Frage: Zufriedenheit mit euren Ethos Okularen ...

#31
Hi Martin,

die anderen haben es erklärt. Kein Angst vor der Koma.
Wenn Du im Newton ohne Korrektor nur Koma siehst, dann ist das Bild bauartbedingt perfekt.
Siehst Du am f/4 Newton keine KOMA, dann hast Du entweder 30 Grad Okulare oder aber so viele Bildfehler im Bild, dass die Koma darin versinkt.
Wenn Dich dann die Koma stört gibt es den Korrektor, der dann aber das f/4 zu einem f/4,6 macht, wenn es der Parracor ist.

Zum Okular, mein liebstes ist das 13er Ethos, egal an welchem Gerät - auch am 80mm f/7 Apo.
CS
 
#32
Jetzt ist es 100% klar.
Der Asti hatte noch gefehlt in meiner Betrachtung.

Das passt auch alles gut zu dem, was ich schon mal hatte und gesehen hatte.

:super:

 
#34
Hallo Martin,

das ist falsch.
Sie bieten ein abgewandeltes Erfle-Design in sehr hoher Fertigungsqualität und damit sehr wenig Okularasti und sonstige (Fertigungs)Fehler die Leistung kosten.

Komakorrektur passiert heutzutage nur wenn man einen Komakorrektor ider eine komakorrigierende Barlow einsetzt.
Es hab mal, von Heinz Klee gerechnet, die komakorrigierenden "Pretoria-Okulare", die sind aber nicht mehr verfügbar bzw nur noch als Sammlerstücke zu bekommen.

Es gibt immer wieder mal werbugsgesteuerte Aussagen die unzutreffend weiter getragen werden. So wurde auch mal in Werbeauftritten mehrere Händler die Baader Q-Turret Barlow als "klassiches Zeiss-Desigen" und "komakorrigierend nach Klee" befeuert, es hat eine Weile gedauert bis wir hier im Forum in einem Thread und mit Versuchen herausarbeiten konnten, dass das alles Unfung ist/war.

Gruß
Günther
 
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#36
Hallo Martin,

weil ich´s grad gelesen habe: ich hab einen 120er Tak, den kann ich daher auch empfehlen. Ethos habe ich keine, die sind sicher Spitze, ich habe mir die Delos gegönnt und kann jedenfalls nicht klagen, was das Gewicht, die Farbreinheit, das Einblickverhalten und das Gesichtsfeld betrifft.

Jedenfalls sind LZOS oder Tak in der Öffnungsklasse sehr leistungsfähig und noch transportabel, finde ich. Mit Ethos kombiniert sicher zukunftssicher. ;)

lg
Niki
 
#37
Hallo Niki,

um den 120er Tak schleiche ich auch schon seit ein paar Wochen rum. Die Annäherung erfolgt spiralförmig mit ängstlichem Blick auf das Sparkonto ... :)

Gruß Martin
 
#38
So, ich habe mir jetzt einige Okularvergleiche von Sven durchgelesen. Die günstigeren ES scheinen wirklich eine gute Alternative zu den Ethos.

Eine Frage, die mich beschäftigt:

Diese 100° Okulare sind ja ganz schöne Brocken.
Wenn ich mir jetzt vorstelle, am Newton ragt der OAZ schon 5cm raus. Dann ein Paracorr, der nochmal 60mm aufträgt und dann noch ein Ethos, welches nochmal gut 11cm lang ist...
Dann hängt da ein Ding von 22cm Länge und einem Gewicht von bestimmt 1,6kg da oben dran.

Ist das noch praktikabel / macht das noch Spaß?
 
#39
Zitat von Martin_B:
Ist das noch praktikabel / macht das noch Spaß?
Also da sehe ich persönlich keine Probleme, wenn es nicht ein Mini-Newton ist.

Ich hab an meinem 8'' Dobson die meiste Zeit Filterschieber, PowerSwitch, Binoansatz und daran 2 Delos Okulare dran.
Das hat noch mehr Gewicht und ragt mindestens so weit raus, aber alles völlig problemlos.

