Ist das Celestron 8 überteuert?

stefan99

Mitglied
Hallo zusammen,

seit Jahren überlege ich, mir einen 8Zoll Reflektor zu
kaufen. Nun habe ich mich endlich für ein C8 entschieden,
da seh ich das gleiche Teleskop, bei Teleskopes.com in den
USA, für die Hälfte des deutschen Preises. Nun frage ich mich (euch), sind die 1800 für ein C8 ernst gemeint oder kann man, wie beim Autokauf, auch mit den Teleskophändlern, über den Preis reden.

Gruß Stefan
 

watkin

Mitglied
Hi Stefan,

natürlich ist verhandeln angesagt - nicht nur bei 1800 EUR-Teleskopen, sondern grundsätzlich. Ich habe auch schon bei kleineren Anschaffungen Preisnachlässe erzielt.
Am 31.5. ist wieder der ATT in Essen. Eine gute Gelegenheit, um die Händler abzuklappern.

Ein Preisunterschied zwischen verschiedenen Ländern und Händlern wird man immer finden. Jedes Land hat unterschiedliche Steuern, Zölle, Transportnkosten, etc.. Jeder Händler will natürlich auch etwas verdienen.

Gruß
Chris
 

stefan99

Mitglied
Hallo Chris,

danke für die schnelle Antwort.
Also mal wieder handeln, bis einem Tränen aus den
Schuhen quellen.

Übrigens bei Telescopes.com stand unter Transportkosten free shipping.

Gruß Stefan
 

stefan99

Mitglied
Hallo Thomas,

ja genau, da sollten sich unsere Händler mal eine Scheibe
abschneiden, aber die sind wohl zu sehr mit dem Geld zählen
beschäftigt.

Gruß Stefan
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hi Zusammen,

das ist genau die Art oberflächliche Diskussion, wie sie gerade im Marktforum auch zu Sprache kommt.
Man kann nicht einfach Dollar in Euro umrechnen und dann "dem Händler" das in die Schuhe schieben.
Beim Import werden nach meinem Wissen 4% auf optische Geräte und deren Zubehör fällig, dem Wert der Geräte werden die Frachtkosten zugerechnet, also bei 100 Dollar Fracht per Luftpost wird auch das verzollt. Auf diese Summe werden dann bei Einfuhr nochmals 19% Einfuhr-Umsatzsteuer erhoben.
Man muss also schonmal rechnen (US-Straßenpreis + Fracht)* 1,2376 um eine Vergleichsgrundlage zu deutschen Händlern zu haben. Jedoch hinkt auch ein solcher Vergleich, weil weiterhin zu bedenken ist, dass ein Händler in Deutschland Garantie und Gewährleistung einkalkulieren muss, deren Bedingungen die Sache durchaus kostspieliger machen können, als in den USA. Ob der Service (Beratung, Kulanz) in den USA vergleichbar zu kalkulieren ist? Mitarbeiter kosten in den USA auch unterschiedlich viel Geld, wie hier (Lohnnebenkosten), Lagerhaltung usw. sind auch anders zu kalkulieren und dann stellt sich die Frage, ob der Händler in good old europe vom US-Hersteller überhaupt einen Preis bekommt, der deutlich günstiger ist, als der US-Straßenpreis. Das ist nicht selbstverständlich, zumal einige US-Hersteller das europäische Preisniveau gerne mit ausnutzen, und daher durch erhöhte Abgabepreise und regelrechten Gebietsschutz mitverdienen. (US-Händlern wird von einigen Herstellern eine Lieferung nach Europa untersagt.)

Selbst wenn es um "free shipping" geht, sind Eure Gedanken nicht besonders tiefschürfend, denn einerseits hat der Händler die Frachtkosten kalkuliert und auf den Artikelpreis aufgeschlagen, egal wohin er geliefert oder wo er abgeholt wird, und andererseits spart der Händler natürlich diese Frachtkosten wenn Artikel ohne Mehrpreis gemeinsam verschickt werden können. Berechnet der Händler die Versandkosten getrennt, dann ist wenigstens dieser Posten transparent, habt ihr daran schonmal gedacht, während Ihr Euer Geld zählt???

