Erduntergang durch Schwarzes Loch !

OrionsBelt

Mitglied
Naja nicht ganz. Ein Freund hat mir vor kurzem mitgeteilt, dass man versuche auf der Erde ein künstliches schwarzes Loch herzustellen. Nachdem ich ihn dann für verrückt erklärt hatte, suchte ich im Internet nach Informationen, weil ich mir dachte, es wäre unlogisch von ihm zu behaupten, man würde dies tun, wenn dem nicht so wäre.

So nun wird's spannend, einige von euch(wenn nicht sogar sehr viele von euch) haben bestimmt schon davon gehört: Ein schweizer Institut in Genf, genannt CERN(auch im Buch Illuminati :p), will in einem ihrer 27 Kilometer langen Teilchebeschleuniger(ja ich habe mich nicht geirrt 27 Kilometer) ein künstliches schwarzes Loch erzeugen, welches einige Fragen zur Entstehung des Universums klären soll.

Und so geht's:(auch zum selber bastlen)
In dem Teilchenbeschleuniger werden zwei Protonen, mit fast Lichtgeschwindigkeit aufeinander geschossen, was dann soviel Energie freisetzt, dass ein schwarzes Loch enstehen soll. Zwar winzig klein und wird es in Millisekunden wieder zerbrechen, doch es sollte die Forschung weit voranbringen.

Probleme:
Wenn, das möchtegern schwarze Loch, einen winzigen Staubkern oder sonstige Materie absorbieren könnte, würde es dadurch wachsen. Es könnte sich rasend ausbreiten und im schlimmsten Falle die ganze Erde anziehen. Der Versuch soll deshalb in einem kompletten Vakuum durchgeführt werden.

Was sagt ihr dazu?
Könnte dieses SL wirklich so groß werden?
 

Euklid

Mitglied
Hallo,

Zitat von OrionsBelt:
Ein schweizer Institut in Genf, genannt CERN(auch im Buch Illuminati :p), will in einem ihrer 27 Kilometer langen Teilchebeschleuniger(ja ich habe mich nicht geirrt 27 Kilometer) ein künstliches schwarzes Loch erzeugen, welches einige Fragen zur Entstehung des Universums klären soll.
Ja, es gibt dieses Institut, welches übrigends ein internationales (genauer: europäisches) Projekt darstellt. Dass die Leute dort versuchen, ein schwarzes Loch zu erzeugen, halte ich für ein Gerücht.
Immerhin stimmt der letzte Teilsatz: Man versucht im Cern einer Antwort zur Frage zur Entstehung des Universums näher zu kommen - sehr interessant! ;)

Genauere, halbwegs seriöse Informationen zum CERN, findest du im Wikipedia.
(Zu Illuminati: Habe das Buch auch gelesen - sehr spannend - die dort geschilderten physikalischen Begründungen sind allerdings abenteuerlich)


Viele Grüße, Alexander
 
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OrionsBelt

Mitglied
Klar gibt es das Institut, dass will ja niemand bestreiten.

Ich muss dir aber zustimmen dass Dan Brown etwas übertreibt, was nicht nur auf Illuminati zutrifft, auch auf Bücher wie Sakrileg, Meteor oder Diabolus, was jedoch nicht heißt, dass sie nicht spannend sind.
 

stefan_h

Mitglied
Hi,

du kannst natürlich auch mal direkt unter CERN nachschauen, da stehen eine ganze Menge Infos drin, teilweise in englisch, aber denke das solltest du ja beherrschen.
Eien ganz gute SEite in deutsch ist hier zu finden
Das mit den "schwarzen Löchern" die in CERN entstehen sollen ist die Theorie eines Amerikaners der nun gegen den Betrieb des neuen LHC (Large Hadron Collider klagt. Er stellte diese Behauptung auf das dabei schwarze Löcher enstehen können die dann stabil bleiben und die Erde sozusagen auffressen :totlach:

