Epsilon Justage Service | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Epsilon Justage Service

castro.pic

Mitglied
Hallo,

gibt es sowas wie einen Teleskop Justage Service?
Weil ich gebe es jetzt auf, ich versuche seit einem Jahr eine zufriedenstellen Abbildung mit meinem Epsilon hinzubekommen und es klappt gar nix.
Ich habe inzwischen zig Stunden verbracht um da irgendwie was hinzubekommen aber es klappt einfach nicht.
Heißt der Epsilon soll so auf die Kamera Justiert werden das ich am Ende runde Sterne bis in die Ecken habe.

Gruß
Carsten
 

frasax

Mitglied
Hi Carsten,

wie Niki schreibt, der Tommy kann es, gibt es gegen Gebühr auf der Teleskop Austria Seite. Aber er hat dazu ja auch eine Anleitung geschrieben. Und auch wenn das vielleicht nicht auf Anhieb klappt (mir fehlen gerade die letzten 20%) ist es dennoch unbedingt zielführend was Tommy da entwickelt hat.
Und Kameras wie eine QHY268 sind halt sehr empfindlich. Trotz Vollformat verzeiht meine 6D viel mehr als die kleineren Pixel des Sony Chips.

CS Frank
 

castro.pic

Mitglied
Hi,

ok dann schau ich da mal nach.
Ich kenne die Anleitung, aber wie ich geschrieben habe ich mache jetzt 1 Jahr damit rum und bekomme es nicht hin und irgendwann ist einfach gut.
Ich will fotografieren und keine Optiker Lehre machen ;)

Gruß
Carsten
 

MichaelK

Mitglied
Hallo Carsten,
vielleicht mal den OCAL Pro Kollimator probieren. Habe ein Werbefilmchen aus Österreich gesehen, das sah sehr vielversprechend aus.
Habe ihn zusammen mit einem f/4 Newton bestellt, das kommt Ende Januar, dann kann ich mehr dazu sagen.
Viele Grüße
Michael
 

castro.pic

Mitglied
Hallo Michael,

ja, das Teil habe ich genau so wie einen verschraub baren Laser extra fürn Epsilon.
Okularauszug habe ich auch getauscht weil der Original in meinen Augen Mist ist.
Somit nochmal über 1200€ zusätzlich zum dem Teleskop investiert sowie über eine Jahr justiererrei.
Dadurch auch schon fast die Lust an der ganzen Astrofotografie Geschichte verloren, weil ich sehe aktuell keinen Ausweg außer ich steck nochmal Geld rein oder ich verkaufe einfach alles.

Gruß
Carsten
 

frasax

Mitglied
Hallo,

den OCAL hatte ich zum Test hier, der Händler hat ihn mir geschickt damit ich ein ebensolches Werbefilmchen drehe. Also habe ich es an meinem Epsilon probiert und es sah auch tatsächlich so aus als wäre da noch Luft nach oben, sprich die Justage zu verbessern (also meiner war gut justiert aber nicht perfekt). Dann die Kamera ans Teleskop und eine Aufnahme gemacht und das Resultat war schlimm, viel schlechter als vorher. Vielleicht hatte ich den OCAL falsch bedient? Um das auszuschließen habe ich das alles mit Bildern dokumentiert und war mit dem Händler in Kontakt, kein Einwand seitens des Händlers. Vielmehr wurde vermutet dass der Epsilon eine Macke hätte, schließlich sei der Okularauszug eine Katastrophe (siehe dazu Karstens Anmerkung, ob der OAZ nun wirklich Mist ist sei dahin gestellt, aber geholfen hat der Wechsel ja scheinbar nicht, zumindest nicht bei der Justage oder?).
Also war meine Idee den Epsilon wieder nach Tommys Anleitung zu justieren und dann zu schauen wie man den OCAL evtl. hätte zielführender einsetzen können, bzw. wo das Problem hätte liegen können. Denn man hätte dann rückwärts analysieren können. Das war leider a) nicht leicht b) durch anhaltendes Wetter/Beruf etc. nicht möglich. Jetzt hat der Händler den OCAL ohne Angabe von Gründen zurück verlangt und ich kann leider nicht weiter zur Aufklärung beitragen. Was bei mir bleibt ist ein fader Geschmack.

