Fragen zum Mach-Zehnder-Interferometer | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Fragen zum Mach-Zehnder-Interferometer

blue_scape

Mitglied
Hallo Mert,

das PDF kannte ich in der Tat schon.

Ich wollte nur nochmal bei den beiden Fällen nachhaken (siehe diesen Beitrag), die doch eigentlich nach einigem Nachdenken logisch erscheinen.

Wenn es außerhalb des Labors einen natürlichen Doppelspalt gegen sollte, dann tritt freilich dasselbe Phänomen auf. Auch ohne unsere Beobachtung.

Gruß - Nico
 

bauhof

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Hallo Nico,

nun zu deinem Beitrag vom 24/10/2005 21:17

Aber worin liegt die Besonderheit der Feststellung, dass (1) das Austretung der Interferenzmusters vom Beobachter unabhängig auftritt bzw. (2) das dem Teilchen nicht mal gedanklich eine bestimmte Eigenschaft zuzuschreiben ist. Hört sich doch logisch an. Wieso sollte es nicht so sein?
Die Besonderheit der Feststellung liegt darin, dass es etliche Leute gab, welche dem menschlichen Bewusstsein eine Teilhabe am Quanten-Geschehen zusprechen wollten. Und zwar in der Weise, dass erst die Wahrnehmung durch das menschliche Bewusstsein den "Kollaps der Wellenfunktion" bewirkt.

Stichworte dazu: "Schrödingers Katze" und "Wigners Freund".

Mit freundlichen Grüßen
Eugen Bauhof

P.S.
Ich helfe immer gern weiter. Bitte etwas Geduld, wenn ich nicht sofort antworte. In den letzten zwei Wochen war ich privat anderweitig sehr beschäftigt.
 

blue_scape

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Hallo Eugen,

danke für deine Antwort! Nach "Wigners Freund" werde ich mal googlen, da mir das jetzt überhaupt nichts sagt.

Gruß - Nico
 

blue_scape

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Hallo Eugen,

zu Wigners Freund findet man ja nicht gerade viele oder ausführliche Texte im Internet.

Da man dort wieder Schrödingers Katze begegnet, vorweg erst noch eine andere Fragestellung. Wir bleiben bei dem Zitat:

"Es reicht die reine Möglichkeit, dass wir dies tun könnten. Es ist also unerheblich, ob ein Beobachter über eine Messung Notiz davon nimmt, welchen Weg das Teilchen nimmt. Allein dass man diesen Weg bestimmen könnte, reicht aus, um die Interferenz zum Verschwinden zu bringen."

Beim Doppelspalt leuchtet mir das ein, aber wie kann man diese Darstellung auf Schrödingers Katze übertragen?

Gruß - Nico
 

bauhof

Mitglied
Hallo Nico,

nein, kenne ich nicht. Bekannt ist mir nur der "Der Bombentest nach Elitzur-Vaidman".

Ausserdem gibt es darüber einen Artikel bei Wissenschaft-Online "Lieber tot und lebendig", in dem u.a. der folgende Limmerick zu finden ist:

"Schrödinger said that a cat
Is alive, or it’s dead, and that’s that.
But Heisenberg said,
"It’s alive and it’s dead,
and its state can be seen as a stat."


Anmerkung: "stat" steht hier als ein Kürzel für "statistics"


M.f.G. Eugen Bauhof

P.S.
Ich denke, die Qualität dieses Limmericks rechtfertigt es, etwas in englisch zu zitieren. Aber Englischkenntnisse allein werden nicht ausreichen, um den Sinn zu verstehen. Kenntnisse in der Quantentheorie sind dazu notwendig.
 
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