Kollimation / Optimierung Ritchey-Chretien-Teleskop

Hallo Johannes,

Das Blendrohr vom HS muss raus, das du rundum einen Blick haben kannst raus aus dem Tubus ohne über FS und HS zu gehen mit OAZ und Tilter, das ist der Kniff.
Jetzt sollte dabei der FS mittig sich vorfinden(!), dass sollte noch gehen ohne allzu peinlich genau zu sein bei kleineren RC's.

Optional geht das auch mit nem flachen ~110€ Spezial Adapter M90 oder M110 je nach was du da hast der direkt auf die Rückwand kommt ans Gewinde. Jegliche Upgrades am HS Blendrohr müssen dabei raus bei aufgemotzten bekannten Modellen am HS Blendrohr für bessere Flats.

Ich habe es bis jetzt immer geschafft mit ner Cam hinten dran mit Objektiv im OAZ, nur halt danach fängt das Spielchen an den Kegel raus zu bekommen.
Beste ist zwei Schienen dran zu haben, oben und unten, das wirkt etwas stabiler aus, nach oben oder hinten runter zu unterlegen ist rasch gemacht mit Chims, nur seitlich je nach wie die Dinger bearbeitet worden sind wirds halt dann gemein.

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Alex,

danke für die Anleitung. Ich werde das mal so ausprobieren. Die Frage ist, ob ich den OCAL ohne OAZ dranbekomme. Da wäre es einfacher, die Tiltplatte auf null zu setzen. Ich kann dann ja mal schauen, wohin der Laser dann zeigt. Letzteren muss ich auch nochmal überprüfen, wie auch immer ich das zu Hause anstelle.

@ Martin: Auch dir danke für deine Hinweise, ich konnte nur leider nicht alles verstehen. Was meinst du mit "ohne über den Fangspiegel und Hauptspiegel zu gehen" und welchen Kegel gilt es rauszubekommen? Auch das mit den zwei Schienen kann ich mir nicht so recht vorstellen, wie das aussehen soll.
Das Blendrohr konnte ich mittlerweile losdrehen, aber es passt nicht am Fangspiegel vorbei. Das lässt sich wohl nur entfernen, wenn man diesen ausbaut, was mir nicht zielführend erscheint.

CS Johannes
 
Hallo Johannes, hallo Martin,

beim OCAL muss das Blendenrohr nicht heraus genommen werden, beim TSCOLLIT ist es hilfreich das Blendenrohr abzuschrauben und in den Tubus zu legen, da es ohne Ausbau der Fangspinne nicht am FS vorbei passt! Nach der Kollimierung den Fangspiegel auszubauen ist etwas sinnfrei! Zum TSCOLLIT wenn man das Blendenrohr nicht abnehmen möchte geht es auch über die Fangspiegelhalter am Tubusrand diese sollten symmetrisch sein, besser ist aber mit abgeschraubten Blendenrohr. Wer Glück hat, hat schmale Hände und kommt am Fangspiegel vorbei oder hat eine Frau mit schmalen Händen, ansonsten FS-Neujustage!

CS
Alex
 
Hallo Jahannes,
@ Martin: Auch dir danke für deine Hinweise, ich konnte nur leider nicht alles verstehen. Was meinst du mit "ohne über den Fangspiegel und Hauptspiegel zu gehen" und welchen Kegel gilt es rauszubekommen? Auch das mit den zwei Schienen kann ich mir nicht so recht vorstellen, wie das aussehen soll.
Das Blendrohr konnte ich mittlerweile losdrehen, aber es passt nicht am Fangspiegel vorbei. Das lässt sich wohl nur entfernen, wenn man diesen ausbaut, was mir nicht zielführend erscheint.
Entschuldige bitte für die unverständliche Ausdrucksweise, es ist selten das ich deutsch rede, gut heute durfte ich mal 10min per Zufall beim Work.

