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Optimales Klima

MikeWölle

Mitglied
Hallo,

ich möchte euch fragen , welches Klima ihr für euch privat, also nicht global sondern lokal für euren Wohnort bevorzugen würdet.

Hier im Alpenhochtal haben wir nur eine Durchschnittstemperatur von 9°.
Das bedeutet es ist von Oktober bis April eher kalt und im Hochwinter gibt es sehr viele Tage mit Frost und einige Eistage. So richtig angenehm ist es nur von bestenfalls Mai bis September. Viele fahren im Urlaub hier in wärmere Gegenden. Lokal gesehen würde ich mich auf ein paar Grad mehr im Durchschnitt sehr freuen.
CS Mike
 

Optikus

Mitglied
Hallo,

trocken ist das Stichwort, klar, angenehme Temperaturen sind auch nicht schlecht, weswegen es mich in Richtung Zentralfrankreich zieht, Richtung Ardèche oder so.

CS
Jörg
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Ich mag Meeresklima. In Irland habe ich mich immer besonders wohl gefühlt. An jedem Tag alle Jahreszeiten, aber nie lange wirklich kalt. Kein Schnee, keine zweistelligen Minusgrade. Frischer Wind, frische Luft, Regen, den der Wind genauso schnell trocknet, wie er vom Himmel fällt. Alternativ Nordkalifornien, da ist es so ähnlich aber nicht so naß.

Grüße
Maximilian

PS: Und wer sagt, dass man in Irland keine Sterne sehen kann, soll „Lord Rosse“ googeln ;) Kaum große Städte und so gut wie keine Lichtverschmutzung,
 

MikeWölle

Mitglied
Irland hat mir einen zu hohen Bewölkungsgrad und liegt mir auch zu weit nördlich. Am besten hat es mir in Arrecife auf Lanzerote gefallen. Da könnt ich mir schon vorstellen einen festen Wohnsitz in der Pension zu haben. Das ganze Jahr ausgeglichene Temperaturen, Sonne, wenig Wolken, trockene Luft, am Meer und die Ekliptik steht auch höher als daheim.

CS Mike
 

MikeWölle

Mitglied
Ich wollte mit meinem Thread nicht Urlaubsgegenden mit angenehmen Klima erörtern, sonder will auf etwas anderes, möglicherweise Provokantes hinaus:
Wäre es wirklich so schlimm, wenn es bei mir zu Hause um sagen wir 2 Grad wärmer wäre? Ich denke nein! Ich würde sogar begrüßen.
CS Mike
 

Demokrat

Mitglied
Mike, die 2 Grad Erwärmung wären gemäß der globalen Erwärmung eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur. Das heißt nicht, dass es einfach Sommer wie Winter um 2 Grad wärmer wird. Im Sommer kann es Extremtemperaturen bis 40 Grad und mehr geben, im Winter auch starke Schwankungen und Stürme und Schadensereignisse nehmen zu.

Was Du als Sterngucker sicher weniger willst, ist eine Erhöhung der Luftfeuchte, weil wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen. Ein transparenter Himmel wäre Dir also schon auch ein Anliegen, denke ich, als überleg Dir Dein " Ich denke nein!" besser nochmals... ;)

lg
Niki
 

MikeWölle

Mitglied
Hallo Niki,

hab ich mir gut überlegt. Ich habe in den 90igern sogar über 10 Jahre lang Wetteraufzeichnungen gemacht und versucht Zusammenhänge zwischen Seeing, Wetterlage und Anzahl der möglichen Beobachtungsnächte herauszufinden und schau auch täglich bei www. wetterzentrale forum vorbei.

