Optische und technische Veränderungen am Tellurium

wolff

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Lagerung mittlere Achse - 22 u. 23 zähnig. Zahnrad

Hallo Bastler

Jetzt geht es dem 22 und 23 – zähnigen Zahrad auf der mittleren Achse an den Kragen.
Hier habe ich geplant, je ein Kugellager einzusetzen und den Sicherungsabstandhalter 34 aufzubohren – hier meine Version:


Benötigtes Material:

1 x Axialkugellager F5 – 12 Maße: 5 x 12 x 4
2 x Kugellager 5 x 8 x 2,5 mm gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de

1 x Messing - Unterlegscheibe 5,2 x 15 x 1 mm – gibt es z.B. im Baumarkt
Schraubensicherungsmasse


Benötigtes Werkzeug:

Ständerbohrmaschine
Bohrersatz für Messing
Messschieber
Feile
Bordwerkzeug


Als erstes habe ich das 22 – zähnige und das 23 – zähnige Zahnrad mittig komplett auf 5,5 mm aufgebohrt. Danach habe ich jeweils auf der glatten Seite der Zahnräder 2,6 mm tief auf 8 mm aufgebohrt. Da die Legierung der Zahnräder relativ hart und spröde ist, habe ich von 6 mm immer in 0,5 mm Schritten aufgebohrt und auch nach jedem Bohrschritt die Bohrung auf genauen mittigen Sitz hin überprüft.
Wichtig:
Jeder Bohrvorgang muss behutsam vorgenommen werden, also nicht zu viel Druck auf den Bohrer geben, sonst verklemmt der und hebt das Zahnrad aus der Spannvorrichtung.
Eingespannt habe ich die Zahnräder an den Mitnehmerflansch, so dass die Öffnungen vom Schlitz jeweils zu den Backen der Spannvorrichtung am Maschinentisch zeigen und sich so das Zahnrad nicht mitdrehen kann.

Nachdem die Zahnräder schön sauber gemacht wurden, habe ich je ein Kugellager eingeklebt.
Während das trocknet, habe ich die mittlere Bohrung vom Sicherungsabstandhalter 34 komplett auf 5,5 mm aufgebohrt. Der Sicherungsabstandhalter wird später durch die Messingringe am 22 und 23 – zähnigen Zahnrad geführt und hat somit keinen Kontakt mit der Achse.

Wenn alles soweit fertig ist, können die Bauteile auf die Achse aufgesteckt werden.
Das Axialkugellager 5 x 10 x 4, was unter dem 22 – zähnigen Zahnrad platziert war, wird durch das Axialkugellager 5 x 12 x 4 mm ersetzt, damit das 22 – zähnige Zahnrad trotz der 8 mm Bohrung für das Kugellager eine gute Auflage hat.
Über das 23 - zähnige Zahnrad habe ich eine Messingscheibe gelegt, damit der darüberliegende Abstandhalter und die eingesetzte Feder nicht auf dem Kugellager im 23 – zähnigen Zahnrad liegen.
Da die Messingscheibe 1 mm stark ist, muss der Abstandhalter um 1 mm gekürzt werden, damit die Höhe der darüberliegenden Zahnräder eingehalten wird.

Diese Zahnradkombination hat jetzt nur noch über die 2 Kugellager Kontakt mit der Achse. Dadurch ist hier die Reibung und somit der Verschleiß auf ein Minimum herabgesetzt.

Das 18 – zähnige Kettenrad, was auf dem Sicherungsabstandhalter läuft, bleibt von der Lagerung her so wie es original ist. Hier ist mir leider bis zum heutigen Tag keine vernünftige Lösung eingefallen. Sollte von den „Umbauern“ jemand hierzu eine Grundidee haben, lasst es mich bitte wissen.


Gruß Michael
 

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wolff

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Lagerung mittlere Achse - 18 - zähniges Kettenrad

Hallo Bastler

Heute geht es dem 18 – zähnigen Kettenrad auf der mittleren Achse an den Kragen.
Da hier die kurze Kette aufliegt, entstehen erhebliche seitliche Reibungskräfte an der Achse, die ich durch Einsatz eines Kugellagers möglichst weit herabsetzten möchte – hier meine Version:

Zur Berichtigung:
Im letzten Bericht hatte ich abschließend geschrieben, dass die Lagerung vom 18 – zähnigen Kettenrad vorerst im Originalzustand bleibt – hier war das große 22 – zähnige Kettenrad gemeint.


Benötigtes Material:

1 x Kugellager 5 x 8 x 2,5 mm gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de


Benötigtes Werkzeug:

Ständerbohrmaschine
Bohrersatz für Messing
Bordwerkzeug
Schraubensicherungsmasse



Als erstes habe ich das 18 - zähnige Kettenrad, wie im vorher gehenden Bericht beschrieben und gezeigt, mit dem Mitnehmerflansch in den Maschinentisch der Ständerbohrmaschine eingespannt und entsprechend ausgerichtet.
Hierbei hat man gleich noch die Möglichkeit, eine Werkseitig außermittig gesetzte Bohrung zu korrigieren.
Wenn alles korrekt ausgerichtet ist, zuerst die komplette Bohrung im Kettenrad auf 5,5 mm aufbohren, damit sich die mittlere Achse und das Kettenrad später nicht mehr berühren können.
Jetzt die Bohrung auf der glatte Seite (zeigt später nach unten) Schrittweise von 6,0 bis 8,0 mm in 0,5 mm Schritten 2,6 mm tief aufbohren.

Zur Probe mal das Kugellager einsetzten, dies sollte ca. 0,1 mm tiefer sitzen.
Danach alles sauber machen und das Kugellager mit Schraubensicherungsmasse einkleben.

