Fortgeschrittener Einsteiger... | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Fortgeschrittener Einsteiger...

mbba18

Mitglied
...und auch mal Vorstellen.

Dem Ein oder Anderen werde ich wohl schon in diesem oder jenem Thread aufgefallen sein ;).

Kurzer Abriss:
Name, Mathias
Gelernter Landwirt
Angelernter Buchbinder
Gelernter Gärtner
Fortbildung Gartenbautechniker
Gesundheitlich, Umschulung zum IT-Systemelektroniker, knapp 20 Jahre beruflich ausgeübt.
Jetzt kürzer tretend im Dienstleistungseinsatz :ROFLMAO:.

Astronomisches Interesse allgemein schon ewig und drei Tage.
Dazu dann noch die üblichen Verdächtigen, SiFi, UFOs, Grenzwissenschaften... ... ...

Seit vier Jahren ist das Beobachten des nächtlichen Himmels dazu gekommen.

Wie es wohl fast jedem Anfänger ergangen ist, recht blauäugig an die Geschichte heran gegangen.
Ich will mir ein Teleskop anschaffen.
Da ich das Glück habe das keine 10 Autominuten von mir einer der größeren Händler ansässig ist, gesagt getan und hingefahren.
Nun ja, nach zwei Stunden schwirrte der Kopf und es ging ohne Teleskop nach Hause, sacken lassen.
Ich glaube bis heute, die hätten nie gedacht das ich wieder auftauche. Mein "blödes" Gesicht hätte ich nicht sehen mögen.

Also ging es an die Literatur.
Über mehrere Monate füllte sich das Bücherregal nach und nach mit entsprechender Literatur, die auch gelesen wurde ;).
Wow, was es da für Möglichkeiten gibt!
Linse, Spiegel, die Katadiopter und dazu die Montierungen, Okulare, Filter, Kameras... ... ...
Gedanke, so einfach Teleskop kaufen... des wird so nichts.
Weiter lesen.

Dann doch wieder in den nahe gelegenen Laden und einen 150/750 Newton auf manueller EQ3-2 angeschafft.
Ja, ja, dann wohl doch nicht so richtig gelesen, oder besser im Kopf behalten, EQ3-2 ist nicht ganz so das wahre für solch einen Newton.
Aber was soll ich sagen, es gab reichlich Wow- Effekte, dass das gezittere nicht gestört hat.

Jetzt war der Funke endgültig übergesprungen.
Jetzt wollt ich es wissen, wie funktioniert ein Dobson, ein Maksutow-Cassegrain, eine Alt/AZ GoTo auf Stativ, eine parallaktische Montierung mit GoTo... ... ...
In kurzer Zeit, OK über ein, zwei Jahre ;), wurden entsprechende Instrumente angeschafft.
Keine Bange, der finanzielle GAU war nicht zu erwarten und ist auch nicht eingetreten.
Mir ist bewusst, dass nicht jeder den finanziellen Hintergrund hat, so vor zu gehen.

Deshalb auch mein Rat an den Einsteiger/Anfänger, eignet Euch Grundlagenwissen an. Lest Euch ein.
Optische Instrumente kosten (leider) ihr Geld.
Und wenn elektronische Helferlein dazu kommen, gehen noch mehr Euro über die Ladentheke oder per Bezahldienst weg.

Der Lerneffekt, Erfahrungen die ich sammeln konnte, gingen steil nach oben.
Aber nicht nur, das Ganze stagnierte auch. Quasi die Nulllinie :eek:.
Unter anderem wäre da der gelegentliche "Kampf" mit dem GoTo zu erwähnen.
Es liegt aber (meist) nicht an der Technik, sondern am DAU, sprich mir, der daran rumfuhrwerkt.
Der Computer macht nur das was man ihm sagt.
Da hilft dann auch mal das Wetter, wenn es grauenhaft ist.
Da kann man dann in sich gehen und die große Hilfe, unter anderem, ist das meist mitgelieferte Handbuch.
Es hilft ungemein ;), RTFM halt. Auch entgegengesetzt der Meinung "wofür Handbuch lesen" geht scho so, passt scho.
Auch nochmal das ein oder andere Buch aus dem Regal holen, oder meinet wegen auch als eBook.

Dadurch wurde auch sehr schnell das Verlangen nach der Fotografie ad acta gelegt.
Nicht das ich es nicht mit einer DSLR ausprobiert hätte.
Da ich keinerlei Ahnung von der Fotografie hatte und auch jetzt noch nicht habe, auf einer nach unten offenen Richterskala in etwa minus 25.
Das wollte ich mir nicht, trotz der kurzen Experimente, noch zusätzlich antun.
Diese Entscheidung war für mich richtig.
Empfehle ich auch so.
Rein visuelles Beobachten und fotografisches Beobachten unterscheiden sich doch schon sehr.

Aus dieser rein theoretischen anhäufen von Wissen und Grundlagen und eben auch aus dem Umgang und dadurch Erlangung von Erfahrung, mit meinem Instrumenten Zoo, bin ich, nach jetzigem Stand bei meinem Equipment angelangt.
Refraktor FH 120/1000
C8
Alt/AZ GoTo
Parallaktisch GoTo

Was jetzt seit einiger Zeit dazu gekommen ist EAA/Live-Stacking.
Sehe ich als Ergänzung zum rein visuellen Beobachten.
 

mbba18

Mitglied
Hallo Matthias,

da lehrt mich die Erfahrung, wenn man ihn braucht, den klaren Himmel, ist er nicht da :cry:.
Braucht man ihn nicht oder besser, ich habe nicht die Möglichkeit ihn zu nutzen, ist er da :mad:.
Irgendwie hab ich auch das dumme Gefühl, dass man den auch nirgends kaufen kann ;).

