Kann es sein, dass das Universum unendlich klein und groß ist? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Kann es sein, dass das Universum unendlich klein und groß ist?

vermon

Mitglied
Mir ist schon länger eine idee durch den kopf gegangen die zu jetziger zeit schwer zu beweisen ist aber auch nicht widerlegt werden kann.

Man geht davon aus dass Atome die kleinsten Bausteine sind aus denen alles Marerielle besteht. Wenn man ein Atom jedoch zB auf die Größe der Erde vergrößern würde, wäre es doch sehr unahrscheinlich dass es dann einfach nur ein blanker Klotz wäre. ich denke es würde aussehen wie ein Planet, vielleicht sogar mit Leben drauf, was wir nur nicht sehen können weil es logischerweise viel zu klein ist.

auch in die andere Richtung: Wenn man die Erde und alle planeten drum herum auf mikroskopische größe schrumpfen würde würde sich vielleicht eine andere unvorstellbare Realität ergeben ggf. mit anderen Lebensformen. und wenn man diese auch schrumpfen würde würde wieder eine andere Ebene auftauchen.

Wir menschen haben auch schon Zahlreiche mikroskopisch kleine Lebewesen entdeckt. Diese lebeweseb haben keine ahnung dass es so etwas wie menschen gibt. Und die menschen denken jetzt dass das was wir sehen das ist was es gibt aber es wird kein gedanke darüber verloren ob wir selbst auch ein teil davon sind und es.

Ich hab jetzt nicht darauf geachtet mich wissenschaftlich auszudrücken oder dass alles richtig geschrieben ist, ich will nur meinen Gedanken kundtuen und würde mich über kritik/gegenargumente oder weitere Argumente freuen.
 

LuisCypher

Mitglied
Hallo Unbekannter,


Niemand geht mehr davon aus, dass ein Atom der kleinste Baustein ist. Du gehst hier von Vorstellungen über das Atom aus, die schon lange, lange, lange theoretisch und auch praktisch widerlegt sind.

Wiki Atom

Es sind eben keine Kugeln die man theoretisch aufblasen könnte um sich dann die Oberfläche anzuschauen. Und auch das, was man aktuell als kleinste mögliche Teilchen/Bausteine annimmt, sind keine aufblasbaren Murmeln.

In die andere Richtung sind deinem Versuch, die Erde zusammen zuquetschen nach aktuellem gut belegten Stand der Physik auch Grenzen gesetzt.
Die Erde könnte man auf ca 9mm zusammen pressen, dann hätten wir den Punkt erreicht an dem sich ein Ereignishorizont bildet und ein schwarzes Loch entstanden wäre.

Wiki Schwarze Löcher

Ich bin auch nur interessierter Laie aber ich glaube deine beiden Ansätze sind mit keiner der aktuell anerkannten physikalischen Gesetze und Vorstellungen vereinbar.

CS
Andreas
 

Jonas1646

Mitglied
Hallo Vermon,
dass Atome die kleinsten Bausteine sind, ist nicht ganz richtig. Die kleinsten (bekannten) Bausteine sind sogenannte Quarks, aus welchen sich wieder unter anderem Protonen, Neutronen und Co. zusammensetzen. Durch zusammengesetzte Elementarteilchen setzen sich wieder Atomkerne, Atome usw. zusammen. Auch alle bisher entdeckten Lebewesen, auch mikroskopisch kleine, bestehen aus Zellen als kleinster biologischer Bestandteil. Das heißt, der kleinste Bestandteil eines (der uns bekannten) Lebewesen ist die Zelle mit ihren Organellen und Co., welche wieder aus Molekülen zusammengesetzt ist, diese aus Atomen usw.. Du merkst evtl., dass das alles nicht so einfach ist. Man kann auch nicht einfach etwas schrumpfen und expandieren lassen, auch dort gibt es physikalische Grenzen. Beim Schrumpfen wird irgendwann ein singulärer Zustand erreicht, beim Expandieren wird im Unendlichen irgendwann der absolute Nullpunkt erreicht (durch Näherung, Ausnahme ist, wenn Masse und Energie in das System gegeben werd, bzw. nur Energie, da wir ja laut Einstein wissen, dass Masse und Energie im Grunde genommen das Gleiche sind). Wo du wieder recht hast ist, dass sich im kleinen ganz andere Realitäten ergeben. So können in der subatomaren Ebene plötzlich aus dem nichts Protonen auftauchen und später wieder verschwinden, wo wir im Bereich der Quantenphysik wären. Dass jedoch irgendwo wieder Leben und Co. auftaucht, halte ich für ausgeschlossen. Nicht zu vergessen ist, dass man derzeit davon ausgeht, dass das Universum selbst mal nicht größer als ein Elementarteilchen war.
Grüße Jonas
 
