MGEN 3

zwent

Mitglied
Man sollte (mhh) es einfach sein lassen. Die bei den Kandidaten gefestigte Meinung lässt sich nicht ankratzen, Argumente sind irrelevant oder werden nicht verstanden, andere Ansätze werden nicht akzeptiert und nur der eigene konkrete (oder vorgestellte) Anwendungsfall ist ausschlaggebend und gültig. Zeitgeist halt.


Viele Grüße
Sven
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo Sebastian,
welchen Autoguider verwendest Du denn aktuell?
An welcher Montierung, und mit welcher Kamera?
Warum hast Du Dich für den entschieden?
Wie lange benutzt Du den schon?
Bist Du zufrieden damit?
Welche anderen Autoguider hast Du bisher selbst probiert?


CS

Dietmar
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Dietmar, ich bin noch in der Entscheidungsfindung. MGEN oder ASIAIR.
Darum meine ganzen Fragen.
Mir ist noch einiges unklar. z.B. finde ich die AI Multistar Funktion des MGEN3 sehr attraktiv, weil ich dann ohne Polarstern einnorden könnte. Was ich dann aber nicht weis, ist die Plate solving Funktion des ASIAIR das selbe? Oder anders gefragt, kann man mit dem ASIAIR auch ohne Polarstern einnorden?
Ich spreche von einer qualitativ guten Einnordung. Dass man das auch schlecht per Handy app machen kann, ist schon klar..

Am ASIAIR finde ich gut, dass er auch die Hauptkamera ansteuert.
Die Montierung soll eine iOptron CEM40 werden. Auf den dortigen Polsucher iPolar möchte ich verzichten, weil ich mir denke, den brauche ich nicht wenn ich MGEN oder ASIAIR habe(?)
Es sei denn, dass der auch wieder polaralignment ohne Polarstern kann (kann er?)
Das sind halt noch so meine offenen Fragen.
CS und einen schönen Tag,
Sebastian
 

drone1_de

Mitglied
Hallo Sebastian,
zum Einnorden kannst Du sharpcap pro verwenden (10$/Jahr), das funktioniert allerdings nur mit Sicht auf die Polregion, dann aber ganz hervorragend.
Grüße,
Lars
 

NGC_2024

Mitglied
...wenn direkte Sicht auf Polaris da ist, ist es am Einfachsten, mit dem Polsucher einzunorden. Meine Erfahrung ist, dass das auch für 2m Brennweite ausreichend ist, sofern das Guiding passt und Guideingstern und aufgenommenes Bildfeld beieinander liegen. Es hat sogar leichte Vorteile wenn die Einnordung nicht 100% genau ist, da dann in DEC nur in eine Richtung korrigiert werden muss (kein Achspiel).

Gruß Norbert
 

MeisterDee

Mitglied
ich bin noch in der Entscheidungsfindung. MGEN oder ASIAIR.
Darum meine ganzen Fragen.
Aaaah, Sebastian,
das lässt das Ganze für mich in einem völlig anderen Licht erscheinen.
Du trampelst nämlich so selbstsicher auf dem MGEN und seinen überzeugten Nutzern herum, philosophierst so über MGEN, ASIAIR, Platesolving, Livestacking usw. dass man beinahe auf die Idee kommen könnte, Du verfügtest über fundiertes Wissen und eigene Erfahrung mit dem ganzen Zeug.
Danke für die Klarstellung.

CS

Dietmar
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Sebastian,
zum Einnorden kannst Du sharpcap pro verwenden (10$/Jahr), das funktioniert allerdings nur mit Sicht auf die Polregion, dann aber ganz hervorragend.
Grüße,
Lars
Hallo Lars, ja besten dank. Von SharpCap habe ich in Bezug auf das Einnorden bereits viel gutes gelesen, aber ich habe nun mal keine Sicht auf den Polarstern (jedenfalls nicht sofern ich nicht rausfahre).

