Leichtes Übersichtsokular für f/5 Gitterrohr-Dob

schwenn

Mitglied
Hallo zusammen,

Ich habe schon etliche Beträge zum Thema Übersichtsokular an f/5 durchforstet.
Ich mache nun trotzdem einen Thread auf, da die Lage bei mir noch etwas spezifischer ist. Ich suche ein möglichst leichtes Okular für den 10 Zoll Eigenbau-Dobson, da er sonst zu kopflastig wird.

Ich habe ein Baader Hyperion 8-24mm Zoom Okular und bin damit insgesamt sehr zufrieden. Nun suche ich also nur ein einziges Okular als perfekte Ergänzung. Das Zoom hat bei 24mm eben ein sehr kleines Gesichtsfeld.

Die Fragen an euch:
1. Welche Okulare fallen euch ein bis ca 500g?
2. Auf welche Brennweite würdet ihr in Kombination mit dem Baader Hyperion Zoom gehen? Meine Himmels-Bedingungen: Vorstadthimmel, ab und zu Landhimmel (schwäbische Alb), ganz selten mal etwas wie einen Alpenhimmel. Ich würde eher in Richtung 28mm gehen, um die AP etwas geringer zu halten.

Preisrahmen etwa bis 300€, gerne auch gebraucht.

Bin gespannt auf eure Antworten!
CS, Sven
 
Hallo Sven

Habe in meiner Okular Auswahl mein Vorschlag MH50mm Okular von Meade Multi..unter 80,00 super leicht mit 2 Zoll.

Manfred
 

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Moin Sven,
bei "leichten" Übersichtsokularen fallen mir direkt das Baader Hyperion Aspheric 31 mm (Link) und das APM UFF 30 mm ein (Link).

Durfte schon mit beiden Exemplaren spielen.
Das Baader wird bei deinem Dobson aber definitiv nicht randscharf abbilden, da macht sich das APM deutlich besser.
Dafür soll das Baader eine bessere Transmission haben.

CS
Alexander
 
Ich hatte Baader 31 und 36 sowie das APM 30.
Ich mochte tatsächlich Beide.
Das Baader hat wie schon gesagt die bessere Transmission, das APM ist aber richtig scharf bis zum Rand, das Baader nur in den inneren 50%.
Vom Einblick her sind sie beide äußerst angenehme Zeitgenossen.
Hat also beides seine Vor und Nachteile.
F/5 benötigt schon eine ganz ordentliche optische Korrektur in den Okularen, um scharf abzubilden, das macht einfach mehr/dickere Linsen erforderlich.
"Leicht" "Übersicht" und "gut an F/5" schließt sich aus.

LG
Olli
 
Hi Sven,

Falls gut 1,4 Grad für Dich reichen, das 27mm Panoptic ist bei f/5 exzellent in jeder Disziplin und wiegt nur 465 g. Auf dem Gebrauchtmarkt
wird es nicht ganz so hoch gehandelt wie die meisten TV-Okulare, das könnte für 300 Euro noch machbar sein.
Ich nutze an f/5 ein 24mm ES 82° unter einem typischen Dorfhimmel (ca.5.5mag). Das ist optimal. Die große AP mit dem 31mm Hyp.Asph.
ist nur in Verbindung mit Schmalbandfiltern sinnvoll, und auch das nur an großen, flächenlichtschwachen Objekten.
Gruß Jens

P.S.: Manfreds Vorschlag mit den 50mm Huygens war doch hoffentlich ein Gag, oder?o_O;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jens

Jedes Okular ist verwendbar, kann man auch präsentieren.

Manfred
 
Hallo Manfred,

das ist ein f/5 Newton. Mit dem 50mm kommt man auf eine AP von 10mm und sieht fast nur noch den Fangspiegelschatten. Nicht wirklich empfehlenswert. :sneaky:

Bis dann:
Marcus
 
Ich nutze das APM UFF 30 mm am 10“ f/5 Dobson und bin sehr zufrieden damit.

Wenn Du eine kleinere AP anstrebst, wäre das UWA 28 mm mit 82° prinzipiell noch eine Option, wäre da nicht das hohe Gewicht. Für die TS-Variante wird fast 1 kg angegeben. Dann vielleicht doch das bereits erwähnte 27 mm Panoptic :)

CS
Johannes
 
Hallo Freunde

Neben dem APM UFF 30 mm fällt mir nur noch das Lacerta ED Okular 30mm, 68° ein was bei F5 noch leidlich brauchbar im Feld abbildet und was mit 370-400 Gramm gewichtsmäßig noch im Rahmen bleibt . Der Rest ist zu schwer wie das ES 30mm 82° oder in der Abbildung inakzeptabel oder währe mir zu teuer.

