Optische und technische Veränderungen am Tellurium

wolff

Mitglied
Re: Bauphase 5 Schritt 3

Hallo Drachenrose

Danke, freut mich wenn Dir die Umbauten gefallen und Du die eine oder andere Sache auch anwendest.

Also Heft 54 mit dem dekorativen Endstück gibt es z.B. hier:

http://cgi.ebay.de/Modellbau-Solar-System-Nr-54-OVP-Tauschladen-/250831799902?pt=Zeitschriften&hash=item3a66bd865e

Das ist mit Abstand der billigste Anbieter. Falls Du nur 2 dekorative Endstücke benötigst, dann kaufe die Hefte einzeln bei dem Händler, weil einzeln kostet der Versand 1,45 und bei 2 Hefte mit einem mal kostet der Versand gleich 4 Euro. Du kannst also bei Einzelkauf mit einem Abstand von vielleicht 1 Woche 1,10 sparen. Wenn Du mehr als 2 Hefte kaufen willst, dann kauf alle mit ein mal, so fallen eben nur 1 mal 4 Euro Versandkosten an.

Die Tuningteile bekommst Du voraussichtich und wenn die für D nichts geändert haben mit Heft 104 und da ist auch ein Stellring für die rechte Achshalterung mit drin. Das ist die, die als letztes gebaut wurde und wo unten das große Messingzahnrad für den Antrieb mit dran ist (Bauphase 5 Schritt 4).
Dieser Stellring passt auch nur an dieser Achshalterung. Es bringt also später nichts, mehrere Hefte 104 zu kaufen, da der Außendurchmesser von dem Stellring größer ist als bei denen, die ich verbaut habe und da hat man absolut keine Chance, die an den anderen beiden Achsträgern zu montieren.

Ich habe gerade gesehen, der Zeiger den ich verbaut habe, ist sogar 25 mm lang,

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=290550026406

aber in 24 mm Länge gibt es den sowieso nicht, nur auch in Messing ;)

Gruß Michael
 

wolff

Mitglied

wolff

Mitglied
Optimierung am Erdunterstützungsarm

Hallo Bastler

Als ich letztens mit dem Tellurium so rumgespielt und ich mir dabei die Umbauten so angesehen habe kam mir die Idee, auf dem Erdunterstützungsarm eine Feder einzusetzen, die die Lager und die Bauteile immer schön gleichmäßig und Druck hält und eventuelle Ungenauigkeiten der Bauteile abfedert – hier meine Idee:


Benötigtes Material:


1 x Feder 7 x 12 mm, gibt es z.B. im Baumarkt
1 x Messingrohr 9 x 8 mm, ist noch von den Umbauten übrig


Benötigtes Werkzeug:


Rohrschneider


Als erstes habe ich von dem Messingrohr 9 x 8 mm ein 9,5 mm Stück abgeschnitten, was den in Bauphase 1 Schritt 2 – 4 gefertigten Abstandhalter auf dem Erdunterstützungsarm ersetzten wird und dabei gleichzeitig die Feder abdeckt.

Jetzt habe ich den Erdunterstützungsarm demontiert, so dass ich an den Abstandhalter zwischen dem 91 zähnigen Zahnrad und Kettenrad komme. Diesen Abstandhalter abnehmen, die Feder aufstecken, die neue Abdeckhülse darüber schieben und den Erdunterstützungsarm wieder montiert.

Jetzt die ganze Einheit zusammendrücken und die Hutmutter unten aufsetzen. Diese nun soweit festziehen, dass die Abdeckhülse gerade so an dem Axialkugellager unterhalb dem Kettenrad anliegt, ohne es fest zu spannen – fertig.

Die Feder sorgt jetzt dafür, dass alle Bauteile schön gleichmäßig angedrückt werden, aber trotzdem schön weich und rund drehen.
Der Federdruck wird von allen Drucklagern entsprechend aufgenommen.
Die Feder läuft absolut Geräuschlos mit, da sie oben an der unteren Lagerhälfte und unten an dem Zahnradstellring vom 91 zähnigen Zahnrad anliegt – sie dreht sich praktisch samt Abdeckhülse mit.

Eventueller Verschleiß oder kleinere Ungenauigkeiten werden nun von der Feder automatisch ausgeglichen, ein Nachstellen an der Hutmutter ist somit nicht mehr notwendig.

Bei der Gelegenheit konnte ich auch gleich die lange Kette über das Kettenrad legen.

Anmerkung:
Diese Veränderung nicht am originalen Modell vornehmen, da hier keine Drucklager verbaut sind, die die Federspannung aufnehmen können!

Gruß Michael
 

Anhänge

wolff

Mitglied
Optimierung der zentralen Achse

Hallo Bastler

Da sich der Einsatz der Feder am Erdunterstützungsarm ausgezahlt hat und man absolut keine Einstellungen bezüglich dem Lagerspiel vornehmen muss, kommt auch an der zentralen Achse eine Feder zum Einsatz. Gerade hier laufen mehrere Zahnräder und Segmente in verschiedenen Richtungen, da ist ein optimales Lagerspiel zu jeder Zeit sehr nützlich – hier meine Version:


Benötigtes Material:

1 x Feder 7 x 19 mm, gibt es z.B. im Baumarkt
1 x Messingrohr 9 x 8 mm, ist noch von den Umbauten übrig


Benötigtes Werkzeug:

Rohrschneider


Als erstes habe ich von dem Messingrohr 9 x 8 mm ein 13 mm Stück abgeschnitten, was den in Bauphase 2 Schritt 5 – 8 gefertigten Abstandhalter auf der zentralen Achse ersetzten wird und dabei gleichzeitig die Feder abdeckt.

Jetzt habe ich oben das dekorative Endstück abgeschraubt und die oberen Zahnräder abgenommen, bis ich an den Abstandhalter gekommen bin. Nachdem der Abstandhalter abgenommen ist, die Feder aufstecken, die neue Abdeckhülse darüber schieben und die abgenommenen Zahnräder wieder aufstecken.

Jetzt das ganze zusammendrücken und das dekorative Endstück aufdrehen. Dieses nun soweit festziehen, dass die Abdeckhülse gerade so an dem Axialkugellager unterhalb dem Kettenrad anliegt, ohne es fest zu spannen – fertig.

