Dioptrie umrechnen | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Dioptrie umrechnen

Quanten

Mitglied
Hallo zusammen

Kennt sich hier jemand zufällig mit Augenoptik aus?

Wie kann ich z.B. 0.5 dpt Dioptrie Astigmatismus in rms, oder P.t.V umrechnen?

Kann mir das jemand hier vorrechnen?

CS
 

himmelsjäger

Mitglied
Hallo Quanten,
ich kenne mich damit nicht besonders aus, habe aber im Internet folgen Adressen gefunden, die Dir sicher weiterhelfen.
feinoptik-hilfe und dioptrien tabellen übersicht.
Rainer
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

ich meine mich dunkel zu erinnern, dass sich der Dioptrie-Wert ergibt, wenn man den Kehrwert der Brennweite in Metern verwendet. 0,5 Dioptien entsprechen also einer Brennweite von zwei Metern. Wie Du aber von der Dioptrie auf rms oder pv kommst? Viel Spaß ... ;)


MfG

Rainmaker
 

Demokrat

Aktives Mitglied
ich fand zB



en m i t B a s i s k u r ve 5 - PDF Kostenfreier Download (Seite 5)

RMS muss man messen, die kann man nicht aus der Dioptienangabe berechnen.

lg
Niki
 

riff-raff

Mitglied
Was soll denn das Ziel der Rechnerei sein; für welche Anwendung wird es benötigt?

Von einem Astigmatismus am Auge auf einen PV oder RMS schließen, was ja auf Formfehler eines Elements bzw. Fläche zielt funktioniert nicht, da Astigmatismus mehrere Ursachen am "optischen System Auge" haben kann. Also von 0,5 dpt Asti in Achse X kann ich nicht auf den PV meiner Hornhaut schließen, da z.B. ein Linsenastrigmatismus damit völlig unter den Tisch fallen würde.
 

Quanten

Mitglied
Hallo zusammen

Danke für eure Antworten!

Ich habe da so eine Schnapsidee;)

Und zwar habe ich einen Spiegel mit einem fetten Astigmatismus und da kam ich auf die Idee, vielleicht könnte man diesen Asti mit einem Dioptrix von TeleVue korrigieren, oder mit einem anderen optischen Element?
Da ich selbst bis jetzt keine Brille brauche, würde ich mit dem Dioptrix evtl. einen Asti einfügen der den Spiegel Asti aufhebt?
Der Dioptrix wird jedoch in Dioptrie angegeben und der Spiegelasti in PtV oder rms.

Hier gab es auch mal einen Artikel wo jemand sowas wohl erfolgreich praktiziert hat?!
 

riff-raff

Mitglied
Okay, also es geht nicht ums Auge sondern eine technische Optik. Da sollte das Strahlenbündel mit einer plano-torischen Linse korrigierbar sein, vorausgesetzt es ist ein Astigmatismus 1. Ordung.
 

klawipo

Mitglied
Hallo Ed,

der Chiefspiegler nutzt ein System zweier handelsüblicher sphärischer Linsen, die gegeneinander in einem bestimmten Winkel gestellt werden, um Asti auszugleichen. Vielleicht ist das eine Option.


Leider funktioniert der Link zum Druckplan für den Linsenhalter nicht mehr. Aber der Korrektor wäre justierbar.

Allzu große Hoffnung würde ich mir bei einem wirklich schlecht geschliffenen Spiegel aber nicht machen.


VG Klaus
 

AM2224

Mitglied
Hallo,
nach meiner Überlegung ist Astigmatismus bedingt durch unterschiedliche Krümmungsradien in sagittaler und tangentialer Richtung. Die Krümmungsradien bestimmen ja die Brennweiten. Daher könnten diese auch durch Dioptrien ausgedrückt werden. Und wie der Vorredner ausgedrückt hat auch prinzipiell korrigiert werden. Zusatzproblem:
Das ganze bezieht sich erstmal auf spährische Optik. Beim Parabolspiegel gibt es ja Zonen unterschiedlicher Schnittweiten. Demzufolge ist so eine Korrekturlinse nicht einfach zu beschaffen und müsste speziell für den Spiegel hergestellt sein.
Hoffe, dass meine Überlegungen korrekt sind.
Grüße Ulrich
 

P_E_T_E_R

Mitglied
Kennt sich hier jemand zufällig mit Augenoptik aus?

Wie kann ich z.B. 0.5 dpt Dioptrie Astigmatismus in rms, oder P.t.V umrechnen?

