Okular-Equipment für unser Hofheim Dobson 8 Zoll F/4 | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Okular-Equipment für unser Hofheim Dobson 8 Zoll F/4

ToSto64

Mitglied
Hallo zusammen

Nun ist es soweit. Heute der erste Aufbau. Ohne grosse Probleme.
01.Hof_Dob.jpg

02.Hof_Dob.jpg

03.Hof_Dob.jpg

Die Justierung, vor der ich den meisten Respekt hatte, ging mit der Anleitung eigentlich sehr entspannt.
Exakt wird es sich natürlich erst bei unserer ersten Beobachtung unter realen Bedingungen zeigen.
Nun hoffen wir auf einen wolkenfreien Nachthimmel, der für die Nacht von Samstag zu Sonntag hier im Luzernischen ja zu neunzig Prozent vorhergesagt ist.
Also qualitativ ist dieses Dobson wirklich top! Genial durchdacht und sehr stabil. Auch das Nachführen ohne jedes Ruckeln oder Haken ... butterweich.

LG Daniela und Thomas
 

ToSto64

Mitglied
Hallo zusammen
Endlich ist es soweit. Heute, in den frühen Nachtstunden im Valle Verzasca, haben wir unseren ersten Deep Sky Walk unternommen.
Bereits ohne dem Blick durchs Spiegelteleskop war der Sternenhimmel schon imposant, doch was dann kam hat uns richtig geflasht.
Mit dem 28 mm Meade und dem 68° Gesichtsfeld offenbarte uns ein faszinierender Blick in eine endlose Sternenwelt, die wir so nicht erwartet haben. Die Abbildungsschärfe und der Kontrast waren in achtzig Prozent des Gesichtsfeldes perfekt, nur zum äussersten Rand hin nahm die Schärfe ab. Für uns stellt sich dieser Verlust aber als vernachlässigbar heraus. Nach einer guten halben Stunde rüsteten wir dann auf das TV Ethos 13 mm mit 100° Gesichtsfeld um. Zunächst überkam uns etwas Panik, denn wir bekamen die Sterne nicht scharf. o_O
Der Okularauszug zum Scharfstellen war bereits am äusseren Anschlag. Doch dann schärften sich unsere Sinne und zeigten uns die Lösung ... :)
Das Distanzstück hat ja schliesslich seinen Zweck.
Und siehe da ... der perfekte Blick in den Nachthimmel. Super scharfe Abbildung und mit dem später vorgesetzten Astronomic Filter kam auch noch Farbe ins Spiel. Einzelne Sterne (Galaxien) erschienen in einem violetten und grünen Farbspektrum.
Gegen 5 Uhr erschien dann der zunehmende Mond.
Fazit: Beeindruckend für uns Neulinge.
Zum Abschluss versuchten wir uns noch mit unserem letzten Okular, dem TV Delight 4 mm mit 62° Gesichtsfeld.
Hier müssen wir noch eine längere Aufnahme mit 1 1/4" uns zulegen.
Wir konnten nicht scharfstellen, zumal bei der Vergrösserung nur ein Ausschnitt des Mondes beobachtet werden kann.
Grosse Vorfreude auf heute Nacht.

Lg Daniela und Thomas

PS: Einige Punkte werde ich an dem Hofheim noch verbessern.
U.a. habe ich die Idee, Alustreben zu fertigen, die die Brennweite von 800 mm auf 1200 oder 1500 mm verlängern, was für Planetenbeobachtung dann von Vorteil wäre.
Sollte ja eigentlich funktionieren.
 

Thundersnook

Mitglied
PS: Einige Punkte werde ich an dem Hofheim noch verbessern.
U.a. habe ich die Idee, Alustreben zu fertigen, die die Brennweite von 800 mm auf 1200 oder 1500 mm verlängern, was für Planetenbeobachtung dann von Vorteil wäre.
Sollte ja eigentlich funktionieren.
Ähh ... das funktioniert eher nicht ... dafür bräuchtest du einen komplett neuen Hauptspiegel (dieser gibt ja die Brennweite, sowie das Öffnungsverhältnis vor) , außerdem bräuchtest du auch einen neuen Fangspiegel ... schlicht und ergreifend bräuchtest du eine neues Teleskop :D
 

Antares

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Hallo Ihr 2

klingt ja nach einem gelungenen Start, denn Ihr seit zufrieden. So solls sein. :)

Ich muss dennoch leider etwas dämpfen...
Die Farbe der Galaxien sind nur durch den Filter entstanden. GX siehst Du nicht farbig mit 8". Filter sind für Gasnebel etc.
Geht mal mit 13 Ethos und Filter in die Milchstraße rein oder den Schwan.