LG
Peter
 
Das ist vom inneren Linsenaufbau dem Hyperion 31 gar nicht so unähnlich ;)
 
Wäre das ES 28mm 68° noch ne Alternative? Hab‘ das zwar noch nie getestet aber bei CloudyNights viel Positives darüber gelesen :)
 
Ciao Sven,

für mein Gefühl hast Du hier doch schon die falschen Prios gesetzt, sorry.

Ich würde mir das beste UWW Okular kaufen, dass in mein Budget passt, und dann ein entsprechend tarierendes, abnehmbares Gegengewicht am hinteren Tubusende montieren. Wenn Du das Gerät selbst gebaut hast, dann dürfte DAS ja kein unüberwindbares Problem darstellen normalerweise. ES82° 30mm ist ein herausragend gutes und sehr 'preis-wertes' Okular, das Deine Hyperion-Erfahrungen wohl nachdrücklich relativieren wird. Es funktioniert sehr gut an f/5 und auch an f/4.

Du kannst keine Brennweiten jenseits von fmax = N × 7mm = 35mm einsetzen, wegen der maximalen Austrittspupille, 50mm ist ein klares NoGo. Ausserdem will man grosse Gesichtsfelder, nicht aus Luxusallüren, sondern weil man einfach mehr sieht (allgemeine Aufsuche, grosse Objekte, Sternfelder, Galaxienhaufen, gr. Kometen...), und zwar quadratisch: ein Okular mit doppeltem sGF zeigt bei gleicher Brennweite 4x soviel Himmelsfläche !

Hier steht alles mögliche über Okulare drin, und auch ein ausspezifierter Satz für 10" f/5 in ES82°: eyes4skies - article

Good luck,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
im Grunde ist der Begriff Übersichtsokular wenig treffend. Viel mehr empfinde ich die großen Brennweiten als wichtige und wertvolle Großfeldokulare. Sie produzieren eine große Austrittspupille und große wahre Felder, die zur Freude bei der Beobachtung von Objekten die eine große Ausdehnung haben oder eine große AP brauchen um gesehen zu werden.
Kurzum, wenn Du Spaß an diesen Objekten hast, lohnt es sich erst Recht gescheites zu kaufen.

Leichte Okulare mit 2" sind oft einfachere Designs, die über das Feld - insbesondere ab f/5 und größer- Einbußen in der Abbildung haben.
Für f/5 ist Top und den Preis wert, das ES 30mm mit 82 Grad. Das wiegt aber rund 1 Kilo. Der kleine Bruder - das 24mm ist deutlich leichter.
Leider kaum noch zu bekommen aber ausgezeichnet ist das Nagler 26mm mit etwas über 700g.

Dieses Nagler nutze ich an meinem 8" f/5 Reisedobson, der ohne Rockerbox keine 5 Kilo wiegt.

Ich brauche kein Gegengewicht dafür, weil
- die Höhenräder 38 cm Durchmesser haben
- der Hut extrem leicht ist
- und als Gleitpartner für die Aluräder Rolladengurtband verbaut wurde.

Mein Rat wäre daher den Selbstbau evtl. zu modifizieren und i.S. Okulare in Qualität = mehr Seherlebnis zu investieren.
Vllt helfen meine Anregungen dazu ja weiter.

Solltest Du verwerfen und mit optischen Einbußen leben wollen, kann man mit den vorgeschlagenen Okularen arbeite oder auf das TSWA32 bauen, das in Ermangelung von Alternativen vor 20 25 Jahren oft als Großfeldokular für wenig Geld genommen wurde.
CS
 
Das verwende ich als Übersichtsokular bei meinem f/5 Dobson und eigentlich auch bei allen anderen Teleskopen, die ich habe. Das ist nicht so schwer, relativ günstig und bildet gut ab. Feldblende ist 38mm. Das ist für mich ok. Mit 72° hat es für mich das größte Gesichtsfeld, mit dem ich noch was anfangen kann und damit habe ich mit dem Dobson noch jedes Objekt auf Anhieb gefunden.
 
