Ocular für 90/900 Refraktor

GHPP00

Mitglied
Hallo zusammen,
ich suche für mein Refraktor Evostar 90 neue Oculare.
Werde bei der suche aber nicht schlauer, da sich alles auf Newton und Dobsen bezieht.

Besitze nur die Standard Okulare die mit geliefert wurden und würde gerne die Planeten etwas schärfer bekommen und auch das gesichtfeld erhöhen.
Auch auf Nebel wollte ich mich nun auf die suche. (was ich bisher nebenstehen lassen habe)

Bin bisher bei TS FF(Flatfield)12mm und 19mm sowie von TS SWM 15mm und 20mm stehen geblieben. die 12mm o. 15mm würde ich dann für die Planeten mit der 2x Barlowlinse verbinden. (Barlowlinse TS TSB21)
Was haltet Ihr davon? Kann ich das so machen?

Bei den TS Planetary HR werde ich auch nicht schlau, kann ich für mein Teleskop auch diese verwenden?
Da steht in der Beschreibung immer das diese für schnelle Teleskope auch für f4 sind. meins wäre ja ein f10

Ein UHC Filter hab ich auch schon bereits.

Wäre nett wenn einer Speziell für mein Skywatcher Evostar 90 weiter helfen könnte.

Gruß
 

Antares

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Hi
grundsätzlich, sprich vom Steckmaß her, kannst Du alles nehmen was in den Zenitspiegel paßt.

Bei den schnellen Geräten, was vornehmlich Newton sind, hast Du durch den Strahlengang andere Lichteinfallswinkel um es mal einfach zu sagen. Diese verursachen bei großen scheinbaren Gesichtsfeldern Abbildungsfehler, was man über zusätzliche Linsen wie bei UWA-Okularen aber beherrschen kann.
Für Dein f/10 Gerät funktionieren diese Okulare natürlich auch.

Weniglinserokulare insbesondere mit größerem Sehwinkel (scheinbares Feld) können dagegen am schnellen Gerät keine saubere Randabbildung mehr liefern. Da f/10 nicht schnell ist, kannst Du auch hier zunächst mal grundsätzlich alles in Betracht ziehen.

Es geht für Dich ergo darum die anderen Okulareigenschaften zu definieren. Augenabstand, Preis, Gesichtsfeld, und Steckmaß (ich weiß nicht ob Du 2" hast) etc.
Daneben geben die grundsätzlichen Daten schon mal Anhaltspunkte zu den Brennweiten der Okulare., da sich daraus die Austrittspupillen ergeben, anhand derer Du wählen solltest.
Konkreter heißt das:
AP 1 = förderliche Vergrößerung = 10 mm ( 10 mm x f/10)
AP 0,7 - 0,5 = Höchstvergrößerungen für Planeten und Mond, für DS wird 1 mm AP als Maximum ausreichend sein
Übersichtsokular = größt möglichstes wahres Feld bei einer AP die nicht deutlich größer sein sollte, als Dein Himmel am Beobachtungsort an Grenzgröße bietet.

Dazwischen kann man staffeln nach Wunsch. Ich finde den Bereich 2-3 mm AP sollte man unbedingt besetzen, da er für Deepsky häufig genutzt wird.

Die erforderlichen Vergrößerungen kannst Du auch über eine Kombination aus Okularen und Barlow erzeugen, wenn Dich das Gefummel nicht stört. Die Bader Barlow 2,25 fach wäre da eine gute Lösung nach meiner Erfahrung.
Noch ein Wort zu Deepsky. Mit 90 mm Öffnung ist nicht sehr viel sichtbar, wenn es um neblige scheinende Objekte geht. Das muß Dir klar sein, bevor Du viel investierst.
CS
 

winnie

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Moin zusammen!

...wenn ich sowas immer lese...
> Mit 90 mm Öffnung ist nicht sehr viel sichtbar, wenn es um neblige scheinende Objekte geht.

