Canon 600D für Astro und Natur oder andere?

#1
Guten Tag zusammen,

ich mache mir im Moment Gedanken über die Anschaffung einer Digitalkamera und möchte hier mal um Einschätzungen fragen, bevor ich mich festlege.

Meine Kriterien sind:
-astrotauglich - hier bin ich Anfänger und würde gerne erste Versuche auf einer EQ1 machen, vorallem Mond, nach Möglichkeit Planeten sowie Sternbilder/-felder, Andromedagalaxie etc, mit Fotoobjektiven mit moderaten Brennweiten (bis ca 200mm?)
-verwendbar für normale Tageslichtfotografie
-wichtig ist mir noch ein sehr guter Videomodus für Tieraufnahmen mit meinem Mak 90 als Teleobjektiv
-Gebrauchtgerät, Preis bis +-200€ (dafür bekomme ich die eos 600d so gerade)

Für Astro scheint Canon ja "state of the art" zu sein. Deswegen bin ich auf die 600d gestoßen, als erste der xxxd-Reihe mit (offenbar sehr guter) Videofunktion. Außerdem ist sie noch einigermaßen erschwinglich.
Im Grunde wäre mir eine spiegellose Systemkamera zwecks Gewicht und Handhabung fast lieber, allerdings habe ich da überhaupt keinen Marktüberblick und finde hier sehr widersprüchlich Meinungen zur Astrotauglichkeit.

Bin ich für die oben genannten Zwecke mit der eos 600d gut versorgt? Gibt es evtl bessere Alternativen zur ausgewählten Kamera?

Grüße
Martin
 
#3
Hallo Jörg,

das höre ich schonmal gern :). Nachdem ich noch einige analoge Pentax K Objektive habe, noch die Frage, ob ich die für Astrozwecke an die eos adaptieren kann? Nutzt hier jemand analoge Objektive an Canon Kameras?

Grüße
Martin
 
#6
Hallo,
Also ich hatte mir mal eine gebrauchte 600da gekauft, nach zwei Versuchen hab ich sie dann wieder abgegeben. Mir ist klar geworden, warum derjenige sie verkauft hat. Diese Kamera hatte massives Rauschen, also wirklich massiv und das war so vorher bei keinem Testbild (dpreview, dxomark usw.) zu sehen und die Darks waren auch komisch, weil das Gegenteil von gleichmäßig. Die Testbilder des Verkäufers sahen aber okay aus, waren aber wohl stark bearbeitet.

Sie ging dann an einen Bastler, der wohl nur Teile brauchte, der aber auch meinte, mit der Kamera stimmt was nicht. Also Augen auf beim Gebrauchtkauf, insbesondere wenn jemand schreibt "hab ich selber umgebaut". Da würde ich mir dann vorher mal einen Satz Bilder im RAW-Format schicken lassen. Am besten alle Arten Korrekturbilder die es gibt (Dark, Bias, Flat). Ansonsten soll die 600da ja sehr gut sein und viele Benutzer sind sehr glücklich mit ihr und schwören drauf.

Viele Grüße,
Felix
 
#7
Hallo Felix,

Das hört sich ja nicht so gut an..
Aber habe ich das richtig herausgelesen, dass du eine modifizierte, schon umgebaute Kamera gekauft hast? Oder war es eine originale Kamera?

Ich möchte ja auf jeden Fall eine unmodifizierte 600d, weil ich sie auch unbedingt noch bei Tageslicht verwenden will. Das wäre natürlich bitter, wenn sie ein so schlechtes Rauschverhalten haben sollte.
Hat hier noch jemand diese Erfahrungen gemacht?

Die Kamera vor dem Kauf anschauen wird schwierig, weil die erschwinglichen Modelle zu weit weg sind.

Zu welchem Modell bist du dann gewechselt Felix?

