Merkur mit Fernglas

#1
Der bequem lange Merkurdurchgang ließ genügend Zeit, um unkonventionelle Methoden auszuprobieren.
Ich ließ mich deshalb nicht von der weit verbreiteten Meinung schrecken, daß Merkur erst ab 30x usw. sichtbar sei und blickte durchs Canon 10x30 IS probehalber auf die Sonne. Und siehe da: Bei hervorragendem Kontrast war Merkur völlig problemlos als scharfer dunkler Punkt auszumachen. Selbst ohne eingeschaltete Stabilisierung gut zu erkennen. Mit Stabilisierung ein Genuß. Abgesehen davon, daß man nicht 5 Stunden lang mit dem Glas in den Himmel schauen kann, weil dann der Arm abfällt, war Merkur im Fernglas mindestens so spektakulär wie im Teleskop. Selbst beim 3./4. Kontakt mit Stabilisierung deutlich wahrnehmbar.
Also: Bei Transiten vor der Sonne unbedingt auch ein Fernglas mitnehmen

Ralf Gerstheimer
 
#2
Hi,Ralf
Auch ich hab mit 7x50 Jenoptem Merkur gesehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />,also Fernglas lohnt in jedem fall-2004 erst recht
 

mevo

Mitglied
#3
Hallo Ralf,

das kann ich bestätigen: während der Beobachtung habe ich mal den Sonnenfilter von meinem 10" Dobson abgenommen und dann mit meinem 10x50 Fernglas durch den Sonnenfilter geschaut. Trotz der wackligen Angelegenheit, mit einer Hand das Fernglas zu halten und mit der anderen den Sonnenfilter, war Merkur problemlos auszumachen.
 
#5
Ich konnte Merkur auch bei 16fach sehen (80/400 FH mit 25er Oku). Da war noch viel Luft nach unten, von mindestens 30fach kann nicht die Rede sein.
 

KHS

Mitglied
#6
Hallo,
ich habe vor längerem mal für mein kleines 10x25 Fernglas (25 mm, nicht Zoll! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) aus Baader-Folienresten 2 Filter gebastelt, und jetzt in Beobachtungspausen mit dem Mini-Teil versuchsweise Merkur gesucht.
Der war prima als winziger, aber deutlicher Fleck zu erkennen!
 
#7
Im interstellarum war zu lesen, dass es visuell ab 100x losgeht, und bei der Fotografie mit Okularprojektion gearbeitet werden muss.

Aus meiner Sicht haben sich beide Aussagen als falsch herrausgestellt.
 
#8
Auch im Himmelsjahr war eine Mindestvergrösserung von 50 x genannt worden. Ich selbst habe den Transit zwar nicht mit einem Fernglas, sondern mit einem Refraktor 80/910 bei 45 x beobachtet. Mir kam dabei der Merkur visuell wesentlich grösser vor, als ich es aufgrund von Fotos vergangener Transits erwartet hatte. Spielt hier vielleicht ein physiologischer Effekt des Auges noch eine Rolle?
 
#9
Hallo,

ich habe den Trasit auch sehr gut durch meinen 9x50-Sucher meines Teleskopes verfolgen können.
Wir vom ATMN haben uns auch gewundert, das man überall lesen konnte, dass dieses Ereignis nur ab 100-fach zu sehen sei. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

a so a schmarrn, hamma gsagt !! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />


Gruß

Michael Wendl

 
#10
Hallo

Ich habe ihn wegen der Arbeit auch nur im Fernglas (7*40 noname) zwischendurch beobachten können.
Nachdem ich mir nach den Beobachtungshinweisen gedacht habe, daß ich es sinnlos mitschleppe,
war ich dann überrascht wie gut er zu erkennen war <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" /> - auch wenn ich am Beginn noch Fernglashalte- und Erkennungsschwierigkeiten hatte.
Man sollte sich halt selbst überzeugen bevor man sich nachher ärgert.

LG
Christoph
 

Neustes Astronomie Foto

Diese Seite empfehlen

Oben