Die Verbesserung ist wie beim Erdunterstützungsarm, die Feder sorgt jetzt dafür, dass alle Bauteile schön gleichmäßig angedrückt werden, aber trotzdem schön weich und rund drehen.
Der Federdruck wird von allen Drucklagern entsprechend aufgenommen.
Die Feder läuft absolut Geräuschlos mit.

Bei der Gelegenheit konnte ich auch hier gleich die lange Kette über das Kettenrad legen.

Anmerkung:
Diese Veränderung nicht am originalen Modell vornehmen, da hier keine Drucklager verbaut sind, die die Federspannung aufnehmen können!

Gruß Michael
 

Anhänge

wolff

Mitglied
Bauphase 7 Schritt 1 und 2

Hallo Bastler

Nachdem es nun in den letzten Montageschritten keine weiteren Veränderungen gab, da hier nur der Motor, die Steuereinheit und die Gehäuseverschraubung behandelt wurden, geht es heute mit den Umbauten an der Antriebsachse weiter.
Für Veränderungen am Motor wurde ein eigenes Thema gestartet.

Ich habe ja in der anderen Sektion schon geschrieben, dass der Abstandhalter und die Montage vom 20 – zähnigen Zahnrad unterhalb der Grundplatte gegenüber dem auf der Montage DVD gezeigten geändert wurde, wodurch das Risiko besteht, dass diese Einheit nach dem Verschrauben vom Gehäuse nicht einwandfrei funktioniert.
Außerdem hat sich die Optimierung vom Erdunterstützungsarm und der zentralen Achse mit einer Druckfeder bewährt, weshalb auch hier wieder eine Feder zum Einsatz kommt – hier meine Version:


Benötigtes Material:

1 x Axialrollenlager AXK 0515 Maße: 5 x 15 x 4
1 x Axialkugellager F5 – 12 Maße: 5 x 12 x 4 gibt es z.B. hier:
www.kugellagershop-berlin.de

1 x kurzer Gewindestift, ist noch aus dem zweiten Heft 60 übrig
1 x Sicherungsring aus Heft 56, gibt es z.B. bei Ebay
1 x Feder 6 x 10 mm, gibt es z.B. im Baumarkt*
3 x Messing - Unterlegscheibe 5,2 x 15 x 1 mm – gibt es im Baumarkt
1 x Stellring 11 x 24 x 5 mit Gewindestift - gibt es in der englischen Telluriumausgabe 52, oder wahrscheinlich in Heft 104

* TIP: Es werden im Baumarkt teilweise Federsets in gefächerten Kunststoffboxen angeboten, die eine Vielzahl verschiedener Federn beinhalten. Diese sind oftmals günstiger, als wenn man alle Federn einzeln kauft ;)


Benötigtes Werkzeug:

Bordwerkzeug
Schleifpapier verschiedene Körnung


Als erstes habe ich den Innendurchmesser vom Stellring mit Schleifpapier von 11 mm auf 12 mm vergrößert, damit dieser sich über die Mittelsäule schieben lässt.
Nachdem der komplette obere Aufbau in die Säulenhalterung der gravierten Grundplatte so montiert wurde, dass die Mittelsäule mit dem 160 – zähnigen Zahnrad oben bündig ist, steht bei korrekter Montage nun die Mittelsäule nach unten 7 mm heraus.

Zur Erinnerung:
Wie in Bauphase 3, Schritt 2 und 3 schon angekündigt, habe ich ja die neue Mittelsäule damals 7 mm länger gefertigt, da mir die Befestigung der Mittelsäule durch nur einen Gewindestift in der Säulenhalterung zu unsicher erscheint.

Jetzt habe ich den bearbeiteten Stellring von unten auf die Mittelsäule geschoben, so dass er schön fest an dem Säulenhalter anliegt und dann den Gewindestift festgezogen.
Als nächstes habe ich das 20 – zähnige Zahnrad unten auf der Antriebsachse montiert und zwar genau so, wie es im Heft 97 vorgegeben wird. Da nun nach unten hin 12 mm Platz ist, habe ich hier zur Stabilisierung und zur Sicherheit gegen Verrutschen den Sicherungsring aus Heft 56 aufgesteckt und festgezogen.

Als nächstes habe ich von oben die Feder, eine Messing – Unterlegscheibe und das Axialkugellager aufgeschoben, bis alles unten schön anliegt.

Nun habe ich die Antriebsachse von unten durch die Kugellager der Mittelsäule geschoben, bis diese oben etwa 1 cm heraus steht. Jetzt eine Messing – Unterlegscheibe, das Axialrollenlager und nochmals eine Messing – Unterlegscheibe aufstecken.
Diese Bauteile ersetzen die Plastik - Unterlegscheibe 98 und den Messing - Abstandhalter 99 und gleichen die Differenzen aus, die bei vorhergehenden Veränderungen entstanden sind.
Ich habe mich hier für ein größeres Axialrollenlager mit 15 mm Außendurchmesser entschieden, damit dieses auf dem Rand des Stellrings vom 160 – zähnigen Zahnrad drückt und dieses Zahnrad dadurch besser geführt wird.

Jetzt die Antriebsachse etwas weiter durchschieben und das 14 – zähnige Kettenrad mit aufgelegter langer Kette aufstecken, die Antriebsachse noch weiter nach oben schieben und den Stellring 103 sowie das 14 – zähnige Kettenrad 104 mit aufgelegter kurzer Kette aufstecken.

Die Antriebsachse jetzt soweit nach oben drücken bis das untere 20 – zähnige Zahnrad und das 102 - zähnige Zahnrad eine Höhe haben. Da die unten eingesetzte Feder bereits unter Spannung steht muss jetzt der Gewindestift im Stellring 103 festgezogen werden, damit die Antriebsachse nicht wieder nach unten rutscht. Hierbei gleich den kurzen Gewindestift aus Heft 60 einsetzten.

Jetzt kann das Gehäuse samt Ummantelungen, wie in den entsprechenden Bauabschnitten beschrieben, montiert werden.
Danach den Gewindestift im Stellring 103 wieder lösen, damit sich die Antriebsachse richtig positionieren kann – fertig.


Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend, die Einheit läuft butterweich, ein Nachstellen ist durch den Einsatz der Feder nicht notwendig, die Antriebsachse wird immer optimal gegen den Mitnehmer vom Motor gedrückt und kann nicht von selbst nach oben hin verrutschen.

Die Antriebsachse sucht sich durch die Federkraft von selbst die optimale Stellung und spannt dabei ständig das untere Axialkugellager entsprechend.
Durch den zusätzlichen Stellring unterhalb vom Säulenhalter hat die Mittelsäule in der Lagerung jetzt richtig halt und kann nicht nach oben wandern. Oben wird die Mittelsäule von den Stellringen des 91 – zähnigen und des 160 – zähnigen Zahnrades gehalten.

Bitte beachten:
Bei original belassenen Modellen kann auch hier keine Feder verwendet werden!


Gruß Michael
 

Anhänge

MarcusFecht

Mitglied
Re: Bauphase 7 Schritt 1 und 2

Hallo,

ich habe einen Verbesserungsvorschlag zu machen.
Es geht um die beleuchtete Sonne.

In einem englischen Forum in dem es um das Tellurium geht hat jemand in den Stab in der Sonne zusätzliche LEDs eingebaut (von 3 auf 6 LEDs), die er von einer zweiten Sonne hatte. Dies hätte die Helligkeit verdoppelt.

Ich kann diese Verbesserung leider nicht selbst machen da mir im Moment die Kenntnisse fehlen aber ich bin mir sicher jemand ;)) wird sich da auskennen...

Grüße

Marcus
 

wolff

Mitglied
Beleuchtete Sonne

Hallo

Eine Verbesserung der Leuchtkraft ist wohl sehr wahrscheinlich notwendig, da wie schon geschrieben durch die Lackierung die Leuchtkraft sehr herabgesetzt wird und sich dadurch eine Finsternis schlecht darstellen lässt.
Wolfgang hatte ja Anfangs schon geschrieben, dass er die Hülle der Sonne entfernt hat, um eine Finsternis auch deutlich darstellen zu können.

Wie Freddy in der anderen Sektion schon geschrieben hat - warten wir mal ab und gucken dann, was man da machen kann.

Mir persönlich schwebt eigentlich eine "weiße Sonne" zu diesem Zweck vor, so wie die Leuchtkugel bei meinem Orrery - nur eben größer, aber schaun wir mal, wenn es in 2 Wochen soweit ist ;)

Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Beschaffung von Material und Werkzeug

Hallo Bastler

Aus gegebenen Anlass möchte ich hier noch einmal deutlich betonen, dass es in einem gut ausgestatteten Baumarkt maximal:

Messingmuttern
Messingscheiben
Messinghutmuttern
Messingrohre von 2 - 10 mm Außendurchmesser in 2er Schritten gibt,
so wie ich es auch in allen Umbauberichten entsprechend immer dahinter geschrieben habe.

Natürlich bekommt man im Baumarkt auch normales Werkzeug wie:

Schleifpapier
Schlüsselfeilen
Rohrschneider
Gewindeschneider
Senker
Metallbohrer, u.s.w.

Also wem in seiner Gegend nur ein durchschnittlicher Baumarkt zur Verfügung steht, der sollte nicht zu viel erwarten und lieber gleich in ein Modellbau - Fachgeschäft oder online gehen.


Alle anderen speziellen Bauteile wie:

Stellringe
Uhrzeiger
Kugellager
Axiallager
Messingrohre in Sondergrößen,
eben alle speziellen Sachen kann man entweder bei den hier angegebenen Anbietern beziehen, oder aber man benutzt die Suchfunktion im Internet - es gibt meistens mehrere Anbieter für eine Sache.

Bei Material, was z.B. über Ebay bezogen werden kann, setze ich meistens bewusst keinen Direktlink, da das Angebot auch irgendwann beendet ist und der Link somit keinen Dauerhaften Sinn macht.
Bitte auch hier die Suchfunktion bei Ebay benutzen, ist eigentlich mit dem richtigen Suchbegriff auch ganz einfach.

Ich wünsche allen "stillen Mitlesern und Umbauern" weiterhin gutes gelingen - ein paar Umbauberichte kommen ja noch bis zur Fertigstellung ;)

und bei dieser Gelegenheit mal ein dickes DANKE! an den Administrator, dass hier die ganzen Links von Anbietern stehen bleiben dürfen :super:


Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Bauphase 7 Schritt 3

Hallo Bastler

Nachdem nun das 158 – zähnige Zahnrad auf der richtigen Seite poliert ist bin ich davon ausgegangen, dass nicht mehr so viel schief gehen kann, aber dass war dann wohl ein Irrtum.
In einer der letzten Bauabschnitte und bei den letzten beiden Bauteilen für die Fertigstellung schlägt das Pech noch mal richtig zu und erinnert dabei unsanft an die Gesamtqualität von diesem Produkt.
Im Einzelnen ist es so, dass in diesem Montageschritt wieder etwas zu dem auf der Montage – DVD gezeigten geändert wurde. Die Plastik – Unterlegscheibe, die zwischen oberes Kettenrad und Sonnen – Spindel gelegt werden soll, ist auf der Montage – DVD in diesem Montageschritt gar nicht vorgesehen – hier liegt die Sonnen – Spindel direkt auf dem Kettenrad.
Grundsätzlich ist die Idee, hier eine Kunststoffscheibe zwischen zu legen gut, aber leider ist die Sonnen – Spindel unten zu ungenau angepasst worden.
Dadurch steht das 158 – zähnige Zahnrad umlaufend höher als das 24 – zähnige Zahnrad auf der zentralen Achse.
Dazu kommt, dass die Bohrung in der Sonnen – Spindel bei mir nicht tief genug gebohrt ist, wodurch die Sonnen – Spindel dann in der Luft hängt, wackelt und der Zahnradversatz noch verstärkt wird.
Nun gut, der Ärger ist bei mir hier nicht all zu groß, da ich sowieso umgebaut hätte, legendlich die Tatsache, dass ich die Antriebsachse oben ca. 1 mm einkürzen muss, ist ärgerlich.
Da sich das obere Kettenrad und die Sonnen – Spindel entgegengesetzt zueinander drehen, möchte ich hier auch den Reibungskräften entsprechend entgegenwirken und bei dieser Gelegenheit gleich den großen "Abfallspan", der den Zeiger darstellen soll, austauschen – hier meine Version