Wie lange braucht es um mit dem MGEN nach der Scheiner Methode einzunorden?
 

tommy_nawratil

Mitglied
Wie lange braucht es um mit dem MGEN nach der Scheiner Methode einzunorden?
mit MGEN3 hatte ich es in 5 Minuten erledigt - dadurch dass das Seeing die Werte weniger beeinflusst
ist die Anzeige der Abweichungen binnen 20-30 Sekunden stabil. Man kann dann an den Schrauben drehen
und sehen wie der Multistern sich bewegt. Hilft sehr wenn die Abweichungen nur mehr klein sind.

Wir werden später aber auch so ein Lollipop Einnorden nur per 1 Stern Drift reingeben,
das wäre einer meiner Wünsche auch wenns nicht sooo genau sein sollte :)

lg Tommy
 

maorimaori

Mitglied
Ich fände eine plate solving basierte Polar Alignement Unterstützung, ala SharpCap oder PoleMaster, vielleicht sogar ein All Star Polar Alignement ala Celestron mit Star Sense sehr spannend... Das wäre eine sehr schöner Zusatzfunktionen, die man manchmal auf dem Feld vermisst… Wenn man nur den MGEN dabei hat...

VG

Mario
 

maorimaori

Mitglied
@ Tommy, Du hast doch die verschiedenen guiding Systeme verglichen mit dem MGEN3? Könntest du vielleicht Daten zu den Sternengrößen zeigen? Wie groß ist der Vorteil gegenüber den normalen guiding Lösungen durch das Multistar guiding? Kann man das quantifizieren (vlt FWHM)? kann man Bilder sehen?

Viele Grüße

Mario
 

stw

Mitglied
Hallo!

Multi-star guiding muss ja per se auch nicht besser sein. Ich könnte mir vorstellen, dass es gegenüber dem herkömmlichen Einzelstern-Guiding die Berechnung aufwendiger ist und ggf. auch länger dauert, auf Nachführfehler zu reagieren. Kann eine AI das fehlerfrei, robust und auch schnell umsetzen und an die Montierung geben? Das wird wohl nur die Praxis ergeben.

CS
Stephan
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

ich brauch mal eine gute Nacht um gute Daten einzufangen. Verglichen habe ich 3 Guider, aber es war kein gutes stabiles Wetter, die rms drifteten bei allen Guidern herum - beim MGEN3 immer am kleinsten, aber bitte um etwas Geduld.

lg Tommy
 

maorimaori

Mitglied
Das wäre super :)

Übrigens was haltet ihr von folgender Idee: Man könnte doch den MGEN eventuell so programmieren, dass er auf einer Azimuthalen Montierung über die Multistarerkennung den Drehwinkel des Feldes erfassen kann und das auf einen motorischen Derotator, an dem die Kamera hängt, überträgt? Endlich ein erschwinglicher, vielleicht sogar funktionierenter deRotator… :)
 

ThE_cORe

Mitglied
Theoretisch würde ich sagen das könnte funktionieren aber wozu. Hast du Probleme in dieser Richtung? Ich würde meinen der auszugleichende Wert wäre wohl so gering das man eher mehr Fehler Quellen einbringt dadurch. Ich denke da so an ein weiteres bewegliches Teil mit Spiel.
 

maorimaori

Mitglied
war nur ein Gedankenspiel… Ich hatte mal versucht zu berechnen, wie so ein die Rotator gesteuert werden muss in Abhängigkeit von der Position des Teleskops am Himmel… Das war kompliziert. wenn eine AI das eventuell lernen könnte und nach einigen Sekunden erkennt in welche Richtung das Feld rotiert, bräuchte man keinen Algorithmus… und da der MGEN ja sowieso schon mehrere Sterne parallel verfolgen kann…
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

eine gute Nacht wars nicht, weil klirrrrend kalt - aber ich hab mal die Poleinstellung mit MGEN3 mitgefilmt:
MGEN3 Poleinstellung