Hallo,
zum Aufsuchen mit meinem 10" f/5 Dobson nutze ich das 36mm Aspheric von Baader. Das ist zwar ein bisschen mehr Brennweite, als es die optimale Mindesvergrößerung (theoretisch 34,4mm) zulässt, aber zum Aufsuchen prima, da ich auf ca. 2° Gesichtsfeld komme. Das ist für mich das Entscheidende bei der Nutzung, die Randunschärfe toleriere ich dabei (es ist m.E. deutlich mehr als 50% im GF scharf). Die große AP hat noch den Vorteil, dass ausgedehnte, lichtschwache Objekte erfaßt werden können. In meinem Fall habe ich die Sichtung von NGC 6822 (Barnards Galaxie) gefeiert.
Zusammenfassend: Große AP + Großes GF "sticht" Randunschärfe.

Grüße
Uwe
 
Es sind mehr als 50% des Gesichtsfeldes "okay" bzw nutzbar, aber wenn ich von "scharf" rede, meine ich punktförmige, nicht vergrößerte, aberrationsfreie Sternabbildung.
Das schaffen die Aspherics auch bei F/7 nur bis zur Hälfte des Bildfeldradius, also tatsächlich nur ein viertel des Feldes.
Und da steht das APM UFL weit weit drüber.
Dieses hat allerdings Schwächen in der Transmission.
Möchte man Beides, landet man schnell bei Al's Handgranate
You get what you pay for
 
Es sind mehr als 50% des Gesichtsfeldes "okay" bzw nutzbar, aber wenn ich von "scharf" rede, meine ich punktförmige, nicht vergrößerte, aberrationsfreie Sternabbildung.
Das schaffen die Aspherics auch bei F/7 nur bis zur Hälfte des Bildfeldradius, also tatsächlich nur ein viertel des Feldes.
Und da steht das APM UFL weit weit drüber.
Dieses hat allerdings Schwächen in der Transmission.
Möchte man Beides, landet man schnell bei Al's Handgranate
You get what you pay for
Wie würdest Du die Transmission des 30er UFF im Vergleich zum 31er Aspheric oder 31 mm Nagler prozentual bewerten?
Würde mich interessieren :)
 
Ich danke an der Stelle schonmal allen, die auf meine Frage eingegangen sind. Ich werde zu einzelnen von euch genannten Okularen mal näher recherchieren und die Augen nach Angeboten offen halten.

Was ich auf jeden Fall mitnehme: über mehr Ausgleichsgewicht nachdenken. Ich bin noch etwas skeptisch, da der Gitterrohr-Dobson mit einem Kilo am Hut sicher schwingungsanfälliger wird. Übrigens: habe das Teleskop nicht selbst gebaut, aber ein Gewicht sollte ich noch dran gebastelt bekommen. :p

Was mich dann noch beschäftigt ist die Frage nach der Brennweite/AP. Ich will das Okular weniger zum Aufsuchen als zum Surfen und Genießen nutzen. Mit dem Hyperion Zoom habe ich bisher (fast) alles gefunden, das ich finden wollte. Das bleibt wohl auch mein Arbeitspferd und macht mir richtig Spaß. Das Übersichtsokular soll seinem Selbstzweck dienen - ein weites, schönes Feld.
Mit meinen 85% Stadtrand-, Vorort- und Landhimmel tendiere ich daher eher in Richtung 26-28mm. Bei optimalen Bedingungen verschenke ich natürlich etwas an möglicher AP und ich verschenke Gesichtsfeld - aber für den häufigsten Fall habe ich eben das passende Okular.
Wie seht ihr das?

CS,
Sven
 
Hallo,

Ich nutze am f/4 Newton ein 30mm/82° Okular von Explore Scientific.
Die Austrittspupille ist mit 7,5mm eigentlich schon etwas zu groß. Für mich ist dieses Okular dennoch gut geeignet um per Starhopping zum gewünschten Objekt zu gelangen. Dieses Okular setze ich auch für ausgedehnte Objekte ein, je nach Objekt mit passenden Nebelfiltern.

Für mich ist am Okular ein bequemer und unkomplizierter Einblick wichtig. Wenn ich mit dem Auge ans Okular gehe, dann sollte der Einblick auch sofort passen. Das 30mm Explore Scientific Okular liefert zudem ein helles und scharfes Bild. Die Koma am Rand beim f/4 Newton toleriere ich. Am f/7 Refraktor sehe ich von der Randunschärfe nichts mehr.

