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Newton justieren

Kusifu

Mitglied
Hey Freunde

Ich hab vor ein par Tagen im Biete Forum einen 8 Zoll f4 Newton mit Carbon Tubus zu einem guten Preis erworben.
Mir ist bewusst, das f4 schwerer zu kollimieren ist und ich, dies auch, wenn ich es nur auf den Balkon raustrage vermutlich vor jeder Fotosession machen muss. Ich hab das tatsächlich noch nie gemacht. Wenn es zu kompliziert ist, kann ich es mir von Kollegen in meiner Vereinssternwarte zeigen lassen. Ansonsten denke ich gibt es genug Anleitungen im Internet, wenn ich das ein par mal gemacht habe ist es vermutlich eine Kleinigkeit.
Was brauch ich jetzt genau ich denke ein normaler billig justier Laser ist bei , diesem Öffnungsverhältnis nicht ausreichend.
Cheshire Okulare sind glaube ich gehört zu haben genauer und glücklicher weise BIliger. würde zbsp. das Funktionieren, Ich hab auch noch von Concerter Okularen gehört sind die besser?
Sollte ich trotzdem einen Laser kaufen. und wäre, dann so etwas inordnung oder, muss ich für einen Laser bei f4 gleich 500 euro oder, so zahlen hoffe nicht?

Hättet ihr einfach ein par Tips und vielleicht vorschläge für sinnvolles Justierzubehör.

Clear Skies
Felix

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komposer

Mitglied
Hallo Felix,

da ich früher schon immer nach Prinzip Filmdose mit einer milchigen Okularkappe mit mittigem Loch justiert habe, war für mich die Entscheidung recht einfach: Concenter.
Damit justiere ich allerdings haptsächlich am Tag, in der Nacht ansonsten mit Taschenlampe, um die Kreise besser sehen zu können.

Gruß,
Holger
 

Sselhak

Mitglied
Hallo!

Bei einem f/4 Teleskop musst du sehr genau kollimieren. Ich habe selbst einen f/4,2 Newton und da geht es wirklich um Millimeter.

Das geht weder mit einem Concenter noch mit einem Laser (egal ob günstiger oder teurer Laser) in ausreichender Genauigkeit.
Bei solchen Optiken muss man direkt am Stern (sei es nun ein Stern am Himmel oder ein künstlicher Stern) justieren, damit es wirklich passt.

Eine grobe Justage mit Concenter, Cheshire, Laser oder was auch immer vor der Justage am Stern ist hilfreich aber nicht wichtig. Wichtig ist die Justage am Stern!

Also Teleskop bei hoher Vergrößerung auf einen Stern ausrichten, Bild intrafokal und extrafokal unscharf stellen und dann justieren, bis sowohl bei intrafokal als auch bei extrafokal unscharf gestelltem Stern der Fangspiegelschatten genau in der Mitte des unscharfen Sternenbildes ist.
Anleitungen gibt es im Netz, zum Beispiel hier auf Seite 11: https://www.spacewalk-telescopes.de/downloads/aufbau-infinity+.pdf

Grüße, Mario
 

Kusifu

Mitglied
Hey Mario.
Ich hab den Justage Teil mal durchgelesen.
Ich hab fast keine sicht auf den Polarstern (Wenn ich ganz an die Ecke des Balkons gehe seh ich ihn aber das geht nur mit kurzen Tuben vielleicht gehts gerade so mit dem Tubus). Ich bekomme allerdings in ein par tagen eine Neue EQ6R geliefert. reicht es sie so ungefähr einzuscheinern oder per allignment einzunorden. Um dan die Justage an irgendeinem Stern.
vorzunehmen?
Und was würdest du/ihr mir für Zubehör für die grobe schnelle vor Justage empfehlen?

Clear Skies
Felix
 

Sselhak

Mitglied
Hallo Felix,

Justage am Stern geht mit jedem Stern, kein Problem. Der Polarstern wird nur gerne genommen, weil er nicht wandert und man mit Teleskopen ohne Nachführung sonst immer das Teleskop während der Justage händisch nachbewegen muss.
Aber jeder Stern mit mittlerer Helligkeit tut es.