Aber Du hast recht, dem Einsteiger ist wohl öfter nicht bewusst, dass das Beobachten sehr Wetter abhängig ist und das die Ausrüstung teilweise wochenlang ungenutzt rumsteht.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Mathias,

danke für deine launige Vorstellung.
Kann mich wiedererkennen.
Der 150/750 Newton auf manueller EQ3-2 war doch ein guter Einstieg.

Allerdings vom Öffnungsfieber bist du scheinbar noch nicht befallen. Pass bloß auf. ;)

Ja, der deutsche Himmel, der ist echt nicht so toll.
Gibt es eigentlich Länder wo es noch schlechter ist? ;)

Gruß
Peter
 

casati

Mitglied
Hallo Mathias,

dieser launig geschriebenen Vorstellung hätte es nicht bedurft - bist Du doch seit langem ein geschätzter Diskussionspartner.

Wertschätzender Gruß,
Peter
 

mbba18

Mitglied
Hallo,

vielen Dank für Eure tollen Antworten :y:.

In diesem Sinne folgt jetzt:

Fortgeschrittener Einsteiger Episode III ;).

Anhand meiner eigenen Erfahrungen möchte ich auch dem ein oder anderen Einsteiger etwas helfen über den ein oder anderen Fallstrick ohne großes Straucheln zu kommen.

Jetzt kann sich der geneigte Leser natürlich die Frage stellen, warum ich ausgerechnet beim C8 und dem erwähnten Refraktor gelandet bin?

Nun, es ist vielen Aspekten geschuldet, die ich zu Anfangs, wie wohl auch die meisten Einsteiger, nicht auf dem Radar hatte, sondern sich erst mit der Zeit gezeigt haben.
Das ganze ist natürlich vollkommen subjektiv eingefärbt und wird nicht auf jeden passen.

Für mich selbstverständliche Aspekte waren:
Das Augenfälligste ist wohl die Beobachtungszeit, abends, spät abends, je nach Jahreszeit und natürlich die Nacht.
Das sollte man mit seinem Job, dem privaten Umfeld abstimmen können.
Da habe ich unsagbares Glück.
Ich bin auch nicht, wie wohl manch anderer, nur aufs Wochenende angewiesen.
Vorteil des Halbrentners :D.
Dann noch, wie oben schon von @steini14 / Matthias angesprochen, klarer Himmel oder allgemeiner Wetter.
Man, es kann sch***** kalt werden und wer hätte es gedacht, hauptsächlich im Herbst, Winter und auch noch im Frühjahr.
Dabei ist es auch wurscht ob auf dem Balkon, im Garten oder auf dem Acker beobachtet wird.
Erzähl mir einer nochmal was von Klimawandel ;).

Dann halt noch die Dinge, die man zwar irgendwie auf dem Schirm hat, aber auch irgendwie nicht so realisiert.
Nachts ist es ganz schön dunkel :eek:.
Da brauchts noch nicht mal eine Katze oder Hund auf dem Balkon, um zu stolpern.
Da reichen drei Stativbeine und die stehen still.
Nein, ehrlich oft genug dran gestoßen und nun ja, alle Bemühungen des korrekten Aufstellens, auf die ich anfangs viel Zeit verwendet habe, sind dahin.
Das aufstellen geht jetzt flüssiger und die Bewegungsabläufe sind auch koordinierter und sicherer, und dank einer angeschafften Rotlichtlampe. Dank an den "Erfinder" dieses Leuchtmittels.

Tja die Dunkelheit ist so ein Thema.
Jeder der solch einen dunklen Beobachtungsplatz direkt vor der Nase hat, kann sich glücklich schätzen.
Hilft nicht nur bei DeepSky, sondern im ganzen Feld der Beobachtung.
Aber mei, man muss mit dem leben was man gut erreichen kann und/oder (leider) Kompromisse eingehen, wenn der Beobachtungsplatz, auf den man dann angewiesen ist, nicht mehr hergibt.
Mit meinem Balkon habe ich auch wieder einigermaßen Schw*** gehabt.
Dennoch, der Beobachtungsplatz ist eine nicht zu unterschätzende Angelegenheit.

Balkon als Beobachtungsplatz ist was spezielles.
Für mich hat sich ergeben, ich habe mittlerweile drei Balkone, mit den dazugehörigen Wohnungen, erlebt und kann sagen eine gewisse Größe muss das Ding schon haben.
Parallaktische Montierung mit Newton drauf, ist nicht so das Gelbe vom Ei auf dem Balkon, außer erst z.B. 5x3 Meter groß.
Der vordere Einblick, selbst damals bei meinem kurzen 150/750 Newton (@AstroPZ / Peter der Start mit dem Teleskop war wirklich nicht schlecht) muss schon ein Abstand von der Brüstung sein, damit man nicht zum Akrobaten wird.
Bei einem Standard Balkon (falls es so was überhaupt gibt) ist nach meiner Erfahrung bei 1000mm Brennweite Schluß.
Alt/AZ ist da wesentlich praktikabler und da allerdings auch nur Teleskope, wie mein toller FH, mit hinterem Einblick.
Der geht sogar gut parallaktisch.
Newton auf Alt/AZ ist auch blöd, der Einblick bleibt ja vorne und somit muss ich auch von der Brüstung weg.
Der Linse ist es egal ob sie nun 20cm, 50cm oder einen Meter außerhalb ist, ich hock hinten dran und kann bequem beobachten.
Katadiopter sind wohl am besten geeignet für den Balkon, egal ob Alt/AZ oder parallaktisch.
Nun ja, höre ich schon rufen, ich will aber fotografieren, da brauchts doch parallaktisch.
Nun ja, parallaktisch allgemein ist ja kein Problem, das Teleskop drauf kann das Problem werden, auf dem Balkon.
Und mit Katadiopter und Refraktoren (jetzt dann aber mehr in Richtung Apo) kann man auch knipsen ;).

