Die eierlegende Wollmilchsau | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Die eierlegende Wollmilchsau

Metalblade

Mitglied
Hallo,

Nach 15 Jahren 12“ Dobson suche ich ein neues Teleskop mit nicht unbedingt mehr Öffnung (wäre aber trotzdem schön ), es soll transportabel sein, in eine Limousine passen (A6, sehr ungünstig mit meinem 12“ Volltubus ). GoTo wäre auch toll , muss aber nicht . Also man sieht , viele Vorstellungen die anscheine alle nicht so recht zusammenpassen.

Lange Rede , kurzer Sinn. Entweder ein 16“ Dobson (lohnt sich das so gegenüber 12“ , da hat mir bis auf ein paar Quasare nix gefehlt ) oder ein transportabler 8“ SC als Meade LX200. Ich hatte einen 8“ Newton parallaktisch montiert, das gefiel mir vom Einblick nicht so. Budget liegt bei ca.3000-3500€.

Mfg Stefan
 

Antares

Mitglied
Hi
ganz klar mein Favorit: Ein Gitterrohrdobson mit 16" und f/4.
Ist keine Welt aber deutlich mehr als 12" im Anblick.
CS
 

Wolfgang Hofer

Mitglied
Hi Stefan!

ganz klar mein Favorit: Ein Gitterrohrdobson mit 16" und f/4.
16" ist meiner Meinung nach eine sehr ausgewogene Lösung.
- "genug" :unsure: Öffnung
- Einblick ohne Leiter
- noch leicht zu tragen

Je nach deiner Körpergröße darf die Brennweite auch ruhig etwas größer sein als von Antares vorgeschlagen, also z.B.:

- Taurus T400 16" f/4,5 (passt ist dein Budget) oder
- Spacewalk Telescopes Infinity NL 400/1700 mm f/4,3 (ist allerdings über deinem Budget)

Ich habe einen 18-Zöller von Spacewalk Telescopes. (Wird in dieser Größe nicht mehr angeboten.) Ich bin sehr zufrieden damit. Allerdings brauche ich wegen der Einblickhöhe immer einen Tritt oder eine Arbeitsplattform.

Gruß
Wolfgang
 

Antares

Mitglied
Hi Wolfgang,
der Punkt warum ich hier f/4 vorschlage ist nicht f/4.
Es ist die Brennweite von 1600mm die es mit entsprechenden Okularen ermöglicht noch um die 2Grad Feld zu erreichen. Und letztlich macht dies den Allrounder für mich aus - die Großfeldoption.
CS
 

arago

Mitglied
Hallo Freunde

Es ist die Brennweite von 1600mm die es mit entsprechenden Okularen ermöglicht noch um die 2 Grad Feld zu erreichen.
Das halte ich aber für ein Gerücht! Mit 46MM Bildkreis geht da nur 1,65° und das mit 38MM Okularbrennweite und 9.5MM Ap.
Realistischer ist das 30MM ES mit 43MM Feldblende und immer noch 7,5MM Ap. Dann sind es 1,54°. Dazu kommt noch ein Komakorrektor der dabei die Brennweite noch etwas verlängert und das Gesichtsfeld wieder etwas reduziert.

Das maximale Gesichtsfeld erreiche ich bei F4,5 und 1829MM Brennweite mit dem "Jumbo" ES 30MM / 100° in 3 Zoll mit rund 1.64° und gerade noch erträglicher Ap. von 6,6MM! Und das ist den Meisten schon eine zu große Ap..
Um selbst das zu erreichen muß man schon ordentliche "Kopfsprünge" anstellen. Das ist dann aber das äußerste Ende der Fahnenstange!

Gruß Peter
 

Antares

Mitglied
Hi Arago,

2 Grad sind es nicht, das stimmt. So genau hatte ich es nicht im Kopf als ich das vorhin schrieb.

Tatsächlich geht noch etwas mehr, denn 46 mm Fledblende ist nicht das Ende.
Mit 47 mm FB, die hat wohl das Meade SWA 40 sind es 1,68 Grad.
Das Penta XL 40 zeigt noch etwas mehr. Es kommt zwar mit 46,5 mm Feldblende die man, wie ich hörte aber entfernen kann. Dann begrenzt nur die Hülse an sich.
Alles andere, wie "erträgliche AP" und Komakorrektor ist die eigene Vorliebe.