Das Okular kann ich sehr empfehlen. Es ist für mich ein wichtiges und sehr oft genutztes Werkzeug zum Aufsuchen der Objekte und auch zum Beobachten von ausgedehnten Nebeln und Sternhaufen.

Viele Grüße
Gerd

PS: Die Galaxie NGC 6822 konnte ich mit diesem Okular ebenfalls gut sehen.
 
Wie würdest Du die Transmission des 30er UFF im Vergleich zum 31er Aspheric oder 31 mm Nagler prozentual bewerten?
Würde mich interessieren :)
also im grünen und roten nehmen die sich nicht viel, lediglich im blauen schwächelt das APM, was an den extrembHochbrechenden Glas in der Eingangslinse liegt. Es hat entsprichend in der Feldmitte, wo die Linse dick ist, ein sehr warmes Bild, und am Feldrand, wo die Linse wieder dünn ist, ein neutrales Bild.
Am Tage fällt das auf, in der Nacht nicht.
Prozentual sehr schwer zu sagen.

LG
Olli
 
Bei mir steckt am f4,5 Dobson häufiger das ES 24mm 82° Okular in OAZ als das ES 30mm 82°. Hauptgrund die geringere AP und damit verbundene, geringere Hintergrundhelligkeit bei meinem Bortle 4 Himmel. Mit ca. 700g auch merklich leichter, wobei das für mich weniger relevant ist.
Mit Paracorr und Linienfilter wiederum bevorzuge ich eher das 30mm. Bei f5 ist ein Komakorrektor für mich aber noch kein Muß..

Gruß Horst
 
Wie würdest Du die Transmission des 30er UFF im Vergleich zum 31er Aspheric oder 31 mm Nagler prozentual bewerten?
Würde mich interessieren :)
Wer suchet, der findet
Irgendjemanden gibt es immer, der nach misst, man muss es nur finden

Hier von einem ganz frühen Exemplar
(von "TGM", relativ weit unten auf der Seite), worauf hin die Jungs von APM Rücksprache mit der Vergütungsfirma hielt

Und hier vier Jahre später, Im dritten Post ist eine Grafik, sieht schon viel viel besser aus als ganz am Anfang


Es ist ein wirklich herausragend gutes Okular.
Hätte sich mir nicht die Möglichkeit eröffnet, günstig an ein 31er Nagler zu kommen, hatte ich es definitiv niemals abgegeben.
So ein bisschen trauere ich ihm nach, das Einblickverhalten war angenehmer als beim Nagler.
Es fühlt sich an wie ein 30mm Morpheus.

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mich dann noch beschäftigt ist die Frage nach der Brennweite/AP. Ich will das Okular weniger zum Aufsuchen als zum Surfen und Genießen nutzen. Mit dem Hyperion Zoom habe ich bisher (fast) alles gefunden, das ich finden wollte. Das bleibt wohl auch mein Arbeitspferd und macht mir richtig Spaß. Das Übersichtsokular soll seinem Selbstzweck dienen - ein weites, schönes Feld.
Mit meinen 85% Stadtrand-, Vorort- und Landhimmel tendiere ich daher eher in Richtung 26-28mm. Bei optimalen Bedingungen verschenke ich natürlich etwas an möglicher AP und ich verschenke Gesichtsfeld - aber für den häufigsten Fall habe ich eben das passende Okular.
Wie seht ihr das?
Diese Sonder-Argumentation erscheint mir, gerade heraus gesagt, ziemlich dünn, sorry. Ich hab Dir ja gesagt, was ich Dir rate 30mm ES82° und GG am Teleskop. Ich weiss nicht, was damit Dein Problem wirklich sein sollte. Der Ratschlag hat auch viele abgewogene Gründe, die mir aber bei weitem zuviel Erläuterung abverlangen... Aber jeder kann gerne kaufen was er will. Oben steht ja auch mein Link zu Okular Infos, damit kann man sich - basierend auf physikalischen Limits - ganz allgemein besser orientieren, wenn man möchte. Good luck damit,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Sonder-Argumentation erscheint mir, gerade heraus gesagt, ziemlich dünn, sorry. Ich hab Dir ja gesagt, was ich Dir rate 30mm ES82° und GG am Teleskop. Ich weiss nicht, was damit Dein Problem wirklich sein sollte. Der Ratschlag hat auch viele abgewogene Gründe, die mir aber bei weitem zuviel Erläuterung abverlangen... Aber jeder kann gerne kaufen was er will. Oben steht ja auch mein Link zu Okular Infos, damit kann man sich - basierend auf physikalischen Limits - ganz allgemein besser orientieren, wenn man möchte. Good luck damit,
Peter