Hoppla, jetzt hab ich doch (fast) glatt den Dobson vergessen.
Hmmm... bin ich und war ich gleich zu Anfangs, man wird es kaum glauben ;), so einen Dobson (200/1200, Standard halt) hab ich auch, nicht so begeistert mit einem Dobson auf dem Balkon.
Da ja wiederum Newton, vorderer Einblick, Abstand Brüstung und halt der Dobson muss aufgebockt werden, sonst, so hab ich es erlebt, limitiert sich mein Beobachtungs Fenster.
Mei könnte man sagen, flaches, horizontnahes Beobachten ist eh nicht der Bringer, aber unter ca. 40° bis 50° möchte ich auch schon mal kommen können, je nach Höhe der Brüstung. Also Dobson aufbocken um annähernd horizontal beobachten zu können.
Dobson aufgebockt auf einem 1,60m tiefen Balkon und bei 20° bis 25° (ca-Angaben) beobachten wirds nach hintenraus schon etwas eng. Wenn der Tubus dann an der Rauhputzwand entlang schrabt... :eek:, kein Spaß nicht.
Zum Glück ist mir das im Dunklen nicht passiert, da ich Trockenübungen im Hellen durchgeführt habe, um eben das Podest, das Aufbocken, zu testen und konnt mich somot bremsen weiter zu "schubsen".

Kurzum, ich habe mich relativ schnell vom Newton verabschiedet.
Wobei die PDS Variante, die auch vorhanden ist ;), 150/750 mit Feintrieb, werd ich dann doch noch auf meiner Alt/AZ iOptron, der Balkon jetzt gibt das her, für EAA/Live-Stacking testen, wer weiß.

Ich denke mal eine weiter Episode (man darf über die Nummerierung spekulieren :ROFLMAO::coffee:) wird folgen.
Aber man weiß ja um die zeitlichen Abstände von Episoden :devilish::teleskop:.

Servus und gut's Nächtle.
 

steini14

Mitglied
Da hatte ich ja großes Glück, das ich da bei meinem Einstig in die Beobachtung viele Faktoren nicht berücksichtigen musste.:)

Terrasse mit 4x5 Meter vorhanden.
Dunkler Himmel auch da.
Straßenlaternen ab 24.00 Uhr aus.

Was wollte ich damals mehr?

Ach ja jetzt kommt's .
Viele Objekte am Himmel und keine Ahnung wie man die findet:unsure:

Aber Gott sei Dank hat sich das auch erledigt. Mir hat damals das GoTo geholfen, das ich jetzt schon lange nicht mehr habe.

CS Matthias
 

mbba18

Mitglied
Hallo Matthias
hallo zusammen,

Da hatte ich ja großes Glück, das ich da bei meinem Einstig in die Beobachtung viele Faktoren nicht berücksichtigen musste.
Balkon ist wirklich was spezielles.
Kann, muss nicht, aber auch sein Vorzüge haben.
Strom, finde ich immens praktisch wenn es eine oder zwei Steckdosen gibt :y:.
Kein Powerpack, kann das Geraffel auch mal eine Nacht oder, wenn das Wetter mitspielt, länger draußen stehen lassen, abgedeckt natürlich.
Und was nicht zu unterschätzen ist, der :coffee: ist nicht weit weg und nicht nur auf eine Thermoskanne limitiert ;).
Auch, wenn es mal wirklich superduper kalt ist, mal rein huschen kein Problem.
OK, die Dunkeladaption ist dann hin, aber wenn man eh länger beobachten möchte, geht das dann auch wieder.
Hat dann auch, so finde ich, einen gewissen Live-Stacking Effekt :D. Wenn man mit nicht ganz adaptierten Auge durchs Okular schaut und das Bild sich von Minute zu Minute besser aufbaut.
Da pfeif ich doch auf die ganze Technik für das EAA ;):ROFLMAO:.

Episode III a ;) bildet sich so langsam auch im Kopf aus.
 

mbba18

Mitglied
Hallo zusammen,

Sonnenepisode, oder auch partielle SoFi-Episode :sonne:.

Vollkommen unerfahren und unbedarft hab ich mich gerade auf die partielle Sonnenfinsternis gestürzt.
Das finden der Sonne hat sich dann doch etwas hingezogen :censored:.
Auch ein Balkon über einen erleichtert einem das doch recht hohe Beobachten auch nicht wirklich.
OK, der Ein oder Andere hat vielleicht Interesse an super Nahaufnahmen von der nachbars Balkondecke :rolleyes:.

Aber erstmal zum Instrumentarium:
120/1000 FH
iOptron Alt/AZ
Sonnenfilter Teleskop Optik
Sonnenfilter Sucher

Asi224 MC
Notebook Linux
FireCapture (FC)

Vorweg, Notebook und Sonne auf dem Balkon vertragen sich nicht so recht. Da muss ich dann mal überlegen was man so machen kann.
Also ein wenig im Blindflug über die Desktopoberfläche gewandert.
Dann aber doch recht passable Einstellungen fabriziert.
Einige hundert Einzelbilder und einige Videos erstellt.
Ähnlich wie ich es bei DeepSky mache, mit kurzen Belichtungszeiten, diese aufsummiere durch FC, abspeichern.
Muss ich dann alles mal sichten.
Aber wie soll es anders sein, zum Schluß schiebt sich halt eine dicke Wolke vor die Linse.
Aber wie sich die Wolke rein schiebt, hab ich auf der Festplatte, fein :D.