Und dann das mit der Brennweite.
Die kommt vom Hauptspiegel, sonst nichts. Längere Stangen führen nicht weiter, außer dass das Teleskop dann nicht mehr nutzbar ist.
Was Ihr braucht ist die Verlängerung fürs Okular und ggf. Justagewerkzeug und ggf. mehr Okulare ;)

Und ggf. Karten, Software zur Planung.
Da wäre dies hier Projekt BAfK Beobachteratlas für Kurzentschlossene der Beobachtungsatlas für Kurzentschlossene für die Vorschläge gut
und wenn es noch einen einfachen guten Atlas braucht, der Freeware ist, wäre das eine Idee: Taki's Home Page
hier der 8,5, mag Atlas mit fast 3000 Objekten in PDF Form.

Viel Erfolg und CS
 

ToSto64

Mitglied
Hallo Thundersnook, hallo Antares

Vielen Dank für Euer Feedback.
Mit der Brennweite habe ich zu kurz gedacht. :rolleyes:
Danke noch für die Links.
Eine Sternkarte haben wir und dazu zwei Bücher und Stellarium.
Starten in Kürze unsere zweite Beobachtungsnacht.

Gruss D&T

Gruss
 

ToSto64

Mitglied
So ... da melden wir uns noch einmal.
Letzte Nacht war genial. Das, was wir beobachtet haben, hat unsere Erwartungen übertroffen.
Zunächst haben wir uns mit dem Meade 28mm eingestimmt.
Dann sind wir auf das Ethos 13mm umgestiegen und haben, wie von @Antares empfohlen, den Astronomic III Filter vorgesetzt und das Sternbild Schwan ins Visier genommen.
Fantastisch. Das Farbspektrum ging von dezent rötlich und violett bis zu einem Hauch von grün-gelb.
Kassiopia kam als nächstes vor die Optik.
Schliesslich wollten wir M31 uns genauer anschauen, doch erreichten wir hier kein zufriedenstellendes Ergebnis.
Da wir hier im V. Verzasca ziemlich eingeschnitten zwischen den Bergen sind, zeigt sich Andromeda nur knapp über den östlichen Bergspitzen.
Wir hatten natürlich die Abbildung von M31 mit dem Ethos 13mm vom Okkularrechner der Sternenfreunde Münster im Hinterkopf.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp.
Und schliesslich richteten wir unser Hofheim gen Süden. Jupiter zeigte sich mit seinen vier grossen Monden. Drei links und einer rechts von ihm. Und wir waren überrascht, wie scharf er sich uns zeigte. Also wechselten wir auf das Delight 4mm. Mit dem Leuchtpunktsucher nahmen wir den Jupiter ins Fadenkreuz, jedoch zeigte er sich nicht. Wie sich herausstellte, lag er ca. 3 - 4 mm rechts neben dem Zielobjekt.
Und dann war er plötzlich da. Vorsichtig stellten wir scharf und ... :jupiter::jupiter::jupiter::love::love::love:.
Wie wir ihn mit seinen vier grossen Monden sahen übertraf unsere optimistischsten Vorstellungen.
Mit geschätzten Grössenangaben ist das ja so eine Sache, aber ich würde die für uns sichtbare Abbildungsgrösse mit guten 10 mm wiedergeben. Die Schärfe und der Kontrast waren beeindruckend.
Die 68° Gesichtsfeld liessen ca. 40 Sekunden Beobachtung zu, dann mussten wir nachführen. So verfolgte Daniela fast 15 Minuten den grössten Planeten unseres Sonnensystems und ich musste scharfen Protest einlegen, um auch zu meinem Beobachtungsvergnügen zu kommen. ;)
Sowohl das bräunliche Wolkenband als auch der Sturmwirbel waren sehr gut zu erkennen.
Saturn stand ja einige Grad westlich von Jupiter und war zunächst von einem leichten Schleier dezenter Wolken verdeckt. Doch gegen 23 Uhr lichtete sich dieser Schleier und Saturn trat scharf leuchtend hervor.
Und es folgte ein nächstes Aha-Erlebinis.
Wir waren einfach nur hin und weg.
Die Abbildung war sehr gut was die Schärfe betraf, beim Kontrast blieb er etwas hinter Jupiter zurück.
Die mittlere Ringteilung war aber gut zu sehen.
Nach knapp drei Stunden ermüdeten unsere Augen und auch wir.
Mit diesen grossartigen Bildern im Kopf versanken wir in Sternenträume.
Erstes Fazit: Das Hofheim 8" Dobson
ist für uns der perfekte Einstieg. Dazu die drei Okkulare in der Abstufung 28 / 13 / 4 mm.
Allen noch mal ein Merci, die uns mit ihren Tipps und Ratschlägen unterstützt haben.