Carsten, kontaktiere Tommy, wenn er dir nicht helfen kann dann weiß ich nicht wer.
Ich gebe zu ohne seine geduldige Hilfe hätte ich es auch mit der Anleitung nie hinbekommen (bzw. habe das Problem ja jetzt auch wieder). Das Problem ist, dass man die Sternabbildungen ohne Übung eben nicht so leicht interpretieren kann. Insofern verstehe ich deinen Frust total und kann das sehr gut verstehen. Aber mach dir auch klar, dass kleine Pixel an einem f/3 Hypergraphen eben auch kein Kinderspielzeug ist. Dass das dann alles völlig problemlos funktionieren soll ist eben nicht der Fall. So frustrierend das ist. Es gibt Gründe warum dann irgendwann Leute viel Geld für einen APO ausgeben. Und nicht mal dann ist gewährleistet dass man runde Sterne bis in die Ecken bekommt, aber das ist ein anderes Thema.
CS Frank
 

MichaelK

Mitglied
Hi,
beim TSA-120 + 0,7 Reducer hat es auf Anhieb funktioniert, runde Sterne bis zum Rand des Vollformats (Canon Ra). Ebenso beim FSQ85 + 1,01 Flattener (trotz "suboptimalen" OAZ, hat Spiel, wenn die Klemmschraube locker ist) .
Das könnte also mit dem f/4 Newton auch eine längere Geschichte werden, obwohl ich ihn "nur" für APS-C (QHY268C) einsetzen will.
Viele Grüße
Michael
 

frasax

Mitglied
Hallo Michael,

das meine ich ja. Mit meiner CCD mit 6.5 Mikron Pixeln hatte ich am FSQ auch weniger Probleme als mit der CMOS mit 3 Mikron. Die EOS Ra oder 6D mit 6 Mikron macht am Epsilon auch weniger Ärger als die kleineren Pixel des IX571. Und das obwohl, wie du schreibst, der APS-C Chip kleiner ist als der Vollformat Chip.
Ich habe sehr wenig fotografiert im vergangenen halben Jahr.

CS Frank
 

Defunct

Mitglied
ja, das Teil habe ich genau so wie einen verschraub baren Laser extra fürn Epsilon.
Okularauszug habe ich auch getauscht weil der Original in meinen Augen Mist ist.
Somit nochmal über 1200€ zusätzlich zum dem Teleskop investiert sowie über eine Jahr justiererrei.
Dadurch auch schon fast die Lust an der ganzen Astrofotografie Geschichte verloren, weil ich sehe aktuell keinen Ausweg außer ich steck nochmal Geld rein oder ich verkaufe einfach alles.

Hi Carsten,
wirf die Flinte nicht aus den falschen Gruenden in's Korn.
Mache Sachen muss man sich vielleicht auch mal interaktiv abschauen und Internet, PDFs und Youtube ist auch nicht eine Loesung fuer alles.
Tommys Anleitung ist wirklich prima, aber wenn Anleitungen und viel Geduld und Spucke nicht den Durchbruch gebracht haben, vielleicht wirklich einfach mal (wenn dann mal wieder moeglich) dort (oder in D bei jemandem) mit dem Tak vorbefahren und sich das mal "Hands-on" zeigen lassen.
Meine persoenliche Meinung zum Thema OCAL: Elektronische Helferlein sind total praktisch, wenn man bereits justieren kann und den verstandenen aber einfach nervigen Teil verkuerzen will. Wenn man aber - auch wenn's ewig dauert - noch nie eine erfolgreiche Kollimation hinbekommen hat, dann ist es sehr optimistisch, ein unverstandenes und ungeloestes Problem damit aufzuloesen, noch kompliziertere und fuer dich schwer durchschaubare (und nicht ganz billige) Hilfen obendrauf zu werfen.

Und zum Thema: "Was ein Frust, Ich verkaufe das Ding."
Das Gefuehl kenne Ich gut.
Ich mache das dann i.d.R. so: Wenigstens so lange durchhalten, bis man es (mit Hilfe Dritter?) wenigstens einmal geschafft hat. Wenn man danach dann der Meinung ist, sich das zukuenftig nicht mehr geben zu wollen, dann ist das sicher mehr als legitim.

