Einsteiger mit Einsteigerfragen ..absolute Basics Part II... | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Einsteiger mit Einsteigerfragen ..absolute Basics Part II...

Südbalkon

Mitglied
Hallo Sternenfreunde ,
Nun geht es in die nächste Runde ...nach einigen Erfahrungen und Beobachtungen am Mond mit meinem 10 € Schnapper (Dörr 60/800) siehe : Part I ,
gärte in mir der Gedanke , wie es weitergehen soll ..etliche Stunden an Recherche und Hin und Her, und Her und Hin, habe ich mich weiter für den Weg der visuellen
Sternenguckerei entschieden.
Der Dörr bleibt, weil er so einfach zu benutzen ist, einhändig in den Graten zu tragen..einfach einfach. Ich Honk habe mit dem Dörr mit 0,965er (20er und 12,5er) beobachtet, bis ich irgendwann geschnallt habe das das Prisma auch 1,25er nimmt...naja...war aber trotzdem schön anzuschauen.

Ich habe mir nun eine alte GP von Vixen gekauft. Dreingabe waren ein Vixen 80m inklusive Beule, und ein Made in China 90/910 Refrakor, sowie ein 40mm TS Superview. Alustativ sowie Polsucher waren auch dabei, sowie ein Sky-Watcher 90° Prisma APO-Series, und einiges an Lektüre.
Damit möchte ich einfach mal die Mondbeobachtungen weiter genießen, bin gespannt , wie der Vergleich ausfällt.
Tendentiell bin ich gespannt, ob ich mit dem 80er auch noch etwas mehr in die Tiefe schauen kann.
Zu meiner weiteren Ausstattung an Okularen : TMB 6 + 7 mm Planetary II, ein William Optics 9mm Swan, sowie ein 20mm Kellner.

Ich habe gestern die neue alte Montierung bekommen , und gleich zusammengebaut. Und da tauchen doch ein paar Fragen auf.

1. Der Polsucher sollte doch möglichst in Flucht mit dem Teleskop zeigen beim einnorden ? Polsucher und Teleskop sind um 90° versetzt. Oder ist das egal ? Drehe ich Teleskop in Flucht , ist der Polsucher abgedeckt.
Flucht.jpg
2. Leider fehlt ein Sucher , habt ihr Empfehlungen für sinnvolle Sucher fürs navigieren lernen per Starhopping ?
3. Muß ich um das Teleskop aus den Rohrschellen zu bekommen , zwangsläufig die Schrauben und Drehknöpfe abbauen? Man kann die Schellen nicht "aufklappen"
Auszug.jpg
4. Die Azimuth Schrauben lassen sich lösen..ich merke aber keinen Effekt. :unsure:
5. Brauche ich in irgend einer weise die Teilkreise beim navigieren per Starhopping ?, ich habe nämlich leider gar keine Ahnung ob und wie man die einstellt.
Polsucher Markierungen.jpgTeilkreis.jpg

So dat solls erstmal gewesen sein , anbei noch ein paar Fotos, ach , auf dem Made in China 90er steht zwar 90er drauf , aber der Tubus hat den gleichen Durchmesser wie das Vixen...kann das sein ?

Ich freue mich auf die eine oder andere Antwort , und die nächsten klaren Nächte....LG an alle...
Matze.

80m.jpg90er.jpgkompletto.jpg
 

Uwe65

Mitglied
Hallo Matze,
ich versuche mal zu antworten:
zu 1: Durch den Polsucher visierst Du den Polarstern, um das Teleskop nach N auszurichten.
Drehe ich Teleskop in Flucht , ist der Polsucher abgedeckt.
...damit habe ich gerade Verständnisschwierigkeiten, was gemeint ist.

zu 2: Als optischer Sucher ist ein 8x50 sinnvoll. Ansonsten ist auch ein Leuchtpunktsucher hilfreich. Ich präferiere dabei einen Telradsucher, sofern Deine Umgebung dunkel genug ist, damit du genügend Referenzsterne mit dem freien Auge sehen kannst.

zu 3 und 4: ...verstehe ich nicht so wirklich. Evtl. fotografierst Du die Rohrschellen mal von der anderen Seite? Bei den Vixen Rohrschellen wäre die zum OAZ gelegene zu öffenen, die zum Objektiv gelegene wäre an der Prismenschiene zu lösen ?? Auf denen Bildern weicht das aber in der Tat ab (grübel)??

zu 5: Meistens sind die Teilkreise zu klein, um es genau auszurichten. Da bist du mit Starhopping und Karte (oder App), schneller am Ziel.