Kleines Randerlebnis am Rande, ein Passant/Spaziergänger kam an den Balkon ran und fragte ob ich denn auch alle Galaxien sehen kann?
Schmunzel.
 

mbba18

Mitglied
Hallo zusammen,

habe mir natürlich auch Gedanken gemacht, wie es wäre wenn ich einen Garten zur Verfügung hätte.
Habe ich aber leider nicht, aber durch meinen Job komme ich ziemlich im Landkreis rum.
Da hab ich mir dann auch schon mal das ein oder andere Grundstück mit Haus drauf angesehen.
Bei machen kommt einem auf dem ersten Blick in den Sinn, mei was für eine Verschwendung, nirgends eine Rolldachhütte oder kleine Kuppel ;).
Große Terrasse, frei Sicht in drei Himmelsrichtungen.
Mit freier Sicht mein ich wirklich frei Sich fast runter bis zum Horizont. Niedrige Hecke etc. usw..
Meist sind das aber wirklich Ausnahmen am Orts- Dorfrand.
Die Regel ist dann eher zugewachsene Grundstücke, hohe Hecken, Baum- und Strauchbewuchs.
Das stelle ich mir da dann nicht zwingend praktisch vor.
Also muss man da wohl auch den ein oder anderen Abstrich machen in der Gartenbeobachtung.

Nun komm ich zum Acker, freien Feld, abgelegenen Winkel etc. usw..
Aus meiner Erfahrung heraus und wohl nicht nur meiner :D, bester Beobachtungsplatz wo da geben tut.
Aber man muss da wohl auch so einiges beachten.
Ad hoc, Strom, wenn man mit GoTo arbeitet.
Wenn nur die Montierung versorgt werden muss, ist für mich das Auto der erste Ansprechpartner.
Mit langem Kabel ist das auch für mich nie ein Problem gewesen.
Kurzes Kabel, nun ja da kann das Auto schon mal im weg sein :whistle:. Macht man aber auch nur einmal.
Man sollte aber auch seinem Auto vertrauen, das man dann nach der Beobachtungsnacht auch wieder nach Hause kommt, besonders wenn das Radio noch mit läuft.
Alternativ dann die Powerbank, aber da habe ich keine, kann ich also nichts erhellendes drüber schreiben.

Weiteres Thema bei der Ackerbeobachtung, der Transport.
Mit 30 Lenzen macht man sich da wohl nicht ganz so viel Gedanken drüber. Wobei, man möchte dieses feine Hobby ja nicht nur ein Jahr bestreiten. Ich denke so ab Mitte 50 wird man sich dann schon den ein oder anderen Gedanken machen, ob man den 12", 14"... ... Dobson noch transportieren möchte. Oder ob die Montierung mit 20 und mehr Kg Tragkraft doch nicht so mobil ist, wie man es früher empfunden hat.
"Ich hab Rücken" wird da sicherlich vermehrt über die Lippen kommen. Egal ob Bürojob oder, wie ich ca. 10 bis 15 Jahre im Gartenbau gearbeitet hat.
Aber mit etwas über 60 wird man sich bestimmt Gedanken über den Transport machen.
Ich bin froh, dass ich relativ schnell auf kompaktes Equipment umgestiegen bin.
Kein Einzelstück wiegt über 10 Kg und ist in der Größe sperrig.
Auch passt alles in meinen Toyota (nichts ist unmöglich ;)).
Nein kein SUV, ich hasse diese Teile :sick:. Keiner kann damit wirklich fahren, umgehen und... ok, anderes Thema :D :censored:.
Dann bitte auch bei dieser Beobachtungssituation unbedingt auf Kleidung und Versorgung für das leibliche Wohl achten.
Was dann aus meiner Sicht und Erfahrung auch schon mal hinten runter fällt, ist das Ende der Beobachtung.
Es ist sehr von Vorteil, alles genauso sorgfältig abzubauen, wie man es aufgebaut hat.
Nichts ist lästige als im Halbdunklen irgendwas zu suchen. Mit einer Rotlichtlampe das Gras absuchen ist auch nicht so der Knaller. Beides, Weiß- und Rotlicht, dabei haben ist gut :y:.

Tjaaa... mit dem Verräumen ins Auto und nach Hause fahren, damit ist ja leider noch nicht getan.
Wenn es ebenerdig zu Hause ist, entfällt natürlich die Schlepperei in den dritten Stock ohne Fahrstuhl, wie es bei mir eine Zeitlang war. Dann zu hause, so handhabe ich es zumindest, alles wieder aus den Transporttaschen /-koffern holen, damit es über den folge Tag abtrocknen kann.
Danach kann es dann schon teilweise wieder heißen runter zum Auto und ab in die Arbeit, nach einem schnellen :coffee:.

So schön so ein Ackerbeobachtungsplatz für das Beobachten ist, man sollte das Drumherum nicht unterschätzen.

Für jede Beobachtungssituation gibt es Lösungen und mit einer gewissen Kompromisbereitschaft macht das Beobachten an jedem Ort Spaß.
Man muss sich einfach Gedanken machen, vorher.
 

mbba18

Mitglied
Guten Abend an alle,

auch wenn im Moment schon gute Bedingungen herrschen schreibe ich dennoch einiges, da es so richtig dunkel nicht wird und das Beobachtungszeitfenster recht kurz ist.
Der Ruf des Weckers, trotz Halbrenter, erschallt halt doch und da ich gern zu angenehmen Zeiten Feierabend mache, werde ich wohl nicht auf den Balkon wechseln.

Ach übrigens, ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit meiner Erfahrungen und Wissens.
Gern bitte Einwürfe, Richtigstellungen, weitere Infos über Für's und Wieder's... ... usw. usw..

Beobachtungsort/-platz, Wetter, usw. habe ich ja schon angesprochen.
Jetzt mal etwas mehr zum Instrumentenzoo der sich mittlerweile angesammelt hat.
Wie schon erwähnt das meiste aus Gründen des Interesses wie, was, warum so funktioniert und nicht anders.

