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Kaufempfehlung für einen Neuling

stefand

Mitglied
Öffnung macht schon was aus.
Ich habe aber erst durch meinen C8 gelernt, was beim Galaxien beobachten zu beachten ist.
Mit meinem 120/1000 Refraktor hab ich es nicht geschafft z.B. M81 oder M82 ins Okular zu bekommen.
Mit dem C8 gelang es.
Mittlerweile bekomme ich es auch im FH hin.
Vorher hab ich die im FH einfach übersehen, nicht wahrgenommen... ... ... schlicht aus dem Grund das ich nicht wusste auf was ich achten muss.
Klar das mir der C8 mehr liefert, aber es ist auch mit kleiner Öffnung machbar.
Erfahrung, Übung, Geduld... ... ...
Waas? Die M81 und M82 mit dem 120/1000 nicht ins Okular bekommen ... die sind eigentlich so hell, dass man sie nicht übersehen kann. Also eine vernünftige AP mal vorausgesetzt (2 - 4mm). Damit kann man in guten Nächten sogar versuchen Details zu sehen. Habe das Gerät seit über 8 Jahren.
 

stefand

Mitglied
Hallo,
ich überstürze auch nichts und bin weiterhin für einen Dobson offen. Ich hab nur gestern nach weiteren Teleskopen geschaut und bin dabei auf die aufmerksam geworden, die ich genannt hatte. Da kommt man dann von einem zum anderen. Ein Artikel hier, ein Erfahrungsbericht da, ein Youtubevideo dort... alles einfach sehr interessant. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Es ist schon so, wie einige von euch auch gesagt haben, am Anfang weiß man gar nicht, wohin die Reise geht und was einem gefällt. Das lernt man erst durch ausprobieren und arbeiten mit dem Teleskop.

Von daher, ich schau weiter. Nachdem ich einen Dobson favorisiert habe und auch nach wie vor dabei bin, ist mein Interesse an Komfortmöglichen wie Goto oder auch kompakteren Teleskopen, wenn sie denn gut sind, aber auch geweckt.

Ich bin euch für die Unterstützung auf jeden Fall sehr dankbar.

Holgi
Hallo Holgi,

genau, jeder hat da so seine Vorlieben, aber erstmal auf den Geschmack gekommen, geht der Hobbyastronom immer weiter. Das heißt größer oder teurer oder beides ... Mit mehr Öffnung kann man natürlich mehr sehen, doch wenn man im Sucher das Objekt manuell sucht und dann mit einen Aussuchokular (eines mit langer Brennweite, sprich niedriger Vergrößerung) das Objekt auch ins Gesichtsfeld bringt, da muss vieles stimmen. Der Sucher (Leuchtpunktsucher geht auch gut) sollte gut erreichbar sein. Beim Schauen will man sich nicht verbiegen und überhaupt, das ganze Gelump muss erstmal raus gebracht und aufgebaut werden. Manuelles Suchen hat den Vorteil, dass man sich mehr mit der Position und dem Aufsuchen an sich beschäftigen muss. Dafür kann der Jagderfolg umso mehr genossen werden. Bei GoTo geht's zwar kinderleicht, aber alsbald hat man viele Objekte durch. Kann Frust hervorrufen. Ich habe mit einem 114/900 Newton auf einer NoName-Montierung (parallaktisch) angefangen. Die Öffnung zeigte schon einiges - aber die Montierung hatte es etwas verdorben. Auf einer EQ5 war es dann stabil. Leider vermute ich, dass heutige 114/900 nicht mehr besonders sorgsam gefertigt werden. Ein 150/750 klingt besser, aber f/5 (das Öffnungsverhältnis aus Brennweite/Öffnung) führt bei preiswerten Weitwinkelokuaren zu Randunschärfen. Justieren sollte man Newton übrigens ab und zu - besonders, wenn man sie viel transportiert. Kurze Linsenteleskope sind als Achromaten mit einem unübersehbaren Farbfehler gesegnet und damit machen Mond/Planteten keinen Spaß. Linsenteleskop in langer Form als Achromat (z.B. 100/1000 oder 120/1000) sind da zwar besser, aber die lange Bauweise verlangt nach einer kräftigen Montierung und mobil sind sie nur, wenn mit dem Auto transportiert. Aber robust sind Linsenteleskope. Als ED-Refraktoren mit einer visuell sehr guten Farbkorrektur ist das Bild klasse (ästhetisch, da u.a. Sterne nadelfeine Punkte sind ) aber diese Geräte sind teuer - 100mm Öffnung sind da nicht unter 600€ zu bekommen - ohne Montierung, Okulare und Sucher ... und bei DeepSky sind es halt nur 100mm Öffnung. Dobsons, als Newton-Reflektor auf Rockerbox hängen nahe am Boden, aber haben gemeinhin viel Öffnung (ab 150mm aufwärts) - sie sind aber manuell nachzuschubsen und das ohne parallaktische Montierungsbauweise. Suchen/Finden muss man manuell - Goto ist bei denen aber auch schon zu haben. Dann ist es aber kein aufstellen + loslegen mehr und der Preis geht dann auch in die Höhe. Viele bevorzugen auch einen kleinen Mak mit 127mm Öffnung - der tut sich etwas schwer mit großen Austrittpupillen über 2,5mm, also einem hellen Bild, aber für GX, OH, KS, PN und Sonnensystem geht das gut bis prima. Die sind kurz, okularunkritisch und benötigen keine so starke Montierung. Sie benötigen aber etwas Zeit, um sich an die Umgebungstemperatur anzupassen. Erst wenn man seinen Weg gefunden hat, weiß man, welcher Teleskoptyp man ist, was einem (warum auch immer) gefällt und was man gerne anschaut. Dazu muss man aber unter dem Himmel gewesen sein ...

