Das Universum ist wunderschön und gleichzeitig unheimlich | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Das Universum ist wunderschön und gleichzeitig unheimlich

Servus,

ich bin Jasmin aus dem schönen Bayern.

"Schuld" für das Interesse an "tiefere" Astrofotografie waren die Bücher über Nachtfotografie und Lichtmalerei und die Aurora Borealis, die ich letztes Jahr im Herbst sehen durfte.
Ich bin immer noch hin und weg, wenn ich mich an die Nacht erinnere. :D

Meine ersten "Gehversuche" in der Astrofotografie waren aber schon vor 2 Jahren mit einem Handy, das 30 Sekunden belichten konnte. (Milchstraße, Sternenhimmel)

Letztes Jahr kam dann das Upgrade auf eine DSLR Kamera für Natur und etwas Sonne, Mond und Sterne. (Mond, Sternenhimmel, Startrails, Milchstraße, Sonne mit der Sonnenfolie)

Ende dieses Jahres wollte ich den nächsten Schritt wagen und mir eine Astrokamera zulegen.
Da der Virus mir aber meine Pläne etwas durcheinander gebracht hat, werde ich mir jetzt eine kaufen.

Natürlich habe ich viele Fragen.
Manche Fragen oder Zwischenschritte beim Setup des Equipments mögen für erfahrene Astrofotografen selbstverständlich sein, für mich sind sie es (noch) nicht. :)

Dafür entschuldige ich mich jetzt schon mal im Voraus, wenn ich doofe Fragen stelle.
Habt bitte etwas Geduld mit mir.

Auf ein gutes Miteinander und klare, windstillere Nächte.


Ich habe bereits Gute-Nacht-Lektüren durchgelesen und auch Youtube/Google gefragt.
Bücher:
- Astrofotografie von Thierry Legault
- Praxisbuch Wetter- und Nachtfotografie von Daan Schoonhoven
- Der Himmel bei Nacht von Glenn Randall
- Nachtfotografie von Karsten Kettermann
- Nachtfotografie und Lichtmalerei von Lance Keimig

Auf meiner Instagramseite minitrex85 sind ein paar Astrofotos zu finden.
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Jasmin,

willkommen hier im Forum.
Endlich mal jemand die noch Bücher liest, bevor sie hier fragt. Wenn Du Deine Gute-Nacht-Lektüre durch hast, wird Dir auch vieles schon vertraut sein und Du kannst viel gezielter fragen.
Viel Spaß beim neuen Hobby.

Gruß

Heiko
 

LuisCypher

Mitglied
Hallo Jasmin,

willkommen im Forum. Ich, der ich selber frisch hier bin, kann dir versichern, dass dir hier jede Hilfe zu teil wird solange du bereit bist diese anzunehmen. Und Heiko hat es richtig erkannt, dein Wille dich einzuarbeiten und nicht alles auf einem "Silvertablett" serviert zu bekommen, ist ein wichtiger Schritt in diesem Hobby.

Habe deinen Instagram account durchstöbert und deine Erfahrung in der Fotografie und der Bildbearbeitung wird dir sicher ebenfalls gute Dienste leisten wenn du tiefer in die Astrophotographie einsteigst.

Bleibt mir nur dir klare Nächt zu wünschen
Gruß
Andreas
 

GanymedRN

Mitglied
Hallo Jasmin,

Es gibt keine doofen Fragen sondern nur doofe Antworten :D
Willkommen im Forum.
Eine Frage hätte ich aber: Warum willst du dir gleich eine Astrokamera kaufen und nicht die DSLR dafür verwenden?
Viele verwenden eine DSLR und machen tolle Bilder damit. Ich habe auch mit DSLR angefangen.
Ich denke das wichtigste für dich wäre eine Montierung die für Astrofotografie taugt also German Equatorial Mount.
Damit und mit einem guten Fotoobjektiv erreicht man schon recht viel. Soll es mehr sein kommt ein vernünftiges Teleskop dazu. Auch hier gilt wer billig kauft, kauft mehrmals. Also lieber Schritt für Schritt vorangehen.
 
