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Die immergleiche Frage

Jonas1646

Mitglied
Hallo zusammen,
zunächst einmal Entschuldigung, dass ich noch ein Thread zu diesem Thema beginne, jedoch habe ich jetzt ca. zwei Stunden mit der Suchfunktion verbracht, gefühlt tausende Kommentare gelesen und bin trotzdem nicht entschlossener als vorher. Es geht um das Thema Okulare. Eigentlich war ich schon entschlossen das ES 68° Okular mit einer Brennweite von 24mm zu kaufen, jedoch ist dieses nirgends mehr in absehbarer Zeit lieferbar. Kurz zu den Randbedingungen: Ich habe ein 6-Zoll Newton (150/750) und lediglich zwei Okulare, welche überhaupt etwas taugen. Da wäre ein 32mm-Plössl, welches zwar hell ist, mit meiner Lichtverschmutzung jedoch schon etwas zu hell (der Hintergrund verschluckt mögliche Details) ... und ein Baader Classic Ortho 6mm, welches in der Anwendung ja aber auch limitiert ist. Da ich gerne DeepSky-Objekte beobachten möchte, dachte ich, dass 24mm Brennweite eine gute Lösung wäre: ausreichend Lichtstark und ein besserer Kontrast als das 32mm Plössl-Okular (AP 4,8 statt AP 6,4). Ich wollte auch ein etwas besseres Okular haben, damit ich später nicht irgendwann unzufrieden mit dem Kauf bin, jedoch wollte ich eigentlich nicht mehr als 200 Euro ausgeben, deswegen meine vorherige Wahl. Die Lücke zwischen den Brennweiten wollte ich erstmal mit einer Barlow-Linse überbrücken (eine TeleVue 2x Barlowlinse besitze ich bereits).

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage bei gleichzeitigen Produktions- und Lieferengpässen ist das gewählte Okular aber wiegesagt nicht lieferbar und die Situation wird ja noch eine Weile anhalten. Zudem wurde mir vom Händler mitgeteilt, dass es, wenn die Okulare wieder lieferbar sind zu, Zitat, "drastischen Preiserhöhungen" kommen wird. Da ich nun nicht ein halbes, dreiviertel Jahr ohne vernünftiges Okular verbringen möchte, stehe ich wieder am Anfang. Als alternative habe ich an das Baader Hyperion 24mm gedacht, aber dort habe ich jetzt des Öfteren gelesen, dass es bei größeren Öffnungsverhältnissen zu ausgeprägten Abbildungsproblemen am Rand kommt, weshalb ich verunsichert bin.

Daher die eigentlich Frage: Würdet ihr mir für die beschriebene Anwendung überhaupt zu einem 24mm-Okular raten, wenn nein, welche Brennweite dann? Und könnt ihr konkrete Okulare empfehlen, welche im preislichen Rahmen bleiben und bestenfalls irgendwo noch lieferbar sind? Ich weiß, dass Okularempfehlungen so eine Sache sind, da jeder andere Präferenzen hat, jedoch bin ich sehr interessiert an euren Erfahrungen und Empfehlungen.
Viele Grüße Jonas
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Jona,

an meinem 150/750 (altes Vixen) verwende ich ein ganz normales 26 mm Super Plössl oder das König von Tal 25 mm. Nein, beide sind nicht bis zum Rand scharf aber für mich durchaus ausreichend und bezahlbar. Du bekommst davon sicher keinen Augenkrebs. Die Koma am Rand kommt eigentlich eher vom f5 Spiegel ohne Komakorrektor. Vermutlich werde ich jetzt wieder von den Perfektionisten erschossen, aber früher hatten wir sowieso nichts besseres und so ist das Okular nicht teurer als das ganze Teleskop.

CS Gerhard
 

arago

Mitglied
Hallo Jonas

Ein 24er geht schon in Ordnung. Versuche es mal mit diesem 24er, aber frage vorher mal beim Händler nach ob es auch bei F5 noch bis zum Rand scharf abbildet.

