Gibt es Tontechniker oder ähnlich Kundige unter euch? | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Gibt es Tontechniker oder ähnlich Kundige unter euch?

Demokrat

Aktives Mitglied
:D jaja, Brauner... wenn man damit wenigstens besser singen könnte. Kann man nicht, mit Garantie. :eek:

Nein, wenn, dann das Original, ein "reskinned" U47. Die Prominenz der Welt hat da reingesungen - und ich sah es noch im Studio von Peter Müller im "Soundmill Vienna" im Einsatz. Dana Gillespie, Falco, Opus... bestes Studio hier damals. Und das U47 war und ist legendär, warm und fett im Klang.

Das Brauner wäre marketingtechnisch so etwas wie ein überzüchteter Gutekunst... :coffee:

lg
Niki
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

Die Mikros sind jetzt da und das Ergebnis ist deutlich leiser als zuvor. Was aber nicht schlimm ist, da das Signal zuvor ausschließlich aus dem brutalen Rauschen der Vorverstärker des H1 bestand. :) Jetzt ist im Rauschen schon das Ticken der Küchenuhr und der im ersten Stock vor sich hin plärrende Fernseher zu hören. Ich schätze mit wirklich guten Vorverstärkern wäre noch mehr machbar, aber Geld wächst bei mir leider nicht auf Bäumen. :(


MfG

Rainmaker
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Die Mikros sind jetzt da und das Ergebnis ist deutlich leiser als zuvor.

Wenn Du fast Stille aufnimmst, dann soll das auch so sein :y:

Jetzt ist im Rauschen schon das Ticken der Küchenuhr und der im ersten Stock vor sich hin plärrende Fernseher zu hören.

Das klingt schon mal nicht schlecht - damit wäre ich wahrscheinlich recht zufrieden, denke ich. Welche Mikros/VV hast Du jetzt dran?

lg
Niki
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

deutlich leiser, aber noch nicht optimal. Das schwächste Glied in der Kette ist eindeutig das H1, da es aber auch das günstigste ist werde ich keine Skrupel haben es irgendwann in der Zukunft gegen ein gebrauchtes, aber deutlich besseres auszutauschen.
Ich habe mir ein paar gebrauchte, aber fast taufrische NT-1A organisiert. Die sollten eigentlich recht brauchbar sein. Leider sind sie etwas groß, aber damit kann man zur Not leben.


MfG

Rainmaker
 

Der_Peter

Mitglied
OT:
Interessant finde ich auch, was bei Fieldrecording mit ca. 4.000,- möglich ist. Wird aber wohl ein Traum / eine Albtraum-Investition für die meisten "Nichtfreaks", die auch andere Hobbies / Prioritäten haben, bleiben.

 
Zuletzt bearbeitet:

Der_Peter

Mitglied
Aus Neugier und wegen dieses Threads habe ich mir zunächst nur das mono Oktava MK 012 Set geordert:

Nicht besonders rauscharm, aber grau ist alle Theorie... :cool:
 

P_E_T_E_R

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Bei meinen Videoprojekten im Naturmilieu war ich ebenfalls sehr schnell entgeistert über die im Vergleich zur Bildqualität katastrophale Tonqualität. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, habe ich massiv in die Technik investiert, dazu gehören natürlich gute externe Kondensatormikrofone von Rode und Sennheiser, den Tascam DR-100MKIII Recorder und, last not least, zum Windschutz die massiven und ziemlich teuren Vorrichtungen von Rycote.

Gleichwohl muss ich gestehen, dass der Erfolg dieser Bemühungen bislang in keinem Verhältnis zum Aufwand stand. Wobei ich nicht annähernd so ehrgeizig wie Rainmaker bin, der das leise Säuseln von Blättern aufzeichnen möchte. Meine typischen Naturmotive sind eher Vogelstimmen, aber auch Vogelkolonien wie die Basstölpel auf Helgoland.