Clear Skies
Sven
 

synosontis

Mitglied
Zitat von Sven_Wienstein:
... das ist genau die Art oberflächliche Diskussion, wie sie gerade im Marktforum auch zu Sprache kommt.
Man kann nicht einfach Dollar in Euro umrechnen und dann "dem Händler" das in die Schuhe schieben.
So ganz oberflächlich sehe ich das nicht - die Spannen zwischen EURO- und Dollar-Preisen sind gerade bei den SC-Teleskopen soooo groß, das man das nicht mehr mit Zusatzkosten für Verzollung, Einfuhrmehrwertsteuer, Transport und Rückstellungen für die zweijährige Garantie erklären kann. Ich glaube aber nicht, dass "der Händler" dabei die Differenz einstreicht, sondern wohl eher der Hersteller, der durch klare Marktbeschränkungen die hohen Preise in Europa stützt (ich habe keinen Celestron-Händler in USA oder Kanada gefunden, der mir ein Teleskop nach D liefern möchte).

Meiner Ansicht nach wird der EURO-Preis für SCs in nächster Zeit in Bewegung kommen. Ich würde deshalb dazu neigen, noch etwas abzuwarten mit einer Anschaffung.

CS Klaus
 

SunCobalt

Mitglied
Siehs doch mal so: Der Amerikaner verdient ja nicht einen Dollar mehr weil der Dollar gegenüber dem Euro schwächer wird (zumindest nicht kurfristig). Die Leute da wären ziemlich sauer wenn die dortigen Astrohändler die Preise mal um 50% anheben würden. Man gleicht sich halt der Kaufkraft an. Umgekehrt, wenn der Euro schwächer werden würde, wäre bestimmt auch niemand glücklich, wenn die Astrohändler die Preise hier dann anheben.
Die Preisunterschiede sind schon extrem, das stimmt. Aber wenn man sich damit eine golde Nase verdienen könnte, gäbe es sicher schon einen Astrohändler, der die Sachen aus den USA importiert und die hiesigen Astrohändler einfach unterbietet. Das ist ja bei Autos (Stichworte EU-Fahrzeug) auch nicht anders. Der Markt regelt das schon im Normalfall.

lG & CS
Thomas
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

im Zeitalter des Internets und der globalen Wirtschaft werden eben auch die Preise weltweit verglichen. Die Voraussetzungen für Handel sind aber noch in jedem Land etwas anders, was Steuern und Einfuhrzölle betrifft.

Tatsache ist aber dass einige Hersteller sowas wie "Gebietsschutz" in EU praktizieren, wie offenbar zb Celestron oder Astro Physics, die von Baader vertreten werden. Da zahlt man dann manchmal mehr als das Doppelte wie zb in USA. Die Händler drüben dürfen nichts am hiesigen Händler vorbeischmuggeln, das garantiert den Hochpreis. Es gibt auch schon einige Leute welche die günstigen Flüge nützen...

In einem Nischenmarkt wie bei Teleskopen sind solche Praktiken offenbar noch möglich. Aber ob das noch fairer Handel ist, soll jeder selbst beurteilen.

lg Tommy
 

meguro

Mitglied
Hallo,

und was Ihr auch nicht vergessen solltet:
Versuch mal als Privatperson aus den Staaten was von Celestron zu kaufen - Du bekommst überall die selbe Antwort "es ist ihnen verboten Celestronprodukte zu uns zu schicken".
Einzigst rüberfliegen und selbst kaufen würde gehen, aber wies dann mit Zoll etc. etc. kann ich nicht sagen und Garantie hast dann nur wenn Du des Ding wieder rüberfliegst.

CS,
Wolfi

PS: oops gar nicht gesehen, Tommy hat das bereits schon geschrieben :blush:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

TS-Wolfi

Mitglied
Hallo Stefan,

bitte gehe davon aus, daß unser Preis beim C8 OTA, NexStar 8 SE und auch C8 auf CAM oder ADM, wenn Du die kompletten Importkosten aus den USA ( Transport, Zoll, MwSt. ... ) nur etwas höher sein wird.

Dafür hast Du auch erweiterte Garantie die Dich besser stellt, als in den USA.

Angebot folgt gerne bei Angabe des USD Vergleichspreises.

Wo ich nicht mit kann, ist, wenn als Vergleichspreis nur der USD Preis ohne Steuern und ohne Transport, Zoll, Unkosten Spedition usw. herangezogen wird.

Herzliche Grüße

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 

**DONOTDELETE**

Über das wo, was und wie teuer

Hi Sven,

es kommt darauf an WO das Teleskop produziert wird. In den USA
oder nach der Übernahme durch Synta jetzt schon in China?

Das C6 kommt aus China, von C8 weis ich es nicht. Würde das C8
in China prodzuziert dann dürfte es hier in Europa nur 10 bis 15%
mehr kosten (höhere Besteuerung, Energiekosten, Nebenkosten).