Es ist riskant es vorher zu tun. Manchmal haengt es dann doch nur an dem kleinen "Oh Mann, na wenn Ich das vorher gewusst haette ..."-Ding und man lacht sich kaputt, wie bloed/ungeschickt/verkopft/betriebsblind man war.

Motivationszote: Ich erinnere mich noch daran, wie Ich mir seinerzeit partout in den Kopf gesetzt hatte, die Zuendung meines alten BMW-Boxers damals selber autodidaktisch einzustellen. Zuendpistole, Reperaturhandbuch und ab ging's. Naja, irgendwann war Ich da auch an dem Punkt: Ok, Lappen in den Tank, Feuerzeug und fertig.
Dann habe Ich mir das mal zeigen lassen und banal ist das immernoch nicht, aber wenn man's mal mit einer erfahrenen Person durchgespielt hat, dann doch was anderes als vom Blatt ablesen und umsetzen.

Hi,
beim TSA-120 + 0,7 Reducer hat es auf Anhieb funktioniert, runde Sterne bis zum Rand des Vollformats (Canon Ra). Ebenso beim FSQ85 + 1,01 Flattener (trotz "suboptimalen" OAZ, hat Spiel, wenn die Klemmschraube locker ist) .
Das könnte also mit dem f/4 Newton auch eine längere Geschichte werden, obwohl ich ihn "nur" für APS-C (QHY268C) einsetzen will.
Viele Grüße
Michael
Hi Michael,
Die Probleme an einem Reflektor sind andere als bei einem Refraktor, aber so ganz problemlos ist das da auch nicht.
Ist toll, dass bei dir alles Paletti ist, aber Ich kenne auch sehr kurze Refraktorianer die (Teleskop irgendwann angedotzt?) eine dezentrierte Optik haben (Justage bei Petzvals nicht so banal und bei den Ortho-Apochromat auch nicht) und dieses Kreuz dann auch wie eine Monstranz vor sich hertragen und jemanden suchen, der's einjustiert....
Schnelle Optik, ist schnelle Optik ....
MfG & CS
 
Zuletzt bearbeitet:

Defunct

Mitglied
Aber mach dir auch klar, dass kleine Pixel an einem f/3 Hypergraphen eben auch kein Kinderspielzeug ist. Dass das dann alles völlig problemlos funktionieren soll ist eben nicht der Fall. So frustrierend das ist. Es gibt Gründe warum dann irgendwann Leute viel Geld für einen APO ausgeben. Und nicht mal dann ist gewährleistet dass man runde Sterne bis in die Ecken bekommt, aber das ist ein anderes Thema.

Hi Frank,
es gilt (wie ueberall sonst) auch in der Amateurastronomie das "Peter principle": Das was man beherrscht wird schnell langweilig und man traut sich an die naechste Herausforderung 'ran (schnellere Optik, mehr Brennweite, groesserer Sensor, dunkleres Target, ...).
Naja, irgendwann lernt man dann so eben auch seine persoenlichen Limits.
Das geht dann irgendwie gerade noch so.

Darueber will kaum einer offen reden, aber das ist bei den meisten so.
Danach wird ein Gang zurueckgeschaltet und aus der bequemen Komfortzone im vollen Brustton der Ueberzeugung in den Foren argumentiert.
Wo die Limits liegen ist halt sehr individuell und vermutlich wie in deiner "anderen Seite" auch: Dem einen geht die Puste am Saxophon aus, der andere saegt auf der verstimmten Geige.
Irgendwann findet dann jeder sein Instrument ... ;)

Vielleicht ist das ja auch mal eine nicht ganz ernst gemeinte Anregung fuer einen neuen YT-Channel von dir: Astromers Anonymous
Stuhlkreis mit klassischer Eroeffnung:
"Hallo, mein Name ist Frank Sackenheim und Ich habe eine Epsilon"
Unisono: "Hi Frank!"
"Mein Problem ist leider: ich schaff's einfach nicht, die Ecken, die Ecken *seufz* [...] "
usw... ;)

Gruss ...
 