Grüße
Martin
 
#8
Hallo Martin,

fahr mal in die Stadt und plünder die Fotogeschäfte, bei denen, die auch Gebrauchtwaren verkaufen stehen die aktuell in den Fenstern, zuletzt gesehen in Köln am Neumarkt.

Muss ja nicht unbedingt Blindkauf im Versand sein ...

Ausreißer gibt es immer, das oben beschriebene Verhalten ist nicht die Regel.

CS
Jörg
 
#9
Hallo Felix,

Das hört sich ja nicht so gut an..
Aber habe ich das richtig herausgelesen, dass du eine modifizierte, schon umgebaute Kamera gekauft hast? Oder war es eine originale Kamera?
Das ist richtig, die wurde bereits durch den Verkäufer modifiziert. Ich hoffe und denke auch, dass es eher die Ausnahme als die Regel war.

Die Canon 600Da sollte eine Vereinfachung des Setup sein, von einer Mono-KAF8300-CCD kommend. Es ist dann die ASI071Pro geworden, nicht ganz die gewünschte Vereinfachung, aber ein bisschen einfacher.[/QUOTE]
 
#10
Hallo Martin,

schau mal hier:
Kameravergleich - Direktvergleich (neue Vers. 3 / freie Version)

und hier:
Magic Lantern | Home
(Video im RAW-Format)

Evtl. ist ein 550D für Dich sogar günstiger.
(Hier kann bei Videos auch nur der innere Bereich des Sensors von 640x480Px ausgelesen werden. Praktisch für Planeten)

Mit 550D / 70D / 5DII bin ich sehr zufrieden. Eine Umbau ist nicht
zwingend notwendig.z.B. lässt sich der Pferdekopfnebel bei F/4 u. 10min Belichtung
auch mit einer normalen Kamera gut abbilden.

Grüße
Klaus
 
#11
Hi,

jede Kamera rauscht. Ist nur die Frage bei welchen Umgebungsbedingungen und bei welchen Einstellungen. Das eine 600D mehr rauscht nur weil sie jemand umgebaut hat kann ich nicht glauben. Der Sensor wird Analog ausgelesen, danach wird es direkt gewandelt. Ab dann geht es digital weiter.
Je wärmer es ist je mehr rauscht die Kamera. Dazu trägt z.B. der Liveview extrem bei. Wenn Du den ne Minute oder länger anhattest ist der Sensor gleich mal 10-15 Grad wärmer. Wenn Du jetzt direkt danach ein Bild machst hast Du sehr starkes rauschen.
Ich hatte sicherlich schon 50-100 600D´s auf dem TIsch. Keine ist da besser oder schlechter gewesen als die Andere. Es gibt hier einen Mythos wo von ein paar 600d´s die rede ist die extrem schlechte Sensoren haben. Naja, mehr als ein Mythos ist das eher nicht. Canon selektiert sicherlich und die Toleranzen in denen sich die Sensoren heute Bewegen dürfen für den Endverbraucher nicht Messbar sein.

Gruß Markus
 
#12
Moin,

ich glaube Markus hat da einen wichtigen Aspekt angesprochen - Live-View. Dabei wird der Sensor permanent ausgelesen wie für ein Video, um das Sucherbild anzuzeigen. Der dabei erzeugte Wärmeumsatz ist bei allen so ausgestatteten Kameras signifikant höher als im reinen Fotomodus. Wenn immer es geht und die Sucheranzeige nicht gebraucht wird - ausschalten. DSLR-Nutzer sind da im Vorteil, weil sie einen optischen Sucher haben, DSLM-Nutzer müssen den Schirm abschalten. Bei der Astrofotografie sollte entsprechend nach dem Abschalten des el. Sucherbilds etwas gewartet werden bis der Sensor wieder abgekühlt ist. Auf Cloudy Nights hat das jemand messtechnisch nachvollzogen, die Temperaturdifferenzen sind signifikant, was sich auch auf die Verwendbarkeit der Darks auswirkt.

