Kollimation eines Skywatcher Dobson 200/1200 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Kollimation eines Skywatcher Dobson 200/1200

Hallo Forum,

da ich vermute, dass man nur als Anfänger diese Problem hat, stelle ich meine Frage hier im Bereich "Astro-Equipment für Einsteiger". Unser Skywatcher Tubus muss eingestellt werden. Mir ist der prinzipielle Ablauf schon klar und ich habe auch eine Kollimations Laser. Der Laserpunkt ist weg vom Mittelpunkt des Hauptspiegels. Also zuerst ran an die drei Inbus-Schrauben des Fangspiegels. Aber! Jetzt mein Problem. Die drei Inbus-Schrauben sind mega-fest. Ich traue mich im Moment noch nicht, mit wirklich Kraft ran. Es gibt ja mittig an der Befestigung auch noch eine Kreuzschlitzschraube. Muss ich damit zuerst was machen? Ich konnte in der "Crowd-Intelligenz", also Youtube, google und Co. nichts Näheres finden, ob diese Schraube eventuell erst gelöst/gelockert werden muss. Kann mir jemand einen Tipp geben, ob ich mich nur einfach mit moderater Kraft ran trauen muss? Oder muss doch erst die mittige Schrauben gelöst bzw. gelockert werden. Und eine letzte Frage, die Inbus-Schrauben sind normal? Also kein Linksgewinde? Man weiß ja nie!

Eure Hilfe ist sehr willkomme. Ich will ja am nagelneuen Skywatcher nicht gleich was kaputt machen. Ich würde mich über eine schnelle Antwort sehr freuen, dann könnte ich heute Abend mit einem perfekten eingestellten Instrument losziehen. Danke schon Mal im Voraus.

MünchenBeiNacht - Ewald
 

Ollie

Mitglied
In der Anleitung des Skywatchers ist es m.M.n. auch gut erklärt. Die Kreuzschlitzschraube ist zu lösen Die Inbusschrauben sind zum justieren. Sowohl Kreuzschlitz als auch Inbus sind "Gegenspieler" (Auch am Hauptspiegel). Immer Stückchenweise. Und das Teleskop IMMER waagerecht stellen!

Zuerst den Fangspiegel so einstellen, dass man die drei Clips als annähernd in gleichem Abstand erahnen kann (ich kann nämlich immer nur einen wirklich sehen). Den Fangspiegel beim anziehen der Kreuzschlitzschraube mit der Hand fixieren. Dann den Hauptspiegel stückchenweise einstellen bis die Mittenringmarkierung des Spiegels genau "um" das Loch des Cheshire liegt (also mittig ist).

PS: die Drehrichtung ist normal, wie man es kennt: lösen gegen den Uhrzeigersinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Sternengucker und -guckerinnen,

vielen Dank für die Infos und die Links. Hatten wir teilweise schon alles durch. Mit der Info zur normalen "Drehrichtung" habe ich mich dann getraut die Inbus Schrauben vom Fangspiegel zu lösen. Die waren so angeknallt, dass ich schon fürchtete, ein Held des Zusammenbaus, hat vielleicht Schraubensicherunsglack verwendet. Mit viel Geächze und Knacksen in den Schrauben konnte ich sie aber lösen. Ich fürchte irgendwas ist dort nicht perfekt in Ordnung. Wir haben danach fast zwei Stunden mit dem Fangspiegel rumgewürgt und konnten den Laser zwar einiges besser wie vorher einstellen aber nur auf dem Ring platzieren, nicht mitten drin. Es war aber ein fürchterliches Gefrimmel. Ich werde nächste Woche mal beim Astroshop dazu nachfragen. Den großen Spiegel einzustellen, war überhaupt kein Problem. So habe ich es ehrlich gesagt auch für den Fangspiegel erwartet. Ist da bei Euch ein Unterschied zwischen großen Spiegel und Fangspiegel? Oder gehen beide ähnlich smooth und einfach? Dass sich die Schrauben gegensietig beeinflussen, das ist schon klar. Aber bei den Dreien am Fangspiegel war es reine Lotterie.
Sind eigentlich max. Drehmomente für diese Schrauben bekannt?

Danke für Eure Unterstützung! MünchenBeiNacht - Ewald
 

Ollie

Mitglied
@Martin_B : wenn Dir beim Fangspiegeljustieren der Schlüssel auf den Hauptspiegel fällt, weißte warum. Wenn sich nach dem Anziehen der Schrauben noch was tut, dann siehst Du das ja auch nach der Justage, wenn das Teleskop senkrecht steht. Passiert mir aber nicht. Abgesehen davon: auf der Rockerbox senkrecht hat es zum nachstellen auch gar keinen Platz.