Grüße, Mario

PS. Zu den Ethos kann ich recht wenig sagen, hab aber schon mehrfach bei Kollegen durchgesehen und festgestellt, dass ich keine 100° brauche. 72-82° reichen mir völlig bzw. sind mir sogar lieber, da ich es angenehmer finde noch irgendwo einen Sichtfeldrand zu sehen.
 
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#41
Hallo Martin,

Gewicht und Hebel sind nicht zu verachten. Die meisten Okularauszüge kommen aber bezüglich Verkippung damit klar. Bei Crayfords kann man aber schonmal gezwungen sein, zwischen Gängigkeit und Durchrutschen zu justieren, wenn der Okularauszug die Kombination heben muss.
Probleme hatte und habe ich hingegen mit dem Paracorr I in der älteren Version mit nur einer Führungs- und Feststellschraube am Tuning-Ring. Der kann dann nämlich verkippen. Mit der Version PVL2008 wurde das korrigiert und beim Paracorr II wurde das übernommen.

80° reichen, haben jahrzehnte gereicht und werden auch weiter reichen - aber abgesehen von so manchem immer noch teuren Nagler erzielen viele (nicht! alle!) 100° Okular-Baureihen eine deutlich bessere Randabbildung als ein Großteil der 82° Okulare am Markt. Insbesondere bei langen Okularbrennweiten wird das sehr relevant. Aber alles hat seine Grenzen: Das 20mm ES 100° ist am Rand besser als ein 26mm Nagler wie auch 31mm Nagler Typ 5, wobei sie alle drei eben auch bezüglich Randabbildung auffallend nachlassen - und dennoch zu den wirklich guten Okularen zu rechnen sind.

Mein subjektives Empfinden ist, dass ab etwa 65° eine gewisse Zufriedenheit mit dem Gesichtsfeld einsetzt. Bei 60° ist die Beschränkung des Gesichtsfelds zu bemerken, bei 50° ist es eine praktisch relevante Einschränkung. 80° sind angenehm bemerkbar und 100° vor allem im direkten Vergleich zu 80° nochmals eine schöne und ästhetische Steigerung.

Clear Skies
Sven
 
#42
Danke Sven.

Ich dreh mich im Kreis.
Immer rund herum zwischen einer Reihe von T4/5/6,
den 82° ES, den 100° ES oder gleich den Ethos.

Mir ist schon ganz schwindelig.

Ich fange bei 0 wieder an und wäre bereit bis 2k5 für eine möglichst "breite" Okularausstattung zu berappen.
Wie es im Moment aussieht vornehmlich an f/4.5 und f/6.

Höchste Vergrößerung brauche ich nicht.
1-2mm AP reicht mir um das zu sehen, was ich sehen will.
Ich habe zudem ein kleines Augenproblem und komme mit kleineren AP nicht gut zurecht.

Die Okulare sollen halt so gut wie möglich sein (ich weiß, das ist keine hinreichende Definition der Anforderungen).

Also eine Reihe an f/4.5 wäre dann so ungefähr
25 - 6mm

und an f/6 dann ungefähr
36 - 9mm

Wenn ich mir jetzt virtuell die 82° Reihe von ES zusammenstelle mit
30, 24, 18, 14, 11, 8.8, 6.7 kostet das gerade mal 1200.-
Aber ich bin nicht sicher, ob die wirklich gut sind.

Wenn ich die Reihe als Nagler mit 82° zusammenstelle, muss das Raster gröber werden,
um im Preisrahmen zu bleiben.
Außerdem ist das dann eine Mischung aus T4, T5 und T6.
22, 17, 13, 11, 9, 7
Auf das 31er muss ich dann verzichten, passt nicht ins Budget.

Oder man macht die Nagler Reihe noch gröber:
31, 22, 13, 9, 7
würde wieder passen.

Mit den 100° ES bzw 92° LER wäre möglich:
20, 17, 14, 12, 9, 5
Aber ich bin nicht sicher, ob die alle was taugen.

Oder halt gleich eine grobe Ethos Reihe
21, 13, 8, 6


Oder ganz anders :)
....



