"gelbe Zone" , besser keinen Newton für deep Sky ? | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

"gelbe Zone" , besser keinen Newton für deep Sky ?

Horst66

Mitglied
Hallo Horst,

auch dir vielen Dank. Bei SQM-L 20,2 den Pferdekopf zu sehen, finde ich aber enorm. Hast du mal unter solchen Bedingungen auf M51 gehalten? Das nutze ich gern als Referenzobjekt. Was kannst du da mit 16"erkennen?

CS
Stefan

Das war für mich ein ganz besonderer Abend und M51 war nicht das Ziel.
In guten Nächten sehe ich aber deutliche Strukturen in der größeren Galaxie und den verbindenden Arm gerade so eben minimal offen / komplett geschlossen. (Schwierig zu beschreiben, das ist genau die Grenze zwischen ich sehe was und ich weiß was ich sehen möchte)

Gruß Horst
 

bogix

Mitglied
Hallo zusammen,

ein kurzes Beispiel, dass nicht nur die Dunkelheit wichtig ist, sondern es auf verschiedene Aspekte ankommt. Letzten Sommer gab es an meinem Beobachtungsort die Möglichkeit, die Sommermilchtraße durchgängig von Baumwipfel zu Baumwipfel sehr schön sehen zu können. Somit konnte ich einen Kugelsternhaufen im Schützen in 1a Qualität gemeinsam mit Baumwipfeln im Okular Beobachten. Das lag nicht an der Dunkelheit, sondern daran, dass von zwei Städten in der weiteren Umgebung (20 und 40 km) nahezu kein Licht am Himmel verteilt wurde bzw. die Lichtglocken nahezu nicht vorhanden waren (meiner Erfahrung nach hat das viel mit der Luftfeuchte zu tun). Für solche Beobachtungen lohnt es sich wirklich, auch mal eine Stunde mit dem Auto zu fahren.

CS

Matthias
 

Antares

Mitglied
Hi zusammen

at Rudi, schön dann kommst langsam voran. Das ES 30 ist sicher nicht verkehrt. Ob es das Morpheus sein muss.. ich habe für mich das 20 mm XWA mit 100 Grad gewählt. Es wird oft benutzt undbisher habe ich nur positives Feedback auf die Empfehlung bekommen.

Objekte:
M 51 mit Spiralarmen und Brücke - konnte ich mit 6" Skywatcher Newton f/5 und 13mm Ethos bei ca 6,2 mag auf 450m über NN gut sehen. Am gleichen Platz sehe ich die Verbindung bei 5,6 mag GG mit dem 12 Zöller nicht, wenn die Transparenz nicht paßt.
Auch an dem Platz hat der Pferdekopf einige Versuche mit 12" gebraucht. 6mag GG , H Beta und das 26iger Nagler waren im Einsatz und es brauchte eine Weile bis das Pferdchen klar ausgemacht werden konnte.
CS
 

StKorth_privat

Mitglied
Für welches Fernrohr man sich auch immer entscheiden mag - mehr Öffnung bringt immer mehr, ich würde mich nicht davon abschrecken lassen, auch unter hellem Vorstadthimmel mit (im Rahmen der Möglichkeiten) größtmöglicher Öffnung zu arbeiten.
Einer Gegenrechnung Teleskoppreis vs. Fahrkosten kann ich persönlich nur bedingt folgen - wenn man 9 - 10 Arbeitsstunden pro Tag hinter sich gebracht hat, dann hat man nicht unbedingt Bock, sich noch für Hin- und Rückfahrt hinter´s Steuer zu klemmen. Will sagen - wenn man vor Ort schauen kann, dann lieber öfter.
Ich habe 95% meiner Nächte unter Vorort-Bedingungen geschaut und immer etwas gefunden, was mir Spaß macht. Die 5% unter Dunkelhimmel waren dann gefühlt wie ein besonders guter Wein...

Schlussfolgerung ... machen, beobachten, gibt genug zu gucken!

Stefan Korth
 

StHz

Mitglied
Hallo Stefan,

absolut wahr. In meiner Situation sind die Ergebnisse mit dem C11 unter meinem Himmel leider eher enttäuschend, sodass sich die Frage stellt, ob die Anschaffung einer deutlich größeren Öffnung sinnvoll wäre. Da wäre es dann aber doch zu viel Geld, wenn der Mehrwert zu gering ausfiele. Meine Frage zielte genau darauf, dazu einen Eindruck zu erhalten. Sehe ich mit 18 oder 20“ unter realen Bedingungen vom gleichen Standort aus wirklich sehr viel mehr bei Galaxien und Nebeln als mit dem 11“ oder geht das in der Hintergrundhelligkeit einfach unter?

Viele Grüße
Stefan
 

klawipo

Mitglied
Hallo Stefan,

User @janapier hat ja den Sprung von 11 auf 21 Zoll gemacht und jedenfalls nicht bereut, vielleicht kann er noch was beisteuern.

