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Flugzeugreisen mit dem Teleskop

Tom310

Mitglied
Grüßt euch :)

Ich war vor Corona gerne mal mit dem Flugzeug in der Welt unterwegs und hatte eigentlich vorgehabt nach Chile zu reisen im Dezember. Diese Reise wird sich um 1 weiteres Jahr warscheinlich verschieben. Bisher funktionierte es immer super die komplette Fotografie Ausrüstung (diverse Objektive, Zubehör, Kamerabodys) im Handgepäck zu transportieren.

Doch wie sieht das ganze aus mit der Astro Ausrüstung? Die IEQ45 und mein 115mm Photoline denk ich nichtmal im Traum dran, dass im Flugzeug mitzunehmen xD

Ich bin aber schwer von der Idee angetan mal auf die Kanarischen Inseln zu reisen für ein paar DS Objekte die hier zu tief am Horizont liegen im Sommer/Winter. Chile (irgendwann in Coroanafreier Zukunft) eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten. Mein Gedanke war bisher mit einem Star Adventurer und dem Teleobjektiv, den Himmel dort in Angriff zu nehmen. Jetzt wo ich Blut geleckt habe mit APO's und Filtern zu arbeiten, fände ich es Schade dort nicht zu versuchen das Maximale rauszuholen. Überlege schon vom SA wegzugehen und ne CEM26 (oder ähnliches) zu kaufen für die Sorte von Reisen.

Jedoch je schwerer die Montierung und das Teleskop desto kostspieliger wird der Transport...Oder dass man es nicht als Handgepäck in den Passagier bereich mitnehmen kann.

Gibt es hier Mitglieder, welche vor demselben Problem standen, es gelöst haben oder sich mal Gedanken dazu gemacht haben? :) Würde mich freuen über ein paar Erfahrungsberichte.

Lg Tom
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Da gibt es viele Möglichkeiten. Z.B. ein weiteres Gepäckstück mitnehmen. Je nach Fluglinie und Strecke kostet das entweder einen Aufpreis oder nichts. Wenn man zu mehreren (Familie) reist, kann man die schwereren Teile auch geschickt so auf die Geäckstücke verteilen, dass jedes einzelne im Gewichtslimit bleibt.
Oder man reist an einen Ort, wo es die notwendige Ausrüstung schon gibt: „Astro-Ranch“, „Astrofarm“, „Astrofinca“, wie auch immer es je nach Erdteil und Landessprache heisst.

Grüße
Maximilian
 

AstroBHO

Mitglied
Hallo Tom,
eine Möglichkeit währe das sogenannte "Sportgepäck". Da habe(n) ich (wir) immer 2 prof. Unterwassergehäuse mit DSLR und UW-Blitzen dabei gehabt. Inzwischen dürften die Fluggesellschaften aber auch dort zur Kasse bitten.

Gruß Bernd
 

Tom310

Mitglied
Hey!
@maximilian Du sprichst aber schon von Handgepäck oder? Also ich würde niemals auf die Idee kommen ein Apo in das Aufgabegepäck zu tun, die schmeissen die Koffer ins Flugzeug als wären es Säcke mit Krtoffeln drin. Über die Möglichkeit der Astroranch habe ich auch schon nachgedacht... hab bei sowass derzeit etwas sorge, dass ich mit dem fremden Eqipment nicht zurecht komme... zB ein newton benutzen obwohl ich nur mit Apos erfahrung bisher habe.

@AstroBHO Ja, je nach Fluggesellschaft pro Sportgepäclstück ab 50€ Aufwärts und evtl dann noch mit Gewichtsklassen und beschränkung in der Anzahl p.P. . So was ich bisher recherchiert habe.
 

Terrorernie

Mitglied
Hi,

ganz einfach - den APO in das Handgepäck, zusammen mit der Kamera, den Rest in den Koffer.

Ich bin für Flugreisen von einer CGEM auf die AVX umgestiegen und habe die Stativbeine gekürzt.
Der Guider inkl. Guidingscope kommt mit in den Koffer.

Der APO und die Objektive habe ich im Handgepäck (maximale Größe die zulässig ist - kommt auf die Fluggesellschaft drauf an...).