LG D&T
 

Thundersnook

Mitglied
Erstes Fazit: Das Hofheim 8" Dobson
ist für uns der perfekte Einstieg. Dazu die drei Okkulare in der Abstufung 28 / 13 / 4 mm.
Allen noch mal ein Merci, die uns mit ihren Tipps und Ratschlägen unterstützt haben.

LG D&T
Vielen Dank für den schönen Bericht! Hat bei mir gerade nochmal die Vorfreude auf Samstagabend verstärkt, da sollen es bei uns nämlich auch sehr gute Bedingungen sein :giggle: Und dann gehts auch mit dem Dobson aufs Feld :teleskop::love:
 

Horst66

Mitglied
Schön mit welchem Enthusiasmus und Freude ihr ans Beobachten geht.
Nur 2 Anmerkungen:

Das was ihr im Okular seht nicht qualitativ mit den Bildern des Okularrechners vergleichen. Die Größe stimmt, die Qualität wird aber so nicht erreicht.

Und zum OIII-Filter: Dessen Aufgabe besteht nicht im Einfärben, sonderm im Kontraststeigern. Graue Strukturen die ohne Filter inder Hintergrundhelligkeit absaufen, werden so sichtbar, allerdings auch mit Filter in Grautönen und was anderes als ein blaugrün an Sternen und eben Grautöne die die Farbrezeptoren noch nicht anregen sollte gar nicht ssichtbar sein.

Gruß Horst
 

Sagittarius_A*

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Schliesslich wollten wir M31 uns genauer anschauen, doch erreichten wir hier kein zufriedenstellendes Ergebnis.
Da wir hier im V. Verzasca ziemlich eingeschnitten zwischen den Bergen sind, zeigt sich Andromeda nur knapp über den östlichen Bergspitzen.
Wir hatten natürlich die Abbildung von M31 mit dem Ethos 13mm vom Okkularrechner der Sternenfreunde Münster im Hinterkopf.
Vielleicht hat ja hier jemand einen Tipp.

Hallo Thomas,

M31 ist mit das größte Objekt am Himmel und entfaltet sich deshalb nur bei möglichst geringer Vergrößerung und viel GF in vollem Ausmaß.
Versuche es nochmal mit dem 28mm Okular oder mit einem Fernglas. Du wirst kein scharfes Bild wie im Okularrechner sehen aber das gigantische Ausmaß ist immer wieder atemberaubend.

CS,
Florian
 

ToSto64

Mitglied
Noch ein kleines Update zu unserem Hofheim Dobsons:

Haben uns jetzt einen für Einsteiger doch ganz ordentlichen Satz an guten Okularen zusammengestellt.
05.Okulare_2.jpg


Dazu einige kleine Optimierungen.
Die Teflonlager waren mit kleinen Holzschrauben an Holzdüpeln befestigt, was sehr wacklig war.
Habe stärkere Teflonscheiben genommen und diese mit Gewindeschrauben M4 an 6mm Metallbolzen befestigt.
06.Teflonlager_1.jpg


Den Zentrierbolzen habe ich gegen einen längeren getauscht und zusätzlich habe ich noch Streben aus Aluminium gefertigt.
Sind im Moment noch blank, werden aber kommende Woche schwarz lackiert, damit es keine Reflexionen gibt.
Ist auf jeden Fall noch einmal eine Stufe stabiler. Da verwindet sich nichts mehr. Sind zwar nicht zusammenklappbar, aber die können wir in einer Tasche so mitnehmen.

