Jeff Bezos plans to go suborbital himself | Seite 3 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Jeff Bezos plans to go suborbital himself

MiMeDo

Mitglied
Du hast im Prinzip ziemlich recht.
Womit wir bei der nächsten Disziplin wären, bei der Ethik.

(Bei meinem Post oben habe ich boshafterweise unterschlagen, dass man bei "Konsum" noch zwischen "Grundbedarf" und "Luxusbedarf" unterscheiden sollte. Inklusive viel Grauzone dazwischen. Spaßflüge ins All gehören aber sicher ans entgegengesetzte Ende von "Luxusbedarf". Viel mehr geht nicht mehr. Warum ich trotzdem nicht dagegen argumentiere hat einfach damit zu tun, dass das global gesehen sowas von insignifikant ist. Wenn ins Weltall fliegen nicht so "cool" wäre und deshalb viel Presse bekommt würde das kaum jemand mitbekommen.)

Gruss
Thorsten
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
...dass das global gesehen sowas von insignifikant ist.
Genau das finde ich eben nicht. Diese Weltraumtourismusaktionen bekommen in den Medien eine überproportionale Aufmerksamkeit und werden den Menschen als erstrebenswertes Ziel vorgegaukelt. Das setzt vollkommen falsche Signale. „Warum soll ich meine Zahnpastatube bis zum letzten Rest ausdrücken und sie dann noch in die richtige Mülltonne sortieren, wenn die Schönen und Reichen mit einem Fünf-Minuten-Flug mehr Ressourcen vernichten als ich in meinem ganzen Leben?“ „Warum soll ich für einen Liter Benzin 1,90€ bezahlen (wovon das meiste Steuern und Klimaabgaben sind), wenn es das Zeug offensichtlich im Überfluss gibt?“ Und so weiter.
Unter meinen Kollegen war es vor Jahrzehnten mal hip, sich einen Aufkleber „Fluglärm? Wir machen ihn!“ aufs Auto zu kleben. Dafür hat man dann aber irgendwann (zu recht...) die Reifen aufgestochen bekommen, wenn man an der falschen Stelle geparkt hat, Daran muss ich bei Musk und Bezos denken: „Klimawandel? Wir machen ihn!“. Bekommen die Weltraumtouristen bestimmt als Souvenir mit nach Hause.

Und das aller verlogenste ist es, wenn die Weltraumtouristen (Branson neulich auch) nach ihrem Flug scheinheilig sagen: „Dieser Trip hat mir gezeigt, wie einzigartiger unser Planet im Weltall ist und wie fragil. Wir müssen sehr sorgfältig mit ihm umgehen!“ Und um zu dieser Erkenntnis zu gelangen mussten gerade wieder 500 Tonnen Treibstoff vergeudet werden? Ich kann gar nicht so viel Essen wie ich Kotzen möchte.

Grüße
Maximilian
 

cumulus

Mitglied
Warum ich trotzdem nicht dagegen argumentiere hat einfach damit zu tun, dass das global gesehen sowas von insignifikant ist.

Wenn ich in der Stadt z.B. mit einem "Hummer" rumbrettere, welcher 20 Liter schluckt, ist das auch global gesehen "insignifikant".

Aber dennoch in Bezug auf das globale Problem, welches nun auch Deutschland erreicht hat, einfach nur blöd.
Weil immer so argumentiert wir. Wenn ich dies oder das nicht mache, ändert das nix am Klimawandel.
Oh mann, ist das öde.
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Und um zu dieser Erkenntnis zu gelangen mussten gerade wieder 500 Tonnen Treibstoff vergeudet werden?
Marketing, Machtgier, Wachstum und Wettbewerb sind offenbar die Quintessenz einer entwickelten Zivilisation. Die Presseagenturen samt reisender Reporter und druckender Grafiker, die Büros voller Kreativer, die Schei**e als Fortschritt und Erkenntnisgewinn der Elite verkaufen (denn wer anderer beschäftigt die ja nicht wirklich) verbrauchen nach dem Superact wesentlich mehr Energie und Treibstoff, als der Kurztrip ins All.

Da der Globalsuizid der Menschheit leider mit der Klimaerwärmung (heißt jetzt "Klimawandel", weil "Erwärmung" klingt ja so beängstigend negativ) haben die Besten unter uns noch schnell die Kryptowährungen erfunden, damit Millionen Rechner 24/7 Unsummen an Strom verbrauchen, um virtuelle Münzen zu schürfen.