Ich hoffe, das beantwortet schon mal einen Teil.

Viele Grüße Uwe
 

Sosigenes

Mitglied
Hallo,

Das ist eine parallaktische Montierung. Weist du wie eine solche Montierung benutzt wird?
Auf deinen Bildern sehe ich, das du die Montierung ohne Gegengewicht benutzt. So kannst du nicht beobachten.

Zu 1):

Der Polsucher muss zum Polarstern zeigen. Die Montierung muss dazu nach Norden ausgerichtet werden. Eingestellt, oder eingenordet wird die Montierung mittels der Azimutverstellung und der Einstellung der Höhe am Polblock.
Der Polsucher wird wegen der Bohrung in der Deklinationsachse nur in einer bestimmen Stellung freigegeben.

Zu 3):

Die Montierung müsste eine Prismenaufnahme haben. Durch das lösen der Schraube an der Aufnahme kannst du das Teleskop inklusive der Rohrschellen von der Montierung heben.

Zu 4):

Die Azimutschrauben haben nur einen geringen Verstellweg und dienen dazu, das Teleskop auf dem Polarstern auszurichten, unter gleichzeitiger Verwendung der Höheneinstellung.
Mit den Azimutschrauben wird das Teleskop nicht auf ein Objekt ausgerichtet.

Zu 5):

Die Teilkreise sind zu ungenau. Besser ist ein Reflexvisier zum ausrichten des Teleskops.

Am besten ist es, du lässt dir die Funktion der parallaktischen Montierung erklären. Eventuell findet sich ein erfahrener Sternfreund in deiner Nähe.

Viele Grüße
Gerd
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Matze,

da hast Du ja eine schöne Montierung bekommen - Gratulation! Die Bewegungen mit einer Deutschen Montierung sind allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Das würde ich mal tagsüber ausprobieren: visiere einfach run um Dich herum verschiedene Dachfirste oder Baumwipfel an und schau wie die Montierung reagiert. Vorsicht beim Umschlagen!

Zum Einnorden musst Du die RA-Achse so stellen, dass Du im Polsucher freie Sicht hast. Am besten läßt Du das Teleskop erstmal beiseite und hängst es nach der Polsuche ein. Für die Visuelle Beobachtung ist die Genauigkeit der Einnordung auch nicht ganz so wichtig.

Ich würde das Stativ mit einem Kompass erstmal auf Norden ausrichten, dann die Deklination auf Deinen Breitengrad einstellen und dann mit der Polsuche beginnen.

Die Frage mit den Gegengewichten hätte ich auch - ohne geht das nicht!

CS.Oli
 

Südbalkon

Mitglied
An alle , erstmal vielen Dank für die bisherigen Tips und Anregungen , es hilft immer wenn man nen Brett vorm Kopp hat , und die Erfahrung fehlt...dankö.

Hmm , vielleicht hätte ich erstmal nur eine Frage stellen sollen...

Zuerst : Die Gegengewichte sind dabei...hatte nur keine Lust das Dingen zum fotografieren rauszutragen...sorry....

Teilkreise vergesse ich dann wohl mal , und versuche mit Apps mich zu orientieren.

Werde mir dann wohl ein 9x50er zulegen....als Sucher. ich beobachte erstmal nur ausm Garten.( Langenholtensen / Northeim )..Wie dunkel muss es für einen Telradsucher denn sein ?

Der link für den Polsucher zum justieren...1A.....gehe ich morgen gleich ran.


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Ich hatte zwei dicke Böcke:
1.Ich brauche zur Polsucherjustierung keinen Tubus..( Ich dachte ich bräuchte den Tubus dazu auch )
2. Die Azimuthschrauben funktionieren nur , wenn ich auch die Schrauben zur Höheneinstellung der Polsucherlängenachse ( deklination ? ) löse.
 