Gruß Peter
 

mettling

Mitglied
Hallo Jonas,

ich empfehle das 24mm Panoptik von Televue. Ist zwar etwas über Deinem Budget, aber jeden Cent wert. Ich benutze es auch an einem 150/750 Newton und bin mit der Abbildungsleistung und dem Einblick sehr zufrieden.
Definitiv ein Okular fürs Leben. :D

Bis dann:
Marcus
 

Jonas1646

Mitglied
Danke erstmal an alle Antworten :D!
Dass das Panoptik ein ausgezeichnetes Okular ist, glaube ich gern, jedoch kostet eins auch so viel, wie man als Student im gesamten Monat zur Verfügung hat, weshalb das für mich erstmal rausfällt (Ausnahme jemand schenkt mir eins oder ich gewinne im Lotto). In englischen Foren wird viel zwischen dem ES, dem APM und dem Panoptik verglichen, aber dort scheiden sich ebenso die Geister wie in deutschen Foren bei anderen Themen. Ich entnehme bis hierhin, dass ein 24mm-Okular schon mal ganz gut für meine Anwendungen passt. Das APM hört sich tatsächlich ziemlich gut an und ist dem ES ja sehr ähnlich. Hat jemand zu diesem bereits Erfahrungswerte gesammelt?
Viel Grüße Jonas
 

mettling

Mitglied
Hallo Jonas,

ich hatte mal das 24mm ES 68º und habe es durch das Panoptic ersetzt. Das ES ist ein gutes Okular und mit dem Televue fast auf Augenhöhe. Du machst damit definitiv keinen Fehler. Es ist allerdings deutlich schwerer (was in meinem Fall kritisch war, mein Dobson rutschte damit durch) und die Abbildungsqualität im äußeren Bereich ist bei f/5 im direkten Vergleich sichtbar schlechter. Sie ist aber immer noch deutlich besser als bei günstigeren Okularen und in der praktischen Beobachtung hinreichend gut.
Als ich beide Okulare direkt verglichen habe, war klar dass das ES gehen muss. Aber wenn das Pano im Budget partout nicht drin ist, würde ich auch zum ES raten.

Das APM kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. In den letzten Jahren sind viele sehr gute Nachbauten der Televue-Okulare auf den Markt gekommen, die sich in der optischen Qualitätnicht verstecken müssen. Von den APM 100º-Okularen beispielsweise habe ich nur gutes gehört. Wenn das 65º qualitativ da mithält, könnte das eine Alternative sein. Aber das ist nur Spekulation.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der das Okular selbst hat.

Bis dann:
Marcus
 

klawipo

Mitglied
Hallo Jonas,

in dem Brennweitenbereich nutze ich ein 25mm Celestron X-Cel LX. Das hat mit f/5 wenig bis keine Probleme. Und es ist nicht so ein Riesenbrocken, so dass es auch mit weniger wertigen Plastikauszügen harmoniert.

Ähnliche Abbildungsleistung sollen NED Okulare und Planetaries haben, die es auch in 25mm gibt, die kenne ich aber nicht vom Durchschauen.

VG
Klaus
 

Demokrat

Aktives Mitglied
jedoch kostet eins auch so viel, wie man als Student im gesamten Monat zur Verfügung hat,
Yepp. Meine Kauf-Philosophie schließt einen eventuellen Verkauf auch mit ein. Wenn man sich ein teures Okular leisten kann und will (muss ja nicht Hand in Hand gehen) dann hat man zwei Vorteile: erstens macht das Beobachten Spaß und Sinn weil Qualität halt was bringt. Zweitens ist es werthaltig(er) und dadurch kein echter "Verlust". Also ich sehe diese zwei Punkt als doppelten Gewinn, denn das tollste Teleskop kann nix, wenn das Okular nicht mindestens in der gleichen Liga spielt.