Schön ist dass die Werte sich recht schnell einpendeln. Eine grafische Darstellung wie weit man den Stern bewegen muss
wird die Sache vereinfachen. Ich habe bei weiten Distanzen immer aufs liveview zurückgeschaltet, und da man sich ausrechnen
kann welchen Winkel das liveview Fenster am Himmel einnimmmt (beim MGEN3 und 120mm Leitrohr 135x103 arcmin) kann man auch schätzen wie weit man kurbeln muss. Der MGEN3 wird bald die Möglichkeit haben, es auch grafisch zu zeigen und das wird die genaue Einstellung natürlich vereinfachen.

lg Tommy
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Tommy, ja es ist momentan sehr kalt! Umso mehr, vielen Dank! :)

Verstehe ich das richtig? Mann muss es einmal am Westhimmel und einmal am Osthimmel machen?
Schade, dass der Südhimmel nicht dabei ist. Ich habe die beste Sicht zum Süden..
Ist es egal im welchen Winkel die Kamera zum Horizont steht?

Schade, dass das angezeigte Fenster mit dem Stern so klein oben links in der Ecke ist.
Meinst du dieses Fenster wird grösser wen du sagst: "Der MGEN3 wird bald die Möglichkeit haben, es auch grafisch zu zeigen und das wird die genaue Einstellung natürlich vereinfachen."? Ist das damit gemein?
Wann wird das sein?
LG
Sebastian
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo Sebastian,

ja der zweite Stern ist im Meridian, und es ist besser zuerst diesen zu nehmen weil dann der Azimut Fehler schon mal weg ist.
Aber dann hätte ich zwei Hände gebraucht und eine dritte Hand für die Kamera. Also, hier ist eine Seite wo du die Grundlagen erklärt bekommst:

Im Moment ist ziemlich viel, wann genau ein Feature fertig ist kann ich schlecht voraussagen.

lg Tommy
 

Miquel Prado

Mitglied
Hallo Tommy, besten Dank auch für den Link. Habe mir das ganze mit Interesse durchgelesen.
Was mir bei deinem Video noch aufgefallen ist, du sagst +-10´ seien völlig ausreichend für dir Einnordung, und das sogar für bis zu 20min Subs. Nur was mich irritiert ist, wenn ich bei Youtube Videos anschaue zum z.B. ASIAIR wird dort bis max +-40`` eingenordet. Und bei ScharpCap bekommt man die Meldung, dass die Einnordung erst < +-2´ "good" ist. 2`-10` "poor" und < +-30``dann "excellent"

Sind das eher Werbeaussagen - ähnlich wie die angeblich besseren vergoldeten Stecker Kontakte im Bereich Musik HiFi ?

Was sagt denn die Wisschenschaft zur Genauigkeit der Einnordung?
Kennt jemand einen guten Link dazu?
 

tommy_nawratil

Mitglied
hallo,

"wenn man einen Guider hat, und der Leitstern im Aufnahmefeld ist" - das sind wesentliche Bedingung dafür!
Nachzulesen mit Herleitung der Formeln bei Koch/Martin/Dittler "Handbuch Astrofotografie" Oculum Verlag.
Ohne Guider muss man deutlich genauer einnorden.

Im Netz gibts nicht viel dazu, aber eines habe ich gefunden. Da kannst du dich durchnagen ;)

Eine Einnordung im Bogensekunden Bereich ist keine triviale Sache, je genauer man es machen will desto mehr Fehlerquellen tauchen auf. Ich erinnere mich an einen Bericht in Sky&Telescope, wo versucht wurde so genau wie möglich einzunorden mit stets wechselnden Resultaten. Es stellte sich nach langer Suche heraus, dass die Polgenauigkeit von der Temperatur abhing - die Säule hatte je nach Temperatur unterschiedliche Ausrichtung!

lg Tommy
 

ThE_cORe

Mitglied
Das kann ich mir absolut vorstellen. Im bei mir im Maschinen Bau ist die Wärme Ausdehnung auch Problem Nummer eins. Deswegen so gut wie möglich so viel wie nötig. Ich habe mir die Messlatte unter 20' gelegt das bekomme ich in 10 Minuten hin und den Rest guided man einfach.

Im Maschinen Bau macht man das ähnlich. Man kompensiert einfach alles weg mittels Messungen.
 
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