CS
Jörg
 
#13
Hallo Klaus,

ich dachte, die 600d ist die erste mit Videomodus. Deswegen bin ich auf die gekommen. Aber das scheint die 550 wohl auch zu können. Bleibt noch das Klappdisplay, das das Fotografieren vllt etwas entspannter macht.

Magic Lantern schaue ich mir mal an. Ist das quasi eine Erweiterung der Kamerafunktionen? Klingt auf jeden Fall interessant.

Hey Markus, hey Jörg

dann siehst du diesbezüglich kein Problem mit der eos 600d? Mit dem Liveview und Rauschen hatte ich bisher noch nicht bedacht. Hab mich nur über dieses Feature gefreut. Das heißt: auch wenn ich die Kamera über den Laptop steuere (z.B. zum entspannteren Scharfstellen), produziert der Liveview so viel Wärme, wenn er zu lange benutzt wird? Sprich, man sollte ihn so kurz wie möglich verwenden bei Astroaufnahmen?

Danke euch auf jeden Fall für diese wertvollen Tips.

Grüße
Martin
 
#14
Hi Martin,
ML (Magic Lantern) bringt Dir auch die Sensortemperatur auf's Display.
ML ist eine sehr mächtige Erweiterung. z.B. Timer, Blichtungsreihen, Spotmeter, Bewegungssensor, etc.
Ich arbeite mit CHDK u. dann ML seit 10Jahren problemlos. Das Klappdisplay der 70D
habe ich noch nie benötigt. ( Nasenlöcher fotografieren ist nicht so mein Ding ;-) alles Andere
kann ich am Lapptop besser beurteilen )

Grüße
Klaus
 
#15
Moin,

ein kleines Netbook belastet nicht und man hat die Daten gleich doppelt. Ich habe üblicherweise eine 90°-Sucherlupe dabei, das reicht mir.

ML ist sehr nützlich und für viele EOS zu bekommen, was das CHDK kann kann ich nicht beurteilen. Für manche der neuen Kameras soll ja das CHDK zur Anwendung kommen, während die klassischen EOS ein anderes Betriebssystem nutzen auf das ML aufsetzt.

CS
Jörg
 
#16
Hallo Martin,

während hier schon fröhlich die Details (ML Ja/Nein etc.) diskutiert werden, wage ich es nochmal, das ursprüngliche Anliegen in Frage zu stellen, auf das irgendwie noch niemand eingegangen ist...

"für Astro und Natur"

Das mag ja mancher anders sehen - aber ich halte das vom Ansatz her für falsch. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt es grundsätzlich drei Ansätze:

a) Du benutzt eine unmodifizierte Kamera - die mit "Natur" natürlich keine Probleme hat - und machst damit Astrofotos. Natürlich geht das - aber mit sehr gravierenden Einschränkungen. Es kann ja nicht völlig sinnfrei sein, dass so viele Leute ihre Kameras modifizieren (oder ...lassen). Mit einer unmodifizierten Kamera kann man natürlich auch rote Gasnebel knipsen. Dabei hat man allerdings ein vielfaches an Belichtungszeit zu investieren. Ich habe gerade nicht parat, wieviel des Ha-Lichts der Filter schluckt - waren es 80%? Meinst Du, das kann man einfach so ignorieren?
Überhaupt kein Problem hat man natürlich bei Galaxien, Sternhaufen, Reflexions- und Dunkelnebeln. Außer, in den Galaxien sind nennenswerte Ha-Bereiche (z.B. M81/82 oder M33) - das bekommt man dann überhaupt nicht hin. Auch nicht mit der 10fachen Belichtungszeit. Und da gibt es auch noch die planetarischen Nebel, die neben Rot-Anteilen auch andere Bereiche im Blauen oder Grünen haben. Da kannst Du dir dann überlegen, ob Du solange belichten willst, bis Du einen Hauch Rot siehst (während alles andere komplett überbelichtet ist), oder ob Du auf die roten Bereiche einfach verzichten willst...