Nach dem 150/750 Newton auf EQ3-2, kam recht schnell eine EQ-6 R ins Haus, weil GoTo ;).
Bis auf das Gewicht, war ich sofort hell begeistert von dem Teil.
Wobei ich vieles, was der Handcontroller so anbietet, nicht verstanden habe. das meiste ist mittlerweile Eingänge und, so denke ich, verstanden.
Die Systematik war mir ja schon von der EQ3-2 her bekannt, so das ich jetzt mit Motorunterstützung beobachten konnte und verstand warum die Montierung sich so bewegt wie sie sich bewegt.
Womit ich viel Zeit verbracht habe, war das Einnorden über Polsucher. Mei was bin ich auf dem Balkonboden der damaligen Wohnung rumgekrabbelt.
Spannend ist das nicht.
Auch ein Winkeleinblick ist, ja ok schon eine (kleine) Erleichterung, aber wirklich bequem ist es halt nicht.
Auch wenn ich Polaris, wenn auch nur knapp, sehen konnte, hats nicht wirklich Spaß gemacht.
Also die Literatur und auch das Internet zu Hilfe genommen.
Hm... hmm... Einscheinern, konnt ich mich auch nicht so mit anfreunden.
Dann ist mir ein Text über den Weg gelaufen, leider weiß echt nicht mehr wo, der behauptete, dass viele Einsteiger/Anfänger sehr viel Zeit in das superduper genaue Einnorden über Polsucher aufwenden.
Der sinngemäße Satz " das einige Einsteiger so viel Zeit auf das super genaue Einnorden verwenden, das es schon wieder in die Morgendämmerung geht ohne eine einzige Minute zu beobachten".
Da habe ich mich wieder gefunden.
Die lapidare Behauptung die Montierung mittels Kompass nach Norden ausrichten, Breitengrad am Polblock einstellen, Teleskop gut ausbalancieren, würde für die rein visuelle Beobachtung vollkommen reichen. Natürlich ein sauberes Alignment durchführen.
Gesagt getan, und siehe da es klappte wirklich gut. Und ich glaube mich erinnern zu können, dass ich nie wieder einen Blick durch den Polsucher geworfen habe.
Ich war's zufrieden und die EQ-6 R kam mit dem 150/750 Newton recht häufig zum Einsatz.

Der Newton und ich wurden aber nie richtig Freund miteinander.
Ich kann es noch nicht mal rational erklären. Wir passen einfach nicht zusammen :cool:.

Dennoch, und wer mich jetzt für gaga erklärt und wohl auch damit recht hat, schaffte ich mir einen Standard, 200/1200, Dobson an. Wohlwissend das da auch ein Newton drin hängt :whistle:.
Was soll ich sagen, der Dobson und ich, wir respektieren uns, aber mehr als gute Bekannte werden wir nicht.

Darauf folgte ein 127/1200 Refraktor FH, leider auf einer Exos-2 (die ist sauber verpackt im Keller). Mal wieder nicht an das gedacht was man gelesen hat und schon mit dem Newton auf der EQ3-2 festgestellt hat.
Manchmall scheint man einen und den selben Fehler mehrfach machen zu müssen.
Es wackelt.
Aber der FH, ich war von der ersten Sekunde begeistert und auf der EQ-6 R wackelt da nichts.

Was soll ich sagen, Refraktoren FH sind meine Freunde. Ich mag diese Teleskope einfach :y:.
Farbfehler, von dem ich vorher wusste und drüber gelesen hatte, hin oder her.
An großflächigen Objekten liefern die Teile, für mich, ein schönes, sauberes Bild.
Es folgte ein 120/600 und ein 120/1000, der mein absoluter Favorit ist, warum auch immer gleich zwei weitere :rolleyes:.
Kurzum das sind meine Teleskope.

Mit der Zeit wird sich wohl auch noch ein Apo dazu gesellen :D.
 

mbba18

Mitglied
Hallo zusammen,

Aber warum jetzt die FHs und nicht der Newton?
Ob ich da jetzt erschöpfende und sinnvolle Begründungen für das ein oder das andere System geben kann, bezweifle ich.

Wenn ich von der reinen Datenlage ausgehe, kann ich auch keine saubere Begründung für ja oder nein geben.
Der Newton ist preiswert in Bezug auf die Öffnung.
Da muss ich für einen Refraktor mit gleicher Öffnung, ob nun FH oder Apo, einiges mehr veranschlagen.

Auch, so weit mir bekannt und in dem Bereich der für mich in Frage kommt und wohl auch für die meisten anderen, ist bei 150mm Öffnung beim Refraktor Schluss.
Ich nehm da jetzt mal Selbstbauten und Sonderformen aus.

Der Newton fängt für mich bei 150mm Öffnung an. Mag jemand Anderes anders sehen.
Ab einer Größe von 10" oder 12" , in Abhängigkeit von der Brennweite = ~Baulänge, wird so Newton für einen Halbrentner wie mich, unpraktisch, nicht mehr so locker handhabbar.
Auch wird der Anspruch an die Montierung, speziell parallaktisch, sehr hoch und das schon ab 8".
Da rede ich jetzt aber nur von der rein visuellen Beobachtung. Fotografisch ist das wohl noch eine ganz andere Nummer.
Ergo, für mich, spätestens ab 10" als Dobson montiert. OK, stationär, Rolldach, Dom... ist aber auch ein anderes Thema.
Da wird man wohl auch ganz anders ran gehen, habe ich aber keine Ahnung von, wie gesagt, kein Garten :cry:.