Ich fürchte, auch das wird nicht ausreichen, uns rechtzeitig das Genick zu brechen.
Es wird ein langsamer, qualvoller Tod.

Ein paar Idi*ten arbeiten ja dauernd dagegen, trennen ihren Müll und fahren Fahrrad...
nicht mal der Virus, den Mutter Natur vorgeschlagen hatte, ist so erfolgreich... trotz der guten Presse, die der hat...

lg
Niki
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Ein paar Idi*ten arbeiten ja dauernd dagegen, trennen ihren Müll und fahren Fahrrad...
Ein paar mehr sind es inzwischen schon, bei uns zumindest steuert auch der Gesetzgeber inzwischen mit. Solarpflicht für Neubauten, keine Verbrennungsmotoren mehr nach 2035, keine Parkplätze mehr in der Innenstadt um die Menschen wieder zum Fahrrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zu bringen, Verbot der Kurzstreckenflüge und sogar das Tempolimit auf Deutschen Autobahnen könnte bald (endlich!) Realität werden. Dazu ständige Ermahnungen, weniger Fleisch zu essen, das Auto stehen zu lassen, keine Flugreisen und Kreuzfahrten mehr zu machen, sparsame Haushaltsgeräte anzuschaffen, Müll zu vermeiden oder wenigstens ordentlich zu trennen. Echte Einschränkungen für die meisten von uns, für die inzwischen eine große Mehrheit aber Verständnis aufbingt. Wer es noch nicht tut kann gerne die Tagesschau anschauen. Umso schlimmer finde ich es, dass gerade Firmen aus DER Vorzeige-Hightech-Branche, nämlich der Raumfahrt, nichts blöderes einfällt als Weltraumtourismus. Und das Argument, dass diese Branche vielen qualifizierten Menschen Arbeit gibt lasse ich auch nicht gelten. Dieselben qualifizierten Menschen würden ebensogute Arbeit mit dem Bau von nachhaltiger Infrastruktur aller Art (Kraftwerke, Verkehr, Agrartechnik, usw.) haben.

Grüße
Maximilian
 

Okke_Dillen

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Moin,

also... wenns darum geht Ressourcen sinnvoller einzusetzen, könnte man doch mal dort anfangen, wo es so richtig satt viel bringt: keine Kriege mehr anzetteln und keine Waffenverkäufe mehr. Aber offenbar schmerzt der Spreisel im Finger mehr als der Pfosten im Auge.
Nunja, wenn das so ist, muß man sich wohl um den Spreisel kümmern....

Sorry für OT, VG Okke
 

MiMeDo

Mitglied
Wie auch immer, HEUTE um 15h MESZ soll der Flug stattfinden, dem dieser Thread eigentlich gewidmet ist.

Gutes Gelingen!
Thorsten
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Aber offenbar schmerzt der Spreisel im Finger mehr als der Pfosten im Auge.
Da hast Du schon recht, jedoch gilt m.E. ebenso:
dass gerade Firmen aus DER Vorzeige-Hightech-Branche, nämlich der Raumfahrt, nichts blöderes einfällt als Weltraumtourismus.

Das Perfide an dem Sachverhalt ist ja die marktwirtschaftliche Verlogenheit, die man auch mit den schönsten Werbesprüchen nicht wegbekommt. Da raufen sich ein paar tattrige Multimilliardäre im letzten Lebensviertel um die Eröffnung eines neuen Geschäftszweiges und sind sich nicht zu schade, die tolle religiöse Erfahrung der Verletzlichkeit unseres Planeten in einer großen, philosophischen Geste hervorzuheben, wenn man dort hinauf fliegt und sich von der Aussicht übermannen lässt.

Fünfzehn Minuten später zurück auf der Erde eröffnen sie dann ihre Ticketschalter und wollen damit einfach wieder mehr Geld verdienen, wieviel Abgase sie dabei auch in unsere ach so schützenswerte Atmosphäre blasen. Das das nicht zusammenpasst haben schon mehrere Leute bemerkt. Das ist marktwirtschaftliche Bigotterie. Zu sagen, man bringt Leute hinauf, damit sie dort oben die Läuterung und Überzeugung erfahren, den Planeten zu schützen, ohne zu bemerken, dass sie mit ihrem Flug soeben genau das Gegenteil machen.