Zur groben Justage tut es jedes der Geräte, da hat jeder seine Vorlieben.
Ich selbst mache es mit einem Billig-Justierlaser wie diesem hier. Reicht vollkommen aus, wenn man danach am Stern justiert (was man sei so schnellen Optiken sowieso muss).

Grüße, Mario
 

Kusifu

Mitglied
Danke für die bisherige Hilfe

Ich hab Mich weiter eingelesen.
Und gegoogelt.

Ich denke inzwischen auch beim f4 ist die Justage halb so schlimm.

Für die ganz genaue Justage würde ich aber ganz gerne einen künstlichen Stern kaufen.
Ich hätte an diesen, oder diesen gedacht oder spricht etwas dagegen?
Dann kann ich auch am Tag justieren, muss nicht die wertvolle Nacht dafür opfern und hab einen nicht aus dem Okular rauslaufenden Stern, wenn die Montierung nicht perfekt eingescheinert ist.
Mich würde noch interresieren, wie weit, muss der Stern vom Spiegel entfernt sein?

Da die Vorjustage nicht so schwierig sein soll, so mein Eindruck.
Würde ich gerne teilweise weil ich das cool finde und teilweise, weil es einfach und schnell klingt, zum Justirlaser greifen.
Hier würde ich diesen nehmen, der unterschied zu, diesem ist preislich minimal dafür bekomme ich noch ein cheshire Okular auch, wenn ich es möglicherweise nicht brauche und einen schicken Koffer.
Er ist zudem justierbar und hochwertig verarbeitet, nach meinem Eindruck. Mag sein, das ich da mehr Geld, als nötig ausgebe aber das ist ja meine Sache.

Clear Skies
Felix
 

christian79

Mitglied
Hallo Mario,

...Also Teleskop bei hoher Vergrößerung auf einen Stern ausrichten, Bild intrafokal und extrafokal unscharf stellen und dann justieren, bis sowohl bei intrafokal als auch bei extrafokal unscharf gestelltem Stern der Fangspiegelschatten genau in der Mitte des unscharfen Sternenbildes ist...
Einspruch!

Bis f/5 hast du Recht, da ist der Offset vernachlässigbar. Aber bei f/4 macht sich der Offset bei korrekter Justage bemerkbar, siehe hier:

Man sollte immer auch darauf achten, dass das unscharfe Sternbild um den FS-Schatten rundum gleich hell ist (siehe in der Grafik im verlinkten Beitrag unten rechts und Mitte). Stellt man bei f/4 den FS-Schatten exakt mittig, hat man nicht 100% genau justiert.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi,
hab' ein paar Produktvorschläge:

Laser mit Helligkeitseinstellung, oft ohne, wichtig im Feld:

Künstlicher Stern mit 22micro, sonst meistens 50micro und regelbar und Batteriebetrieb und Stativanschluss:


Gruß
 

Sselhak

Mitglied
Ich denke inzwischen auch beim f4 ist die Justage halb so schlimm.
Das sehe ich genauso.


Für die ganz genaue Justage würde ich aber ganz gerne einen künstlichen Stern kaufen.
Ich hätte an diesen, oder diesen gedacht oder spricht etwas dagegen?
Nein, meiner Meinung nach spricht nichts gegen diese künstlichen Sterne. Solange sie hell genug sind (ich kenne diese speziellen Sterne nicht) dass man sie auch am Tag nutzen kann sind sie sicher geeignet.