8" Newton parallaktisch habe ich getestet.
Passende Prismenschiene und Rohrschellen besorgt und auf die EQ-6 R gepackt.
Da hatte ich aber Glück, da die Aufhängevorrichtung des Newton für die RockerBox nicht im Weg war. Also nichts abschrauben müssen, nichts mit Bohrlöcher verschließen etc. usw..
Das Teil konnte ich bestens ausbalancieren.
Wer vor hat seinen Newton aus der RockerBox parallaktisch zu montieren, wie gehabt, vorher informieren, wie das umzusetzen wäre.
Was dann als ersten kam, bei der ersten Trockenübung im Zimmer, so ein 200/1200 Newton muss man alleine erst mal auf die Montierung bekommen. Machbar, aber... hmmm... :oops:... nicht so mein Fall.
Dann als nächstes der Einblick. Für mich mit 178cm nicht wirklich spannend und das bei komplett eingezogenen Stativbeinen. Da war für mich der Keks eigentlich schon fast gegessen. Dennoch mal Okular rein und versucht durch zu schauen, echt unkomod. Dann auch mal den Tubus angestubst, hmmm... auch nicht so der Bringer und die EQ-6 R ist ja nun wirklich keine schlechte Montierung. Da schlägt der Hebel einfach zu.
Diese Größenordnung Tuben gehören Dobson montiert oder eben stationär mit entsprechender Montierung.
Dobson montiert bleiben sie auch noch einigermaßen transportabel.

Was das Beobachten angeht, mit meinen 120-ern FHs komme ich natürlich nicht an die Leistung eines meiner Newton dran.
Aber... hmmm... wer mag schon Spikes ;), OK, Ansichtssache. Ich mag sie nicht.
Da werden wohl bei den meisten irgendwo noch die schönen Bilder vom Nachthimmel im Kopf rum geistern, auf denen ja meist Spikes zu sehen sind, und "so hat ein Stern dann auch auszusehen" :censored:.
Für mich ist das Bild auch einfach schöner, sicherlich subjektiv.
Auch beobachte ich gern großflächige Objekte mit "etwas Fleisch" drumherum.
OK, was ich so durchgehen lasse ;), ist der Farbfehler. Kann an Planeten schon stören und bei EAA/Live-Stacking bekommen die Sterne blauviolette Ränder, genauso wenig prickelnd wie Spikes.
Was den Anspruch an die Montierung angeht, da sind Refraktoren, trotz geringerem Durchmesser und gelegentlich auch vom Gewicht her, fast genauso anspruchsvoll, der Hebel halt.
Für mich persönlich wäre sowohl beim Newton als auch beim Refraktor bei 1000mm Brennweite Schluss. Drüber werden mir die Montierungen einfach zu schwer.

Also, Refraktoren liefern mir das was ich gerne Beobachten möchte und sie liefern mir es so wie ich es gern sehen möchte.
Ist sicherlich nicht jedermanns Fall, muss jeder selbst entscheiden. Einfach mal durch schauen :D und es gibt ja noch Apo's :whistle:, wenn da der Geldbeutel mitspielt.
Es spielt da sicherlich auch mit, das ein Teleskop "so auszusehen hat" ;):D.

Irgendwie kann einen da das Gefühl beschleichen, dass das alles sehr individuell ausgeprägt ist.
Es gibt reichlich Möglichkeiten dem Nachthimmel zu Leibe zu rücken.
Mein Weg muss nicht der Weg anderer sein.

Tja, jetzt könnt ich gleich noch die Katadiopter ins Spiel bringen, dazu aber später mehr :D.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Mathias,
...
Irgendwie kann einen da das Gefühl beschleichen, dass das alles sehr individuell ausgeprägt ist.
Es gibt reichlich Möglichkeiten dem Nachthimmel zu Leibe zu rücken.
Mein Weg muss nicht der Weg anderer sein.
Das ist wohl so.
Bei mir ist alles genau anders herum.
Spiegel-Teleskop, Newton ist für mich einfach die beste (überhaupt keine Abhängigkeit auf Farbe!!) und gleichzeitig eine so simple Konstruktion in Bezug auf das was zählt: Die Grösse der Öffnung.
Für mich fängt es natürlich erst ab 12 Zoll an und so etwas kann man nicht mehr parallaktisch montieren, also braucht's eine Alt/Az Montierung.
Und dann natürlich kein Volltubus, sondern ein Gitterrohr-Newton und mit, das ist genauso wichtig, grossen Sichelrädern.
Dann hat man eine schöne smoothe Positionierung.

Ich bin fast Voll-Rentner und selbst mein Taurus 20 Zöller (da fängt der visuelle Spass an ;) ) ist Gewichts und Aufbau-mäßig überhaupt kein Problem, da insgesamt eine leichte Konstruktion.

Der Martini 12 Zoll Gitterrohr Dobson ist ein leichtes Mini-Teleskop. ;)

Alle sind mit DSC-System und/oder Plate-Solving/Starsense ausgerüstet, da braucht's visuell kein GoTo.

Übrigens: Die Klagen über die unpraktische Positionierung des OAZ beim Newton, kann ich bei einem Dobson überhaupt nicht nachvollziehen.
Der OAZ steht eigentlich immer gut. Die Höhe variiert, deswegen einen Bügelstuhl benutzen. Man sollte mM sowieso möglichst im Sitzen beobachten.
Beim grossen 20" ist es bei mir eine Leiter auf der ich Sitze. Ist ganz OK, wird aber demnächst durch eine Teleskop-Leiter ersetzt.

Schwieriger sind parallaktisch montierte Newtons, da dreht sich der OAZ an unzugängliche Stellen. Aber da nimmt man halt Rotations-Schellen.

Tja, jetzt könnt ich gleich noch die Katadiopter ins Spiel bringen, dazu aber später mehr :D.
Neeiiiiiin, ich hasse diese Teile. Habe ja selbst einen SC von früher.
Viel zu viel Brennweite, braucht kein Mensch.
Der arme Spiegel wird durch irgendwelche Linsen verhunzt. ;)

Gruß
Peter
 

mbba18

Mitglied
Hallo Peter,

finde ich gut, dass Du eine andere Sichtweise rein bringst! :y:

Deshalb ist es wohl teilweise recht schwierig eine "allgemein gültige" Beratung abzugeben.
Die Individualität, die vielfältigen Möglichkeiten... ... ...