Im Hinterkopf habe ich grob, dass er daheim Bedingungen hat, unter denen auch die Lichtkanone nicht mehr viel ausrichten kann.

Ein bisschen kann man sich bei etwas größeren Flächenobjekten schon ausmalen, was die größere Öffnung bestenfalls bewirkt. Nimm dir das Objekt mit einer passablen Austrittspupille von 5mm her, also um den Dreh 55x bei dir. Nun stellst du dir das Objekt genauso hell, aber doppelt so groß vor. So sieht es dann bei 22 Zoll aus - natürlich inklusive der Details, die bei 55x zu klein sind...

Für mich sind übrigens ca 5,5mag Grenzgröße so eine Marke, ab der Nebelbeobachtungen schön werden, aber das ist natürlich individuell und hängt auch stark davon ab, wie ambitioniert die Zielobjekte sind. Diese Grenze jedenfalls gilt für meinen 80mm Fraunhofer ebenso wie für den 8 und 12 Zöller.

VG Klaus
 

janapier

Mitglied
Hallo Stefan,

User @janapier hat ja den Sprung von 11 auf 21 Zoll gemacht und jedenfalls nicht bereut, vielleicht kann er noch was beisteuern.

...
Ich wohne in Stuttgart (Bortle 9). Mein Garten wird von zwei Na-Dampflampen direkt bestrahlt. Außer Sonnensystem geht da nichts. Ich fahre ca. 80 km nach Ittenhausen (Bortle 4), dem dunkelsten für mich erreichbaren Ort (SQM-L 21,5 - 1,5 h einfache Fahrt). Dort zeigt der 21"-Klose-Dobson die Spiralarme von M51, M101, die Staubbänder von M104 und NGC4565 etc. pp., jeweils mit direktem Sehen. M42 ist farbig (inkl. Rottöne), der Flammennebel ohne Filter offensichtlich. B33 ist mit Hbeta-Filter nicht zu übersehen (entsprechende Beobachtungserfahrung immer vorausgesetzt). Die Messier-Kugelhaufen sind bis ins Zentrum aufgelöst. Die Augen von M97 starren mich an. Das C11 wird in allen Bereichen vollkommen deklassiert und kühlt trotz SC-Cooler langsamer aus. Der Klose-Dobson wiegt nur 25 kg inkl. Spiegel, der 25 mm dünne Strehl 0.9 - Spiegel unter 5 kg. Das Teleskop ist in weniger als 10 min aufgebaut und kollimiert. Da es ein Lowrider ist, braucht man keine Leiter, sondern beobachtet im Sitzen.

Letztlich ist ja bekannt, dass es auf Öffnung ankommt, und wenn man die Möglichkeit hat, einen ultraportablen Dobson der 18-20"-Klasse zu kaufen, spricht höchstens der Preis dagegen. Die Massenware aus China, bei der bereits eine Rockerbox 65 kg o.ä. wiegt, dürfte dagegen mit Vorsicht zu genießen sein.

Timm Klose hat mir den Dobson übrigens verkauft, nachdem er sich einen neuen 27-Zöller gebaut hat. So viel zum Thema "Die Öffnung reicht doch...".

Man sollte sich allerdings darüber im Klaren sein, dass große Öffnung _UND_ dunkler Himmel die gewinnbringende Kombination sind. Ist der Himmel deutlich heller als in Ittenhausen (z.B. Welzheim, SQL-M 21.15), so leiden Galaxien etc. sofort und sehr stark. Man kann den helleren Himmel bei bestimmten Objekten nur sehr, sehr bedingt mit größerer Öffnung kompensieren. Bei Bortle9 sieht übrigens selbst M3 im 21-Zöller erbärmlich aus, von Flächenobjkekten mal ganz zu schweigen.

Nebenbei: Der 21-Zöller verbläst unabhängig vom Seeing auch jedes C11 und jeden Apo an Mond und Planeten. Mit Bino-Ansatz geht einem auch bei Vergrößerungen nicht das Licht aus, bei denen man im 6-Zoll-Apo nur noch dunkles Gegrissel sieht.

Also: Ja, jeder sollte wenigstens mal durch ein Teleskop der Halbmeter-Klasse geguckt haben, dann ist auch klar, worum es geht. Wunder sind zwar nicht zu erwarten, aber man sieht endlich das, was in den Büchern steht, und was die alten Hasen aus ihrem Garten mit dem 4-Zöller beschreiben. ;-)
 

Rudisky

Mitglied
Guten Tag!

Schritt für Schritt komme ich weiter.
Im Garten habe ich 20,77 und 25 KM weiter 21,74 mag laut Karte.
Ein Plätzchen im Umkreis haben wir gefunden.

Ich möchte aber grundsätzlich nochmal auf den Dobson zu sprechen kommen.
Es gibt einige Diskussion unter uns doch nur einen 10" Dobson zu kaufen, weil gerade im Alter etwas handlicher.
Meine Fotoleidenschaft habe ich bereits anklingen lassen.

