kein Fokus

Radfahrer

Mitglied
Hallo,

heute konnte ich zum ersten mal meinen neuen Daystar Quark ausprobieren. Ich habe kein scharfes Bild bekommen. Mit dem selben Teleskop habe ich mit dem 2" Herschelkeil je nach Okular bei 1-2cm Auszug am OAZ ein scharfes Bild bekommen. Wo müßte denn mit dem Quark ungefähr der Fokus liegen? Der OAZ hat 6cm Auszug. Wechsel auf einen 1,25" ZS um mehr intrafokalen Weg zu bekommen hat auch nichts genützt.
Mich wundert, daß das Bild immer gleich groß und unscharf war. Normalerweise ist das Bild doch stark vergrößert wenn ich mit dem Fokus weit weg bin und wird immer kleiner je näher ich dem Fokus komme bis es im Fokus dann scharf ist .

Viele Grüße

Uwe
 

AloisPichler

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Hi,

eigendlich müssten 6cm genug sein, bei meinen refraktor iet auch nicht mehr, ist das quark neu oder gebraucht, vielleicht ist die telezentrik falsch eingebaut .

lg alois
 

AloisPichler

Mitglied
Hi,

also an der falsch eingebauten telezentrik kanns auch nicht liegen, hab es gerade probiert, die sonnenkannte wierd trotzdem scharf und eine andere reihen folge als ZS, quark und oku würde sowieso nicht gehen, denke ich mal,

lg alois
 

pulti

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Hallo Uwe,
probiere Mal die Reihenfolge: Okularauszug - Quark - Zenitspiegel - Okular, damit bin ich bei meinem 80/560 Refraktor in den Fokus gekommen.
 

Radfahrer

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Hallo zusammen,

den Quark habe ich vor 3 Wochen neu gekauft, bin aber erst jetzt dazu gekommen ihn auszuprobieren.
Reihenfolge ist wie in der Anleitung beschrieben : Teleskop, 2" ZS, Quark, 40mm Televue Plössel. Außerdem ist am ZS teleskopseitig noch ein Beloptik UV / IR cut KG3 und ein Baader Rotfilter 610nm eingeschraubt.

Ich habe schon auf der AME durch verschiedene Lunt H-alpha Teleskope geschaut und weiß was ich zu erwarten haben.
Wie gesagt, mit dem Herschelkeil kein Problem, allerdings war kein einziger Sonnenfleck zu sehen.

Die einzige Erklärung die ich noch habe ist der Himmel selbst. Viele loben ihn ja zur Zeit, ich war auch nachts draußen. Bei mir war er nachts diesig schlecht wie selten.

Mir wäre schon geholfen wenn mir jemand sagen könnte wie weit sich der Fokus intra- oder extrafokal
mit bzw. ohne Quark verschiebt.

Gruß Uwe
 

AloisPichler

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Hi Leute,

also ich hatte ja die version von Frank ja auch schon probiert, aber da ging bei mir gar nichts, hab jetzt den abstand gemessen mit und ohne quark, da waren 2 cm unterschied, das heist ohne quark 2cm näher am oaz mit dem zenitspiegel und einem 20mm okular

lg alois
 

Radfahrer

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Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.

Das Problem sitzt hinter dem Okular. Asche auf mein Haupt. Da wir heute einen Himmel ohne jegliche Zirren haben, habe ich wieder herumprobiert.

ZS und Quark tauschen bringt nichts. Habe ich auch nicht erwartet, weil 1.) Daystar ausdrücklich empfiehlt den ZS vor das Quark zu setzen und weil 2.) ich mit der Televue Powermate nur in den Fokus komme wenn sie hinter dem ZS sitzt.

Das Teleskop ist ein 600m Achromat und das Quark das Protuberanzen Model.
Daystar schreibt, bis ca. 450mm Brennweite ist die ganze Sonne im Bild. Da mit dem Herschelkeil + 10mm Okular das Bild ungefähr gleich groß war wie mit dem Quark + 40mm Okular war ich der felsenfesten Meinung, die GANZE Sonne im Bild zu haben und dachte , Glück gehabt, geht auch mit 600mm.

Dann habe ich angefangen, das Quark durch zu tunen und hatte den Eindruck, das es einen Tick schärfer wird und ich einen winzig kleinen Fleck sehe. Allein der Rand blieb unscharf. Wenn das Bild nicht mittig war, war ein kleiner Teil des Randes scharf, der Rest nicht.

In meiner Verzweiflung habe ich dann ein 26mm Plössel genommen um zu sehen, ob das einen Unterschied macht. Die Sonne war genauso groß wie vorher, und die Erkenntnis traf mich mit Wucht das ich immer den Rand des Etalons als Sonnenrand angesehen habe und fälschlicherweise den Etalonrand fokussieren wollte was natürlich nicht ging.

Die 2cm Fokusdifferenz mit / ohne Quark kann ich auf die Schnelle nicht bestätigen, werde das aber prüfen.