"Viel" fährt bei uns der Bauer auf dem Wagen. So eine Optik zeigt durchaus nebulöse Objekte bis 11. Größenklasse, das sind neben dem üblichen Messier-Katalog kommen noch Hunderte weitere DSO. Soviel dazu.
Natürlich schaut man sich mit 90 mm Öffnung nicht die schwächsten Fussel am Himmel an, daneben gibt es noch x-fach Sternhaufen, Planetar. Nebel usw. - Man wird schon einige Jahre brauchen, bis die Röhre leergeguckt ist.

Oben sind bisher Okulare von 20 bis 12 mm vorhanden. Man kann sich anstatt einer Barlow auch überlegen, vielleicht ein 10er und 6er Baader Ortho zu beschaffen. Das sind dann spezielle Okulare für die Hochvergrößerung.
Nach "oben" hin fehlt evtl. noch ein Übersichtsokular mit 25/26/27 mm und max. Feld um 60 bis 70° (sGF). Ich hatte mich seinerzeit für ein Meade Plössl Serie 5000 entschlossen (26 mm bei 60° sGF). Das gab es damals im Ausverkauf und es hat ein sehr gutes Bild. Ich habe es oft in meinen "langen" Refraktoren im Einsatz (90/900 und 70/900 mm).
Noch mehr AP bei gleichem max. GF hat dann nur noch ein 32 mm Plössl, wobei dann der Einblick schon etwas tunnelig erscheint. Das ist also Geschmackssache (ich brauch' sowas nicht).
 

klawipo

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Hallo,

welche Okulare hast du denn? Skywatcher Evostar mit den üblichen 10mm und 25mm? Da hättest du einen 1,25 Zoll Auszug, gell?!

Ich würde erst mal schauen ob der Zenitspiegel okay ist und den den Strahlengang nicht noch beschneidet. Ggfs tauschen. Ich habe ein ähnliches Omegon Modell 2er Hand, der Zenitspiegel war nix. Durchlass ca 19mm, 28 sollten es sein.

Die Okulare würde ich mit 40mm auf der einen und 6mm auf der anderen Seite ergänzen. Die 40mm als Plössl, die 6mm ruhig als Planetary. Bringt kein extrem größeres Feld als ein Plössl, funktioniert aber dafür auch an schnellen Optiken und ist bei aliexpress oder ebay günstig zu bekommen.

Als Uhc Filter kann ich aus eigener Erfahrung nur den Orion Ultrablock empfehlen (mehr habe ich nicht), der ist noch bezahlbar und bringt wirklich was. Bei mittelgroßen Emissionsnebeln und kleiner Vergrößerung (40mm Okular) solltest du vom UHC ordentlich profitieren können.

VG Klaus
 

GHPP00

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Danke für die Schnellen Antworten.
@Antares
Es handelt sich um ein 1,25" Steckmaß. Das ich nicht alle Nebel mit einem Refraktor sehen kann und die die damit sichtbar sind nur sehr schwach sichtbar sein werden. Ist mir bekannt und wurde beim Kauf drauf hingewiesen.
Aber wichtig ist ja auch das ich es kann und auch nur schwach.

@winnie
Also ein baader 6er und 10er ist bei TS für jeweils 65euro zu haben gibt x150 und x90. Also die Barlowlinse lieber raus?
von Meade 5000er serie ist das der richtige? Teleskop-Express: Meade 07735 Series 5000 HD-60 25 mm 60° 1,25-Zoll-Weitwinkelokular

Der kostet 139euro. Soviel hatte ich jetzt nicht vor für ein Okular auszugeben. lohnt der sich wirklich für das Teleskop? Gibt es noch ne alternative als übersicht Okular?
Ich kauf ja lieber einmal als mehrmals, aber würde ein TS Planetary HR 25mm oder ein TS swm 20mm es dann nicht auch tun?
Ich meine mein Teleskop ohne Stative kostet selbst ja nur knapp 160euro. Und daran so ein Okular? Lohnt sich das wirklich?

Gruß
 

GHPP00

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@klawipo
Dich hab ich jetzt übersehen, ja das ist richtig 1,25" ein 10mm und ein 25mm.
Mir hat damals auch jemand ein anderes Zenitspiegel empfohlen.
Was der jetzige für ein durchlass hat weiß ich ehrlich garnicht, auch nicht beim alten.
 