Und wenn ein Okular toll ist, hat man es ein Leben lang. :y:
Andere Okulare können natürlich auch was, man muss kein Markenfetischist sein, um Freude am Gucken zu haben. Und sooo viel Unterschied ist dann oft auch nicht, aber das muss man persönlich probieren. Okulare sind Geschmacksache, vor allem wegen dem Einblickverhalten und der Gesichtsmorphologie. Nicht alle sind mit demselben Okular glücklich, da nützen Preis oder Marke auch nix, also vorher selbst probieren, wenn es geht.

lg
Niki
 

Antares

Mitglied
Hi Jonas
ob man nun unter Druck etwas kaufen muss, entscheidest du.
Das PanO 24 wäre top.
Das Hyperion 24 kann man nehmen, aber empfehlen, nein, würde ich nicht tun.
Dann lieber ein LVW 22 von Vixen gebraucht. Die LVW sind besser als die Nachbauten - sprich Hyperion.
Um die Brennweitenlücken zu schießen könnte man zur Not auch mit einem 24-8 Zoom agieren. Das z.B. später mal für den Urlaub und wenig Gepäck oder für folgende Vergleiche eine Zukunftsperspektive haben kann.
CS
 

roblindau

Mitglied
Hallo Jonas,
ich würde auch zu einem 8-24mm Zoom raten, insbesondere Baader Hyperion Zoom. Entweder neu, sofern lieferbar oder vom Gebrauchtmarkt. Gibt immer wieder Angebote.
Gruß Robert
 

arago

Mitglied
Hallo Freunde

Es sind nur vier 24er Okulare im Augenblick am Markt die den maximalen Bildkreis von ca. 27mm erfassen können.
Das gute Panoptik ist zu teuer, das 24er ES ausverkauft bleibt nur das etwas unbeliebte Hyperion und das unbekannte APM Ultra-Flat. Eine Alternative, das ES 62° LER , kann man auch noch in Erwägung ziehen. Hier wird aller Dings der Sehwinkel mit 62° merklich kleiner und die Austrittpupille etwas größer.
Hier mal die Feldblendenwerte laut Hersteller:
- 24er Hyperion 27mm??? keine Herstellerangabe!
- 24er Panoptik 27mm
- 24er APM Ultra-Flat 30,2mm
- 24er ES 68° 27,2mm
- ES 62° LER 27,3mm
Und wie groß ist die Feldblende beim Zoom? Deutlich weniger, das sehe ich hier nicht als Alternative!
Das APM Ultra-Flat verspricht hier mit 30,2mm das größte Feld. In wie weit das tatsächlich zu trifft wird sich wohl erst im Vergleich mit einem Panoptik zeigen.
Der Aufbau von diesem Okular erscheint auf jeden Fall recht interessant, wie hier zu sehen.
Das APM Ultra-Flat währe hier bei dieser Auswahl mein Favorit.

Gruß Peter

 

Jonas1646

Mitglied
Hallo an alle und danke für alle Ratschläge (sowohl im Thread wie über PN)
Ich fasse nochmal zusammen: In meiner Auswahl steht jetzt das Hyperion Zoomokular, das APM Ultra-Flat, das Vixen LVW (gebraucht) sowie das Celestron X-Cel LX und ein TS-Optics Expanse. Das ES fällt aufgrund der Verfügbarkeit raus und das Panoptik aufgrund des Preises. Am meisten überzeugt mich derzeit das APM-Okular. Ich werde mich jedoch nochmal zu jedem Okular belesen und eine Nacht drüber schlafen.
Nochmal Danke für die Hilfe und viele Grüße Jonas
 

arago

Mitglied
Eine letzte Anmerkung:

Nochmals zum Vergleich:
Dem Zoom fehlt es mit einer Feldblende von 20,1mm bei 24mm Okularbrennweite im Vergeich zu den oben genannten Okularen deutlich an Feld. Im Extrem stehen hier 20,1mm Feldblende zu 30,2mm. Auch das X-Cel LX erreicht mit 60° und ca. 25mm FB nicht das maximale Feld.
Übrigens, das 22mm TS-Optics Expanse gibt es nur in 2"! Kann er das noch verwenden??
Nun liegt es beim Jonas....
Also:
" Welches Schweinderl hätten´s gern"?

Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Demokrat

Aktives Mitglied
Das Hyperion Zoom habe ich ebenfalls, so als Grab-and-Go.

ABER (siehe auch Peters Beitrag): "Der einzige Unterschied zu den Festbrennweiten ist, dass das Gesichtsfeld ebenfalls variiert von 53 Grad bei 24mm Brennweite bis zu 68 Grad bei 8mm. Dieses Okular wurde "umgekehrt" konstruiert wie die meisten Zoom-Okulare: sein größtes Feld und die schärfste Abbildung entsteht bei der größten Vergrößerung." (Quelle: Baader Planetarium)

Das ist etwas, das ich nicht so toll daran finde. Es geht runter auf 53 Grad, und das bei 24mm. Unterschätzen darf man das nicht, wenn man rauszoomt und das Bild schrumpft plötzlich zusammen. Das ist keine Offenbarung, deshalb als Alternative im 24er Bereich nur eingeschränkt vergleichbar. :coffee:

lg
Niki
 

klawipo

Mitglied
Hallo Jonas,

Die Ultrafllats wurden hier von Sven Wienstein ab Seite 88 getestet:


Die Feldblende von 30,2mm ist übrigens nicht wirksam, das steht auch im Artikel, es sind maximal 27,5mm.

Wenn ein Okular nicht das letzte mögliche Zehntelgrad herausquetscht, sehe ich das nicht so kritisch. Dann lieber etwas weniger Feld gut abgebildet.
Das muss ja schon ziemlicher Zufall sein, wenn ein Objekt (oder eine Objektgruppe) in das eine minimal größere Gesichtsfeld gerade noch hereinpasst, in das andere aber nicht. Und selbst wenn, wen juckt's...?

Dass Zoom-Okulare zu langen Brennweiten hin weniger Feld haben ist normal. 48 Grad bei 24mm ist da schon gegenüber günstigen Zoom-Okularen großzügig.
Zoom-Okulare sehe ich eher geeignet fürs einfache Schnellspechteln und um sich bei Nebeln die Auswirkung verschiedener Austrittspupillen stufenlos vor Augen zu führen.


VG
Klaus
 

arago

Mitglied
Hallo Klaus

Daß das mit der 30,2mm Feldblende nicht ganz zutreffen kann habe ich ja weiter oben schon angedeutet. Einen vergleichbaren Fall hatte ich mit den 35mm Eudiaskopischen Okularen erlebt. Das erreicht auch das angegeben Feld von 29mm nicht. Dieses Okular zeigte erst in einem 2"-Adapter ohne die 1 1/2"-Steckhülse mehr als ein 28mm Feld und zwar deutlich mehr ohne aber die 32mm Kannte im 2"-Adapter zu erreichen. Ohne 1 1/4"-Steckhülse wahr damit ein Feld von ca. 31mm möglich wobei dann das Feld nur noch von der Linsenfassung mit undeutlichem Bildfeldrand begrenzt wird. Na ja, Klappern gehört halt zum Handwerk!

Gruß, Peter
 

b_schaefer

Mitglied
Abgesehen von der interessanten Diskussion um die 24er würde ich dem Fragesteller noch zu einem Okular im Bereich der „idealen“ Austrittspupillengröße empfehlen. Diese liegt so bei 2-2,5mm, was an dem f/5 Teleskop ein Okular zwischen 10 und 12,5 mm erfordert.

