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Ein 140er Maksutov als Ergänzung?

Thiel

Mitglied
Hallo liebe Sternfreunde,

ich würde heute euren Rat benötigen. Bei der Ausübung dieses schönen Hobbys hat sich herausgestellt, dass ich hauptsächlich Mond und Planeten ins Visier nehme. Derzeit stehen mir ein 10" f/10 SC und ein 130mm f/7,5 Triplet Refraktor zur Verfügung. Da ich gerne auch mal zum Spechteln aus der Stadt raus fahre ist mir der Refraktor etwas zu schwer und unhandlich fürs Auto (das 10" sowieso). Daher war meine Überlegung mir ein OMC140 Maksutov als Ergänzung zuzulegen. Die Frage ist nun, ob sich das wirklich lohnt. Außerdem bin ich ein riesiger Bino Fan und frage mich, ob ich eine Chance hab damit ohne Glaswegkorrektor überhaupt in den Fokus zu kommen.

Über eure Einschätzung würde ich mich freuen.

CS,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:

Antares

Mitglied
Hi Peter,
die Frage ist, was Du Dir davon versprichst.
Für Mond und Planeten muss man nicht zwingend raus fahren.
Die beiden anderen Geräte sind vielseitiger oder zeigen mehr, wenn sie in Sachen Leistung nicht weit weg von der Theorie sind. Es ist daher nicht zu erwarten dass der angefragte MAK hier einen Gewinn bringt.

Gewinn brächte m.E. ein Großfeldgerät für große APs und Felder. Ggf sogar ein Fernglas oder etwas, das transportabler ist - ein Reisedobson z.B.
CS
 

Thiel

Mitglied
Hallo Antares,

als Gewinn erhoffe ich mir eigentlich nur dass alles kompakter und leichter wird. Der 130er Triplet wiegt 12kg, der OMC140 nur 4kg. Dadurch würde an der Montierung auch das zweite 5kg Gegengewicht entfallen. Rein optisch dürfte sich zum Triplet nichts weltveränderndes tun bei gleicher Vergrößerung.

Peter
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Peter,

das kommt auf das Triplett an. Ggf. müsste noch eine Schüppe Öffnung oben drauf, eher ein 150er Mak. Ich sehe das aber auch wie Armin. Leichter wäre ein 150/1200 Newton bei gleichem Montierungsbedarf, kompakter ein 150/750 bei weniger Montierungsbedarf, jedoch deutlich gesteigerter Okularanforderung. Als Reisedobson ginge ein viel größeres Gerät dennoch viel leichter. Problem ist, dass diese wunderbar handlichen 8" f/6 Reisedobsons bei vielen Anbietern aus dem Programm gefallen sind, weil sich der Preisvergleich zu deutlich mehr Öffnung nicht mehr lohnt. Ein 8" Reisedobson mit einer kleinen EQ-Plattform drunter ist ein sehr mächtiger "Planetenguck".
Bino am Mak geht bei vielen Geräten mit Hauptspiegelfokussierung noch, allerdings ideal eher mit 45° Bino, um den Weg für den Zenitspiegel sparen zu können. Was wäre mit GWK denn das Problem? Beim Reisedobson käme man übrigens nicht drum herum, aber dafür gibt es ja sogar komakompensierende GWKs, wie z.B. den 1,8x von Baader, der dann ein nettes Planeten-Öffnungsverhältnis abliefert.

Clear Skies
Sven
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Sven,
ein 150/1200er Newton braucht dann schon was Stabileres, ähnlich wie ein 150/1200 Refraktor, einfach wegen der Hebel. Da geht ein 150/750, ob als Refraktor oder Newton, schon eher.
Ich würde da auch sagen, ein 150er Mak mit 1500 /1800 mm Brennweite wäre eine gute Wahl oder gutes Großfernglas mit 100 mm Öffnung und 90° Einblick, je nach dem, wo er seine Schwerpunkte setzen will.
Der OMC 140 ist mit 2000 mm Brennweite schon sehr speziell für Planeten und Mond konstruiert.
Und dann noch ein GWK - na ja, das wird dann schon sehr langbrennweitig (vllt. ein 1,25x GWK)......

Gruß Michael
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Michael,

schau mal auf die Gewichtsangabe des vorhandenen Tripletts: 12kg, das schafft ein 150/1200 einfach nicht... Darauf beziehe ich mich. Für die oben genannte Planeten-Anforderung sollte man den Gedanken an einen 150/750 Refraktor fallenlassen.
GWK: Sieberts OCA 0,95 sollte am entspannten Mak problemlos einsetzbar sein, wenn es mit Hauptspiegelfokussierung nicht schon reicht.

@Sebastian: 60°
Link zur Grafik: https://www.photoinfos.com/astronomie/Binokular/Binokular-20110711-54b.jpg

Clear Skies
Sven
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Sven,

das stimmt natürlich, aber Gewicht ist eben nicht alles, was ich aus leidvoller Erfahrung weiß. Der Hebel spielt
eine ganz wesentliche Rolle gerade bei kleinen Montierungen. Daher der Einwand.
Den Siebert kenne ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich habe bei meinen Maks (3 Intes/Intes Micro und ein TEC)
immer den Baader 1,25er genommen und dann langbrennweitige Okulare - ging auch sehr gut. Das Gesichtsfeld ist bei Deep Sky halt relativ klein. Daher bin ich wieder bei einem guten SC gelandet und beobachte dann mit einem
Starizona Reducer 0,63, was bei meinem C 9 dann 1,7° gibt.
Bino: Gebraucht : Baader 60° Bino...
Viele Grüße Michael
 

arago

Mitglied
Hallo Michael

1,7° Gesichtsfeld??? Oha, wer´s glaubt wird selig. Schauen wir mal:

Starizona 0.63x Astrofoto Korrektor für Schmidt Cassegrain Teleskope:

-Steckdurchmesser 50,8MM und Feldlinse maximal 47MM (eher weniger)
-Arbeisabstand ab T2-Gewinde 90,3MM
-Standart-Backfokus des C9 1/4 = 139MM dabei Nennbrennweite 2350MM
-Standart-Backfokus nach dem Reducer = maximal 87,6MM (eher deutlich weniger)
-Sollabstand Reducer - Bildebene 90,3MM

Es muß also noch zum Fotografieren der Hauptspiegel in Richtung Fangspiegel versetzt werden was die Primärbrennweite beim SC. bekanntlich verlängert.