Zwei Schienen:
Nicht alle RC's haben eine Vixen 44mm oben plus noch eine Losmandy 3" Schiene unten um auf die Montierung zu befestigen, und oben z.B. das Leitrohr, Astrocomputer u.s.w. Es gibt einige 8Zoller die oben keine Schiene haben.
Vorteil besteht bei speziell den Stahlblech Tubus Versionen dass das ganze stabiler sitzt und weniger Anfällig ist sich zu dejustieren wenn man die Schiene lockert um sie zu unterlegen mit Chims.
Chims sind Edelstahl Blech Unterlagen allgemein um den Blickwinkel des Teleskopes zu senken, wenn man hinten Unterlegt.
Oder vorne wenn man braucht dass das Teleskop höher anpeilt um das Teleskop genauenst Möglich Optisch und Mechanisch übereinstimmen zu haben.
Wenn das Teleskop seitlich etwas ab ist kann man meistens die Schrauben an der Schiene Lockern zum Haltebock des Tubus und es en wenig verschieben das es passt.
Manchmal muss man ein wenig aufbohren z.B. wo die Schrauben durchgehen um mehr Spiel zu haben das Teleskop auf der Schiene versetzten zu können, dass es auch gerade nach vorne ausgerichtet ist zusammen mit der Schiene.
Arbeiten mit einer guten Fräse können ab einem gewissen Mase sehr Vorteilhaft sein wenn man Zugang hat zu solchen Werkzeug.

Gut all das gesagte von mir ist wertlos wenn keine Halteböcke zwischen der Schiene und dem Tubus sich befinden, Möglichkeiten gibt es trotzdem, wird dann einfach etwas reichlich arbeitsreicher gemacht. Solche Details tüftelt man sich vorher aus Gedanklich da man bei GSO (und Derivaten) kleineren Teleskopen nicht erwarten kann bei den günstigen Preisen das alles perfekt ist. Persönlich war mein Weg sehr lang, und ist lange nicht abgeschlossen bei den sehr häufigen Überraschungen zwecks was da an Toleranzen vorliegt.....
Bei manchen Sachen muss man auch ein Limit sehen qualitativ gesehen.
Komplizierte Formen an Spiegeln schleifen maschinell können unsere Freunde aus Fernost bis zu sehr gut. Nur bei sechs stelligen automatischen Drehmaschinen haperts käftig(!).

Andere Möglichkeit besteht ~ 1000€ zu investieren in einem z.B. ADM Adapter mit dem man das mittels einer Zwischenschiene fein regulieren kann mittels Schrauben über kleine Gelenke was sehr oft bei schweren Doppel Setups genutzt wird.
Nachteil dabei ist klar der Preis und die Monti solte das auch noch bestens packen können vom zusätlichen Aufbau her. Im Prinzip ab einer sehr guten EQ6 oder besser EQ8 oder similare(besser investiert...) kann man sich das vereinfachen.

Um dein Teleskop bestens einordenen zu können muss es dabei auch gerade darufsitzen auf der Monti, ansonsten gibt es schwierige Zeiten beim Guiden....

Im Prinzip spricht man vom abweichenden "Kegel entfernen", was man auf der Monti tagsüber nachprüfen kann an einem Kilometer weit entfernten Punkt speziell bei langen Brennweiten. Ich nehme den Sendemast in 5 Kilometer entfernten Hügel. Abends/Nachts geht das auch da die immer mehere Rote Lampen an haben.


Was meinst du mit "ohne über den Fangspiegel und Hauptspiegel zu gehen
Dass du vom OAZ aus direkt aus den Tubus blicken kannst mit der Cam ohne über die Spiegel zu sehen, je näher du die Cam hast zur Rückseite des HS im OAZ desdo besser funktioniert das.

Mann kann das ganze auch abrollen auf ner DIY Halterung. Sieht man sogar noch besser, darum auch taufte ich mein RC nach der ersten Woche bei mir: Spiel"Ei".

Gut ich muss dir dabei jetzt sagen das ich diese OCAL Kollimations Kamera nicht gekauft habe, mache das einfach mit meiner ASI120MC-S und nem Zoom CS Objektiv. In meinem (glücklichen Zu-)Fall ist das dicke ausreichend. Bei mir wollte ich erstmal Trockentests machen mit was ich schon habe, und siehe da: es reichte mir dicke für den Zweck. Ein par mal drehen und man weiß bescheid. Noctua wird das nicht mögen was ich da gerade Schreibe......
Ich musste erstmal meine Sachen evaluieren bevor ich noch so nen 300€ Ding anschaffe. Gut mein Fokus ist manuell.....
Da gibt es dann das famose Lichtleck, das warum weil die meisten die HS Blende verjüngend verlängern.
Dieses sehr nutzvolle "Upgrade" das einfach aufgesteckt wird vorne an der HS Blende muss dabei raus, ansonsten schafft du es nicht "rauszublicken".


Tip:
Das wichtigste ist:

1.) Das der OAZ und der HS optisch die gleiche Mitte haben. Auseinander bauen und rektifieren is sehr simple.