Ich verwende übrigens den hier: Hubble Optics Künstlicher Stern 5-fach


Mich würde noch interresieren, wie weit, muss der Stern vom Spiegel entfernt sein?
Das ist durchaus umstritten. Ich mache das bei etwa Brennweite mal 20, was bei meinem Teleskop mit 1680mm Brennweite einen Abstand von gut 30 Metern ergibt.
Schau diesbezüglich mal hier Entfernung künstlicher Stern
oder hier: Künstlicher Stern zum Justieren


Bis f/5 hast du Recht, da ist der Offset vernachlässigbar. Aber bei f/4 macht sich der Offset bei korrekter Justage bemerkbar, siehe hier:
Spannend - wenn das so ist lerne ich auch wieder etwas Neues.
Ich halte mich seit Jahren an die Anleitung von Christian Busch (Spacewalk Telescopes). Der beschreibt dieses Vorgehen der Justage am Stern in seinen Anleitungen, zum Beispiel hier auf Seite 10 (https://www.spacewalk-telescopes.de/downloads/aufbau-infinity+.pdf) sowohl an seinen f/4,3, als auch an den f/4 und auch an den f/3,3 und seinen f/3,15 Teleskopen.

Ich mache es wie gesagt seit Jahren so und bin/war voll zufrieden. Ergebnis sind punktförmige Sterne mit (wie bei so schnellen Optiken üblich) Koma am Rand, diese aber gleichmäßig in alle Richtungen.

Aber nach deinem Einwand werd ich da nochmal genauer nachlesen. Ist mir völlig Neu, dass der Offset Einfluss auf den Fangspiegelschatten bzw. dessen Position im Beugungsbildchen hat.

Mario
 

ccdmike

Mitglied
Danke für die bisherige Hilfe

Ich hab Mich weiter eingelesen.
Und gegoogelt.

Ich denke inzwischen auch beim f4 ist die Justage halb so schlimm.
...
Servus Felix,

ich wäre da vorsichtig. Ich hab ja Deinen gebrauchten f5-Newton übernommen und da war quasi kein Teil, dass nicht dejustiert war. FS, HS-Zelle, HS-Halter, OAZ..., war ne ganz schöne Arbeit den wieder hinzubekommen. Ich würde mich wundern, wenn Du den so im Einsatz hattest.
Ein Laser reicht für eine vernünftige Justage nach miener Meinung keinesfalls aus. Du brauchst auf jeden Fall ein Chesire oder ein Concenter. Und dann wird das beim ersten Mal auch eine knifflige Sache.

Bin aber auf Dein Ergebnis gespannt. Vielleicht zeigst Du uns hier ein paar Aufnahmen.

CS
Mike

P.S.: Du hast vergessen mir die Vixen-Prismenschiene mitzugeben. Schickst Du sie mir noch nach?
 

Kusifu

Mitglied
Hey Mike ich hab bereits erwähnt, das ich ihn nie justiert habe. Aus verschiedenen Gründen bin ich nicht dazu gekommen zu fotografieren. Visuell fand ich es in Ordnung. Wenn es wirklich extrem schwierig ist könnte ich es mir von jemandem in meiner Vereinssternwarte mal zeigen lassen. Aber diesen Eindruck hab ich bisher nicht.
und du hast mir gerade aufgezeigt weshalb mir jemand mal sagte frag nicht im Forum. Den vorher hat Mario erklärt, das es egal ist womit ich die Vorjustage mache. Wichtig ist die Stern Justage. Und du redest jetzt vom concenter okular. So etwas verwirrt mich dan.

Was die Vixen Schiene angeht kann ich machen Gib mir aber ein par tage Zeit. Und schreib, so etwas bitte das nächste mal Privat.

Clear Skies
Felix
 

AstroPZ

Mitglied
...
und du hast mir gerade aufgezeigt weshalb mir jemand mal sagte frag nicht im Forum. Den vorher hat Mario erklärt, das es egal ist womit ich die Vorjustage mache. Wichtig ist die Stern Justage. Und du redest jetzt vom concenter okular. So etwas verwirrt mich dan.
...
Doch, frag' unbedingt im Forum. ;)
Fragen und Antworten auch wenn sie nicht so sind wie von dir gewünscht, können auch wichtige Informationen für andere enthalten.

