Mondmosaike und arabische Kraternamen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

TorstenHansen

Aktives Mitglied
Hallo,

am 20.10. habe ich auch mal wieder probiert den Mond aufzunehmen, diesmal mit dem Ziel zum aller ersten Mal Mosaike zu erstellen.
Dabei heraus gekommen ist ein Fokalmosaik (20cm Newton f/6) und ein Telemosaik einer interessanten Region in Terminatonähe, welche mir im Livebild aufgefallen war.
Diese Gegend beherberbergt einige Krater mit arabischen Namen (Rükl 45 + 56).


Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mondmosaik20081020n2klein.jpg

1/4 Auflösung (360 kb).

Volle Auflösung (1,1 Mb).



Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mondmosaik20081020telemittel2.jpg

Volle Auflösung (400 kB).



Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mond20081020Abulfeda.jpg



Grüße
Torsten
 

HeikoU

Aktives Mitglied
Hallo Torsten,

na, der Großmeister in Sachen Planetenfotgrafie erstellt zum ersten Mal Mondmosaike??? Nee, Spaß beseite... ;) sieht gut aus!! Vor allem die Detailmosaike gefallen mir sehr! Wie hast sie denn gemacht? Fitswork???

Grüße
Heiko
 

Jan_Fremerey

Aktives Mitglied
Hallo Torsten,

wir hatten hier im Haus zwei Tage lang keine Netzverbindung, sonst hätte ich schon früher geantwortet. Besonders Deine Nahaufnahmen gefallen mir nämlich ganz hervorragend.

Hatte ja selbst schon zwei Kleinmosaike – auch mit DMK bei f/20 - vom gleichen Tag gepostet. Deine Bilder sind aber - trotz des größeren Abbildungsmaßstabs - deutlich besser durchgezeichnet als meine. Sie zeigen eindrucksvoll, dass es Dir gleich auf Anhieb gelungen ist, Deine Optik – wie schon an den Planeten – auch am Mond voll auszunutzen.

Bin sehr gespannt auf weitere Ergebnisse von Dir und freue mich, dass wir offenbar im Prinzip ähnliche Auffassungen hinsichtlich der Tonwert- und Schärfungsbehandlung haben.

Gruß, Jan
 

TorstenHansen

Aktives Mitglied
Hallo Jan,

herzlichen Dank für Deine Einschätzung.

Ich habe obige Mosaike noch einmal hinsichtlich Tonwertkorrektur und Schärfung leicht nachbearbeitet. Beim Halbmond auch die ausgebrannten Partien am Westrand.

Vor allem das Telemosaik hat, in der vollen Auflösung betrachtet, nochmal ein wenig an Schärfe zugelegt, wie ich finde, und auf meinem TFT sieht das Ganze dabei nicht verrauscht aus.

Halbmondmosaik Volle Auflösung (1,5 Mb).


"Arabische" Kraterlandschaft:

Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mondmosaik20081020tele3mittel.jpg

Volle Auflösung (540kb).


Grüße
Torsten
 

Jan_Fremerey

Aktives Mitglied
Hallo Torsten,

habe eben Deine neue Ausarbeitung des Tele-Mosaiks gegen die ältere in Fitswork geblinkt und sehe den Unterschied deutlich: Manche ganz feinen Details treten nun klarer hervor, die Flächen wirken etwas „griffiger“, bleiben aber frei von Artefakten – sehr schön!

Probeweise habe ich Deinem Mosaik mittels Fitswork noch eine Hintergrundebnung von Hand auf Horizontalstellung +4 verpasst, wodurch ein Helligkeitsausgleich in seitlicher Richtung bewirkt wird. Diesen Ausgleich habe ich auch in meiner Ptolemaeusgruppe und im Alpen-Panorama eingesetzt und finde, dass er der „Lesbarkeit“ von Oberflächendetails auf der gesamten Fläche erkennbar zugute kommt.

Das Auge nimmt offenbar Kontraste am differenziertesten wahr, wenn sie im mittleren Graubereich „zentriert“ sind.