b) Du benutzt eine modifizierte Kamera und versuchst per manuellem Weißabgleich auch Natur-Fotos halbwegs realistisch hinzubekommen. Das funktioniert ebenfalls so halbwegs - allerdings nur solange nichts wirklich rotes im Bild ist. Das ist dann nämlich definitiv überbelichtet. Wenn es anders wäre, würde sich Canon ja nicht die Mühe machen, diesen dämlichen Filter einzubauen...

c) Du benutzt die modifizierte Kamera für die Astronomie und setzt für die Naturfotografie einen OWB-Clipfilter ein. Das beschränkt dich in der Objektiv-Wahl auf EF-Objektive (EF-S gehen nicht mit Clipfilter) und dabei auch noch auf solche, deren Abschlußlinse nach hinten auf keinen Fall plan ist. In dem Fall gibt es nämlich ganz böse Reflexe. Z.B. das 70-200/4L kannst Du dir dann abschminken, obwohl es eigentlich ein tolles Objektiv für Astro & Natur ist....


Langer Rede kurzer Sinn: Kauf dir deine 600D oder 550D und nimm sie für die Naturfotografie. Und kauf dir zusätzlich eine gebrauchte 1000D und lass sie modifizieren (oder mach es selbst oder warte, bis hier mal wieder eine angeboten wird). Nicht dass die 1000D jetzt die beste Astrokamera wäre - aber vermutlich die günstigste, die kein Verstärkerglühen mehr hat.

Die Universal-Kamera für Astro & Natur ist ebenso blödsinnig wie das Universal-Fernrohr für Planeten und großflächige Deepsky-Objekte.

Gruß
Klaus
 
#17
Hallo Martin,

grundsätzlich kann ich den Rat von Klaus nur unterstreichen! Obwohl, ich würde es genau andersrum empfehlen: Die 600D als umgebaute Astrokamera und eine 1000,1100 oder 1200D für "Natur".
Weil das Klapp-Display an der Kamera für Astrofotografie sehr praktisch ist.
Nur, dagegen steht natürlich deine Finanzplanung (200€) und der Einsatz der EQ1-Montierung.
Und Objektive für die Kamera sind ja wohl auch noch nicht vorhanden.
Ob dein 90er Maksutov an einer solchen Kamera gute Bilder oder Videos hereinbringt, ist auch anzuzweifeln. Eine derartig lange Brennweite verlangt nach wirklich fester Aufstellung. Dazu wäre ein massives Stativ mit richtig stabilem Stativkopf erforderlich.

Soweit ich dir hier raten kann, ist einfach noch viel länger Geld anzusparen und mit wirklich geeigneten Geräten in die Fotografie und Astrofotografie einzusteigen.

Jetzt eine 600D anzuschaffen für 200€ mag ein erster Schritt sein, aber in welche Richtung? Für die Astrofotografie ist sie erst mit dem entsprechenden Umbau wirklich schön, dann aber nicht mehr für andere Fotografie.
Und ohne gute, und damit leider auch teure, Objektive bringt so eine Kamera ja auch nichts.

Überleg dir das Ganze nochmal und fange an Geld anzusparen. Dann kann was daraus werden.

Grüße

Dietrich
 
#18
Stimmt - anders herum wird noch eher ein Schuh draus(y)

Und mit 200,- ist tatsächlich nicht viel anzufangen. Aber mit der EQ1, einer modifizierten Kamera und z.B. dem Canon 50/1,8 kann man zumindest im Sommer schon tolle Weitwinkel-Aufnahmen machen. Im Winter und Frühling ist damit allerdings nicht besonders viel zu reissen...