In einem Forum muss man die Beiträge immer auch einschätzen.
Typisch zum Beispiel, dass jemand eine bestimmte Sache total anpreist, aber in Wirklichkeit ist es das einzige das er besitzt.
Er hat keinen Vergleich und natürlich wird man das was man selber benutzt immer gut finden. Fast wertlos. Fast deswegen, weil man auch noch ein bisschen Statistik betreiben kann. Wenn diese Meinung oft, sehr oft auftaucht, dann könnte etwas daran sein.

Ausserdem muss man immer sich ein eigenes Bild machen. Man sollte sich nie ungeprüft auf etwas verlassen.

Zum Kollimieren:

Die Ansprüche und Wege sind halt verschieden. ZB. fotografisch versus visuell.
Du musst immer einschätzen ist jetzt der Hauptzweck des Posters fotografisch oder visuell.

Wenn man (ich) jetzt die verschiedenen Beschreibungen zu diesem Thema durchforstet, dann kristallisieren sich mM 3 Vorgehensweisen heraus, die man auch kombinieren kann, sollte.

1.) Laser
Gute einfach anwendbare Methode.
Vielleicht nicht ganz so präzise.
Hat ein paar eingebaute Fehlerquellen.
ZB Laser ist nicht justiert und/oder sitzt schief im OAZ

Gaaaaanz wichtig: Kann im Feld nach Aufbau des Teleskops durchgeführt werden, deswegen auch regelbarer Laser

2.) Chesire oder ähnliches (bitte nicht die Filmdose, es sollte jeder genug in sein Hobby investieren um ein Chesire zu kaufen ;) )
Alte, klassische Methode führt zu guten Ergebnissen.
mM nicht ganz so komfortabel wie mit Laser.

3.) Am Stern
Am Stern ist eigentlich die schärfste Methode, aber ein bisschen schwierig zu interpretieren.

a.) am künstlichen Stern
Gute, reproduzierbare Methode.
Aber nicht wie die Werbung verspricht bei Tage. Du musst es auch Nachts machen, sonst siehst du den Stern zu schlecht.
Abstand sollte möglichst sehr gross sein, mehrere 10m, hängt ab vom Öffnung und Öffnungsverhältnis

b.) am echten Stern
eigentlich eine super Idee, scheitert aber meistens am Seeing und anderen Dingen

Ist alles natürlich nur meine Meinung. ;)

Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:

Sselhak

Mitglied
Aber diesen Eindruck hab ich bisher nicht.
und du hast mir gerade aufgezeigt weshalb mir jemand mal sagte frag nicht im Forum. Den vorher hat Mario erklärt, das es egal ist womit ich die Vorjustage mache. Wichtig ist die Stern Justage. Und du redest jetzt vom concenter okular. So etwas verwirrt mich dan.
Hallo Felix,

das braucht dich nicht zu verwirren.
Wie fast alles in unserem Hobby hat jeder seine Vorlieben und Abneigungen und jeder macht die Justage etwas anders. Und vermutlich hat jede Variante Vor- und Nachteile.

So unrecht hat Mike nicht, denn mit einem Cheshire oder Concenter kann man gleich auch den Fangspiegel exakt einstellen. Das ist mit einem Laser nicht möglich.
Ich selbst mache dennoch den Fangspiegel gerne ohne Hilfsmittel - einfach schön rund und mittig im Okularauszug sichtbar, das ist meiner Meinung nach fürs visuelle mehr als ausreichend. Die extakte Ausleuchtung brauchst du vor allem fotografisch, visuell merkt man hier kleine Abweichungen gar nicht.
Dafür finde ich den Laser für die Ausrichtung des Hauptspiegels viel entspannter als Concenter oder Cheshire, gerade als Anfänger.
Denn beim Laser hast du die Projektionsfläche und kannst in Ruhe hinter deinem Teleskop sitzen und an den Schrauben drehen und siehst direkt was passiert. Mit einem Cheshire oder Concenter springst du ständig zwischen Justerischrauben und Okularauszug zum Reinsehen hin und her. Das macht die Justage meiner Meinung nach viel schwerer.

Wenn man nicht aufs Geld schauen muss, kann man auch den Fangspiegel mit einem Cheshire und den Spiegel zuerst mit Laser und dann am Stern machen. Ist alles eine Frage der Vorlieben, des Geldes und des Aufwandes.

