Farb-Filter zur Farbfehler-Korrektur | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Farb-Filter zur Farbfehler-Korrektur

aths

Mitglied
Wie sehr der Farbfehler bei Achromaten den Benutzer stört, ist wohl recht subjektiv. Meine Frage ist an all diejenigen gerichtet, welche dieser Farbsaum durchaus stört, ob sich dieser mit Farbfiltern (z.B. gelb) so weit entfernen lässt, dass es für sie - subjektiv - wieder angenehm wird. Ich meine ausdrücklich normalpreisige Farbfilter und keine speziellen und teuren Band-Filter.

Wo wir schon beim subjetiven Empfinden sind: Ist der Farbfehler bei einer Qualitäts-Optik und gleicher Brennweite (1000 mm) bei 102 mm merklich größer als bei 90 mm Öffnung?
 

widato

Mitglied
Hallo aths!
Zarte Gelbfilter helfen natürlich gegen den Blausaum, wenn Dich dann der Gilb in Mond, Jupiter usw. nicht stört. Ich nehme lieber den Blausaum hin als einen gelben Mond. Wenn Du Vergrösserung gleich wählst ist es eigentlich egal ob Du durch 90mm oder 150mm beobachtest - vergleichbare Qualität vorausgesetzt.
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
 

Shadow

Mitglied
Hallo,
von "Korrektur" kann eigentlich keine Rede sein, hoechstens von einer "Unterdrueckung".
Der Farbfehler bleibt ja, wird nur durch den Filter zurueckgehalten.
Die Verwendung eines MV- oder Gelbfilters kostet dich natuerlich Kontrast.
Das ist am Mond kein Problem, denn der Schwarz-weiss Konrast bleibt erhalten.
Anders sieht es bei der Planetenbeobachtung aus, denn da ist Farbkontrast gefragt. (ein Gelbfilter am Jupiter oder Saturn ist echt ein "Detailkiller").
Ohne Filter werden die Sterne auch nicht in ihrer natuerlichen Farbe abgebildet sondern Ueberfaerbt.
Schau dir z.B. mal den Doppelstern "Albireo" in einem Fraunhofer an und anschliessend in einem APO oder Spiegel-
teleskop - welch ein Unterschied.

Seeja,
Lamont
 

Josef

Mitglied
Hallo!

Kannst Du mir bitte den Unterschied erklären.
Ich beobachte gern mit einem Freund, der hat einen 18" Birkmeier.
Ein Unterschied zu meinem Bresser Phoenix ist mir noch nicht aufgefallen ausser dass das Sternbild im Newton immer ein wenig mehr oder weniger zerfranst aussieht.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />
 

aths

Mitglied
Offenbar scheint so ein Filter um den Saum wegzukriegen nur eine Notlösung zu sein, die nicht wirklich befriedigen kann. Bliebe als Ausweg also nur noch, künstlich abzuschatten und so auf Licht zu verzichten.

Müsste es bei Spiegel+Linsen-Teleskopen (wie Maksutovs) nicht auch Farbfehler geben?
 

widato

Mitglied
Hallo aths!
Ich benutze einen Masutov-Newton. Am Mondrand bei über 350fach sind keine Farbsäume zu sehen. Hinter den gezackten Mondgipfeln ist ein rabenschwarzer Himmel. Rohrspecht hat mal doziert, daß die Meniskuslinse einen Farbfehler produziert, der jedoch ausserhalb der Sichtbarkeitsgrenze läge-und ich glaube unserem Rohrspecht.
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
www.widato.de
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Zusammen,

dem Rohrspecht glaubt da allein schon die Praxis...
Man braucht ja nur mal durch nen Mak durchzuschauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
Sind nette Apokillerchen und auch bei Öffnungen bezahlbar, bei denen APO-Fans Alpträume kriegen.

Clear Skies
Sven
 

aths

Mitglied
Arg. Ihr verunsichert mich alle :-( Beim Refraktor sind größere Öffnungen bzw. vernünftige Apos eh unbezahlbar, die kann man gleich ausschließen. Möglichst bildfehlerfreie Spiegel kosten aber auch eine Stange Geld und haben neben dem Auskühlproblem auch den höheren Wartungsaufwand. Da gibt es also mittlere Newtons, aber mit Koma, oder bessere Maksutovs, die dafür gleich mehr wiegen und noch schlechter auskühlen...