Gruß Martin




 
#43
Hallo Martin,


wie schon in einem anderen Thread geschrieben wurde: die ultimative jeden glücklich machende Okularreihe gibt es nicht. Und: man kann auch bunt mischen und je nach Brennweite bestimmte Eigenschaften mitnehmen.

Ich hab nur das 17mm Ethosdas aber bei mir das 22er und das 17er T4 ersetzt hat. Hier ist der Himmel mäßig aufgehellt da zählt Feld mehr als fein abgestufte AP. Darunter ein 12mmT4 und ein Sammelsorium aus Pentax XL7mm und 5,2mm (gebraucht ein super Preis-Leistungsverhältnis an Deinem f4,5 sind die XW anzuraten!) und diverse Meade UWA 4000 und noch ein kleines 4,8mm Nagler ich glaube Typ1 und diverse Barlows und noch ein paar Raritäten.

Ganz kurz und knapp:

Ethos: manche (Brillenträger) finden das Einblickverhalten nicht so prickelnd ansonsten ein super Okular

Nagler T4 haben die in Rasten verstellbare Augenmuschel - die muß weit genug raus gezogen sein sonst neigen die T4 zu Abschattungen - aber nur dann, ansonsten ein tolles Einblickverhalten und eine sehr gute Leistung…

...aber die T5 sollen einen Ticken besser sein. (??)

Die Klone von ES sind optisch nah dran zumindest bei den mir bekannten Exemplaren. Hab gerade das 24mm 68° in 1 1/4" hier das ist ein schönes Okular am Intes MN86 praktisch randscharf. Daß das 24mm Panoptik besser ist sieht man dann im direkten Vergleich. Auf der Seite von Sven gibt es den vergleich Ethos gegen ES das ist ganz interessant.

Die 92° LER haben in unserer Truppe Begeisterung wegen des Einblickverhaltens ausgelöst, optische Leistung ist ebenfalls topp! Brillant, saubere Sterne das macht Spaß. Gibt aber nur 2 Brennweiten glaube ich?


Vielleicht ist es sinnvoll bei den Langen Brennweiten die richtig ins Geld gehen auf Klone oder 82° zu setzen und darunter noch zwei oder drei 100° Okulare zu plazieren. Ich werde wahrscheinlich beim 30mm nicht auf's T5 setzen sondern eine günstigere Alternative wählen - unter meinem Himmel bleibt das eh meistens im Koffer.


Falsch macht mit diesen ganzen genannten Okularen eigentlich eh nichts. Man kann immer und überall für 2% Mehrleistung das dreifache ausgeben...ich hab das meiste gebraucht im Laufe der Zeit zusammengekauft das ist am günstigsten.



Viele Grüße Felix
 
#44
Und für den Freund komafreier Randabbildung würde ich einen guten Komakorrektor mit in Betracht ziehen. Zumindest bei mir gehörte diese Anschaffung ( ES HRCC) zu den Sinnvollsten.
Zu beachten dabei ist die einhergehende Brennweitenverlängerung um 6-10% beim Paracorr um 15%

Gruß Horst

P.S.: Meine Okularpalette am f4,9, demnächst f4,5 Dobson:
ES 82° 30mm
Lunt HDC 100° 20mm
ES 100° 14mm
ES 100° 9mm
ES 82° 6,7mm
ES 82° 4,7mm
Nagler T6 82° 3,5mm

Wobei letzteres seltenst eingesetzt wird

Gruß Horst
 
#45
Hallo Horst,


schön daß der Hinweis einen Komakorrektor einzusetzen auch von Dir kommt weiter oben hat den ja schon jemand für überflüssig erklärt. Beim schnellen Newton gehört der fast dazu wenn man nicht nur auf die Achse schaut und sollte dann bei der Okularauswahl berücksichtigt werden.

Darf ich fragen wie das 30mm 82° ES Okular an f4,9 abbildet?


Viele Grüße Felix
 
#46
Ich werde wohl auch mischen.
Leider ticke ich so, dass, kaufe ich zB ein ES und irgendwas stört mich dran, dann denke ich 'hättest vielleicht besser das Ethos genommen'.
Bescheuert, aber da kann ich nichts gegen machen.

Gebruacht kaufen wäre auch eine Option, aber finde mal gerade 5 Okulare, die du gerade suchst ...