Konkrete Empfehlungen aus eigener Ansicht im angepeilten Budget habe ich nicht. Aber den TS-NED 12 mm und baugleichen Varianten wird oft ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bestätigt. Mit 24, 12 und 6 mm hätte man schon eine schöne kleine Ausstattung.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Jonas, @Jonas1646

Eigentlich war ich schon entschlossen das ES 68° Okular mit einer Brennweite von 24mm zu kaufen, jedoch ist dieses nirgends mehr in absehbarer Zeit lieferbar.

Stimmt so nicht! Kauf es doch bei (Shopname kommt per PM, nicht dass Dir jemand das gesuchte Okular wegschnappt). Der Shop ist seriös! Ich habe dort schon ein Okular geholt und die Lieferaussagen auf den Webseiten scheinen laufend aktualisiert zu werden. Daher würde ich davon ausgehen, wenn dort wie jetzt (27.01 02:04 Uhr) steht verfügbar, dann ist es auch verfügbar. Es ist sogar preislich sehr attraktiv und die Versandkosten mit € 20 nach (D) übersichtlich. Ich habe nach der Bestellung letztes Jahr im Herbst nur drei Tage gewartet bis ich das ansonsten nirgends mehr verfügbare ES 24mm, 82° in Händen hielt.

Viel Erfolg und viel Spaß mit dem Okular. MünchenBeiNacht - Ewald

PS: Den Verweis auf den Shop, kannst Du ja in den nächsten Tagen öffentlich machen und mitteilen ob Du gekauft hast. Oder ich mache es in ein paar Tagen.
 

Nik Skysurfer

Mitglied
Abgesehen von der interessanten Diskussion um die 24er würde ich dem Fragesteller noch zu einem Okular im Bereich der „idealen“ Austrittspupillengröße empfehlen. Diese liegt so bei 2-2,5mm, was an dem f/5 Teleskop ein Okular zwischen 10 und 12,5 mm erfordert.
Hallo Jonas,
ich kann mich dem zu 100% anschließen. Meine Erfahrung ist, dass für Deep Sky (z.B. Orionnebel) genau so ein Okular von 10-12mm mit gut 80° Gesichtsfeld am idealen Punkt liegt, wo
  • die Objekte noch reinpassen, aber groß genug sind um Details zu erkennen
  • das Seeing noch nicht stört
  • die eigenen Augenfehler nicht mehr stören
  • noch genug Licht da ist
  • der Hintergrund aber bereits dunkel genug für einen kontrastreichen "Weltraumeindruck" und
  • die Objekte in unseren Breiten nicht im aufgehellten Himmelshintergrund ertrinken (was sie beispielsweise mit meinem 26mm-70° Meade Okular bei f5 definitiv tun. Dieses verwende ich daheim nie, weil das Bild so hell und die Sterne und sonstigen Objekte so blass, klein und unattraktiv sind. Den Effekt solltest du vom 32mm Plössl kennen.)
Wichtig ist jedenfalls ausreichend Gesichtsfeld, 68° ist wenig. Nimm 80 oder mehr. Nicht umsonst gibt es viele Okulare in dem Bereich, das hat einen Grund.
Meine Erfahrung stammt von verschiedenen Newtons. Ich kann nur vor der Austrittspupillen-Maximierung warnen, das ist nur was für seltene Sonderfälle und exzellente dunkle Standorte, genauso wie das "aperture fever". Im übrigen hast du mit 6" nicht so viel Licht um es zu verschwenden und mit 750 mm Brennweite nicht so viel Vergrößerung, um damit zu knausern. Ich würde sogar in Richtung 10mm-Okular gehen. (Ich hab übrigens auch geglaubt, mir mit einer Barlow Okulare zu ersparen und verwende diese Kombination für Deep Sky fast nie, weil das ein ziemlich unhandlicher Aufbau ist, der auch den Okularauszug belastet. )
Mein persönlicher Favorit ist das Ethos 10mm, wobei es aber auch deutlich günstigere Okulare in diesem Bereich gibt, die ich aber nicht besitze und daher nichts dazu sagen kann. Eines von diesen würde ich in Erwägung ziehen, nicht zu schwer, großer Augenabstand, hochwertig und über 80° Gesichtsfeld.
Noch ein Wort zum Kontrast: den kannst du verbessern, indem du den Okularauszug und die Tubuswand mit Velours auskleidest und eine Taukappe anfertigst.