Eine Frage hätte ich aber: Warum willst du dir gleich eine Astrokamera kaufen und nicht die DSLR dafür verwenden?
Viele verwenden eine DSLR und machen tolle Bilder damit. Ich habe auch mit DSLR angefangen.
Guten Abend GanymedRN,
Mit der Astrokamera kann ich Astrofotos aufnehmen und mit meiner DSLR kann ich nebenbei entweder Timelapsen oder Light painten.

Grüße
Jasmin
 
Hallo Jasmin,

auch ich halte für den Beginn eine DSLR für besser geeignet. Warum nicht eine zweite (nur Gehäuse), am besten die gleiche, die Du schon besitzt, für Astro anschaffen? Dann hast Du die bereits vertraute Handhabung der Kamera, was im Dunklen hilfreich ist, und könntest sogar eine astromodifizierte Version nehmen, oder selber modifizieren lassen.

Grüße, Gerd
 

Alpha81

Mitglied
Hallo Jasmin
Willkommen im Forum. hab erst jetzt dein Tweed gesehen und gelesen.
da kann ich mich nur anschliessen was andere schon geschrieben haben. ich Arbeite entweder diese oder die nächste Woche mit meiner EQ Montierung M-Uno. da ich sie per Post und nicht wie geplant abholen kann. "Covid-19 Kriese!:mad:"
das Profilbild (im Urlaub 2018 Locarno, Tessin entstanden vor der Mond/ Mars Nacht) ist veraltet. eine Celestron Nexstar Evolution 8 EHD. den Tubus hab ich noch immer.
meine Kamera Nikon Z6 ist nicht umgebaut da ich auch noch anderes als den Nachthimmel Fotografieren will. hab auch keine Filter im einsatz.
(y) (y)
grüsst und wünsch viel Spass am Beobachten
Ale

PS: unten ist das ganze Equipment aufgelistet.
 

Optikus

Mitglied
Hallo Jasmin,

auch ich halte für den Beginn eine DSLR für besser geeignet. Warum nicht eine zweite (nur Gehäuse), am besten die gleiche, die Du schon besitzt, für Astro anschaffen? Dann hast Du die bereits vertraute Handhabung der Kamera, was im Dunklen hilfreich ist, und könntest sogar eine astromodifizierte Version nehmen, oder selber modifizieren lassen.

Grüße, Gerd
... und man hat die Option, später eine modifizieren zu lassen (was mit Clip-OWB die Tagestauglichkeit ja nicht killt) und hat trotzdem immer dieselbe Bedienung des Geräts.

CS
Jörg
 

GanymedRN

Mitglied
Hallo Jasmin,
OK klingt nach Plan.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das das anfangs nichts wird mit beiden Dingen gleichzeitig. Du wirst mehr Freude an den Bildern haben wenn du dich auf eines der beiden konzentrierst. Zumindest für den Anfang.
Astrofotografie ist, wenn man nicht einen fixen Setup hat, kein Selbstläufer und benötigt viel Zeit. Man muss sauber Einnorden, eine Sternausrichtung machen, den Bildausschnitt wählen, die richtige Belichtungszeit wählen, den Fokus sauber einstellen, den Guider kalibrieren, ..., und immer wieder nachkontrollieren. Das dauert eine Zeit bis man den Setup so im Griff hat das man nebenbei noch was anderes machen kann.
Die Astrokamera kann man hinterher immer noch anschaffen.
Ich persönlich habe Astrokameras von QHY, ATIK und ASI. Alle Kameras funktionieren gut und zuverlässig. Die ATIK383L+ ist eine gekühlte monochrome CCD Kamera die zusätzlich Luminanz- und Farbfilter (LRGB) benötigt. Dieser Setup macht tolle Bilder braucht aber einiges an Zeit und Aufwand, da man ja Bilder mit 4 Filtern macht. Bei unserem unberechenbaren Wetter kann das dauern. Dieser Setup ist empfindlicher als mit einer Farbkamera.
Meine zweite Deepsky Kamera ist die ASI294MCPro. Das ist eine gekühlte Farbkamera. Momentan benutze ich die am meisten, da ich sofort Farbbilder habe mit denen ich arbeiten kann. Bei monochrom muß ich erst die ganze LRGB Serie fertig haben bevor ich damit arbeiten kann.
Die QHY und eine weitere ASI Kamera benutze ich für Sonne, Mond und Planeten.
Ich hoffe das hilft dir weiter.
Du schreibst du kommst aus Bayern. Solltest du im Raum München wohnen kann ich dir den ATMN (Astrotreff Münchner Norden) atmn.eu zum Informationsaustausch empfehlen. Wird treffen uns alle 4 Wochen Freitag um die Vollmondzeit zum Stammtisch. Momentan allerdings nur virtuell ;) Ist ein zwangloses Treffen ohne jegliche Mitgliedschaft.
 
