zubehör ins Gleichgewicht bringen kann. Ansonsten muss man mit einem Laufgewicht oder irgendwelchen improvisierten Ausgleichsgewichten arbeiten. Ist wackelig und eine zusätzliche Belastung für die Montierung.

Grüße
Maximilian
 

konfokal

Mitglied
Hallo.
Ok Niki, versprochen, ich will's auch nicht mehr wieder tun...(Wobei ich nicht verstehe, wie Peter und Christian das Gegenteil behaupten können von dem, was Maximilian und P_e_t_e_r unmittelbar davor schon richtig angemerkt hatten, :cool::)

Aber noch was anderes. So ganz verstehe ich das mit der nach vorne langen Schiene für's bessere Ausbalancieren noch nicht. Für's Stabilisieren der Schiene am Tubus gegen Torsion sind möglichst weit entfernte Befestigungspunkte vorn und hinten an den Tubusringen natürlich gut, schon klar, das verdreht sich unter Last weniger.

Aber für's Ausbalancieren bei zunehmender Hecklast muss man das Ganze in der Montierungsaufnahme/-klemme doch immer weiter nach vorne schieben, und man braucht dafür doch nach hinten mehr Schienenlänge, und nicht nach vorn? Sprich für's Ausbalancieren allein würde prinzipiell eine nach vorne sehr kurze Schiene reichen, solange sie weit genug nach hinten ragt und fest genug mit dem Tubus verbunden ist, oder?

Gruß,
Mathias
 
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VisuSCor

Mitglied
Da unterschätzt Du das Gewicht eines C8 aber kräftig! Oder besser die Gewichtsverteilung.

Die alten C8 waren zwar hinten recht schwer, aber die Aufhängung war schon so gemacht, dass man noch gut was dran hängen konnte.

Bei meinem alten C8 (ca 2000er Baujahr) sah das ausbalanciert so aus:

Ein schönes Paar DSC05441klein.jpg


CS.Oli
 
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Demokrat

Aktives Mitglied
bei zunehmender Hecklast muss man das Ganze in der Montierungsaufnahme/-klemme doch immer weiter nach vorne schieben
Das stimmt schon. Wenn ich am C8 einen 2" Spiegel plus ein schweres 2" TV-Okular nehme, wird es hinten bald zu kurz. Ich hab deshalb auch ein Gewicht gekauft, um das ggf. vorne ausgleichen zu können - aber noch nicht ausprobiert, da ich noch am Sucher auf dem kleinen Tangentialneiger bastle...

lg
Niki
 

konfokal

Mitglied
Hallo Oli,

verstehe ich jetzt nicht, Dein Bild bestätigt doch was ich schreibe!? Die Schiene kann nach vorne kurz sein und sollte nach hinten lang ausfallen, solange man die dabei geringere Torsionssteifigkeit mal außen vor lässt und nur die Balance betrachtet. Bei Dir steht sie doch sogar etwas nach hinten über. (Vorne ist bei mir da, wo das Licht reinkommt)

Gruß,
Mathias
 
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