Viele Grüße Uwe
 

Radfahrer

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Hallo,

Damit ich mal fast die ganze Sonne im Bild habe, habe ich den Quark an meinen 80/480 Apo montiert. Das Bild läßt sich erstaunlich gut und präzise fokussieren. Die Fokusdifferenz beträgt mit dem selben ZS und dem 40mm Plössel ca. 3mm extrafokal mit dem Quark. Gemessen gegen Venus bei Nacht ohne Quark.

Eine kleine Protuberanz war gut sichtbar.

Parallel war an der AYO der 120/600mm Achromat montiert und der komplette Aufbau - ZS, Quark, Plössel - hin und her gewechselt. Der Fokus war am Achromat deutlich schlechter einzustellen, das Bild etwas weicher. Der kleine Apo bietet sowohl mit dem 40mm als auch dem 26mm Plössel das bessere Bild.

Das ist insofern enttäuschend weil ich den Achro extra dafür gekauft hatte. Ich hatte, wie schon gesagt, auf Astromessen schon durch einige H-alpha Teleskope geschaut und alles unterhalb von 90mm Öffnung hat mich nicht befriedigt. Deshalb wollte ich in die Vollen greifen mit 120mm Öffnung. War wohl nix.

Mit dem 80mm Apo als Sonnenteleskop kann ich leben, auch wenn ich nicht verstehe warum der 120er nicht mehr zeigt. Bei Nacht liegen zwischen 80mm und 120mm Welten.

Das einzige was ich noch probieren kann und werde, ist den 115/800 Apo auszuprobieren.

Viele Grüße

Uwe
 

Radfahrer

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Hallo,

jetzt habe ich alle drei Refraktoren ausprobiert, jeweils zwei parallel an der AYO.

Zu erst wie gehabt, der 80mm Apo und der 120mm Achromat. Ebenfalls keinerlei Gewinn durch die größer Öffnung.

Dann der 120mm Achromat neben dem 115mm Apo. Da das Wechseln - Objektivkappe aufschrauben, ZS mit Quark umstecken, Objektivkappe entfernen - einige Zeit dauert, waren niemals die selben Seeing Bedingungen. Bei mehrfachem Wechsel hatte ich einmal den Eindruck daß der Apo ein einziges mal die Nase vorn hat, aber wie gesagt ....

Angenehm beim 80er ist, das fast die ganze Sonne im Bild ist und man sofort sieht, wo was los ist.

Der ursprünglich Plan war, parallel der 120mm Achromat mit Quark und der 115mm Apo mit Herschelkeil für gleichzeitige Beobachtung. So wie es aussieht, habe ich den Achromat umsonst gekauft.

Gruß Uwe
 

Radfahrer

Mitglied
Hallo Achim,

es handelt sich um den SkyWatcher Startravel-120/600mm. Ich habe ihn gebraucht gekauft. Der Erstbesitzer hat ihn bei Teleskop-Spezialisten gekauft die ihn auch justiert haben und hat auch gleich den orginal OAZ gegen einen 2" Monorail tauschen lassen.

Gruß Uwe
 

tatanka

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Der Achro ist ein f=5 Gerät, ein Farbwerfer, Chromatische Abberation, wohl auch im roten Licht, dadurch viel weniger Kontrast.

Viele Grüße
Achim
 

Radfahrer

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Natürlich ist der Achromat bei Tag nicht das gelbe vom Ei, ich hab darüber auch schon mal berichtet. Aber nach meinem Kenntnisstand sollten die chromatische und auch die sphärische Aberration bei diesem extrem monochromatischen Licht keine Rolle spielen.

Gruß Uwe
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo Uwe,

soviel ich weiß, hat sphärische Aberration nix mit der Farbe zu tun, sondern mit Geometrie, also wie stark die Lichtstrahlen in Abhängigkeit vom Linsenradius gebrochen werden. Das passiert auch bei monochromatischem Licht. Chromatische Aberration ist dann Brechung in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Das käme dann noch dazu - oder nicht bei einfarbigem Licht.

Gruß

Heiko
 

AloisPichler

Mitglied
Hi,

also ich hab immer Achros verwendet, da mir gesagt wurde das die für H-alpha am besten sind bzw eben güstig und das man dafür keine farbkorogierten teuren ED`s oder Apos braucht, ich dachte wenn ein roter Farbsaum um den stern ist, das dass dann gut für H-alpha ist :(
 

RaBaeh

Mitglied
Hallo zusammen,
normalerweise sind Achromate auf Grün korrigiert. Zeigen also in dieser Wellenlänge das schärfste Bild.
Sieht man deutlich bei der Weisslichtbeobachtung mit und ohne Solarcontinuum Filter.
Es gibt wohl die Möglichkeit so ein Objektiv auf Rot zu "Trimmen" durch Veränderung des Abstandes der beiden Linsen. Aber das ist nicht ganz trivial und mir selbst traue ich das nicht zu...ich nutze auch einen Achro für die H-alpha Sonne ;)

Grüße Rainer
 
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