Gruß
Klaus
 
#19
Moin,

mir ist die Diskussion etwas akademisch. Ich neige zu praktischen Ansätzen, meiner wäre:

KEINE 2 Kameras, da die Funktion auch einer umgebauten Kamera mit einem OWB-Clipfilter einwandfrei wiederherstellbar ist (mache ich selbst, da ich nur eine umgebaute 50D habe und die auch im Alltag brauche),

Der Einwand mit den EF-S-Objektiven gilt überwiegend nur für Canon, die meisten Fremdhersteller verzichten auf den Hartgummiring, so dass man sich bei Sigma und Tamron um bei den Klassikern zu bleiben, versorgen kann. Im Übrigen kann man den Hartgummiring bei vielen EF-S abnehmen ohne dem Objektiv weh zu tun.

Das bündelt die Mittel (sonst nix gegen eine 1000D oder sowas), von EQ-1 auf EQ-3 Goto gebraucht = Reisemontierung mit 2-achsiger Nachführung, Objektive 50 1.8 STM (wirklich gut), Weitwinkel und Kurztele vin Samyang, jew. neueste Variante mit IF.

Das deckt dann Brennweiten von 14 oder 20mm - 85mm ab bei guter Lichtstärke.

Alles läßt sich nicht im aktuellen Budget unterbringen, aber das geht mit relativ kleinen Schritten. Da ich wegen der Temperatur- und damit Rauschanhebung die Live-View Funktion meide wie die Pest käme bei mir noch ein Winkelsucher mit Lupe dazu.

Später ausbauen kann man immer, aber der minimalistische Ansatz bis die Basics sitzen ist auf jeden Fall zu bevorzugen.

CS
Jörg
 
#20
Hallo zusammen,

Ohweh, jetzt wirds doch schwieriger als gedacht:D
Vielen Dank euch erstmal für die ausführlichen Antworten.

Sicherlich mögen sich meine beiden Wunsch-Anwendugsbereiche nicht so vereinbaren lassen. Aber im Sinne Jörgs letzten Beitrags, dachte ich als absoluter Einsteiger erstmal mit einer unmodifizierten Kamera hinzukommen. Zumal ich ja mit meiner EQ1 im Moment sowieso auf eher leichtere Astromotive beschränkt bin. Aufrüsten kann ich später immernoch :)
Für den Anfang denke ich, wie gesagt, an Andromeda, Sternbilder, Milchstraße, Sternhaufen (Plejaden z.b.) und wenn möglich Planetenvideos mit dem Mak. Für Deepsky ist die Kombination Mak und EQ1 ja sowieso nicht gerade prädestiniert. Auch mit der ganzen Bildverarbeitung muss ich mich erstmal auseinandersetzen.

Für den Einstieg möchte ich als unmodifiziert beginnen. Mit der 600d hätte ich aber ja ein ausbaufähiges und langfristig astrofotografisch interessantes Gerät, wie ich in anderen Berichten lese.
Meine Devise ist also eher: Low-Budget einsteigen mit der Option stückweiser Aufrüstung.


Eine Kamera ist mir jetzt noch begegnet: eine Pentax K-r. Die ist im Grunde vergleichbar mit der 600d, hat kein Klappdisplay. An ihr könnte ich aber meine analogen Pentaxobjektive alle verwenden.
Allerdings weiß ich nicht, was die Kamera am Nachthimmel bringt. Kennt sie hier jemand und würde zu- oder abraten?

Danke euch und Grüße
Martin
 
#21
Hallo!