Antares

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Nun Winnie

Und wenn ich sowas immer lese...

...wenn ich sowas immer lese...
> Mit 90 mm Öffnung ist nicht sehr viel sichtbar, wenn es um neblige scheinende Objekte geht.
"Viel" fährt bei uns der Bauer auf dem Wagen. So eine Optik zeigt durchaus nebulöse Objekte bis 11. Größenklasse, das sind neben dem üblichen Messier-Katalog kommen noch Hunderte weitere DSO. Soviel dazu.
frage, nein wundere ich mich eher, über Deinen Irrglauben, dass mein Beitrag für Dich gedacht war bzw. Deine Bewertung benötigt.

Vielleicht hast Du zu lange nebulöse "viel" fahrende Bauern beobachtet, statt am Himmel mit einem 90 mm Achromaten neblig erscheinende Objekte zu zählen, die dann noch einen Beginner begeistern sollen. Nach meinen Erfahrungen mit Beginnern und Einsteigern, sehen diese selbst mit deutlich größeren Öffnungen bei Nebeln oft nichts oder nicht genug, als dass es sie vom Hocker haut.
Und das sollte man schon deutlich sagen, um keine zu großen Erwartungen zu schüren.

Aber vllt. ist das im Norden mit seinen "Viel" fahrenden Bauern ja auch anders.....
Hier fahren die Bauern Obst und Gemüse.

CS
 
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klawipo

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Hallo,

das sieht man schon beim Reinschauen durchs nackte Zenitprisma ob der Durchlass beengt ist.

Die Übersicht dürfte mit einem 40mm Plössl ähnlich groß sein wie mit dem 60 Grad 25mm (etwa gleiches wahres Gesichtsfeld). Ich empfehle die längere Brennweite nur, weil sie das hellere Bild liefert, das ist bei Beobachtung mit UHC von Vorteil.

Es macht immer Sinn zu Beobachten um die Bedürfnisse danach zu bestimmen. Mit den vier Okularen (40,25,10,6) hättest du schonmal grob die Möglichkeiten günstig abgedeckt und kannst schauen wo dir noch was fehlt oder wo qualitativ der Schuh drückt.

VG
Klaus
 

Antares

Mitglied
@Antares
Es handelt sich um ein 1,25" Steckmaß. Das ich nicht alle Nebel mit einem Refraktor sehen kann und die die damit sichtbar sind nur sehr schwach sichtbar sein werden. Ist mir bekannt und wurde beim Kauf drauf hingewiesen.
Aber wichtig ist ja auch das ich es kann und auch nur schwach.
Hi
das ist schon mal wichtig.
Mir war wichtig Deine Erwartungshaltung nicht zu hoch werden zu lassen um evtl. einer Enttäuschung vorzubeugen. Es hat aber auch Auswirkungen auf die Okularauswahl für ggf. das nächste Gerät das kommt, weil Du einfach mehr sehen willst. Denn dann landest Du womöglich doch bei schnellerem Gerät und mehr Öffnung. Diesen Zukunftsaspekt würde ich, wenn es denn möglich ist, durchaus auch schon jetzt beachten und bis rauf zu AP 1, Okulare mit größeren Feldern und Eignung für schnellere Geräte in Betracht ziehen.
Teleskope gehen, gute Okulare bleiben...
1,25" OAZ, dann sind die großen AP ohnehin nicht drin. Dann würde ich mich auf 32 mm beschränken, weil die 40 mm Plössl sehr tunnelig erscheinen. Das wahre Feld ist bei beiden gleich groß.

CS
 
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klawipo

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Hallo Antares,

wie tunneling ist tunneling bei 40mm Okularen? Die Seite Astro-Okulare.de misst bei unterschiedlichen Modellen 36 Grad sGF. Bresser behauptet für sein Exemplar 46, was ich noch okay fände. Ist die Bresserzahl realistisch oder nur besonders dreist aufgerundet?

