Carl Zeiss Jena C63/840 --- Farbe Tubus und Bewertung Ortho-Okulare

Astro_Bernie

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Hallo Bernhard,

Du hast mit allem recht, was Du sagst. Aber dazu zwei Anmerkungen:

1. es gibt heute so hochwertige Optiken, daß man wirklich mit Fug und Recht fragen kann, ob es da noch Sinn macht, unbedingt auf "Zeiss" zu setzen. Weil die neuen high end Optiken so gut sind, daß eben der finanzielle Wert eines wirklich original erhaltenen größeren Zeiss-Teleskops doch überhaupt gar nicht mehr in Relation zu dessen reinem Nutzwert steht.

2. also würde ich doch, wenn ich gar kein Sammler wäre, das komplette Zeiss-Equipment wirklich zum höchstmöglichen Preis an Sammler verkaufen (oder noch ein paar Jahre in den Schrank legen und auf weitere Preissteigerung hoffen) und mir von dem Geld das bestmögliche moderne Equipment kaufen. Jeder Kratzer, den man als Nutzer zufügt, wird nur tlw. erheblich den Preis mindern.

3. in gar keinem Fall aber würde ich original erhaltenes Zeiss-Equipment heute noch großartig verändern oder umbauen – der Nutzwert ist dann zwar sehr hoch, aber modernes high End Zeug bleibt unter'm Strich einfach noch besser, und man vernichtet für Sammler einen hohen Geldwert ... nur wozu sollte man denn das tun? Wer kein Sammler ist, der hat auch nix von dem Wissen, jetzt gerade durch eine schöne geschichtsträchtige Zeiss-Optik schauen zu dürfen. Wenn es rein auf Bildqualität ankommt, gibt's doch heutzutage noch besseres als das.

4. das alles ist natürlich anders, wenn man eh nur Einzelteile gekauft hat – also z.B. ein einzelnes Zeiss-Objektiv, kein komplettes altes erhaltenes Teleskop. Dann muß man um das Objektiv sowieso irgendwas Neues "drumrumbauen", um es überhaupt nutzen zu können, keine Frage.

5. kein Mensch wird sich für auf Elektro umgebaute Flügeltürer interessieren. Da kannste auch gleich einfach eine Nachfertigung im Flügeltürer-Design machen. Es gibt ja auch Porsche-356 komplett nachgefertigt, in sehr guter Qualität, eben für den "Alltag" geeignet. Die Originale sind selten und ALLE stehen in 50 Jahren noch im Museum oder bei Sammlern, die eben das komplette Original wollen, weil nur dieses die wahre Geschichte hinter dem Wagen erzählen kann. Lieber damit 1x im Jahr auf einer abgesperrten Privatstrecke fahren, als 10x mit einem verhunzten Elektroumbau auf der Straße.
 

Astro_Bernie

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Hallo Bernhard,

hast Du denn ein Bild von dem Gerät für uns? Beim C63/840 denke ich jetzt schlicht an einen Telementor? Da wäre dann eine T- oder TM-Montierung original. Halt so in der Art:

1970s CZJ Telementor 2 Complete - Bomber Bob's Telescopes - Photo Gallery - Cloudy Nights

Die originalen Farben für Tubus, Montierung, Stativ usw. hängen dann vom Baujahr ab ...

Es gibt eventuell auch andere Tuben mit C-Objektiven drin, aber der häufigste ist eben der Telementor, sprich das Gerät mit der Innenfokussierung, wo quasi die Frontlinse hin- und hergeschoben wird.

LG
Thomas
 

Astro_Bernie

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WUNNI antwortete auf ein Thema, das du bei Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie.
beobachtest.Carl Zeiss Jena C63/840 --- Farbe Tubus und Bewertung Ortho-Okulare
Hallo Bernhard,

welche Montierung war 'original'? Hängt vom Baujahr ab. Es gab verschiedene Kombinationen. Die eine richtige Anwort wird schwierig zu finden sein.
In den 1960ern war für kleinere Teleskope die Montierung Ia im Angebot, zusammen mit der kleinen Guss-Säule (die auch für die Montierung I verwendet wurde).
Vielleicht kommt sogar das 'parallaktische Knie' infrage, ein sehr erinfacher Vorläufer der T-Montierung?