Benötigtes Material:

Farbspray mattschwarz – gibt es z.B. im Baumarkt
1 x Zeiger „Augusta“ von Junghans Kienzle, 100 mm lang, gibt es z.B. bei Ebay
1 x dekoratives Endstück aus Heft 54, gibt es z.B. bei Ebay
1 x Messingschraube M 3 x 20 mm, gibt es z.B. im Baumarkt
1 x Axialkugellager F5 – 12 Maße: 5 x 12 x 4 gibt es z.B. hier:
www.kugellagershop-berlin.de


Benötigtes Werkzeug:

Bordwerkzeug
Eisensäge
Feile
Akkuschrauber


Da ich die 2 mm Plastik – Unterlegscheibe (105) durch ein 4 mm Axialkugellager ersetzten will, muss ich zuerst einmal unter Berücksichtigung der entstehenden Differenz von 2 mm, an der Unterseite der Sonnen – Spindel ausmessen, um wie viel diese hier gekürzt werden muss, damit die Sonnen - Spindel richtig auf dem Axialkugellager aufliegt und gleichzeitig das 158 – zähnige Zahnrad einen Höhe mit dem 24 – zähnigen Zahnrad hat.

Achtung:
Auf Grund der Fertigungstolleranzen sollte hier individuell gemessen werden.

Jetzt habe ich die Sonnen - Spindel unten um 2,5mm gekürzt, wobei ich erstmal 2 mm mit der Eisensäge abgeschnitten habe. Um einen geraden Schnitt zu bekommen, habe ich mir ein Stück Messingrohr mit 12 mm Innendurchmesser zugeschnitten und unten auf die Sonnen – Spindel gesteckt, so dass 2 mm heraus stehen. Die restlichen 0,5 mm habe ich mit einer Feile abgefeilt und zwischendurch immer wieder Maß genommen. Damit die Fläche auch schön rund und gleichmäßig wird, habe ich die Sonnen – Spindel mit der Spitze in den Akkuschrauber eingespannt, laufen lassen und dabei entsprechend gefeilt. Die Spitze der Sonnenspindel habe ich mit Klebeband umklebt, damit hier die Oberfläche nicht beschädigt wird.
Jetzt habe ich die Antriebsachse oben um 1 mm gekürzt, damit die Sonnen – Spindel später auch weit genug nach unten kommt.

Als nächstes habe ich das Axialkugellager auf die Antriebsachse gesteckt, das 158 – zähnige Zahnrad an der Sonnen - Spindel wie vorgesehen befestigt und diese Einheit dann komplett auf die Antriebsachse gesteckt.

Als letzte Veränderung habe ich den 100 mm langen Zeiger „Augusta“ so gebogen, dass er dem original ähnlich ist, aber auch beim Umlauf nirgendwo hängen bleibt – hier muss man etwas rumprobieren.
Unten habe ich den Zeiger entsprechend gebogen, so dass er auch auf die Skalierung der Grundplatte zeigt. Nun habe ich die Zeigerspitze entsprechend gekürzt, eine Spitze dran gefeilt und dann den Zeiger beidseitig mattschwarz lackiert.

Während dass trocknet, habe ich von der Messingschraube M 3 x 20 mm ein 10 mm langes Stück abgeschnitten, so dass ich einen Gewindestift ohne Kopf habe.

Zum Schluss den gefertigten Gewindestift in das dekorative Endstück eindrehen, durch den Zeiger stecken und dann am entsprechenden Gewinde vom Erdarm eindrehen. Vor dem festziehen den Zeiger ausrichten, die unbeleuchtete Sonne aufstecken – fertig.

Das Ergebnis ist wieder sehr zufriedenstellend. Das 158 – zähnige Zahnrad läuft butterweich und hat umlaufend auch eine Höhe mit dem 24 – zähnigen Zahnrad auf der zentralen Achse.
Durch die Auflage auf dem Axialkugellager und der bearbeiteten Unterseite der Sonnen – Spindel, liegt die ganze Einheit auch schön stabil auf und eiert beim Umlauf nicht nach oben oder unten.

So, jetzt kann man sagen, dass Tellurium ist soweit fertig, dass man das Gerät als solches schon mal voll einsetzen kann. Vielleicht sind noch ein paar Modifikationen an der beleuchteten Sonne notwendig, aber dass ist dann keine große Sache mehr.


Wenn alles, oder alles relevante gut und ordentlich umgebaut wurde, läuft das Tellurium schön weich, gleichmäßig und leise.
Es ist in der Endgeschwindigkeit sogar schneller als das Original, wobei das eigentlich nicht so wichtig ist und auf die Verringerung der Reibung innerhalb des Modells zurückzuführen ist.
Wichtig und vor allem erfreulich ist, dass das Tellurium in allen möglichen Geschwindigkeiten aber auch auf niedrigster Geschwindigkeitsstufe gleichmäßig und ruckelfrei läuft :)

Somit haben sich zusätzliche Investitionen, die ganzen Umbauarbeiten und vor allem die zeitnahen Fehlerbeseitigungen am Ende auch richtig gelohnt :) :) :)


Wer möchte, kann auch gerne seine Umbauten hier vorstellen. Es gibt bestimmt auch andere interessante Möglichkeiten und Varianten, die man beim Umbauen anwenden kann ;)


Gruß Michael
 

Anhänge

wolff

Mitglied
Bauphase 8 Schritt 1

Hallo Bastler

Die mit Ausgabe 103 gelieferte "beleuchtete" Sonne mit mittlerer Naht und Trennfuge im unteren Bereich kann man vielleicht als Hintergrundbeleuchtung abends beim Fernsehen verwenden, aber für den in Heft 103 auf Seite 4 oben links ausgelobten Zweck ist die Sonne, wie schon von Anfang an erwartet, ungeeignet.
Es lassen sich keine deutlichen Finsternisse bzw. Mondphasen damit darstellen, da die Leuchtkraft unter anderem wegen der Lackierung zu schwach ist.
Zudem ist es relativ aufwendig, die Sonne ein – und auszuschalten, da immer wieder das Sonnenoberteil abgenommen werden muss. Im entsprechenden Montageschritt auf der DVD wird die Sonne eigentlich durch einen leichten Fingerdruck von oben ein – und ausgeschaltet.
Da ich das Tellurium auch dem Zweck entsprechend verwenden möchte und nicht nur als hübschen Staubfänger im Regal abstellen will und es auch mit den optischen Veränderungen insgesamt zum Orrery passen soll, muss hier wieder die eine oder andere Sache umgebaut werden – hier meine Version.