AstroPZ

Mitglied
Werde mir dann wohl ein 9x50er zulegen....als Sucher. ich beobachte erstmal nur ausm Garten.( Langenholtensen / Northeim )..Wie dunkel muss es für einen Telradsucher denn sein ?
Das solltest du überdenken. ;)
Es gibt zwei grundlegende Varianten eines Sucher:
Optischer Sucher (kleines Fernrohr) oder Peilsucher (Telrad, Leuchtpunktsucher)

Ich würde dir immer zum Peilsucher raten.
Die Anwendung ist viel einfacher und führt viel schneller zum Objekt.
Man macht eigentlich kein Star-Hopping, sondern einen Vergleich von Stern-Mustern der Karte mit denen am echten Himmel.
Und du siehst beim Peilsucher den ganzen Himmel.
Beim optischen Sucher bist du auf einen kleinen Bereich eingeschränkt und musst dich damit "rumtasten".
Ist wie ein Blinder in einem Raum. ;)

Anfänger denken auch meistens der Profi Sucher ist der optische Sucher. Falsch.
Ich habe ca. 4 Teleskope bis zu einem 20 Zoll Dobson und keinen einzigen optischen Sucher. Den Letzten habe ich in den 80er Jahren weggeschmissen. ;)

Gruß
Peter
 

VisuSCor

Mitglied
ich kann das nur bestätigen. Und als Tipp: nimm die stabilen Leuchtpunktsucher aus Alu und nicht diese Plastikdinger. Hier gibt's die recht günstig:

und hier noch der Sockel dazu


CS.Oli
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Kleiner Einspruch zu den verlinkten Leuchtpunktsuchern aus dem Jagdbereich: Die sind für Astro in der Regel viel zu hell – vielleicht Oli einen überdurchschnittlich dunklen erwischt. Ich habe auch so einen, der taugt nur als Peilhilfe für den optischen Sucher. Dunklere Sterne werden auch auf schwächster Stufe überstrahlt.

Die Astro-Leuchtpunktsucher sind deutlich dunkler und überstrahlen die Sterne nicht. Meine Empfehlung: Der Baader Sky Surfer III, LED-Leuchtpunktsucher ist deutlich besser als die etwas billigeren, kleineren China-Teile und hat für viele Teleskope Adapter beiliegen.

Die Teilkreise von Vixen sind gar nicht schlecht, vor allem mit einem 2" Übersichtsokular könntest du damit schon was finden – aber der Leuchtpunktsucher ist wesentlich praxistauglicher. Wir haben den Vixen 90M (90/1000) im Verein – schönes Gerät.

Im Telrad ist die Orientierung noch einfacher (der hat Zielkreise, und es gibt passende Sternkarten mit Telradkreisen), aber teurer und ziemlich wuchtig – da muss eine große Basisplatte auf dem doch recht schmalen Tubus befestigt werden.

Beste Grüße,
Alex
 

lacrimosa

Mitglied
Ich habe mit dem Sky Surfer III sehr schlechte Erfahrungen gemacht und kann ihn nicht empfehlen. Der Sucher wurde vielleicht zweimal benutzt und war sehr schnell am Ein-/Ausschalter defekt. Dann doch lieber Telrad oder Rigel.
 

Kerste

Mitarbeiter
Mein SkySurfer hat gut 15 Jahre durchgehalten, bevor er durch das aktuelle Modell ersetzt wurde; im Verein läuft auch der ein oder andere. Kalte Lötstellen kommen vor – dafür gibt's Garantie. Gegen den Telrad habe ich aber auch keine Einwände; man braucht nur ein Taschentuch, wenn die Scheibe zutaut ;)

Beste Grüße,
Alex

Edit meint: Der Telrad hat auch ein Plastikgehäuse. Ein Metallgehäuse allein ist kein Qualitätsmerkmal, leider. Es wiegt nur mehr.
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Alex,

ich hatte zwar vorher nur einen Bresser-Beilagen-Leuchtpunktsucher von einem 100/1400 Mak, der war aber deutlich heller als die schwächste Stufe der von mir verlinkten Geräte. Und ausserdem war das Bresser-Plastikteil noch so lommelig (schwäbisch für wackelig und instabil), dass es schon dejustiert war, wenn man nur dran kam beim Hantieren mit den Gerätschaften.