castro.pic

Mitglied
Ja, das Problem ist halt auch das suggeriert wird das der Epsilon ein ganz einfaches Gerät ist.
Da schraubt man einfach die Kamera dran und das passt dann immer.
Ich wollte einfach neben meinem 10" f4 etwas mit mehr Feld, weil der Newton hat für viele Objekte einfach zu viel Brennweite.
Den ONTC muss ich hier auch mal loben, weil der funktioniert einfach immer.
Hatte mir dann den Skywatcher Esprit 80 besorgt aber da hat mit etwas die Auflösung gefehlt und er hatte noch einen Tick zu viel Brennweite.
Die Wahl fiel dann auf den Epsilon weil er von einigen Astrofotografen, auf die ich recht viel halte auch benutzt bzw. gekauft wurde.
So dachte ich mir, da kann ich wohl keinen Fehler mit machen.
Inzwischen wünsche ich mir den Esprit zurück ;)

Hab das Teil jetzt wieder reingeholt und den OCAL nochmal drangeschraubt.
Letzter Versuch.

Grüße
Carsten
 

Raumfisch

Mitglied
Das hilft Carsten jetzt zwar auch nicht weiter, aber ich bin verdammt froh diese niedergeschriebenen Erfahrungen zu lesen.
Ich bin schon länger auf der Suche nach einem schnellen Gerät für den mobilen Einsatz und genau solche Berichte bewahren mich vor dem Fehlkauf.

Den OCAL Pro habe ich mir für meinen PDS250 gekauft, denn nur mit Tommys Anleitung habe ich es nicht geschafft bei APS-C rund zu werden in den Ecken.
Der OCAL kommt zwar nicht 100% in den Fokus bei den letzten Justage-Schritten, aber die Kontrolle mit dem Barlowed-Laser bestätigt ja den Treffer.
Die Abbildung ist jetzt viel besser als nur mit dem PDF...

Ich wäre jetzt wirklich davon ausgegangen, dass der OCAL auch bei den schnellen System funktioniert. Schade das hier gleich zwei aussagekräftige Erfahrungen dagegen sprechen :confused:

Trotzdem weiterhin viel Erfolg! Die SharpStar Fraktion hat es ja auch letztendlich geschafft...
 

frasax

Mitglied
Ja, das Problem ist halt auch das suggeriert wird das der Epsilon ein ganz einfaches Gerät ist.

Hi Carsten,

ja das ist aber nur so wenn man a) den Epsi beim Händler gegen Aufpreis schon justieren lässt und dann nicht mehr anrührt und b) man eine Kamera mit großen Pixeln verwendet.
Wenn du jetzt als letzten Versuch deine Hoffnungen in den Ocal steckst, weiß ich ehrlich gesagt aber auch nicht mehr was ich noch sinnvolles schreiben soll. Siehe oben.

CS Frank
 

castro.pic

Mitglied
Hi Frank,

ja hast ja recht, allerdings bin ich mit dem Ocal schon mal zu einem recht akzeptablen Ergebnis gekommen.
Da hatte ich aber noch die ASI294 dran, jetzt habe ich ja auf die QHY268m umgebaut mit der Hoffnung dran schrauben und funktioniert.
Dazu musste ich natürlich auch den OAZ verdrehen und eventuell kommt das Problem daher und vielleicht stimmt auch der Abstand noch nicht.
Jedenfalls habe ich ihn gestern Abend komplett versaut und brauche irgendeinen Anfangspunkt.
Auch habe ich gerade ein YouTube Video gefunden, das man den OAZ auch justieren kann bzw. muss.
https://www.youtube.com/watch?v=DWMQh6OvpJc
Das war mir nicht klar und werde ich jetzt machen.
Anschließen mit dem Ocal versuchen eine Grund Justage zu finden auf die ich aufbauen kann und wenn das dann nicht klappt brauch ich Hilfe oder lande in der Klapse.

Gruß
Carsten
 

Defunct

Mitglied
Trotzdem weiterhin viel Erfolg! Die SharpStar Fraktion hat es ja auch letztendlich geschafft...
Tja Dennis,
einige aus der Sharpstar Fraktion haben es letztendlich geschafft (vor denen Ich den Hut ziehe!).
Bei anderen steht der in der Ecke und man redet nicht mehr 'drueber (auch hier im Forum nicht) und wieder andere kannst Du im "Biete Bereich" regelmaessig antreffen.
Frank hatte doch so ein Ding mal im Test, Ich erinnere mich jetzt nicht mehr: Hat er den Sharpstar eigentlich kollimiert?