Würde das C8 in den USA produziert dann dürfte es in D natürlich
deutlich mehr kosten, auch wenn mir der doppelte Preis schon
etwas sehr heftig erscheint.

Selbst wenn es um "free shipping" geht, sind Eure Gedanken nicht besonders tiefschürfend, denn einerseits hat der Händler die Frachtkosten kalkuliert und auf den Artikelpreis aufgeschlagen, egal wohin er geliefert oder wo er abgeholt wird, und andererseits spart der Händler natürlich diese Frachtkosten wenn Artikel ohne Mehrpreis gemeinsam verschickt werden können. Berechnet der Händler die Versandkosten getrennt, dann ist wenigstens dieser Posten transparent, habt ihr daran schonmal gedacht, während Ihr Euer Geld zählt???
Soweit so gut, aber ich nehme andaß es bei der Anmerkung
darum geht daß sich der angegebene US-Preis für den dortigen
Endabnehmer nicht noch um die Transportkosten erhöht,
während hier zu dem ohnehin erheblich höheren Endverbraucherpreis
die Transportkosten zum Kunden addiert werden dürfen.

Gruß, Karsten
 

**DONOTDELETE**

Hallo Meguro,

Versuch mal als Privatperson aus den Staaten was von Celestron zu kaufen - Du bekommst überall die selbe Antwort "es ist ihnen verboten Celestronprodukte zu uns zu schicken".
das ist der beste Beweis dafür daß die Endverbraucherpreise
hier in Europa künstlich hochgehalten werden.

Das ganze stellt aber kein Problem dar.
1) Wenn du sowiso in den USA weilst kannst du da in den Laden
latschen und dir so ein Teil kaufen. Null Problem.
2) Du hast zuverläsige Freunde oder Verwandte mit Wohnsitz in
den USA die das Teil kaufen und dir ganz legal und verzollt zuschicken.

CS,Karsten
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Re: Über das wo, was und wie teuer

Hallo Karsten,

bei einer Herstellung in China reduziert sich der Zoll m.W. auf 1% (Ironie der Bezeichnung Schutzzoll!!!), der Batzen Einfuhrumsatzsteuer von 19% bleibt aber bestehen. Das tut also nichts dran. Allenfalls sind von China günstigere Frachtkosten zu erwarten, man weiß ja, dass der Sprung von Europa über den Teich geradezu "umsonst" ist, gegenüber dem Sprung von den USA zurück. Komisch, weht der Jetstream nicht gerade andersrum.

Wie ich schon schrieb, mir ist bekannt, dass regionale Hochpreise durch "Gebietsschutz" seitens der Hersteller gefördert und somit befürwortet werden, und um Klartext zu sprechen, ist das von Meade bekannt und auch TeleVues neuere Preislisten (und deren "Beobachtung" von Händlern) sprechen da eine deutliche Sprache.
Um das aber auch differenziert zu sehen: Es ist ein Ding, dass Hersteller solche Preise machen, ein anderes Ding ist, dass vor der Einführung solcher Maßnahmen durch die Hersteller das hohe Preisniveau auch von den Händlern mit gestützt wurde. Wenn der Hersteller dann sein Häppchen vom Kuchen haben will, ist das eine ganz normale Sache, nachdem der Kunde gezeigt hat, dass bestimmte Artikel selbst bei wirklich kranken Preisen noch gekauft werden!

Clear Skies
Sven
 

stefan99

Mitglied
Hallo Leute,

ich habe noch etwas besseres entdeckt.
Ein Celestron 11 CPC ist in den USA bei Telescopes für 1800 Euro zu haben.
Bei einem unserer namhaften Händler für den Aktionspreis
von 4125 Euro.

Gruß Stefan
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Stefan,

dann lern' doch dazu und mach mal die Rechnung, schau nach Gewicht und Paketgrößen und nenne uns doch mal den günstigsten Preis für Shipping nach good old europe! Dann rechnen wir uns doch mal aus, was nach Zoll und EUSt übrig bleibt, und reden mal drüber, was der Händler hier ggf. noch an weiteren Leistungen kalkulieren muss...

Clear Skies
Sven
 

Quentchen

Mitglied
Hi allerseits,

bei angenommenen Versandkosten von 400 EUR käme dieses "1800-EUR-Teil" über den Daumen gepeilt auf etwa 2750 EUR Eigenimportpreis inkl. aller Einfuhrabgaben ...