Ich werde versuchen, ein Paket zu machen und beim Händler einen hoffentlich sehr guten Paketpreis zu bekommen.
Incl. Koma-Korrektor.


Die Leistung des 30mm ES würde mich auch sehr interessieren ...
 
#47
Nach einem Erfle 32mm war das ES 30mm 82° eine "Offenbarung" mit dessen Randabbildung ich endlich zufrieden war. Im Erle tauchte jeder etwas hellere Stern als Lichtblitz auf der auch ein PN sein könnte. Im ES sofort um Welten besser. Aber zusammen mit dem Komakorrektor nochmals eine deutliche Verbesserung. Nadelfeine Sterne bis zum Rand. Und dazu, quasi als netter Nebeneffekt eine sehr schöne Bildfeldebnung! Insgesamt eine hervorragende Kombination und das bei jedem Okular und schon bei f4,9.

So kann ich nicht verstehen, wenn Leute an schnellen Geräten auf der einen Seite unbedingt auf Televue Weitwinkelokulare schwören und auf der anderen Seite keinen Komakorrektor einsetzen. Aber jeder empfindet wohl anders....

Gruß Horst
 
#48
Hallo Leute,


Horst, danke für die Einschätzung klingt gut!


Zitat von Martin_B:
Leider ticke ich so, dass, kaufe ich zB ein ES und irgendwas stört mich dran, dann denke ich 'hättest vielleicht besser das Ethos genommen'.
Bescheuert, aber da kann ich nichts gegen machen.
Und wenn einen was an den Ethos stört könnten diese Okulare von Nikon die Lösung sein... :/

https://www.apm-telescopes.de/de/okulare/mehr-74-ultraweitwinkel/andere/nikon-nav-hw-12.5-mm-okular-korrektor-eic-10.html

https://www.apm-telescopes.de/de/okulare/mehr-74-ultraweitwinkel/andere/nikon-nav-hw-17-mm-okular-korrektor-eic-14.html

Wie gut die im Vergleich zu den Ethos sind weiß ich nicht bei Cloudy Nights kommen sie im Vergleich gut davon.

Naja wenn man schon möglichst endgültig kaufen will macht es schon Sinn zu überlegen ob und wo man Abstriche macht: beim Feld, marginal bis bemerkbar bei der Qualität oder einfach eine wenig gebrauchte Brennweite weglassen oder etwas gröber staffeln. Letzte Gewissheit bringt trotzdem nur der eigene Blick durch's Okular am besten im direkten Vergleich oder man kauft darauf hoffend daß es paßt das teuerste/beste:

wobei gerade die 92° LER trotz oder wegen des günstigen Preises zum
Ethos ein für Brillenträger evtl ausschlaggebend gutmütiges Einblickverhalten hat.

Helligkeit Streulichtunterdrückung und Sternabbildung waren auch tadellos. Da hast Du 12mm und 17mm für nur etwas mehr als das 17er Ethos solo kostet...als Übersichtsokular das 30mm 82° und unter dem 12mm noch je nachdem was Du an Vergrößerung anstrebst. Das könnten dann zwei Ethos oder mehrere Klone sein.



Viele Grüße Felix
 
#49
Hallo Horst,

Zitat:
So kann ich nicht verstehen, wenn Leute an schnellen Geräten auf der einen Seite unbedingt auf Televue Weitwinkelokulare schwören und auf der anderen Seite keinen Komakorrektor einsetzen. Aber jeder empfindet wohl anders...."


Das liegt vor allem daran, dass mich die Koma weit weniger stört als es bei anderen ist (subjektives Empfinden)
Abgesehen davon; egal wie groß das sGF eines Okulares sein mag - Objekte stellt man ja eh in die Mitte und erfreut sich doch lediglich daran, dass noch sehr viel von der Umgebung zu sehen ist - ist einfach angenehmer (zumindest für mich)

Weiterhin sollte man das Gewicht eines Okulares mitsamt Komakorrektor nicht unterschätzen - ein Dobson muss entsprechend ausgelegt sein oder man ist gezwungen mit Gegengewichtes etc zu arbeiten

CS
sunspot
 
#50
@Felix, Danke für die kleine Kopfwäsche.
Die Ethos haben tatsächlich auch Eigenschaften, die mich stören, obwohl ich die Okulare noch gar nicht habe :)
Das sind: die stark unterschiedliche Fokuslage zwischen 21er, 13er und dem 8er.
Und auch die aus meiner Sicht dämliche 1,25" / 2" Steckhülse beim 13er und 8er.