Und dann habe ich noch eine Aufhängung für Gegengewichte gebaut und natürlich auch die Gewichte selbst.
Habe dann mit dem Ethos und dem Meade (die beiden schwersten) getestet. Test bestanden.
Zusätzlich haben wir ja noch ein Friktionssystem.
10.Gewichtsaufhängung_3.jpg

11.Gewichtsaufhängung_4.jpg


Gestern habe ich noch einen Adapter für das Ethos zum Okularauszug gekauft.
Dazu einen Feststellring aus Alu gedreht, damit ich diesen als Anschlag für die exakte Stellung verwenden kann.
12.Adapter mit Stellring_1.jpg
13.Ethos mit Adapter und Stellring.jpg


Die Nächte von Donnerstag auf Freitag und Freitag auf Samstag versprechen ja top seeing.
Wir sind gespannt.

LG Daniela und Thomas
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Daniela und Thomas,

ihr habt jetzt ja eine richtige Profi-Ausrüstung!

Und die Selbstbau Projekte/Verbesserungen sind super.
So Stopp-Ringe gibt es übrigens auch zu kaufen.

Bei den Dobson Gewichten habe ich immer das Problem, dass, wenn man dann das Okular gegen eines mit einem deutlich anderen Gewicht wechselt oder es herausnimmt, das Gleichgewicht weg ist und der Dobson seine Position verliert.
Kenne ich keine Lösung dafür.

Gruß
Peter
 

ToSto64

Mitglied
Hallo Peter

Bei den Dobson Gewichten habe ich immer das Problem, dass, wenn man dann das Okular gegen eines mit einem deutlich anderen Gewicht wechselt oder es herausnimmt, das Gleichgewicht weg ist und der Dobson seine Position verliert.
Kenne ich keine Lösung dafür.
Die Gewichte, welche auf der Aufhängung zu sehen sind, kann ich je nach Bedarf aufstecken.
Die beiden mittleren mit den T-Profilen wiegen je 550 g und die beiden äusseren mit der gefrässten Nut 1 x 230 g und 1 x 200 g.
Damit habe ich ca. 1.5 kg Gesamtgegengewicht. Je nach Okular kann ich eins zugeben oder wegnehmen.

Gruss Thomas
 

Antares

Mitglied
Hi Thomas
saubere Zusammenstellung und saubere Arbeiten.
Einiges an gewichten kann man sparen wenn man die Gleitpartner der Höhenräder ändert.
Preiswert, jederzeit rückbaubar oder erneuerbar, und von deutlichem Effekt ist Rolladengurtband statt der Teflonklötze.
Damit lassen sich sicher mehrere Hundert g Gegengewicht sparen.
Ich habe an meine Dobsons zudem immer an der Spiegelbox unten L-Winkel aus Metall verbaut. Gibt es in allen Baumärkten.
So steht kein Teleskop, wenn man es mal abstellen muß, jemals auf dem Holz und je nach Ausführung ergibt das
ggf. schon einen wesentlichen Beitrag an Gegengewichten.
CS
 
Hallo Peter, @AstroPZ @ToSto64

Bei den Dobson Gewichten habe ich immer das Problem, dass, wenn man dann das Okular gegen eines mit einem deutlich anderen Gewicht wechselt oder es herausnimmt, das Gleichgewicht weg ist und der Dobson seine Position verliert.
Kenne ich keine Lösung dafür.
Ich habe mir wie folgt geholfen. Durch verändern der Position der Teflonpads an der Dobsonkiste kann man in großen Bereichen einstellen wie "leicht-gängig" oder "träge" der Newton sich kippen lässt bzw. reagiert. Im Prinzip ist es so, wenn die Pads einen großen Abstand haben, ist es träger und schwergängiger. Je kleiner der Abstand zwischen den Pads wird um so sensibler reagiert das Instrument. Ich war bei Tests mit unterschiedliche Abständen der Pads überrascht welchen großen Einfluss sogar relativ kleine Änderungen des Abstand haben. Meine Höhenräder haben einen Durchmesser von 30 cm. Ich denke bei kleineren Höhenrädern wird es zwar etwas anders sein aber es sollte damit auch gehen.

Ich war zuerst versucht das System so einzustellen, dass es möglichst leichtgängig ist, also mit möglichst geringen Abständen zwischen den Pads zu arbeiten. Wenn man aber einen gewissen Abstand unterschreitet führt das dazu, dass beim Entnehmen eines Okulars, also 0 g Gewicht dann doch der Tubus wegkippt.