Und die üblichen, kindlichen (männlichen) Anwandlungen von "meine Rakete fliegt höher" und "ich war der Erste" oder "meine Rakete ist größer" sind leider nicht zu übersehen. Oder wenn Elon Musk dann um 3 Uhr morgens barfuß seinen Milliardärskollegen alles Gute wünscht... nach dem Motto: ach, was sind wir doch für ein reiches, cooles, verrücktes Pack...

first we take Manhattan,
than we take Berlin

hat Cohen einst gesungen. Und so träumen die Bosse von Virgin und Amazon vom nächsten lukrativen Geschäft und dem Abbau der Bodenschätze auf dem Mond... Amazon Moon-Mining LTD und Virgin Helium3 Company. Und der Tourismus boomt auch...

das Ganze klingt wie eine falsche Übersetzung des Filmtextes.

Die Lippen sagen: "let's make more money"
doch der Synchronsprecher übersetzt "was für eine überwältigende Erfahrung"... :coffee:

lg
Niki
 

Cpt.Boiler

Mitglied
Ja, aber erschreckenderweise scheint ein beachtlicher Teil der Menschen diese Verlogenheit und Bigotterie zu brauchen. Typen wie Bezos, Jobs, Musk, etc. sind quasi Götzen der modernen Turbokapitalismusreligion, und dienen wie bei herkömmlichen Religionen auch als Projektionsfläche. Viele Männer möchten so ein wie sie, und viel Frauen möchten einen von denen heiraten .. um sich dann im richtigen Moment lukrativ scheiden zu lassen hehe :)
Diese Projektionsfläche genügt den meisten anscheinend, die Vorstellung, sie *könnten* ja auch so was aufziehen, wenn sie sich nur aufraffen -- aber sie bleiben dann doch lieber auf dem Sofa sitzen, zischen noch ein Bier, und freuen sich darüber, ja doch irgendwie ein Teil von dit janze zu sein, dazuzugehören, "das ist einer von uns".

Interessant ist aber tatsächlich, wie auch unsere angeblich so kritische "Qualitäts-Journalismus" betreibende Medienwelt darauf reinfällt, und dieses Macho-Protzgehabe ebenso enthusiastisch feiert. Jeder unbedeutende Furz z.B. der AfD oder sonstwelcher Schwadroneure triggert sofort eine ganze Breitseite von warnenden Gegenbehauptungen und bösen Fingerzeigen und "wehret den Anfängen"-Schreien, u.U. ja auch zurecht, aber solches plumpes Angeber-Posing wird einfach kommentarlos als Sensation präsentiert und kein Wort wird über die ganze Verlogenheit dahinter verloren.
-cb
 

MiMeDo

Mitglied
Hier der (wohl offizielle) Live-Feed:

Und hier einer der auch nicht schlecht aussieht.
Scheint technischer zu sein, aber (zumindest bei mir) ne geschlagene 3/4 Minute hinten dran:

Gruss
Thorsten
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Die arme Kommentatorin tut sich ein bisschen schwer, den passenden Superlativ für den anstehenden Flug zu finden. Es ist entweder „the first human spaceflight operated entirely from private property“ oder „the spaceflight with the oldest and youngest astronaut together“. Wobei der „youngest astronaut“ ein Bankierssöhnchen ist, dem Papa das Ticket gekauft hat. Dadruch unterscheidet er sich jetzt definitiv von seinen Kollegen, die ihren Söhnen zum Achtzehnten nur eine Yacht schenken konnten.

Und aus dem „this is the future of spaceflight“ Geschwurbel wird durch ständige Wiederholung auch keine Wahrheit. 38M$ für einen Platz in einem 10 Minuten Suborbitalflug wird die Raumfahrt nicht revolutionieren. Bei Branson gibt es das selbe für ein halbes Prozent dieses Preises und für einen Bruchteil des Treibstoffaufwandes. Und sein Trägerflugzeug lässt sich sogar für nützliche Aufgaben verwenden.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die noch viele solche Flüge durchführen werden. Vielleicht sogar gar keinen mehr. Trotzdem hoffe ich natürlich, dass niemand bei diesem Jux zu Schaden kommt.