Die Original*farben* bekommst Du nirgends mehr.
Für die Innenschwärzung reicht gut umgerührter, frisch gekaufter Schultafellack, wenn Du ihn sehr dünnschichtig (aber nicht *verdünnt*) auftupfst bzw. sprühst.

Außen musst Du halt zusehen... Wie schon verschiedentlich von vielen hier im Forum und auch im Thread geschrieben - Zeiss-Farben waren keine Konstanten. Du wirst einen Farbton finden, der original sein *könnte*. Mir würde das reichen...

Gut Lack :)
-wunni
 

Astro_Bernie

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Thomas_John antwortete auf ein Thema, das du bei Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie.
beobachtest.Carl Zeiss Jena C63/840 --- Farbe Tubus und Bewertung Ortho-Okulare
Es gab viele viele Selbstbauten in der DDR, nicht jeder kam überhaupt an ein komplettes Teleskop heran! Der Fokussierer und Okulare und das Objektiv sind original, klar. Vielleicht wurde dieses Objektiv aber direkt als es neu war in einen Selbstbautubus montiert. Und alles zusammen war nie auf was anderem als diesem Fotostativ aufgebaut ...

Das Stativ könnte übrigens von Berlebach sein, das war ja auch eine Firma aus der ehemaligen DDR.

Es gab auch 63mm Zeiss Teleskope die einen konventionelleren Tubus hatten als der Telemator. Ob Dein Teleskop quasi der Überrest eines solchen ist oder eben direkt ein Selbstbautubus, da können evtl. andere besser etwas zu sagen.

Die oben gepostete „cremeweiße“ Farbe war aber doch recht typisch für (echte) Zeiss Tuben zur DDR Zeit.

LG
Thomas
 

Schmitti

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Hallo Bernhard,

da bin ich mal wieder mit etwas Verspätung. Die von dir mitgelieferten Bilder sind recht aufschlussreich. Offensichtlich handelt es sich bei dem Fernrohr um einen Selbstbau unter Verwendung des Helical Focusierers und des Okularrevolvers. Bei den Okularen sticht neben dem 40er Ortho das 25er heraus. Hier ist der eigentliche Okularkörper dicker als die Steckhülse. In der Regel sahen die 25er den anderen 0,96" Orthos ähnlich, also so aus wie bei dir das 12,5er und das 6er. Vielleicht erreicht dein 25er so ein größeres Gesichtsfeld als die Normalausführung; auf jeden Fall dürfte es so mehr wert sein.

Der Tubus sieht so aus als wäre er einmal als Telementor Tubus gedacht oder verbaut gewesen. Schraublöcher deuten auf die Viesiereinrichtung und die Innenfokusierung hin. Das Stativ (Berlebach?) oder ein anderes Stativ der recht vielgestaltigen DDR Stativpalette war sicher nie für einen 63/840 gedacht und der Neigekopf wird den Möglichkeiten des Fernrohres nicht gerecht.

An deiner Stelle würde ich mir um den Originalzustand des eigentlichen Fernrohres keine Gedanken machen. Versehe es mit einem vernünftigen Sucher und stelle es auf eine hinreichende Montierung (EQ3, GP, TM (falls zu bekommen), Giro etc.). Dann kannst du mit diesem Rohr und den Okularen jede Menge Beobachtungsfreude haben.

Zugleich kannst du ja versuchen für den Okularrevolver eine Adaption an 2" zu basteln oder zu besorgen um ihn an anderen Instrumenten einzusetzen, die ihm gerecht werden.