Benötigtes Material:


1 x Messingrohr 3,05 x 3,5 mm – ist noch von den Umbauten übrig
1 x Messingrohr 5 x 4 mm – gibt es z.B. bei Ebay
1 x Schraube M 4 x 15 mm – gibt es z.B. im Baumarkt
1 x Messingunterlegscheibe 3 x 7 x 0,5 mm – gibt es in jedem gut ausgestatteten Baumarkt
1 x Jonglierball 75 mm Durchmesser – gibt es z.B. hier:
http://www.glowball.de/jonglier-glowball/index.html


Benötigtes Werkzeug:


Bordwerkzeug
Bohrer 5 mm
Schlüsselfeile
Rohrschneider
Schraubensicherungsmasse
Nitroverdünnung oder anderes Lösungsmittel für Farben


Als erstes habe ich bei dem Jonglierball, der die neue beleuchtete Sonne werden soll, unten die komplette LED – Einheit ausgebaut, da sich zum einen mit dieser die neue Sonne nicht gut auf der Sonnen – Spindel befestigen lässt und zum anderen die farbigen LED,s ungeeignet sind. Zudem ist die Kugel mit einer Art „Granulat“ gefüllt, was entfernt werden muss.
Mit Geduld und Vorsicht lässt sich das eingeklebte Unterteil ohne Beschädigungen entfernen.

Nachdem ich das „Granulat“ ausgekippt habe muss jetzt das Unterteil 111 der originalen Sonne im Außendurchmesser soweit verkleinert werden, dass es sich gut in die untere Öffnung der neuen Sonne einsetzten lässt und gleichzeitig auch gut und fest sitzt. Bevor ich damit beginne, habe ich die farbige Lackierung vom Unterteil 111 entfernt, damit das zu der neuen Sonne passt. Das lässt sich relativ einfach mit Nitroverdünnung machen.

Achtung:
Es darf nur gewischt werden – NICHT das Bauteil einweichen, da die Nitroverdünnung auch den Kunststoff mit der Zeit anlöst.

Jetzt habe ich in die Bohrung vom Sonnenunterteil ein Stück Messingrohr gesteckt, so dass dieses schön fest sitzt. Das ganze nun in den Akkuschrauber einspannen und beim Laufen lassen den Außendurchmesser entsprechend verringern. Hierfür habe ich eine Schlüsselfeile genommen und mit der Kante der Schlüsselfeile das Material abgetragen. Es muss individuell immer wieder mal geprüft werden, ob die neue Sonne auf das originale Unterteil passt.

Jeder der die originale Sonne behalten und nur die Bedienfunktion verbessern möchte, braucht bei Bedarf erst ab hier die Bauabschnitte verwenden.

Da ich die Sonne auch wie auf der DVD dargestellt mit einem leichten Fingerdruck von oben ein und ausschalten möchte, muss jetzt ein entsprechender „Mechanismus“ gefertigt werden, der diese Funktion ermöglicht.
Zu diesem Zweck habe ich die Bohrung in dem Sonnenunterteil mit einem 5 mm Bohrer komplett durchgebohrt. Jetzt muss auch das Unterteil der Beleuchtungseinheit 112 bearbeitet werden, damit über eine Art Stößel der innen liegende Schalter betätigt werden kann.
Dazu habe ich die Beleuchtungseinheit 112 zerlegt und nur das Unterteil mit Feder entnommen. Hier muss der angesetzte Kunststoffstift entfernt und eine 5 mm Bohrung genau mittig gesetzt werden. Dazu habe ich das Teil auf den inneren Stutzen vom Sonnenunterteil gesetzt und von der anderen Seite mit dem 5 mm Bohrer durchgebohrt – dabei wird der Kunststoffstift automatisch mit entfernt.

Nun muss ein entsprechender Stößel gefertigt werden der es ermöglicht, dass der Fingerdruck auf die Sonne über die Spitze der Sonnenspindel auf den innen liegenden Schalter übertragen wird.
Hierfür habe ich von der Schraube M 4 x 15 mm ein 13,5 mm langes Stück abgeschnitten und dabei gleich den Schraubenkopf entfernt. Jetzt habe ich an dem entstandenen Gewindestift auf 5,5 mm Länge den Durchmesser von 4 auf 3,05 mm durch abschleifen verringert, dieses Ende zeigt später zum Schalter in der Beleuchtungseinheit.

Damit der Stößel auch schön leicht gleitet und beim abnehmen der beleuchteten Sonne nicht heraus fällt, habe ich von dem Messingrohr 3,05 x 3,5 mm ein 5 mm Stück abgeschnitten. Von dem Messingrohr 5 x 4 mm habe ich ein 8 mm Stück abgeschnitten.
Jetzt muss die Messing – Unterlegscheibe und dann das 5 mm Stück Messingrohr auf das dünne Ende vom angefertigten Gewindestift aufgesteckt werden. Jetzt das 8 mm Stück Messingrohr auf die andere Seite vom Gewindestift aufstecken. Sollte das nicht fest sitzen, kann man die Messingrohre entsprechend mit Schraubensicherungsmasse an dem Gewindestift verkleben.

Jetzt den Stößel in das Unterteil der Beleuchtungseinheit einsetzen, so dass die Messing Unterlegscheibe und das dünne Ende vom Stößel nach oben zeigen. Das Unterteil jetzt wie original vorgesehen auf die innere Aufnahme vom Sonnenunterteil aufstecken. Hier muss jetzt dafür gesorgt werden, dass diese Verbindung fest sitzt, damit die Beleuchtungseinheit bei Betätigung per Fingerdruck nicht nach oben rutschen kann – hier kann man kleben oder Tesafilm zum Einsatz bringen.
Jetzt die Beleuchtungseinheit mit Feder am Unterteil ansetzen und dabei kontrollieren, dass der Stößel auch korrekt am Schalter anliegt, dann die Beleuchtungseinheit wieder verschrauben.