@MünchenBeiNacht : die Inbus kommen vielleicht danach. Wenn Du zuerst die Kreuzschlitz öffnest, sollten die Inbus ganz locker drehbar sein. So war es bei meinem Skywatcher. Drehmomente: nein. Das ist zwar keine Feinmechanik, aber alles hat immer noch "Fingerspitzengefühl". D.h. nix am Ende "anknallen".
 

Heidenroder

Mitglied
Ich habe an meinem 10" zwar Kreuzschlitz komplett, aber bei mir war es die mittlere, die nur fest geknallt
erscheint. Ich drehe auf jeden Fall erst die Einstellschrauben minimal raus, dann lässt sich die mittlere
erst leicht bewegen. Ich habe sogar die ganze Spinne samt FS herausgenommen, nur um zu sehen, wie
das Ganze aufgebaut ist. Anschließend war natürlich eine Kompletteinstellung notwendig.
Aber das Ganze ist noch garnix im Vergleich zu einem Laser, bei dem man sich einbildet, auch mal nachstellen zu müssen :)
 

Heidenroder

Mitglied
Sind eigentlich max. Drehmomente für diese Schrauben bekannt?
Ein Drehmoment in dem Sinne kann es gar nicht geben, weil die mittlere Schraube gegen eine Feder
arbeitet und die äusseren Schrauben nur ein Widerlager haben und nicht in ein Gewinde gehen.
Wenn du die Einstellschrauben komplett lockerst, hängt der Fangspiegel nur noch in Feder und Schraube
locker rum.
 
Hallo Ollie, hallo Frank

... Drehmomente: nein. Das ist zwar keine Feinmechanik, aber alles hat immer noch "Fingerspitzengefühl". D.h. nix am Ende "anknallen". ...
;)
Fingerspitzengefühl, das ist schon klar! Und nach fest kommt ab! Offensichtlich hatte der letzte Chinamann oder wer auch immer den Newton eingestellt eine Menge "Fingerspitzengefühl!"

Ein Drehmoment in dem Sinne kann es gar nicht geben, weil die mittlere Schraube gegen eine Feder
arbeitet und die äusseren Schrauben nur ein Widerlager haben und nicht in ein Gewinde gehen.
Wenn du die Einstellschrauben komplett lockerst, hängt der Fangspiegel nur noch in Feder und Schraube
locker rum.

So in der Art habe ich es mir gedacht. Toll eine Beschreibung und Bestätigung von jemanden zu bekommen der die Konstruktion durch "näheres" Anschauen schon selber in den Händen hatte. Danke! Ich habe auch zuerst die mittlere Kreuzschlitz-Schraube probiert. Aber die war so fest, dass es beim Lösen der Kreuzschlitz angefangen hat, dass sich die ganze Spinne verdrehte und verwindete. Ich hatte dabei dann echt Angst daran was zu verbiegen. Daher war es dann das kleinere, bessere "Übel" zunächst die Inbus mit sanfter Gewalt zu lösen. Ich frage mich jetzt ob es nicht eine Optimierung wäre die mittlere Kreuzschlitzschraube durch eine Inbus oder Torx Schraube zu ersetzen. Dann könnte man viel dosierter und zielgerichteter arbeiten als mit einer Wickel-Wackel, Phillips, Nicht-Phillips oder was auch immer irgendwie Kreuzschlitz Schraube.

Aber so wie Ihr es mir beschreibt, bin ich jetzt erst recht überzeugt, dass bei meinem Newton was komisch ist. Ich werde den Astroshop kontaktieren und vermutlich wird sich dann Astro-Jaques (unser Transporter) in den Orbit von Landsberg schießen!

Vielen dank für Eure Unterstützung.

MünchenBeiNacht - Ewald
 

Martin_B

Mitglied
Hallo Ewald,

die HS Justage bei diesen Geräten ist leider nicht gut konstruiert.
Insbesondere wenn man die mittlere Schraube zu locker macht, kann sich der Fangspiegel verdrehen
was dann eine vernünftige Justierung schwierig macht.

Eigentlich sollte man eine Grundjustage machen.
Die fängt schon beim Okularauszug an.
Der sollte in beiden Richtungen exakt senkrecht stehen.
Das kann man mit einer Pappschablone, einem Meterstab und einem Justierlaser recht einfach machen.
Ggfs an den Ecken des OAZ etwas unterlegen, damit die Ausrichtung stimmt.
Das muss man nur einmal machen.
Spinne vorher ausbauen.