Ich bleibe dabei. Gerne nehme ich ein paar zu heiße Sommerwochen und ein paar Hagelunwetter in Kauf wenn es dafür weniger Frost und Eistage geben würde.
Die Italiener sind ja bekanntlich auch noch nicht vom schröcklichen Klima dahingerafft worden.
CS Mike
 

Optikus

Mitglied
Ich wollte mit meinem Thread nicht Urlaubsgegenden mit angenehmen Klima erörtern, sonder will auf etwas anderes, möglicherweise Provokantes hinaus:
Wäre es wirklich so schlimm, wenn es bei mir zu Hause um sagen wir 2 Grad wärmer wäre? Ich denke nein! Ich würde sogar begrüßen.
CS Mike
Hallo Mike,

wie Niki schrieb, die Folgen der Erderwärmung wären das Problem, wir würden ins die Feuchte rutschen, das sind dann nicht nur 1 oder 2 Hagelunwetter, das sind auch Tornados, Hurricanes usw. sowie ein erheblicher Anstieg des Meeresspiegels, man könnte nun im Mittelgebirge sagen - was solls, mich triffts nicht, das dürfte aber anderswo ganz anders bewertet werden, sei es in der dann verschwindenden Arktis (die Eisbären radierts jetzt bei den rel. geringen Veränderungen schon aus), in Sibirien, wo es massive Methanausgasungen durch den zurückgehenden Permafrost geben wird, die den Treibhauseffekt weiter anheizen, von lokalen Problemen abgesehen, die arktische Fauna wird dann auch Geschichte sein, unsere Alpen zerbröckeln auch jetzt schon - so einfach kann man es sich da leider nicht machen. Ach ja, große Teile u.a. Hollands, teile unserer Küstenländer und ein paar Urlaubsinseln wird's dann auch nicht mehr geben, weil unter Wasser. Das ist ein globales und langfristiges Thema, das zugegeben in den Medien oftmals wenig sachlich auf der Tränendrüsenschiene verkauft wird, der Hintergrund ist allerdings im buchstäblichen Sinne todernst. Das St. Floriansprinzip hilft da leider nicht, weil wir alle im selben Raumschiff sitzen.

CS
Jörg
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Auch ich kann da zwischen „Wollen“ und „Wissen“ ganz gut unterscheiden. Ein bisschen wärmer im Sommer und weniger kalt im Winter wäre manchmal schön. Aber hier in Südwestdeutschland haben wir schon seit Jahren ein untypisches Kontinentalklima bekommen.
Und zwei Grad wärmer im Durchschnitt würde eben nicht bedeuten, dass es im Sommer und im Winter jeweils zwei Grad wärmer wird. Es würde nämlich im Sommer 5 Grad wärmer werden (mit vielen Tagen über 40°C dann) und im Winter drei Grad kälter. Niederschlag gibt es dann nur noch anlässich von katastrophalen Ereignissen, also entweder schwerste Gewitter im Sommer oder Blizzards im Winter. So wie es im mittleren Westen der USA auch ist.

Und trockener würde es dabei auch noch werden. Schon jetzt haben wir Trockenrisse im Garten, die sich das ganze Jahr nicht mehr schliessen. Die 3500l Regenwasserzisterne, die ich hier vor 20 Jahren vergraben habe, und die unsere Klospülung und dergleichen ein Jahrzehnt lang zuverlässig versorgt hat, ist schon seit 5 Jahren nicht mehr voll geworden. Die paar starken Sommergewitter helfen auch nicht, denn die plötzliche Wassermenge fassen weder die Dachrinnen noch das Regenwasserfilter, so das fast alles davon ungenutzt bleibt. Noch zwei Grad mehr im Durschnitt und das Gras bei uns im Garten würde vielleicht noch zwei Monate im Jahr grün sein. Es würde dann hier aussehen wie in Texas. Den Nadelbäumen auf unserem Grundstück gebe ich auch höchstens noch zwei Sommer, selbst wenn es nicht mehr wärmer wird.

Grüße
Maximilian

PS: Das hier
Zitat von MikeWölle:
Irland hat mir einen zu hohen Bewölkungsgrad. Am besten hat es mir in Arrecife auf Lanzerote gefallen.
kann ich so nicht nachvollziehen, denn die Zahlen sagen etwas anderes: Bevölkerungsdichte Deutschland: 232 Einwohner pro Quadratkilometer, Lanzarote: 168, Irland: 68. Einer der Gründe, warum ich Irland so mag, dort sind mehr Schafe und Pferde als Menschen...
 