Ich habe maximal zwei Koffer (mein Fotostativ muss ja auch noch mit, und manchmal die Anzüge) und meinen maximal großen Handgepäck-Rucksack/Trolley.

Ich hatte von USA über Chile, Südafrika bis Korea und China noch nie Probleme mit der Sicherheitskontrolle (wegen der Geräte ;)).

Manchmal musste ich erklären was das ist...

Die CGEM brauchte alleine schon zwei Koffer - das war mir auf Dauer zu unhandlich.
Jetzt mit der AVX ist das ein Traum!

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Gruß und viel Spaß!

Ernie
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Hey!
@maximilian Du sprichst aber schon von Handgepäck oder? Also ich würde niemals auf die Idee kommen ein Apo in das Aufgabegepäck zu tun,
Das Fernrohr ins Handgepäck und den ganzen Rest in den Koffer. Man kann aber auch ein Fernrohr so verpacken, dass es die Reise im Koffer übersteht. Immerhin hat es die auf dem Weg zu Dir mindestens schon einmal hinter sich gebracht. Und Luft- und sonstige Fracht wird auch nicht mit Samthandschuhen angefasst.

Grüße
Maximilian
 

axelm

Mitglied
Hallo Tom,

hier mal meine Erfahrungen im Bereich Mittel- und Langstrecke zu dem bisher gesagten:

Da gibt es viele Möglichkeiten. Z.B. ein weiteres Gepäckstück mitnehmen. Je nach Fluglinie und Strecke kostet das entweder einen Aufpreis oder nichts. Wenn man zu mehreren (Familie) reist, kann man die schwereren Teile auch geschickt so auf die Geäckstücke verteilen, dass jedes einzelne im Gewichtslimit bleibt.

Stimmt prinzipiell - wobei ich bisher noch mit keinem Anbieter geflogen bin, der KEINEN Aufpreis wollte! Das löst ja aber auch nicht Dein Problem, wo es in der Frage ja explizit auch um:

als Handgepäck in den Passagier bereich mitnehmen

ging. Zusatzgepäck ist meines Wissens aber IMMER "aufzugebendes Gepäck".

Wobei:

Auf Flügen innerhalb Südafrikas dürfen Brautkleider und Hochzeitstorten als Sondergepäck nach Voranmeldung AFAIK mit in die Kabine. Na ja, wie man seine Astro-Ausrüstung so tarnen will, kann ich mir jetzt gerade nicht vorstellen... :unsure:

eine Möglichkeit währe das sogenannte "Sportgepäck".

Leider geben fast alle Airlines heute vor, was sie unter "Sportgepäck" verstehen. Da stand bisher nie etwas über "Astro". Ich finde in den Aufzählungen immer nur Bergsteiger-, Golf-, Ski- oder Tauchausrüstung oder auch Fahrräder. Man könnte sich für seine Astrosachen also natürlich z.B. eine Golftasche besorgen. Wenn Du aber Pech hast, kontrollieren sie das am Check-in und dann musst Du ggf. entsprechend nachzahlen, wenn sie nicht sogar noch eine Strafe für den versuchten Betrug haben wollen. Da wäre ein zweites aufzugebendes Gepäckstück dann billiger. :(

Ach ja: Sportgepäck ist IMMER aufgegebenes Gepäck und KEIN Handgepäck.

Gleiches gilt übrigens auch für Musikinstrumente. Wobei ich mir vorstellen könnte, dass die Airline aus versicherungstechnischen Gründen von sich aus darauf besteht, dass Du Deine Stradivari in der Kabine transportierst... ;)

Mir fallen spontan nur zwei Möglichkeiten ein, wie man an mehr Handgepäck kommt:


1) Die richtige Airline aussuchen!

British Airways erlaubt z.B. auf Intercontinentalflügen auch in der Economy 1 x Kabinengepäck (max. 23 kg, höchstens 56 x 45 x 25 cm) plus 1 x Handtasche (max. 23 kg, höchstens 40 x 30 x 15 cm). Condor beispielsweise ist da deutlich knauseriger: kleine Tasche Maße (40 x 30 x 10 cm) und ein größeres Handgepäck (55 x 40 x 20 cm), wobei bei beiden die Grenze von 8kg gilt. Emirates erlaubt 1 x 55 x 38 x 20 cm mit max. 7kg + eine (normalgroße) Hand- oder Laptop-Tasche.

