• Am 24.01.2020 wird in der Zeit von 20.00 bis 21.30 Uhr ein Update (Patchday) der Forensoftware eingespielt. In diesem Zeitraum wird das Forum in den Wartungsmodus versetzt. Vielen Dank für Euer Verständnis Euer Moderatorenteam

Fadenkreuzokulare (am Bino)

Moin,

Zum besseren Justieren von Rotpunktsucher und Fernrohr, vielleicht sogar mal zum Messen, wächst in mir der ungesunde Gedanke, mir zwei Fadenkreuz- oder sogar Meßokulare zuzulegen.

Letzteres ist eigentlich übertrieben und hoffentlich überkommt mich doch noch etwas Vernunft, bzw. die geringe, nicht passende Auswahl tut ihr übriges dazu, aber theoretisch müßten zwei solche Fadenkreuzokulare doch auch den idealen Augenabstand* herstellen? Wenn die beiden Fadenkreuze übereinander liegen, dann dürfte das der optimale Abstand zwischen den Okularen sein?

Oder unterliege ich hier einem Gedankenfehler? Weil z.B. der Abstand zwischen mit Okularen mit eben jenen variiert? Es war so lange bewölkt hier, das ich mich gerade echt nicht mehr erinnere, ob ich den Augenabstand mit einem Okulartausch (so viele zum Wechseln habe ich ja nun auch nicht) neu einstellen muß.

Übersehe ich noch etwas anderes? Manchmal steckt der Teufel ja im Detail, gibt es vielleicht sogar Erfahrungen hierzu?


Danke & Gruß

Ede


*Augenabstand wie in interpupillary distance, nicht eye relief. Mir ist gerade nicht ganz klar, wie die korrekten, deutschen Bezeichnungen hier lauten.

P.S.: Nicht, daß ich mir nicht zutraue, ein vernünftiges Bild auch ohne Hilfen hinzubekommen, ich denke, das klappt ganz gut und ist wie gesagt nicht der Grund für das geplante Anschaffen, aber das Ergebnis ist sicherlich ganz spannend, ob meine Wahrnehmung (die immer Priorität hätte) auch mehr oder weniger objektiven Gesichtspunkten standhält. Wenn die denn mal wirklich auch so objektiv sind, wie sich das in meiner Theorie darstellt.
 

Astrozoom GM

Mitglied
Hallo Ede,

der Gedankengang ist im Prinzip schon okay. Ich sage da immer "Augenweite" um von Augenabstand zu unterscheiden.
Ich habe so was zwar noch nicht ausprobiert, könnte mir aber vorstellen, dass Du dabei erst so richtig bemerken wirst, wie gut Du schielen kannst.
Der Visus ist darauf ausgelegt und trainiert, solche Bilder auf Deckung zu bringen und das tut er auch schon bevor es exakt passt. Das fällt dann bei längeren Beobachtungen durch Ermüdung und sichlimmstenfalls Kopfschmerzen auf.
Ein Trick das, auch z.B. bei der grundsätzlichen Justage, ein wenig zu umgehen ist, die Augen abwechselnd mal längere Zeit zu schließen und das Bild einäugig zu betrachten, sowie auch einseitig etwas unscharf zu stellen.
Wenn es noch nicht okay ist hat man beim Öffnen des zweiten Auges kurz ein Doppelbild und dann schwimmen die beiden Bilder aufeinander zu und vereinigen sich.

Gruß
Günther
 
Oben