@Horst, Du hast ja einige der ES.
Wenn ich mir die techniscen Daten ansehe (gibt ein PDF Dokument), dann scheinen die Okulare innerhalb einer Serie recht homofokal.
Alle 82° sind homofokal, die beiden LER könnten homofokal sein (im PDF fehlt leider die Angabe zum 12mm LER), und die kürzeren 100° sind es scheinbar auch.

Kannst du das bestätigen?

Die 100° 20mm und 25mm schlagen aber aus der Reihe.


Ich könnte mir vorstellen, dass es ganz praktisch wäre, wenn die Okulare homofokal wären, vor allem mit einem Komakorrektor.
Dann muss man nicht so viel schrauben.

Meine neue virtuelle Reihe ist (alles ES)
Fokuslage in Klammern:

30mm 82° als Übersichtsokular an f/6 (3)
24mm 82° als Übersichtsokular an f/4.5 (3)
17mm LER 100° (0)
12mm LER 100° (0)
8.8mm 82° (3)
6.7mm 82° (3)
4.7mm 82° (3)

Dazu noch ein Paracorr und ein Rabatt vom Händler, dann hätte ich eine schöne Abstufung und bin WEIT unter Budget.

Sollten die 82° nicht soo toll sein, könnte ich sie wieder verkaufen. Ein möglicher Verlust (25% oder so) wäre dann auch deutlich leichter zu verschmerzen, als bei einem 800.- Okular ...

Zwischendurch mal wieder Dank an alle !!
 
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#51
Zitat von sunspot:
Das liegt vor allem daran, dass mich die Koma weit weniger stört als es bei anderen ist (subjektives Empfinden)
Abgesehen davon; egal wie groß das sGF eines Okulares sein mag - Objekte stellt man ja eh in die Mitte und erfreut sich doch lediglich daran, dass noch sehr viel von der Umgebung zu sehen ist - ist einfach angenehmer (zumindest für mich)

Weiterhin sollte man das Gewicht eines Okulares mitsamt Komakorrektor nicht unterschätzen - ein Dobson muss entsprechend ausgelegt sein oder man ist gezwungen mit Gegengewichtes etc zu arbeiten.
Hallo Sonnenfleck,

So habe ich früher auch gedacht, bis ich mich eine Zeitlang auf Sternhaufen spezialisiert habe. Im 16"er f/3,7 bekomme ich im 26er Nagler h und chi Persei komplett ins Gesichtsfeld. Aber wenn ich einen zentriere, ist der andere durch Koma unscharf. Wenn ich auf die Mitte gehe, sind bei beiden die Außenbereiche unscharf. Du sagst selbst, Du erfreust dich am Anblick der Umgebung. Das tue ich auch, aber ich erfreue mich mehr, wenn sie auch scharf ist.

Gewicht ist natürlich ein Faktor. Ich habe den Paracorr zunächst durch ein Gegengewicht ausgeglichen. Als ich dann auf einen SIPS wechselte, habe ich den Hut etwas abgespeckt, das hat gereicht.

Aber mit einem hast Du völlig Recht: es kommt auf das subjektive Empfinden an. Wenn einen die Koma tatsächlich nicht stört, braucht man auch keinen Korrektor. Aber ich habe an meinem Teleskop schon mehrfach erlebt, dass Beobachter diese Meinung hatten als sie ans Okular gingen. Fünf Minuten später hatten sie ihre Meinung geändert und ein halbes Jahr später hatten sie selbst einen Komakorrektor im Okularkoffer liegen. :biggrin:

Komafreie Grüße:
Marcus
 
#52
@Martin: Die ES okulare sind nur einigermaßen Homofokal, beim Okularwechsel muss ich immer um wenige mm nachfokusieren. Aber mein Lunt z.B. fällt da ganz anders aus. Ggfs. kann man auch mit Homofokalringen die Okulare perfekt aufeinander abstimmen.