VG Klaus
 

Antares

Mitglied
Hi Klaus
ich hatte Meade Plössl aus der 4000er Serie; ist aber schon lange her. Da waren es lt. Bewerbung, wenn ich mich recht erinnere 42 Grad für das 40-iger und 50 Grad für das 32-iger. Im Vergleich der beiden Okulare war der Unterschied für mich schon deutlich.
Beworben wurden die 40 iger schon damals mit mehr GF, als am Ende da war. 46 Grad geht m.E. rechnerisch nicht auf. Rechnet man mit 28 mm Feldblende, kommt man auf 40 Grad scheinbares Feld für das 40 mm Plössl.

Nachtrag die Formel dazu:
(Feldblende/Okularbrennweite)*(180/Pi) = scheinbares Feld (die 180/Pi) brauchst Du für die Umrechnung auf Grad - vereinfacht sind es 57,3
28/40x57,3 = 40,11

CS
 
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Michael_Haardt

Mitglied
Wenn ein Verhältnis einfach so in Winkel umgerechnet wird, liegt nahe, dass da irgendwo ein arctan vernachlässigt wird. Mir sind diese vereinfachten Formeln immer etwas unsympathisch. Ich fand im Web bei Okulare das hier:

scheinbares Gesichtsfeld = 2*arctan((Feldblende_Okular/2)/Brennweite_Okular)

Demnach kommen bei 28 mm Feldblende und 40 mm Brennweite sogar nur 38,6 Grad heraus.

Michael
 

winnie

Mitglied
Moin zusammen!

@Armin: Wenn du es nicht willst, dass ich deine Aussagen hier kommentiere, dann unterlasse gefälligst auch das Kommentieren meiner. So kommen wir bestens klar. Wenn ich andere Ansichten vertrete, schreibe ich das auch - ob dir das nun paßt oder nicht. Da brauchst du nicht sätzelang abfällig über ein Sprichwort herzuziehen, nur weil man dir in die Parade gefallen ist.

Zurück zu Wichtigerem:
> Also ein baader 6er und 10er

Ich wäre eher für die Anschaffung der Okulare anstatt der Barlow, richtig.

> Meade 5000er serie ist das der richtige?

Das ist das Folgemodell, ja - leider um einiges teurer als das, was ich seinerzeit für das Auslaufmodell bezahlt habe. Das 26er haben sie nicht mehr.

@Klaus:
> wie tunneling ist tunneling bei 40mm Okularen?

Du empfiehlst hier eine Brennweite, durch die du noch nie durchgeguckt hast?! Die 40er haben einen Klorollen-Durchblick. Wenn du das brauchst, nur um wenige Zehntel Milimeter AP zu gewinnen, nur zu! (Toller Tip!) (y)
Ich hatte schon eine gutes 32er Plössl mit genau demselben Gesichtsfeld, aber besserem Einblick und nicht dem Gefühl, GF-technisch eingeengt zu sein wie mit dem 40er. Zuletzt bin ich bei besagtem 26er gelandet: noch besserer Einblick und eine bessere Erkennbarkeit kleinerer Objekte bei leicht höherer Vergrößerung.

Den Tip mit dem Zenitspiegel sollte man schon eher bedenken und auch dafür beim 90er Achro evtl. etwas besseres anschaffen. Ich fand das TS-Baader-Zenitprisma (M42) für mich bisher das Richtige vom Preis- / Leistungsverhältnis.
 
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klawipo

Mitglied
Winni, beruhig dich mal. Es ist nunmal so dass schon ein UHC Filter vorhanden ist und mir geht es zumindestt so dass ich da bei 3mm Austrittspupille und weniger keinen großen Spaß mehr dran habe. Ich habe schon auch 40 Grad und 40mm Okulare nur nicht beides zusammen.

