Hat das Celestron CPC 800 eingebaute Encoder? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Hat das Celestron CPC 800 eingebaute Encoder?

paulchen

Mitglied
Hallo,
hat das CPC 800 eingebaute Encoder, so dass man die Position auch per Hand (ohne Motoren) verstellen kann, die Handsteuerbox aber die manuelle Bewegung erkennt und nicht die Position verliert? Leider habe ich hierüber nirgendwo Informationen finden können...
Danke und Gruß
paulchen
 

paulchen

Mitglied
Danke für die schnelle Antwort!

Schade, ich hatte das nämlich angenommen, dass die CPC-Reihe (im Gegensatz zur Nexstar SE Reihe) solche Encoder hat...

Gerade um mal eben schnell ein Objekt per Hand einzustellen, ist das mit den Steuertasten immer etwas mühsam (z.B. bei meiner EQ6-R, weil ich je nach Blickrichtung immer rätseln muss, welcher Knopf mir mein Teleskop in die richtige Richtung fährt.... Aber das ist bei azimutaler Montierung vermutlich "intuitiver", oder?)

Gruß
paulchen
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Aber das ist bei azimutaler Montierung vermutlich "intuitiver", oder?)
Ja, die Tasten sind so „verdrahtet“, dass das Bild im Teleskop eigentlich immer in die Richtung fährt in die der Pfeil zeigt. Zumindest ist das bei meiner NexStar SE so.

Die manuelle Bedienmöglichkeit der CPC Reihe gegenüber den NexStars ist trotzdem ein großer Vorteil. Wenn der Akku zu früh leer wird muss man nicht sein Zeug zusammenpacken und heimgehen, sondern kann in Dobsonmanier weiter beobachten. Ausserdem kann man manuell auf schnell bewegte Objekte nachführen (z.B. die ISS), was mit dem NexStar gar nicht geht. Und das Alignment ist auch schnell wieder gemacht. Wenn einem die Genauigkeit für visuelle Beobachtung reicht dann dauert das keine Minute. Und auch beim Kollimieren finde ich die manuelle Verstellung besser und schneller als per Pfeiltaste. Wobei das mit manuellen Drehknöpfen am allerbesten geht, aber wo findet man die noch...

Grüße
Maximilian
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

Hallo Zusammen
ich hatte die Nexstar Evolution version und die hatte auch keinen Encoder geschweige ein ST4 Port.
tja ich bin halt doch noch mobil auch ohne diese Encodern bei der neue Avalon M-Uno.

Grüsst
*entfernt*
 

paulchen

Mitglied
Hallo!

Im Handbuch (https://s3.amazonaws.com/celestron-site-support-files/support_files/CPC-Master.pdf) steht: „Any manual movement of the telescope will invalidate your telescope's alignment. “.

Also: Nein.

Grüße
Maximilian

PS: Im Handbuch und anderen technischen Beschreibungen dieser Teleskope findet man auch das Wort „encoder“, aber das bezieht sich auf die Encoder der verwendeten Servomotoren.
Ich hab grad nochmal in die englische Anleitung der CPC Serie geschaut. Da steht in der Einleitung:

"Fully enclosed optical encoders for position location"

Ich frag mich nur, was die damit meinen...:rolleyes:
 

Optikus

Mitglied
Moin,

die Rückkopplung der DC-Motoren... Wie an anderer Stelle der Anleitung, das Alignment geht bei manueller Bewegung verloren, steht ja explizit drin. Anscheinend werden die Encoder nur für die laufende Positionierung genutzt.

CS
Jörg
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

Hallo Paul (chen)
hab's mal übersetzt in Google: Vollständig geschlossene optische Encoder für die Positionsbestimmung... ? kenne ich leider nicht. so wie ich das Lese und verstehe: könnte das heissen: die internen Encodern können die Position bestimmen = Manuelle Position gehen verloren wenn ich das richtig verstehe. was ist in der Deutsche Anleitung zu lesen oder ist die nicht mitgeliefert worden?

das Problem mit der Englische Anleitung kenne ich nur zu gut! bei der Avalon M- Uno gab's die Englische und eine in IT. das mit der IT Anleitung war fast kein Problem für mich da ich zwei Sprachig aufgewachsen bin. und hab mit der Firma in Italien geschrieben und die konnten mir weiter helfen und auch das Forum war eine Grosse Hilfe.