In wie weit diese Liste noch aktuell ist, kann ich nicht sagen - am besten in den AGBs der jeweiligen Fluggesellschaft nachsehen.


2) Eine andere Beförderungsklasse wählen!

Bei "Premium Economy", "Economy Best" (oder wie die Airline es sonst nennt), kann man etwas mehr Handgepäck mitnehmen. Bei Business sind es meist 2 größere Stücke Handgepäck. ...über First Class reden wir hier jetzt mal nicht...


Ansonsten kann man natürlich immer versuchen, die von der größe her passende Handgepäcktasche schwerer zu befüllen. Das kann gut gehen ... oder auch nicht!

Beispiele: Bei KLM hatte ich nach Südafrika runter mal 15kg Fotoausrüstung dabei. Die Dame am Schalter hat es dann trotzdem durchgehen lassen, weil es eben NUR Foto-Ausrüstung + Laptop war. Da fast alle Airlines in ihren AGBs stehen haben, dass man "Wertgegenstände" mit in die Kabine nehmen sollte, hat sie es wohl durchgehen lassen.

Eine ähnliche Erfahrung hatte ich vor mehr als 20 Jahren mal mit einem inner-kanadischen Flug. Da gab es auch erst große Diskussionen mit dem Menschen am Schalter, als ich dann (etwas übertrieben geschätzt) gesagt habe, was das ganze Fotozeug hier kosten würde und ob das ihre Versicherung im Schadensfall decken würde, hat man es mich dann mit an Bord nehmen lassen.

Trans Maldivian Airways ist da das genaue Gegenteil: Die halten ihre erlaubten 5kg Handgepäck auf's Gramm genau ein! Danach gibt's bei kleinen Überschreitungen Zuzahlung oder wenn zu schwer ist, darf das Gepäck am (Wasser-)Flughafen in Malé im Schließfach auf Dich warten. :mad: Beim aufzugebenden Gepäck sind die übrigens genauso streng ... da mussten einige unserer Mitreisenden gut nachlösen.

Tipp: Wenn Du innerhalb des Ziellandes einen zusätzlichen Flug hast, gelten die Gepäckgrenzen des Intercontinentalflugs nur dann auch auf diesem, wenn ALLE Flüge auf einem Ticket stehen! Für sich alleine haben solche Flüge nämlich fast immer deutlich geringere Gepäckgrenzen! Das Problem hatte ich fast regelmäßig in Südafrika, weil es hier deutlich günstiger ist, mit einer Regional-Airline den Inlandsflug zu machen, als mit einem Partner der großen europäischen oder arbischen Fluggesellschaften. Selbst wenn man dann noch für ein zweites aufzugebendes Gepäckstück zuzahlen muss...

Viele Grüße,
Axel
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Tipp: Wenn Du innerhalb des Ziellandes einen zusätzlichen Flug hast, gelten die Gepäckgrenzen des Intercontinentalflugs nur dann auch auf diesem, wenn ALLE Flüge auf einem Ticket stehen! Für sich alleine haben solche Flüge nämlich fast immer deutlich geringere Gepäckgrenzen!
Und dazu kommt noch ein Problem: Selbst wenn Du auf dem Interkontinentalflug einen „Kabinentrolley“ (maximal großes Handgepäckstück) und noch eine Handtasche bzw. kleines Rücksäckchen mitnehmen darf, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Gepäckstücke beim Anschlußflug mit einem kleinen Flugzeug gar nicht in die Kabine passen. Die muss man dann beim Einsteigen in so eine Gitterbox legen und von dort werden sie im hohen Bogen in den Frachtraum geschmissen... Dann hätte man sein Zeuch doch besser gleich gut verpackt ins aufgegebene Gepäck getan.
Und was möglichen Diebstahl/Verlust beim aufgegebenen Gepäck angeht: Da hätte ich in den meisten Teilen der Welt viel größere Sorgen, dass mir das Zeug im Hotel geklaut wird.

