Filterrad + Skywatcher 150/750 = Okularauszug zu lang/groß | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Filterrad + Skywatcher 150/750 = Okularauszug zu lang/groß

Hobbl2

Mitglied
Guten Tag,

ich hoffe ich hab das richtige Unterforum erwischt ....

Zum Problem:
1.) Ich bin blutiger Anfänger was Teleskope angeht...
2.) Ich kenne keinen im näheren Umkreis von 97215 Uffenheim den ich das fragen könnte...

... und nun zum Hauptproblem:

3.)

Ich habe das "Skywatcher Teleskop N 150/750" (welches mit der Star Discovery Montierung verkauft wird; s. Bild).
Skywatcher-Teleskop.jpg
Hierzu hab ich mir ein Filterrad besorgt, welches aber nun so stark am Okularauszug aufträgt dass ich nicht mehr anständig fokusieren kann.
Ich müsste mit dem Okularauszug weiter ins Teleskop rein, aber dann kommt der Anschlag ....

Nun war der Gedanke dass ich mir einen kürzeren Okularauszug an das Teleskop montiere, aber ich finde nur wenig Informationen über:
a) Länge bzw. kleinster Abstand zum Teleskop (gibt es da ne Norm oder wieso steht das so gut wie nie dabei?)
b) muss man dann am Hauptspiegel oder Ablenkspiegel anpassen oder kann ich das aufs "alte Loch" vom jetzigen Okularauszug anflanschen ohne da etwas ändern zu müssen?
c) hat jemand schon mal so einen Umbau gemacht bzw. was hätte ich für Alternativen zum Umbau?
(Reducer würde ich nur ungern benutzen, da 1. weniger Licht und 2. der ganze Aufbau mit Filterrad, Reducer und Okular zu lang und schwer wird; außerdem wüsste ich nicht mal mit welchem Faktor ich den bräuchte....)


IMG_20200730_161812.jpgIMG_20200730_161900.jpg
Vielleicht weiß jemand Rat oder einen Teleskop-Shop in meiner Nähe ... auch über andere Sternenkucker aus der Nähe würde ich mich freuen um einfach mal mit jemand zu reden der das gleiche Hobby hat.

Vielen Dank schon mal vorab

Hobbl
 

Radfahrer

Mitglied
Hallo,

ein Filterrad hat ca. 20mm Dicke. Wieviel mm fehlen denn intrafokal? Die kürzesten Okularauszüge haben ca. 50mm Bauhöhe. Wird nicht billig. Alternativ den Hauptspiegel versetzen, ob der Aufwand lohnt?

Normalerweise nimmt man bei einem Newton einen Filterschieber der innen notiert wird.

Gruß Uwe
 

Hobbl2

Mitglied
Danke für die schnelle Antwort.

Wieviele mm fehlen kann ich jetzt gar nicht genau sagen, aber gefühlt sind es unter 10mm; es ist kurz davor scharf zu werden aber genau kann ich da keine Angabe machen.

Zum Auszug:
Ich glaube dann hab ich schon einen von den kurzen Auszügen ... hab mal versucht das im Bild einzuzeichnen; ich hoffe man kann es erkennen. Weiß nur nicht genau wo ich messen muss.
InkedMaße2_LI.jpg

Hab auch schon überlegt den Auszug oben etwas abzufräsen/schleifen (blaue Linie).

Die Filterschieber habe ich auch schon mal gesehen, aber mein Okularauszug ragt ziemlich weit ins Teleskop ... ist der dann nicht im Weg?
IMG_20200730_181754.jpgIMG_20200730_181822.jpg
 

Antares

Mitglied
Hi
das wird nichts. Es wäre besser gewesen vorher zu fragen.
Wenn Du kannst gibt alles zurück und mach die erst mal schlau vor dem Kaufen.
Klingt drastisch, kann ich aber nicht anders sagen.
Der Newton hat einen lausigen Auszug, zu dicke Fangspiegelstreben und hat hinter dem HS einen festen Deckel, wenn ich mich nicht irre. Dieser läßt weder Luftzirkulation also Auskühlen zu und, und das ist das Wichtigste, sorgt dafür dass der Hauptspiegel nicht justierbar ist.
Sollte die Rückseite anders aussehen zeig sie mal bitte.
Falles aber zu ist, dann wird hier mit viel Schnickschnack Wifi etc eine Fehlkostruktion verkauft.
Google das mal. ich meine hier gab es dazu auch Diskussionen, genau dazu.
Ich hoffe für Dich , dass ich mich in dem Punkt irre. Aber wenn es das ist was ich denke, bringt es nix das schön zu reden, sondern da bin ich auch für klare Worte.
Viel Erfolg
CS
 

Hobbl2

Mitglied
Das Teleskop hab ich bereits seit 2 Jahren und bin eigentlich zufrieden damit, nur das Filterrad ist neu und das kann ich verschmerzen ....

Wäre nur schön gewesen nicht jedes mal das Okular heraus zu nehmen und den Filter zu wechseln .....
 

Michael_Haardt

Mitglied
Ich weiss nicht, wieviel zusätzliches Gewicht Deine Montierung verträgt. Falls da noch Reserven sind, wäre evtl. ein 2" OAZ eine Lösung. Die sind meist tief und je nach Fangspiegel hast Du schon genug Feld dafür. Ansonsten kann das Filterrad durch sein Gewicht Probleme machen.

Der Kommentar zu den Fangspiegelstreben ist richtig: Mit einer Spinne mit dünnen Streben wird das Bild deutlich besser. Das kann man ändern. Falls der Hauptspiegel nicht offen liegt und justierbar ist, dann sollte man das auch ändern.