Der typische Einsteiger-Spiegel ist ja ein 114-mm-Newton. Farbfehlerfrei und wegen längerer Bauweise fast ohne Koma. Wenn ich das richtig sehe, kann ein 90-mm-Fraunhofer optisch durchaus mithalten: Kleine Farbfehler, aber kein Koma, und eben mit supereinfachem Handling. Ich nehme mir einfach mal vor, das mitleidige Lächeln über die kleine Öffnung gelassen hinzunehmen [crazy]
 

Mithridates

Mitglied
Selbst durchgucken!

Hallo aths,

Deine Verunsicherung ist verständlich.
Vor allem aber, weil Du (wieder mal) versuchst, ein Problem zu lösen, daß Du noch
garnicht (richtig) kennst. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Du möchtest Dir eine möglichst perfekte Optik zulegen. Das wollen wohl alle. Aber
um das beurteilen zu können, reicht es nicht zu wissen, daß es da einen Farbfehler
-wie auch immer geartet- gibt. Du solltest ihn mit eigenen Augen gesehen haben,
um dann entscheiden zu können, ob er Deine Entscheidung für das eine oder andere
System überhaupt beeinflußt.
Vielleicht schaust Du ja irgendwann mal durch ein Rohr, daß Du aufgrund irgendwel-
cher "Bildfehler" für Dich ausgeschlossen hast und stellst fest: "Huch, das ist ja alles
garnicht so schlimm wie ich mir das vorgestellt habe? Warum haben damals denn
alle von einem Bildfehler gesprochen? Den bemerkt man ja kaum?" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />
Oder auch nicht, wer weiß. Das herauszufinden sollte aber Dein Ziel sein, bevor Du
(viel) Geld ausgibst. Und da würde ich mich an Deiner Stelle nur auf meine eigenen
Augen verlassen und nicht auf das subjektive Empfinden anderer.

Und das mit der Öffnung... Ich werde nicht versuchen, Dich zu bekehren, weil ich
weiß, daß Du das mal gaaanz anders sehen wirst. Wirst schon sehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß,
Björn
 

aths

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Du solltest ihn mit eigenen Augen gesehen haben, um dann entscheiden zu können, ob er Deine Entscheidung für das eine oder andere System überhaupt beeinflußt.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Auf die Frage: Welches Teleskop? bekommt man also letztlich die Antwort: Entscheide selbst! (scherzhaft-übertrieben gesagt.)

Zum Selbst-durchgucken fehlen hier die Möglichkeiten. Ein Auto habe ich nicht. Die Orangeblauen von Albireo z.B. haben in ganz Deutschland irgendwo "Stützpunkte", nur in M/V keinen einzigen. Die nächste Sternwarte hat ihre "Öffnungszeiten" Dienstags und Donnerstag, was ziemlich schlecht ist, da ich ca. 60 km von ihr entfernt studiere. Internet-Recherchen führten leider nicht dazu, Amateurastronomen in meiner Umgebung zu finden.

Die Kaufentscheidung vorwiegend theoretisch anzugehen ist sicherlich nicht gerade ein optimaler Weg, aber auf jeden Fall besser als wenn ich wie bei meinem ersten Teleskop das kaufe, was im Laden steht und gerade bezahlbar ist.

Wenn eigentlich alle Besitzer eines 102 mm f/10-Refraktors von einem Farbfehler sprechen, so ist es doch recht wahrscheinlich dass ich ihn ebenfalls störend wahrnehmen werde. Durch das Kaufhaus-Teleskop leidensfähig geworden, werde ich mich über Farbsäume kaum grün und blau ärgern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> aber wie du schon geschrieben hast, sucht man eben immer die perfekte Optik für seine Ansprüche und materiellen Möglichkeiten.

Im Moment denke ich, mit einem neuen (aber von der Bedienung ja vertrautem) Refraktor weiter zu machen und wenn mich dann die Öffnungswut packt, kann ja irgendwann mal ein Spiegel in Erwägung gezogen werden. Der Refraktor würde dann auch nicht überflüssig, da er noch eingesetzt werden könnte wenn der Spiegel auf die richtige Temperatur gebracht wird.