Ich halte es für ideal, wenn die Spinne samt FS eh schon ausgebaut ist,
gleich eine (sehr kleine) Offsetmarkierung auf den FS zu machen (dünner roter Edding).

Nach dem Neueinbau der Spinne dann als erstes den Offset einstellen und die richtige Drehung des FS.
Dann justieren (mit Laser) FS, HS und ggfs nochmal das Ganze (Offset, Drehung, Justage FS, HS)

So wie die Justage bei dem Gerät konstruiert ist sollte man die mittlere Schraube erst mal leicht anziehen.
Bei der Justage dann vorzugsweise die 3 äußeren Schrauben immer einwärts schrauben.
Wenn es nicht mehr weiter geht, weil die mittlere Schraube klemmt, dann die mittlere Schraube wieder etwas lockern.
Aber nicht zu weit, nur minimal.

Bei Verwendung des Lasers immer mal prüfen, ob der sauber im Auszug sitzt, oder ob er wackelt, schief steht, oder in sich gar dejustiert ist.

Bein Aus/Einbau der Spinne den Tubus waagerecht legen :)

Gruß Martin
 
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Martin_B

Mitglied
Ja, man braucht eigentlich beides.
OAZ Ausrichtung geht eigentlich nur mit Laser.
Offset geht mit Laser (wenn Markierung vorhanden) oder Chesire.
Drehung geht fast nur mit Chesire.
HS/FS Justage geht mit Laser oder Chesire.

Chesire Alternative wäre Filmdose oder Concenter, oder ...

Wichtig ist aber, alles zu machen.
Bei jedem neuen Newton; zumindest bei den einfacheren.
Bei einem TAK wahrscheinlich nicht unbedingt :)

Steht zB der OAZ schief, kannst du FS/HS justieren wie du willst und es wird nichts vernünftiges bei raus kommen.
Gilt auch für Verdrehung des FS genau so.
 
Zuletzt bearbeitet:

Christian_P

Mitglied
Hallo zusammen,

mal abgesehen von der ganzen technischen Ausrüstung ist es auch wichtig, durchs Teleskop einen Stern anzuschauen und die Justage zu beurteilen. :) Ein de-fokussiertes Stern-Scheibchen muss konzentrisch aussehen. Siehe Thierry Legault - The collimation Es ist tatsächlich so, dass beim Newton minimale Abweichungen des Okularauszuges oder der Position des Fangspiegels nicht so wichtig sind, solange die Beugungsfigur einer Punktlichtquelle gut aussieht. Manchmal kann man eben nicht alles perfekt einstellen, weil eben der Okuarauszug gar nicht verstellt werden kann etc. Der Aufwand steht hier dann nicht im Verhältnis zum Nutzen. Da sollt man sich nicht verrückt machen. Für visuell ist es ausreichend, wenn alles so gut es geht eingestellt ist und dann das Sternscheibchen nochmal zur Kontrolle genommen wird. Für die Astrofotografie mag das nochmal etwas kritsicher sein, da hier die Bildfeldebene exakt zur Fotoplatte ausgerichtet sein muss. Für Videoastronomie der Planeten ist das aber auch nicht so kritisch.


Grüße
Christian
 

komposer

Mitglied
Hallo,

ich komme mit dem Sterntest nicht klar. Das Seeing sorgt bei mir immer für reichlich Turbolenzen, so dass sich das schwer beurteilen lässt. Ich hatte mal bewusst den Hauptspiegel während des Sterntests verstellt. Also bis ich das wahrnehmen konnte, war der Dobson hoffnungslos verstellt. Von Feintuning kann da bei mir keine Rede sein, kriege ich einfach nicht hin.
Ich musste zuletzt nach längerer Zeit etwas nachjustieren und mache das immer am Tag mit dem Concenter. Mittenmarkierung trifft genau das kleine Einblickloch und damit bin ich dann auch zufrieden. Das hält dann bei mir normalerweise monatelang.

Gruß,
Holger
 

Martin_B

Mitglied
weil eben der Okuarauszug gar nicht verstellt werden kann etc.
Der Aufwand steht hier dann nicht im Verhältnis zum Nutzen.
Sehe ich etwas anders.
Bei einem China Teleskop ist zuerst mal mit allem zu rechnen.
Auch mit einem schiefen OAZ. Und jeder OAZ kann ausgerichtet werden, das ist kein Problem.
Ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht, kann man leider erst sagen, wenn man mit dieser Prozedur "durch" ist.
Wenn man nachher merkt, dass alles gepasst hat, dann eher nicht.
Wenn man ewig rum justiert und zu keinem Ergebnis kommt wegen einem vorgelagerten Fehler, dann sicher schon.
 

