Fleck auf Linse | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Fleck auf Linse

Sagittarius_A*

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Hallo,

Ich habe heute das Objektiv meines zuletzt erstandenen Apollo Achromaten geöffnet da die Linsen stark verunreinigt waren.
Habe zuerst mit Blasebalg und dem Pinsel des Lenspen grobe Partikel entfernt. Dann habe ich auf einer Linse so komische Flecken/Abdrücke entdeckt.
Habe versucht den Fleck mit etwas Linsenreinigungs Spray von Zeiss und einem Kosmetiktuch zu entfernen, half aber nichts.
Danach noch mit dem Lenspen aber das gleiche Resultat.
Hat noch jemand eine Idee was ich noch tun könnte?

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Danke und CS,
Florian
 

komposer

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Hallo Florian,

ich hatte mir mal für hartnäckige Verschmutzungen aus der Apotheke eine kleine Flasche reines Isopropanol abfüllen lassen.
Im Anschluß gehe ich aber nochmal mit destillierten Wasser hinterher.

Sind die Stellen denn glatt oder sind es vielleicht Abschürfungen.

Gruß,
Holger
 

Sagittarius_A*

Mitglied
Hallo Holger,

Es sind keine Abschürfungen, die Linse ist glatt. Man sieht es nur wenn man etwas schräg auf die Linse schaut.
Sieht aus wie Rückstände von einem Reinigungsmittel.

Gruß,
Florian
 

Schmitti

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Hallo Florian,

wenn die Flecken, die man auf dem Foto ja schon suchen muss, mit Isopropanol nicht verschwinden, dann ignorier sie einfach. Ich glaube nicht, dass sie die Abbildung wirklich beeinträchtigen.

Hoffentlich hast du dir beim Auseinanderbauen markiert, welche Linse wie herum wo war. Das wird bei Fraunhofer Objektiven gerne wieder falsch zusammengesetzt und dann lässt die Abbildung peinlich nach. Im Übrigen wäre das jetzt auch die gute Gelegenheit die Linsenkanten mit einem Edding zu schwärzen.

CS Gerhard
 

FrankFu

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Hallo Florian,
dann ignorier sie einfach. Ich glaube nicht, dass sie die Abbildung wirklich beeinträchtigen.
Sehe ich auch so... ich habe das bisher bei meinen „Reinigungen“ auch so gehandhabt, da ich davon ausgehe, dass kräftiges Wischen, Reiben etc. Das Problem eher verstärken als verbessern würde.
Also lieber erstmal schauen, ob Dir das visuell am Bild auffällt, dann kann man immer noch überlegen, was noch versucht werden kann.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 

Sagittarius_A*

Mitglied
Danke für eure Antworten.
Ich habe mir bereits gedacht dass ich das eher nur verschlimmbessern kann deshalb hab ich es wieder zusammengesetzt und warte die nächste Beobachtung ab.
Ich hoffe zumindest ich habe es richtig zusammengesetzt. Habe leider vergessen das zu markieren und nach dem Schema von Fraunhofer Objektiven wieder zusammengesetzt.
Zur Not muss ich eben nochmal aufmachen. Macht das Kanten Schwärzen denn viel aus?

Gruß
Florian
 

Schmitti

Mitglied
Hallo Florian,

es kann schon was ausmachen, z.B. bei Beobachtungen mit dem ziemlich vollen Mond dicht neben dem Gesichtsfeld oder wenn Straßenlaternen in der Nähe sind. Wenn du jetzt alles richtig zusammengebaut hast, solltest du es nicht unbedingt noch ein mal auseinander nehmen. Falls du aber sowieso noch mal dran musst, dann ist es wirklich kein großer Aufwand.