Vielleicht begegnet dir ja mal ein Telementor, Telemator oder gar ein größeres Zeiss Teleskop mit Montierung zu einem nachvollziehbaren Preis. Irgendwann im Leben laufen einem Fernrohre irgendwo nach und sagen sie hätten kein zuhause. Ältere Sternfreunde kennen dieses Phänomen, und dann muss man sich einfach erbarmen.

CS Gerhard
 

WUNNI

Mitglied
Bei den Okularen sticht neben dem 40er Ortho das 25er heraus. Hier ist der eigentliche Okularkörper dicker als die Steckhülse. In der Regel sahen die 25er den anderen 0,96" Orthos ähnlich, also so aus wie bei dir das 12,5er und das 6er. Vielleicht erreicht dein 25er so ein größeres Gesichtsfeld als die Normalausführung; auf jeden Fall dürfte es so mehr wert sein.
Hallo Gerhard,

nee, das ist das normale 25-O. Ich habe zwei davon, die sehen genau so aus.
Die 25-H sind schlanker, so wie Du schriebst. Auch das 16-O ist schlank.
Auch das 40-O ist länger und viel schwerer als das weit verbreitete 40-H; da ist halt viel mehr Glas drin...

CS!
-wunni
 

Astro_Bernie

Mitglied
Hallo Bernhard,

da bin ich mal wieder mit etwas Verspätung. Die von dir mitgelieferten Bilder sind recht aufschlussreich. Offensichtlich handelt es sich bei dem Fernrohr um einen Selbstbau unter Verwendung des Helical Focusierers und des Okularrevolvers. Bei den Okularen sticht neben dem 40er Ortho das 25er heraus. Hier ist der eigentliche Okularkörper dicker als die Steckhülse. In der Regel sahen die 25er den anderen 0,96" Orthos ähnlich, also so aus wie bei dir das 12,5er und das 6er. Vielleicht erreicht dein 25er so ein größeres Gesichtsfeld als die Normalausführung; auf jeden Fall dürfte es so mehr wert sein.

Der Tubus sieht so aus als wäre er einmal als Telementor Tubus gedacht oder verbaut gewesen. Schraublöcher deuten auf die Viesiereinrichtung und die Innenfokusierung hin. Das Stativ (Berlebach?) oder ein anderes Stativ der recht vielgestaltigen DDR Stativpalette war sicher nie für einen 63/840 gedacht und der Neigekopf wird den Möglichkeiten des Fernrohres nicht gerecht.

An deiner Stelle würde ich mir um den Originalzustand des eigentlichen Fernrohres keine Gedanken machen. Versehe es mit einem vernünftigen Sucher und stelle es auf eine hinreichende Montierung (EQ3, GP, TM (falls zu bekommen), Giro etc.). Dann kannst du mit diesem Rohr und den Okularen jede Menge Beobachtungsfreude haben.

Zugleich kannst du ja versuchen für den Okularrevolver eine Adaption an 2" zu basteln oder zu besorgen um ihn an anderen Instrumenten einzusetzen, die ihm gerecht werden.

Vielleicht begegnet dir ja mal ein Telementor, Telemator oder gar ein größeres Zeiss Teleskop mit Montierung zu einem nachvollziehbaren Preis. Irgendwann im Leben laufen einem Fernrohre irgendwo nach und sagen sie hätten kein zuhause. Ältere Sternfreunde kennen dieses Phänomen, und dann muss man sich einfach erbarmen.

CS Gerhard
Hallo Gerhard,

herzlichen Dank für Deine ausführlichen Bemerkungen !
Der Tubus ist sehr massiv und mittig ist eine runde Streulichtblende mit drei Schrauben von Außen fixiert. Ich dachte mir schon, dass das wohl so nicht aus dem Werk in Jena rauskam. Was mich dann doch wieder an die "offizielle" Variante glauben ließ, war, dass die Optik ja sehr wertig gefasst ist und ich mir schwerlich vorstellen kann, dass das ein Privatmann so gebaut hätte ....
Ich werde Deinen rat befolgen und den Tubus aufbereiten lassen. Der wird abgestrahlt, gundiert und neu lackiert. Ich werde die RAL 1013 nehmen und dann sollte es gut sein.