47Tau

Mitglied
Hallo,
schau auch täglich bei www. wetterzentrale forum vorbei.
und genau da gehört so ein Thema auch hin. Das ist ein Reizthema, dass von allen Seiten emotional gesehen wird sowie jedesmal zu heftigen Reaktionen führt. Aber das weißt du ja selbst
sonder will auf etwas anderes, möglicherweise Provokantes hinaus
Oder gehts genau darum als Ziel?

(Hat schon seinen Grund, dass dieses Thema z.B. bei CN gebannt wurde)
edit wegen Nachtrag
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

...und genau da gehört so ein Thema auch hin. Das ist ein Reizthema, dass von allen Seiten emotional gesehen wird sowie jedesmal zu heftigen Reaktionen führt.
Dann diskutieren wir auf diesem Forum aber bitte auch nicht mehr über Goto oder Dobson für Anfänger, APO oder ED-APO, Sommerzeit oder nicht, eBay Käufe oder doch lieber "Ausführliche Beratung _komma_ statt überstürzter Kauf", woher Ersatzteile für die ***zensiert*** Steuerung bekommen oder gar irgendwelche einfältigen kosmologischen Alternativ„theorien“.

Tut mir leid, aber eine Diskussion lebt von unterschiedlichen Standpunkten und da Astronomie für 99% von uns ein Hobby ist, gehören da immer auch Emotionen dazu. Solange niemand niemanden beleidigt muss man hier über alles reden können was nur entfernt mit dem Thema zu tun hat. Und das Wetter und Klima haben sehr viel damit zu tun.

So - und jetzt räume ich meinen Kram zusammen, den ich später anlässlich des Tages der Astronomie bei uns auf der Terrasse der Sternwarte aufbauen werde. Der PowerCube hängt auch schon am Ladegerät. Das Wetter (viel zu warm für die Jahreszeit, aber so will es der Threadstarter ja haben ;)) lässt erwarten, dass der Besucheransturm nicht unter die Kuppel passen wird.

Viele Grüße
Maximilian
 

47Tau

Mitglied
Hallo Maximilian,
nur eine kurze Anmerkung: Alle Themen die du nennst, sind mit eideutig astronomischem Bezug, wie es das Boaed sein soll. Da bin ich ganz bei dir, gar keine Frage. Auch Wetter ja, uneingeschränkt.
Aber Klima und Wetter sind zwei verschiedene Sachen. Klima kann man super diskutieren... vielleicht im SmallTalk?
Und...hier sollte bewußt provoziert werden,
VG
Thorsten
 

Sternenfee123

Mitglied
Hi,

ein gesunder junger Mensch kommt mit der Klimaerwärmung um global 2 Grad vermutlich noch klar, ältere oder kranke Menschen nicht.

Ich merke es jetzt bei mir. Als die Temperatur im letzten Sommer Nachts über 32 Grad in unserer Wohnung stieig, wachte ich mit geschwollenen Knöcheln auf, die dann tagsüber immer weiter anschwellen, bis ich nicht mehr in die Schuhe reinkam. Zusätzlich massive Kreislaufprobleme, Gleichgewichtsstörungen, Stürze in Folge davon. :eek: Ok, is mein Problem und kratzt nen gesunden, jungen Menschen nicht.

Aber: wenn der Temperaturunterschied zwischen den mittleren Breiten und den hohen Breiten abnimmt (und das tut er jetzt schon, erst recht dann bei 2° globaler Erwärmung), beginnt der Jetstream zu mäandern. Das nennt man dann Omegalage. Und das hat zur Folge, daß man hier wochenlang das selbe Wetter hat. Entweder endloser Regen, Gewitterstürme, Hagelereignisse und Tornados, anschwellende Bäche und Sturzfluten durch Dörfer, Dammbrüche, überlaufende Stauseen, "Jahrhunderthochwasser" 2, 3 mal pro Jahr oder wochenlange Hitzeperioden mit massiv Staub und Dreck in der Luft (maue Durchsicht! für uns), die die Nachttemperaturen soweit hochtreiben, daß ältere, kranke Menschen reihenweise kollabieren... Hunderte Hitzetote. Das find ich garnicht lustig. Und wenn dann wegen der Hitze die Flüsse in Europa staubig werden, müssen alle Kraftwerke abgeschaltet werden, die von dort ihr Kühlwasser beziehen. Dann können auch unsere Nachbarländer keinen Atomstrom mehr ins deutsche Netz einspeißen...