Hier käme ein Gitterdobson in Frage, Skywatcher Dobson Teleskop N 254/1200 Skyliner FlexTube BD DOB,
weil 2 Zoll Crayfordauszug mit 1,25 Zoll Adapter und T2 Kameranschluß.

Ich besitze diverse Sony E-mount Kameras , und mit einem Adapter hätte man bei diesem Modell ein Möglichkeit, mit kurzer Belichtungszeit etwas festzuhalten.

Ein Volltubus von GSO Dobson Teleskop N 250/1250 DOB steht dem gegenüber, weil dieser von der Bauform her stabiler sein könnte. Leider kann ich bei Bauweise mit meinen Kameras nichts anfangen, es sie denn vielleicht zusätzlich mit einer Planetenkamera, bin da aber nicht sicher.

Wenn ich hiezu noch Aufklärung erfahren könnte, würde ich mich freuen.

Ich möchte von Anfang an mit bessere Okulare und dache an diese Auswahl:

5mm 1,25' Omegon LE Planetary Okular 5mm 1,25'
8,8mm 1,25" Explore Scientific Okular 82° N2
14mm 1,25" Explore Scientific Okular 82° N2
30mm 2" Explore Scientific Okular 82° N2

dazu als Zubehör: Telrad Projektionssucher, 2" Polfilter , Stoffhülle für Gitterdobson, Sternenatlas , Astrostuhl
Omegon Justier-Laser Newton 1,25'' mit Sichtfenster ?

So dachte ich mir meine Bestellung, wenn das Dobson Modell endlich feststeht ?

Schönen Gruß
Rudi
 

Horst66

Mitglied
Statt Telrad würde ich ein Omegon Radiant wählen. Es sei denn, der Name ist Dir 50% Auspreis wert ...

Gruß Horst
 

sunspot

Mitglied
Hallo Horst,

hoppla - den Omega Radiant kannte ich bis eben gar nicht .... gut, dass es das Teil schon für deutlich weniger Kohle gibt (ist aber immer noch teuer für ein Kunststoff Spritzguss Artikel ;)

Grüsse
Swen
 

sunspot

Mitglied
Hallo Steve,

naja - das mit dem Lowrieder ist ja auch so eine Sache ... am Horizont bzw Horizontnah kein Thema ... aber je höher die begehrten Objekte stehen desto unvorteilhafter der Einblick - so zumindest meine Erfahrung.

Ich konnte dies immer nur kurze Zeit ... für den Hals eine unnötige Belastung.

Dann doch lieber ein schnelleres Öffnungsverhältnis und einen geraden Einblick.

Beim 21“er eines Astrofreundes mit - glaube f3.7 völlig ausreichend im Stehen ....
finde ich dann doch wesentlich angenehmer
 

sunspot

Mitglied
Hallo Rudi,

du glücklicher .... ich würde an deiner Stelle bei jeder sich bietenden Gelegenheit diese kurze Distanz von 25km wählen für einen solch schönen Himmel .... das Glück in so kurzer Distanz einen 21.7er Himmel zu haben besitzen nicht viele Sternenliebhaber

Gruß
Swen
 

Rudisky

Mitglied
Toll wie ihr hinter eurem Hobby steht.

Das Omega Radiant auch gut, und das 5er gegen das 6,7mm, gewechselt, ihr seit dei Fachleute.

Sollte sich die Sache in Richtung fotografieren entwickeln, so ist es besser ich nehme nur den GSO Dobson Teleskop N 250/1250 DOB . Der Gitterdobson hat zwar auch mit 2 Zoll Crayfordauszug mit 1,25 Zoll Adapter und T2 Kameranschluß
eine kleine Foto/Film Möglichkeit, das ist aber etwas anders als eine EQ5 Montiertung.

Der GSO Dobson erscheint mir gut und günstig. Das Ersparte nehme ich dann für ein zweites Teleskop einmal, wie
AP 80/600 EVOStar und eine passende Montierung.
Die Okulare sind sicher für beide Teleskope zu verwenden. Das ist mir der schöne Himmel wert !

(Mir wäre auch ein 12er Dobson recht, aber die Frauen haben oft den siebenten Sinn .)

Toll wie ihr hinter eurem Hobby steht.

Lieben Gruß
Rudi



 

StKorth_privat

Mitglied
Zur Einordnung: Zum Einleben in die Dobson-Welt und zum Testen, ob ich als alter Parallaktiker damit klarkomme, habe ich erst einmal mit einem 12"-GSO angefangen. Was da aber oben hinsichtlich Öffnung und Standort gilt, das kann ich nur bestätigen - auf Dauer werde ich mich auch dahin bewegen, nachdem ich merke, wie einfach das Herumdobsen ist. Also dranbleiben und dann ggf. auch in der richtige Zubehör (mit Augenmaß) investieren, das lohnt sich!

Stefan Korth
 
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