2.) Der FS auch in der Spinne in der Mitte ist, das ist meisten der +/- Fall.

3.) Jezt wird religiös: Bete dass das Loch wo der ganze Komplex HS/OAZ auch zentrisch in der Gusswanne alias Rückwand sind.
Ansonsten musst du am leicht defokussierten äußersten Sternenfeld mit dem FS (am besten in der nähe der Milchstrasse) die Sternen Donuts zurechtrücken.
Danach darfst du den Kegel allgemein entfernen.

Selbstverständlich sollte dabei sein das du nicht mehr am HS nachrücken musst am Stern, wohlgesagt und sehr wichtig in der Bildmitte.

Die Sensordiagonale muss auch mit der Kapazität deines Instrumentes übereinstimmen. Ne ASI533 reicht bei meinem 6"RC dicke, darf aber auch nicht grösser sein ansonsten schieße ich schon übers Ziel raus und habe keine gute Konklusion mehr mit dem FS.

Sollte ich etwas hier unverständlich ausgedrückt haben, bitte frage nach.


Clear skies,
- Martin
 
Hallo allerseits,

ich wollte mal fragen, ob es irgendwo einen Adapter gibt M90x1 innen auf M48x0.75 oder T2 außen , um den OCAL direkt an das RC anschließen zu können ohne den OAZ?
Weiterhin wäre auch ein Adapter interessant, M90x1 innen auf 1.25 Zoll. Falls da Jemand was kennt, wäre toll.

CS Johannes
 
Hi, also das erste wäre mit dem
und dem:
möglich.
Schade, das scheint es wirklich nicht aus einem Teil zu geben.

CS
Torsten
 
Hallo Thorsten,

super, vielen Dank:) Ist zwar nicht günstig, aber dafür kann ich damit dann das Teleskop ohne OAZ etc. justieren. Es darf halt nur das M90x1-Anschlussgewinde nicht schief sein, aber das setze ich einfach mal voraus. Wenn die Justage dann fertig ist, werde ich den OAZ-Tilt mit einem Laser einstellen.
Anschließend sollte das Teleskop ziemlich gut kollimiert sein.

CS Johannes
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!

Ich habe schon vor einiger Zeit mal ein Video zur Benutzung des OCAL angeschaut. Abgesehen davon, dass ich direkt gedacht habe, dass eine vollständige Kollimation damit genauso wenig erfolgreich sein wird, wie mit dem Justierteleskop, sah es mir obendrein so aus, als könne man da auch eine X-beliebige Planeten- oder Guiding-Kamera in den OAZ stecken und dann mit dem Collimation-Circle-Tool das gleiche Ergebnis für lau bekommen. Oder ist an dem OCAL irgendwas besonderes?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die in den Anleitungen immer so schöne Diagramme von den ganzen Kreisen zeigen, diese dann aber in der Praxis je nach Bauweise oder "Version" des RC gar nicht zu sehen sind. Und selbst wenn: Am Ende muss man trotzdem noch am Stern nachstellen.
Das witzigste daran ist dann, dass man, wenn man am Stern ein perfektes Feld eingestellt hat, auf keinen Fall eine Kontrolle mit OCAL/Kamera/Justierteleskop machen sollte. Es sieht immer aus, als wäre alles total verstellt.

Oder geht das nur mir so?

Gruß
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

inwieweit die Kollimation nach dem OCAL passt bzw ob noch am Stern kollimiert werden muss, weiß ich noch nicht, dafür habe ich das RC noch nicht lange genug.
Der Unterschied zwischen OCAL und normaler Kamera ist der, dass der OCAL ne Seriennummer hat und zu jedem Gerät eine Kalibrierung gemacht wurde. Durch Eingabe eines Kalibrierungscodes werden Abweichungen des Sensors von der Achse des OCAL selbst wettgemacht.
Jede Kollimation ist halt leider nur so genau machbar, wie die gefertigten Teile es hergeben.