Grüße
Maximilian

PS: Aber das „Capcom“ Mädchen ist definitiv die hübscheste Bodenfunkerin in der Geschichte der Raumfahrt. Dafürür alleine wird dieser Flug der Welt in Erinneung bleiben.
 

winnie

Mitglied
So, sie haben's also geschafft: 107 km Höhe erreicht, keine Probleme während des Flugs, sicher gelandet.
Die Technik funktionierte zuverlässig.
Es waren aber auch nur 4 Leute an Bord...
 

MiMeDo

Mitglied

maximilian

Mitglied
Hallo!
Na, hoffentlich liest deine Frau hier nicht mit :ROFLMAO:
Ich glaube ich darf mich am Anblick hübscher Astonominnen erfreuen solange die auf einem anderen Kontinent sind :) (https://www.linkedin.com/in/sarah-knights-48218092)

Grüße
Maximilian


PS: Und ich wundere mich, dass die Russen morgen ihr Nauka-Modul starten, wo sie doch eigentlich ihren Rückzug von der ISS angekündigt haben. Das Ding wäre die ideale Grundlage für den Bau der neuen eigenen Station.
 

ThN

Mitglied
"Jeff Bezos, giving thanks before remarks at a post-launch press conference, says "I also wanna thank every Amazon employee, and every Amazon customer, because you all paid for this!" Quelle: Twitter @joroulette ("Space Reporter", früher bei Reuters)

Ob das gut ankommt? 🤔 ... Obwohl, recht hat er scho'

Thomas
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Ob das gut ankommt? 🤔 ... Obwohl, recht hat er scho'
Er könnte ja mal eine Unfrage bei seinen Angestellten (und uns Steuervieh) machen: Möchtet Ihr lieber ein bisschen mehr verdienen als den gesetzlichen Mindestlohn und vielleicht sogar die Fünf-Tage-Woche oder wollt Ihr lieber einen Boss, der ab und zu zwei Minuten lang schwerelos ist?
Ich frage mich, ob man bei Blue Origin auch nach dem Amazon-„tarif“ bezahlt wird...

Grüße
Maximilian
 

MiMeDo

Mitglied
PS: Und ich wundere mich, dass die Russen morgen ihr Nauka-Modul starten, wo sie doch eigentlich ihren Rückzug von der ISS angekündigt haben. Das Ding wäre die ideale Grundlage für den Bau der neuen eigenen Station.
Das mit dem Rückzug ist lediglich Imponiergehabe um irgendwelche Preise für Sojus oder so ein bisschen hochzudrücken. Hinter den Kulissen weiss man dass die Russen bis 2030 mit an Bord der ISS bleiben.
Könnte ich mir auch derzeit überhaupt nicht vorstellen, dass die ne eigene Station gebacken bekämen. Vielleicht mit nem anderen Chef...

Gruss
Thorsten
 

eckehardt70

Mitglied
Ja und danken sollte er auch seinem Heer an Steuerberatern und Rechtsverdrehern, die es geschafft haben ganzen Staatengemeinschaften Geld zu entziehen und natürlich auch den geduligen und vergesslichen Bürgern, die das dulden und ihn für seine Machenschaften nicht öffentlich die Leviten lesen.
Mich wiedert das an, bei all der technischen Leistung, vor der ich Respekt habe.
 

eckehardt70

Mitglied
Hallo Maximilian,

klar da hast du Recht. Ich kenne einige Leute die bei Amazon arbeiten und deren Schilderungen über das Unternehmen und die Vorgaben vom Chef. Wenn ich das auf die Raketentruppe übertrage, muss man schon den Hut ziehen, das die Weltraumtouristen heil runtergekommen sind.
Man hätte uns als Menscheit die Egotrips der superreichen Jungs einfach auch gern ersparen können.

Grüße Thomas
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Ich hoffe nur, daß diejenigen, die sich hier so laut beschweren (und alle, die das auch im Stillen beargwöhnen), konsequent genug sind, nicht bei Amazon einzukaufen.
Das Problem dabei ist, dass Amazon im Lauf der Jahre auf manchen Gebieten ein Quasimonopol geschaffen hat. Wenn Du in Deutschland englischsprachige Bücher kaufen willst (ohne für den Verand direkt von einem amerikanischen Händler 25$ UPS oder FedEX draufzulegen), dann geht das praktisch nur noch bei Amazon. Letztes Jahr wollte ich das vermeiden und habe ein Buch beim örtlichen Buchhändler bestellt. Und was soll ich sagen, der hat die Bestellung seinerseits an Amazon weitergeleitet...