Christian_P

Mitglied
hallo Martin,

danke für deine Anmerkungen, aber ich bleibe bei meiner obigen Aussage und zwar dem ganzen Text in seinem Gesamtkontext. Danke. :) Einzelfälle, also Ausnahmen mag es immer geben aber kleine Abweichungen sind nicht so schlimm wie es für mich in einigen Aussagen hier herüberkommt. Also nicht den Teufel an die Wand malen. Die meisten China / Taiwan Newton heute sind wohl okay. So schlimm wird's da schon nicht sein.

Hallo Holger,

ja das kann ich verstehen. Aber man sollte immer mal zum Beispiel den Polarstern anvisieren und bei höherer Vergrößerung sich den unscharf gestellten Stern anschauen. Dann sieht man meiner Meinung nach auch bei mäßigem Seeing ob die Figur grob konzentrisch ist. Man sollte auch immer mal versuchen, den scharfgestellten Stern bei sehr hoher Vergrößerung anzuschauen, um auch hier die Beugungsfigur zu beurteilen. Dies ist natürlich alles als eine Art Abschlusstest zu verstehen, nachdem man schon mit einem laser o.ä. justuert hat.


Grüße
Christian
 

komposer

Mitglied
Hallo Christian,

der Sterntest könnte ja auch mögliche Fehler wie z.B. Asti, abfallende Kante usw... zeigen und diese Thematik hat bei mir schon für einiges Kopfzerbrechen gesorgt. Bei mäßigen Seeing sehen meine intra-und extrafokalen Sternbscheibchen alles andere als gleich aus. Man zweifelt an der Optik und bei vielen Fehlern kann man ja nicht mal etwas machen. Tja, irgendwann habe ich es einfach gut sein lassen, es akzeptiert und mich an der Abbildungsleistung im Fokus erfreut.

Gruß,
Holger
 
Hallo Ihr Lieben!

Wohw! Da hat sich eine umfangreiche Unterhaltung entwickelt. Alles sehr interessant und lesenswert. Ich hoffe Ihr versteht, dass vieles, eigentlich eher alles ;) davon noch über mein noch "kleines" Verständnis und meinen Erfahrungshorizont hinaus geht. Ich war jetzt erst Mal froh, dass mein Fangspiegel nicht in den Untiefen meines Newton verschwunden ist und ich es mit stundelangen KRampf geschafft habe eine Verbesserung zu erzielen. Ich muss erst mal herausfinden ob mein Problem der Kollimation mehr zwischen meinen Ohren war und an meinen "Wurstelfingern" lag oder ob ein Problem an meinem Teleskop vorliegt. Als Anfänger ohne Erfahrung ist halt alles Neuland und unbekanntes Terrain. Aber mit der Hilfe hier im Forum hat man eine steile Lernkurve.

Liebe Grüße und klaren Himmel - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:

Christian_P

Mitglied
Hallo Holger,

es geht mir im Grunde genauso. Sowohl beim C8 und nun auch beim 8 Zoll f/6 Newton ist das Sternscheibchen intra- und extra-fokal nicht gleich. Wie schwerwiegend diese Fehler sind, kann ich nicht exakt bestimmen. Ich erfreue mich ebenfalls der Leistung, die ich wenigsten abrufen kann. Ist so wie's ist. Die konzentrischen Ringe die dann entstehen, nehme ich aber dennoch als Referenz zur Kontrolle.




Hi Ewald,

genau. Ich habe damals auch mit meinem TAL150/1200 Newton mit der Filmdose etc. bei der Justage viel ausprobiert. Man muss einfach mal alles anfassen, drehen und schauen, wie das Teleskop reagiert. Im Internet gibt es ja zum Glück viel Material zur Justage.


Grüße
 
Hallo Forum,

ich hatte ja oben Fragen zur Einstellung meines Teleskops und dass ich nur mit Gewalt die Schrauben lösen konnte. Und Ihr habt mir alle versucht zu helfen und mich zu unterstützen. Danke noch Mal an Euch Alle!

