IC1848 mit der unmodifizierten EOS 550D | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

IC1848 mit der unmodifizierten EOS 550D

RedFaction

Mitglied
Etwas enttäuscht war ich als ich das Ergebnis in DSS nach dem stacken gesehen hatte.
Hab dann in GIMP und Fitswork solange drauf gehämmert bis etwas Farbe raus kam :)

Zum Einsatz kam wieder der 6" Newton und die unmodifizierte 550D.

Insgesamt habe ich 49 lights a 7 Minuten belichtet dazu gabs die üblichen Darks, Flats, Bias.
Fast 5 1/2 Stunden :-|

Also mit dem MGEN komme ich aktuell recht gut klar. Habe noch Probleme mit der Adaptierung der EOS
an den OAZ, Verkippung und so. Der Abstand vom Komakorrektor an die Kamera passt auch nicht genau.

Naja hier mal das Ergebnis.

Ich frage mich, kann man bei der Belichtungszeit mit der Kamera nicht mehr erwarten?

Gruß

Giuseppe
 

Anhänge

Optikus

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Moin,

das ist doch ein tolles Ergebnis! Nicht im american Style, muss ja auch nicht, aber sehr schön ausgearbeitet. Die Nebelregionen sind fein erkennbar, die Farben gefallen mir sehr gut, rundum gelungen!

CS
Jörg
 

Matchbox

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Hallo,

finde die Aufnahme auch gelungen.

Ich habe am Wochenende auch meine erste 4,5 Stunden Aufnahme von M31 aus unserem (Lichtverscmutzten) Garten bei Frankfurt gemacht. Das Ergebnis war nicht schoen.

Daher die Frage bzw. mein Learning zum Thema Himmelsqualitaet (Lichtverschmutzung)(?).

Ich dachte das man mit Belichtungsdauer auch einem Lichtverschmutzten Himmel bei kommen kann - dem ist nach meiner Erfahrung nicht so.

VG
Oli
 

DieterRei

Mitglied
Hallo,
sic est. Ihr sammelt Licht, gleich woher. Am Verhältnis der Intensitäten ändert sich nichts, nur die Summe wird größer. Filter könnten helfen. Bei mir ist die Lichtverschmutzung auf Na-Dampf Straßenbeleuchtung zurückzuführen, da hilft ein UHC-S Filter im Falle einer Mono-Kamera. Mit einer Farbkamera habe ich es noch nicht versucht, wäre aber mal interessant.
CS
Dieter
 

TriffiD

Mitglied
Hallo!

@RedFaction: Das Bild zeigt ja schon viel schönes. Es ist sorgfältig hergestellt und gut bearbeitet, finde ich. Der Seelennebel ist sehr H-alpha-lastig und da kommt zum tragen, dass die Kamera unmodifiziert ist. Mir fehlen etwas die Vergleichsmöglichkeiten bei diesem Objekt, aber für mich sieht das so aus, wie man es erwarten kann. Such dir vielleicht bevorzugt Reflexionsnebel heraus und sieh dich nach schicken Galaxien um. Da wirst du sicherlich nicht so enttäuscht sein.

Zur Lichtverschmutzung: Mit längerer "Gesamtbelichtung" kann man bei der Lichtverschmutzung einiges ausgleichen. Die Belichtungszeit der einzelnen Frames kann und sollte dabei recht kurz sein - wobei mir 10 Sekunden sehr heftig vorkommen, wenn es nicht gerade Großstadthimmel ist. Kann aber natürlich sein. Wenn man jedenfalls mal so 12 oder 15 Stunden lang seine 10 Sekunden Frames gemacht hat, dann sind die lichtverschmutzungsbedingt geringen Kontraste aus dem Summenbild schon besser herauszuarbeiten.
Ich bin so ein stiller Fan von CLS-Filtern. Die machen die Farbgebung so ein bisschen schwierig und stehen deshalb auch nicht zu unrecht in der Kritik, aber sie verbessern eben auch den Kontrast. Schwerer als unter Landhimmel bleibt es weiterhin, aber man hat wenigstens ein bisschen Hilfe. Ist aber nur meine Meinung.