Hi Peter,

Ich bin sicher nicht der richtige, da inhaltlich mit dir zu argumentieren. Meine Begründung habe ich aber nicht selbst erfunden. In diesem Thread und anderswo sagen ja manche, dass sie eine niedrigere AP bevorzugen, um bei mittelmäßigen Bedingungen einen nicht so hellen Himmelshintergrund zu haben.

Deinen Link habe ich studiert. Danke dafür.

CS, Sven
 
Hallo Sven,

Was mich dann noch beschäftigt ist die Frage nach der Brennweite/AP.
Mit meinen 85% Stadtrand-, Vorort- und Landhimmel tendiere ich daher eher in Richtung 26-28mm. Bei optimalen Bedingungen verschenke ich natürlich etwas an möglicher AP und ich verschenke Gesichtsfeld - aber für den häufigsten Fall habe ich eben das passende Okular.

Eine Austrittspupille von sechs Millimeter ist empfehlenswert. Damit wird der Hintergrund noch nicht zu hell im Okular. Für die sechs Millimeter Austrittspupille kommt in deinem Fall ein Okular mit 30 Millimeter Brennweite in Frage. Von den 30 Millimeter Okulare sind im Handel einige erhältlich.

Sieben Millimeter oder in meinem Fall 7,5 Millimeter Austrittspupille sind an meinem dunklen Standorten sinnvoll einsetzbar, da bleibt dann auch der Hintergrund dunkel genug. An meinem helleren Standorten, von denen es leider zu viele gibt, setze ich meist das 24mm Okular ein, das eine Austrittspupille von sechs Millimeter ergibt. Dann ist auch an helleren Standorten der Hintergrund im Okular dunkel genug, um in der Übersicht sinnvoll beobachten zu können. Der kleine Verlust an Gesichtsfeld sehe ich als zweitrangig an. Vorrangig ist, das ein Objekt nicht in der Hintergrundhelligkeit ertrinkt.

Viele Grüße
Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Neben der Himmelsqualität und Austrittspupille bildet die eigene Maximalpupille ja noch eine weitere, individuelle Variable im Spiel. 7mm kann man dabei als groben Richtwert ansehen. Gut 8mm bis deutlich unter 6mm sind da möglich und das macht die perfekte Auswahl nicht einfacher...


Gruß Horst
 
Hallo Sven,

bedenke auch, dass Du früher oder später einen OIII Filter für die Beobachtung von Emissionsnebeln anschaffen wirst. Spätestens dann ist das Argument mit dem Himmelshintergrund hinfällig und das größtmögliche Gesichtsfeld tritt in den Vordergrund. Ich würde deshalb vorschlagen, dass Du erst einmal Deine eigene Pupillengrösse bestimmst und danach ein passendes Okular auswählst. Bei mir ist das tatsächlich das bereits genannte 26mm Nagler T5, aber das dürfte preislich bei Dir raus sein. Allerdings wäre das wirklich ein Okular fürs Leben. 😌

Bis dann:
Marcus
 
Bei mir ist das tatsächlich das bereits genannte 26mm Nagler T5, aber das dürfte preislich bei Dir raus sein
Nicht nur preislich.. verfügbar ist das Teil so gut wie gar nicht, eventuell mit viel Glück und sehr viel Geduld, alternativ könnte man das ES 24mm 82 in Betracht ziehen, ich hatte das 26er Nagler, jetzt habe ich das ES 24, es ist ein sehr gutes Okular, ich trauere dem Nagler nicht nach, bin aber auch nicht so anspruchsvoll und empfindlich..Gruß Olaf
 