Grüße
Maximilian
 

Tom310

Mitglied
ganz einfach - den APO in das Handgepäck, zusammen mit der Kamera, den Rest in den Koffer.
Hmn... Wenn es bei einem kleinen Apo bliebe, könnte ich mir gut vorstellen dass es auch so klappt. Die Montierung dann in den großen Koffer, wie du!

Manchmal musste ich erklären was das ist...
Das hatte ich in Las vegas damals auch gehabt mit meinen Sammelkarten xD

Ich sehe es mir mal an, Danke! :)

Mir fallen spontan nur zwei Möglichkeiten ein, wie man an mehr Handgepäck kommt:
Danke! Das ist ein sehr guter Tipp. Wobei ich dann echt auf die Maße achten müsste. Glaubst du dass ein Karton im schlimmsten Notfall auch als Handgepäck durchgehen könnte? xD

Bei KLM hatte ich nach Südafrika runter mal 15kg Fotoausrüstung dabei.
Wenn ich es grob runter rechnen würde was ich im Handgepäck dabei haben würde, wäre ich mit dem Eigengewicht eines Trollys und dem teleskop schon bei 5kg mindestens, dann der ganze Kleinkram noch, hmn... Mit meinem Fotoequipment hatte das bisher aber immer geklappt obwohl ich da auch bei 9,8kg war.


Da hätte ich in den meisten Teilen der Welt viel größere Sorgen, dass mir das Zeug im Hotel geklaut wird.
Tatsächlich würde ich beides nicht gleichzeitig tun, normales fotografieren und astro. Ich habe in Kroatien vergangenes Jahr schnell gelernt, dass man schon an seine körperlichen Grenzen kommt wenn man beides will. Darüberhinaus gebe ich dir recht. Diebstahl ist da ein Faktor den ich eigentlich hier im Post nicht berücksichtigen wollte. Aber das aufgegebene Gepäck hat ein Schloss bei mir am Koffer, aber selbst wenn die montierung jetzt nicht drin wäre, wäre das meiste Wertvolle im Handgepäck. Der Diebstahl vor Ort kann ja auch in einem Überfall passieren Nachts, oder du wirst im Ausland in einem Autounfall verwickelt und der Kofferrraum wird zur Schrottpresse wenn dir jemand auffährt.

Und darüberhinaus wäre der "AUS"-Flug mit dem Teleskop nach Nanibia/Chile/Lapalma oder sonstwo, ein vergnügen welches ich nicht jährlich vorhaben würde ^^

Mit dem Auto und Teleskop nach Kroatien und Spanien ist für mich viel entspannter und schon etwas erprobt. Da kann dann auch die IEQ45 mit :)

Lg
 

Tom310

Mitglied
Und Luft- und sonstige Fracht wird auch nicht mit Samthandschuhen angefasst.
... eigentlich auch wahr :D

Ich fand eure Beiträge schon sehr hilfreich. Auf jeden Fall guter input wie man es nicht machen sollte.

Ich werde wohl mich erstmal damit genauer befassen müssen,, wie viel gewicht eine potentielle zusammenstellung an Ausrüstung haben würde. Anschließend dann das Thema wie es verpackt wird. Ein Trolly steht schon zur verfügung zumindest!

Wer sonst noch Erfahrungen hat, gerne her damit!

Lg Tom
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Aber das aufgegebene Gepäck hat ein Schloss bei mir am Koffer, ...
Immer mehr Länder verlangen am Gepäck ein „TSA“ Schloß, das von Sicherheitskräften mit einem Generalschlüssel geöffnet werden kann, wenn eine Durchsuchung des Gepäckstückes angebracht erscheint. Wobei bei einer Montierung/Steuerung (kleine Box, aus der einige Kabel kommen - sieht man wunderbar auf dem Röntgenscan) die Wahrscheinlichkeit dafür groß ist. Ohne TSA Schloß wird der Bolzenschneider angeseztzt und die Generalschlüssel kann man sich entweder direkt im Internet kaufen oder auf dem 3D Drucker selber machen. Ich jedenfalls mache das Schloß an meinem Koffer schon lange nicht mehr zu.

Grüße
Maximilian
 

axelm

Mitglied
Hallo Tom,

Glaubst du dass ein Karton im schlimmsten Notfall auch als Handgepäck durchgehen könnte?