VG
Klaus
 

Antares

Mitglied
Wenn ein Verhältnis einfach so in Winkel umgerechnet wird, liegt nahe, dass da irgendwo ein arctan vernachlässigt wird. Mir sind diese vereinfachten Formeln immer etwas unsympathisch. Ich fand im Web bei Okulare das hier:
scheinbares Gesichtsfeld = 2*arctan((Feldblende_Okular/2)/Brennweite_Okular)
Hi Michael,
das scheinbare Gesichtsfeld ist ja der Sehwinkel unter dem uns die gewölbte Bildebene erscheint. Um eine winkeltreue, ebene Abbildung im Okular zu erreichen, geht das Okular mit den Randstrahlen anders um als im Zentrum. Dort differiert z.B. die Vergrößerung geringfügig.
Da diese Detailangaben für uns User normal nicht verfügbar sind, ist eine 100% korrekte Berechnung mit keiner der 2 Formeln möglich. Insofern begnüge ich mich, wohl wissend dass es geringe Abweichungen gibt/geben kann, mit der einfachen Variante, wie Du sie auch bei z.B: ICS oder der TelevueOkularengine findest. Am Ende ist es doch eher das wahre Sehfeld, das Interessantere.
CS
 

Antares

Mitglied
@Armin: Wenn du es nicht willst, dass ich deine Aussagen hier kommentiere, dann unterlasse gefälligst auch das Kommentieren meiner. So kommen wir bestens klar. Wenn ich andere Ansichten vertrete, schreibe ich das auch - ob dir das nun paßt oder nicht. Da brauchst du nicht sätzelang abfällig über ein Sprichwort herzuziehen, nur weil man dir in die Parade gefallen ist.
Nun Winnie,
ich bin durchaus an einem vernünftigen Sachdialog zum Thema Astronomie interessiert.
Und sollte mir ein Fehler beim Schreiben unterlaufen sein, bin ich auch für Hinweise und Korrektur dankbar. Insofern spricht nichts gegen einen fundierten und sachlichen Kommentar.

...wenn ich sowas immer lese...
.. ... "Viel" fährt bei uns der Bauer auf dem Wagen.,,,
Hier fehlt allerdings die Sachlichkeit was Astronomie angeht. Kannst Du Dir also sparen. Dann kommen wir bestens klar. ;)

Falls Du an einem nachhaltigen Austausch zu den Transportleistungen der deutschen Landwirte interessiert sein solltest, findest Du dort "Forum für Landwirtschaft, Landtechnik, Forstwirtschaft • Landtreff" vermutlich kompetentere Diskussionspartner.
CS
 

Michael_Haardt

Mitglied
Hallo Armin,

guter Einwand! In diesem Fall war die Abweichung auch nicht groß, aber wenn man es eh mit dem Taschenrechner rechnet, tut arctan dann auch nicht mehr weh. ;-) Im Zweifel wäre eine Messung aber vorzuziehen, das ist wahr. Ließe sich das nicht einfach mit einem Laser am Schreibtisch machen?

Michael
 

Sven_Wienstein

Mitglied
Hallo Michael,

natürlich, nicht ganz einfach so, aber es kommen für ein 40mm Serie 4000 Plössl von Meade bestenfalls 39,5° und schlechtestenfalls 39,2° dabei heraus. Der real erzielbare Wert wird allerdings noch etwas beeinflusst durch die vom Teleskop erzeugte Eintrittspupille, das misst der Laser nicht.

Clear Skies
Sven
 

Thomas_John

Mitglied
Hallo GHPP00,

Gut & günstig sind alle Okulare aus der Baader Classic Serie. Ich hatte sie alle vier ... 32mm Plössl, und dann die drei Orthos 18mm, 10mm, 6mm. Alle vier haben auch in etwa dasselbe scheinbare Gesichtsfeld und sind obendrein homofokal (also man muß in aller Regel nicht erneut scharfstellen, wenn man das Okular wechselt).

Das 6mm würde an Deinem 90/900er eine 150x Vergrößerung bringen, das ist für Planeten an diesem Teleskop eine gute Vergrößerung. Ich würde an Deiner Stelle das 6mm und 32mm aus der Serie kaufen, teuer sind die ja in aller Regel nicht. Wenn sie Dir sehr gut gefallen, kannst Du dann ggfls. auch noch das 10mm aus derselben Serie kaufen.