.... Ich habe auch zuerst die mittlere Kreuzschlitz-Schraube probiert. Aber die war so fest, dass es beim Lösen der Kreuzschlitz angefangen hat, dass sich die ganze Spinne verdrehte und verwindete. Ich hatte dabei dann echt Angst daran was zu verbiegen. Daher war es dann das kleinere, bessere "Übel" zunächst die Inbus mit sanfter Gewalt zu lösen. ... bei meinem Newton was komisch ist. Ich werde den Astroshop kontaktieren ....

Ich habe heute Antwort per Mail von meinem Verkäufer bekommen und weiß jetzt nicht ob ich lachen, weinen oder sauer sein soll. Aber lest selber das Zitat aus der Nachricht die ich heute bekommen habe ..

... Der Hersteller justiert den Fangspiegel vor und möchte eigentlich nicht das noch unerfahrene Kunden da ´rumspielen´. Oft verklebt er daher die Schrauben mit Locktide. ...

Mir steht es natürlich als Astronomie Anfänger und unerfahrenem Kunden in keinem Fall zu die Antwort eines Verkäufers in Frage zu stellen oder sogar die Intention einer so ausgefeilten und wohl überlegten Argumentationskette zu hinterfragen. Nein im Leben nicht! Niemals nie nicht! Nein!

Nur ich frage mich was ich an der mitgelieferten Bedienungsanleitung zu meinem Skywatcher, Seite 10 missverstanden habe "...., dass Sie die drei Schrauben an der Halterung des Sekundärspiegels mit einem Inbusschlüssel oder einem Kreuzschlitzschraubendreher justieren müssen ..." oder wo ich in dem fast sieben Minuten langen Youtube Videos des Verkäufers den Teil übersehen habe, wo den erfahrenen Kunden nach Eingabe eines Passworts erklärt wird wie man die verklebten Schrauben des Fangspiegels trotz Locktite lösen kann .....

Übrigens Schrauben die mit grünen Locktite gesichert sind lassen sich nur durch erwärmen wieder lösen ... Ich kann ja froh sein, dass der Hersteller offensichtlich gerade nur blauen Locktite zur Hand hatte ...

Unglaublich! Kopfschüttelnde Grüße

MünchenBeiNacht - Ewald

PS: Ich gehe jetzt gleich noch in der Nacht los und an den Newton und verklebe aus Sicherheit die Schrauben des Fangspiegels nachträglich mit grünen Locktite 270, nicht dass über Nacht Kobolde und Heinzelmännchen an den Schrauben rumspielen .... Der grüne 270er Locktite muss dann über 300°C zum lösen erwärmt werden und ab da ist alles 100%ig sicher vor unerfahrenen Kunden.

PSPS: Ich denke, da dieses Forum ganz offensichtlich Laien zu unzulässigen Handlungen auffordert und dabei sogar noch aktive Beihilfe leistet, sollten die Forums Leitung dringend überlegen das Forum ins Darknet zu verlegen und Zugriff ausschließlich nur noch mit nicht verfolgbaren TOR-Browser zu gestattet.
 

Ollie

Mitglied
Loctite an Justageschrauben? Never. Mein erster Newton 114/900 von Vixen, damals 1990 rum, der war schon justierbar. Das Argument "Anfänger sollen nicht schrauben" ist Unsinn. Mein Skywatcher 200/1200, den ich jetzt seit etwa 1-2 Wochen habe, war definitiv nicht mit Loctite gesichert. Vergiss den Verkäufer, der hat keine Ahnung.
 

klawipo

Mitglied
weiß jetzt nicht ob ich lachen, weinen oder sauer sein soll

Also ich wäre sauer.

Der Tipp mit der Waagerechten ist in der geäußerten Totalität auf jeden Fall falsch. Der Hauptspiegel kann dann etwas nach vorne kippeln und die Justage wird nicht optimal. Manche weniger gute Konstruktionen verbiegen sich leider auch leicht, je nach Schrägstellung. Aus diesen Gründen justiert man besser bei schräg gestelltem Tubus. Die Gefahr mit dem auf den HS fallenden Werkzeug macht man sich besser bewusst und justiert nur ausgeruht und ohne Hast.

VG Klaus
 
Hallo @Christian_P
.... um welches Teleskop genau handelt es sich? :) Eines der neueren Skywatcher Modelle? ....

Es ist das Skywatcher 200/1200 und nicht ganz zwei Wochen alt. Daher nehme ich an es ist ein neueres Modell.