Und wenn du 10 Astronomen fragst, wie und womit sie justieren, wirst du vermutlich 11 verschiedene Anleitungen bekommen.
Ich arbeite zum Beispiel beim Laser mit der Barlowed Laser Methode, da es da sogar egal ist, ob der Laser im Okularauszug verkippt. ( Pteng`s Astro und Heinkelseite )

Fakt ist für mich:
a, Jeder muss seinen Weg finden
b, Concenter, Cheshire, Laser, ... sind alle hilfreich und jeder mag etwas anderes davon oder Kombinationen.
c, Man kann sich auch zu Tode justieren! Gerade visuell ist eine geringe Abweichung oder Verkippung meist egal, solange das gesamte System von Okular und Spiegeln auf einer Achse ist. Die letzten paar Prozent Genauigkeit kann meiner Erfahrung nach visuell niemand erkennen, weil das Seeing um ein vielfaches mehr Einfluss hat als die letzten paar Prozent Justiergenauigkeit, auch am f/4.
d, Man wird mit der Zeit durch Übung besser und besser. Also einfach am Anfang so gut justieren wie man es mit erträglichem Zeitaufwand kann. Aber besser man beobachtet einige Zeit mit nicht perfekt justiertem Teleskop als man justiert jedes mal stundenlang und kommt daher kaum zum Beobachten.
e, Einfach Freude am Teleskop und am Beobachten haben und das Justieren, entspannt, immer wieder versuchen und üben. Irgendwann geht es wie von selbst.

Alles natürlich nur meine ganz persönliche Meinung,
Grüße, Mario
 

Kusifu

Mitglied
Hey Mario,
Ich hab schon vor zu fotogradieren.
Den Laser wollte ich für die grobe vorarbeit einsetzen, wenn der Newton total dejustiert ist hier werden übrigens beide Spiegel mittels Laser auf einander zentriert, also auch fanspiegel Ich würde wie schon erwähnt den hier kaufen er wirkt einfach wertiger, das ist mir den Aufpreis wert.
Für die fein einstellung möchte ich den künstlichten Stern kaufen.
Das hab ich mir jetzt so vorgestellt. Das ich ihn auf ein kleines Fotostativ in den Garten stelle (Telleskop steht auf einem Balkon) ich hoffe die entfernug reicht zum justieren hab gehört für das justieren, muss der Stern nicht ganz soweit entfernt sein.
Wenn das Tagsüber wirklich nicht geht. Mach ich es eben in der Dämmerung.

Clear Skies
Felix
 

AstroPZ

Mitglied
Den hab' ich auch. ;)

Das hab ich mir jetzt so vorgestellt. Das ich ihn auf ein kleines Fotostativ in den Garten stelle (Telleskop steht auf einem Balkon) ich hoffe die entfernug reicht zum justieren hab gehört für das justieren, muss der Stern nicht ganz soweit entfernt sein.
Wenn das Tagsüber wirklich nicht geht. Mach ich es eben in der Dämmerung.
Genau so.
Entfernung ist zum Justieren unkritisch, du musst halt in den Fokus kommen. Hatte ich oben fälschlicherweise als Bedingung aufgenommen. Falls du im Haus eine lange Flucht hast, könnte das auch reichen.
Grössere Entfernung, mehrere 10m, ist wichtig, wenn man die Qualität des Spiegels anhand der Beugungsbilder beurteilen will.

Bei Tage ist halt das Problem, dass der Hintergrund nicht unbedingt schwarz , sondern hell ist. Musst du ausprobieren.

Gruß
Peter
 

Sselhak

Mitglied
Gut, dann musst du doch noch genauer sein bzw. wirst du auf den Fotos sehen, ob du genau genug justiert hast.
Ich selbst bin ja "nur" visueller Beobachter.