Aber wie Sven schon andeutet, muss ein Händler dann noch einiges "draufkalkulieren" ... und sei es nur, dass das Teil 6 Monate in der Ecke steht und in dem Zeitraum Kapitalkosten in Form entgangener Zinsen von ca. 130 EUR aufm Tagesgeldkonto ausgeglichen werden müssen ... so ungefähr rechnen die "Betriebswirtschaftler" ... ob's die Händler auch tun, weiss ich nicht ... die haben halt die üblichen Gemeinkosten und Personalkosten etc. für die 6 Monate "Standzeit" mit einzukalkulieren :)

 

starrookie

Mitglied
Nicht zu vergessen, dass die 'entgangenen Zinsen aufm Tagesgeldkonteo' auch mal schnell zu 'zu zahlenden Zinsen fürn Dispokredit' werden können - so mancher Konkurs ist ja schlißlich nicht durch mangelndes Vermögen oder Forderungen begründet sondern einfach durch fehlende Liquidität...
CS, Holger
 

Acubens

Mitglied
Ja,
meine persönliche Meinung ist, daß Celestron (für mich)
überteuert ist. Zu den US-Preisen + Transport und Zoll etc. hätte ich mir schon vor über einem Jahr ein C8SE zugelegt,
bei en Europapreisen hingegen werde ich "mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit" auf einen solchen Kauf verzichten.
Nur ein individueller Standpunkt,
viele Grüße
Christoph
 

TorstenK

Mitglied
Zitat von Quentchen:
bei angenommenen Versandkosten von 400 EUR käme dieses "1800-EUR-Teil" über den Daumen gepeilt auf etwa 2750 EUR Eigenimportpreis inkl. aller Einfuhrabgaben ...

Aber wie Sven schon andeutet, muss ein Händler dann noch einiges "draufkalkulieren"
Sicher hat der Händler noch diverse andere Kosten. Aber warum wird bei solchen Rechnungen immer davon ausgegangen, daß ein deutscher Astrohändler zum amerikanischen Endkundenpreis einkauft? Das ist doch absurd.

Gruß
Torsten
 

hanno

Mitglied
Hallo Christoph und all die anderen.

Die Situation speziell bezogen auf C. aus USA ist doch etwas komplexer als hier dargestellt.
1. Ein Generalimporteur für den deutschsprachigen Raum wird wohl größere Mengen ordern zu Preisen, die sicher noch unter den Nettopreisen der Händler in USA liegen (auf Basis USD; vielleicht hat er aber zu Zeiten des schwachen EUR in EUR abgeschlossen und nun lacht Amerika, aber anyway spielt dies eigentlich keine Rolle). Hierauf zahlt er (Sammel-)Fracht und auf die Sumnme Fracht + EK Einfuhrumsatzsteuer.

2. Jetzt kalkuliert er einen EUR-Nettopreis, der sowohl seine als auch die Marge der Wiederverkäufer beinhaltet. Der + 19% MWSt ergibt die UVP des Geräts im Markt. Über den diskutieren wir hier.

3. Angenommen, der Importeur verkauft auch an Endkunden (was er tut) und beteiligt sich an dem im Moment tobenden Preiskrieg. Dem Optiker, der ein C8 im Fenster stehen hat, entgleisen die Gesichtszüge, wenn er merkt, daß sein Großhändler die Ware an Kunden billiger verkauft, als der Optiker sie kriegt. Was wird er solcherart vergrätzt tun? Er kündigt die Freundschaft und schmeißt die Marke C. aus seinem Sortiment.

4. Dies wird der Großhändler nicht mögen und ergo 3. wohlweislich nicht tun.

5. Jetzt passiert vermutlich folgendes. Der Absatz von C.s bricht ein, da der Endkunde den Preis nicht zahlen möchte.
Das bringt C. auf den Plan, weil dies an und für sich schon unerfreulich ist, möglicherweise der Großhändler aber auch eine Mengenverpflichtung eingegangen ist, die er nicht mehr einhalten kann. Der Großhändler steckt also in der Zwickmühle. Irgendwann ist die Marktsituation so, daß für diesen Spagat die Beine nicht mehr lang genug sind.

6. Dann könnte es wie folgt weitergehen, wobei 2 Varianten möglich sind. Entweder gibt C. den Markt hier ganz auf (unwahrscheinlich) oder die Vertriebsstrukturen werden reorganisiert, z.B. durch Gründung einer eigenen Importgesellschaft. Das hat in zweierlei Hinsicht Charme. Man hat eine Sorge weiniger (unzufriedene Wiederverkäufer) und man kann über Preisgestaltung die Gewinne aus dem Inland ableiten, somit Steuern sparen. Hat da einer deja vue gerufen?