Beim 18mm kann man sich streiten – viele würden in dem Brennweitenbereich eher ein weitwinkligeres Okular empfehlen, das geht bei 18mm ja auch in 1.25" noch sehr gut. Mir persönlich gefiel auch das 18mm Baader Classic Ortho aber trotzdem sehr gut.

Wenn Dir der Einblick beim 6mm zu eng ist, dann schau Dir halt eins von den Planetary oder ähnlichen Serien mit längerem Augenabstand an. Die Abbildung wird bei den Planetarys und vergleichbaren definitiv etwas schlechter sein als bei dem Baader Ortho; aber der größere Augenabstand ist natürlich für viele Beobachter sehr viel angenehmer.

LG
Thomas
 

GHPP00

Mitglied
Hallo thomas,
danke für dein ratschlag, hab mich schon dafür entschieden das 6mm und 10mm von baader zu holen.
Suche tatsächlich noch ein übersicht okular. Das die Okulare homofokal sind ist es natürlich sehr verlocken auch das 32mm zu holen.

Was haltet ihr von dem: Teleskop-Express: GSO SuperView 20mm Weitwinkelokular - 70° Feld - 1,25" - Multivergütet

Ist zwar ein 20mm und macht eine 45x vergrößerung, aber der unterschied zu 28x bei 32mm oder sogar mit 25mm was ne 36x vergrößerung ist.
Ist der unterschied im realen ja nicht sehr hoch und fält einem selbst kaum auf.

Vieleicht mit zähne knierschen auch dieses hier Teleskop-Express: Explore Scientific 62° LER Okular 26 mm, argongefüllt

Wenn Ihr mir diese beiden lieber abraten würdet, würde ich mir erstmal die beiden baader holen und schauen wie das gesichtfeld bei denen rüberkommt und überlegen ob ich mir das 32mm dazu hole.
auch schon allein das ich dann kaum schafstellen muss nach dem ocular wechsel.

Gruß
GHPP
 

Antares

Mitglied
Hi GHPP
die Vergrößerung ist nicht das alleinige Merkmal. Im Grunde ist es eher die Austrittspupille welche die Okularwahl bestimmt. Da sind 20mm Brennweite nur 2mm AP. Wenn Du kein weiteres, langbrennweitigeres Okular mehr kaufen magst, wäre das Okular ob der AP nicht so ideal. Dann würde ich tatsächlich eher zwischen 32 und 20 kaufen.
Für 1,25" Steckmaß mag ich die TSNED 25 gerne, ist aber fast doppelt so teuer.
Wenn die Bewerbung stimmt, ich kenne das Okular selbst leider nicht, könnte dieses vllt ein guter Kompromiß für Dich sein: Teleskop-Express: TS-Optics 1,25" Flatfield Okular FF 27mm Top Kontrast und Schärfe

Nachtrag: Ich sah gerade im Bieteboard eine Annonce von
Sven_Wienstein , der zahlreiche 1,25 Okulare zu moderaten Preisen anbietet. Da ist u.a. das LER dabei. Ich bin sicher er wird Dir dazu was sagen können und dass die Okulare in Ordnung sind.
CS
 
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GHPP00

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Also bin jetzt über Astronomie.tools gestoßen und habe damit etwas rum gespielt.
Nachdem muß ich euch allen recht geben mit der 32mm Prössel.
Jetzt tendiere ich auf Baader 6mm 18mm und 32mm:

astronomy_tools_fov.png


Habe da den Orion Nebel als bsp. genommen und das wäre mit einem 20mm garnicht und mit einem 25/26mm Okular sehr knapp/ärgerlich gewesen.
Daher wäre ich jetzt sogar bereit für das Übersicht Okular mehr aus zu geben.
Mit dem Baader 6mm und 10mm scheinen sich ja alle einig zu sein. Meint Ihr ich kann Thomas vor schlag so übernehmen und ein Baader Classic Prössel als übersicht Okular nehmen?
Oder doch lieber zum Maeder 5000er HD-60 25mm wie es winni meinte?