Gruß
Sebastian
 

Ollie

Mitglied
wobei mir 10 Sekunden sehr heftig vorkommen, wenn es nicht gerade Großstadthimmel ist.
vielleicht mache ich auch grundsätzlich einen Fehler. Hab heute in einem Youtube Video gesehen, dass im Histogramm die Kurven im rechten Bereich liegen sollten, d.h. dass es besser ist, wenn mehr Licht im Bild ist, als zu wenig. Meine Histogrammkurven liegen auf der linken Seite der Skala.

Oder?
 

TriffiD

Mitglied
Hi Ollie,

ich muss zugeben ich bin bei den genauen Vorgaben da gar nicht so firm. Derzeit habe ich den Eindruck überall wird mit exakten Werten gerechnet und es wird genau vorgeschrieben, was wie auszusehen oder zu geschehen hat. Ich halte mich da oft nur so etwa dran und probiere lieber selber ein bisschen rum.
Was feststeht ist natürlich, dass kein Signal ausbrennen sollte. Wenn das Histogramm also tunlichst nicht rechts anschlüge, wäre das selbstverständlich gut. Darüber hinaus gilt die Faustregel, dass auch die Einzelbelichtungen möglichst lang sein sollten, denn bei jedem Auslesen kommt ja ein Rauschen hinzu. Wer seltener ausliest hat davon dann natürlich weniger. Insofern sind die Histogrammbuckel im eher rechten Teil also schon sinnvoll. Das sieht dann im Einzelframe ggf. grauenhaft hell aus, aber wenn man das am Ende stackt und sachgerecht bearbeitet, wirds trotzdem schön.
Ich weiß nicht wie dein Himmel verschmutzungstechnisch genau aussieht, aber ich würde immer erst mal mit einer Minute für die einzelnen Frames starten. Mit einem guten Filter (z.B. IDAS wird viel gelobt) kann man dann die Belichtungszeiten weiter anheben. ISO zu verringern fand ich auch überraschend effektiv. Früher habe ich mit ISO 800 bzw. sogar 1600 fotografiert. Zuletzt fand ich aber meine Bilder mit ISO 400 wesentlich ansprechender. Der Dynamikumfang steigt und das sieht man den Bildern an. Probieren geht über studieren, meine ich.

Die Videos von Frank Sackenheim (YouTube: Astrophotocologne) sind sehr zu empfehlen. Da solltest du dir alles zum Thema "Rauschen" und "Belichtungszeit" ansehen.

Gruß
Sebastian
 

Optikus

Mitglied
Moin,

auf jeden Fall muss soweit wie es geht durchbelichtet werden, d.h. das Histogramm sollte schon an der rechten Seite der Skala liegen, allerdings nicht anschlagen! Wenn das Nutzsignal schwach vorhanden ist tritt das Rauschen entsprechend stärker hervor, wenn zu viel Streulicht einwirkt hilft ein Filter, und, das darf man auch nicht vergessen, mehr Lights. Wobei das Ausleserauschen nicht vernachlässigt werden darf, aber je mehr Aufnahmen gemittelt werden um so mehr bekommt man den Rauscheinfluss auch wieder zurückgedrängt, das machen sich die Kollegen, die generell nur kurze Belichtungen machen, z.B. um auf das Guiding zu verzichten oder Livestacking zu betreiben, ja zu Nutze.

CS
Jörg
 

Stefan_Lilge

Mitglied
Hallo Guiseppe,

sieht wegen des weitgehend fehlenden Rotanteils ungewöhnlich aus, was ich bei so einem oft gezeigten Objekt durchaus schön finde :)
Mit einer astromodifizierten Kamera hättest du natürlich wesentlich mehr rausgeholt, Wasserstoffnebel mit unmodifizierter Canon machen nicht viel Sinn.
 

RedFaction

Mitglied
Danke Euch für das Feedback. Was die Bildbearbeitung angeht fange ich jetzt auch wieder von vorne an.
Muss mir erstmal wieder ins Gedächtnis zurückrufen was es alles für Tools und Software gibt :)
 
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