Ich denke, so lange Du innerhalb der Abmessungen bleibst, ist denen das egal. Wenn ich daran denke, was ich alles schon als Handgepäck gesehen habe: Bei Flügen zurück von Nambia/Südafrika war es diverses Schnitzzeug (meist Giraffen aus Holz, wobei die 55cm Länge hier fast immer überschritten wurde und das "Tier" zusätzlich zum sonstigen Handgepäck mitgenommen wurde). Bei Flügen zurück aus den südlichen USA waren es teilweise riesige Sombreros ... wobei man die natürlich auch als Kleidungsstücke durchgehen lassen kann. Ich denke, da geben die verschiedenen Airines ihren Mitarbeitern auch immer etwas Spielraum...
Pappkartons sind eigentlich relativ oft dabei. Ich denke, das Problem wird sein, dass Du den Karton problemlos transportieren können solltest. Die wollen schließlich nicht, dass Du beim Boarding den ganzen Betrieb aufhältst. Also vielleicht einen Griff mittels Gurten dranmachen oder aber 'ne griffige Kordelschnüring als Kombination aus zusätzlicher Transportsicherung und Tragemöglichkeit verwenden.

Mit meinem Fotoequipment hatte das bisher aber immer geklappt obwohl ich da auch bei 9,8kg war.

Wie gesagt: Kann gut gehen, muss aber nicht...

Tatsächlich würde ich beides nicht gleichzeitig tun, normales fotografieren und astro. Ich habe in Kroatien vergangenes Jahr schnell gelernt, dass man schon an seine körperlichen Grenzen kommt wenn man beides will.

Na ja, warum nicht? Wir haben es in Namibia bisher fast immer miteinander kombiniert. So 7 bis 10 Tage Astro und dann den rest der drei Wochen noch normalen Urlaub (sozusagen zur Erholung) dranhängen. Gerade Namibia / Südafrika bieiet sich hier wegen der atemberaubenden Landschaften und der Tierwelt doch auch für einen "normalen" Urlaub an. ...und wenn man sich schon für mehr als 10 Stunden (je nach Route können es ja auch fast 20 Stunden Anreisezeit sein) in den Fieger setzt.

Darüberhinaus gebe ich dir recht. Diebstahl ist da ein Faktor den ich eigentlich hier im Post nicht berücksichtigen wollte.

Zum Thema Diebstahl habe ich bisher nur einmal schlechte Erfahrungen machen müssen und das war auf Curacao. Da ist man 2008 in meinen Zimmer eingebrochen, während ich mit 'ner Blinddarmentzündung im Krankenhaus lag. Gut das meine mitgereisten Freunde alle Wertsachen/Kamera mit in ihr Zimmer genommen hatten - so hat man "nur" meinen Koffer mit den Anziehsachen geklaut.

Aber das aufgegebene Gepäck hat ein Schloss bei mir am Koffer, aber selbst wenn die montierung jetzt nicht drin wäre, wäre das meiste Wertvolle im Handgepäck.

Na ja, ein Schloss am Koffer interessiert glaube ich die Diebe nicht wirklich. Die gehen zur Not auch mit grober Gewalt vor. Da bekommt man dann alles auf... :( Aus Johannesburg habe ich gehört, dass professionelle Banden mit den Leuten an der Kontrolle/Verladung zusammenarbeiten sollen. Was in der Durchleuchtung interessant aussieht, wir dann einfach mal testweise aufgebrochen und durchsucht. Teilweise vermutet man, dass die Polizei mit drinstecken soll... Angeblich soll das "Wrapping" (Umwickeln der Koppel mit Klarsichtfolie) hier helfen, weil man dann wohl deutlich länger braucht um den Koffer aufzubekommen und zudem schon aus großer Entfernung sehen kann, dass sich einer daran zu schaffen gemacht hat (und die Diebe dann nicht so lange hintereinander tätig sein können).

Der Diebstahl vor Ort kann ja auch in einem Überfall passieren Nachts, oder du wirst im Ausland in einem Autounfall verwickelt und der Kofferrraum wird zur Schrottpresse wenn dir jemand auffährt.