Man kann ja Naturgeräusche wie z.B. Windgeräusche von avosound kaufen und ich habe davon auch schon Gebrauch gemacht, wenn meine originalen Tonaufnahmen unzulänglich waren. Ich habe mich dabei schon häufig gefragt, wie die das schaffen, selbst starke Windgeräusche in guter Qualität aufzuzeichnen.
 

Der_Peter

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Aha :y: - und wofür verwendest Du das?

lg
Niki

Die Niere und Hyperniere will ich für Voice Over also gesprochene Kommentare verwenden und die Kugel mal für Ambiente / Fieldrecording von Tieren ausprobieren, die nicht gerade flüsterleise sind.
Letzteres unterscheidet meinen Anwendungsfall von dem des Rainmaker.

Falls das Rauschen draußen erträglich ist, könnte für Stereo Ambiente noch ein zweites Exemplar Sinn machen, aber vermutlich nur mit einer präferierten Kapsel. Ein "matched pair" brauchts dafür nicht, weil ich ja keinen Konzertflügel oder Ähnliches mikrofonieren will.
 

Der_Peter

Mitglied
Hallo zusammen,

kurze erste Eindrücke:
Mein Oktava MK 012 taugt was. Rauschen ist mir unter meinen üblichen Abhörlautstärken mit Kopfhörer nicht aufgefallen. Die Kugel Kapsel hat tatsächlich ein recht kugelförmiges "Pattern" und nimmt gefühlt den ganzen Innenraum auf.
Bei Voice Over und aus naher Distanz schräg auf den Mund gezielt ist mir klanglich / Gain-mäßig quasi kein Unterschied zwischen Niere und Hyperniere aufgefallen. Ich muss aber noch Tests machen, während ich mit Signalgenerator und möglichst gleichem Abstand um das Mikrofon "herumwandere".
Plosiv-Laute: Sehr, sehr heftig / sehr empfindlich. Auf kurzer Distanz darf man niemals direkt von vorne ohne Popfilter oder Ähnliches aufsprechen... Hat offenbar seinen Grund, dass viele Youtuber es quasi ausserhalb des Kamera-Bildes aufhängen/aufstellen.
Fazit für den Außeneinsatz: Mindestens mit Schaumgummi Windschutz, besser mit Rycote Dead Cat oder Ähnlichem, sonst bekommt man ratzfatz clippende Wind Peaks.

Nachtrag: Das Mikrofon hat ungefähr die Größe eines Männer-Zeigefingers.

Ach ja, falls es noch interessiert; z.B. hier bekommt die diversen Sets:

 

Demokrat

Aktives Mitglied
Klar, da braucht man schon einen Pop-Schutz. Und bei Nahbesprechung sicher einen vernünftigen Limiter dahinter... kommt drauf an, was man damit anstellt. Draußen scheinen sie Dir ja gut zu gefallen! :y:

lg
Niki
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

ich habe die ersten Versuche mit meinem Tongedöns gestartet. Eigentlich nicht schlecht, aber bei etwas mehr Wind sind die Windfelle/toten Katzen doch arg überfordert. Es müssen also zwei Blimps her. Da sie mir zu teuer sind werde ich sie selbst bauen. Was mir aber noch fehlt ist die Dimensionierung des "Trägerrohres", also wie viel Luft zwischen Mikro und Wandung ist. Falls jemand dazu Infos hat wäre ich sehr dankbar für ein paar Tipps.


MfG

Rainmaker
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Hmm... ich denke, da spielen mehrere Dinge mit, gegen Rumpeln kann man die Tiefen wegfiltern, und wenn man rundherum zu sehr dämmt, können andere Frequenzen vermindert sein. Muss man sich ansehen und dann wahrscheinlich einfach ausprobieren. Da ich alles nur indoor mache, habe ich leider Null Erfahrung damit. Aber vielleicht gibts hier ein paar engagierte Outdoor-Videoleute.

Siehe auch: Windschutz und Windjammer für Mikrofone :: bonedo.de

lg
Niki
 

Der_Peter

Mitglied
...
Was mir aber noch fehlt ist die Dimensionierung des "Trägerrohres", also wie viel Luft zwischen Mikro und Wandung ist. Falls jemand dazu Infos hat wäre ich sehr dankbar für ein paar Tipps.