Andererseits, hrr hrr, könnte man mit einem kleineren Spiegel anfangen um für Deep Sky was besseres als nur 90 oder 102 mm zu haben, und irgendwann 'nen Apo "nachzurüsten". (Apos sollten ihrer Preise wegen mit Luxussteuer belegt werden! :])
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Mithridates

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hi,

ich bin mir da garnicht so sicher, daß alle ihn als störend empfinden. Warum haben sie
sonst das Ding überhaupt (noch)?
Ich gebe aber zu, daß ich das auch nicht beurteilen kann. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Dein geographisches Problem ist allerdings verzwickt. Immerhin hast Du dort oben mit
Sicherheit bessere Sichtbedingungen als hier in Berlin. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ist zwar auch nicht um die Ecke, aber in Greifswald gibt's jetzt wohl einen Astrostammtisch.
Du könntest Jürgen zumindest mal kontaktieren. Vielleicht ergibt sich ja eine Möglichkeit.
Fragen kost' nüscht.

Im Übrigen habe ich mal mit 'nem grauenhaften Bresser-Newton angefangen und darüber
die Astronomie für über 10 Jahre abgehakt, bis mich dann irgendwann das Fieber wieder
packte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Und: Die Entscheidung ist schwer. Einen Rat geben werde ich dir nicht.
Nur so viel: ich habe mich zuletzt für einen 8" Skywatcher Dobson (Ui, der billige China-
Spiegel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) entschieden. Nicht zuletzt wegen des Preises. Ich habe es bisher nicht be-
reut. Und als ich damit dann den ersten Blick auf Saturn warf, hat es mich fast umge-
hauen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" />

Gruß,
Björn
 
Hallo Lamont,

Du schreibst: "ein Gelbfilter am Jupiter oder Saturn ist echt ein "Detailkiller"".

Zufällig will ich mir gerade ein paar Filter zulegen und lese auf der Webseite eines bekannten Händlers:
"Gelb: ... stärkt auch Atmosphärenstrukturen am Jupiter (großer roter Fleck..) ..."
und auch noch:
"Blau: ... Stärkt den Kontrast in den Bändern des Jupiters und Saturns ..."
und
"Orange: ....Am Jupiter und Saturn werden viele Details in der Atmosphäre enthüllt...."

Anscheinend kann man mit den Filtern nix falsch machen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Herzliche Grüsse
Rainer
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Angsthase...

Du, das ham wir doch schon breitgetreten, in einem Deiner Threads, daß ein Newton genauso scharf abbildet, wie ein mak, wenn der Newton nur mit kleinem Fangspiegel kommt - also ein F/8 Newton. Obwohl ich fest davon überzeugt bin, daß Du auch bei einem F/6 Newton nichts von Deiner Koma sehen wirst.

Also jetzt geh das mal so an: Wenn Du 1000 Euro für ein Teleskop ausgeben würdest, dann wäre es wohl doch mal möglich, für 50 Euro den Wagen voll zu tanken und die daraus resultierenden 2x 300 km Reichweite in einen Astro-Besuch umzusetzen.

GUCK ENDLICH DURCH! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Oder Du wirst in Unsicherheit sterben - ohne Teleskop!

Clear Skies
Sven
 

aths

Mitglied
Und Vixen bietet größere Newtons nur mit f/5 an. Arrrg. PS: Falls du mich mit dem Auto meinst: Ich hab keins. (Auch keinen Fleppen. Ja, sowas gibts.)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

**DONOTDELETE**

Re: Selbst durchgucken!

Hallo Mithridates,

weise gesprochen!Das mit den eigenen Augen sollte sollte sich wirklich jeder in Golbuchstaben über den Kamin meißeln lassen,oder in Goldbronze,das ist billiger <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich weis noch,wie ich mein erstes Weitwinkelokular gekauft habe.Jemand hatte das schon an seinem Teleskop "getestet" und für gut befunden.Nun hatte ich schon mal davon gehört,daß es da wohl einen Zusammenhang zwischen dem Öffnungsverhältnis und der Randschärfe geben solle.
Also habe ich den Astrohändler gefragt ob denn das Okuklar bei f/6 gut brauchbar sei:
"Natürlich,kein Problem".
Aber was für ein Reinfall,die Sterne waren nur im innersten Drittel des Gesichtsfeldes scharf <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" />
Da wußte ich,daß es da einen Zusammenhang gibt.
Ein Freund konnte es am f/13 Refraktor gut einsetzen,was meinen finanziellen Verlust in Grenzen hielt.