Zum Schluss das Sonnenunterteil mit der montierten Beleuchtungseinheit in die Sonne einsetzen und auf die Sonnenspindel stecken – fertig.


Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Die Beleuchtung lässt sich nun durch fingerleichten Druck auf die Sonne ein – und ausschalten.
Das Licht ist mit der neuen Sonne deutlich heller als bei der original lackierten Sonne, es lassen sich jetzt deutlich Mondphasen darstellen :)

Sonnenfinsternisse mit richtigen Kernschattenwurf auf der Erde lassen sich aber leider mit der originalen Beleuchtungseinheit dennoch nur schwer oder gar nicht darstellen, - die Leuchtkraft der LED,s ist immer noch zu schwach.

Eine Veränderung bzw. Verbesserung der Beleuchtungseinheit könnte dieses Problem abstellen, die Grundvoraussetzung mit der weißen Sonne ist ja schon mal gegeben – schaun wir mal, was es da so für Möglichkeiten gibt ;)



Gruß Michael
 

Anhänge

wolff

Mitglied
Ergebnis vom Belastungstest

Hallo Bastler

Ich habe mein Tellurium in der Zwischenzeit mal einem "Belastungstest" unterzogen und von 2012 auf 2200 und wieder zurück laufen lassen, immer schön verteilt jeden Tag etwas und am Wochenende etwas mehr. Vorher habe ich natürlich alles kalibriert um zu gucken, ob es nach dem Rücklauf alles noch so ist wie vorher.

Ergebnis:

Das Tellurium läuft jetzt insgesamt etwas "leichter" wie beim Start, so jedenfalls mein Eindruck, aber es ist weder schneller noch langsamer geworden.
Man kann es am Geräusch vom Motor hören, er läuft jetzt irgendwie "freier".
Der Motor hat eine begrenzte Höchstdrehzahl, die anscheinend auch schon voll ausgeschöpft wird - ist aber wie schon mehrfach geschrieben nur zur Info und eigentlich absolute Nebensache.
Nach dem Rücklauf auf das Jahr 2012 ist die Kalibrierung noch genau so, wie sie vorher eingestellt wurde.
"Entgleisungen" der beiden auf Kugellager aufgelegten Zahnräder gab es nicht, der Mond ist die ganze Zeit immer schön in der Führungsnut geblieben - jedenfalls war es immer so, wenn ich mal gucken gegangen bin.

Deutlich zu sehen ist Lackabrieb an den Zähnen der Zahnräder und auch auf der Oberseite der Kettenräder. Dieser Abrieb lässt sich relativ leicht wegblasen oder mit dem Pinsel aus dem Werkzeugset abpinseln.
Die Sache mit dem Abrieb ist aber normal, dass war beim Orrery anfangs auch und ist mit der Zeit zurück gegangen - irgendwann ist ja der Lack auch mal ab :/

Der Abrieb an den Wellen, auf denen die Zahn - und Kettenräder laufen hält sich schön in Grenzen. Dadurch, dass horizontal nichts auf Spannung oder unter Druck läuft und ich den Klarlack an allen Wellen gleich entfernt habe, entsteht hier fast kein Abrieb. Allerdings habe ich die Wellen in den Reibungsbereichen nachträglich noch ganz dünn mit MoS2 - Paste eingestrichen, obwohl ich das eigentlich nicht wollte, aber da es dort ab und zu zum Quitschen geneigt hat, habe ich mich umentschieden.
Zwischen den Zahnrädern und Abstandhaltern gibt es natürlich 0 Abrieb, da hier Axiallager eingesetzt wurden.

Am Tage benutze ich die originale unbeleuchtete Sonne, bei "Vorführungen" im dunkeln kommt dann die umgebaute beleuchtete Sonne zum Einsatz.
Die sieht übrigens auch nicht viel anders aus als dass, was man mit vorgesetztem normalen Sonnenfilter durch ein Teleskop sieht, wenn man Sonnenbeobachtungen macht ;)

Also im großen und ganzen ist das Tellurium in dieser Form dauerhaft belastbar und kann jeden Tag benutzt werden.
Eine Optimierung wäre noch, wenn die Zahn - und Kettenräder, die an den Wellen reiben mittig kugelgelagert wären, aber das werde ich vorerst nicht machen, da keine wirkliche Notwendigkeit besteht.

Naja und die Leuchtkraft der Sonne muss zum deutlichen Darstellen von Finsternissen noch verstärkt werden, da bin ich gerade dran was zu probieren, ist aber nicht sicher - kommt kein Bericht, hat,s nicht geklappt - wir werden sehen.

Fazit:

Das Tellurium ist mit zusätzlichen Investitionen und Nacharbeiten aber auch NUR durch Nacharbeiten gut zum Laufen zu bringen und dann auch ein schönes und funktionales Gerät was dauerhaft Spass machen kann :)


Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Bessere Bauteile statt Umbauen

Hallo Bastler

Falls jemand mit seiner Erde und/oder unbeleuchteten Sonne nicht zufrieden ist, oder wem das eiernde und lose sitzende 54 - zähnige abgeschrägte Zahrad oben auf dem Erdunterstützungsarm nervt, der kann auch anstatt aufwendig umzubauen versuchen, die Hefte mit den entsprechenden Bauteile aus China? zu bekommen - die beigepackten Bauteile in den Heftnummern sind wohl mit denen in England und unseren identisch.
Sollte da jemand eine Quelle finden, dann bitte kurze Info über die PN -Box, ich hätte da auch noch Interesse an dem einen oder anderen Bauteil ;)

Über folgende Link,s kann man ganz klar erkennen, das dort scheinbar "unser" Tellurium in einer anderen Qualitätsstufe vertrieben wird.

http://www.youtube.com/watch?v=5uHzZV5RkSs&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=UZV4VUHrtvA&feature=related

Das 54 - zähnige abgeschrägte Zahnrad und der Erdunterstützungsarm haben oben z.B. ein Bund, an denen sich der ganze Aufbau auf dem Erdunterstützungsarm abstützen kann und wodurch da auch nichts verklemmt oder eiert - ich habe an diese Stelle ein Axialkugellager gesetzt.
Die Erde ist absolut ohne "Naht" und auch besser lackiert, die unbeleuchtete Sonne sieht viel hübscher und "echter" aus als das was hier vertrieben wird.
Zu den auf Hochglanz polierten Ketten will ich mal garnichts weiter sagen und eiern, hüpfen oder überspringen kann ich auch nicht erkennen - auch nicht auf allen anderen Videos von diesem Schrauber.