Jede Menge Wildtiere verdursten und Fische gehen in den überhitzten, sauerstofffreien Flüssen ein und wir kriegen auch noch ein massives Hygieneproblem...

Bestimmte Gegenden der Welt sind dann über Monate nicht mehr bewohnbar, weil die Temperaturen dort dauerhaft auf über 50° steigen. -> Wetterflüchtlinge. Alles nicht lustig. :oops:
 

Hoschie

Mitglied
Moin Mike,
ich würde bevorzugen, angenehme paarundzwanzig Grad im Sommer - also nicht so bollenheiss wie es manchmal ist - und vorwiegend trocken.
Im Winter gerne gegen -10 Grad, aus dem einfachen Grund weil es dann klar ist. Regelmäßig Skilaufen (Langlauf) vor der Haustür wäre auch ganz nett, ohne dafür durch die halbe Republik gurken zu müssen. Da bist du im Alpenhochtal ziemlich gut aufgestellt. Hier im mitteldeutschen quasi-Flachland ist meistens nass und Nebel, das is nix.
Dazwischen darf es auch gerne mal regnen oder schneien, und wenns dann genug geregnet hat darfs gut sein. Vielleicht sollte ich auch in Richtung Alpen ziehen. Nur Gewitter und Unwetter mag ich halt nicht so...

Es gibt Leute, die sich mit Aussagen wie "bisschen wärmer würde mir ganz gut gefallen" trotzig gegen alle Klimaschutzmaßnahmen stellen, und generell klimawissenschaftliche Fakten infrage stellen. Dummheit und Ignoranz ist ihr gutes Recht, es soll sogar Präsidenten geben in dieser intellektuellen Kampfklasse. Und wenn sie Ende 50 oder älter sind und keine Kinder haben, dann könnte es sein dass sie ihre Haltung nie bereuen müssen. Aber die Auswirkungen auf Gesundheit und Gesellschaft (Stichwort Klimamigration) beginnen bereits heute spürbar zu werden. Was wir hier auf diesem Planeten gerade anrichten ist deswegen so schlimm, weil es nicht rückgängig gemacht werden kann. Alle zukünftige Generationen müssen damit leben. Und es ist ja nicht nur das Klima, was wir kaputtmachen!

CS Hoschie
 

eckehardt70

Mitglied
Schöne Diskussion,

Ist so ein wenig wie bei Pippi Llangstrumpf. Ich mache mir die Weltwie sie mir gefällt.
Das Terraforming haben wir ohne Sinn und Verstand gestartet und wo die Reise endet wissen wir nicht, aber viele ahnen es.
Ignorante, alterstarrsinnige und teilsenile ältere Herren in den Stellwerken der Politik und Wirtschaft machen mir nur wenig Hoffnung unsere dringlichen Problem anzugehen.
Die Natur kommt damit klar. Verlierer sind wir als Menschheit. Wir haben es vergeigt!
Die Klimamodelle haben den kommenden Wandel schon in den 60igern vorausgesagt. Die heutigen Modelle sind genauer, bestätigen aber nur, was wir lange wissen.
Vor ca. 14 Tagen haben wir es endlich geschafft den täglichen globalen Ölverbrauch auf knapp über 100 Millionen Barrel ( Ölfass mit ca, 120l) pro Tag zu heben. Bestmarke! Das war unseren Mainstreammedien nur eine Randnotiz wert.
Das Zeug landet fast zu 100% früher oder später in der Atmosphäre. Und wir freuen uns über kompostierbare Ohrenstäbchen, die zwar ein erfreulicher Ansatz sind, aber das Ruder nicht rumreisen werden.
Die Entwicklung sehe ich mit Sorge und das nicht nur im astronomischen Sinne.
Der Himmel wird durch billige LED Technik und deren unsinnige Nutzung immer heller. Die zunehmenden Tiefdruckgebiete werden die stabilen Hochdruckwetterlagen stärker Richtung Osten verdrängen und mehr Kondesstreifen werden in die zunehmend feuchte Luft gezaubert.
Dazu passen die Prognosen, das sich die Zahl der Flugpassagiere in 20 Jahren auf ca. 8Mrd. pro Jahr verdoppeln sollen.
Den optimalen Ort für seinen Labensinhalt kann man auch heute wählen, wenn man loslassen kann und über einen entsprechend gefüllten Gelbeutel verfügt.
Ein im mittel um 2Grad wärmer Alpenraum würde den Skisport gegen die Wand fahren. Geschätzt hängt jeder 14 Arbeitsplatz in Österreich vom Wintersport ab.