Gruß, Nikolaus
 

Jonas1646

Mitglied
Hallo Zusammen!
Ich habe mich gestern Abend noch ein Weilchen zu den Okularen belesen (übrigens vielen Dank Klaus für den Link, das ist der erste deutsche Artikel, den ich zum APM gefunden habe!), insbesondere auf stargazerslounge.com und cloudynights.com, da dort auch einige Berichte zum APM zu finden fahren. Letztendlich habe ich das UF 24 dann bestellt und bin mal gespannt wie es sich schlägt. Ewalds Kommentar kam da exakt drei Minuten zu spät :D, aber dann hätte ich vermutlich wieder lange rumgegrübelt was ich nun tue. Bei dem Shop handelt es sich um einen polnischen Shop (www.teleskopy.pl), der tatsächlich noch ziemlich viele Okulare von ES auf Lager hat (ist eventuell auch für andere interessant, weil man ja voraussichtlich die nächsten Monate keine mehr kriegt).

Bezüglich des Okulars mit 2-2.5mm AP... klingt plausibel, das würde jetzt aber einiges an Überzeugungsarbeit bei meiner Freundin brauchen (obwohl ja bald Monatsende und mein Konto noch nicht komplett leer ist :D). Ein Ethos bekomme ich ihr gegenüber aber nicht gerechtfertigt (und könnte ich mir auch nicht leisten). Leider gibt es ja in diesem Bereich nicht so viele Okulare mit großen Sichtfeld, welche unter einem Limit von 200 Euro bleiben. Da wären ein TS SWA 100° 10mm, das ES 82° 11mm, ein Celestron Luminos 82° 10mm sowie ein Okular von Omegon (mit Omegon stehe ich jedoch etwas auf Kriegsfuß, weil ich hier noch einen zweiten 150/750 Tubus von Omegon mit sphärischen Spiegel rumzuliegen habe und im Vergleich mit dem Skywatcher ist die Optik eine Zumutung, der Okularauszug ist mehr als schlecht, der Sucher liegt bereits im Müll und die Montierung war auch nicht zu gebrauchen:(). Alternativ gibt es auch hier noch das Baader Hyperion 10mm, aber das hat "nur" 68° Gesichtsfeld, obwohl die kleineren Brennweiten der Reihe doch eine recht gute Bewertung haben, oder nicht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jonas,

Ewalds Kommentar kam da exakt drei Minuten zu spät :D

Entschuldigung! :mad:Ich werde das nächste Mal schneller schreiben! ;)

Ich habe dieses ES und bin damit sehr zufrieden. Aber lass dich nicht zu sehr durch Okular-Dschungel, APs-Dickicht und Brennweiten-Nirwana scheuchen. Ich habe festgestellt, mit jedem neuen Okular wächst die eigene Vorstellung was man haben möchte und was man wirklich braucht und sehen möchte. Jede neue Brennweite gibt mir neue Aspekte, neue Ansichten und es tun sich neue Erfahrungen auf.

Viel Spaß mit Deinem Okular, klaren Himmel und immer gesund bleiben! MünchenBeiNacht - Ewald
 

Thundersnook

Mitglied
Hey Jonas, wenn ich mich richig erinnere, hattest du Probleme das ES 24mm zu bekommen. Im Flohmarkt wird gerade eines angeboten, vielleicht hast du ja noch Glück.
Falls sich die Okular-Frage schon final gelöst hat, kannst du das hier natürlich gepflegt ignorieren... :D
 
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