Und im übrigen bin ich niemand der zum Boykott von solchen Firmen aufruft. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wen er mit seinem Geld und seinem „Fandom“ unterstützt. Ich finde es einfach nur abscheulich, dass eine einzelne Person unermesslich reich wird indem er seine Angestellten an der ganz kurzen Leine hält und dauzu noch der Gesellschaft den Anteil an seinen Gewinnen vorenthält, der ihr zusteht. Das sind frühkapitalistische Zustände, die in unserer Gesellschaft eigentlich seit 100 Jahren überwunden sind. Worauf wir lange Zeit auch ziemlich stolz waren. Aber wir wurden ja jetzt mit einem kleinen Feuerwerk für unsere Duldsamkeit belohnt.

Grüße
Maximilian
 

Demokrat

Aktives Mitglied
konsequent genug sind, nicht bei Amazon einzukaufen.
leider nein.

Es wird die Zukunft sein, nicht mehr zehntausendfach mit PKWs in irgendwelche Mega-Shopping-Tempel am Stadtrand zu fahren und dort Parkplätze zu suchen, nur um den kleinen Drucker, den man bereits zuvor aus allen Testberichten und Foren Beratungen ausgewählt hat, dort live zu kaufen und heimzuschleppen. Oder er ist grad nicht lagernd...

Nein, das ist die Zukunft, dass die Ware aus einigen Zentrallagern direkt beim Kunden rausgeworfen werden, besser 1 LKW als 50 Privat-Autos für diese kleineren Warentransporte. Ich weiß, unpopuläre Einstellung, ganz ohne "Einkaufserlebnis", aber logistisch nicht unvorteilhaft.

Geht ja auch ohne Jeff und Co seit 25 Jahren im IT Handel so. Alle Händler beziehen immer schon beim Großdistributor, verdienen (meist) unnötig mit und die Leute müssen dorthin. Wer das Zeug nicht vorher live angucken muss, braucht das aber nicht zu tun. Man kann ja ein paar Shops "zum Angreifen" bestehen lassen... die ganze Konsumwahnsinnswirtschaft bringt all die IKEAs und AMAZONs hervor, aber wenn die Leute ihre Autos mehr und mehr stehen lassen, dann gut... :cool:

lg
Niki
 

Demokrat

Aktives Mitglied
Ich finde es einfach nur abscheulich, dass eine einzelne Person unermesslich reich wird indem er seine Angestellten an der ganz kurzen Leine hält und dauzu noch der Gesellschaft den Anteil an seinen Gewinnen vorenthält, der ihr zusteht.
Absolut. Marktwirtschaft gepaart mit kriechenden Politikern, die gerne Arbeitsplätze schaffen (die quasi fast nicht bezahlt werden). Erfunden von Elite-Wirtschaftsuniversitäten, deren Lehrer von uns allen bezahlt werden und wurden. Jeff und Alibaba und die Virgin-Jungfrau und all die Leute sind ja nur Vollstrecker der universitären Wirtschafstheorie.

Und jetzt ist Kosmos angesagt. Alle wollen da rauf, das Militär, die Reisebranche, die Materialschürfer.
Pi-O-Niere. :y:

Also ein Hoch auf die Raketenzeit.
Lange geschah ja gar nichts, jetzt landen sie wenigstens, die Antriebsstufen.
Weils billiger ist. :ROFLMAO:

lg
Niki
 

maximilian

Mitglied
Hallo!
Lange geschah ja gar nichts, jetzt landen sie wenigstens, die Antriebsstufen.
Die vom Space Shuttle sind auch schon gelandet, das wird gerne vergessen. Am Fallschirm im Wasser zwar, aber sie wurde wiederverwendet.
Dem Space Shuttle hat man die ganze Zeit vorgeworfen, dass es viel zu teuer ist weil (fast) alles wiederverwendet wird...

Grüße
Maximilian
 

winnie

Mitglied
Mit Rücksicht auf das Foren- und diesen Thread-Topic...

...wäre schön, wenn ihr diese endlose Semi-Diskussion um Global- und Firmenpoltik und Einkaufen bei Amazon endlich mal einstellen würdet - oder wenigstens in den Smalltalk verlagern, wo man's dann nicht lesen muß. Vielen Dank!

Sorry, aber die Moderation reagiert schon wieder nicht - ich klingel mir schon seit Tagen die Finger wund...
 
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