Gruß und CS
Thomas
 

Marty_McFly

Mitglied
Ein im mittel um 2Grad wärmer Alpenraum würde den Skisport gegen die Wand fahren. Geschätzt hängt jeder 14 Arbeitsplatz in Österreich vom Wintersport ab.
Dann sollen sie nicht diejenigen wählen, die den Klimawandel leugnen. Ich finde es sowieso schon krass, dass überall Schneekanonen stehen. Dieses Jahr gab es ja schon die Nachricht, dass das Wasser für die Schneekanonen fehlt. Da fehlen einem einfach die Worte. Wenn Skisport in den Alpen nicht mehr geht, dann geht Skiport in der Alpen nicht mehr. Fertig.
 

Hoschie

Mitglied
Dann sollen sie nicht diejenigen wählen, die den Klimawandel leugnen.
Tja, wohl wahr, aber in Wirklichkeit gibt es eben nur Pakete zu wählen, für die man einige Kompromisse eingehen muss. Und für manchen ist dann die Haltung zu Europa oder die Abschottung gegen Flüchtlinge ausschlaggebender. Wird ja auch genügend herummanipuliert an den Wählern, nicht nur auf Fakebook. Und wie man bei Trump oder in GB sieht, klappt das prima!
 

MikeWölle

Mitglied
PS: Das hier kann ich so nicht nachvollziehen, denn die Zahlen sagen etwas anderes: Bevölkerungsdichte Deutschland: 232 Einwohner pro Quadratkilometer, Lanzarote: 168, Irland: 68. Einer der Gründe, warum ich Irland so mag, dort sind mehr Schafe und Pferde als Menschen...

Maximillian, ich schrieb von Bewölkungsgrad, nicht Bevölkerung!
CS Mike
 

MikeWölle

Mitglied
Wisst ihr, vor 20 oder 30 Jahren hat mich das Wetter/ Klima auch schon interessiert, schon weil es wichtig für unser aller liebstes Hobby ist, dem Sternegucken. Damals konnte man sich mit anderen Interessierten ganz sachlich unterhalten, das Thema war eher eins für wissenschaftlich orientierte.Heute hingegen, ist das zu einem unglaublichem Politikum geworden.
Woran ich mich aber halten kann, sind nicht die Medien oder die öffentliche Meinung, sondern mein gutes altes Minimum Maximum Thermometer. Und das zeigt mir seit Jahrzehnten: Das Klima in meiner Heimatstadt wird für mich angenehmer. Die Anzahl der Tage mit geschlossener Schneedecke nimmt ab. Die Eistage werden weniger. Die Frosttage werden ebenfalls weniger. Der bei uns angenehme Frühling beginnt früher, der Herbst dauert länger. Es fällt im Schnitt weniger Schnee.
Man kann die Badesaison ausdehnen, länger offen mit dem Cabrio fahren. Man kann insgesamt mehr Zeit draussen verbringen ohne sich was abzufrieren. Dadurch hat man auch mehr Licht und bessere Stimmung im Winter. Das ist so. Und ich finde es gut so für mich und das darf auch mal gesagt werden.
Und ich kenne eine Menge Leute die ebenso empfinden.


CS Mike
 
Zuletzt bearbeitet:

Hoschie

Mitglied
Dadurch hat man auch mehr Licht und bessere Stimmung im Winter.
CS Mike
Hallo Mike,
dein gutes Recht, es wärmer besser zu finden, und soweit durchaus nachvollziehbar! Aber es gibt auch eine Reihe von Nebenwirkungen, die fangen mit Unwettern und Dürren an, setzen sich in Form von Hungersnöten, Epidemien, Artensterben, und Migration fort, und enden dann noch lange nicht in politischen Kapriolen mit hoffähigem Rassismus und dem Auseinanderfallen z.B. von Europa. Und da stehen wir erst ganz am Anfang.