Dass jemand in Namibia auf einer Astrofarm überfallen wurde, habe ich bisher noch nicht gehört. ...ok, Überfälle auf Farmen kommen immer wieder mal vor, aber gerade Astro- oder andere Gästefarmen sind eigentlich immer so gut frequentiert, dass das Risiko für die Täter wahrscheinlich schwerer kalkulierbar ist. Im Gegensatz dazu 'ne keine einsame Farm, wo nur der Farmer mit Familie nachts im Haus ist, ist da wahrscheinlich einfacher durch zu ziehen... Ist aber jetzt kein Wissen, sondern nur Vermutung meinerseits...

Überfalle bei Tageslicht (teilweise sogar auf offener Straße) hat es in der Vergangenheit gegeben - waren aber immer die absolute Ausnahme...

Davon ab: In Deutschland soll es auch Einbrüche geben...

oder du wirst im Ausland in einem Autounfall verwickelt und der Kofferrraum wird zur Schrottpresse wenn dir jemand auffährt.

Das kann Dir aber auch bei der Fahrt nach Frankreich, Spanien, Kroatien oder auch schon in ein beliebiges deutsche Mittelgebirge passieren...

Und darüberhinaus wäre der "AUS"-Flug mit dem Teleskop nach Nanibia/Chile/Lapalma oder sonstwo, ein vergnügen welches ich nicht jährlich vorhaben würde

Genau das habe ich am Anfang auch gedacht: "Das machst Du einmal und dann erst mal lange nicht mehr..." Denkste! Wenn man nicht gerade wegen 'nem besch***en Virus zu Hause bleiben, versuche ich so etwas (Fernreise) eigentlich jedes Jahr zu machen. Vor allem das südliche Afrika bereitet mir persönlich da Probleme - das macht extrem süchtig... ;)

Viele Grüße,
Axel
 

Tom310

Mitglied
Das kann Dir aber auch bei der Fahrt nach Frankreich, Spanien, Kroatien oder auch schon in ein beliebiges deutsche Mittelgebirge passieren...
Es gibt unzälige Dinge die nicht unter kontrolle sind. Morgen könnte ein Flugzeug in mein haus krachen oder ein betrunkener PKW fahrer Rast durch die Hecke in die Gartensternwarte... und und und und ^^
Genau das habe ich am Anfang auch gedacht: "Das machst Du einmal und dann erst mal lange nicht mehr..." Denkste! Wenn man nicht gerade wegen 'nem besch***en Virus zu Hause bleiben, versuche ich so etwas (Fernreise) eigentlich jedes Jahr zu machen. Vor allem das südliche Afrika bereitet mir persönlich da Probleme - das macht extrem süchtig...
Ne tatsächlich bin ich Winterurlauber, mich reizt es bei -20 Grad im Schnee zu wandern und zu fotografieren... Island, Norwegen, Kanada. DAS sind eher meine Jährlichen MUST DO's^^ . Chile und co sind wegen dem Nachthimmel für mich interessant. Landschaftlichgibt es da bestimmt viele tolle SAchen, aber nicht im Sommer.... Da bin ich raus. Ab 25°C mit hoher Luftfeuchtigkeit und mehr °C ist für mich echt anstrengend.

Na ja, warum nicht? Wir haben es in Namibia bisher fast immer miteinander kombiniert. So 7 bis 10 Tage Astro und dann den rest der drei Wochen noch normalen Urlaub (sozusagen zur Erholung) dranhängen. Gerade Namibia / Südafrika bieiet sich hier wegen der atemberaubenden Landschaften und der Tierwelt doch auch für einen "normalen" Urlaub an. ...und wenn man sich schon für mehr als 10 Stunden (je nach Route können es ja auch fast 20 Stunden Anreisezeit sein) in den Fieger setzt.
Ich mag Strand/Sommer Urlaub nicht, generell komme ich mit Hitze nicht gut zurecht wegen Kreislaufproblemen. Kroatien bot sich im September an wegen den moderaten temperaturen um die 15°C und da es kein Risikogebiet war an. haben dort etwas Astro Fotografie betrieben und waren wandern am/um Velebit und plitvicer Seen :) (meine Heimat btw)

