Firma "Uniwersal" aus Polen | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Firma "Uniwersal" aus Polen

hasebergen

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Moin neulich bin ich - klaro via "Kleinanzeigen" - an einen dicken Newton rangekommen ... 250/1500mm .. parallaktisch montiert und richtig "fett". Das erste Bild hier vermittelt nur unzureichend die Dimensionen des Gerätes .. allein der Tubus wiegt einen halben Zentner, hat einen Durchmesser von ca 320mm und eine Höhe von ca. 1500-1600mm. Wand ist aus ca. 7mm Material (was auch immer). Das Teleskop scheint für die "Ewigkeit gebaut", wenn man sich z.B. die Sucherbefestigungsschrauben anschaut: M8er-Imbus sind das. Da hiess es wohl: einmal justieren, festmachen und dann zur ersten Landung der Vulkanier bei Zephrem Cockrane 2063 nochmals nachschauen, ob sich da was verstellt hat ;-)

Die Montierung sieht ungefähr so aus, wie man es von den US-amerikanischen Newtons der 50/60er Jahre kennt: zentrale Säule, drei Ausleger und alles ... schwer. Ist aber kein "Ami", sondern dieses Gerät wurde bei unseren polnischen Nachbarn gefertigt: Firma: "Uniwersal" (Die soll es wohl seit Mitte der 80er geben) aus der südpolnischen Stadt Zywiec; siehe Bepper.

Diese Firma kannte ich bis dato nicht. Im Netz findet man zwar eine Seite, die auf diese Firma verweist. Nur bietet die - neben einigen Spezialteilen - die übliche bekannte Teleskopware an, die auch hier an jeder Ecke zu finden ist (*gääähn*).

Meine Frage in die Runde: hat jemand von Euch Materialen, Links bzw. Informationen zu den älteren/alten Teleskopen dieser Firma. Oder hat jemand hier selbst so ein älteres Gerät von "Uniwersal" aus Polen?

Greetzle Hannes
 

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Stefan_Lilge

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Hallo Hannes,

ich hatte mir zur Marsopposition 2003 bei der Berliner "Teleskopschmiede" (gibt es nicht mehr) einen klassischen Cassegrain von Uniwersal gekauft, wenn ich mich recht erinnere 170mm Öffnung und 2800mm Brennweite. Frank (der Betreiber der Teleskopschmiede) hatte damals ziemlich viel von Uniwersal im Angebot, so richtig erfolgreich war er damit aber wohl nicht...

Der Cassegrain hat mir am Mars etwas mehr Details gezeigt als mein damals zumindest für Deep Sky als sehr gut empfundenes C8, die Optik ist also vermutlich recht gut. Dafür ist der Okularauszug Vollschrott, nur grob verstellbar und wackelig. Und mit Webcam kam man nur in den Fokus, wenn man gefühlt 20cm T2-Zwischenringe eingebaut hat.

Bin jetzt gerade zu faul dazu, ein Foto hochzuladen, das Ding liegt seit 2003 irgendwo in einer Kiste in meinem Keller ;-)
 

hasebergen

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Moinsen Stefan, da hast ein Gerät, was besser sein soll als ein 3cm mehr Öffnung habendes C8- im Keller liegen? Chapeaú ;-) Keine Lust mehr, das Gerät einzusetzen?
Wenn Du mal Lust & Zeit hast, kannst ja doch mal ein zwei Phottis machen und die hier hochladen. Und hast Du noch irgendwelche Materialien zu dem Teleskop?

Greetzle Hannes
 

Stefan_Lilge

Mitglied
Hallo Hannes,

ich hänge ein paar Bilder an, im Keller aufgenommen, also nicht auf die Spinnen im Hintergrund achten ;-)
Nähere Infos habe ich leider nicht. Nur dass der eingebaute Lüfter des Cassegrain ein Sonderwunsch des Importeurs "Teleskopschmiede" war, der war in der Standardserie nicht vorhanden.
Ich bin reiner Deep Sky-Fotograf, da ist ein ca. f/17 Gerät nicht so hilfreich :) Und seit vielen Jahren habe ich ein 10" Meade ACF, glaube nicht dass der Cassegrain mit der nun doch deutlich größeren Öffnung mithalten kann.
 

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hasebergen

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Moin Stefan, danke für die Bilder ... Ja, das ist diese "Landmaschinen-Bauweise" ;) - massiv, grobschlächtig und quasi für die Ewigkeit gebaut. Natürlich darf man nicht ausser acht lassen, das seinerzeit (80er/90er) in Polen der Zugang zu heute bekannten Leichtbaumaterialien eher schwer war ... aber was mich ärgert (zumindest an meinem Newton) versuch mal (nee lass mal eher :)) die Hauptspiegelhalterung nach Ausbau wieder einzubauen. Da haben sie echten Mist konstruiert. Ich hatte das nach Sichtung des Spiegels (muss neu verspiegelt werden) am meinem Eimer neulich gemacht ... ne dreiviertel Stunde zwischen "Verkanten", "die richtige Position (Befestigung der Imbussschrauben) finden" und die ca 10 Kilo schwere Fassung mit Spiegel da überhaupt mal wieder reinbekommen. Leider bietet die Fassung überhaupt keine Möglichkeit, das man irgendwo mit den Händen steuernd brauchbaren Halt finden kann :mad:. Ich konnte da etwas mit zwe Neodym-Magneten abhelfen (wobei die eigentliche Fassung - Murphys Drecks-Law - natürlich nicht magnetisch ist (nur die Imbusschrauben zur HS Justierung). Aber - zum Optischen: vorausgesetzt, die optische Qualität stimmt, muss der 170er doch ein hervorragendes Planeten, Doppelstern und Mondgerät sein. Eigentlich zu schade für den Keller ;-) Greetzles Hannes
 

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