Ich hatte insgesamt 3 von den Dingern aus dem Dschungel und war damit sehr zufrieden. Zumal die gleichen Leuchtpunktsucher auch von den großen Astroshops verkauft werden, nur halt deutlich teurer. Teleskop-Express: TS-Optics RDAC LED-Peilsucher für Astronomie und Tagesbeobachtung

CS.Oli

edit: das sollte aber nur ein Tipp sein und jeder hat ja andere Anfordungen und Vorlieben ;)
 

Kerste

Mitarbeiter
Hallo Oli,

die kleinen China-Teile von Bresser und Co sind gelinde gesagt suboptimal, völlig d'accord. Scheißdrecksglump, außerschwäbisches ;)

Aber es würde mich nicht wundern, wenn TS einen Widerstand mehr in seinen Suchern verbaut, damit sie nicht so blendend hell sind. Der größere SkySurfer V basiert ja auch auf einem Modell aus der Jagd, hat aber ein anderes Innenleben und ist weniger hell. Für die Jagd eher unbrauchbar, aber für uns ideal.

Wie gesagt, ich hatte mir auch mal einen wie deinen verlinkten besorgt (mein Link auf den damaligen Amazon-Kauf geht nicht mehr, er sieht aber genauso aus) – blendend hell. Bei den regelmäßig wechselnden China-Labels weiß man nie genau, was man kriegt. Mein schönstes Beispiel ist ein Walimex-Objektiv, das ich laut Produktseite als PowerUp gekauft hatte und das mit Bower-Label geliefert wurde.

Daher wäre ich vorsichtig, die Modelle jemandem zu empfehlen, der keinen Vergleich hat. Es kann wunderbar funktionieren, oder halt auch nicht.

Beste Grüße,
Alex
 

Südbalkon

Mitglied
UiUiUi...hier ist ja einiges los..

ich denke ich hole mir mal einen dimmbaren Leuchtpunktsucher , das scheint wohl ne gute Wahl zu sein....Modell schau ich mal...werde ja einige in den Hut geworfen.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Balkon,

ich hatte das ja losgetreten. ;)
Zusammenfassung:
Er sollte dimmbar und nicht zu hell sein (sonst überstrahlt er die Sterne).
Ob jetzt günstigeres oder ([zensiert]) teureres Modell, how knows. Kann man Glück haben aber kann auch nachhaltiger sein. ;)

Der Rolls Royce ist der Telrad. Aber halt auch sehr gross.

Gruß
Peter
 

Südbalkon

Mitglied
Das werde ich mir wohl holen , habe noch nen Gutschein...Groß wohl..aber nicht schwer..sollte wohl gehen...dann ist das abgehakt......Rückmeldung dann hier.

Nun aber : Wie bekomme ich die Rohrschellen vom 80er Vixen ab ...um das 90er mal auszuprobieren...kann doch nicht sein , das die verheiratet sind....
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Die Rohrschellen sollen am Teleskop bleiben – du kannst sie etwas lösen, und dann evtl. abziehen – dazu musst du aber den kompletten Okularauszug abschrauben (die drei Schrauben lösen, mit denen er am weißen Tubus befestigt ist), um sie vom Tubus zu kriegen.

Die sind nur dazu gedacht, dass du sie etwas löst, um den Tubus in den Rohrschellen drehen oder verschieben zu können.

Bevor du das machst, solltest du aber überprüfen, dass die Durchmesser auch identisch sind (z.B. einen Streifen Papier um den Tubus wickeln und den Druchmesser markieren). Sonst bringt's die nichts.

Beste Grüße,
Alex
 

Südbalkon

Mitglied
Wahnsinn , Wahnsinn , irre , es ist einfach irre.....ich habe die Ringe vom Saturn gesehen....ziemlich hell das Ganze...aber klar getrennt vom Planeten....dann Jupiter ...auch irre..ich werd wahnsinnig...so Bänder auf dem Dingen...ist das verrückt , und ich denke 4 Monde...wie an einer Schnur ..es ist einfach total geil.
Und Andromeda auch noch..das aber mit Fernglas erstmal gesucht...dann grob angepeilt...und Peng...im Okular....da will ich aber mehr..das war eher so n Milchfleck , zwar als Scheibe , aber Strukturen...Fehlanzeige....wie geil wie geil......
 

klawipo

Mitglied
Hallo,

das Sterne überstrahlen bei Leuchtpunktsuchern ist nicht ganz so kritisch, wenn man beide Augen auflässt. Diese dimmbaren 20 Euro Teile reichen mir daher aus. Die Dunkeladaption stören sie m.E. in dunkelster Stufe nicht.