@Sunspot: Ich schrieb ja, andere mögen es anders empfinden. Ich selbst empfand den Einsatz richtig voranbringend. Auch die einhergehende Bildfeldebnung. Beides fällt besonders posstiv auf, wenn man unter Bewegung Objekte aufsucht oder einfach nur den Himmel abfährt und dabei stets nahezu verzerrungsfrei die Sterne durchs Blickfeld ziehen. Genau dieses Beobachten macht für mich den Großteil des Reizes der 100°Okulare aus. Ansonsten würden mir auch gut abgestufte 82° oder gar 68° Okulare genügen.

Gruß Horst
 
#53
:)

Manchmal frage ich mich, was bei unserem Hobby mehr Spaß macht: die Evaluierungsschlachten vor dem Kauf, oder das Gucken selbst. Ich muss sagen, die Evaluierungsschlachten haben was. Da gibt es 1000 Parameter, die man beachten kann (wenn man will) und wenn man alle auf einen großen Zettel schreibt, braucht man einen Hubschrauber, um den dann zu überblicken.

Dann beginnt man wieder bei 0, weil man all das auf einen Blick nicht mehr subsummieren kann. :)

Nun, ich hab halt deswegen die Delos genommen, weil die die Hälfte der Ethos kosten und der TSA120 allein schon über meinem "vernünftigen" Budget lag... ;)

Aber wenn ich diese Kombination hernehme und Jupiter anguck, dann steht der GRF wie eine orangrote Stecknadel im Okular, und die Bänder sind wunderschön. Die technischen Daten der Komponenten sind mir ab dann wurscht. Aber sie sind verantwortlich dafür, dass alles so toll aussieht.

Und es gibt 100 andere Kombinationen, die auch traumhaft sind. Mein Argument war, dass ich TeleVue WILL (nicht "brauche", sondern "will"), und 72 Grad mit einem super Einblickverhalten MIR genügen. Ich weigere mich, in diesem Leben noch Ethos zu finanzieren. Punkt. Aber Gratulation an alle, die sie sich leisten, weil sie sie WOLLEN. Denn dann sind sie glücklich. :)

Also: Bauch einschalten, Hirn aus, das hat schon genug Informationen gesammelt. Und drei Nächte drüber schlafen. Dann nähert man sich dem, was man eigentlich WILL und vielleicht auch, WARUM. Aber das WARUM braucht nur unser Hirn, der Bauch braucht diese Diskussionen dann nicht mehr. ;)

lg
Niki
 
#57
Hi Martin

nun, am Ende kommt immer der Willhaben-Effekt weils besser ist.
Ohne Dich weiter verwirren zu wollen, wollte ich nochmal 2 Dinge einwerfen.

- Die 2" Hülsen der Ethos sind beim 8er und 6 abschraubbar.
Darunter ist 1,25". Erst ab 13 sind sie immer 2".

- die 82 Grad ES sind für den Preis nicht schlecht, keine Frage. Ich nutze sie am ED-BINO gerne, aber nur weil mir Ethosse zu doppeln zu teuer war/ist. Sonst nehme ich sie nicht, weil nicht im Ansatz an ein Ethos herankommen.
Da Du u.a. ja einen schnellen Newton als Dobson hast/willst, gebe ich zu bedenken, dass das Feld gerade bei Höchstvergrößerung mit 100 bzw 110 Grad erheblich mehr bietet.

Kaufe es doch in Etappen. Habe ich auch gemacht und Step by step umgestellt.
CS
 
#58
Das Wichtigste ist: Man selbst ist zufrieden mit seinem Geraffel. Was dabei hilft ist Eigenschaften einschätzen zu können die einem wichtig und weniger wichtig sind. Wenn man mehrere Tausend Euro in Teleskop und Zubehör gesteckt hat, ist nichts blöder als nach einer Weile zu denken: " Ach hätte ich doch statt.... "

Zufriedene Grüße Horst

 

Neustes Astronomie Foto

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