Seit dem kaufe ich nur noch Zubehör,welches ich an meinem Teleskop vorher ausprobieren konnte.

MfG,Karsten
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hi aths,

hmmmm....hmmm....
Also, nicht, daß mich das kalt ließe.
Also wie ist dem beizukommen?

Ich kenne Deine finanziellen Möglichkeiten nicht. Eines ist mir mal ganz sicher: Ein 150er Maksutov Cassegrain von Intes auf einer Montierung der GP-Klasse, der würde die Anschaffung eines APOs vom Beobachten her richtung unnötig verschieben. Es geht damit auch schon viel DeepSky, das hat auch was.

Bei all Deinen Zweifeln - ich glaube, daß wäre exakt das richtige Gerät.
Ein 102er Refraktor von Vixen, damit machst Du auch nichts falsch. Nur glaube ich, daß dann in einiger Zeit doch noch ein anderes Planetengerät dazukommt.
Hmmmm....
Mein 90/1000 gefällt mir ja auch sehr gut. Nur sind zum Beispiel Sonnenflecken damit meistens blau, weil sie eben vom Blausaum überdeckt werden. Ich bin so ein Spiegelnarr, mich stört das.
Klaro, die Vixen Spiegelteleskope gehen alle mehr in Richtung fotografie, aber auch in Richtung visuelles DeepSky, wofür man eigentlich mit f/6 und darunter richtig liegt. Sonst bekommt man die 7mm AP z.B. für Galaxien nicht hin. Deshalb liegst Du, was Vixen-Geräte angeht mit dem Refraktor schon richtig.

Nur gibts ja eben auch Spiegel für Planeten - das ist nicht so Vixens Marktbereich, aber die Intes Teleskope haben hervorragende Optiken und sind mechanisch sehr robust. Leider sind sie auch recht schwer, weshalb man für den 150er Maksutov Cassegrain wirklich eine GP-Klasse-Montierung veranschlagen muß. Aber eine GP scheinst Du ja ohnehin zu planen.

Ich glaube (und mehr kann ich da nicht leisten), daß Du mit einem 150mm Mak wirklich daß Teleskop bekommst, was Du Dir von den Beobachtungswünschen vorstellst.

Clear Skies
Sven
 

aths

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Mein 90/1000 gefällt mir ja auch sehr gut. Nur sind zum Beispiel Sonnenflecken damit meistens blau, weil sie eben vom Blausaum überdeckt werden. Ich bin so ein Spiegelnarr, mich stört das.

Bei Wolfi gibts einen Hellgelb-Filter für 15€, sowas würde ich mir für einen Refraktor dann ohnehin anschaffen. Lieber falschfarbende und etwas dunklere Sterne als welche mit Saum. (Oder man gönnt sich gleich einen Minus Violett Filter)

Ist eine 6-Zoll-Russen-Optik schwerer als ein Vixen 4-Zoll-Refraktor f/10? BTW, nenn es Übervorsichtigkeit oder Dummheit, eine Russenoptik würde ich wohl erst dann kaufen, nach dem ich selbst durchgeschaut habe.


Ich kenne Deine finanziellen Möglichkeiten nicht.

Ich kenne meine so ganz konkret auch noch nicht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Bis Weihnachten denke ich sind ca. 1100€ drin, bis März vielleicht bis zu 1700€. Danach gäbe es allerdings auch eine längere Durststrecke, wo sich kaum was sparen ließe. Zwar ist es ein alter (vielleicht hirnrissiger) Traum, mal 4500 DM (jetzt also 2300 €) für ein komplettes, "richtiges" Teleskop auszugeben, aber nach dem ich diesen Sommer einen etwas höheren Betrag als den genannten für PC-Technik verballert habe (dessen Wert ja sehr schnell abnimmt) suche ich wohl doch erst mal eine kleinere Variante zum Einstieg. Mit 2300€ ließe sich natürlich richtig was anfangen. Bis dahin wäre es aber wohl Weihnachten 2003. Und solche Beträge wäre ich ohnehin nur bereit zu löhnen, wenn ich dasselbe Gerät zuvor selbst testen dürfte.

Wenn man mit einem kleineren Gerät dann aus irgendwelchen Gründen doch unzufrieden ist, bliebe bei einem Wiederverkauf der absolute Verlust (also der Betrag in €, den man Miese macht) in Grenzen.