CS,
Stefan
 

holgimetal

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Guten Morgen,
es ist nun schon eine Weile her, aber da ihr mir alle so kräftig bei der Entscheidung geholfen habt, wollte ich zumindest eine Rückmeldung geben.

Ich habe noch eine ganze Weile gelesen, Tutorials geschaut, das ein oder andere Gespräch geführt und hier und da auch etwas testen können. Nach zwei Käufen (einmal Retour weil es mir doch nicht gefallen hat, danke für die Unterstützung auch an Teleskop Service / Teleskop Express) habe ich mich letztendlich für ein Maksutov-Cassegrain Skywatcher Skymax-127 auf einer iOptron SmartEQ entschieden. Mein eigentliches Budget habe ich damit etwas überschritten, aber was soll's. Die Vorteile überwogen für mich nach längerer Überlegung. Es ist relativ einfach aufzubauen, steht stabil im Garten, aufgrund des kurzen Tubus wackelt es sehr wenig und die automatische Nachführung und Goto Funktion sind einfach spitze.

Ich hatte mir das Teleskop besorgt und mich erstmal eine Weile mit den Einstellungen und Funktionsweise vertraut gemacht und gestern dann zum ersten mal ausprobiert. Die Bedingungen waren nicht gut, aber dennoch war der Mond super und detailreich zu erkennen und sogar Jupiter und Saturn wurden problemlos gefunden und waren klar zu erkennen.

Ich bin sehr angetan. Das hat viel Spaß gemacht... abgesehen von den ganzen Mücken gestern Nacht, die haben mich echt genervt. Mittelfristig brauche ich bessere Okulare, aber aktuell bin ich sehr zufrieden.

Vielen Dank für eure Hilfe.
 

SkyBob

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Mit dem Skymax kann man auch schön auf Sternenhaufenjagd gehen^^

Hab mir das auch für Sonne Mond und Planeten zugelegt. Am Mond und Sternenhaufen find ich es schon Klasse.

Und gegen Mücken hilft Autan^^
Ist aber arg geruchslastig das zeug^^

Gruß Markus
 

Benutzername

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Die Bedingungen waren nicht gut, aber dennoch war der Mond super und detailreich zu erkennen und sogar Jupiter und Saturn wurden problemlos gefunden und waren klar zu erkennen.
Ich hatte ja kürzlich auch einen Thread hier (es wurde ein StarSense Explorer 127 AZ) und konnte in den vergangenen zwei Wochen auch mal ein paar Wolkenlücken nutzen. Jupiter und Saturn zu sehen war für mich ein wirklich aufregendes Erlebnis. Ich habe mir jetzt noch einen variablen Polfilter von den Teleskop-Spezialisten und das Seben Zoom 8-24 besorgt. Kamen erst heute, muss noch getestet werden. Aber man liest ja allenthalben Positives dazu.

abgesehen von den ganzen Mücken gestern Nacht, die haben mich echt genervt.
Sei froh, ich habe festgestellt, dass unser Kompost wohl mindestens zwei Ratten angelockt hat. :oops: Hilft Autan da auch? :unsure:
 
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