Übrigens: Die Klagen über die unpraktische Positionierung des OAZ beim Newton, kann ich bei einem Dobson überhaupt nicht nachvollziehen.
Ups... habe ich das beim Dobson bemängelt?
Da ist es natürlich nicht so!
Wie Du sagst, es variiert nur die Höhe.
Werde aber bald mal meinen 150/750 Newton in der PDS Variante hervor holen und auf meine Alt/AZ mit Stativ packen und EAA/Live-Stacking ausprobieren.

Neeiiiiiin, ich hasse diese Teile. Habe ja selbst einen SC von früher.
Viel zu viel Brennweite, braucht kein Mensch.
Der arme Spiegel wird durch irgendwelche Linsen verhunzt. ;)
Doch, doch, dooooooooooochh :devilish:;).

So einen habe ich und finde ich auch immens praktisch :y:.
Oder wenn es geht, kommt halt auf das Objekt an wo es steht, auch ein bequemer Gartenstuhl mit Armlehnen.
Das ganze "System" Mensch / Teleskop wird ruhiger/stabiler.
 
Hallo!

Werde aber bald mal meinen 150/750 Newton in der PDS Variante hervor holen und auf meine Alt/AZ mit Stativ packen und EAA/Live-Stacking ausprobieren.

Niemals nicht machen! Unter keinen Umständen! ;) Ich habe so etwas gemacht und dabei herausgefunden, dass ich sogar in meinen Garten EAA machen kann - Wein Glas in der Hand, im warmen Wohnzimmer wenn es draußen nur 2° hat oder jetzt auf der Terrasse im bequemen Stuhl sitzend. Wenn es spät in der Nacht ist und man schon müde wird, kann man sogar schon mal ins Bett gehen, das EAA-Setup noch weiter rödeln lassen ... hat Sucht Potential!

Viel Spaß dabei! - MünchenBeiNacht - Ewald
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Nebenbei: eigentlich ist der Begriff "Dobson" merkwürdig und technisch betrachtet für mich nicht so ganz koscher. Englisch heißt es da etwas richtiger "dobsonian telescope".
Also "dobsonisches Teleskop" oder "Teleskop nach Dobson". Wobei es ja nicht das Teleskop ist, was man meint, sondern bekanntlich ein Newton samt einfacher Montierung nach Herrn Dobson.

So kann ich zwar theoretisch die Gattung von Montierungen nach dem Erfinder benennen, aber nicht wirklich das Telekop, denn das hat schon einen Namen, es ist ja ein Newton. Während der englische Begriff also zu deutsch etwa "dobsonisch montiertes Newton-Telekop" heißen sollte, wird im Sprachgebrauch "Dobson" für einen Newton samt Montierung verwendet, was bei anderen Teleskopen nicht so zusammengefasst wird. Da definiert man ja stets sauber getrennt zwischen der AZ oder parallaktischen Montierung und dem Telekop selbst.

Salopp könnte man zum "Dob" auf Deutsch auch "Newton in bodennaher Alt/Az" oder garstig "Newton in Mörserlagerung" etc. sagen... :eek:

Oder wir fassen andere Systeme auch mit eigenen Paketnamen zusammen. Komisch, das macht wiederum keiner, da scheint der "Dob" das Alleinstellungsmerkmal zu haben. Etwa: "Paralapo" oder "Makaz"... hm... "ich kauf mir jetzt einen Makaz" oder einen "Paralakmak"... oder gar einen "Makdob"? :unsure::D

Nunja... vielleicht ist mir grad fad. Aber wenn man immer nur "Dobson" liest... ich seh da immer den alten Mann vor mir, über den geschieben steht: "Da er gelobt hatte, in Armut zu leben, konnte er sich kein fertiges Teleskop kaufen, sondern konstruierte Instrumente aus einfachsten Mitteln. So schliff er die Gläser von Flaschenböden zu Teleskopspiegeln und verwandte Papprohre, die auf Baustellen anfielen, als Tubus. Seine Geräte besaßen keine herkömmliche Montierung, sondern waren beweglich auf einem Kasten aus Sperrholz aufgesetzt." (Quelle: John Dobson (Astronom) – Wikipedia)

Ich sehe die Leute dann also immer mit einem alten Mann unterm Arm aus dem Geschäft spazieren, wenn jemand sagt, er hat sich einen Dobson gekauft. Ok, cool, dann viel Spaß noch mit dem alten John, Dude. :cool::coffee:

lg
Niki
 

Opa_Maik

Mitglied
"Da er gelobt hatte, in Armut zu leben, konnte er sich kein fertiges Teleskop kaufen, sondern konstruierte Instrumente aus einfachsten Mitteln. So schliff er die Gläser von Flaschenböden zu Teleskopspiegeln und verwandte Papprohre, die auf Baustellen anfielen, als Tubus. Seine Geräte besaßen keine herkömmliche Montierung, sondern waren beweglich auf einem Kasten aus Sperrholz aufgesetzt." (Quelle: John Dobson (Astronom) – Wikipedia)

Wie es der Zufall will. Gerade auf CN entdeckt, eine Doku über ihn. John Dobson: A Sidewalk Astronomer FULL MOVIE

Gruß Michael
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Ja, den Film kenn ich! :)
"Come see the moon"... an der Straßenecke - das find ich nett.
Das nennt man Volksbildung - die Leute sind begeistert! :D

Netter Typ. Es gibt auch Filme mit ihm, wo in Gruppen Spiegel geschliffen werden... sieht wild aus, kein High-Tech. :coffee:

lg
Niki
 
Hallo!