astronomy_tools_fov(1).png
 

Thomas_John

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Ich ganz persönlich schaue mir den Orionnebel und andere größere Objekte in meinen kleinen Teleskopen (90/1000 Refraktor oder C5 = 125/1250mm SCT) gerne mit einem 30mm Plössl an. Also vergleichbar zu den üblichen 32mm Plössl. Der Grund ist die Austrittspupille und somit die Helligkeit der Abbildung, gerade bei flächigen Objekten wie Nebeln, wie schon oben genannt – so fürchterlich groß ist die AP ja nicht.

Irgendwie ist auch in jeder Okularsammlung, selbst bei Leuten, die wirklich schon lange beobachten und viel Equipment haben, immer ein Platz für ein 30/32mm Plössl. Das kauft man in aller Regel nicht "umsonst".

Bei dem 18mm Ortho, was ich wie oben gesagt persönlich auch wirklich sehr mag, wäre halt trotzdem zu überlegen, ob man nicht da doch lieber etwas Weitwinkligeres mag. Die Frage ist, welche Objekte man damit so beobachtet. In meinem Fall sind das hauptsächlich offene Sternhaufen, wo die etwas größere Vergrößerung im Vergleich zum 30/32mm doch ganz nett ist, und wo die geringere Austrittspupille aber auch nicht wirklich stört.

Ich kann mir schon vorstellen, daß viele Beobachter dann das Bild im Okular von solchen Sternhaufen als noch schöner empfinden, wenn man "drumherum" ein weiteres Gesichtsfeld hat als die 50° bei dem 18mm Baader Classic Ortho.

Aber vielleicht sagen da auch noch andere was dazu.

Bei 10mm / 6mm hat man bei einem 90/900er oder 90/1000er schon genug Vergrößerung, daß es eher um Mond und Planeten (bei sehr schlechtem Seeing) oder andere kleine Objekte z.B. planetarische Nebel (halt soweit die überhaupt mit dem kleinen Teleskop möglich sind) geht. Und dann finde ich das Gesichtsfeld eh relativ unerheblich.

Will sagen, im Bereich rund um 20 mm ist doch eigentlich ein Weitwinkelokular am interessantesten für so einen Refraktor mit 1,25" Auszug ...

LG
Thomas
 

klawipo

Mitglied
Hallo Dingenskirchen,

in Köln bietet jemand den ganzen Baader Ortho Satz inkl. Barlow und Okular Revolver für 170 VB an (ebay Kleinanzeigen). Neupreis 200, also jetzt auch nicht soviel Ersparnis, aber da steht ja VB... Wenn es das denn unbedingt sein soll.

Nur da es auch angesprochen wurde: ich habe so ein Flatfield 19mm mal günstig eingesackt. Bei f/5 hat mir die Randabbildung nicht gefallen, und ich bin da echt nicht super pingelig. Ich würde sagen ungefähr wie Plössl nur mit größerem Feld. Also wenn perspektivisch auch für ein schnelleres System gekauft wird von mir keine Empfehlung.

Alternativ zum TS NED 25mm mit gleichen Kenndaten gibt es noch das Celestron X-Cel LX. Das funzt einwandfrei sogar an f/5. Ist bei meinem 80/400 Refraktor im Dauereinsatz. Gab es mal ganz kurz auf Amazon für 59 Euro, leider inzwischen erheblich teurer geworden.

VG
Klaus
 

GHPP00

Mitglied
Vielem Dank für eure Beratungen habe mich jetzt für die Baader Prössl entschieden und die 6mm 18mm und 32mm geordert.

@Antares
Vielen Dank für diesen Tip diese Okulare hatte ich auch schon in Blick.
Falls mir das zu Tunnelig wird werde ich falls noch vorhanden, das LER von Sven_Wienstein auch noch wegschnappen.
Erst mal schau ich wie die Baader sind, irgendwo muss ich ja mal anfangen. Kontakt hab ich mit Ihm schon gehabt :)

Gruß
GHPP
 
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