Kann mir das jemand hier vorrechnen?
Mit dem caveat, dass sich diese Begrifflichkeiten auf Aberrationen des menschlichen Auges und nicht allgemein auf Aberrationen von technischer Optik beziehen, gibt der Opthalmologe Larry Thibos (*) eine "Faustformel" an, welche den RMS Wellenfrontfehler des menschlichen Auges in einen äquivalenten Defokus, gemessen in Dioptrien, umrechnet:

Defokus in Dioptrien = 4π√3 x (RMS in µm/pupil area in mm²)

* Siehe dazu z.B.: Wavefront Data Reporting and Terminology

Z.B. für eine Pupillenöffnung von 6 mm ergibt sich

Defokus in Dioptrien = 0,77 x RMS in µm

Ein Astigmatismus von 0,5 Dioptrien im Auge wäre demnach also äquivalent zu einem RMS Wellenfrontfehler von 0,65 µm.
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo zusammen

Danke für eure Antworten!

Ich habe da so eine Schnapsidee;)

Und zwar habe ich einen Spiegel mit einem fetten Astigmatismus und da kam ich auf die Idee, vielleicht könnte man diesen Asti mit einem Dioptrix von TeleVue korrigieren, oder mit einem anderen optischen Element?
Da ich selbst bis jetzt keine Brille brauche, würde ich mit dem Dioptrix evtl. einen Asti einfügen der den Spiegel Asti aufhebt?
Der Dioptrix wird jedoch in Dioptrie angegeben und der Spiegelasti in PtV oder rms.

Hier gab es auch mal einen Artikel wo jemand sowas wohl erfolgreich praktiziert hat?!

ich würde in dem Fall den Asti des HS versuchen durch gezieltes verspannen desselben zu beseitigen.
Das funktioniert beim Yolo ja auch hervorragend nur dort natürlich umgekehrt, man möchte hier einen Astigmatischen Spiegel erzeugen da man ihn hier für das Design benötigt.
Alternativ lässt sich Asti mit einer schräg gestellten Linse erzeugen.
Der Doppellinsen Korrektor des Chief ist in deinem Fall sicherlich nicht nötig.
Es reicht eine einzelne Linse sehr großer Brennweite wie beim Kutter.
Auch ein FS der nicht zu 100% plan ist kann wegen der 45° Stellung Asti einführen.
Das aber nur der Vollständigkeit halber denn den Asti auf diese Weise zu kompensieren ist eher unrealistisch.

Grüße Gerd
 

Quanten

Mitglied
Hallo Peter

Recht herzlichen Dank für die Formel, nach so etwas habe ich gesucht!
Um einen passenden Dioptrix zu finden muss erst der Asti genau quantifiziert werden:confused:

Doch zuerst möchte ich den Vorschlag von Gerd ausprobieren mit einer gezielten Verspannung.
Das dürfte fürs erste die schnellste und billigste Methode sein um zu sehen ob das überhaupt Zielführend ist.
Daher auch ein Dankeschön an Gerd für seine Tipps!

Sphärisch scheint der Spiegel nicht schlecht zu sein, was mir der Sterntest zeigte.
Doch das Fokussieren mit einem so deutlichen Asti macht keinen Spaß!

CS
 

Stathis

Mitglied
Astigmatische Hauptspiegel gezielt zurecht zu drücken, wurde schon wiederholt erfolgreich praktiziert. Je geringer die erforderliche Deformation, um so höher der Erfolg.

Was ist das für eine Spiegelzelle? Ist der Spiegel von hinten zugänglich? Dann wäre die einfachste "aktive Astikompensation" ein Metall- Balken entlang des lang fokusierenden Durchmessers, der in der Mitte am Spiegel mit Epoxi geklebt wird und an den 2 Enden mit Gewinden versehen ist in denen Schrauben stecken. Der Balken wirkt als Feder, je dicker um so härter die Federkonstante. Mit den Schrauben stellt man die Kraft so ein, dass diese Spiegelstellen um genau den nötigen Betrag hochgedrückt werden, um die Brennweite der anderen Orientierung anzupassen: Der Stern wird rund.

Andere Ursachen, wie Verspannungen oder schlechten Fangspiegel hast du schon ausgeschlossen?
 

AM2224

Mitglied
Hallo zusammen,
Nochmal meine Überlegung zur Quantifizierung:
richtig ist, dass 0,5 dpt einer Brennweite von 2m entspricht. Im Falle von Astigmatismus entspricht der Wert aber einer Brennweitendifferenz also einem Delta, oder?
Weil ja der Astigmatismus durch unterschiedliche Radien in 2 Schnittebenen verursacht wird. Genauer gesagt, wäre es so, dass ein Teleskop mit 1000mm Brennweite bei einem solchen (0,5 dpt) Astigmatismus in der anderen Schnittebene 3000 mm Brennweite hätte, oder?
Sind meine Gedanken vernünftig?
Grüße
Ulrich
 
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