Man kann am OAZ-Gehäuse vermutlich ein wenig wegnehmen, wie Du schon eingezeichnet hast. Das Gewinde vom Endring hat auch noch ein wenig Luft und vielleicht kann man auch den Ring noch 1 mm kürzen. Sollte der schwarze Aufsatz innen mehr Gewinde als nötig haben, so könnte man auch den kürzen. Ich habe sowas mal bei einem Skywatcher OAZ gemacht und ihn von 108 mm über Tubus auf 82 mm gebracht, bevor ich auf einen 2" OAZ wechselte.

Michael
 

halbetzen

Mitglied
Das Gerät ist eine ziemliche Baustelle: Wahrscheinlich ist der Tubus selbst zu schwach um einen vernüftigen Okularauszug stabil zu halten. Deshalb ist auch die Fangspiegelspinne mit so fetten Verstrebungen eingebaut. Sie stabilisiert den vorderen Tubus wenigstens soweit, daß ein primitiver Okularauszug genügend Halt hat.
Eigentlich kein guter Konstruktionsentwurf. Hoffentlich sind die Spiegel wenigstens von ausreichend guter Qualität. Dann könnte man darüber nachdenken, nach und nach das ganze Teleskop neu zu bauen. Und beim Teleskop selbst hört das ja noch nicht auf. Stativ und Montierung erscheinen mir ebenso schwach.
Was für Filter wolltest du den im Filterrad einsetzen?
Grüße
Dietrich
 

Hobbl2

Mitglied
Der Gedanke hinter dem Filterrad war verschiedene Filter innerhalb kurzer Zeit zu wechseln ohne das vorherige Ergebnis durch die manuelle Umbaumaßnahme zu vergessen. Ich wollte den direkten zeitnahen Vergleich zwischen den Filtern haben ohne zu viel Zeit durch Abschrauben, Anschrauben, neu aufs Objekt ausrichten und Fokusieren zu verlieren.

Filter sind Mond, Light Pollution, UHC, und diverse Farbfilter

ABER ... je länger ich hier mitlese desto mehr hab ich Lust mir ein anständiges 8" oder 10" Dobson zu holen.
Obiges Teleskop war dafür gedacht meinen Kindern den Mond und die Planeten zu zeigen, ohne dass diese aus dem Fokus fliegen ... dafür hat es seinen Zweck auch erfüllt.
Nun da ich aber selbst Geschmack gefunden habe werd ich wohl demnächst mal ein bisschen einkaufen müssen... :p

P.S. das kürzen des Okularauszugs, wie im Bild gezeigt, hat auch noch nicht ausgereicht.
Nach längerem Suchen im Internet hab ich zwar eine Kombination aus 1,25" Crayfordauszug und T2 Adapter gefunden mit dem ich den benötigten Abstand zusammen bringen würde, aber mit ca. 110.- € ist mir das für einen Umbau bei zusätzlich geplanter Neuanschaffung des Dobsons zu teuer (würde das Dobson nicht im Hinterkopf "hier" schreien, würd ich es mir vielleicht überlegen...)

Frage dazu (und leichter Themawechsel): Skywatcher Skyliner-250PX Pyrex 254mm 1200mm Dobson Teleskop oder
Skywatcher SkyLiner-200P Classic Dobson 203mm 1200mm f/6 Newton Pyrex mit zusätzlichem "Push-to" Umbau .....
spricht da was dagegen oder hat da jemand schon negative Erfahrungen mit gemacht?
Und wie wichtig ist euch eine 1:10 Untersetzung am Crayford? Braucht man die bei optischer Betrachtung oder wird die erst bei der Astrofotografie interessant?
 

Michael_Haardt

Mitglied
Ich würde bei der Konstruktion nicht von Absicht ausgehen. Diese Fangspiegelhalterung gibt es schon sehr lange am Markt und wurde bestimmt nicht für dieses Teleskop neu entwickelt. Es kommt oft vor, dass sogar die Bohrlöcher von Fremdteilen passen. Mit etwas Glück findet man eine fertige Fangspiegelhalterung für den Tubus, die man nur austauschen muss, was dann auch ein klein wenig Gewicht sparen könnte.

Die Montierung wird auch einzeln verkauft und soll bis 5 kg tragen. Ein normaler 150/750 Tubus wiegt 5,3 kg. Nun gibt es hier eine einseitige Befestigung und keine Rohrschellen, d.h. man ist genau am Limit. Ein Filterrad wiegt sicher ein paar Hundert Gramm und damit wird die Sache etwas schwingungsempfindlicher, aber geht vermutlich noch, nur ein schwerer OAZ ist dann eher nicht mehr drin. Die 2" OAZ werden gerne sinnlos massiv und schwer statt nur steif gebaut. Von daher erscheint mir die Kürzung des OAZ, sofern machbar, am sinnvollsten. Alternativ könnte man schauen, einen anderen leichten OAZ zu kaufen, z.B.:


Der ist für einen kleineren Tubus gemacht, d.h. vermutlich muss man die Basis anpassen. Viel Geld für so ein billiges Teil, und sonst gab es die gerne auf Ebay, aber da ist seit einer Weile Ebbe.

Michael
 

Michael_Haardt

Mitglied
Wenn es nur noch an wenigen Millimetern liegt, dann kannst Du den Hauptspiegel über Justierschrauben noch ein klein wenig näher an den Fangspiegel bringen.

Bei Lust auf mehr ist ein ganz neues System sicher die sinnvollste Lösung.

Michael
 
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