Die Wut hat mich aber jetzt wieder gepackt und ich bin sicher du weißt wie es ist, wenn man juckrig ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Die Begeisterung ist auf jeden Fall da. Ich bin sauer dass ich wegen der Wolken nicht mal mein Schrott-Teleskop einsetzen kann.

Mit 90 oder 102 vergüteten Millimetern und brauchbaren Okus würde ich in jedem Fall deutlich mehr sehen als durch meine Gurke. Bislang las ich von niemandem, dass er den Kauf eines dieser Vixen-Geräte bereut hat. Das einzige Problem wäre jetzt nur noch: Diese Neugeräte übersteigen das Budget. Da muss ich mir was einfallen lassen...

edit: Halt. Ich vergaß da einen Posten. Bis Weihnachten sind 1400€ drin (sofern mein Kumpel endlich den Rest meines alten PCs abbezahlen kann.) Freu, freu... Zum gleichen Preis wären dann auch newtonsche 6" Öffnung von Vixen drin. Es ist ein Kreuz <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Hält eine GP-Montierung einen 6-Zoll-Spiegel mit dem 90M als Leitrohr? (Nicht zum Fotografieren, sondern um keine zusätzliche Montierung zu brauchen.)

edit2: Ich schreibe zu viel und beobachte zu wenig :sulkoff:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Sven_Wienstein

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hi aths,

das mit dem Leitrohr ist großer Quatsch. Da kaufst Du Dir eine zusätzliche GP-Schiene für ein paar Euro und wechselst binnen 20 Sekunden von R150S auf 90M und wieder zurück. Da belastet man doch die Montierung nicht mit zwei Teleskopen, wenn man eh nur durch eines guckt.
Tragen tuts die GP aber wohl doch.

Clear Skies
Sven
 

beam_me_up

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hallo aths,
da hilft nix, wenn du wirklich nicht probieren kannst (oder willst?), dann noch dieses hier: Die eierlegende Wollmilchsau gibt's auch bei Teleskopen NICHT.
Du sollstes folgendes bedenken:
Willst du vorwiegend
A: DeepSky beobachten
B: Mond Planeten und Sonne ins Visier nehmen oder
C: von allem ein bisschen, dann aber halt bei allem mit etwas Kompromissen leben.

A: heisst (zum 10000. mal!) OEFFNUNG will heissen Spiegel. Das mit der Kollimiererei muss halt sein, ist aber nicht soooo schlimm, da gibts für mehr Geld halt auch bessere Mechnik

B: heisst Apo oder wenn das zu teuer ist ein Fraunhofer. Ab f12 musst du bei denen die Farbsäume dann auch sehr gut suchen (natürlich nicht vom Billigstwarenhaus) Bei Mond, Planeten und Sonne sind 90 oder 100 mm weniger entscheidend, als die gute Qualität der Optik, und es gibt sehr gute Fraunhofer!

C: Das wollen viele, Dies erklärt den Siegeszug der Katadioptischen Systeme wie Maksutov oder Cassegrain. Aber eben, die Nachteile bei denen kennst du ja selbst.

Mein Tip: Kaufe dir einen GUTEN Fraunhofer f12 und beginne erst mal mit Planeten Mond und Sonne. Doppelsterne trennen kann man natürlich auch und mit 90 mm Oeffnung findest du ALLE Messierobjekte und vieles andere. Das Beschäftigt dich sicher eine Weile.

Zur Diplomarbeit gibts dann die Lichtkanone für fortgeschrittene DeepSky-Arbeit. Das macht die Anschaffung des Fraunhofers NICHT überflüssig, sondern ergänzt sie!

Wer behauptet man braucht nur ein Teleskop? Das funktioniert eh nicht. Der schnelste Ferrari nützt die nichts wenn du Orangen von Sizilien in den Norden transportieren willst.
Das gute Linsenteleskop wäre hier der Ferrari und der Newton wäre der Güterzug
Grüsse
Peter
 

aths

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Mein Tip: Kaufe dir einen GUTEN Fraunhofer f12 und beginne erst mal mit Planeten Mond und Sonne. Doppelsterne trennen kann man natürlich auch und mit 90 mm Oeffnung findest du ALLE Messierobjekte und vieles andere. Das Beschäftigt dich sicher eine Weile.