Zu den Okularen kommen immer neue Infos dazu. Super ! Gerade das 25er wirkte auf mich sehr "normal". Das ein 25mm-Okular in eine so dünne Hülle gequetscht wurde, hätte ich nicht gedacht .......

Der Okularrevolver lässt sich gut an 2" anpassen. Es gab auf eba ein Angebot, bei dem ein Adapter von M44x1 auf 2"-Steck angeboten wurde. War zwar mit über 50 Euro nicht billig, aber das Teil passt an den 4-fach-Revolver dran. Ich werde bei Gelegenheit die Einheit an meinen Refraktoren testen. ich habe auch einen anderen Anbieter gefunden, der 3 Adapter anbietet, die die Kunststoffsteckhülsen für die 0.96"-Okulare ersetzt und dann 1,25" Okulare aufnehmen kann. Hört sich für mich sinnvoll an.... kannte mich aber noch nicht zu Kauf durchringen (75 Euro).

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass mir ein AS oder APQ in den nächsten Jahren zu einem nachvollziehbaren Preis über den Weg laufen wird. Das wäre des Glücks zu viel !

Lieber Gerhard, Dir noch einen schönen Restsonntag !
Bernhard
 

Thomas_John

Mitglied
Hallo Bernhard,

die Zeiss-Optiken gab es m.W. so "ordentlich" gefaßt ab Werk. Man wußte ja, daß seinerzeit viele Leute ihre eigenen Tuben und Montierungen in Eigenleistung bauen würden ... auch der Zeiss "Bastelsatz" mit dem berühmten kleinen 50/540er Objektiv kam in so einer aufwendigen Fassung.

wie schon von Gerhard erklärt: Der originale "Gesamtzustand" spielt in Deinem Fall keine Rolle, das ist klar. Du könntest somit gut nach Herzenslust einen neuen Tubus bauen, beispielsweise ja auch mit modernem 2" OAZ ...

LG
Thomas
 

selenograph

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Hallo Bernhard,
es gab in den 1980ern bei Zeiss Jena, abgesehen vom Telementor, AS100/1000 und dem 150er und dem späteren 180er Meniscas keine kompletten Teleskope mehr für Amateure. Am beliebtesten waren bei den Hobbyastronomen der DDR neben der kleinen Basteloptik 50/540 mit der wohl jeder begonnen hat, das AS 80/1200, AS 80/840 und die Kometensucher-Objektive C 80/500 und C 110/750. Okularauszüge gab es, aber das Rohr musste man selbst bauen. Hier meine Geschichte.:giggle:
Den 4fach-Okularrevolver mit Zeiss Orthos habe ich auch. Kommt standesgemäß vor allem an meinen AS 80/1200 und dem Telementor zum Einsatz. Ich schätze das aufrechte und seitenrichtige Bild am Okularrevolver und die Orthos sind nach wie vor gut. Es gibt aber heute natürlich bessere Okulare, vor allem was Transmission, Gesichtsfeld und Einblickverhalten betrifft. An meinen Taks (FS-128, FC-60) kommen dann doch eher Okulare von Takahashi, Pentax und TeleVue zum Einsatz.