Gruß

Stefan
 

Mipo

Mitglied
Hiho
Was meint ihr denn wo der letzte Urknall herkam? :p
Professor Zxnoll vom kleinen Planeten Gnarff 5 in der Galaxis Wirselbrumse erfand einen Teilchenbeschleuniger und meint damit den Geheimnissen des Urknalls näher zu kommen.
Recht hatte er.
Einziger Überlebender der Katastrophe war ein gewisser G.Ott.Aber das nur aufgrund der Tatsache,das er im richtigen Augenblick ein unheimlich praktisches Handtuch zur Hand hatte.^^
 

nabla

Mitglied
soweit ich weiss ist die Theorie, dass im CERN ein mini-Schwarzes Loch entsteht, nicht die Idee dieses durchgeknallten Amis, sondern gilt als physikalisch zu erwarten. Nur behauptet er, dass diese auch stabil sein sollen und das ist wohl hoffentlich quatsch.
 

stefan_h

Mitglied
Hi,
stimmt soweit ja auch. Man "vermutet" auch, das kleine schwarze Löcher durch hochenergetische kosmische Partikel beim Eintritt in die Erdatmosphäre entstehen können.

Zum Unterschied zu CERN haben diese Teilchen aber eine noch erheblich höhere Energie, also wenn da bisher nie was passiert ist- wie soll dann in CERN was passieren?

Lest euch doch einfach die Beiträge zu CERN mal durch, da steht eine Menge dazu drin.

Gruß

Stefan
 

AstroTigger

Mitglied
Hallöchen

Selbst wenn ein kleines Schwarzes Loch entstehen sollte (was unwahrscheinlich ist) und selbst wenn dieses Schwarze Loch langlebiger als erwartet sein sollte (was gegen gegenwärtige physikalische Kenntnisse wäre), dann wäre es
a. so winzig klein (seeeehr viel kleiner als ein Proton), dass es vermutlich durch die ganze Erde düsen könnte, ohne auf ein anderes Atom zu treffen (es ist ja nach außen elektrisch neutral und hat die Massenanziehungskraft von gerade einmal 2 Protonen :D - es muss also schon sehr genau treffen),
b. selbst wenn es (wie auch immer) noch auf zig Milliarden andere Atome stoßen sollte das Schwarze Loch deutlich unter einem Nannogramm wiegen (und eine dementsprechende "Anziehungskraft" haben).
c. das Schwarze Loch ist vermutlich so schnell, dass es kosmische Fluchtgeschwindigkeit hat (und höchstens in ein paar Mrd. Jahren auf dem Planeten Gnarff5 einschlägt, was Professor Zxnoll auf die Idee für ein ganz tolles Experiment bringt).

Gruß
Andy

P.S.: Habe auch Dan Brown gelesen. Die Bücher haben mir gut gefallen, seine physikalischen Vorstellungen sind aber schon sehr hanebüchen ("Wenn Materie und Anitmaterie miteinander reagieren kommt reine Energie raus - ganz ohne schädliche Strahlung" :D ). Prinzipiell finde ich das nix schlimmes, ist ja eine erfundene Geschichte und kein Tatsachenbericht. Ich war nur etwas enttäuscht, wie schlecht er hier recherchiert hat (das meiste hätte man physikalisch richtig darstellen können, ohne die Handlung im geringsten zu beeinflussen); wenn er bei kunsthistorischen Dingen (wo ich mich überhaupt nicht auskenne) ähnlich vorgeht, wundert es mich nicht, wie er immer passende Originalschauplätze für seine Geschichten findet. Trotzdem, er erzählt eine spannende Geschichte die ich weiterempfehlen kann (auf die letzen 200 Seiten hätte er allerdings verzichten können).
 

LAKE2008

Mitglied
Hey Mipo,

das wusste ich ja noch gar nicht!

Ist aber echt nett, dass Adams dem G.Ott seinen 'Hitchhiker's Guide to the 'Wirselbumse'-Galaxy' geborgt hatte. :biggrin:

Tja, Glück muss man eben haben!

CS, Steffi
 

Erbse

Mitglied
Seltem so viel Unsinn in einem Thread gelesen.