Den Laser wollte ich für die grobe vorarbeit einsetzen, wenn der Newton total dejustiert ist hier werden übrigens beide Spiegel mittels Laser auf einander zentriert, also auch fanspiegel Ich würde wie schon erwähnt den hier kaufen er wirkt einfach wertiger, das ist mir den Aufpreis wert.
Für die fein einstellung möchte ich den künstlichten Stern kaufen.
Das hab ich mir jetzt so vorgestellt. Das ich ihn auf ein kleines Fotostativ in den Garten stelle (Telleskop steht auf einem Balkon) ich hoffe die entfernug reicht zum justieren hab gehört für das justieren, muss der Stern nicht ganz soweit entfernt sein.
Wenn das Tagsüber wirklich nicht geht. Mach ich es eben in der Dämmerung.
Das klingt nach einem guten und zielführenden Plan.
Ich hab den künstlichen Stern ebenfalls auf einem Fotostativ.
Je nach Helligkeit des Sterns geht es unter Tags auch, gerade wenn man den Bereich um den Stern etwas abdunkelt indem man ihn zum Beispiel in einem mattschwarz ausgemalten Karton positioniert. Im direkten Sonnenlicht klappt es eher nicht.
Sonst ist die Dämmerung sicher eine gute Wahl.


Viel Erfolg und berichte doch wie es läuft, dann können andere wie ich vielleicht auch noch was draus lernen.

Grüße, Mario
 

ccdmike

Mitglied
Ja, halt auf jeden Fall durch. Es lohnt sich!
Meiner Meinung nach gibt es nix schöneres als ein lichtstarker Newton zum knipsen.

Mario und Peter haben da einige valide Punkte für eine gute Justage genannt. Besonders Peters "Hitliste" gefällt mir sehr gut.
Bei gutem Seeing ist die Justage am Stern natürlich am Besten. Mit spezieller Software (APT, Mire de Collimation, etc.) gibt es auch gute (kostenlose) Hilfsmittel am Markt. Ich persönlich komme nicht so oft "raus" und hab dann meist keine Lust die Zeit damit zu verwenden. Dann muss das Chesire bei schlechtem Wetter und später der Laser im Garten reichen ;-)

Bin gespannt auf Deine Erfahrungen!

Grüße
Mike
 

Loulou

Mitglied
Hallo,
dann möchte auch noch meine Weisheiten kund tun 😁

Beim Künstlichen Stern sollte man auch drauf achten, daß man nicht in der Waagerechte justieren sollte. Immer in der Position in der man auch fotografiert da ja der Hauptspiegel nicht fest montiert ist und kippt. Oder sehe ich das falsch ? Ich hatte lange Probleme mit meinem f4 aber seit ich den Laser in Kombination mit dem Autokollimator verwende klappt es ohne Probleme. Wichtig für mich war zu lernen, dass die Justage eine iterativer Prozess ist. Fang und Hauptspiegel müssen immer zueinander ausgerichtet werden. Hierzu sind ein paar Durchläufe notwendig.

Das waren jetzt meine 50Cent zu dem Thema 😁😁

Cs
Lou
 

Kusifu

Mitglied
Hey Lou.
Was du sagst hätte ich jetzt gerne bestätigt.
Den ich würde den künstlichen Stern in den Garten stellen und so beim justieren.
Den Tubus leicht nach unten neigen. Ich justieren ja nur.
Der Spiegel sitzt ja in einer Spiegelzelle, kann also nicht rausfallen.

Was ist ein Autokollimator?

Alternativ käme ich nicht drumherum,am frühen Abend wenn die ersten Sterne so langsam auftauchen die relativ perfekt genordete EQ6R auf einen echten Stern zu richten und dan zu justieren.
Mit dem justirlaser würde ich natürlich vor justieren.
Dan geht es nur noch um feinarbeit.

Clear Skies
Felix
 

Kusifu

Mitglied
ich hab gerade ein par Videos angesehen und mir ist aufgefallen der Farpoint Justierlaser, hat diese seitliche Scheibe nicht.
Kan man damit trotzdem so Justieren, wie mit den anderen?
Ansonsten würde ich zu diesem gehen. Die Marke Baader kenne ich aus meiner Vereinssternwarte

Clear Skies
Felix
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Felix,

der Baader Justier-Laser hat auch keine von der Seite anzuschauende Platte, sondern von vorne.
Mir ist das unklar wie man dann vom HS aus auf den Laserpunkt im OAZ schauen soll.