Ich hoffe, dass diese Link,s als Vergleichsmöglichkeit stehen bleiben und nicht gelöscht werden, so wie "astrosiedlers" Foto vom richtig beschrifteten Sammelordner auf dem Werbeprospekt (siehe Seite 3 der 15 Beitrag von unten im Thema: "OT: der Sun & Earth & Moon Orbiter")


Aktueller Stand zur Verstärkung der Helligkeit bei der beleuchteten Sonne:

Zwei Versuche sind bis jetzt fehlgeschlagen. Entweder haben andere hellere LED,s einen zu kleinen Öffnungswinkel (20° - 30°) und leuchten dadurch zu punktuell, oder aber LED,s mit 120° Öffnungswinkel leuchten schwächer als die original verbauten LED,s.

Sieht im Moment so aus, dass das mit der Helligkeit der beleuchteten Sonne so bleibt :(

Gruß Michael
 
Re: Bessere Bauteile statt Umbauen

Hi!

Ich bin zwar grad gut ausgelastet, les aber immer noch mit - klasse, was ihr aus dem Modell rausholt. Ich finds schon interessant, dass der im Video verlinkte Orrerystore sich als Hersteller vom Orrery bezeichnet - ist immer interessant zu sehen, wo die Dinger herkommen (auch wenn da kein Land/Impressum angegeben ist). Von daher sehe ich keinen Grund, da was zu löschen.

Beste Grüße,
Alex (der gespannt ist, wann die Abonnenten die nächste Lieferung kriegen - ab Anfang nächster Woche bin ich mal wieder auf Achse, die Lieferung sollte also besser noch diese Woche kommen.
 

wolff

Mitglied
Re: Bessere Bauteile statt Umbauen

Hallo Alex

Danke und Danke für den Link.

Hm, wenn man auf die Seite von "Orrerystore" guckt, dann sieht die Qualität wieder so aus wie bei uns hier - Erde mit Naht, kein Bund und versetzte Zahnräder.

Naja, habe mich wohl zu früh gefreut und gehofft und anderen vielleicht Hoffnung gemacht - sind die Videos wohl nur zum "anlocken". :/

Interessant ist aber, dass die Orrerys dort wohl komplett montiert verschickt werden.


Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Fetten - keine optimale Lösung

Hallo Bastler

Wie weiter oben geschrieben, hatte ich ja die Stellen an den Achsen mit MoS2 Paste gefettet, an denen die Zahnräder und Abstandhalter reiben, da diese zu Quitschgeräuschen geneigt haben. Nachdem ich das Tellurium am Wochende wieder länger genutzt habe und mit dem " Belastungstest" vorab muss ich jetzt sagen, dass fetten keine optimale Lösung ist. Das Fett verbraucht sich auf Grund der geringen Menge relativ schnell, so dass der Verschleiss an diesen Stellen wieder ansteigt. Dazu die Motscherei mit dem Fett und der Staub der eventuell auch noch hängen bleibt - naja, also ich bin damit nicht zufrieden und habe auch keine Lust, das Teil alle "500 Jahre" abzuschmieren :/

Ich werde nach meinem Urlaub versuchen, alle beweglichen Zahn - und Kettenräder sowie die Sonnen - Spindel zusätzlich in Kugellager zu lagern, damit auch möglichst viele Reibungsstellen beseitigt werden. Auf der zentralen Achse wird sich dass nicht bei allen Rädern umsetzen lassen, aber gucken wir mal.
Ich hätte das von Anfang an gleich so machen sollen, angedacht war das auch, ließ sich aber ohne vernünftige Ständerbohrmaschiene oder Drehmaschiene nicht umsetzen - freihändig hat man da keine richtige Möglichkeit das vernünftig zu machen.

Da ich aber auch mal Geburtstag habe, haben sich jetzt auch meine Möglichkeiten diesbezüglich verbessert ;)

Aber jetzt geht es erstmal für 3 Wochen nach Russland mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau über Ulan Ude nach Wladiwostok und Zwischenstopps, da werde ich in dieser Zeit keinen Gedanken an das Tellurium verschwenden ;)

Bis dann :huhu:


Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Hallo astro29

Ja, ich mache noch weiter, im Moment brennt mir nur das Urlaubsvideo von der transsibirischen Eisenbahn mehr unter den Nägeln, als das Tellurium. Inzwischen habe ich aus dem Filmmaterial (21 Stunden insgesamt) schon 4 Teile gebastelt, es werden bestimmt 5 oder 6 Teile insgesamt.
Ich muss den Kopf frei haben, wenn ich die Sache mit den Kugellagern angehe, sonst wird das nur Murks, aber die noch folgenden Verbesserungen sind wie immer schon alle im Kopf.

Sorry, wenn Du Dich noch etwas gedulden musst, aber der Winter steht ja noch bevor ;)

Gruß Michael
 

wolff

Mitglied
Lagerung Sonnenspindel - Antriebswelle

Hallo Bastler

Nachdem nun meine Filmbearbeitung von der Transsib – Reise abgeschlossen ist, habe ich jetzt den Kopf wieder frei, um den „letzten Schliff“ am Tellurium anzugehen.

Für die jetzt noch folgenden Umbauten benötigt man aber mindestens eine Ständerbohrmaschine oder man kennt jemanden der eine hat, andernfalls sollte man damit nicht anfangen.
Außerdem bauen die jetzt noch folgenden Veränderungen auf die vorangegangenden Umbauten auf, so wie in dieser Sektion gezeigt, bitte auch dies zu beachten und entsprechend auf individuelle Vorarbeiten anpassen.


Wie weiter oben schon geschrieben, entstehen zwischen Zahnräder, Abstandhalter und Wellen nicht zu unterschätzende Reibungskräfte, die einen verhältnismäßig großen Verschleiß mit sich bringen. Ich hatte Anfangs auch gedacht, dass hier etwas Fett Abhilfe schafft, wurde aber bald eines besseren belehrt.