Man hat also die Wahl zwischen
[_] Ein paar tollen Erkenntnisse und gleichzeitig einer extrem kleinen Change, vielleicht 1: 999.999.999.999 zum Weltuntergang, inklusive 8.000.000.000 Toten.
[_] Ein paar verpasste Erkenntnisse, aber die 100% Garantie, dass nix passiert.

Soso, man weis also, dass nach gaengiger Theorie nix passieren kann. Wenn man so schlau ist und das alles schon weiss, wiso macht man dieses Experiment?
 
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ErichZann

Mitglied
Deiner Argumentation zufolge dürfte man überhaupt keine Experimente machen, es hätte genauso gut bei jedem Experiment, welches neuartig war etwas passieren können...

Und dein letzter Satz ist leider auch für die Tonne...
Nur weil man aus solchen Experimenten noch viel lernen kann heißt das nicht, dass man nicht trotztdem abschätzen kann, ob dabei "die Welt untergeht".......

Als früher das Gravitationsgesetz zum ersten mal quantitativ untersucht und mathematisch formuliert wurde hat man dabei auch viele neue Erkenntnisse gewonnen, hat sich aber kaum die Sorgen gemacht, dabei unser Sonnensytem zu zerstören.

Solche blöden Gerüchte kommen von irgendwelchen panikmachenden Leuten, die nicht wirklich wissen wovon sie reden...

Und in der kosmischen Strahlung fliegen viel hochenergetischere Teichen rum, die hätten schon unglaublich viele SL erzeugen müssen, bisher gibt es aber die Erde komischerweise noch....

Wenn du also Angst hast schließ dich in einen SL-sicheren Bunker ein, verlass so schnell es geht die Erde oder sonstwas, aber stell nicht fundierte Tatsachen als "Unsinn" hin...

Grüße!
 

Mipo

Mitglied
Moin Moin
Ein Freund von mir sagte darüber er hat nicht Angst vor dem was man weiss,sondern vor dem was man nicht weiss.
Wenn ich daran denke wie man in den 40er und 50er Jahren mit Atombomben und der Radioaktivität umgegangen ist,wird mir jetzt noch ganz anders.

Vor einiger Zeit gabs mal ne Doku im TV,von der BBC glaub ich.Darin wurden 3 Weltuntergangsszenarien durchgegangen.Ein Meteroriteneinschlag,ein Supervulkanausbruch(bin mir da nicht so sicher) und eben genau ein künstlich erzeuzgtes SL.Zwar schön reißerisch aufgemacht,aber zur Abwechslung konnte man sich das mal angucken ^^

Gruß Michael
 

nabla

Mitglied
diese BBC Reportage hab ich auch gesehen. Ist zwar schon etwas her, aber ich hab noch gut in Erinnerung, dass in einer der letzten Sätze der Reportage angedeutet wurde, dass dieser letzte vorgetragene Fall (der mit dem erzeugten Schwarzen Loch) rein fiktiv und nicht besonders realistisch ist. Ich fand die ganze Dokumentation etwas seltsam und besonders dieses merkwürdige Ende, bei dem man nicht 100%ig sagen kann wie die Autoren (oder auch die Wissenschaft) zu den Theorien stehen, ist mir gut in Erinnerung geblieben.
 

Nightshade

Mitglied
Wenn man von diesen "Dokumentationen" ausgeht, (gibt ja leider nicht nur eins davon) müsste die Welt im Durchschnitt jedes zweite Jahr untergehen.
 

AstroTigger

Mitglied
Hallöchen

Äh sorry, kleiner Denkfehler meinerseits. Ich übersehe immer, das Schwarze Löcher (trotz Schwarzschildradiuses) eine Ladung besitzen können.

Sollte aber an der Sache nicht allzu viel ändern.

Gruß
Andy
 

Optikus

Mitglied
Hi Folks,

ich finde die Panik-Debatte à la "Asteroideneinschlag nächsten Donnerstag wegen Redaktionsschluß der BILD-Zeitung um eine halbe Stunde verschoben" ja ganz witzig, wenn man bedenkt, dass das CERN eines der führenden, wenn nicht das führende Großforschungszentrum im Bereich der Elementarteilchenphysik ist finde ich es erstaunlich, dass man dort offenbar eine Ansammlung schwachmatischer Deppen vermutet, wenn ich die Ausflüsse der Journaille betrachte. Als ob man bei den in solchen Systemen üblichen Riskibetrachtungen auf diese Themen nicht auch schon gekommen wäre ... *Kopf schüttelt*

Nix für ungut - aber man kann sich auch verrückt machen.