Deswegen habe ich mir einen gekauft, bei dem man von der Seite auf eine schräge Platte schauen kann auf der man den Laserpunkt sieht.

Helligkeit des Lasers regelbar, damit bei Kontrolle nach Aufbau des Teleskops die Helligkeit des Lasers so eingestellt werden kann, dass die Dunkel-Adaption nicht/wenig gestört wird.

Gruß Peter
 

Kusifu

Mitglied
OK hier sieht man.
Man kann auch ohne seitliche Scheibe Justieren, muss dan in das Teleskop auf den Okularauszug schauen.
Damit ist der Farpoint noch nicht raus.

Clear Skies
Felix
 

christian79

Mitglied
Hallo Peter,

den Baader habe ich mir heute Nacht auch auf der Website angeschaut, da er genauer zu sein scheint als die Billig-Laser. So wie ich das sehe, muss man hierbei seitlich vom Tubus stehen und während man an den HS-Justageschrauben dreht, die Bewegung des Laserpunktes auf der Glasplatte verfolgen. Mit etwas ausgestrecktem Arm dürfte das kein Problem sein.
 

AstroPZ

Mitglied
Hallo Peter,

den Baader habe ich mir heute Nacht auch auf der Website angeschaut, da er genauer zu sein scheint als die Billig-Laser. So wie ich das sehe, muss man hierbei seitlich vom Tubus stehen und während man an den HS-Justageschrauben dreht, die Bewegung des Laserpunktes auf der Glasplatte verfolgen. Mit etwas ausgestrecktem Arm dürfte das kein Problem sein.
Ja, das finde ich auch, dass der wertiger aussieht und damit vielleicht auch genauer ist.
Ich mag die Produkte von Baader. ;)

Ich kann aber nur sagen, dass man bei den Laser, es gibt ja mehrere, mit schräger Justierscheibe vom HS aus gut darauf schauen kann und den Hauptspiegel damit gut einstellen kann ohne sich vom HS entfernen zu müssen.

Der Farpoint nutzt den Laser nur zum Einstellen des FS, danach wird der HS ala Chesire eingestellt mit laufendem Wechsel zwischen reinschauen und einstellen, wenn ich es richtig verstanden habe.

Gruß
 

christian79

Mitglied
Hallo Peter,

sofern die Produktbeschreibung stimmt (wovon ich stillschweigend ausgehe, da ich bisher keine gegenteiligen Berichte gelesen habe), ist der Baader genauer:

In PDF-Anleitung steht, dass das Austrittsloch für den Laser nahezu den gleichen Durchmesser hat wie der Laserstrahl selbst. Bei den mir bisher bekannten Kollimatoren mit schräger "Zielplatte" ist das Loch sichtbar größer als der Laser. Hier muss ich mich immer an der gleichmäßigen Helligkeit des Laser-Streulichts um das Loch orientieren, ob der Laser mittig ist (was mir bisher bei f/5 bei entsprechendem Seeing stets eine einwandfreie Justage auf Beugungsring-Niveau ermöglichte).

Ist das Loch hingegen genauso groß wie der Laserstrahl, ist die Justage beim Einlochen zwangsläufig genauer. Dass das Loch auf der Glasplatte geometrisch exakt mittig ist, setze ich hierfür natürlich voraus.
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Christian,

wäre also eine Überlegung auf den Baader aufzurüsten.

Aber ich denke, den 20 Zöller, den ich diese Woche geliefert bekomme, werde ich erstmal noch mit dem "alten" Laser kollimieren.

Wie schon gesagt, sollte/muss man ja bei Gitterrohrdobsons die Kollimation nach Aufbau im Feld überprüfen und da ist der mit der schrägen, gut sichtbaren Platte wahrscheinlich weiterhin die bessere Wahl.

Gruß
 
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