Na ja, ein Schloss am Koffer interessiert glaube ich die Diebe nicht wirklich. Die gehen zur Not auch mit grober Gewalt vor. Da bekommt man dann alles auf... :( Aus Johannesburg habe ich gehört, dass professionelle Banden mit den Leuten an der Kontrolle/Verladung zusammenarbeiten sollen. Was in der Durchleuchtung interessant aussieht, wir dann einfach mal testweise aufgebrochen und durchsucht. Teilweise vermutet man, dass die Polizei mit drinstecken soll... Angeblich soll das "Wrapping" (Umwickeln der Koppel mit Klarsichtfolie) hier helfen, weil man dann wohl deutlich länger braucht um den Koffer aufzubekommen und zudem schon aus großer Entfernung sehen kann, dass sich einer daran zu schaffen gemacht hat (und die Diebe dann nicht so lange hintereinander tätig sein können).
Hab ich dann halt pech gehabt ^^ wie gesagt... THema diebstahl, einbruch unf Unfälle ist ein anderes Thema.

Davon ab: In Deutschland soll es auch Einbrüche geben...
Die Gute alte Hausratversicherung hilft mir da sonst weiter ;) ^^

mmer mehr Länder verlangen am Gepäck ein „TSA“ Schloß, das von Sicherheitskräften mit einem Generalschlüssel geöffnet werden kann, wenn eine Durchsuchung des Gepäckstückes angebracht erscheint.
Hat mein Koffer :)

Lg Tom
 

saban1

Mitglied
Ich bin letzen Dezember mit Iberia und einem Takahashi FC-100 im Rucksack nach Chile geflogen. Hatte keine Probleme. Das Teleskop und die AZ-GTI Montierung waren im Rucksack, welchen ich als Kabinengepäck dabei hatte.
LG
 

sunspot

Mitglied
Hallo Tom,

kleine Ergänzungen meinerseits - resultierend aus Flügen von D nach Brasilien/ Südafrika/ Namibia/ Teneriffa / China sowie Weiterflügen von Südafrika nach Namibia - Brasilien nach Argentinien.... um die wichtigsten Stationen zu nennen:

Du kannst natürlich immer Glück haben und dein Handgepäck wird nicht vermessen oder gewogen - du kannst aber auch Pech haben und es wird in eine Schablone gesteckt und das Gewicht wird geprüft. So erlebte ich es häufiger - bei mir und Mitreisenden! Nach Prüfung wurde am Handgepäck dann ein Siegel angebracht - als Beweis dass es geprüft wurde.

Aus dieser Erfahrung heraus halte ich mich streng an die Vorschriften- das letzte Wort hat übrigens das Kabinenpersonal respektive der Kapitän und nicht das Personal am Schalter ! Alles schon erlebt !

Wertsachen gehören eh ALLE ins Handgepäck- wird was im Koffer beim Verladen und Transportieren beschädigt und es handelt sich gemäß den Bedingungen der jeweiligen Fluggesellschaft um einen Wertgegenstand dann gibt es keine Entschädigung!!!
So passiert bei einem Stativ im aufgegebenem Koffer. Es folgte eine langwierige Korrespondenz mit Türkisch Airline wo ich nervenaufreibenden Schreiben dennoch Ersatz erhielt da ich beweisen konnte das ein Stativ nicht explizit als Wertgegenstand gelistet wurde.
Aber ganz ehrlich - das ist langwierig und aufwändig - das will man nicht.

Daher mein Rat - alles wertvolle ins Handgepäck und ggf am Körper tragen bzw in die Jackentasche (Okulare/ Filter etc)

Ich könnte Romane schreiben - von Verdacht auf Sprengstoff nebst sorgsam kontrollierten Dobson (war übrigens Restdämpfe von der Reinigungsflüssigkeit) bis hin zur Gepäcknachkontrolle ... fast immer wurde ich rausgefischt.
Warum ? Weil keiner ein Gegengewicht im Koffer als Gegengewicht erkennt - kein Angestellter kennt einen Reisedobson - ein Refraktor wurde in Kapstadt als mögliche Rohrbombe bzw. Gasflasche angesehen etc

Und die Masche mit dem vermeintlichen Sportgepäck oder der Golfausrüstung in der Golftasche ... vergiss es .... wurde schon oft probiert und das Personal am Schalter ist nicht blöd und kennen etliche Tricks ! Da wird genau hineingeschaut und im Zweifel der Transport verweigert oder es erfolgt eine üppige Nachzahlung !
Da kennt man keinen Spaß und bei versuchtem Betrug kann es anderweitig unangenehm werden.

