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Leipziger Sternfreunde 2018

Etamin

Mitglied
Hallo und Alles Gute im neuen Jahr!

Zu Silvester hatten wir ja zeitweise einen schönen Fast-Vollmond mit einem bunten Kreis drum herum und einem weißen Ring (22-Grad-Halo) etwas weiter entfernt. Da habe ich mich geärgert, dass ich keine Kamera dabei hatte.

Nun aber zum ersten Stammtisch 2018.

80. Leipziger Astrostammtisch
Freitag, 5. Januar 2018, ab ca. 19.00 Uhr
Gaststätte "Aufgehende Sonne"
Ossietzkystraße 1, 04347 Leipzig


Sternfreundliche Grüße, Günther.
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Zitat von Blackbert:
... Ich habe mir mal die "Statistiken" der Threads "Leipziger Sternfreunde..." angeschaut: Das Jahr 2012 wurde dabei fast 1 Mio. mal gelesen bei 680 Antworten. Dieses Jahr "gerade mal" etwas über 51000 mal gelesen bei immerhin 471 Antworten. Nur so als kleine Info. :pfeif: Aber vermutlich steigt die Anzahl der Leser noch im Laufe der Jahre.
Ja, die Statistik ist schon merkwürdig. 2017 knapp 52000 Aufrufe, 2016 gut doppelt so viel, 2015 gut doppelt so viel wie 2016 und 2014 gut doppelt so viel wie 2015. Danach kein exponetielles Wachstum mehr. ;)
 

Etamin

Mitglied
Also mit bloßem Auge sehe ich Alpha, Gamma und Tau Ceti. Letzterer sollte etwa 3m5 haben. Dazwischen ist von meinem Balkon aus nichts auszumachen.

Vielleicht haben wir ja am Freitag Astrowetter. Der Mond geht erst um 9 auf. Da können wir ja mal nachsehen.

Gruß, Günther.
 

UwePilz

Mitglied
tau ... so tief habe ich nicht geschaut. Ich habe alpha, gamma, delta Ceti gesehn und alpha Piscium. Zwischen den letzteren (und unterhalb) Mira, etwas heller als jeder der beiden.
 

DThomas1

Mitglied
Am Neujahrstag hat Uwe meinen neuen 72 mm f6 Refraktor ( diesen hier) am künstlichen Stern für gut befunden.
Hoffentlich erhöht das die Zahl meiner Beobachtungen (2017 117 Beobachtungen von 61 Objekten), für einiges ist der Kleine ja gut.

Alles Gute im neuen Jahr.
 

UwePilz

Mitglied
Wir hatten im Keller einen künstlichen Stern aufgestellt. Das Gerät ist ganz gut justiert, ein wenig Koma ist geradeso nachweisbar (wie auch bei Roberts 7-cm-Instrument). Sphärische Aberration war sichtbar, hielt sich aber in Grenzen. Farbfehler konnte ich nicht erkennen. Wir haben mit dem Suiter verglichen, die Fehler sind deutlich unter der Beugungsgrenze.
Der Sterntest ist eben sehr empfindlich.
 
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UwePilz

Mitglied
Ich bringe einen kleinen Vortrag mit, über Nebensonnen. Ich habe ein bißchen mit Rechenformeln für sechseckige Eisplatten gespielt und vergleiche dei Ergebnisse mit Fotos. Ich habe meinen kleinen Projetor dabei.
 

AstroBiker

Mitglied
Ich hatte zunächst im alten Jahr gepostet. :smiley65:
80. Stammtisch, das sind 80 Mondzyklen - ich bin dabei.
Anfang Januar bei 10°C Außentemperatur. :smiley61:

 

Sabine0815

Mitglied
Hallo,

zuerst wünsche ich Euch ein frohes, gesundes und sternenklares Jahr. Leider kann ich heute nicht kommen, da ich wieder einmal unterwegs bin. Habt also noch einen schönen Abend und einen spannenden Vortrag.