So ungefähr habe ich das auch vor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 

widato

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hallo aths!
Ein münchner Astrohändler, hat z.B. f12 oder sogar f15 FH- Refraktoren mit den von Dir bevorzugten japanischen Optikkomponenten, die justierbar sind und mit 102mm Öffnung (praktisch) keinen Farbfehler mehr aufweisen. So ein Gerät ist etwas teurer als kurzbrennweitige Massenware hat aber auch einen guten Wiederverkaufswert. Lästig ist allein die Baulänge, die ein besonders hohes Stativ und eine gute Montierung verlangt. Viel kürzer und von ausgezeichneter Qualität sind die Intes und Intes Micro Maksutov-Cassegrain-Teleskope. Da bekommst Du zum gleichen Preis volle 6zoll Öffnung bei Farbfehlerfreiheit, planem Bildfeld und Fototauglichkeit. Investiere eine Reise zu einem Telskoptreffen, bei dem man auch mal durch die Röhren schauen darf und quetsche die Leute aus. Mache Dir ein Bild. Kauf Dir ein Telskop, das Du eventuell ohne grössere finanzielle Einbusse wieder verkaufen kannst, sollte es Dir nicht zusagen. Jeder hat schon Teleskope weiterverkauft-das ist nicht strafbar! Oder hat mehrere Geräte. Ich habe z.B:
Eine Russentonne für Reisen auf einer EQ1 und zur Sonnenbeobachtung und SoFi und MoFi-Fotografie. Einen 90mm f11-Refraktor für schnell mal zuwischendurch, wenn das Wetter nicht 100%ig mitspielt. Einen 150/1200-Refraktor über 2"Okus für Sternfelder bei rund 40fach und einen grösseren, 7zölligen Maksutov-Newton für Planeten und Mond.
Du siehst, Teleskope kann man garnicht genug haben und es ist wurst, welches Du Dir zuerst kaufst....
Sternklare Nächte
Berthold vom WIDATO
eine ALBi REO -Station deines Vertrauens*
*wenn Du mal in Wiesbaden bist, darfste mal durch den Russen schauen-da werden Deine Zweifel =0.
 

Nikita

Mitglied
Hallo Aths,
wie von Anderen bereits gesagt, ein Filter, welcher den Farbsaum unterdrückt, nimmt auch zwingend Details des beobachteten Bildes weg. Dass die Händler Filter anbieten, welche an Planeten wie Saturn und Jupiter Details HERVORHEBEN können, liegt einfach daran, dass diese Filter auch an farbreinen APO´s, an farbreinen Newtons und an farbreinen Maksutovs eingesetzt werden könen/sollen.

Nimmst Du jetzt einen Fraunhofer, verpasst diesem zuerst einen Gelbfilter gegen den Blausaum, dann einen Rotdilter wegen der besseren Sichtbarkeit der Planetendetails hast Du in der Summe NIEMALS eine besseres Bild als komplett ohne Filter! Jede optische Fläche im Strahlengang, sei es ein Filter, ein Zenitprisma oder ein Okular "verschlechtert" die absolute Leistung einer Optik mehr oder minder stark. Der Farbfehler ist (wenn überhaupt) nur über eine recht lange Brennweite (ab ca. 1:20 bis 1:25 - bei den "klassischen" Fraunhofer) oder durch aufwendige optische Konstruktionen am Ende des Strahlenganges tatsächlich unter die Wahrnehmungsgrenze zu drücken/korrigieren. Filter KORRIEGIEREN nicht sondern UNTERDRÜCKEN!
Um die ewigen Zweifel Deinerseits etwas zu zerstreuen, NIMM BITTE EINEN MAKSUTOV! Die russischen INTES-Optiken haben nichts mehr mit der gefürchteten "Russenqualität" aus den Zeiten des Kalten Krieges gemeinsam, sondern zählen mittlerweile zu den besten Optiken überhaupt und brauchen, was mechanische Verarbeitung, Finisch und Abbildungsqualität angeht, weder Meade, noch Vixen oder gar Takahashi zu fürchten. Eine INTES-Optik ist schon optisch in der Oberliga anzusiedeln, bei allerdings nocht recht mederaten Preisen. Ein gebrauchtes MK 66/67 gibt es hier oft für ca. 600 bis 800 EUR zu haben, eine dazu passende EQ5, sogar mit RA-Motor wurde vor 4 Tagen für EUR 250 angeboten. Ich selbst habe einen Intes (6" f/14), einen 8" und einen 4,5" Newton, einen 8" f/12 SC und einen 6" f/8 Fraunhofer - aber wenn es um Planeten geht wird nur noch der Intes (auf der EQ5) eingesetzt. Die Qualität ist umwerfend, da kommt kein mir bekannter Fraunhofer (sofern kein APO) wirklich von der Abbildungsqualität mit! Vixen-Refraktoren der Nicht-APO-Klasse mit eingeschlossen!