...dachte ich als absoluter Einsteiger erstmal mit einer unmodifizierten Kamera hinzukommen.
In anderem Zusammenhang habe ich schon diesen Link hier gezeigt, in dem (auf Englisch und bebildert) erklärt wird, daß eine Astro-Modifikation für gute Aufnahmen des Nachthimmels nicht zwingend erforderlich ist: Are Modified Digital Astro Cameras Really Needed?, Clarkvision.com

Von daher würde ich an Deiner Stelle eine „normale“ Kamera nehmen, wie z.B. die von Dir vorgeschlagene 600d.
Die Pentax K-r kenne ich persönlich nicht, aber in der Besprechung auf dpreview (meine bevorzugte Quelle für Informationen über Digitalkameras, vor allem wegen der vielen Besipielbilder) steht „good high ISO performance“ was ja durchaus für Deinen Verwendungszweck spricht. Und wenn Du dafür sogar schon Objektive hast, warum nicht? (Pentax K-r Review). Am besten wie bei allen solchen Sachen gebraucht kaufen (z.b. eBay oder Astronomie.de/Biete Board) und bei Nichgefallen einfach weiterverkaufen. Kostet einmal Porto.

Viele Grüße
Maximilian
 
#22
Hallo Martin,

Ich würde die 600D anschaffen und erst mal Erfahrung in Tageslichtfotografie mit der DSLR sammeln. Parallel dazu erste Versuche in der Astrofotografie, es gibt genug schöne Objekte die auch mit einer unmodifizierten Kamera gut aussehen. Allen voran M31 und M33.
Und wenn dann der Wunsch nach mehr Rotempfindlichkeit kommt, schaffst Du Dir einen günstigen zweiten Body an und lässt ihn modifizieren. Wenn Du es ganz einfach haben willst, den gleichen Body nochmal. Dann hast Du eine 600D für tagsüber und eine 600Da für Astro. Dann brauchst Du bei der Bedienung nicht umdenken.
So habe ich es seinerzeit mit zwei 1000D Bodys gemacht und bin mit dieser Lösung hochzufrieden. Wollte ich in das Thema erneut investieren, würde ich heute das gleiche nochmal mit zwei 700D machen. Bei den 700ern ist das thermische Rauschen anscheinend deutlich geringer als bei den 600ern, vor allem im Sommer. Kosten aber auch mehr. Ich würde aber auf jeden Fall eine Kamera mit Klappdisplay anschaffen, es sei denn Du hast ohnehin sicher vor, sie über PC zu steuern. Standalone ist ein Klappdisplay unbezahlbar.

Und was die 200,- angeht: Astrofotografie ist teuer! die paar Euro sind nur der Anfang und wenn Dich der Virus packt, mach Dich schon mal auf massive Mehrausgaben in den nächsten Jahren gefasst.

Bis dann:
Marcus
 
#24
Hallo,

Maximilian, vielen Dank für den Link. Den lese ich mir mal in Ruhe durch. Da scheint ja schon etwas zu gehen im ursprünglichen Zustand der Kamera.


Hallo Martin,

Ich würde die 600D anschaffen und erst mal Erfahrung in Tageslichtfotografie mit der DSLR sammeln. Parallel dazu erste Versuche in der Astrofotografie, es gibt genug schöne Objekte die auch mit einer unmodifizierten Kamera gut aussehen. Allen voran M31 und M33.
Ich denke, genauso werde ichs machen. Hab mich jetzt für eine 600d entschieden und hoffe damit kurz- und langfristig gut zu fahren. Noch einen Adapter für meine Pentaxe für ein paar € dazu und auf gehts. Bin gespannt, was ich damit so einfangen kann. Sobald ich die Kamera habe und Ergebnisse, werde ich berichten.


Danke euch
Gruß
Martin
 
#25
Hallo Martin,

die EOS 600 D ist sicher eine gute Kamera auch für die Astrofotografie. Viele in den einschlägigen Foren veröffentlichte Bilder zeigen das auch. Mag sein, dass das oben erwähnte Modell einfach ein Grubenhund war, ggf. war auch ein unsachgemäßes Handling des Vorbesitzers im Spiel, wer weiß. Ich habe u. a. die EOS 700 D, astromodifiziert mit Schwenkdisplay und kann das Statement von Markus aus meiner Sicht nur bestätigen. Sie ist meines Wissens quasi das Nachfolgemodell der EOS 600 D. Solltest du die EOS 600 D astromodifizieren wollen, würde ich entsprechende Fachhändler (z. B. astroshop Hamburg) kontaktieren, die sich hiermit auskennen, einfach mal googeln. Übrigens: eine bereits modifizierte EOS 600 D kannst Du mittels eines sog. OWB-Clipfilters jederzeit wieder für die Tageslichtfotografie einsetzen. Schau mal hier:

Teleskop-Express: Astronomik OWB - Terrestrischer Clip Filter für Canon EOS APS C-Kameras.