Hier noch ein Foto von den Zeiss Orthos 40-O, 25-O, 16-O, 12,5-O, 10-O, 6-O und 4-O. Mir fehlt das seltene 8-O.
Zeiss_Orthos.jpg


Und hier die 40er Schraubokulare 40-O und zwei Versionen des 40-H. Rechts steht ist die letzte etwas leichtere Version des 40-H. Das 40-O ist dem einfachen 40-H natürlich sichtbar überlegen.
Zeiss_40_Oku.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:

Schmitti

Mitglied
Hallo Wunni, hallo Bernhard, hallo Ralf,

jetzt hat es mir keine Ruhe gelassen ob ich doch schon so verkalkt bin. Also bin ich in die Sternwarte um mir meinen Okularrevolver noch mal genau anzuschauen. Der gehörte damals (1989-90) zum 180er Meniscas. Okulare waren 40-H, 25 16 und 10 mm Ortho. In der Tat sieht mein 25er genau so aus wie das 16er und 10er , etwas länger aber gleicher Außendurchmesser und gleicher Okulardeckel. Vielleicht wurde da ja bereits "gespart". So sollen ja auch die Ferngläser aus Jena in den letzten Jahren der DDR nachgelassen haben, weil z.T. glänzender Kunststoff verbaut wurde.

Aber es ist schön, dass sich einige von euch besser auskennen als ich. Vielleicht begegnet einem ja mal eines der anderen Okulare für die Sammlung.

CS Gerhard
 

Astro_Bernie

Mitglied
Hallo Bernhard,

die Zeiss-Optiken gab es m.W. so "ordentlich" gefaßt ab Werk. Man wußte ja, daß seinerzeit viele Leute ihre eigenen Tuben und Montierungen in Eigenleistung bauen würden ... auch der Zeiss "Bastelsatz" mit dem berühmten kleinen 50/540er Objektiv kam in so einer aufwendigen Fassung.

wie schon von Gerhard erklärt: Der originale "Gesamtzustand" spielt in Deinem Fall keine Rolle, das ist klar. Du könntest somit gut nach Herzenslust einen neuen Tubus bauen, beispielsweise ja auch mit modernem 2" OAZ ...

LG
Thomas
Hallo Thomas,
ich denke, das werde ich so tun. Irgendwie bin ich sogar erleichtert.
CS
Bernhard
 

Astro_Bernie

Mitglied
Hallo Bernhard,
es gab in den 1980ern bei Zeiss Jena, abgesehen vom Telementor, AS100/1000 und dem 150er und dem späteren 180er Meniscas keine kompletten Teleskope mehr für Amateure. Am beliebtesten waren bei den Hobbyastronomen der DDR neben der kleinen Basteloptik 50/540 mit der wohl jeder begonnen hat, das AS 80/1200, AS 80/840 und die Kometensucher-Objektive C 80/500 und C 110/750. Okularauszüge gab es, aber das Rohr musste man selbst bauen. Hier meine Geschichte.:giggle:
Den 4fach-Okularrevolver mit Zeiss Orthos habe ich auch. Kommt standesgemäß vor allem an meinen AS 80/1200 und dem Telementor zum Einsatz. Ich schätze das aufrechte und seitenrichtige Bild am Okularrevolver und die Orthos sind nach wie vor gut. Es gibt aber heute natürlich bessere Okulare, vor allem was Transmission, Gesichtsfeld und Einblickverhalten betrifft. An meinen Taks (FS-128, FC-60) kommen dann doch eher Okulare von Takahashi, Pentax und TeleVue zum Einsatz.

Hier noch ein Foto von den Zeiss Orthos 40-O, 25-O, 16-O, 12,5-O, 10-O, 6-O und 4-O. Mir fehlt das seltene 8-O.
Den Anhang 103902 betrachten

Und hier die 40er Schraubokulare 40-O und zwei Versionen des 40-H. Rechts steht ist die letzte etwas leichtere Version des 40-H. Das 40-O ist dem einfachen 40-H natürlich sichtbar überlegen.
Den Anhang 103903 betrachten
Hallo Ralf,
das war sehr aufschlussreich !

Okay, dann muss ich wohl irgendwann eine Entscheidung treffen.
Wie selten ist denn das 80/1200? An einem Kometensucher ein Ortho zu verwenden erschließt sich mir nicht.