Damit es perfekt funktioniert, musste ich auch noch die Teflonpads optimieren. Ich habe diese zuerst wie üblich einfach so mit einer mittigen Schraube angeschraubt. Dadurch "biegt" sich aber das Teflon-Pad quasi ein wenig durch und die Fläche des Pads welche das Gegenlager also die EbonyStar Oberfläche am Höhenrad berührt ist nicht mehr (groß-) flächig sonder eher klein-flächig bis hin zu nur noch einer Kante. Dadurch hatte ich beim Kippen des Tubus den Effekt, dass das "Losreiß-Moment" spürbar zu groß war. Das bedeutet wenn man für kleinste Bewegungen bei hohen Vergrößerungen den Tubus nur eine winzige Distanz bewegt bzw. gekippt hat und man dann los lässt, dass der Tubus aus der gerade neu eingestellten Position wieder in die ursprüngliche Position zurückschnappt. Das habe ich Dank eines Tipps eines erfahrenen Vereinskollegen der Münchner Volkssternwarte dadurch gelöst, dass ich die Teflonpads eingeschliffen habe. Ich habe um die Höhenräder Schleifleinen gespannt, den Tubus in der Dobson-Kiste eingelegt und hin und her bewegt. Dadurch wird dann die Auflagefläche des Pads abgeschliffen, wird größer und passt sich dem Gegenlager optimal an. Das hat Wunder gewirkt.

Jetzt kann ich problemfrei Okulare zwischen 0g (ohne Okular) und 700g (ES 82°, 24 mm) tauschen ohne dass der Tubus sich bewegt und ich bin sehr zufrieden damit.

Viele Grüße - MünchenBeiNacht - Ewald
 

AstroPZ

Mitglied
Hi Ewald @MünchenBeiNacht ,

super Tipps.
Ich bin am Überlegen, dass man eine Vorrichtung baut, die das Höhenlager festklemmt (gibt es ja auch schon, meine ich). Sollte eigentlich einfach sein.
Da ich ja auch wie du eine EQ-Plattform benutze, ist das nach Zentrierung des Objekts dann sowieso sehr gut.
Die Lager eines Dobsons sollten mM prinzipiell ein möglichst niedriges "Anfahr"-Moment haben. Das ist bei der manuellen Positionierung das absolut wichtigste, daher will ich da erstmal nichts "verschlechtern". Hatte ja auch schon der Urvater Dobson so gesehen.

Gehört leider alles nicht in diesen Faden.
Das wird niemand mehr finden. ;)

Gruß
Peter
 

ToSto64

Mitglied
Hoi Ewald, Antares und Peter

Danke für diese wertvollen Tipps.
Werde das mal genauer anschauen und umsetzen.
Wie Peter anmerkt, habe ich auch schon über eine stufenlose Feststellvorrichtung nachgedacht.
Ist ja auch noch das Problem, wenn das Teleskop zu tief kommt, die Gefahr besteht, dass es über die Teflonpads am Höhenlager hinausrutscht. Aktuell habe ich mir da einen Stopper mit Nut zum Aufstecken aus Teflon gefräst.
Allerdings ist dann bei ca. 80° Schluss.
Da gibt es noch einiges zu optimieren, was ja auch Spass macht.

Gehört leider alles nicht in diesen Faden.
Das wird niemand mehr finden. ;)
Für Ende des Jahres habe ich vor, dass Hofheim hier mal vorzustellen und meine Erfahrungen einfliessen zu lassen.
Da werde ich einen Thread dazu aufmachen, wo dann jeder, der ein Hofheim besitzt, seine Erfahrungen und Ideen einbringen kann.
Aber bis dahin muss ich natürlich noch einiges an Erfahrung und Wissen sammeln. ;)

Letzte Nacht habe ich zum ersten Mal die Optimierungen beim Beobachten getestet. Hat gut funktioniert.
Einen echten 'Wow-Moment' hatte ich beim ersten Einsatz des 8mm Delos.
Kontrast und Schärfe von Saturn waren genial., trotz des hellen Mondes. :):y:

Gruss Thomas
 

ToSto64

Mitglied
Vom 24. zum 25. September haben wir uns - ausgestattet mit dem kompletten Equipment - nach Malbun (1500m üN) im FL begeben.
Etwas oberhalb von Malbun haben wir Stellung bezogen, das Teleskop aufgebaut und unsere Augen an die Dunkelheit gewöhnen lassen.
Der Nachthimmel perfekt, ein paar wenige Lichter, die bis Mitternacht zu einem Grossteil erloschen und der Mond, es war ja abnehmender Mond bei etwa 70 Prozent, war noch hinter der Bergkette im Osten und störte unsere Beobachtungen bis ca. eine Stunde nach Mitternacht nicht. Jupiter war bereits mit dem Fernglas gut zu sehen, ebenso die Plejaden.
Die Temperatur lag zu Beginn unserer Beobachtung um die 12 Grad, fiel bis ein Uhr auf ca. 7 bis 8 Grad.
Unangenehm war der kalte Luftzug, der Daniela dann etwas frösteln liess.
Zunächst konzentrierten wir uns auf Jupiter und Saturn. Und zum ersten Mal versuchten wir unsere Beobachtungen zeichnerisch festzuhalten.
Drei Nachtwanderer kreuzten unseren Beobachtungsplatz und wir genehmigten ihnen natürlich einen Blick durchs Teleskop. Die waren hin und weg, konnten es gar nicht glauben, wie gut man Jupiter und Saturn durch so ein kleines Teleskop sehen kann. Mit dem Meade 28mm gönnten wir ihnen auch noch einen Weitblick in die Milchstrasse.
Wow und ein Strahlen im Gesicht waren ihre Reaktion. Sie würden diese Nacht in Sternenträume versunken schlafen.
Dann unternahmen wir einen DeepSky Walk durch die Milchstrasse.
Mit dem Fernglas und Stellarium im Nachtmodus suchte ich dann nach unserer Nachbargalaxie. Und bevor ich sie entdeckte, kam ein ,Juhu' von Daniela.
Zufällig war sie auf ihrem Starwalk auf M31 gestossen. Da war der Nebel zu sehen. Wir kontrollierten noch einmal die Position, verglichen mit den Angaben von Stellarium und unserm Sternenführer ... ja es ist Andromeda. Nach längerem Schauen erkannten wir immer mehr Details. Zunächst nur ein diffuser Nebel, benötigt man Geduld und auch Konzentration um mehr zu erkennen.
Und dann wurde es hell und immer heller.
M31 verschwand im Licht des Mondes der sich über die Kette der 2000er erhob.
Was für ein genialer Moment.
Nach einer Stunde Mond schauen waren wir dann müde.
Zusammenpacken und nach Hause. Mit diesen tollen Eindrücken unserer ersten richtigen Beobachtungsnacht versanken wir in kosmische Träume.
Hier noch unsere ersten Zeichnungen:

20211005_110518.jpg

20211005_110611.jpg

20211005_111057.jpg


Bei Jupiter sind die Farben etwas zu kontrastreich. War etwas diffuser.
Saturn passt soweit, nur war ca. 30° schräg zur Achse.
Bei Jupiter waren die Monde noch gut zu sehen, drei östlich und einer westlich.
Andromeda war in der Mitte ziemlich hell und wurde nach aussen immer blasser.
Mit dem Ethos 13 mm haben wir dann wohl eher reingeschaut, da war er nicht mehr erkennbar.
Die Zeichnung zeigt M31 mit dem 28mm Meade.
Lg Da. + Th.
 

Antares

Mitglied
Hi Thomas und Daniela,

das klingt doch wieder sehr gut. Freut mich.
Und willkommen im Kreis der M31 Experten ;)
Nach Eurer Zeichnung habt Ihr auf jeden Fall 1 ggf. sogar 2 der Staubbänder in M31 gesehen - der dunkle Streifen links unten.
Schaut Euch das nochmal genauer an. Nicht nur weil es spannend ist, sondern weil ihr die Staubbänder gut als Referenz
für die Güte des Himmels und der kommenden Himmel nehmen könnt.
Dazu gibt es eine "kleine Hilfe" im Net: Andromedagalaxie - Astronomie, Mond, Sterne, Andromedagalaxie und das Universum ;)

Mit dem Ziel Deepsky hätte ich vllt damit angefangen und die Planetenbeobachtung in die Zeit des Mondlichtes verlegt, voraus gesetzt das Seeing war so gut, dass die Höhe der Planeten über dem Horizont zu vernachlässigen war.
CS
 

ToSto64

Mitglied
Ich habe hier noch mal die direkt beim Beobachten erstellten Skizzen aus meinem IWC Pilot Notes abfotografiert.
Von der realen beobachteten Grösse passen diese Zeichnungen natürlich besser.

1.Val Verzasca_2.9.jpg 2.Mauren FL_4.9.jpg 3.Malbun FL_24_25.9.jpg

Die Krater beim Mond sind natürlich sehr rudimentär.
Aber ... nicht nur das Beobachten, auch das Zeichnen braucht Übung.

LG Thomas
 
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