Gruß hanno
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Torsten,

nein, nicht absurd, wenn man sieht, auf welche Weise der Hersteller seinen Anteil am hohen Europa-Preis einfordert.

Clear Skies
Sven
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Torsten,

ich kenne Baaders EKs auch nicht, maße mir aber nicht aus Unkenntnis an, mir den für mich schönsten Schuldigen auszusuchen, damit ich wen habe, auf den ich einhacken kann.
Dass es aber erhöhte Abgabepreeise nach Europa gibt, ist doch schon eine logische Konsequenz aus dem Gebietsschutz, der ja seitens vieler Hersteller aufrecht erhalten wird, und der auch nur durch den Hersteller selbst aufrecht erhalten werden kann.

Clear Skies
Sven
 

TorstenK

Mitglied
Hallo Sven,

beim einem Gebietsschutz ist durchaus nicht von vornherein klar, auf wessen Betreiben (Hersteller oder Generalimporteur) der zustande kam. Und gerade bei Baader fällt auf, daß oftmals ein Gebietsschutz nur für die europäischen Länder besteht, in welchen Baader aktiv ist.

Gruß
Torsten
 

Berberich

Mitglied
Hallo Torsten,

ist das so falsch?
Schau Dir doch mal Firmen wie BMW, Mercedes oder VW an. Da kosten die in Deutschland produzierten Autos in Deutschland weitaus mehr als im Ausland. - Auch ein Gebietsschutz. Das kann man dann in noch extremerem Maße bei der Pharmaindustrie beobachten, bei der ein Medikament, das ich benötige, in D 78 € kostet, in GB aber lediglich (umgerechnet) € 7,80.- !!! Da sind die Unterschiede mehr als gewaltig und jeder schimpft zwar darüber, aber keine Regierung und kein Kartellamt unternimmt etwas dagegen.

CS
Winfried
 

TorstenK

Mitglied
Zitat von Berberich:
Ich finde schon. Zumindest ist es es nicht mit meinem Verständnis von einer freien Marktwirtschaft vereinbar.

Um nicht falsch verstanden zu werden, mich stört nicht die Preisbildung von Baader und co. hierzulande. Was mich wirklich stört ist, daß ich durch Gebietsmonopole daran gehindert werde, selber im Ausland zu bestellen.

Gruß
Torsten
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Torsten,

unser Staat hat sich aber aus guten Gründen für eine soziale Marktwirtschaft entschieden, und es schadet uns durchaus, dass die per Globalisierung längst untergraben ist.

Wenn Celestron ein Regionalmonopol auf betreiben eines einzelnen Importeurs aufrecht erhält, dann wird es aus Celestrons Sicht gute Gründe dafür geben, ansonsten wäre es dumm, den Aufwand zu betreiben.

Clear Skies
Sven
 

TorstenK

Mitglied
Zitat von Sven_Wienstein:
Wenn Celestron ein Regionalmonopol auf betreiben eines einzelnen Importeurs aufrecht erhält, dann wird es aus Celestrons Sicht gute Gründe dafür geben, ansonsten wäre es dumm, den Aufwand zu betreiben.
Hallo Sven,

die "guten Gründe" sind die Profitmaximierung für Celestron und den Generalimporteur. Aus Sicht des Endkunden führt ein Monopol ohne Regulierung aber immer zu überhöhten Preisen. Warum du jetzt hier in die Rolle des Verteidigers von Gebietsmonopolen schlüpfst, verstehe ich deshalb nicht.

Gruß
Torsten
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Torsten,

Deine Betrachtung ist oberflächlich. Ich verteidige keine Gebietsmonopole, vielmehr möchte ich, dass man bei solchen Diskussionen sauber argumentiert, denn dann lässt sich das nicht mehr als plattes Geschrei auf Bildleser-Niveau abtun.

Du verstehst? Wenn man die nackten Endverbraucherpreise vergleicht und gerade mal von Dollar und Euro umrechnet, kommen Händler, Importeure und Hersteller leicht aus der Nummer raus mit der Aussage "das ist ein völlig falscher Vergleich".
Wenn man aber sauber argumentiert, bekommt man einerseits ein besseres Verständnis dafür, wie ein Händler arbeitet, und andererseits kann man auch viel wirkungsvoller gegen Gebietsmonopole argumentieren.

Und zuletzt: Es ist doch wieder mal typisch, dass man beim Bemühen um eine sachliche Betrachtungsweise immer gleich in irgendeinen Topf gehauen wird, und zwar ganz direkt von Leuten wie Dir!!!

CS
Sven
 
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