Für mich ergibt sich langsam ein etwas klareres Bild davon, wo ich mit Zeiss hin möchte ----> Planeten !

Also möglichst f ∞ und Öffnung ∞ .... eigentlich sollte dann wohl ein Meniscas das Ziel sein .... oder ?

So, wo bekommt man denn solche Teleskope ? Auf ebay nicht. Hier im Forum .... glaube ich nicht. Gibt es so etwas wie eine Zeiss-Börse ....

astro_bernie@icloud.com

Kann ich mir eh nicht leisten ....

CS
Bernhard :-((((
 

WUNNI

Mitglied
Aber es ist schön, dass sich einige von euch besser auskennen als ich.
Hallo Bernhard und Ralf,
Was heißt 'besser auskennen'? Wenn ich die Bilder von Ralf sehe, merke ich, dass ich mich überhaupt nicht auskenne..!
Jeder trägt hier sein Schnipselchen Wissen bei, aber das Zeiss-Universum war anscheinend viel größer.
Orthoskop 8mm, Steckhülsen-40-Huygens; was ist ein P-40 oder ein 40-AM..? Alles nie gehört, nie gesehen...
Ich spiele seit 40 Jahren mit Zeiss-Technik rum, kann hier aber noch viel lernen! ;)

Qualität: "Änderungen im Sinne des technischen Fortschritts vorbehalten". Das konnte auch "billiger produziert" heißen.
Ich habe eine frühe Montierung Ib aus den 1960ern und eine recht späte. Ratet mal, welche besser verarbeitet ist!
Echten Fortschritt gab es aber auch: Frühe AS-Objektive (aus den 1950ern und älter?) sind entweder nicht oder nur schwach vergütet; die MC-Vergütungen der späteren AS sind besser.

Bernhard, wenn Du mal ein Zeiss Meniscas preiswert bekommst... aber ansonsten sind die heute was für Sammler. Mein popliger SkyWatcher 12" für 800€ schlägt meinen Zeiss-Meniscas 150 um Längen. Klar, der SW hat die doppelte Öffnung, aber wenn Zeiss sooo gut ist? Selbst beim Mond lohnt ein Mehr an Öffnung. Der Meniscas spielt seine Vorteile beim Fotografieren aus, visuell reicht ein Newton.

..findet
-wunni
 

FrankZ

Mitglied
Hallo,

als ehemaliger Ostdeutscher bin ich viel mit Zeissgeräten in Berührung gekommen. Kurz nach der Wende war das Zeug auch billig zu bekommen – viele ostdeutsche Sternfreunde haben sich von buntem Tand blenden lassen, und ihre Zeissgeräte billig verkauft. Schulen haben die Geräte schnellstmöglich entsorgt, als der Astronomieunterricht weggefallen ist. Wie ich schon geschrieben habe, halte ich das Zeug durchaus für sammelwürdig, wenn auch nicht zu den aktuellen, total überzogenen Sammlerpreisen. Auch fasziniert die Präzision und der Aufwand, mit denen diese Instrumente gebaut worden sind. Trotzdem sollte man das ganze etwas nüchterner betrachten. Der 150-er Meniscas ist ein Dinosaurier, viel zu schwer mit großer Obstruktion. Der 180-er Meniscas ist selten, wenn er angeboten wird, ist der Preis astronomisch. Für den Preis nur eines AS 80/1200 Objektivs bekommt man heute den Starwave ASCENT 102ED F11, offenbar ein sehr guter 4-Zoll ED-Apo. Hier im Forum hat gerade Robert so ein Fernrohr vorgestellt. Wer ein Fernrohr zum Beobachten sucht, ist mit so einem Rohr wesentlich besser bedient, als mit technisch überholten (eventuell durch intensiven Gebrauch und raue Behandlung nicht mehr technisch ganz einwandfreien), viel zu teuren Zeissgeräten.

C.S. Frank
 
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