CS Johannes
 
Hallo zusammen, ich lese hier mit Interesse mit und frage mich gerade, ob, wenn der Sensorversatz des OCAL schon relevant erscheint (-> individuelle Kalibrierung), nicht auch der Zentrierfehler der vielen Gewinderinge berücksichtigt werden muss. Ein Gewinde ohne Zentrierzylinder kann nie zentrisch sitzen und sich nie präzise zu anderen Gewinden oder Tuben zentrieren. Es werden sich beim erneuten Verschrauben der Gewinderinge und des OCAL ohne weiteres axiale Zentrierabweichungen von zusammen mehreren 1/10mm ergeben, je nach Anzahl der Gewindeadapter, die miteinander verbunden werden...
Sind diese axialen Zentriertoleranzen denn so gewichtig? Ich muss dazu sagen, ich habe mit diesen tollen Zentriertools so gut wie keine Erfahrung, wäre aber an der Antwort zu meiner Frage sehr interessiert.
Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

die Toleranzkette der verschraubten Komponenten ist ja der Grund, warum ich eben ohne OAZ kollimieren möchte und diesen dann später dransetze und mit dem Laser ausrichte. Da der Laser ganz hinten sitzt, werden alle Abweichungen dadurch wegjustiert oder sagen wir mal der Großteil.
Restungenauigkeiten bleiben natürlich immer, da nichts perfekt ist, meine Absicht ist aber, diese so gering wie möglich zu halten.
Ganz abgesehen davon, macht es mir auch Spass, mich mit der Kollimation mal intensiver auseinanderzusetzen.

CS Johannes
 
Hallo Johannes,
das mit dem Laser funktioniert nur, wenn Dein Laser im Kollimator selbst perfekt zentriert ist und der Kollimator auch noch in einem perfekten OAZ perfekt gehalten wird.
Dann muss der Laser nur noch perfekt vom FS reflektiert werden. In der Zwischenzeit habe ich festgestellt, dass bei meinem OAZ die Mittenmarkierung fast 2mm ausserhalb der Mitte ist. Der Laser trifft exakt auf den nicht reflektierenden Ring der Mittenmarkierung.

Damit also völlig untauglich.

Bei meinem nächsten Taiwanbesuch werde ich mal sehen, ob sich GSO den Schuh anzieht. Habe den RC gebraucht gekauft, über so etwas wie Spiegeltausch brauche ich mit dem Verkäufer nicht zu diskutieren. Vermutlich ist halt die Mittenmarkierung im Laufe der Zeit verrutscht (Ironie).
 
Es kann natürlich sein, dass die Mittenmarkierung die optische und nicht die mechanische Mitte angibt - dann wäre die richtig angebracht.
 
Dann wären aber 2mm Abweichung auch bedenklich. Laut dem importierenden Astrohändler fallen optische und geometrische Mitte sehr gut zusammen. Das muss ich so erst mal akzeptieren.

Es ist auch so, dass sich das Teleskop mit einer selbst angebrachten Mittenmarkierung (und einem umfangreichen Umbau) leichter kollimieren liess. Am Stern bestätigen konnte ich das aber wegen andauernder Wolkenlieferung aus Frankreich noch nicht.
 
Dass der Laser perfekt justiert sein muss und zudem perfekt gehalten werden muss ist Grundvoraussetzung, klar. Ich habe mir einen Hotech ausgeliehen, der auf der Drehbank justiert worden ist.
Meine Mittenmarkierung ist auch nicht exakt zumindest nicht vom Spiegel. Ich habe eine Markierung gesetzt, wo die Spiegelmitte ist.
Ich hoffe, dass diese Mitte und die Mitte des Primärspiegels auf einer Achse liegen, die gleichzeitig die Tubusmittenachse ist...

CS Johannes
 
Ja, das sind die Hoffnungen, die man bei diesen Teleskopen hat. Starben bei mir auch zuletzt…
 
Hallo zusammen, ich lese hier mit Interesse mit und frage mich gerade, ob, wenn der Sensorversatz des OCAL schon relevant erscheint (-> individuelle Kalibrierung), nicht auch der Zentrierfehler der vielen Gewinderinge berücksichtigt werden muss. Ein Gewinde ohne Zentrierzylinder kann nie zentrisch sitzen und sich nie präzise zu anderen Gewinden oder Tuben zentrieren. Es werden sich beim erneuten Verschrauben der Gewinderinge und des OCAL ohne weiteres axiale Zentrierabweichungen von zusammen mehreren 1/10mm ergeben, je nach Anzahl der Gewindeadapter, die miteinander verbunden werden...
Sind diese axialen Zentriertoleranzen denn so gewichtig? Ich muss dazu sagen, ich habe mit diesen tollen Zentriertools so gut wie keine Erfahrung, wäre aber an der Antwort zu meiner Frage sehr interessiert.
Viele Grüße Kay
Hallo Kay,