Anyway, die Toleranzen werden bei solch schnellen Systemen einerseits schon brutal und fuer die eingespielten Methoden (z.B. Laser-Barlow) fehlt einfach die erforderliche Brennweite, um diese erforderliche Praezision zu erreichen.

Eigentlich sind so schnelle Hypergrafen schon etwas, was man als Kombo-Angebot mit einer Einweisung am Geraet verkaufen muesste.
In der Industrie ist das ja auch so: Da packt auch keiner ein Laserinterferrometer aus und meint "na dann wollen wir mal".

Aber solche Dienstleistungen (Einweisung, Training) werden in D tendenziell nicht gewuerdigt, daher gibt's auch keinen guten Markt und daher sind die Leute die sowas tatsaechlich noch machen sehr duenn gesaeht.
MfG & CS
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Naja, letztlich spielen ja mehrere Faktoren rein, vor allem auch der Arbeitsabstand vom Korrektor zum Chip?

lg
Niki
 

frasax

Mitglied
Hallo,


Vielleicht ist das ja auch mal eine nicht ganz ernst gemeinte Anregung fuer einen neuen YT-Channel von dir: Astromers Anonymous
Stuhlkreis mit klassischer Eroeffnung:
"Hallo, mein Name ist Frank Sackenheim und Ich habe eine Epsilon"
Unisono: "Hi Frank!"
"Mein Problem ist leider: ich schaff's einfach nicht, die Ecken, die Ecken *seufz* [...] "

ach ich könnte den ganzen Tag lang darüber quatschen was Astrofotografie und Musik machen gemein haben. Einer meiner Kollegen ist bekannt dafür dass er besonders hohe Töne auf seiner Trompete spielen kann. Eines Tages kam bei seiner Paradestelle nur noch ein erbärmliches Krächzen raus. Tagelang mussten wir uns das nun anhören und der arme Tropf hatte eine schwere Sinnkrise. Eines Abend an der Bar floss zunächst viel Alkohol und dann irgendwann die Tränen und am nächsten Tag kam wieder ein sauberer Strahl aus der Tröte :) Der innere Schweinehund hatte sein Unwesen getrieben. Es war nicht die Trompete, es ist niemals die Trompete, immer der Kopf (Natürlich hatte er die Takahashi unter den Trompeten). Dennoch gibt es immer wieder neue Trompeten und Zubehör und jedes mal ist es noch besser als vorher und Werbevideos gibt es und und und. Und man fragt sich immer wie haben die das eigentlich früher gemacht?

Zen in der Kunst des Bogenschiessens
Zen in der Kunst die Trompete zu spielen
Zen in der Kunst einen schnellen Newton zu justieren
Die Liste ist beliebig erweiterbar...



Dazu musste ich natürlich auch den OAZ verdrehen und eventuell kommt das Problem daher und vielleicht stimmt auch der Abstand noch nicht.
Jedenfalls habe ich ihn gestern Abend komplett versaut und brauche irgendeinen Anfangspunkt.

Das Problem bei sämtlichen Justagewerkzeugen ist der Bezugspunkt. Wenn der OAZ nun mal nicht ganz gerade auf dem Tubus sitzt nützt einem die tolle Justage gar nüscht. Ich denke so war es bei mir. Daraus jetzt aber den Schluss zu ziehen das Teleskop sei schlecht oder gar unbrauchbar ist m.E. falsch. Das schöne an Tommys Methode ist, dass sie ohne Bezugspunkt auskommt und auch direkt mit der Kamera gemacht wird, mit der man auch fotografiert (das ist ja noch so eine Unwägbarkeit).