Hallo @Ollie
Loctite an Justageschrauben? Never. ... Das Argument "Anfänger sollen nicht schrauben" ist Unsinn. Mein Skywatcher 200/1200, den ich jetzt seit etwa 1-2 Wochen habe, war definitiv nicht mit Loctite gesichert. Vergiss den Verkäufer, der hat keine Ahnung.

Da stimme ich Dir zu! So was geht gar nicht.

Also ich wäre sauer. .... Der Tipp mit der Waagerechten ... Der Hauptspiegel kann dann etwas nach vorne kippeln und die Justage wird nicht optimal. ... Aus diesen Gründen justiert man besser bei schräg gestelltem Tubus. Die Gefahr mit dem auf den HS fallenden Werkzeug macht man sich besser bewusst und justiert nur ausgeruht und ohne Hast.

Hallo @klawipo,
in der Ruhe liegt die Kraft! Auch und besonders bei Justage Arbeiten. Ich verwende immer einen "Inbus-Schrauber" mit Handgriff, den kann man gut halten, sicher führen - ergo fällt einem nicht aus der Hand. Die oft mitgelieferten L-förmigen Blechwerkzeuge sind viel zu klein und vom Material her viel zu schwach und sollte man tunlichst für so etwas nicht verwenden.

Windige Grüße

MünchenBeiNacht - Ewald
 
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Ollie

Mitglied
hab was vergessen: es liegt in der Natur eines Newtons, insbesondere eines Dobsons, dass der Nutzer ALLES selbst regelt. Ginge es hier um ein Schmidt-Cassegrain oder so...da sähe das Ganze natürlich anders aus.

Also...Luft raus aus dem Verkäufer.
 

Ehemaliges Mitglied [22957]

Mir steht es natürlich als Astronomie Anfänger und unerfahrenem Kunden in keinem Fall zu die Antwort eines Verkäufers in Frage zu stellen oder sogar die Intention einer so ausgefeilten und wohl überlegten Argumentationskette zu hinterfragen. Nein im Leben nicht! Niemals nie nicht! Nein!

Nur ich frage mich was ich an der mitgelieferten Bedienungsanleitung zu meinem Skywatcher, Seite 10 missverstanden habe "...., dass Sie die drei Schrauben an der Halterung des Sekundärspiegels mit einem Inbusschlüssel oder einem Kreuzschlitzschraubendreher justieren müssen ..." oder wo ich in dem fast sieben Minuten langen Youtube Videos des Verkäufers den Teil übersehen habe, wo den erfahrenen Kunden nach Eingabe eines Passworts erklärt wird wie man die verklebten Schrauben des Fangspiegels trotz Locktite lösen kann .....

Übrigens Schrauben die mit grünen Locktite gesichert sind lassen sich nur durch erwärmen wieder lösen ... Ich kann ja froh sein, dass der Hersteller offensichtlich gerade nur blauen Locktite zur Hand hatte ...

Unglaublich! Kopfschüttelnde Grüße

MünchenBeiNacht - Ewald

Hallo Ewald,
ich nehme an, die Schraubensicherung kommt nicht vom Hersteller sondern vom Shop. Wahrscheinlich hat der Laden immer mehr mit Rückläufern zu tun, weil Anfänger die Teleskope dejustieren, dann nichts mehr sehen und die Geräte zurückschicken.
Aber, da kannst Du ja von Glück sagen, dass Du keinen Refraktor gekauft hast. Stell Dir vor, der OAZ wäre auch mit Loctite gesichert, weil die Anwender sonst immer alles unscharf einstellen würden :D.
Ich würde das Gerät wieder zurückschicken. Ein Newton, den man nicht justieren kann, ist unbrauchbar.

CS *entfernt*
 

Heidenroder

Mitglied
Ich frage mich an der Stelle, wieso dann der evtl. gleiche Verkäufer in seinem Laden Rändelschrauben anbietet,
welche man gegen die lästigen Inbus austauschen kann, um dann zukünftig leichter dran rumdrehen zu können.
 
Hallo Forum,
ich habe gerade Rückmeldung vom Händler bekommen. Er nimmt das Teleskop unkompliziert zurück! Wir werden also heute den Dicken wieder in die Originalverpackung einpacken und Morgen auf die Reise schicken! So weit so gut!

Und jetzt?

Uns hat trotz des Malheurs die Skywatcher Ausführung, also die Rockerbox und das Teleskop selber gut gefallen. Handling! Gewicht! Und unser "Astro-Jaques" sprich unser Transporter hätte sicher auch Platz für 10" Newton. Was denkt ihr?

Viele Grüße

MünchenBeiNacht - Ewald
 
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