Viele Grüße
Sabine
 

UwePilz

Mitglied
Code:
from turtle import *
from random import *
from math import *

def plot(x,y): # einen Punkt setzen
    penup()
    goto(x,y)
    pendown()
    dot(4)
    hideturtle()

# Hauptprogramm
n=1.310 # Brechungsindex
l=[0]*900 # Leere Liste für die Ergebnisse
stichprobe=2500
w60=pi*60/180 # 60 Grad
w90=pi*90/180 # 90 Grad
for i in range(stichprobe):
    zz=random();  # Minimum zweier ZZ ...
    zz2=random(); # ... abnehmende Häufigkeit
    if (zz2<zz):
        zz=zz2
    a1=zz*w90 # Winkel von 0-90°
    a2=asin(sin(a1)/n)
    a3=w60-a2
    h=n*sin(a3) # Totalreflexion?
    if (abs(h)<0.99999): # nein!
        a4=asin(h)
        d=a1-(w60-a4)
        index=int(10*180*d/pi) # eine Spalte je 1/10 Grad
        l[index]=l[index]+1
tracer(0,0) # Bildschrimaktualisierung aus
for i in range (601): # 600 
    plot(i-300, l[i])
    # Koordinatensystem
    if (int(i/10)==i/10):
        plot(i-300, -5)
    if (int(i/100)==i/100):
        plot(i-300, -5)
        plot(i-300, -6)
        plot(i-300, -7)
update() # Bildschirm anzeigen
name = input("Fertig?")
_________________________
 

UwePilz

Mitglied
Das Programm ausschneiden und mit der Endung .py abspeichern. Wenn Python installiert ist, dann kann man es durch Doppelklick starten. Allerdings werden dann keine Syntaxfehler angezeigt, dazu besser die Python-Entwicklungsumgebung nutzen.

Was ich heute nicht erklärt habe:
- ganz am Anfang gibt es ein paar Zeilen, die einen Punkt in der eingebauten Turtle-Grafik setzen
- Die Grafik ist mit Absicht langsam, damit man beim Malen zuschauen kann. Ich habe das beschleunigt durch die beiden Zeilen tracer(0,0) und update()
Wenn man nichts unternimmt, dann geht das Programmfenster am Ende einfach aus, ehe man das Ergebnis anschauen kann. In der Entwicklungsumgebung passiert das nicht, aber beim Doppelklick. Die allerletzte Zeile verlangt noch eine Eingabe (z.B. Enter) und damit wartet das Programm.

Eine Einführung in Python:
http://www.vds-astro.de/fachgruppen/computerastronomie/projekt-programmierkurs-in-python.html

Das Python-Programm:
https://www.python.org/downloads

Ich werde immer mal einen Aufsatz zu solchen Experimenten für das VdS-Journal schreiben.

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

Etamin

Mitglied
Hallo,

wir waren heute 15 Sternfreunde am Stammtisch. Natürlich habe ich da nicht alle Themen mit bekommen. In unserer Ecke ging es zunächst um KI, nach Uwes Ausführungen dann um Astrofotografie, Kameras, Montierungen, Fotoziele (u.a. Jupiter, NGC 891, M 31 ohne Sterne u.v.m) und Astrourlaubsziele. Ein bisschen Raumfahrt und "Sonstiges" waren auch noch dabei.

Der nächste Stammtisch ist für den 2. Februar geplant.

Gruß, Günther.
 

FrankZ

Mitglied
Hallo,
hier im Nachgang noch der Link zu SkyweekZweiPunktNull, der Seite von Daniel Fischer: https://skyweek.wordpress.com/
Ich finde, das ist die informativste und aktuellste, deutschsprachige Astroseite im Netz. Besonders interessant finde ich die aktuelle Zusammenfassung der Ergebnisse von Raumsonden, von denen sich ja immer einige im interplanetaren Raum rumtreiben.

C.S. Frank
 

UwePilz

Mitglied
Falls jemand von euch vor die Tür tritt: Quält euch nicht mit dem Kometen Heinze ab. Er ist zwar hell, aber groß und diffus. Er war in Behlitz bei mäßigem Himmel (20,6) nur schwer erkennbar im 12-Zöller. Mit Filter war aber aber leicht.

Das ist nichts für die Stadt. Der Komet gewinnt seine Helligkeit durch die Erdnähe (derzeit 0,25 AE).
~

Mira ist wieder heller, 3m7 und sollte jetzt auch von ungünstige Standorten aus leicht erkennbar sein. Sie ist ungefähr so hell wie die beiden westlichsten (unteren) Sterne des Stiers.
 