Servus,

- für etwas mehr als 300euro kann man ein 30mm82° Okular 'fürs Leben' kaufen. Damit erreicht man das maximale Feld (1.97° an 10" f/5), schätze ich. Wer bietet mehr ? Bitte Absolutwerte des verfügbaren Feldes an 10" f/5 angeben und zwar explizit !
- 30mm ist auch an f/4 noch ok (28mm Ap Limit). Grosse Dobs (Upgradeoptionen später) benutzen also das GLEICHE Okular weiter ! Daher auch mein Arg: nix ÜBER 30mm.
- 6mm AP ist keineswegs 'zu hell', schonmal wegen Filtern, wie Marcus ja auch sagte, aber auch weil man nicht sein Leben lang unter Laternen beobachten sollte, sondern vielleicht, vieleicht ja auch mal unter guten Himmel fährt. Und dann ? Postet man dann wieder und fragt was man da machen soll ? Also bitte...
- Okularsteppungen gehen in Faktoren (!) ab, nicht in plusminus (!) ein paar mm. Die Faktoren sind etwa 1.6x aufwärts und 0.6x abwärts. D.h. sinnvollerweise hat man ein maxFeld Okular und dann darunter eines in der 20mm Klasse usw. Das Zoom ist nix 'fürs Leben' sorry, das ist einfach nur ein Behelf, Feldgrösse ? Bildquali an f/4...f/5 ? - wenn man mal durch 'richtige' Okulare geguckt hat.
- es gibt versch. Physik limits, die den Okulareinsatz begrenzen: AP, maxFeld in 2", Beugung, Seeing. Intelligenterweise geht man an diese Limits ran, um das Potential seines Instruments in allen denkbaren Situationen und für alle denkbaren Objekte ausreizen ZU KÖNNEN, überschreitet sie aber wenn möglich nicht (es explodiert nix wenn doch). Hat man diese Limitokulare nicht, fragt man sich immer: was hätte ich nur alles gesehen wenn...? Was müsste ich mir kaufem um...? Und Equipmentüberlegungen werden langsam zum Selbstzweck. Hat man sehr gute Limitokulare, dann fragt man sich gar nix mehr, und beobachtet nur, fertig. Alles was man nicht sieht, ist eben nicht erreichbar (mit dem Teleskop, mit dem Himmel/der Transparenz) oder liegt an mir (Erfahrung, AugenVisus, ...). So soll das sein IMHO !
- die Zeit unter gutem, klaren, dunklen Himmel ist knapp genug für jeden von uns. Da will man nicht mit Equipment rummachen, das eine/n limitiert. Gutes Zeugs, gute Beobachtungen, tolle Erlebnisse.
- Ich bin überhaupt kein (erfahrener) Optiktester, mich langweilt das eigentlich. Ich hab prima Okulare, fertig. Allerdings ist ein Freund von mir kürzlich eingestiegen und brauchte Teleskop/Okulare. Da konnte ich dann sein neues Es82° 30mm gegen mein Tv Nagler 31mm testen an meinem f/4. Ich befürchte ich muss sagen: es ist sogar 'leicht besser' als das Nagler mannist leichtcerschüttert über sowas), bei einem Preisfaktor von 3x, wow. Ich habs mir also gekauft (mein erster Kauf seit 10 Jahren), zum Dauerverbleib in meinem 6 " f/4.5 Bigfinder, der auf meinem 20" f/4 reitet. DAS ist ein Starhop-Feld, wow.
- Feldgrösse ist extrem wichtig, sorry. Es gibt viele Spitzenobjekte am Himmel, die fast nie genug Feld haben... Nordamerika, Cirrus, M31, California, Virgohaufen, Barnard 142/3, Milchstrasse, mehrere südl. Gasnebel in einem Feld M20 et al, grosse Kometen,... Aufsuche bei langen, komplexen Starhops (ich meine nicht zu den Plejaden...) ist was ganz anderes mit Grossem Feld, schneller, effizienter, fehlertoleranter. Nur DAHER hab ich einen Bigfinder am Dob mit einem maxFeld UWW Okular. Ausserdem braucht man mit grossem Feld kaum mehr weitere Sucher am Teleskop, Telrad reicht (minimale Orientierungsprobleme beim Suchinstrument wechsel !?), danach gleich UWW am Hauptinstrument...
- gibt es später noch viel bessere Okulare ? Kann ich später vielleicht nicht noch bessere kaufen ? Viel besser kann man nicht mehr werden, schätze ich. Die Transmissionen sind schon sehr hoch, sicher wird man da NICHT mehr 10% besser, das wären 0.1mag. Feldgrösse 80° st schon SEHR WEIT, ich weiss nicht recht ob man 100°+ wirklich braucht und gut nutzen kann. Ggf könnte die Randschärfe noch besser werden in Zukunft !?

Soweit meine Gedanken dazu.
Gruss,
Peter
 
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