Gerade komme ich zur Haustüre rein und die aktuelle SuW war im Briefkasten. Darin eine Doppelseite H&Chi Perseus. Das war eigentlich nur ein Test bzw. ich hatte die Nacht dazu genutzt den Epsilon nach der Fehljustage mit dem OCAL wieder gerade zu biegen nach Tommys Anleitung. Hat ja auch soweit geklappt. Im Druck sieht man nichts davon dass es noch nicht 100% ist, aber man sieht auch nicht dass die Nachführung an dem Tag nicht so prickelnd war. Wir klagen also auf hohem Niveau. Aber es macht Hoffnung und es zeigt, es geht mit Geduld und Spucke. Das sind aber jetzt Millimeterchen die da noch fehlen. Das Geld für den OCAL spare ich mir jedenfalls jetzt und kaufe mir stattdessen ein ganz dickes Eis. Was gelernt habe ich auch noch.
Übrigens zeigt der Justage Primer auch wie man einen falschen Arbeitsabstand erkennt oder Verkippung. Und so hat man tatsächlich Anhaltspunkte eines vom anderen zu unterscheiden. Eine kleine Optikerlehre ist es schon, zugegeben. Oder sagen wir eine Fortbildung.

Wenn du Hilfe brauchst melde dich, verkaufen wäre wirklich schade und aus meiner Sicht unnötig. Vielleicht liest Tommy ja mit und kann auch noch was erhellendes dazu beitragen.
CS Frank
 

castro.pic

Mitglied
Hi Frank,

das Druck viel verzeiht weiß ich, da ich selber drucke und inzwischen auch schon ein recht dickes Astrofotobuch zusammen habe.
Aber das was ich da gestern wieder gesehen habe, das war echt so schlecht da geht einfach nix.
Nicht einen runden Stern im gesamten Bildfeld, das kann doch nicht sein.
Problem bei Tommy seiner Methode, die ich am 10er Newton echt schätze weil da klappt das einfach, ist das sie Sterne braucht ;)
Wenn ich pro Monat einen halbe Nacht habe und die mir mit Justieren um die Ohren schlage und absolut nix dabei rum kommt nervt das einfach kolossal.
Und dann stellt ich mir halt die Frage, für was?
Da wäre der Ocal wenn er den funktioniert, was ich bis jetzt noch nicht beurteilen kann, echt hilfreich.
Zumindest finde ich es Interessant das man direkt sieht was passiert wenn man den OAZ verdreht.
Bin gerade dabei zu versuchen, Fangspiegel, OAZ und Hauptspiegel so hinzubekommen das es in allen Positionen passt.
Weil das wäre schon cool wenn man man ohne Probleme die Kamera drehen könnte.
Aber nach 4 Std. rumgeschraube hab ich jetzt erstmal keine Lust mehr.

Gruß
Carsten
 

Defunct

Mitglied

tommy_nawratil

Mitglied
Eine kleine Optikerlehre ist es schon, zugegeben.
naja, ich habe versucht alle Fallstricke zu berücksichtigen welche mir begegnet sind. Eventuell nur das nötige genauer lesen...

Sinn und Zweck der Anleitung ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Auch wenn die Nacht noch jung ist und die Sterne nicht rund sind.
Dann kann man mit etwas Übung rasch zu einem vernünftigen Resultat kommen.
Wenn etwas unklar ist, helfe ich gerne!

Oder anhand einer konkreten Fragestellung.

Ein Justage Service ist halt problematisch, wenn nachher versendet wird.
Da gibts keine Garantie, dass die Justage bleibt. Besser ist, jemanden Erfahrenen in der Umgebung zu finden der helfen kann.

Prüf auch mal den Moonlite ob er justierstabil ist, ich hatte schon welche mit Problemen.
Laser und ein 2kg Gewicht ähnlich der Kamera dran, und Tubus schwenken. Bleibt der Punkt ortsfest?

lg Tommy
 

castro.pic

Mitglied
Lage ist es her, da war die Epsilon Welt noch in Ordnung und dann bin ich auf die selten doofe Idee gekommen die Kamera zu tauschen.
Man was hätte ich Bilder machen können ;)

Justage Service ist halt problematisch, wenn nachher versendet wird.
Hallo Tommy, das wäre das geringste Problem, ich würde ihn selber vorbeibringen und solange bleiben bis es passt und ihn dann wieder mitnehmen.

Prüf auch mal den Moonlite ob er justierstabil ist,
Habe es gerade mal getestet, Kamera hinten am Laser drangehängt, hat dadurch ja noch etwas zusätzlichen Hebel.
Der Laserpunkt verschiebt sich etwas, um ca. den halben Durchmesser vom Laserpunkt.
Wie schätz du das ein? Problematisch?