Jörg
 

Titan1

Mitglied
Hallo,

Zitat von paxromana:
Zitat von AstroTigger:
(es ist ja nach außen elektrisch neutral und hat die Massenanziehungskraft von gerade einmal 2 Protonen - es muss also schon sehr genau treffen)
Wenn es aus 2 Protonen entstanden ist, weshalb ist es dann nach außen elektrisch neutral?
Ich denke mal Andy meinte einfach nur die Masse von 2 Protonen und nicht deren Ladung.
 
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helim86

Mitglied
Hallo,
Also ich war nach dem Bericht und den Aussagen der Wissen-
schaftler von CERN schon etwas befremdet, dass im Bezug auf
die eventuella Entstehung eines Micro-Schwarzen Lochs so
locker mit Aussagen wie "eventuell, möglicherweise und wahrscheinlich" umgegangen wurde. Und wenn doch ein noch so
kleines, kurzlebiges Schwarzes Loch beginnt, Luftmoleküle
an sich zu reissen und alles weitere in unmittelbarer Nähe?
Wie kontrolliert man dieses Teufelsding, wer hält es auf?
Es beunruhigt mich umsomehr, als viele Wissenschaftler vor
lauter Wald, keine Bäume mehr sehen und ihn seine Welt -
weltfremd werden lässt!
In Kürze werden wir es ja wissen!
Grüsse Helmut
 

helim86

Mitglied
Hallo,
Also ich war nach dem Bericht und den Aussagen der Wissen-
schaftler von CERN schon etwas befremdet, dass im Bezug auf
die eventuella Entstehung eines Micro-Schwarzen Lochs so
locker mit Aussagen wie "eventuell, möglicherweise und wahrscheinlich" umgegangen wurde. Und wenn doch ein noch so
kleines, kurzlebiges Schwarzes Loch beginnt, Luftmoleküle
an sich zu reissen und alles weitere in unmittelbarer Nähe?
Wie kontrolliert man dieses Teufelsding, wer hält es auf?
Es beunruhigt mich umsomehr, als viele Wissenschaftler vor
lauter Wald, keine Bäume mehr sehen und ihn seine Welt -
weltfremd werden lässt!
In Kürze werden wir es ja wissen!
Grüsse Helmut
 

NGC224

Mitglied
Hallo Helmut,

ich kann Dir nur beipflichten.

Natürlich will der Mensch verstehen, woraus die Materie besteht und wie das Weltall entstanden ist. Aber, wie es momentan so aussieht, entstehen nach der Klärung jedes Problems zehn neue. Irgendwann wird der Mensch wohl einsehen müssen, dass er niemals den kompletten Durchblick bekommen wird, dafür ist das menschliche Gehirn wohl zu beschränkt. Die Experimente werden jedenfalls immer teurer und riskanter, ohne dass etwas Brauchbares dabei herauskommt. Die vielen Millionen, die im CERN und ähnlichen Monsterprojekten im wahrsten Sinne des Wortes verschleudert werden, wären z. B. in der Entwicklung umweltfreundlicherer Technologien besser angelegt.

Mir macht das Experiment jedenfalls Sorgen, selbst wenn 99% der Wissenschaftler meinen, es sei völlig ungefährlich, ein minimales Restrisiko bleibt. Wozu dieses eingehen, wenn hinterher nur irgendein neues exotisches Teilchen den Teilchenzoo erweitern wird, für dessen Erforschung noch aufwändigere Experimente nötig sein werden. Keinem Menschen wird es dadurch besser gehen.