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Amenhotep

Mitglied
Wenn man ein Atom jedoch zB auf die Größe der Erde vergrößern würde, wäre es doch sehr unahrscheinlich dass es dann einfach nur ein blanker Klotz wäre. i
Hallo,

doch, das wäre so. Das das Atom aus noch kleineren Teilchen zusammengesetzt ist, haben schon andere dargelegt. Doch selbst wenn man nur vom Kern mit der Elektronenhülle ausgeht, ist da ein superkleiner Kern, dann lange nichts und dann die Elektronenhülle mit noch kleineren Elektronen. Nichts dazwischen. Anders gesagt: ein Atom besteht hauptsächlich aus "nichts". Das bischen Platz, welches der Kern und die Elektronen belegen, fällt nicht weiter ins Gewicht.

Gruß
Thomas
 

AstroPZ

Mitglied
Zusatzbemerkungen:

1. Die sogenannten Elementarteilchen sind nur beschreibende Manifestationen dessen was eigentlich dahinter liegt: die Quantenfelder.

2. Unsere Welt ist nicht beliebig skalierbar. Die Effekte/Kräfte (damit Naturgesetze) auf bestimmten Längenskalen unterscheiden, verändern sich.

Gruß
Peter
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Vermon,
darüber zu spekulieren ist reine Zeitverschwendung, da wir (Menschen) nicht genügend Informationen haben um diese Fragen zu beantworten.
Das ist so als müsste ein blinder ein Kreuzworträtsel lösen (nein, es ist nicht in Blindenschrift geschrieben :) )

Erschwerend kommt hinzu, dass wir die Konstante "ICH" bei den ganzen Fragen immer als Bezugspunkt definieren. Ohne jedoch das ICH zu verstehen.
Das ist ein extrem wackliges Fundament. In etwa so, als müsste ein blinder ohne Kopf ein Kreuzworträtsel lösen welches sich in einer fremden Galaxie befindet und in einer fremden Sprache verfasst ist :)

Ich verstehe den Drang nach Wissen aber irgendwann wird es reine Spekulation und Philosophieren. Kann aber Spaß machen. Eine gewisse Zeit lang..

CS
 

Sagittarius_A*

Mitglied
Hallo,

Ich habe mal eine Metapher gelesen die das gut veranschaulicht (weiß leider nicht mehr wo und von wem):

Wenn du einen Zentimeter vor der Mona Lisa stehst wirst du nur einen verschwommenen, dunklen Fleck sehen.
Wenn du hundert Meter vor der Mona Lisa stehst wirst du nur einen kleinen Punkt sehen.
Erst wenn du einen moderaten Abstand wählst wirst du die Schönheit und den Sinn des Gesehenen erkennen.

Verhält sich mMn ähnlich mit dem Universum.

Selbst wenn wir die Größe eines Quantenteilchens mit dem Auge auflösen könnten, würde uns Heisenbergs Unschärferelation einen Strich durch die Rechnung machen und alles wäre verschwommen.

Gruß,
Florian
 
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