MfG

Rainmaker

Hi, ich glaube, das ist keine "Rocket Science". Auf YT findest Du einige Videos, die zeigen, wie man Mikrofone z. B. in Rycote oder Nachbauten Blimps installiert. Da bekommst Du einen Eindruck der Dimensionen...
Irgendwo meinte einer, dass man halt darauf achten müsse, dass bei Bewegungen des Boom-Arms die Mikrofone innen nicht anstoßen.
Ich denke ferner nicht, dass man einen Unterschied zw. beispielsweise 3 cm und 5 cm Abstand von Mikrofon-Kapsel und Blimpgehäuse hört.

P.S.: Müssen jetzt Deine Nachbarn ihre Katzen wegsperren, wenn Du auf die Pirsch nach Fellen gehst? ;)
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

ich habe jetzt zum ersten Mal was halbwegs anständiges zuwege gebracht. Die Mikros sind in selbstgebauten Blimps untergebracht und Blimp, als auch Mikro mit einem Windfell versehen. Für die hohen Frequenzen sicher nicht ganz ideal, aber darum kümmere ich mich später. Trotz der Aufstellung im "Windschatten" hat der Wind ab und an Artefakte verursacht, weshalb ich versucht habe das Rumpeln unter 100Hz wegzufiltern. Ganz ist es nicht gelungen, aber mit etwas Übung wird es vielleicht etwas besser. Das Ergebnis gibt es hier:


Obwohl der Wind sehr kräftig war musste ich die Verstärkung maximal aufdrehen. Glücklicherweise hält sich das Rauschen in Grenzen.


MfG

Rainmaker
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo Niki,

autsch, ich dachte man könnte das an- und abschwellende Rauschen durchaus als starken Wind erkennen. Gemacht wurde die Aufnahme am Montagmorgen gegen 4:15 in einer ziemlich offenen Landschaft, wo sich der Wind in den Büschen eines Knicks fing. Das starke "Grundrauschen" dürfte durch einen etwa 150m entfernten Waldrand verursacht sein. Ich hätte gern einen größeren Abstand zum Wald gehabt, aber dann hätte ich weit über die Felder rennen müssen ...


MfG

Rainmaker
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

es ist gar nicht so einfach freie Flächen hier im Land zu finden. Ich noch noch eine Stelle gefunden die rund 2,5km von Waldrändern und kleinen Ortschaften entfernt liegt, mal sehen ob ich einen Besuch in der eSBZ bei entsprechendem Wetter hinbekomme. Außerdem bin ich schon gespannt wie sich Aufnahmen von Berggipfeln anhören, aber dank Corona wird es wohl noch etwas dauern bis ich wieder in den Süden komme.


MfG

Rainmaker
 

Der_Peter

Mitglied
Hallo Rainmaker,
ich konnte mir die Aufnahme erst jetzt anhöhren.

Ohne vorherige Beschreibung wäre es mir gar nicht so leicht gefallen, das von einer entfernten, stark befahrenen Straße zu unterscheiden.

Vielleicht ist die Aufnahme nun sehr glatt gebügelt und könnte doch noch etwas Rumpeln vertragen. Wenn wir im Sturm stehen, hören wir ja auch entsprechend heftige Windgeräusche.
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

das ist mir auch aufgefallen. Ich denke das Problem ist, das der Wind hier relativ gleichmäßig geblasen hat, es fehlt eine gewisse Böigkeit. Vielleicht weil der Wind hier aus einer recht freien Ebene kam und nicht groß verwirbelt wurde. Windgeräusche aufnehmen klingt absolut trivial, bis man es selber macht. ;)
An einigen Stellen rumpelt es auch in der Aufnahme, aber das klingt dann nur noch schlechter, von daher bleibe ich erst mal bei meiner Ausrüstung.


MfG

Rainmaker
 
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