Da ich das Tellurium auch regelmäßig benutzen möchte und es auch exakt laufen soll, habe ich meine Ideen vom Beginn der ganzen Umbauarbeiten gedanklich wieder aufleben lassen und entsprechend ausgearbeitet.
Als erstes geht es der größten Schwachstelle an diesem Gerät an den Kragen, der Lagerung der Sonnenspindel auf der Antriebswelle. An dieser Stelle laufen Bauteile ineinander und gegeneinander wodurch erhebliche Reibungskräfte entstehen, die bis zum Verklemmen der Lagerung an dieser Stelle führen können – hier meine Version:

Benötigtes Material:

3 x Kugellager 5 x 8 x 2,5 mm gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de


Benötigtes Werkzeug:

Ständerbohrmaschine
Bordwerkzeug
Eisensäge
Feile


Die Sonnenspindel habe ich mit Klebeband umklebt, damit hier die Oberfläche nicht beschädigt wird.
Jetzt habe ich mir eine Halterung gebastelt, damit die Sonnenspindel beim Bohren auch richtig eingespannt werden kann. Dazu habe ich ein übriges mangelhaftes Zahnrad genommen und das Mittelteil ausgesägt. Eine Schnittstelle und die gegenüberliegende Seite habe ich gerade gefeilt, damit sich die ganze Sache beim Bohren nicht mitdrehen kann.

Jetzt habe ich die Sonnenspindel an die Halterung geschraubt und das ganze in den Maschinentisch der Ständerbohrmaschine gespannt und entsprechend ausgerichtet.
Hierbei hat man gleich noch die Möglichkeit, eine Werkseitig außermittig gesetzte Bohrung zu korrigieren.
Wenn alles korrekt ausgerichtet ist, mit einem 7,5 mm Metallbohrer und kleiner Drehzahl die Bohrung in der Sonnenspindel 1 cm tief aufbohren. Anschließend mit einem 8 mm Metallbohrer noch einmal nachbohren.
Ich habe hier bewusst gleich auf 7,5 mm aufgebohrt, da bei einem Schrittweisen Aufbohren das Risiko zu groß ist, dass die Bohrung „ verrutscht“, also nicht mehr zu 100% in der Mitte ist.
Als nächstes habe ich die 3 Kugellager auf die Antriebswelle gesteckt und oberhalb des oberen Kugellagers eine Markierung gesetzt. Nun die Kugellager wieder abnehmen, Antriebswelle demontieren und an der Markierung abschneiden und glatt feilen.
Antriebswelle wieder einbauen, die 3 Kugellager wieder aufstecken und die Sonnenspindel mit montiertem Zahnrad aufsetzten – fertig.

Die Kugellager habe ich bewusst nicht in die Sonnenspindel eingeklebt, da es zum Einen nicht notwendig ist und zum Anderen sich die Lager dann sehr schlecht oder gar nicht wieder ausbauen lassen.

Die Antriebswelle schließt in etwa bündig mit dem oberen Kugellager ab. Somit besteht absolut keine Gefahr, dass die Antriebswelle irgendwo an der Sonnenspindel schleifen kann. Die Sonnenspindel läuft nun butterweich und zu 99% Verschleißfrei und somit auch Wartungsfrei.


Gruß Michael
 

Anhänge

wolff

Mitglied
Lagerung mittlere Achse - unterer Spindelring

Hallo Bastler

Heute geht es den Zahnrädern auf der mittleren Achse an den Kragen. Hier hatte ich ja schon im Umbaubericht (Bauphase 2 Schritt 5 – 8) geschrieben, dass mehrere Zahnräder unterschiedlich schnell und auch gegeneinander laufen, wodurch auch hier Reibungskräfte auf die Achse wirken, die dadurch relativ schnell verschleißt.

Um die ganze Sache übersichtlich zu halten, werde ich den Aufbau der mittleren Achse in einzelne Berichte aufteilen, wobei ich heute mit dem unteren Spindelring vom 91 – zähnigen Zahnrad anfangen werde – hier meine Version:


Benötigtes Material:

1 x Kugellager 5 x 8 x 2,5 mm (Staubgeschützt) gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de
Schraubensicherungsmasse


Benötigtes Werkzeug:

Ständerbohrmaschine
Bohrersatz
Bordwerkzeug



Nachdem das 91 – zähnige Zahnrad vom Spindelring abgeschraubt ist, wird die Halterung, die extra für das Bohren der Sonnenspindel angefertigt wurde, an den Spindelring geschraubt.
Das ganze nun in den Maschinentisch der Ständerbohrmaschine spannen und entsprechend ausrichten.
Hierbei hat man gleich noch die Möglichkeit, eine Werkseitig außermittig gesetzte Bohrung zu korrigieren.
Wenn alles korrekt ausgerichtet ist, zuerst die komplette Bohrung im Spindelring auf 5,5 mm aufbohren, damit sich die mittlere Achse und der Spindelring später nicht mehr berühren können.
Jetzt die Bohrung auf der obere Seite (wo das Zahnrad angeschraubt wird) mit einem 7,5 mm Metallbohrer und kleiner Drehzahl 2,6 mm tief aufbohren. Anschließend mit einem 8 mm Metallbohrer noch einmal nachbohren.

Zur Probe mal das Kugellager einsetzten, dies sollte ca. 0,1 mm tiefer sitzen, als der obere Bund vom Spindelring, damit das Kugellager nicht an der darüberliegenden Messingscheibe schleift.
Danach alles sauber machen und das Kugellager mit Schraubensicherungsmasse einkleben.

Zum Schluss das 91 – zähnige Zahnrad wieder anschrauben, dass ganze auf die mittlere Achse montieren – fertig.

Diese Einheit läuft jetzt so gut wie verschleißfrei, da der Spindelring nur über 1 Kugellager Kontakt mit der Achse hat. Durch das Aufbohren der mittleren Bohrung im Spindelring, hat dieser im übrigen Bereich absolut kein Kontakt mehr mit der Achse.
Das Kugellager habe ich bewusst in Höhe des Zahnrades gesetzt, da hier die meisten Kräfte anliegen.


Gruß Michael
 

Anhänge

Oben