die Kalibrierung des Ocal bezieht sich nur auf den Ocal selbst (optische Elemente und Sensor im Ocal) und hat nichts mit der Ausrichtung des Ocals auf die optische Achse zu tun. In der Ocal-App stellst Du den Ocal mit dem Fadenkreuz / Ringen auf die optische Achse des Teleskopes ein, damit kompensiert er die Fehler z.B. von Gewinden auf Gewinden. Ein verdrehen des Ocals bringt daher nichts, sondern Du müsstest in der App wieder neu zentrieren. Anders sieht es bei Zentrierteleskopen, Hotech, TSCollit, usw. aus hier haben die Gewinde tatsächlich Einfluss. Mit einmal einstellen ist es ja sowiso nicht getan, man wiederholt das so lange bis man meint es passt um dann am Stern die feinjustierung vorzunehmen, dass gilt allerdings sowohl für OCAL als auch Zentrierteleskope. Wobei beim letzten mal hat es baim OCAL so gut gepasst das ich es am Stern nur hätte verschlimmbessern können.

CS
Alex
 
Hallo zusammen, vielen Dank für die erweiterten Einblicke in die Justage mit den diversen Hilfsmitteln. Ich werde den Beitrag weiter verfolgen und mir nochmal durch das Hirn schieben, wenn ich auch mal in den Genuss einer Justage komme...bin jetzt wieder still und lese weiter mit :D

Viele Grüße Kay
 
Hallo,
ich wollte mal fragen, ob es irgendwo einen Adapter gibt M90x1 innen auf M48x0.75 oder T2 außen , um den OCAL direkt an das RC anschließen zu können ohne den OAZ?
Bei meinem 6Zoll RC reicht es Dicke ohne jegliche Verlängerunghülsen am OAZ mit nem CS Zoom Objektiv und der ASI120MM-S, bei der geht der Körper der Cam bis zum Anschlag und habe beste Sicht zum Justieren.
Nur obligatorisch wenn eine Verlängerung der HS Blende vorhanden ist muss die weg sein. Vom hoeren sagen was ich so mit bekommen habe sollte es beim 8Zoll das gleiche sein.
Ich habe mir diese 90Euro gespart.
Wichtig ist das man vorher auf ner Zielscheibe die Cam sammt CS Zoom dreht in einer 2Zoll Hülse, ich habe Glück, mein Combo ist da echt super.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die in den Anleitungen immer so schöne Diagramme von den ganzen Kreisen zeigen, diese dann aber in der Praxis je nach Bauweise oder "Version" des RC gar nicht zu sehen sind. Und selbst wenn: Am Ende muss man trotzdem noch am Stern nachstellen.
Das witzigste daran ist dann, dass man, wenn man am Stern ein perfektes Feld eingestellt hat, auf keinen Fall eine Kontrolle mit OCAL/Kamera/Justierteleskop machen sollte. Es sieht immer aus, als wäre alles total verstellt.

Oder geht das nur mir so?
Bei mir das Gegenteil, ich krieg mein 6Zoll Mini RC nur mit der Cam ordentlich eingestellt, einen Tick kann man mit nem größeren Sensor(maximal APS-C beim 6Zoll) nachstellen im Feld mit dem FS, was eher sehr selten ist bei mir.
Die Hall of Mirrors wenn man vorne ins Teleskop beidäugig reinschielt bestätigt mir als Gegenprobe das die Sache passt.
Reducer(0,75x) habe ich keinen Dezenten der bei Micro 3/4 Format was bringt. Die 533 ist Limit bei mir, mit dem Reducer bei 0,8x.

Am Mak OOUK OMC140(schlimmste Gurke bei mir) krieg ich dass nur am Stern eingestellt, Plastikblenden und alles viel zu unpräzise mechanisch.
Schlamperarbeit der schlimmsten Sorte aus UK!
Aber in 5 Minuten auf der EQ mit der 533/432 sitzt der bestens mit den Ringen bei 31prozent Obstruktion am Stern.