Blackbert

Mitglied
Zitat von UwePilz:
Das ist nichts für die Stadt. Der Komet gewinnt seine Helligkeit durch die Erdnähe (derzeit 0,25 AE).
Gut zu wissen.

Komme gerade rein. Habe extra schnell meinen Eintopf mit der Familie gelöffelt, aber die Wolken waren schneller. Ich stand mit der dicken Bertha und dem 70er ED auf dem neuen Edelstahlstativ mit Sabre-Montierung bewaffnet für eine kleine Weile draußen. Das hat die Wolken leider wenig beeindruckt. Hauptziele sollten Komet Heinze sowie das Trapez sein. Dann eben nicht :smiley63:
 

Sabine0815

Mitglied
Zitat von Blackbert:
Zitat von UwePilz:
Das ist nichts für die Stadt. Der Komet gewinnt seine Helligkeit durch die Erdnähe (derzeit 0,25 AE).
Gut zu wissen.

Komme gerade rein. Habe extra schnell meinen Eintopf mit der Familie gelöffelt, aber die Wolken waren schneller. Ich stand mit der dicken Bertha und dem 70er ED auf dem neuen Edelstahlstativ mit Sabre-Montierung bewaffnet für eine kleine Weile draußen. Das hat die Wolken leider wenig beeindruckt. Hauptziele sollten Komet Heinze sowie das Trapez sein. Dann eben nicht :smiley63:
Och Mensch Robert,

die Natur lsst sich nicht immer in die Karten gucken. Aber immer wieder toll wie Du den inneren Schweinehund berwinden kannst und raus gehst )

Jaja für dieses Jahr habe ich mir einige Astronomievorsätze gesetzt. 1) zum HTT zu fahren (egal wie), 2) Roberts Doppelsternliste abarbeiten (bzw. abgucken) und 3) noch mehr M's entdecken :smiley47: und 4) sich auf die Reise in die Mongolei freuen und dann den Sternenhimmel sehen....
Liebe Grüße
Sabine
 

Blackbert

Mitglied
Heute Abend werde ich mit Sebastian mal für ca. 2 Stunden zur Kiesgrube fahren. Vielleicht kommt noch jemand vorbei. Ich plane zwischen 19:00 und 20:00 dort zu sein :)
 

Blackbert

Mitglied
Gestern waren Sebastian und ich von 19:40 bis 22:30 an der Kiesgrube. Wir hatten den 8-Zoll Dobson sowie parallel auf der Sabre-Montierung den 70er ED sowie die Astrofaust (80/500 FH) aufgebaut. Die Bedingungen waren nicht schlecht, aber auch nicht gut. Es war gen Horizont recht diesig, teils bis auf 45° Höhe. Gegen Ende zog noch eine bodennahe Nebelwand durch. Den Himmel schätzte ich auf Bortle 4- bei SQM-L-Werten von 20.8-20.9. Es zeigten sich Halos um hellere Sterne. Ansonsten war es recht kalt und irgendwie feucht. Wir hatten auch mit Tau auf den Okularen zu kämpfen. Eigentlich wollte ich noch ein paar neue Galaxien beobachten, aber wir blieben aufgrund der Bedingungen bei dem "Standardprogramm". Den Komet Heinze wollte ich noch im 8-Zöller versuchen, aber durch einige hellere Sterne und deren Halos hatte ich schnell aufgegeben.

Hier ein kleiner Bericht über die Objekte, der zugleich als Gedankenstütze für Sebastian dienen soll. Interessant war u.A. der Vergleich der Öffnungen (70mm vs 200mm) sowie der Einsatz von Nebelfiltern.

Sebastian hatte sich auf meine Empfehlung hin Objekte aus dem Winter-Skyguide rausgesucht. Er war natürlich erst einmal etwas orientierungslos, da deutlich mehr Sterne als in der Stadt sichtbar waren. Aber schnell peilten wir Kembles Kaskade an, welche im 70er ED bei 15x einen schönen Anblick bot. Mit dem bloßem Auge konnte man die Kette ebenfalls leicht gebogen erkennen, wobei hier noch andere Sterne im Spiel waren.