Gruß

Manfred


 
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KaioMaio

Mitglied
Hallo ,
ich glaube nicht das CERN das Risiko eingehen wird und ein SL erschafft, was dann die Erde aufsaugen KÖNNTE.Wie Manfred schon sagt auch wenn wir dann ein Teilchen mehr kennen, wird es keinem besser gehen.(obwohl ich eigentlich auch nicht so Recht glauben kann, dass da irgentwas passiert, aber es gibt im Universum genug seltsame Dinge :confused: )
LG
Nicole
 

Titan1

Mitglied
Man sollte sich nicht so viel Gedanken darüber machen. Denn es ist total unwahrscheinlich, dass ein Mini-BH die ganze Erde "aufsaugt". Diese BHs könnten auch nur im LHC oder auch in der Atmosphäre erzeugt werden, wenn es Extradimensionen gäbe. Die überzeugendsten Argumente dafür, dass diese Minilöcher für uns keine Bedrohung darstellen, sind zum einen die Hawking-Strahlung und die hochenergetischen Teilchenkollisionen in der Atmosphäre. Durch die Hawking-Strahlung haben die BHs eine viel zu kurze Lebensdauer (weniger als 10^-26 Sekunden!), um genug Materie einzusammeln. Das andere Argument liegt wohl auf der Hand. Es prasseln ständig energiereiche Protonen aus der kosmischen Strahlung auf die Atmosphäre und es müssten sich ständig BHs bilden. Aber wie man sieht leben wir doch noch.
Man hat untersucht, wann dieses Szenario eintreten könnte, also wann der Materieeinfang die Zerstrahlung über Hawking-Strahlung dominieren könnte. Das BH müsste ohne (mit) Extradimensionen mehr als 10^39 (10^21) hochenergetische Nukleonen einfangen, um stabil zu werden bzw. um zu wachsen.
Zum Vergleich: Wenn die Erde aus massivem Eisen bestünde, würde das BH maximal 10^10 Protonen einfangen!.
Also kein Grund zur Panik.

 
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nabla

Mitglied
sorry, aber wer der Meinung ist, dass die Versuche am CERN keine Bedeutung für die Menschheit haben werden, weiss einfach nicht genug über Physik. Ob man nun ein weiteres Teilchen findet oder nicht, ist sehr entscheidend für mehrere Gebiete der Physik. Vor allem für die Kosmologie werden die Ergebnisse sehr wichtig werden. Eine reale Gefahr besteht nicht und zu sagen, dass die Versuche das Geld nicht wert seien ist auch quatsch. Wenn man mal guckt, für was die menschheit so geld rausschmeisst, ist das CERN sicher noch eine der sinnvolleren Investitionen.
 

AstroTigger

Mitglied
Hallöchen

Wie Optikus schon schrieb: Glaubt ihr tatsächlich, dass Leute von CERN so dumm sind, hier irgendwelche [zensiert]ischen Risiken einzugehen?

Klaro, am liebsten will man sich immer zu 100% in Sicherheit wähnen. Wer allerdings von der Wissenschaft fordert, dass sie nur Experimente durchführen darf, deren Ergebnisse schon im Vornherein zu 100% feststehen, der entschließt sich jegliche Wissenschaft zu unterbinden.

Das soll jetzt hier bitte ganz sicherlich nicht als ein Plädoyer "im Namen der Wissenschaft ist alles erlaubt" mißverstanden werden. Ganz im Gegenteil stelle ich sehr hohe ethische Anforderungen an die Wissenschaftler. Deshalb geben sich die Leute in CERN ja auch soviel Mühe, andere Versionen von anderen Wissenschaftlern erst ausführlich zu durchleuchten, bevor sie sich kopfüber in ein Experiment stürzen.

Momentan sieht's doch so aus.

Nach allem was wir wissen, sollte das schwarze Loch innerhalb kürzester Zeit zertrahlen.

Wenn wir uns in diesem Punkt täuschen (was dann das Erklärungsproblem mit sich bringt, warum wir dann nicht mit von kosmischer Strahlung erzeugten schwarzen Löchern bombardiert werden),
dann müsste das schwarze Loch Fluchtgeschwindigkeit haben und auf nimmerwiedersehen aus unserem Sonnensystem verschwinden.