Ich habe mir einen Hotech ausgeliehen, der auf der Drehbank justiert worden ist.
Ich habe nen kleinen Baader 1,25Zoll, mit der Clicklock/T2 Klemme auf ner T2 2Zoll (billig) Hülse auf 15m an der Nachbarwand am Haus passiert da recht wenig auf der Drehbank wo ich die mal auf den Balkon rausgeholt hatte. Nur beim OAZ ist da gewisse vorsicht geraten, was man auf ner Monti mit dem Tubus auf den Boden peilend Ruckzuck mit dem OAZ Spiel am M90er Festdreh Ring raus hat.
Danach die Cam rein und alles palleti.
Kannst auch mal mit nen part Shims spielen zwischen der Mutter und dem OAZ Gehäuse, das gewht wunderbar, und viel drehen. :)

Vermutlich ist halt die Mittenmarkierung im Laufe der Zeit verrutscht (Ironie).
Bei mir nach oben rechts verrutscht. Trotzdem habe ich es geschafft das Ding von FS da zu haben wo es endlich klappt.
Der FS ist ganz Ok, aber der HS von der Verspiegelung hatten se doch was mehr in die Kammer rein machen können, oder besseres, zumindest bei mir.

Aber kann man nicht vergleichen mit der Hilux Verspiegelung. Beim Omegon GSO ist selbst mein alte 500mm Russentonne mit der Nase weit voran, und die hat Jahre auf dem Buckel!


Ich mag die Form und Korrektion der Spiegel, nah gut der Rest darf man auch nicht zuviel erwarten bei dem (damaligen)Preis 450Eure (Neu) 6Zoller Preis.


Nichts desdo Trotz bin ich immer noch sehr interessiert an den RC's, aber nicht von GSO, würde gern mir nen 10-12Zoller holen der Mechanisch 1A ist, gut optisch darf das sicherlich auf kein Rückgabe Teil sein(!).

Clear skies,
- Martin
 
Hallo Martin,

ich habe mir den Adapter jetzt bestellt, da ich es so einfacher haben werde ohne die gegenseitige Verstellung. Die Hauptspiegelblende soll auch drin bleiben, da ich ja sonst zumindest was den Fangspiegel angeht nach der Justage neu anfangen müsste nach Aus- und Wiedereinbau der Spinne.
Wenn das bei dir mit Kamera gut klappt, würde ich es auch so weitermachen. Ich habe mir den OCAL besorgt, um hier möglichst maximale Genauigkeit zu haben.
Dass du eine Drehbank hast, ist natürlich ein immenser Vorteil. Ich kann die Genauigkeit der Adapter etc leider nicht so einfach testen. Das würde vieles einfacher machen.

CS Johannes
 
Hallo auch von mir,

ich habe den älteren Ocal, zur Zeit kommt oder ist schon da ein neuer Ocal raus. Ich selbst nutze es beim F4 Newton, folgende Punkte kann ich aus meiner Erfahrung anmerken:

1. unterschied zwischen Ocal und Astrokamera der Ocal kann per Software Fokussiert werden. Dadurch soll man auf das Endstück vom OAZ, den Fangspiegel und die Mittenmarkierung sowie Kamera selbst fokussieren können und somit eine bessere Justage hinbekommen.

-> Anmerkung: der alte Ocal ist für F4 und kleiner nicht geeignet da der Fokusabstand nicht stimmt über F5-F7 funktioniert er sicher besser. Der neue Ocal soll unter F4 die Mittenmarkierung fokussieren können.

2. Wenn alles geht kann man mit dem Ocal schon alles gut ausrichten, wobei die Werbung den Ocal als Wunder darstellt aber man es auch ohne ebenso gut hinbekommt.

3. Erfahrene "Astronomen" kommen sicher auch manuell gut klar

4. Die Software ist nach meiner Meinung sehr peinlich, schlecht einzustellen, und die Oberfläche ist auch mehr als wünschenswert.

5. Ich wollte den alten Ocal zurück geben da er für F4 und weniger nicht geeignet ist (obwohl er damals auch für unter F4 beworben wurde) die stellen sich quer und wollten dass man noch eine neue Kamera kauft. Nicht mit mir echt kann man nicht einen Fehler zugeben!

Ich werde ggf. selbst mal eine bauen dafür werde ich ein per Software steuerbares Objektiv an eine Guidingkamera anschließen das gibt dann sicher bessere Ergebnisse und als Software Sharpcap nutzen wie Daniel Nimmervoll es in seinem Video zeigt. Habe ich auch ganz am Anfang gemacht und die Ergebnisse waren auch sehr gut. Lästig war nur das manuelle Fokussieren.

Diese Mittenausrichtung per Pixeleingabe ist nach meiner Meinung etwas überzogen, denn die Kamera kippt im OAZ dann ist alle um sonst! Wenn man den Ocal im OAZ dreht dann ist die Mitte auch nicht in der Mitte!