Hallo Jasmin,

auch ich halte für den Beginn eine DSLR für besser geeignet. Warum nicht eine zweite (nur Gehäuse), am besten die gleiche, die Du schon besitzt, für Astro anschaffen? Dann hast Du die bereits vertraute Handhabung der Kamera, was im Dunklen hilfreich ist, und könntest sogar eine astromodifizierte Version nehmen, oder selber modifizieren lassen.

Grüße, Gerd
Hallo Gerd,
wenn ich meine Kamera als Gehäuse kaufen und astromodifizieren lassen würde, käme das teurer als die asi294mc pro selbst. Dann nehme ich gleich die Astrokamera.
Und bereits astromodifizierte Kameras kosten auch schon mindestens 650 Euro. Man kann diese aber nicht kühlen.

Ich mag meine Kamera sehr gerne, Akku ist der Hammer (meiner Meinung nach). Aber sie ist etwas rauschempfindlich. Und wenn ich sehe, wie manche einen ISO von mehr als 1000 für Astroaufnahmen nehmen, das versuche ich zu vermeiden.

Vielleicht bin ich auch deshalb eher auf gekühlte Astrokamera eingestellt.

Bei einer Canon EOS R bzw. Ra oder die Sony 7alpha irgendwas... wäre das was anderes. Aber die sind noch 1-2 Stufen höher angesiedelt.

Grüße
Jasmin
 
... und man hat die Option, später eine modifizieren zu lassen (was mit Clip-OWB die Tagestauglichkeit ja nicht killt) und hat trotzdem immer dieselbe Bedienung des Geräts.

CS
Jörg
Hallo Jörg,
Ich finde, dass es die Bedienung erleichtern würde, wenn man zwei verschiedene Kameras hat.
Erstens verwechselt man die Kameras nicht (die eine modifiziert, die andere nicht)
Zweitens ich bin kein Freund von Clips (mehr). Ich habe einen CLS - Filterclip. Die Aufnahmen sehen zwar schön aus aber das Ding ist ein *pain in the a.. *. Das sitzt nicht fest und scheppert und verschiebt sich, sobald ich die Kamera mit dem Objektiv umpositioniere.
Ich kann mir das nicht vorstellen, beim Wandern den "Tageslicht" - Clip zu benutzen. Objektivwechsel wäre auch ausgeschlossen.

Grüße
Jasmin
 

Alpha81

Mitglied
Hallo Jasmin
ja die gekühlten Kameras kosten meistens mehr als die ohne Kühlung. daher arbeite ich nur mit meiner Dslr ohne umbau den das stört mich ganz und gar nicht. auch so bekomme ich ein paar gute Fotos.
der Filter Clip hab ich nur für Canon gesehen bei Astroshop.de. auch für die Marke Nikon gab es mal welche / ev. noch immer, fragt mich nur nicht bei wem oder auf welcher Webseite das war etwa vor 2-3 Jahre. da ich eh keine im Gebrauch habe kommt es nicht in frage.
grüsst
Ale
 