Gibt es aber auch z. B beim o. a. astroshop Hamburg.
Viel Glück bei der weiteren astrofotografischen Karriere und immer dran denken (wie Markus schon schrieb): Astrofotografie geht ins Geld, ist z. T. Nerven aufreibend, erfordert Stressresistenz und viiiiel Geduld. Man wird aber dann auch nach Überwindung der anfänglichen Hürden mit schönen Ergebnissen belohnt, über die man sich dann entsprechend (und zu Recht) freuen kann und darf.

Viele Grüße
Stefan
 
#27
Hallo Jörg,
wenn dann im Fall der Fälle bei den Szeneleuten auch noch die für normale Gewerbetreibende geltenden Garantie- und Gewähleistungsregelungen eingehalten werden, warum nicht ?

Viele Grüße
Stefan
 
#28
Hallo Stefan,

das ist eine Mentalitätssache - Absicherung kostet Geld, und wenn man sich entsprechend umhört und einen guten Leumund für die Kandidaten bekommt ist mir das ehrlich gesagt wurscht. Was die Garantieabwicklung in solchen Fällen angeht habe ich schon viel gutes, aber auch viel Schlechtes gehört, und wenn ich dann noch einen Anwalt bemühen muss - dann geh ich im Rahmen einer Risikoabwägung durchaus auch den Weg zu einem privaten Dienstleister. Aber das muss jeder mit seinem Guten Gefühl versus Budget ausmachen.

Solche designfremden Modifikationen würde ich nachträglich ohnedies nur machen lassen, wenn ich die Kamera guten Gewissens abschreiben kann ODER sofort modifiziert kaufen, dann ist die Sachmängelhaftung wasserdicht, bei nachträglichen Mods ist sie das wegen der unklaren Vita der Kamera vor der Umarbeitung nie.

CS
Jörg
 
#29
Hallo zusammen,

vielen dank noch für eure Tips zum Modifizieren.
Ich denke, das wird noch ein Weilchen dauern, bis ich mir darüber ernsthafte Gedanken mache. Aber es ist schonmal gut zu wissen, welche Optionen es dafür gibt.

Und für eine gebraucht gekaufte Kamera mit unbekannter Geschichte wird es mit einer Garantie wahrscheinlich schwierig. Da ist mir eine gute Vertrauensbasis lieber. Wenn das ein Privatmann auch gut macht, warum nicht?

Worum geht es da eigentlich genau? Entfernung der Filter vor dem Chip?

Relativ einfach könnte man ja an die 600d eine Kühlung anbauen, so wie es dieser Herr HIER gemacht hat (ewig langes Video..). Er hat ein bei Bedarf anflanschbares Kühlaggregat gebaut, für das man die Kamera nicht zerpflücken muss.
Würde soetwas auch schon einen astrofotografischen Mehrgewinn bringen?

Grüße
Martin
 
#30
Hallo zusammen,

Während ich noch auf die Kamera warte, mache ich mir noch ein paar Gedanken zu möglichem Zubehör.
Macht ein Kabelfernauslöser wie DIESER hier Sinn? Ich stelle mir es praktisch vor, nicht zwangsläufig den PC anschließen zu müssen für Belichtungen mit beliebiger Belichtungszeit. Nutzt ihr so ein Gerät?

Grüße
Martin
 

Neustes Astronomie Foto

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