Wenn wir uns in diesem Punkt täuschen (was alleine aus Statistischen Überlegungen heraus sehr unwahrscheinlich ist),
dann ist das schwarze Loch so winzig klein, dass es noch Jahrmilliarden durch Materie hindurchfliegen kann, ohne Masse in bedrohlichem Ausmaß zuzunehmen.

Wenn wir uns in diesem Punkt täuschen (was der Beobachtung von Neutronensternen widersprechen würde) ... dann haben wir's vielleicht verdient, wir Nieten :D

Nein, jetzt noch mal im ernst. Da fährt doch Momentan nur jeder so darauf ab, weil der Begriff "schwarzes Loch" einfach ein Kassenschlager ist. Es gab auch schon einen Versuch, bei dem es (ebenfalls nach einer langen Kette extrem unwahrscheinlicher Events) möglich gewesen wäre, dass ein neuer, niedrigerer (energetisch günstigeren) Quantenzustand entdeckt wird, und das gesamte Universum daraufhin in diesen Zustand hüpfen würde (also noch besser - wir zerstören nicht nur die Erde, sondern gleich das ganze Universum). Aber mit Quantenzuständen kann keiner was anfangen und das große Gemaule (wie jetzt bei schwarzen Loch) blieb aus.


An alle, die denken, was für einen praktischen Nutzen habe ich denn davon, wenn ein weiteres Teilchen im Teilchenzoo entdeckt wird, versteht wohl nicht, das dies das vermutlich bedeutenste und wichtigste Experiment unserer Zeit darstellt.

Gruß
Andy
 

ThN

Mitglied
Hallo Leute -
überschätzt jetzt das CERN bzw. den LHC nicht. Das ist nämlich Peanuts gegenüber dem, was die Natur seit Jahrmilliarden veranstaltet. Wenn das LHC kleine schwarze Löcher erzeugen kann, dann die Natur schon lange! Stichwort kosmische Strahlung, Gamma Ray Bursts usw. Wir wären schon längst und Millionen Mal von schwarzen Löchern verschlungen.
Also, immer cool bleiben!

Thomas :cool:
 

widato

Mitglied
Hallo Manfred und Skeptikergemeinde !

Es geht nicht darum " ein neues Teilchen " zu entdecken, sondern einige grundlegende Erkenntnisse der Physik, die nicht Heute, jedoch in 20,30 oder 50 Jahren völlig neue Technologien hervorbringen werden. Nicht nur die Suche nach dem Higgs Boson, als Austauschteilchen der Masse ( vielleicht kann man in 50 Jahren vermittels Higgs-o-maten Masse provozieren wo gar keine Masse ist , die Gravitation nutzen und Energie gewinnen ) oder SUSY, Supersymetrische Teilchen, die Spiegelbilder der z.T bekannten Materie ( Neutralinos zum Neutrino ) oder in diesem neuen Teilchenzoo die verantwortliche Spezies für die dunkle Materie finden ( ein Teilchen, das nur über die Gravitation wechselwirkt und dessen SUSY - Teilchen das Antigravitation erzeugt ( dunkle Energie ? ) damit einen Gravitations/Antigravitationsantrieb möglich macht, der alle Antriebsarten der Jetztzeit wie ein Ochsengespann wirken lässt). Und da jammert Ihr, das wäre " verschleudertes Geld " ? Man könnte das Geld auch in Meerwasserentsalzungsanlagen anlegen. Das wäre eine Investition in die Gegenwart und nicht in die Zukunft -bald verpufft und ohne den ernsthaften Willen der Politik etwas an der Ernährungssituation der Weltbevölkerung zu änderm - siehe Welternährungskonferenz in Rom - wirklich verschleudertes Geld. Meine Meinung

Sternklare Nächte
Berthold
 

KaioMaio

Mitglied
Hallo,
naja gut das stimmt schon aber es besteht eben immer noch die Gefahr das da etwas schief geht ...und es ist ja nicht mal raus ob wirklich ein derartiges Projekt in Angriff genommen wird (oder hab ich da was falsch verstanden?)Das es Geldverschwendung ist würd ich auch garnicht mal behaupten wollen.
LG
Nicole
 
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