Was deine Aussage zu Winter angeht, da muss ich dir auch widersprechen. Wärmere Winter machen mehr Schmuddelwetter, weniger Licht und schlechtere Stimmung.

CS Hoschie
 

MikeWölle

Mitglied
Hallo Hoschie, das mit dem Schmuddelwetter mag bei Dir so sein , bei uns hier ist, bedingt durch die spezielle Beckenlage in den Alpen, die Situation eine andere. Und die Nebenwirkungen von denen du sprichst, sind eher großräumiger bzw globaler Natur.
CS Mike
 

Okke_Dillen

Mitglied
Und ich kenne eine Menge Leute die ebenso empfinden.
Jo. Das nennt man Tanz auf dem Vulkan ;)

Wetter aufzeichnen ist sehr gut, Zusammenhänge und Wechselwirkungen verschiedener Klimazonen und den planetenübergreifenden Austausch unterschiedlicher Energiepotenziale ins Kalkül ziehen, ist sogar noch besser.

Hatten wir vor 20...30...40 Jahren in unseren Breiten Tennisball-große Hagelkörner? Tornados? Gleich mehrere im Jahr? Nö.

Man kann seinen Wohnort nicht als isolierte Box betrachten - wobei, können tut man das schon, ist jedermanns Freiheit, dies zu tun, aber es entgehen einem dabei 99% des Gesamtbildes ;)

However, dem Klima ist es so was von wurschd, wie emotional oder/und politisch wir Menschlein das sehen, es wandelt sich trotzdem. Das hat es auch schon immer getan, mal mehr, mal weniger. Es ist ihm genauso wurschd, ob antropogen oder nicht. Es sagt uns vollkommen unemotional: so isses, friß oder stirb!

Wobei "friß" bedeutet: arrangiere dich (und mach es nicht noch schlimmer)
und "stirb" ....

Und wenn du in einer Schönwetter-Oase wohnst, obwohl um dich herum die Amplituden größer geworden sind, würde ich es nicht so laut verkünden. Nachher will der weniger glückhabende Rest der Menschheit womöglich noch bei dir einziehen, oder du wirst aus diesem Idyll durch geldschwerere und machtreichere einfach verdrängt...

Beckenlagen haben übrigens auch so ihre Tücken. Sie können sich füllen...

Ich mein ja nur....
Welche Emotionen hier im Spiel sind, ist sowas von unglaublich irrelevant, es passiert einfach. Emotionslos.

Wobei, hoffen, daß es nicht so hart kommt, kann man ja immer ;)

In diesem Sinne, Grüße und CS!!
Okke
 

Demokrat

Mitglied
Man kann die Badesaison ausdehnen, länger offen mit dem Cabrio fahren. Man kann insgesamt mehr Zeit draussen verbringen ohne sich was abzufrieren. Dadurch hat man auch mehr Licht und bessere Stimmung im Winter. Das ist so. Und ich finde es gut so für mich und das darf auch mal gesagt werden.
Nichts gegen Meinungsfreiheit. Aber das liest sich für mich wie ein schlechter Scherz, der recht zynisch gegenüber all jenen ist, die von der Erwärmung tatsächlich existentiell, wirtschaftlich oder gesundheitlich bedroht sind. So nach dem Motto: "Hey, ich wohn auf einem Berg, da könnte die ganze Welt von mir aus gut mal 5 Grad wärmer sein, find ich cool."

Ich würde das eher nicht schreiben, solange nicht alle Menschen auf Bergen wohnen oder Deine Nachbarn sind, die dann mit dem Cabrio länger und öfter cool durch die Gegend düsen wollen... aber ich denke, das sollte wohl provozieren. (n)

lg
Niki
 

MikeWölle

Mitglied
Nun,

überlegen wir mal, die globale Durchschnittstemperatur liegt bei ca. 15-16 Grad Celsius. Die Jahresmittel für meine Heimat ( nächste Wetterstation ist Flughafen Zeltweg wenige Kilometer von meinem Haus entfernt, neben der berühmten F1 Rennstrecke) liegt so bei ca. 8 Grad.
Ich fühle mich wohl bei sagen wir 18 bis 25 Grad. Es ist mir also meistens zu kalt. Ich sehe es für mich persönlich als Vorteil an, wenn es ein wenig wärmer wird.
Die Beobachtungsnächte sind übrigens nicht weniger geworden, das Seeing nicht schlechter, Sturmschäden am Haus hatte ich noch nie, 2 bis 3 mal Hagel im Jahr gabs schon immer.
CS Mike
PS Provokation geht anders ( Achtung ziehmlich arg)
Stermann & Grissemann auf der grünen Skipiste
 
