Omegon Maksutov Cassegrain Spiegel von Staub befreien

Strati

Mitglied
Hallo,
kann mir hier vielleicht jemand mit meinem Maksutov Cassegrain Teleskop helfen? Ich möchte den Spiegel von ein paar nervigen Staub-Körner befreien und weiß nicht genau welche schrauben ich lösen darf :/ Im Internet habe ich keine Anleitung dazu gefunden.
Die vorderen drei Schrauben habe ich testweise schon ein mal herausgedreht, aber da ließ sich nichts bewegen.
Hat das jemand schon ein mal gemacht und wäre so gnädig mir zu helfen?

Mfg
Christian
 

Anhänge

VisuSCor

Mitglied
Hallo Christian,

ein paar Staubkörner tun nix. Also Finger weg! Spiegel reinigt man nur wenn wirklich gravierende Verschmutzungen vorhanden sind! Ausserdem ist es leicht möglich, dass Du durch das Öffnen des Gerätes mehr Staub rein bringst als Du rausholst. Oder hast Du einen Reinraum, um das zu verhindern?

Du läufst ausserdem Gefahr, die Kolimation des Gerätes zu verstellen. Und ich vermute mal, dass Du auch nicht weißt, wie man das Gerät anschließend wieder kollimiert. Oder täusche ich mich?

CS. Oli
 

Strati

Mitglied
Es sind halt ein paar größere Körnchen, die ein wenig unbefriedigend wirken.
Ich hatte vor es im Badezimmer zu öffnen, wo ich kaum Staubablagerungen, über Zeit gefunden habe. Außerdem wurde der vor ein paar Tagen geputzt.
In deinem nächsten Punkt muss ich dir zustimmen, ich habe keinen schimmer davon... Ich dachte, man würde den ganzen Spiegel, mit allem was dahinter hängt, raus nehmen ( How to disasemble a Celestron NexStar 6/8SE telescope for cleaning ). Mithilfe von dem Video, habe ich auch schon den Staub hinter der Linse weggepinselt (Ausrichtung der Linse wurde mit Klebestreifen markiert etc.).
Ich könnte versuchen, die Linse noch einmal raus zu nehmen und von oben die Körner beiseite zu pinseln (habe da einen kleinen Feinhaarpinsel).

Danke jedenfalls für deine Hilfe! Dann mache ich mir damit schon einmal nichts kaputt.
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo Christian,

wenn Du etwas kompetentere Aussagen oder Hilfestellungen möchtest als meine, dann gib am besten mal den Hersteller und die genaue Bezeichnung des Gerätes bekannt.

Vielleicht äußerst sich ja noch jemand, der Dein Gerät kennt und Ahnung hat.

CS.Oli
 
Zuletzt bearbeitet:

maximilian

Mitglied
Hallo!

Auch ich würde das Gerät wegen ein paar Staubkörnen auf gar keinen Fall aufmachen. Mein C8 habe ich schon seit 20 Jahren und noch nie eine Schraube rausgedeht (naja, nicht ganz, ich hab mal die Vixen-Prismenschiene gegen eine Losmandy getauscht).

Aber wenn es denn undedingt sein muss, dann von vorne. Auf Bildern im Internet kann man sehen, dass da 6 Schrauben sind. Die würde ich rausdrehen. Vorher unbedingt (unbedingt!) die Position des Objektives relativ zum Tubus markieren. Wenn man einen Edding Stift auf der schwarzen Farbe nicht sieht, dann mach lieber einen tiefen Kratzer als Markierung rein als dass Du es in der falschen Position wieder zusammensetzt.

Eine Alternative zum Zerlegen könnte noch sein, mit einem Staubsauger zu veruchen die Staubkörner herauszubekommen. Oder zumindest zum Spiegelrand hin zu bewegen. Dazu könntest Du mit Paketklebeband ein dünnes Rohr am Staubsaugerschlauch befestigen, das durch den Okularauszug passt und noch Platz für nachströmende Luft lässt. Wenn Du dadurch im Tubus genug Strömung erzeugst wird sich der Staub schon bewegen. Du musst nur dafür sorgen, dass die nachströmende Luft nicht neuen mitbringt.

Grüße
Maximilian
 

Strati

Mitglied
Danke für deinen Ratschlag, Maximilian! Ich werde auf jeden Fall nicht den Spiegel ausbauen. Werde stattdessen einfach vorne aufmachen und dann die Körner beiseite pinseln (vielleicht bleiben sie auch hängen).
 

christian79

Mitglied
Hallo Namensvetter,

ich schließe mich meinen Vorrednern an: Ein paar Staubkörner beeinträchtigen die Abbildungsleistiung nicht. Der Spiegel bzw. die Meniskuslinse sollten erst gereinigt werden, wenn du bei sehr guten Beobachtungsbedingungen und sauberer Kollimation bemerkst, dass die Abbildungsleistung aufgrund von Verschmutzung nachlässt. Das äußert sich durch einen verringerten Kontrast und ggf. eine leichte Weichzeichnung, bzw. eine Verstärkung der durch die Obstruktion verursachten Weichzeichnung.

Aus Erfahrung weiß ich, dass eine Reinigung (auch der Meniskuslinse), wie oben bereits gesagt wurde, nur sehr selten ansteht. Sehr problematisch sind jedoch Pollen. Sie kleben so fest, dass sie nur schwer wieder abgehen. Daher rate ich, während der Pollen-Hochsaison lieber auf Beobachtungen zu verzichten. Die optischen Oberflächen werden es dir danken.

Wenn dann doch später mal eine Reinigung fällig wird: Finger weg vom Pinsel! Besser ist es, einen weichen Wattebausch mit einer nicht aggressiven Reinigungslösung zu tränken und damit den Spiegel behutsam abzutupfen, ohne dabei reibende Bewegungen zu machen. Idealerweiser dreht man den Wattebausch nach jedem Tupfer etwas und wechselt ihn regelmäßig.

Den Mak würde ich auch nur von oben öffnen.

CS, Christian
 
Oben