Auch wenn der ein- oder andere mit Glück durchgekommen ist - ich glaube kaum einer hat Lust verschwitzt am Schalter zu stehen und darauf hofft das alles zu seiner Zufriedenheit flutscht ... die Zeiten sind vorbei

CS
Swen
 

axelm

Mitglied
Hallo Swen,

da ich beweisen konnte das ein Stativ nicht explizit als Wertgegenstand gelistet wurde.

ich habe anderswo in den AGBs auch schon gelesen, dass man Stative generell NICHT mit in die Kabine nehmen darf, da sie als "Schlagwaffe" verwendet werden könnten. Was ich bei Einbeinstativen sogar auch durchaus nachvollziehen kann...

Daber wie Du schon schreibst: Am Ende ist es die Airline bzw. das Bordpersonal, das entscheidet was mit in die Kabine darf!

Viele Grüße,
Axel
 

halbetzen

Mitglied
Ich glaube auch, die Zeiten sind vorbei. Vor einigen Jahren schon musste ich 45 Euro zahlen für drei große (sehr große!) Zitronen und einige Kartoffeln, die ich aus La Palma mitnehmen wollte. 15 Euro pro Kilo bei Condor...
 

sunspot

Mitglied
Hallo Axel,

2006 hatte ich zur Sofi Reise in die Türkei mein damaliges 20x80 als Handgepäck dabei - die Parallelogramm Montierung nebst Stativ im Koffer und ein GG von 2.8kg in der Jackentasche
Bei der Security ist das natürlich aufgefallen und ich hätte fast mein Vixen GG abgeben müssen da als Schlagwaffe verwendbar ! Aber meine detaillierten Beschreibungen meiner Ausrüstung und deren Verwendung haben letztendlich ausgereicht den MA dort zu beschwichtigen.... Freundlichkeit und Verbindlichkeit in solchen Situationen helfen !!!
Mache ich aber seitdem nie wieder - jetzt wandern nur noch schwere Nagler Okulare in die Jackentasche- allerdings könnte man diese ja auch als Schlagwaffe einsetzen :()
Allerdings sehen diese dann doch harmloser aus als ein GG :)
 

sunspot

Mitglied
Puh ... das waren aber dann bestimmt die teuersten Zitronen und Kartoffeln die du je gegessen hast - stimmt’s ?!

Wobei ich dich gut verstehen kann - ich liebe auch die kleinen kanarischen Kartoffeln :)
 

sunspot

Mitglied
Übrigens hatte ich bei meiner ersten Astroreise ins südliche Afrika 1997 noch mein Vixen AL Stativ und Refraktor nebst GP Montierung in der Kabine dabei !
Vom Gewicht und Abmessungen heutzutage ein absolutes „no Go“ !
 

axelm

Mitglied
...ja, dass waren noch Zeiten! :cry: Damals ... ich hör' mich schon an, wie meine Großeltern... ;)

Als wir damals bei der LTU mit alleine 15 kg Fototasche nach Windhoek geflogen sind. Heute undenkbar! Beim nächsten Flug muss ich meine Fotoausrüstung daher wieder auf zwei Taschen à 8 kg verteilen. Eigentlich doof, weil der von der Größe her eigentlich passende Trolley ("Thinktank Airport" mit Handgepäck-Abmessungen!) deutlich schöner und weniger anstrengend durch die Gegend zu FAHREN ist, als die beiden kleinen (UMHÄNGE-)Taschen. :(

Einbein- und sonstige Stative kommen dann auch wieder direkt in's aufzugebende Gepäck.

Viele Grüße,
Axel
 

sunspot

Mitglied
Hallo Axel,

seinerzeit waren allerdings auch die Ticketpreise deutlich höher - heute sind diese oft sehr günstig und über Zusatzkosten wegen Übergepäck etc holen die Gesellschaften eben wieder etwas Geld in die Kasse
Aus meiner Sucht allzu verständlich - zur Not zahlt man eben ein paar Euronen mehr hat dafür aber sein Equipment dabei

Viele Grüsse
Swen
 
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