Am Ende der Kette ist der kleine, offene Sternhaufen NGC 1502 zu finden, der bei 15x sofort auffiel. Besonders augenfällig ist der zentrale, optische Doppelstern SSTF485 AE. Die Komponenten zeigten einen kaum merklichen Helligkeitsunterschied. In einem Umkreis von ca. 75% um diesen Doppelstern zeigten sich einige schwache Sterne. Das war ein sehr ästhetischer Anblick. Der 8-Zöller zeigte den Sternhaufen bei 37x zwar deutlich größer und heller, aber keineswegs schöner.

Einen "Katzensprung" von NGC 1502 entfernt liegt der planetarische Nebel NGC 1501 , den Sebastian suchen durfte. Da war ein wenig Hilfe nötig. Sternkarte und Okularanblick in Einklang zu bringen ist reine Übungssache, aber keineswegs trivial. Das geübte Auge konnte den Nebel im 70er ED schon bei 15x indirekt als schwaches, kleines, rundes Nebelchen erkennen. Im 80er bei 50x war er dann auffällig und direkt sichtbar. Wir nutzen im 80er bei 15x auch einen UHC-Filter, der die Sichtbarkeit deutlich verbesserte. So konnte Sebastian auch hier den Nebel zweifelsfrei sehen. Zum Vergleich schauten wir uns noch NGC 1501 im 8-Zöller bei 37x an, wo er schon deutlich heller erschien. Hier machte sich die fast dreifache Öffnung bemerkbar.

Weiter ging es zu dem sehr hellen Reflexionsnebel Messier 78 im Orion. Im 70er ED bei nur 10x konnten wir den Nebel schnell finden, wobei er noch ziemlich klein erschien. Zumindest für mich war erkennbar, dass die eine Seite des Nebels diffuser auslief, die andere Seite eher scharf begrenzt war.

Ich wollte mir unbedingt mal das Trapez (Mehrfachsternsystem) im Orionnebel mit dem 70er ED anschauen und probieren, ob die schwächeren Komponenten E & F mit dieser kleinen Öffnung sichtbar sind. Leider scheiterte es am Seeing. Das ganze Bild tanzte "freudig" umher. Der Orionnebel bot aber dennoch einen sehr schönen, strukturreichen Anblick, sowohl im 70er ED als auch im 8-Zöller. Ein UHC-Filter zeigte nochmals mehr Details.

Als nächstes ging es in Richtung Zwillinge, wo wir Messier 35 und NGC 2158 einstellten. Ich nannte es "Kontrastprogramm", da beide offene Sternhaufen in einem Gesichtsfeld einen doch sehr unterschiedlichen Anblick boten. Messier 35 sehr groß, aufgelöst mit vielen Sternen, NGC 2158 ziemlich klein, vergleichweise schwach und nicht aufgelöst. Auch hier gefiel mir die Abbildung im 70er ED deutlich besser, was u.A. auch am größeren Gesichtsfeld liegt. Der schwächere NGC 2158 war im 8-Zöller wesentlich auffälliger und dann auch für Sebastian gut erkennbar.

Auf dem Weg zu Komet Heinze stellte ich noch kurz den offenen Sternhaufen NGC 7789 im 8-Zöller bei 37x ein, der sich wunderschön aufgelöst und sternenreich präsentierte.

Auch im Stier sind wir kurz hängengeblieben. So mussten im 70er ED bei 10x die Plejaden sowie der Krebsnebel herhalten. Den Krebsnebel hatten wir schon einmal aus der Stadt heraus beobachtet. Hier an der Kiesgrube war er natürlich deutlich einfacher und gerade noch direkt zu sehen.

Im Perseus besuchten wir noch den Kaliforniennebel. Im 70er ED bei 10x mit HBeta-Filter konnte der Nebel in dem über 6° großen Gesichtsfeld recht einfach als große Aufhellung gesehen werden. Mit UHC-Filter war der Nebel ebenfalls sichtbar, aber deutlich schwächer. Ein Einsteiger würde hier wahrscheinlich nichts sehen, wenn er nicht wüsste, was ihn erwartet. Ohne Filter war nichts vom Nebel zu sehen. Der Kaliforniennebel ist mit HBeta-Filter im Grunde ein recht einfaches Ziel. Selbst aus Leipzig heraus konnte ich diesen schon im 5-Zoll-Refraktor sehen.

Das soll's in Kürze erst einmal gewesen sein :biggrin:
 
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