Grüsse aus Winterthur
*entfernt*
 

AstroBHO

Mitglied
Moin,

die Rückkopplung der DC-Motoren... Wie an anderer Stelle der Anleitung, das Alignment geht bei manueller Bewegung verloren, steht ja explizit drin. Anscheinend werden die Encoder nur für die laufende Positionierung genutzt.

CS
Jörg
Hallo,
die optischen Encoder können auch an den Servomotoren sitzen (wie bei AstroPhysics). Solange man mit den Motoren verstellt ist alles ok, dann weiß die Monti immer wo sie ist. Nur die Klemmung darf man nicht lösen...

CS Bernd
 

paulchen

Mitglied
Das Teleskop ist bestellt aber noch nicht angekommen, auf der Celestron Webseite habe ich leider nur eine englische Anleitung gefunden ;)

Ich hätte jetzt gedacht, dass es sich um Schrittmotoren handelt, d.h. die Steuerelektronik weiss doch eigentlich genau, um wieviel Grad sich der Motor/das Teleskop pro Step bewegt. Da braucht's dann eigentlich keine optischen Encoder...

Na ja, ich werd's mal ausprobieren, wenn es da ist. Aber es steht ja weiter hinten explizit drin, da habt Ihr völlig Recht, dass die Goto Funktion verlorengeht und demnach sind es scheinbar keine Encoder, um eine manuelle Bewegung zu erkennen.

Aber es ist schon seltsam, dass man dann im Einleitungskapitel diese Encoder beschreibt...:unsure:
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Paulchen,

abgesehen von Deiner Frage ist das GoTo vom CPC absolut genial. Ich war vorgestern wieder spechteln und hatte die Objekte bei 135fach (25er Okular) fast im Zentrum des Sichtfeldes. Und mein Gerät ist schon 11 Jahre alt.

Wichtig ist ein genaues Alignment. Das geht aber ratzfatz. Bei mir mit einem 23 mm Fadenkreuzokular und einem Leuchtpunktsucher zum schnellen Anfahren der Objekte. Die 12er Fadenkreuzokulare sind bei dieser Brennweite nix, weil Du garnicht so schnell hinterher kommst wie die Objekte aus dem Fadenkreuz wandern.

Gutes Gelingen

CS.Oli
 

Ehemaliger Benutzer [73139]

guten Morgen Paulchen
wünsch ebenfalls viel spass mit der Neu anschaffung. wenn das wetter über die Feiertage schön dind bin ich ebenfalls am Testen meine neue M Uno die ich noch keine 3 Wochen habe.
(y)(y)(y)(y)(y)(y)(y)
grüsst
ale
 

paulchen

Mitglied
Ich habe ein Teleskop gesucht, dass ich v.a. schnell und einfach in Betrieb nehmen kann. Deswegen habe ich meine EQ6-R nämlich sehr selten genutzt, weil das immer so ein Akt ist, bis erstmal alles steht, zusammengeschraubt und austariert ist... Dann habe ich eigentlich meistens ein altes Vixen Multi 80S auf einem iOptron Cube II genutzt: super handlich und schnell aufgebaut. Aber das ist schon relativ wackelig und von der Öffnung her nichts für DS. Auch die Montierung kostete mich schon Nerven, weil sich die Schraube manchmal von selbst gelöst hat, oder das Teleskop und der Telrad Finder beim Anfahren von Objekten manchmal auf dem Kopf stand... Dann lieber kein Goto und ein einfaches Fotostativ, da hat man dann mehr Freude mit ;)

Deshalb war ich auf der Such nach einem leistungsfähigen und vor allem kompakten Gerät, das mit wenigen Handgriffen aufgebaut und betriebsbereit ist. Ich habe zwischen einem NexStar 8 SE und dem CPC 800 geschwankt und dann ein günstiges CPC800 als B-Ware vom Händler gefunden.