Ein 2".Zenitspiegel verlangt aber einen Lichtweg von 112-115MM!
Um die Bildebene auf 112MM Abstand zu bringen damit überhaupt ein Okular am 2"-Zenitspiegel erreicht wird muß der Fokus nochmals weiter nach hinten heraus verlagert werden was nochmals die Primärbrennweite verlängert und das Gesichtsfeld verkleinert!
Dann rechne mal nach was bei 47MM Bildkreis am Eingang bei mindestens 2,4Meter Brennweite ( eher mehr ) an Bildfeld noch hinten heraus kommt. Man verkürzt ja nicht nur die Brennweite sondern man verkleinert auch gleichzeitig entsprechend stark den nutzbaren Bildkreis und den Backfokus. Eine 46MM Feldblende von einem 38MM-Okular wird man damit bei weitem nicht mehr voll ausleuchten können. Man kann eben nicht hinten mehr heraus bekommen als man Vorne in einem 47MM Bildkreis reinsteckt.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten einem C 9 1/4 ein größeres Bildfeld zu entlocken:

Entweder man rüstet auf 3"-Okulare auf oder man verwendet einen Giant Easyguider mit der 80MM Shapleylinse (der erfasst einen wesentlich größeren Bildkreis als 47MM) und betet das der Fokusierweg noch ausreicht um mit der Bildebene noch das Okular zu erreichen. Beim C14 mit dem 54MM Blendrohr geht das aber beim C 9 1/4 ? Ich habe es noch nicht ausprobiert und entsprechend meine Zweifel.

Ein C9 1/4 erreicht ohne Reducer ein Feld von 1,12Grad. Ob Du mit diesem Reducer ein größeres Feld erreichst wage ich zu bezweifeln. Ich habe das an meinem 7" F10-Maksuov vor Jahren schon durchprobiert. Was man glaubt durch die kürzere Brennweite zu gewinnen geht gleich wieder durch die extreme Spiegelposition und dem deutlich kleiner werdenden nutzbaren Bildkreis verloren !

Gruß Peter
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Peter,
ich mache das folgendermaßen:
Reducer wird direkt in den 2´´ Maxbright Zenithspiegel eingeschraubt. Das Baader Hyperion aspheric hat , wenn man die Steckhülse abschraubt, ein SC-Innengewinde. Das wiederum passt direkt auf den Maxbright-Zenithspiegel ohne Steckhülse (da findet sich ein Ring mit einem durchgehende SC-Außengewinde). Rechnet man die Lichtwege zusammen, kommt man inklusive der Adapter am Starizona fast genau auf die 94 mm
Arbeitsabstand des Reducers. Danach passen die Plejaden mit ordentlich was drumherum komplett ins Gesichtsfeld. Nach Guide 8.0, Stellarium, dem Tirion Sternatlas und mit Hilfe des Mondes (3 Monddurchmesser und ca 1/5) passt das dann schon). :)
Nebenbei verbessert der Reducer noch ein wenig die Randabbildung des Okulars. Die unvermeidliche Vignettierung fällt überhaupt nicht störend auf.
Klappt übrigens auch mit den Standardreducern von Meade und Celestron, aber die Abbildung im Randbereich wird da ein wenig schlechter als mit dem Okular solo.
Viele Grüße Michael
 

Thiel

Mitglied
Hallo Leute,

schade dass der Thread sich in Klein Klein verliert. Ich hatte auf Erfahrungswerte gehofft, also dass jemand evtl den gleichen Schritt getan hat. Ich werde mir so ein Ding mal beim Händler ansehen, früh genug dunkel ist es ja jetzt dass man es vor Ort sogar mal live testen kann.

CS
Peter
 

Miquel Prado

Mitglied
Hi Peter, du hast dir doch deine Frage im eingangs Beitrag bereits selber beantwortet. 140 MAK ist die Lösung (wenn du rausfahren möchtest).
Ob sich das lohnt ist eine finanzielle Frage. Das musst du selber wissen, wir kennen deine Finanzen nicht.
Schöne Grüße
 

Mikoka

Mitglied
Hallo Peter,
wie gesagt, wenn einen Mak, dann gleich einen 150 f10 oder f12. Du wirst daran mehr Freude haben als an dem
140 mit 200 mm Brennweite, Es gibt hier hin und wieder welche gebraucht, auch von Intes oder Intes Micro, ebenso wie das 60° Baader Bino. Wie Sven schon schrieb, mit ein bisschen Geduld findet sich da was. Auch die 5´´ Intes Micro Maks werden hier hin und wieder angeboten und sind natürlich auch eine Option, allerdings mit 1 Zoll weniger Öffnung. Sich mal eines beim Händler anzusehen , ist eine gute Idee. Teleskopetreffen sind ja erst wieder ab dem Frühjahr zu erwarten. Du könntest auch mal gucken, ob es in Deiner Nähe eine Volkssternwarte oder eine amateurastronomische Vereinigung gibt. Da findet sich vieleicht jemand, der so einen Mak besitzt.
Gruß Michael
 
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