Gerade wenn auch Handlichkeit, Transportabilität und Preis eine Rolle spielen- INTES Mak! 48cm lang, ca. 5kg schwer, mit der EQ5 zusammen und einem 2,5kg Gegengewicht sogar noch "am Stück" und zur Not (es geht wirklich!) auf dem Fahrrad transportabel, allerdings sollte man der Monti ein stabiles Holzstativ gönnen!
 

Shadow

Mitglied
Hallo,

was da zum Blaufilter steht, kann ich bestaetigen, anders aber beim Gelb- und Orangefilter.
Stell Dir mal in der Saturnatmosphaere ein hellgelbes Wolkenband neben einem orangen Wolkenband vor. Jetzt schraubst
Du ein Orangefilter ein und Voila, beide Baender haben nun die selbe Farbe und sind nur noch als eins zu sehen.
Ein Gelbfilter liesse sie zwar noch als zwei Baender erkennen, aber auch nur mit dem selben Kontrast wie ohne
Filter.
Kannst Du mir folgen?
Genauso sieht es am Jupiter aus, nimm mal einen Rotfilter und such den GRF, weg isser.
Ein Gelb- oder Orangefilter bringen hier auch keinen hoeheren Kontrast, ein Haendler der das behauptet, luegt.

Bunte (nicht kuenstlich eingefaerbte) Gruesse,
Lamont <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 

Lorchi

Mitglied
Re: Selbst durchgucken!

Hallo Freunde,

wenn ich da mal etwas zur Verwirrung beitragen dürfte... neulich ist ein bekannter Münchner Astrohändler <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> umgezogen und hat Rabatt gegeben. Mit weiterem Verhandeln kam dann folgendes raus:

für gut 1700 Euro (soviel wie Du bis März hättest) gab es einen Skywatcher Newton 8" (200/1000) auf einer EQ-6 Montierung mit 32mm Erfle Okular, einem 17mm und einem 7,5mm SP, mit einer 1,5x / 2x-Barlowlinse, einem Komakorrektor, Okularprojektionshülse, T2-auf-Bajonettadapter für meinen Fotoapparat und einen Justierlaser und Sonnenfilterfolie.

Einen Okularkoffer und die obligatorischen Bücher gabs dann zum Geburtstag.

Ob ich zufrieden damit bin? Das ganze war lange Jahre mein Traum, und nun bin ich eingestiegen. Toll dachte ich, als ich das ganze in meinem Wohnzimmerchen aufgebaut hatte, sieht imposant aus. Ein Blick auf die nächste Kirchturmspitze war sehr enttäuschend, und ich bin auf den Trichter gekommen, daß man vielleicht mal etwas über die Justierung lernen könnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Nach der Justage habe ich dann Jupiter und Saturn gesucht... das Seeing war nicht so toll, leicht diesiger Münchner Nachthimmel eben. Aber mich hats (first Starlight!!) schon umgehauen. Die Cassiniteilung war mit viel Phantasie erahnbar, und beim Jupiter habe ich drei Bänder in der Mitte auseinanderhalten können. Fazit: ein paar Filter müssen ran, dann geht da vielleicht auch bei Münchner Himmel noch mehr.

Habe selber auch kein Auto, dummerweise, aber ich konnte einen Freund so dafür begeistern, daß er demnächst fahren wird, wenn ich ihn durchschauen lasse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Also das Koma sieht man so erstmal nicht. Der Komakorrektor ist dann zum Fotographieren. Und ich behaupte, daß man diesen Preis auch so irgendwie hinbekommt, mit einem Vorführgerät z.B. Also ich geb's nicht mehr her <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Nur die Transportabilität ist schon an der Grenze...
 
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