Ich bin gespannt:)
 

VisuSCor

Mitglied
Gute Entscheidung! Die NexStar SE ist mit dem C8 meiner Meinung nach überfordert. Das CPC ist ultrastabil, steht ratzfatz und ist völlig unproblematisch. Ich hab mir noch die passende Transportkiste gebaut, damit kann ich das Teil bequem zum Beobachtungsplatz rollen, hab alles drin was ich brauche und noch einen schönen Arbeitsplatz dabei.

CS.Oli
 

paulchen

Mitglied
Tolles Projekt! Glückwunsch! Sieht gut aus und sehr durchdacht! Darf ich fragen, in welcher preislichen Größenordnung so eine Kiste bei Casebuilder liegt?
@edit: ach da steht's im Artikel: rund 250 EUR. Habe ich überlesen, sorry.
@edit2: 40kg... das ist für meinen Einsatzzweck zu viel: ich muss das gute Stück im 1.OG lagern.... Schade. ist nämlich eine wirklich durchdachte Lösung.
 
Zuletzt bearbeitet:

paulchen

Mitglied
Apropos Tragen: lässt sich das CPC 800 zusammengebaut noch tragen? (z.B. vom Wohnzimmer in den Garten oder im Garten von einem Platz zum anderen)

Meine EQ6-R mit Gegengewichten und 8" Newton war definitiv zu schwer, um es zusammengebaut noch zu bewegen...
 

VisuSCor

Mitglied
Apropos Tragen: lässt sich das CPC 800 zusammengebaut noch tragen? (z.B. vom Wohnzimmer in den Garten oder im Garten von einem Platz zum anderen)
Nein, es sei denn Du gehst regelmäßig in die Muckibude ;)

Das Teleskop mit Gabel wiegt schon 20 kg, dazu das Stativ... und unhandlich ist es auch noch.
Das ist der Nachteil vom CPC gegenüber dem SE: es ist halt deutlich schwerer.

CS.Oli
 

paulchen

Mitglied
Ja, darüber war ich mir im Klaren, weshalb mir das SE sympathisch war. Aber was bringt's mir, wenn es super mobil ist, aber dann wackelt wie nur was....
Die EQ6-R wiegt ohne Teleskop ja schon 34kg... da ist definitiv nichts mit bewegen. Vom Wohnzimmer in den Garten ist es nicht sooo weit, insofern habe ich Hoffnung, dass ich zumindest ein bisschen mobiler bin. Aber falls nicht, ist es auf jeden Fall schneller zusammengebaut als die EQ6-R.

Die Griffe an der Seite der Gabel sind aber dafür gedacht, dass man das Teleskop inkl. Stativ anheben kann, oder?
 

VisuSCor

Mitglied
Die Griffe an der Seite der Gabel sind aber dafür gedacht, dass man das Teleskop inkl. Stativ anheben kann, oder?
Nein, die sind dafür gedacht, das Teleskop mit Gabel anzuheben. Ausserdem gibt es nur rechts einen Griff seitlich, links ist ein Eingriff von unten in die Gabel. Oder andersrum, je nachdem wie Du vor dem Teleskop stehst.

Das Stativ ist schon auch schwer - deshalb ist das Ganze ja so schön stabil :)

CS.Oli

Edit:

DSC05985a.JPG


da beim Pfeil greifst Du rein. Wenn Du das Ganze so tragen wolltest, dann fällst Du über die Stativbeine. Einfach den Kopf abnehmen und die beiden Teile separat tragen.
 
Zuletzt bearbeitet:

maximilian

Mitglied
Hallo!

Ich hätte jetzt gedacht, dass es sich um Schrittmotoren handelt, d.h. die Steuerelektronik weiss doch eigentlich genau, um wieviel Grad sich der Motor/das Teleskop pro Step bewegt. Da braucht's dann eigentlich keine optischen Encoder...
Um hier nochmal einzuhaken: Ja, das stimmt schon. Bei Schrittmotoren gibt die Steuerung in einer bestimmten Zeit so viele Impulse an den Motor ab, dass er genau X Umdrehungen macht. Sie kontrolliert das nicht und geht einfach davon aus, dass das schon geklappt hat. Das tut es auch, solange der Motor nicht überbelastet ist. Wer einen 3D Drucker hat kennt aber vielleicht das Problem, dass so ein Schrittmotor (die dort ohne Untersetzungsgetriebe direkt die Achsen und Extruder antreiben) auch mal wegen Überlast einen Schritt oder zwei auslassen kann. Dann stimmt das Weltbild der Steuerung nicht mehr mit der realen Welt überein und das 3D Druckteil ist Abfall. Beim Teleskop wäre das Alignement dahin.