Zuletzt bearbeitet:

Hoschie

Mitglied
Hallo Mike,

wir drehen uns im Kreis!
Es ist nachvollziehbar, dass du wärmere Temperaturen angenehm findest. Geht uns Warmblütlern allen so, du hast es mehrfach betont, und Alle haben es verstanden. Aber den Klimawandel nur auf angenehmere Temperaturen zu reduzieren, ist ebent ein klitzekleines Bisschen kurz gedacht. Denn es ändert sich ja nicht nur in einer Blase um dich herum, sondern beeinflusst Flora, Fauna und nicht zuletzt Geologie (ganz besonders in den Alpen). Und das hat Folgen. Und diese Folgen haben wieder Folgen, undsoweiter.

Klimawandel bedeutet übrigens nicht automatisch, dass es überall einfach nur um ein paar grad wärmer wird. Die so häufig angesprochenen 2 Grad beziehen sich auf den globalen Durchschnitt. In Europa könnte es nämlich durchaus kälter werden. Wenn nämlich der nordatlantische Strom versiegt, der wird durch Eisbildung im Nordatlantik angetrieben ("thermohaline Zirkulation"), wird sich das Klimageschehen auf der Nordhalbkugel komplett neu sortieren. Und wenn der aus ist, dann ist er aus.

Also überleg mal!
Hoschie
 

MikeWölle

Mitglied
Hallo Hoschie,

natürlich wird das Folgen haben. Man wird mehr anbauen und ernten können. Wo früher nur Kartoffeln angebaut wurden, ist dann auch auch Weinanbau möglich. Der Sommertourismus wird bei uns in Österreich zunehmen. Die vielen Lawinentoten pro Jahr werden weniger. Die Heizkosten sinken. Die Durchlüftung der alpinen Becken wird besser, dadurch weniger Tote durch schlechte Luft. Neue Tier und Pflanzenarten werden heimisch werden.
Übrigens war es früher schon mal wärmer. Man findet immer wieder bei uns in Österreich an Stellen wo die Gletscher zurückgehen ausgeapperte Bäume aus früheren Wärmeperioden.
Das Argument mit der hallinen Zirkulation ist auch pure Spekulation und erinnert an schlechte Hollywoodfilme. Wer weiss schon was wirlich passieren wird. Bis jetzt können wir das Wetter für ein paar Tage einigermassen präzise vorhersagen, mehr nicht. Immerhin befinden wir uns zwischen zwei Eiszeiten und es könnte auch wieder kälter werden. Noch in den 80er Jahren gab es ernsthafte Diskussionssendungen von Klimaexperten zum Thema " Kommt die neue Eiszeit?"

CS Mike
 

Hoschie

Mitglied
Mike,
ich glaube du guckst zuviele Youtube-Videos!
Wir sollten das Thema besser seinlassen, sonst artet das hier gleich aus!
 

Demokrat

Mitglied
Hallo Hoschie, ich denke, hier findet keine Diskussion mehr statt, da Mike im Grunde nicht auf andere Argumente eingehen möchte. Da es nur mehr unsachlich ist, kann man es eigentlich bestenfalls als Lust an der Provokation werten.

"Die vielen Lawinentoten pro Jahr werden weniger." - Dafür ertrinken dann mehr Menschen auf Inseln und in Stürmen auf See ...
"Die Heizkosten sinken." - Dann reden wir mal über die Klimaanlagen, die angeworfen werden...
etc... etc...

Ich beende hiermit meinen Versuch, in eine interessantes Gespräch oder eine sachliche Diskussion zu kommen. (n)

lg
Niki
 
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