Ganz sinnfrei sind die optischen Sucher nicht. Bei aufgehelltem Himmel gibt es schonmal Gegenden mit kaum Referenzsternen. Da kann ein beherzter Durchschwenk im Sucher schonmal den gewünschten Sternhaufen als Milchfleck zu Tage fördern. Starhopping selbst hat auch was Schönes, wenn man entspannt bleibt.

VG Klaus
 

VisuSCor

Mitglied
So ähnlich war das auch bei mir, als ich den Saturn zum ersten Mal durch mein Bresser 100/1400 Mak im Okular hatte - ich konnte es kaum glauben, obwohl der Saturn doch ziemlich klein war. Aber die Ringe so deutlich sehen zu können war ein sehr emotionaler Moment.

CS.Oli
 
Hallo @Südbalkon !

Wahnsinn , Wahnsinn , irre , es ist einfach irre.....
Du hattest Spaß und bist jetzt voll angefixt! Schön so einen euphorischen Beitrag zu lesen! Viel Freude weiterhin!

2. Leider fehlt ein Sucher , habt ihr Empfehlungen für sinnvolle Sucher fürs navigieren lernen per Starhopping ?
.....

Ganz sinnfrei sind die optischen Sucher nicht.
ich habe mich fast nicht getraut was über optische Sucher zu schreiben. Jeder hat zu Sucher seine ganz eigene Meinung und Erfahrung. Ich habe an meinem 10" f/5 Newton einen Orion 9x50 mm und bin damit, gerade auch wegen dem 90° abgewinkelten Einblick, den Du natürlich nicht brauchst, sehr zufrieden. Für mich ist mein Sucher auch ein zusätzlich und immer verfügbares, da fest verbaut zusätzliches Weitwinkel-Wide-Field Okular, den ich in keinem Fall mehr missen möchte.

Liebe Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Wenn man Platz hat kann man auch beide Suchertypen parallel montieren, den Leuchtpunkt zum schnellen Schwenken, den optischen Sucher für alle Fälle - ist nicht unklug. Gibt ja Dual- und Dreifachklemmen:


lg
Niki
 

Sosigenes

Mitglied
Hallo,

Ich verwende an meinem Teleskopen unterschiedliche Reflexsucher.
Am Newton habe ich den Telrad installiert, den ich mit einem Pulser und einer Basiserhöhung ausgestattet habe.
Am Cassegrain verwende ich einen Leuchtpunktsucher der dunkel genug eingestellt werden kann.

Wichtig ist es, bei beiden Suchern mit beiden Augen zu beobachten. Ein Auge sieht durch den Sucher, das andere Auge am Sucher vorbei.

Zusätzlich habe ich noch einen 80/400mm Refraktor im Einsatz, den ich als optischen Sucher verwende. Dieser Sucher ist für mit eine große Hilfe und ein gutes Werkzeug zum aufspüren der Objekte am Nachthimmel.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo!
kann man und muss man eventuell darauf zurückgreifen. Ich habe mir diesen TS Doppelschuh geholt und damit eine Kombi für den optischen Sucher und den adaptierten Celestron-Starsense-Smartphone-Spiegel-App-Platesolving Adapter gebaut.

rosson-1500-02.jpg


Ich Nachhinein hat sich aber herausgestellt, dass damit die beiden M4-Schräubchen des Haupt-Sucherschuhs im "Blechlein" des Newton auf Grund des langen Hebels des hohen Aufbaus dann zu wenig Halt haben. Wenn man z.B. beim Einsetzen des Tubus in die Montierung doch irgendwie damit wo hängenbleibt, lockert und verdreht sich dann der Schuh. Später habe ich dann ein zweiten Sucherschuh angebaut und alles auf brünierte M5 Schrauben umgebaut. Da tun wir Reflektor/Newton Dobsonauten natürlich leichter als jemand mit einem Refraktor. Und selbst bei so was einfachen wie einem Sucherschuh gibt es große Unterschiede im Detail. ICS in Augsburg liefert einen Sucherschuh der zusätzlich eine Madenschraube in der Nut hat mit der man die Verkippung/Verdrehung des Suchers fein- und reproduzierbar einstellen kann.

Regengrüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Am Refraktor kriegst du auch problemlos mehrere Sucherbasen unter:
IMG_4927.jpeg

Ich habe an meinem Refraktor (weil nach dem Austausch des originalen Okularauszugs die Sucherbefestigung entfallen war) einen Leuchtpunktsucher ziemlich mittig und später einen Sonnensucher noch ein Stück davor befestigt; so passt der Refraktor auch mit beiden montierten Suchern in seinen Aufbewahrungskoffer. Eine Doppel- oder Dreifach-Sucherbasis müsste ich abnehmen.

Beste Grüße,
Alex
 

Südbalkon

Mitglied
Hallo Leute , vielen Dank für die massigen Anregungen die den Horizont stetig erweitern.

Also , es ist doch schon verrückt , wieviele Variationen und Geschmäcker es nur in Bezug auf den Sucher doch gibt.
Ich habe mich dann jetzt für einen Leuchtpunktsucher der Einstiegsklasse entschieden. Gutschein war noch vorhanden.
Und zwar den Omegon LED Sucher, der paßt auch sicher in den Vixen Sucherschuh, ist dimmbar und günstig. Ich bin gespannt.
Meine ursprüngliche Idee , einen optischen Sucher zu verwenden , habe ich erstmal aufgrund der überzeugenden Tips hierauf Eis gelegt. Vielleicht kommt ja noch einer später auf irgendeinen Tubus ,mal schauen......

Nun zu ner harten Nuß:

Polsucherjustierung

Anmerkungen zur Montierung:
lt . GPE Info , bin ich irritiert , da das Foto der Montierung auf der verlinkten Website nur eine Schraube für die Fixierung der Höhenachse hat , im Gegensatz zu meiner GP , welche zwei Fixierschrauben hat.
RA vorne.jpgrA seite.jpg
Die Fixierschraube bei den Azimuthknöpfen geht duch eine Metallbrücke , welche durch zwei Imbusschrauben befestigt ist.
Will ich zur Polsucherjustierung nun die Höhenachse auf 0° stellen , geht das gar nicht, da eben die vordere Fixierschraube + Metallbrücke die Achse beim absenken blockiert.
Soll ich die vordere Fixierschraube inkusive Metallbrücke entfernen zur Justierung , oder ist es vielleicht nicht nötig , die Achse auf 0° zu stellen , zur Justierung. Hier wird ja klar empfohlen auf parallel zur RA Achse einzustellen.
Ein weiteres Problem ist banal , ich habe keinen passenden Schlüssel für die 3 Miniimbusschrauben des Polsuchers...da muß ich mir wohl mal welche besorgen.
Und nochmal zu den Azimuthknöpfen , bei beidseitig gelockerten Fixierschrauben sollte die Azimuthknöpfe dann doch die Höhenachse dezent bewegen ?
Das abbauen sollte einfach sein , will nur nix kaputt machen....
Hat da jemand Erfahrungen gemacht , wie hier am besten vorgegangen werden sollte. ?
 

Kerste

Mitarbeiter
Musst du den Polsucher überhaupt justieren?
Vixen baut robust, da sollte sich nichts verstellt haben. Und perfekte Poljustage brauchst du eh nur für die Fotografie; visuell macht eine kleine Abweichung nichts aus. Und wenn du wirklich perfekt einnorden willst, wird entweder gescheinert oder heutzutage die Guidingkamera an einen optischen Sucher mit 1,25"-Anschluss angeschlossen, und dann hilft dir Software wie Sharpcap oder PHD, oder die Routinen von Standalone-Autoguidern wie StrAid Revolution beim Einnorden.

Solange du nur visuell unterwegs bist, macht es nichts aus, wenn die Nachführung nicht perfekt ist. Dann wird halt nach einer halben Stunde mal nachkorrigiert, falls du ein Objekt überhaupt so lange beobachtest.

Ansonsten langt es vielleicht auch schon, wenn du das Stativ schräg stellst, um tief genug runterzukommen (solange es im Gleichgewicht bleibt)und nicht umfällt).

Die Azimutschrauben (die Plastikrädchen) bewegen die Montierung nur nach rechts und links, mit der Höheneinstellung (Altitude) haben die nichts zu tun.

Beste Grüße,
Alex
 
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