CS Gerhard
 

FrankFu

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Hallo Florian,
Macht das Kanten Schwärzen denn viel aus?
Gute Frage... einige hier im Forum scheinen darauf ja zu schwören, ich selbst habe es bisher auch nich nicht ausprobiert. Ich bin gerade dran, für eines meiner älteren Schätzchens ein Pendant zu besorgen, das zwar äußerlich in sehr schlechtem Zustand ist, aber ich will eigentlich nur den Achromaten und dann hier mal die Schwärzung durchzuführen und dann durch Vergleich der beiden Objektive mal die Wirkung testen zu können.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 

FrankFu

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Hallo Gerhard,
die Linsenkanten mit einem Edding zu schwärzen
hast Du denn Erfahrungen zu diesem Thema ? Also welcher Edding da besonders geeignet ist? Ich habe mir die folgenden Varianten besorgt und damit bei der Schwärzung von schön silbern glänzenden OAZ-Rohren zweier Newtons sowie der Fangspiegelkante meines Sky-Watcher Dobsons bisher die folgenden Erfahrungen gemacht:

1) Edding 8750: industry paint marker: klassische Spitze (Schütteln vor Gebrauch, Strichstärke 2-4mm), wasserfest auf fast allen Oberflächen, lichtbeständig, deckend
--> kann sehr exakt aufgetragen werden, funktioniert auf "gefetteten" Oberflächen ganz okay (Reinigung / Entfettung empfiehlt sich aber im Vorfeld), Dicke der Farbschicht nicht einheitlich (wohl auch wegen dem Pumpsystem des Stiftes) und auch bei Übermalen der gleichen Stelle trägt die Farbe entsprechend stärker auf und an einem sehr eng geführten OAZ-Rohr kam es dann auch zu Abschabung der Farbe, wenn der geschwärzte Teil in die Führung des OAZ zurückgefahren wurde.

2) Edding 3000: permanent marker : klassische Spitze (1,5-3mm Strichstärke), wasserfest auf fast allen Oberflächen
--> kann sehr exakt verwendet werden und trägt sehr dünn auf, ist allerdings schwierig auf "gefetteten", sowie "glatten" (Plastik/Metal) Oberflächen, was bspw. beim OAZ durchaus vorkommen kann, daher sollte die Oberfläche vor gut gereinigt / entfettet werden. Deckt hier dann nur sehr ungleichmäßig bzw. benötigt mehrere Durchgänge.

3) Edding 950: industry painter: eher wie ein Wachsmalstift (bis zu 10mm Strickstärke, je nach Abnutzung der Malspitze, aber auch sehr dünn anwendbar) zur permanenten, wasserfesten Beschriftung von fast allen rauhen, verschmutzen und rostigen Oberflächen, lichtbeständig, deckend
--> kann wie ein Wachsmalstift sehr breit oder schmal verwendet werden, je nachdem, wie man die Form der Spitze "gestaltet" hat; trägt im Vergleich zu den anderen sehr dick auf (fast wie eine Paste), was an einem eng geführten OAZ-Rohr gar nicht funktionierte und zu großflächigen Abschabungen führte, aber bei der Schwärzung des Fangspiegelrandes an meinem Dobson perfekt funktioniert hat, da die pastenähnliche Struktur auch eine nicht 100% ebene Oberfläche verlässlich abdeckt.

Also Nummer 3 ist – auf Basis meiner wenigen praktischen Einsätze – mein Favorit für alle Oberflächen, wo ich keine "Reibung" dran habe, wie eben der Fangspiegelrand, d.h. diesen würde ich dann auch für die Linsenkante nehmen.

WARNUNG: was ich noch nicht getestet habe ist, inwieweit diese Farben sich durch Alkohol / Reinigungsmittel wieder lösen lassen...das ist ja vor allem bei Linsen durchaus relevant, da man hier vielleicht doch mal wieder mit entsprechenden Mitteln rangeht und daher auf jeden Fall vermeiden sollte, dass sich dann die gelöste Randschwärzung irgendwie auf der Linsenoberfläche verteilt. Also ich würde bei hiermit behandelten Linsenrändern NICHT einfach mal Reinigungsmittel auf die verbaute Linse sprühen und darauf hoffen, dass sich die Farbe vom Rand nicht löst und mir dann eine schwarze Brühe an die Unterseite der Linse strömt, die ich dann nur mit viel Aufwand wieder wegbekomme.

Freue mich auf einen spannenden Austausch zum Thema Edding ;-)

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 

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halbetzen

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Hallo
wenn die Farbe alkohollöslich ist, würde ich sie nicht auf der Linsenkante anwenden. Also eher keinen Edding auf der Optik anwenden. Nienicht.
Grüße
Dietrich
 
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