Gerade bei großen schnellen Geräten hat die Verwendung übergroßer AP sogar einen praktischen Nutzen wenn man dafür das maximale Feld bekommt. Es könnte beim Suchen helfen, einfach weil man mehr Feld hat, und so evtl. Feldsterne zur Orientierung findet, auch wenn man dann natürlich Nicht die volle Öffnung des Teleskops nutzt. War ein Tipp von Martin Birkmaier. ;)

Zurück zum Threadthema..
CS
 

arago

Mitglied
Hallo Antares

40MM bei F4? Das macht ja eine 10MM Ap! Du lieber Himmel. Aber na gut... Geschmacksache.
Bei 40MM Okularbrennweite kann Harry Siebert noch einen drauf setzen mit 40MM / 75° und einer Fb. mit rund 52.4MM. Das geht aber nur noch in 2,5; 2,7; 3; 4; oder 4,3" Steckmaß.

Ich verwende das riesige 30MM 100° an meinem 16" ES. Das bringt eine Fb von 52,2MM mit und nach meinen Erfahrungen damit muß ich sagen, es ist "D A S" Übersichtsokular bei diesen "dicken Pötten". Es bringt schon einen gewissen Grad an Bildebnung und Komakorrektur mit. Ohne diese Eigenschaften währe ein Abbildung in dieser Ausführung überhaut nicht möglich.

Der Sven hat es mal getestet. Aber ich denke an einem 8" F4 mit 800MM Brennweite ist es wohl eine Fehlbesetzung, denn hier dürfte die Bildfeldwölbung deutlich größer ausfallen als am 16er mit 1800MM Brennweite und ich habe so die Vermutung das er das gesamte Gesichtsfeld dieses Okulars am 8" F4 noch gar nicht gesehen hat (sehr wahrscheinliche Vignetierung).
Leztes Jahr hatte ich die beiden "Dicken" am "Hut" dabei. Da hättest Du mal durchschauen können.
Jeder der da bisher mal durchgeschaut hat war nur erstaunt ob der guten Abbildung bis zum Feldrand.

Dieses Okular dürfte am F4 16er ein Feld von 1,87° bei 7,5MM Ap. bringen. aber ob es bei F4 auch noch so gut am Rand abbildet? Hier ist Koma und Bildfeldwölbung nochmals stärker und die Tiefenschärfe empfindlich geringer als bei F 4,5.

Das nur am Rande. Ich zerpflücke hier wohl schon wieder das eigentliche Thema. Aber das mit dem Gesichtsfeld von 2° am 16er konnte ich hier nicht so einfach stehen lassen. Nichts für Ungut.

Vielleicht trifft man sich mal auf irgend einem Teleskoptreffen.

Gruß Peter
 

Antares

Mitglied
40MM bei F4? Das macht ja eine 10MM Ap! Du lieber Himmel. Aber na gut... Geschmacksache.
Bei 40MM Okularbrennweite kann Harry Siebert noch einen drauf setzen mit 40MM / 75° und einer Fb. mit rund 52.4MM. Das geht aber nur noch in 2,5; 2,7; 3; 4; oder 4,3" Steckmaß.
Hi Peter
für Objektbeobachtungen sind so große AP natürlich nichts. Mit gutem Himmel verwende ich öfter mal 7 oder leicht mehr AP. Aber seis drum
Der praktische Nutzen bezieht sich einfach auf die Möglichkeit sich beim Suchen zu helfen und das größtmögliche Feld zu bekommen. Feldsterne sieht man dann ja noch.
Als Peilsuchernutzer habe ich mich dazu vor zig Jahren mal beim ITV mit Martin darüber unterhalten. Riesen AP zu nutzen war sein Tipp damals. Steht sogar auf der Intercon HP
...
Sucherfunktion - maximales Gesichtsfeld
6 bis 10 mm Austrittspupille. Die beste Ausnutzung der Öffnung nutzt nichts, wenn man das Objekt nicht findet. Gerade bei großen Teleskopen kann ein Öffnungsverlust durchaus in Kauf genommen werden, sofern man dies bewußt zum Auffinden, und nicht zum Beobachten der Objekte einsetzt. So läßt sich mit einem 20" f/4 gut 1,3° Gesichtsfeld erzielen, wobei man den 20-Zöller tatsächlich "nur" als 12 bis 14-Zoll-Sucher benutzt.
...

Genau, wir sollten beim Thema des Threadstarters bleiben.
CS
 

klawipo

Mitglied
Hallo Antares,

wer produziert bzw bietet eigentlich 16 Zoll f/4 Dobsons in (Klein)serie? Oder gibt es die nur als Sonderanfertigung?

VG Klaus
 

Quanten

Mitglied
Hallo Klaus

OrionUK hat einen 400/1600 im Programm.
Für meine Körpergröße bietet 1600mm Brennweite ebenfalls die optimale Einblickhöhe.

CS
 
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