Hallo Jasmin,
OK klingt nach Plan.
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das das anfangs nichts wird mit beiden Dingen gleichzeitig. Du wirst mehr Freude an den Bildern haben wenn du dich auf eines der beiden konzentrierst. Zumindest für den Anfang.
Astrofotografie ist, wenn man nicht einen fixen Setup hat, kein Selbstläufer und benötigt viel Zeit. Man muss sauber Einnorden, eine Sternausrichtung machen, den Bildausschnitt wählen, die richtige Belichtungszeit wählen, den Fokus sauber einstellen, den Guider kalibrieren, ..., und immer wieder nachkontrollieren. Das dauert eine Zeit bis man den Setup so im Griff hat das man nebenbei noch was anderes machen kann.
Die Astrokamera kann man hinterher immer noch anschaffen.
Ich persönlich habe Astrokameras von QHY, ATIK und ASI. Alle Kameras funktionieren gut und zuverlässig. Die ATIK383L+ ist eine gekühlte monochrome CCD Kamera die zusätzlich Luminanz- und Farbfilter (LRGB) benötigt. Dieser Setup macht tolle Bilder braucht aber einiges an Zeit und Aufwand, da man ja Bilder mit 4 Filtern macht. Bei unserem unberechenbaren Wetter kann das dauern. Dieser Setup ist empfindlicher als mit einer Farbkamera.
Meine zweite Deepsky Kamera ist die ASI294MCPro. Das ist eine gekühlte Farbkamera. Momentan benutze ich die am meisten, da ich sofort Farbbilder habe mit denen ich arbeiten kann. Bei monochrom muß ich erst die ganze LRGB Serie fertig haben bevor ich damit arbeiten kann.
Die QHY und eine weitere ASI Kamera benutze ich für Sonne, Mond und Planeten.
Ich hoffe das hilft dir weiter.
Du schreibst du kommst aus Bayern. Solltest du im Raum München wohnen kann ich dir den ATMN (Astrotreff Münchner Norden) atmn.eu zum Informationsaustausch empfehlen. Wird treffen uns alle 4 Wochen Freitag um die Vollmondzeit zum Stammtisch. Momentan allerdings nur virtuell ;) Ist ein zwangloses Treffen ohne jegliche Mitgliedschaft.
Hallo GanymedRN,
Die ASI294MC Pro wäre auf meiner Einkaufsliste als Anfängerkamera :)
Wie findest du die Astrokamera?

Eigentlich wollte ich die Asi1600mm Pro zuerst. Aber dafür sollte ich mich besser mit Astrokamera und Setup auskennen bzw. beschäftigen.

Wie oft sollte man Nachkontrollieren?
Am Anfang öfters als später, das ist klar.
Ich habe mal angenommen, dass alle 15-20 Minuten reichen.
Ein Light painting Foto dauert um die 2 Minuten. Alle 7-10 Aufnahmen werde ich eh eine kleine "Verschnauf"-Pause einlegen und hin und wieder einfach nur den Sternenhimmel bewundern.

Danke für den Tipp.
Ich bin bei Straubing. Das ist a biserl weit, um mal so nach Muc zu fahren.

Grüße
Jasmin
 

GanymedRN

Mitglied
Hallo Jasmin,
Die ASI294MCPro ist eine gute Astrokamera. Ja es geht immer besser aber ich finde für mich passt die ganz gut da sie mir schnell RGB Resultate liefert. Die ASI294 hat Verstärkerglühen, das bekommt man mit Dunkelbildabzug aber in den Griff. Es gibt neuere Kameras ohne Verstärkerglühen da kann man sich evtl. Dunkelbilder sparen wenn man Dithering (verschieben des Bildausschnitts um ein paar Pixel in zufällige Richtung) macht.
Bei Deepskyfotografie (lange Belichtungszeiten) ist auch die Montierung (German Equatorial mit Nachführmotoren) ausschlaggebend und nicht nur die Kamera. Speziell bei größeren Brennweiten ist das wichtig.
Nachkontrollieren mache ich am Anfang der Session nach jedem Bild. Wenn die ersten 3-4 Bilder im Kasten sind schau ich so alle 30min nach um Überraschungen wie z.B. Fokus läuft weg, Guiding hat gestoppt, Windows Rechner hat sich entschieden abzustürzen, ... vorzubeugen.
Will man länger belichten dauert der Setup bis zum ersten Bild recht lange. Bei mir so etwa 60 Minuten. In der Zeit kann man nichts anderes machen ;) zumindest ich nicht wg. Multitasking und so.
Wenn alles gut läuft kann man den Sternhimmel bewundern und da wir meistens mehrere sind ist bestimmt auch ein visueller Beobachter mit großem Dobson dabei bei dem man mal durchs Okular schauen kann.:D
 
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