Ansonsten warte ich jetzt halt mal auf die nächste klare Nacht, kann ja nur Wochen oder Monate dauern.

Grüße
Carsten
 

Defunct

Mitglied
Sinn und Zweck der Anleitung ist, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Auch wenn die Nacht noch jung ist und die Sterne nicht rund sind.
Dann kann man mit etwas Übung rasch zu einem vernünftigen Resultat kommen.
Wenn etwas unklar ist, helfe ich gerne!
Tommy,
Das waere uebrigens meine Anregung, was man als "noch so eine Sache" in deine Ko.limations-Anleitung einarbeiten sollte:

Wenn der Auszug nicht (a) exakt parallel auf Achse einfaehrt (sonder je nach Hoehe den Winkel aendert) und nicht exakt um diese Symmentrieachse rotiert, dann gibt es spaeter Schwierigkeiten, die als Kameratilt interpretiert werden koennten, aber mit einem Tiltadapter nur fuer bestenfalls eine Auszugsposition korregiert werden (koennen).

Ich schlage daher vor, in deiner Anleitung einen Test ob der Auszug optimal laueft als "Vorabcheck" hinzuzufuegen.

Ich kollimiere zwar keine so schnellen Systeme, aber bei dem ein oder anderen vermurksten F/4 habe Ich dann schon mal ausgeholfen und da stand Ich dann auch erst einmal eine Weile auf dem Schlauch. Bis sich dann herausstellte, dass da vorher bereits schwer am Auszug herumgeschraubt worden war.
Und da lief auf einen zweiten Blick gar nix mehr auf Achse. Den hab' Ich am Ende ausgebaut und mit dem Laser auf grosser Distanz wieder einigermassen eingenordet, bevor dann wiederum damit der Newton aussortiert wurde.
Das ist in deiner Anleitung nicht angerissen, vielleicht mal einen kutzen Paragraphen hinzufuegen.
MfG & CS
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo Carsten,
Der Laserpunkt verschiebt sich etwas, um ca. den halben Durchmesser vom Laserpunkt.
Klingt nicht schlimm, aber ich weiss nicht wie groß dein Laserpunkt ist und wo du den Laserpunkt beobachtest (am HS oder zurückkehrend am Laser?)
die Abweichung besser in mm angeben...
Der Moonlite hat oben 4 Lager, aber soweit ich mich erinnere keine Gegenlager auf der anderen Seite.
Deswegen muss die Fokuswelle nicht nur zum Transport des OAZ Rohres, sondern auch als Gegenlager herhalten
und man bekommt ein Kraftdreieck zwischen den oberen Lagern und Fokuswelle.
Das macht es ein wenig anfällig für Kippeln, weil die Lager als bewegliche Teile immer etwas nachgeben müssen.
Korrigiert mich wenn das nicht stimmt, hab es jetzt nicht vor mir.


hallo Defunct,
Ich schlage daher vor, in deiner Anleitung einen Test ob der Auszug optimal laueft als "Vorabcheck" hinzuzufuegen.
Der Test mit dem Gewicht am Laser ist auf Seite 6 bei "die Stabilität der Justage" eh beschrieben, und weitere häufige Fehlerquellen.
Dass das OAZ Rohr beim hin und her Fokussieren nicht freudig wedeln soll, ist doch eigentlich selbstverständlich.

Ich weiss aber nicht recht, was du mit "einnorden" des OAZ meinst :giggle:
Hilf mir auf die Sprünge.

lg Tommy
 
Zuletzt bearbeitet:

castro.pic

Mitglied
aber ich weiss nicht wie groß dein Laserpunkt ist und wo du den Laserpunkt beobachtest (am HS oder zurückkehrend am Laser?)
die Abweichung besser in mm angeben...
Hallo Tommy,
2mm am Laser, hab mal Bilder gemacht ;)

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Gruß
Carsten
 

Defunct

Mitglied
Ich weiss aber nicht recht, was du mit "einnorden" des OAZ meinst :giggle:
Hilf mir auf die Sprünge.
... "preiswerter" OAZ, als Gegenlager z.B. Teflonschienen, diese ueber Madenscharauben justierbar und die dann wiederum ungleichmaessig angeballert (weil Auszug schwer beladen). Wenn die aber (meiner Erfahrung nach) nicht gleichmaessig abgestimmt sind, dann laeuft der Auszug eine leichte Kurve, die mit dem Auge kaum zu sehen ist (mit dem Laser gegen die Wand dagegen schon).