Meine Ptolemaeusgruppe habe ich übrigens nach der Diskussion hier im Forum auch nochmal neu aufbereitet, so dass sie jetzt – auch an meinem TFT - weitgehend „krümelfrei“ aber nicht weniger detailreich herauskommt.

Die Detailzeichnungen unserer Mosaike erscheinen mir in der 100%-Darstellung nun einigermaßen vergleichbar, wobei Deine Abbildungen natürlich entsprechend dem Verhältnis unserer Teleskopöffnungen und Aufnahmebrennweiten um den Faktor 4/3 kleinere Strukturen der Mondoberfläche auflösen.

Auch Dein Halbmondmosaik aus dem Primärfokus hat durch die Nachbearbeitung noch einiges an Präsenz hinzugewonnen.

Es wird gewiss Tage mit besserem Seeing geben. Du kannst ja auf meiner Website einen Videoauschnitt von den hiesigen Sichtbedingungen während der Aufnahme am 20. Oktober sehen und diese anhand Deiner Videos mit den gleichzeitigen Bedingungen an Deinem Standort vergleichen. Vielleicht kannst Du das bei Gelegenheit noch kommentieren.

Bin sehr gespannt, was Deine Ausrüstung bei wirklich guten Bedingungen am Mond noch hervorbringt ...

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:

TorstenHansen

Aktives Mitglied
Hallo Jan,

vielen Dank für Deine Rückmeldung und die Hinweise. Die Gradientebnung ist eine gute Idee, man muss halt nur einfach dran denken.
Ich ahbe mir Dein Video von der Ptolemäusgruppe angeschaut und finde, neben dem rauscharmen Eindruck, dass die Luftruhe recht brauchbar erscheint, die Detailsichtbarkeit aber nur blickweise gut ist. Ich probiere bei Gelegenheit mein Video von Albufeda mit divx zu komprimieren und mal noch einzustellen. Ist doch ein Unterschied, der vor allem durchs Seeing kommt.
Zunächst habe ich das Albufedabild bzgl. der Tonwerte ein wenig überarbeitet, da die erste Fassung etwas dunkel erschien. Außerdem noch ein weiteres Mosaik mit Abulfedas Umgebung.


Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mond20081020Abulfedaneucn.jpg


Link zur Grafik: http://www.aau.telebus.de/Ver_7/user/Torsten_Hansen/Mond20081020/Mond20081020Abulfedaweitwcn.jpg


Grüße
Torsten
 

Jan_Fremerey

Aktives Mitglied
Hallo Torsten,

habe selbst nochmal mit Deinen Bildern herumprobiert. Bei der "Arabischen Kraterlandschaft" konnte ich mit der Hintergrundebnung noch etwas mehr als bei den letzten beiden Bildern bewirken. Allerdings müsste man die Ebnung mit den erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen in der Gradation und den Hell/Dunkelgrenzen noch im 32-Bit-Format, d.h. vor der Zurückwandlung in das 8-Bit-Format vornehmen, da sonst zu viele Grauwerte verloren gehen.

Dein aus meinem Kurzvideo gewonnener Eindruck von den hiesigen Sichtbedingungen am Tag der Aufnahme (20. Oktober) deckt sich völlig mit dem, was ich darüber schon bei meiner ersten Eingabe gesagt hatte: Es kam mir so vor, als fehlten da einfach die feinen Bilddetails, an denen man sich gewöhnlich beim Fokussieren orientiert. Ich hatte versucht, dies mit einer überlagerten, besonders hochfrequenten Luftunruhe zu erklären. Um diese "einzufrieren", hätte man mit viel kürzerer Belichtungszeit arbeiten müssen. Das ging aber nicht, weil die Gain-Einstellung schon fast am Anschlag war.

Also müssen wir einfach auf bessere Bedingungen warten und - möglichst am gleichen Objekt - erneut probieren.

Gruß, Jan
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Oben