Lacerta versus UNC

stankm

Mitglied
Moinsen zusammen,

zur Zeit plane ich die Anschaffung eines Fotonewton.

Dazu liebäugle ich mit den "Newton ohne Namen" von Teleskop-Austria und den UNC Geräten von TS.

Hat Jemand Erfahrungen mit diesen Geräten? Vieleicht auch im Vergleich?

Danke schon einmal und

CS Markus
 

Flo2910

Mitglied
Moin
Ich habe einen UNC 8" f4
Bin sehr glücklich mit dem Newton.
Der OAZ ist auch sehr Stabil. Da wackelt nix.
Wie viel er letzentlich trägt weis ich nicht. Hab da ne Canon 500D und GPU Korektor dran.
Bei dem Newton ohne Name ist der Tubus schon mit Velourfolie ausgekleidet. (Hab ich gelesen)
Im UNC NICHT. Habe das gerade selber gemacht. Zusätzlich habe ich auch noch die Spiegelkanten geschwärzt.
Wie das bei dem Newton ohne Namen ist weis ich nicht.
Die Spiegelzelle ist beim UNC unverkennbar von GSO. (Ist ja auch nicht schlimm) funktioniert ja alles ;)
Ich denke man macht bei beiden nix falsch.
Vorteil beim Newton ohne Namen ist definitiv die Velourfolie im Tubus. (ist ein ganz schönes gefummel die da ordentlich rein zubekommen) :D
Gruß Flo
 

stankm

Mitglied
Hallo Flo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ist die Velourfolie besser als die Lackierung?

Ich nehme dann mit, das es Überzeugingssache ist, welches Gerät man wählt.

CS Markus
 

Flo2910

Mitglied
Also die Innenseite von dem UNC ist schon sehr rau. Sieht ziemlich dunkel grau aus. (Vielleicht mit Schultafellack ausgestrichen) Die raue Oberfläche ist schon nicht schlecht.
Aber Velourfolie ist einfach das beste Mittel um den Tubus frei von Lichtreflexen zu bekommen.
Vielleicht schreibt ja jemand noch was über den Newton ohne Namen und seinen OAZ Octo.
Und dann hast du leider weiterhin die Qual der Wahl ;)
Egal welchen du nimmst, vom UNC weis ich es und bei dem anderen Newton denke ich es mal, es sind beides tolle Newtons.
Gruß Flo
 

Feldstecher

Mitglied
Hallo,

ich hab einen 6" UNC und ihn ebenfalls mit Velours ausgekleidet.
Ein Photo wie das mit und ohne Velours aussieht findest Du hier
Inzwischen ist der gesamte Tubus ausgekleidet.

Den FS habe ich noch mit Schultafellack geschwärzt - seit dem ist Schluß mit Reflexen. Es ist ein schönes Gerät mit tadelloser Optik. Der Newton von Lajos sicher auch - ich kenn ihn aber nicht.

Viele Grüße

Matthias

 
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robbeh

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Hallo,

Ja der Lacerta hat Veloursausstattung.

Ich kopiere hier außerdem mal rein, was ich im Nachbarforum zum Namenlosen gerade geschrieben habe:

...die Kamera habe ich am Octo mit dem GPU Komakorrektor, dem TSOAG9 und einem SX Filterrad adaptiert. Um auf den empfohlenen Arbeitsabstand zu kommen, brauchte ich noch zwei T2 Verlängerungshülsen. Das ganze ist schon sehr stabil, was insbesondere am verstärkten Tubus liegt. Kein Vergleich zum Skywatcher Blechtubus, der sich bei dem Gewicht ziemlich stark verwindet. Aber auch der Octo selbst macht eine gute Figur, die Schlupfpassung ist perfekt auf den GPU abgestimmt und die Centerlockklemmung ist echt ein Traum, ehrlich.

Die Justage habe ich mit einem Concenter und einem Laser vorgenommen. Das klappt auch recht gut, man sollte allerdings die 3 Maden am FS durch Rändelschrauben ersetzen (dies habe ich Tommy heute auch vorgeschlagen). Allerdings muss ich da sicher nochmal ran, da mir CCDinspector noch eine gewisse Justageabweichung bescheinigt. Bei der Justage merkt man den Sprung von f/5 zu f/4 den ich gemacht habe deutlich, ebenso kommt man beim OAZ um die motorisierte Octo60MMmot-Variante nicht herum, der DC-Motor sollte unbedingt an die Untersetzung angebaut sein, sonst wirds zu ungenau. Hatte damals (den Octo habe ich schon länger und nun am Newton angebaut) die DC-Motorvariante, die nicht an der Untersetzung angebracht war aus o.g. Grund reklamiert und von Tommy einen Prototypen der MMot Variante erhalten, der seit dem sehr gut läuft. Zur neuen Steppervariante Octo60USBmot kann ich nichts sagen.

Zur Fokusstabilität kann ich sagen, dass nur dass die mittlere Halbwertsbreite in den 3 Aufnahmestunden nicht signifikant in eine Richtung gedriftet ist, eher seeing/guiding-bedingte Schwankungen

Hier noch ein paar allgemeine Erfahrungen:

- am besten den Interferometrischen Test mitbuchen, Tommy ist da sehr akribisch und legt gern auch nochmal Hand an eine verspannte Optik / tauscht im Ernstfall auch aus
- ich bekam tatsächlich mitten in der Nacht ein Foto von einem Feldtest an der Vega
- auch auf Sonderwünsche (zusätzliche Bohrung am Tubus, eigener Octo, da schon vorhanden, ...) wird eingegangen
- der Tubus ist gefühlt schwerer, als ich erwartet habe (habe aber nicht nachgewogen)
- eine AZ EQ6 auf einer Betonsäule trägt den Newton (für meine Ansprüche) noch ausreichend stabil, hatte nur einen Ausschuss, weil das DEC-Guiding etwas kippelte -> sorgfältig ausbalancieren
- als Selbstbau habe ich noch einen HS-Lüfter, sowie jeweils eine Heizung für FS und HS gebastelt
- die 460ex macht bei 1000mm leichtes Übersampling
- andererseits macht sie an meinem ED 60 Apo bei 261mm (mit Reducer/Flattener) leichtes Undersampling ... ein Kompromiss also

Fazit: bin sehr zufrieden.

Viele Grüße->Robert

Mein First Light am 10" f/4 Lacerta:

Link zur Grafik: http://astrob.in/219598/0/rawthumb/gallery/get.jpg
 
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stankm

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Hallo Robert,

vielen Dank für die ausführlichen Erfahrungen.

Damit ist meine Entscheidung gefallen. Ein Namenloser f/5 soll es werden.

Danke nochmal an allen, die mit Rat zur Seite standen.

CS Markus
 
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