Mit so einem OAZ kommt man mit deiner Anleitung entweder nicht bis zur Hauptspiegeljustage, oder man kommt dahin aber ein grosser Dreh danach am OAZ und adios Kollimation.

Mein Vorschlag waere bevor der Fangspiegeljustierung erst mal den sauberen Lauf des OAZ pruefen zu lassen, denn die gesammte Kollimation wird ja auch diese Achse gelegt. Mir ist es halt untergekommen, dass jemand aus Angst vor Verkippung unter der Last seiner Kamera+FW hatte und prophylaktisch die Justierschrauben am Auszug angeballert hat.
Den Newton habe Ich dreimal kollimiert, bevor Ich mir den OAZ genauer vorgenommen habe. Und gerade bei den billigeren Auszuegen (was aber dann wiederum nicht in eine "einfache" Anleitung hineingehoert), ist es ganz und gar nicht so banal, die dann wieder so einzustellen, dass die unter Last nicht verkippen, aber trotzdem schoen gerade und spielfrei laufen. Das meine Ich mit "einnorden".
Dass das OAZ Rohr beim hin und her Fokussieren nicht freudig wedeln soll, ist doch eigentlich selbstverständlich.
Nicht jeder hat eure Octoauszuege oder Crayford&Sons, aber deine Anleitung wird ja auch einem breiteren Publikum empfohlen ...
Einfach mal kurz vorher den Auszug testen lassen, bevor man mit der Fangspiegeljustage anfaengt.
MfG
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo Carsten,

das sieht gut aus, mach den Test noch mit OAZ 90° gedreht.

hallo Defunct,

schlage vor, als Punkt 5 in der Liste zur Stabilitätsprüfung:

- FS Streben gut gespannt und FS Sockel festgezogen?
- HS ohne seitliches Spiel in der Zelle?
- Tubuswand um den OAZ herum stabil genug?
- OAZ und Auszugsrohr stabil montiert?
- Laserpunkt unter Last beim rein/raus fokussieren stabil?
- Kameraadaption stabil (Bajonettringe prüfen!)?

lg Tommy
 

Defunct

Mitglied
hallo Carsten,

das sieht gut aus, mach den Test noch mit OAZ 90° gedreht.

hallo Defunct,

schlage vor, als Punkt 5 in der Liste zur Stabilitätsprüfung:

- FS Streben gut gespannt und FS Sockel festgezogen?
- HS ohne seitliches Spiel in der Zelle?
- Tubuswand um den OAZ herum stabil genug?
- OAZ und Auszugsrohr stabil montiert?
- Laserpunkt unter Last beim rein/raus fokussieren stabil?
- Kameraadaption stabil (Bajonettringe prüfen!)?

lg Tommy
passt!
 

Kowatsch

Mitglied
Vielleicht liegt es ja an der Kamera?!
Ich hatte ähnliche Probleme mit meinem 12er ONTC und 0,73x Reducer. Allerdings justiere ich schon seit über 30 Jahren meine Newtons. Daher konnte ich recht schnell alles am Teleskop und OAZ ausschließen.
Die Ursache war der Chip in der ASI1600MM PRO. Dieser war nicht plan eingebaut. Mit normalem Korrektor bei Blende 5 war alles fast perfekt, mit Reducer hatte ich auf einmal in einer Ecke Striche und gegenüber Bananen. Der Sterntest war natürlich immer perfekt. Der ASI bin ich dann mit einer Messuhr auf den Leib gerückt und habe den Chip penibel plan justiert. Seitdem ist alles in Ordnung. Also vielleicht ist es gar nicht der kleine Tak sondern die Kamera. Hast du die alte Kamera noch? Falls ja, justier den Epsi mal ein und versuch es mit der alten Kam. Wenn das geht, mal die neue ran und schauen, ob es dadurch zu dem Fehlerbild kommt....

Viel Glück bei der Fehlersuche!
Burkhard
 
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