Ich hoffe die Infos haben euch geholfen

LG und hoffentlich mal wieder CS
Hampo
 
Hallo,
ich habe mir den Adapter jetzt bestellt, da ich es so einfacher haben werde ohne die gegenseitige Verstellung. Die Hauptspiegelblende soll auch drin bleiben,
Ja zum anschrauben mag ich solche Adapter immer gerne, denke mal dass die von TS aus ner Schmiede kommen wo das verlässlich ist. Sind anscheinend keine Restposten die günstig zum besten Geschäft was weiß ich wo bestellt werden.
Gut um so Sachen zu prüfen muss man einen zuverlässigen Support haben wo man das leicht halten kann und mit ner guten Messuhr den prüfen kann.

Zumindest bei meinem 6Zoller darf die HS Blende drinnen bleiben, nur der kleine Plastik Stumpfen von optionaler Verlängerung muss halt raus mit dem OAZ dran.
Ansonsten kriegt man halt den äußeren Bereich nicht des Tubus.


Ich habe sehr gerne die älteren manuellen Canon CS Zoom Objektive, die kriegt man manchmal ein bisschen teurer (+20Euro) Second Hand als was so heutzutage kopiert wird bei längeren 60mm Brennweiten im Neuwaren Bereich von was weiß ich wo,excellente Japser sind`s halt sicher nicht wie früher.
Das schöne bei denen älteren ist, das sie sorgfältig gebaut worden sind, wie auch einige andere der selben Marke/Zeitraum.
Optische Qualität darf man auch keine Wunder erwarten, aber rund laufen die.

Beim Software gibt es einige die ganz Ok sind und keinen Penny kosten, ne gute (Gamer)Mouse wo man Einstellen kann wie schnell sie sich bewegen soll ist da extrem hilfsreich (Fenster verschieben zum anpeilen). Meine nicht all zu neue Razer(please do not purchase in Amazon and Co where you get mostly the faulty `selected` reduced outlets(...), fnac as example gets the better ones which are not `B`:poop:) macht mir da beste Dienste, und nicht nur beim Spielen :LOL:.
Bei solchen Anbietern wird viel Schunder weiter verscherbelt, die übliche Stelle wo die meisten mit guten Geldbeutel bekannten abladen wenn`s halt nicht so geklappt hat.......



Sollte Spiel da sein bei der 2Zoll Aufnahme, mit nem simplen duennen Klebeband kann man bei ner kleinen 2Zoll Bastelhuelse abhilfe schaffen. Den T2 CS einschraub Adapter fuer die Cam muss man bei solchen Kombinationen mal die Gewindelaenge der 2Zoll Hülse schön plan paralell abmetzen. Keine Bange der Fokus wird passen, beim manuellen.
Ich hatte vor einiger Zeit solche Sachen/Modifikationen auch manuell von Hand gemacht, gut dauert ewig mit achter Bewegungen zum schleifen, aber von Hand kriegt man das gut kontrolliert. Regulär mit nem verlässlichen Mess Schieber.

unterschied zwischen Ocal und Astrokamera der Ocal kann per Software Fokussiert werden.
Ja so manch einer der nicht all zu bastel maessig angelegt ist, kann sich da ruhig ein Makro Objektiv anlegen, da gibt es einige AF die extern ansteuerbar sind mit richtig teuren Adaptern. Am Ende passt nicht mal die Nase rein von solchen Objektiven in die 2Zoll übliche Aufnahme. Und ich habe daher sehr gerne die kleinen polyvalenten CS Objektive mit dem beigefügten Adaptern bei zumindest ZWO.


Eine Sache die ich bei meinem 6Zoller RC gesehen hatte ist: muss eh nicht 100prozent perfekt sein, merkt man recht schnell.
Wichtig war nur das der OAZ/HS (und noch einmal....) bestens ausgerichtet sind zueinander auf der optischen Achse.
War bei mir eine Arbeit mit einer Wiederholung, und das mit den daeppischen Orginal OAZ(zentriert, aber nicht auf Hundertstel).

Ich sag von meiner Seite aus das es bestens voran geht(unter HS/OAZ Kondition).

Clear skies,
- Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Mittenausrichtung per Pixeleingabe ist nach meiner Meinung etwas überzogen, denn die Kamera kippt im OAZ dann ist alle um sonst! Wenn man den Ocal im OAZ dreht dann ist die Mitte auch nicht in der Mitte!
Hallo Hampo,

in der Bedienungsanleitung des Ocal steht ausdrücklich das man die Kamera "nicht" drehen soll! Was ja Sinn macht da man den Ocal über die zugegebener Maße optimierungswürdige Software mittig einstellt! Beim verdrehen kann die Kamera dann die Mitte nicht halten!