Nicht so beim Servomotor. Da sittzt auf der Achse des Motors bzw. auf einer Achse im Untersetzungsgetriebe ein Encoder, der die tatsächlichen Umdrehungen zählt. Die Steuerung versorgt den Motor solange mit Strom, bis die berechnete Zahl von Undrehungen auch wirklich erreicht wurde. Bei zu großer Last oder sonstigen mechanischen Problemen läuft der Motor halt etwas langsamer, aber irgendwann ist er trotzdem am gewünschten Ziel. Hat also durchaus auch Vorteile gegenüber einem Schrittmotor und ist ansteuertechnisch sogar schwieriger, denn die Motoren müssen langsam angefahren und dann wieder langsam abgebremst werden und zwar so zielsicher, dass sie genau bei der richtigen Zahl von Umdrehungen stehenbleiben. Dieses Ansteuerungscharakteristik sind die sog. „Rampen“ oder „ramps“ von den man in den Foren gelegentlich liest und die bei schlechter Implementierung das Guiding erschweren oder unmöglich machen, weil man eben nicht einfach gelegentlich ein Schrittchen zusätzlich einfügen oder weglassen kann. Hat eben alles seine Vor- und Nachteile.

Ich hoffe das hilft ein bisschen zum Verständnis.

Viele Grüße
Maximilian
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Maximilian,

danke für diese Erläuterungen. Die bestätigen mich grad bei einem Problem, das ich vor ein paar Tagen festgestellt habe: ich hab nämlich auf das C8 noch einen Refraktor mit etwa 3 kg aufgesattelt. Wenn man jetzt mit aufgesatteltem Refraktor das Alignment durchführt und danach den Refraktor wieder abnimmt, dann stimmt das Alignment nicht mehr.

20200414_223913fast fertig.jpg

Hier ist noch ein leichter 80/400 drauf, damit gings noch.

Für mich ein klares Zeichen, dass diese Geschichte keinen Sinn macht und man vermutlich auch mittelfristig Probleme mit der Mechanik oder der Steuerung bekommt. Also lieber lassen.

CS.Oli
 

paulchen

Mitglied
Hmm, aber durch die Encoder dürfte das Alignment dann trotzdem passen (anders als wenn es Schrittmotoren ohne Encoder wären)...
Aber vielleicht rutscht das Teleskop an der Klemme durch wegen zu starker Last?
 

VisuSCor

Mitglied
da rutscht nix. Die Klemmen sind ultrastabil.

Das ganze System hat aber natürlich eine gewisse Elastizität. Wenn das Teleskop flach steht, dann drückt der Refraktor nach unten, wenn man im Zenit ist zieht er nach oben. Schon geringe Abweichungen am Gerät sind da für die Astronomie nicht tolerierbar, weil man dann am Himmel nix mehr findet.

CS.Oli
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Das ganze System hat aber natürlich eine gewisse Elastizität. Wenn das Teleskop flach steht, dann drückt der Refraktor nach unten, wenn man im Zenit ist zieht er nach oben. Schon geringe Abweichungen am Gerät sind da für die Astronomie nicht tolerierbar, weil man dann am Himmel nix mehr findet.
Ich denke auch dass das Spiel zwischen den vielen Zahnrädern in den Getrieben der Grund dafür ist. Oder es gibt irgendwo im Antrieb eine Rutschkupplung, die ihn vor zu großen Drehmomenten schützt. Dazu müsste man aber einen zerlegen, um das genau sagen zu können. Meine NexStar Gabel hat sowas (mindestens) in der Deklinationsachse, CPC habe ich noch keine von nahem gesehen.

Grüße
Maximilian
 
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