Von der Mond-Session gibt es eine lange Variante und das ist mein Lieblingsfilm "Come see the moon!" - wenn Frau ins Okular schaut und dann ungläubig um's Teleskop rumgeht und von vorne reinschaut um sich zu vergewissern, dass sie nicht beschummelt wird ... und dann mit Staunen und Grinsen im Gesicht rumsteht.

Man beachte auch den OAZ mit 10-fach Feintrieb!

MünchenBeiNacht - Ewald
 

Opa_Maik

Mitglied
Ich fand die Dobs bei einem Treffen so genial. Von Klassisch, Futuristisch, original aus Pappe bis zum Steampunk Model, alles dabei.

Gruß Michael
 

mbba18

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Hallo Niki,

Deine Gedankengänge zu den Teleskopen auf den unterschiedlichen Montierungen, schon spannend.
Warum der Newton in der Holzkiste einen Spitznamen bekommen hat und die anderen nicht, würde mich auch interessieren :rolleyes:.
Führt dann doch teilweise zu kuriosen Gedankengängen und Fragestellungen.
 

mbba18

Mitglied
Guten Morgen zusammen,

und da ist sie, die Episode ??? :D über die allseits "gefürchteten" :eek: ;) Katadiopter, aus meinem Erfahrungsbereich.

Was soll ich sagen, ein Maksutow-Cassegrain (MC) - (wer sich über meine vehement vertretende Schreibweise mit "w" wundert, ich habe irgendwo gelesen, das dies die richtige Schreibweise wäre :rolleyes:) - durfte in meinem Instrumentenzoo natürlich nicht fehlen.

Ein 127/1500-er auf einer Einarm-Alt/AZ Montierung mit GoTo von SkyWatcher.

Kurzer Einschub zu SkyWatcher.
Das was ich von denen als mein Eigentum bezeichnen kann, kann ich nur sagen, ich bin sehr zufrieden.
Sauber verarbeitet, stabil, alles passt.

Hey, was soll ich sagen, das ist ein wirklich feines kleines Teleskop.
Mit allem Gesummse passt das in eine Tasche und wiegt wirklich nicht viel. Ich hab es jetzt nicht gewogen, aber es ist wirklich erträglich. Platzbedarf im Auto, nicht mehr als eine größere Reisetasche.

Der Aufbau gestaltet sich nicht wirklich schwierig.
Stativ hin, Kopf drauf, ungefähre Nordrichtung einhalten, MC drauf, ausbalancieren, einschalten, Alignment durchführen, fertig. So oder so ähnlich wird es auch im beiliegenden Handbuch beschrieben.

Erstes angefahrenes Objekt war natürlich der Mond, ja, dafür braucht man nicht wirklich GoTo :censored:.
Nun, das ist mMn. Mond mitten drauf und nicht nur dabei.
Es geht sogar was mit DeepSky, aber wirklich nur die hellen und kompakten Objekte. Wenn man den MC auf 2" "hochrüstet", was ich gemacht habe, ist, rein subjektiv, a bissle mehr drin. Ob es sich wirklich lohnt... hmmm... muss wohl jeder für sich ausprobieren und sich entscheiden ob er dabei bleibt.

Das Bild, das geliefert wird, ist gut, aber mit meinen Refraktoren nicht zu vergleichen. Da spielen wohl der Fangspiegel (ohne Spikes ;)) und die Brennweite die entscheidende Rolle.
Wer mit dem Farbfehler der FHs an Planeten so gar nicht klar kommt, könnt bei einem MC gut aufgehoben sein.

Was noch ist beim MC, ich nutze zwar eine Taukappe, aber ob sie bei dem Kleinen zwingend notwendig ist, weiß ich nicht. Ich hatte anfangs ohne keine Probleme. Der Schmidt-Cassegrain (SC) (ja der kommt auch noch :devilish::ROFLMAO:) ist da anders.
Kann sein das es bei 7" anders ist.
Die oft erwähnte Auskühlzeit beim MC hält sich bei dem Kleinen auch in Grenzen. Exorbitant höher als bei einem Newton ist sie nicht. Wird sich wohl bei einem 7" auch wieder relativieren.

Auch wenn ich einem MC zugetan bin, ein zwiespältiges Gefühl bleibt. Käme ich nochmals in die Verlegenheit einen anzuschaffen, würde ich gleich auf 7" oder 8" gehen. Würde da aber auf die Brennweiten achten, da es da wohl Modelle gibt, die von der Brennweite noch über dem C8 (SC) liegen.
Auch das Gewicht steigert sich. Die Meniskuslinse ist ja schon schwerer als die Schmidtplatte.

Zu der kleinen Alt/AZ Einarm GoTo, sie macht was sie soll und das zuverlässig. Besonders dann, wenn man sich an das Handbuch hält ;).
Mit dem beigefügten Batteriepack würde ich auf Dauer nicht arbeiten. Für die ersten paar Abende/Nächte sicherlich machbar, aber auf Dauer lieber ein Netzteil angeschafft und gut ist. Mit Batterien geht es ordentlich ins Geld.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Mathias,

ich finde die Maksutows haben ausser der Kompaktheit in Bezug auf die lange Brennweite keinerlei Vorteile.
Lange Brennweite bringt nur hohe Vergrösserung. Aber hohe Vergrösserung kann man auch ganz einfach durch eine Barlow und/oder entsprechende Okulare erreichen.
Also wozu dieser Teleskop-Typ? Habe ich noch nie verstanden. ;)

Sorry, ich verstehe auch das GoTo bei diesem Teleskop nicht. Wenn man sowieso nur die kompakteren, helleren DS-Objekte damit sehen kann, braucht man das doch nicht. Ausser man will mittels eines Roboters das Teleskop an eine Position fahren lassen, an der man, wenn das Teleskop leistungsfähiger wäre, das Obejkt sehen würde. ;)

Bin mal gespannt auf den SC. ;)

Das ganze ist natürlich komplett subjektiv. ;)

Gruß
Peter
 
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