Ich habe den Ocal-Pro bislang nur für RC`s genutzt, wie er sich an schnellen Newtons schlägt kann ich noch nicht sagen! Möglicherweise bestätigt sich Deine Erfahrung! Wobei ich beim schnellen Newton dann eher auch auf das Tutorial von Daniell Nimmervoll zurück greifen würde!

CS
Alex
 
Hallo Alex,
in der Bedienungsanleitung des Ocal steht ausdrücklich das man die Kamera "nicht" drehen soll!
ja und nein, die Software bezieht sich auf den Sensor und nicht auf das aufgenommene Bild, die haben wohl die Sensorlager vermessen und dann einfach auf die Pixel runtergerechnet, oder erst per Software und danach zusammengebaut, auch die Optik/Linsenhalterung wird spiel haben. Aber um zu überprüfen ob die Kamera mittig im OAZ sitzt muss man drehen sonst kann sie seitlich verschoben sein. Also wäre die Kamera seitlich verschoben dann wäre alles...? Wenn die Händler bei den System um Lambda/10 und mehr Qualitätwerbung machen dann sollen wir uns auf einmal um eine sorry Billigcam keine Sorgen mehr machen?

Also wie so immer Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Bei mir hat der Ocal ggf. durch das schnelle Verhältnis nur mit 40% abgeschnitten.

Wenn eine Astrocam mit 2" Aufnahme in den OAZ gesteckt rund läuft dann kann man das auch manuell machen, nervig ist dann nur dass zu jeder Fokusposition manuell neu fokussiert werden muss. Der Vorteil ist dabei man hat noch eine zusätzliche Astrocam oder kann seine vorhandene benutzen.

LG und CS
Hampo
 
Nutze einen selbst konstruierten 3d gedruckten Cheschire Kollimator.
Funktioniert super. Das Wichtigste. Alle Justier-Schrauben durch neue, bessere mit 3d gedruckten Köpfen ersetzt.
Gerade bei billigen Teleskopen sind die Justierschrauben oft grausam zu bedienen.
Auch die Gewinde sind oft schlecht geschnitten.

Gruß Play
 
Hallo Alex,

ja und nein, die Software bezieht sich auf den Sensor und nicht auf das aufgenommene Bild, die haben wohl die Sensorlager vermessen und dann einfach auf die Pixel runtergerechnet, oder erst per Software und danach zusammengebaut, auch die Optik/Linsenhalterung wird spiel haben. Aber um zu überprüfen ob die Kamera mittig im OAZ sitzt muss man drehen sonst kann sie seitlich verschoben sein. Also wäre die Kamera seitlich verschoben dann wäre alles...? Wenn die Händler bei den System um Lambda/10 und mehr Qualitätwerbung machen dann sollen wir uns auf einmal um eine sorry Billigcam keine Sorgen mehr machen?

Also wie so immer Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser. Bei mir hat der Ocal ggf. durch das schnelle Verhältnis nur mit 40% abgeschnitten.

Wenn eine Astrocam mit 2" Aufnahme in den OAZ gesteckt rund läuft dann kann man das auch manuell machen, nervig ist dann nur dass zu jeder Fokusposition manuell neu fokussiert werden muss. Der Vorteil ist dabei man hat noch eine zusätzliche Astrocam oder kann seine vorhandene benutzen.

LG und CS
Hampo

Hallo Hampo,

jetzt habe ich den Ocal nicht erfunden, aber so wie es in der Bedienungsanleitung beschrieben ist, macht verdrehen tatsächlich keinen Sinn, zumindest beim Ocal! Bei jedem anderen TSCollit, Takashi, Chershire oder was auch immer gebe ich Dir recht! Selbst wenn der Ocal Pro erste Generation nicht unbedingt für RC's gedacht ist erziele ich mit ihm recht ordentliche Kollimationsergebnisse, selbst wenn ich mit dem TSCOLLIT oder Cheshire nachprüfe passt die Kollimation auch wenn ich die beiden letztgenannten verdrehe! Erst am Stern sehe ich ob die Kollimation passt und ob ich nachjustieren muss. Da ich noch keinen Newton besitze, insbesondere interessieren mich nur die Schnellen, kann ich da noch nicht mitreden! Was aber in diesem Thread nicht schlimm ist da es um RC's geht!

CS
Alex
 
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