Zum Schluss das Axialkugellager 5 x 12 x 4 mm (aus vorhergehenden Umbau) und das 18 – zähnige Kettenrad auf die mittlere Achse aufstecken – fertig.

Das Kettenrad läuft jetzt so gut wie verschleißfrei, da es nur über 1 Kugellager Kontakt mit der Achse hat. Durch das Aufbohren der mittleren Bohrung im Kettenrad, hat dieses im übrigen Bereich absolut kein Kontakt mehr mit der Achse.
Das Kugellager habe ich bewusst in Höhe der Verzahnung gesetzt, da hier die meisten Kräfte anliegen.



Gruß Michael
 

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wolff

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Lagerung mittlere Achse - 21 u. 24 zähnig. Zahnrad

Hallo Bastler

Heute geht es dem 21 und 24 – zähnigen Zahnrad auf der mittleren Achse an den Kragen.
Da diese auf eine Plastikspindel geschraubt sind, die mittig nur eine 6 mm Bohrung hat und zum Aufbohren auf 8 mm nicht genug Material vorhanden ist, wird hier auch die mittlere Achse entsprechen verändert – hier meine Version:


Benötigtes Material:

2 x Kugellager 3 x 6 x 2,5 mm - gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de
1 Messingrohr Innen 16 x Außen 18 mm - gibt es z.B bei Ebay
1 Messingrohr Innen 3,05 x Außen 3,5 mm – ist noch vom Umbau übrig, oder z.B. bei Ebay
1 Erdachsenspindel aus Heft 54 – ist noch übrig, wenn man zusätzliche dekorative Endstücke verbaut hat, oder als ganzes Heft z.B. bei Ebay
Messingspray – ist noch vom Umbau übrig

Benötigtes Werkzeug:


Gewindeschneider M3
Rohrschneider
Eisensäge
Bordwerkzeug
Feile
Schleifpapier
Schraubensicherungsmasse



Als erstes habe ich die mittlere Achse soweit nach unten geschoben, dass sie mit dem Kugellager im 18 – zähnigen Kettenrad bündig abschließt. Danach unten eine Markierung setzen, die mittlere Achse demontieren und so kürzen, dass sie auch unten im Erdarm bündig abschließt.
Die Schnittfläche kann mit Messingspray eingesprüht werden.

Jetzt habe ich von der Erdachsenspindel ein 31 mm langes Stück abgeschnitten, so dass das Gewinde an diesem Stück mit dran ist. Dieses Stück dient zur Verlängerung der gekürzten mittleren Achse. Danach habe ich auf der Schnittseite ein M3 Gewinde etwas 5 mm weit geschnitten.
Die fertige Verlängerung mit dem originalen Gewinde oben in die mittlere Achse einschrauben. Damit sich das später nicht losdrehen kann, sollte hier etwas Schraubensicherungsmasse eingesetzt werden.

Jetzt habe ich von dem Messingrohr 16 x 18 mm ein 7 mm Stück abgeschnitten. Diese Hülse dient dazu, den Sicherungsabstandhalter, der zwischen 18 – zähnigen Kettenrad und dem 24 – zähnigen Zahnrad sitzt, zu führen. Die obere Seite dieser Hülse, die später unter dem 24 – zähnigen Zahnrad sitzt, habe ich außen nach oben hin schräg angeschliffen, damit sie nicht in die Verzahnung steht und die Zahnräder später einwandfrei ineinander laufen können.

Jetzt von dem Messingrohr 3,05 x 3,5 mm ein ca. 2,05 mm Stück abschneiden. Diese Stück dient als Abstandhalter zwischen den beiden Kugellagern die in die Plastikspindel eingesetzt werden sollen. Das Stück muss so groß sein, dass die Kugellager ganz wenig über den Rand der Plastikspindel stehen, damit sie sich später in der Spindel nicht mitdrehen können – also hier vielleicht auch individuell ausmessen.
Jetzt das 24 – zähnige Zahnrad von der Plastikspindel abschrauben, ein Kugellager, den angefertigten Abstandhalter und wieder ein Kugellager auf den Rest der abgeschnittenen Erdachsenspindel aufstecken und das ganze in die mittlere Bohrung der Plastikspindel einschieben. Jetzt das 24 – zähnige Zahnrad wieder montieren und den Rest der Erdachsenspindel wieder herausziehen.

Zum Schluss den Sicherungsabstandhalter, die angefertigte 7 mm Hülse, das vormontierte Zahnradpaar und das kleinen 3 mm Axialkugellager (aus früheren Umbau) aufstecken.
Abschließend das dekorative Endstück aufdrehen, das Lagerspiel einstellen – fertig.

Der Sicherungsabstandhalter hat jetzt keinen Kontakt mehr mit der mittleren Achse. Das 21 und 24 – zähnige Zahnrad haben nur noch über 2 Kugellager Kontakt zur mittleren Achse. Dadurch laufen diese Bauteile jetzt so gut wie verschleißfrei und auch butterweich und ohne zu eiern auf der mittleren Achse.
Durch die 7 mm Hülse über den Sicherungsabstandhalter sieht die Achse in diesem Bereich auch hübscher aus, da die Verbindungsstellen und der Farbunterschied zu den Zahnrädern verdeckt wird.

Damit sind die Umbauarbeiten bis auf das 22 – zähnige Kettenrad an der mittleren Achse abgeschlossen und ich hoffe, dass zu dem 22 – zähnigen Kettenrad noch eine Idee kommt.


Gruß Michael
 

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wolff

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Lagerung der Zahnräder auf Erdunterstützungsarm

Hallo Bastler

Jetzt geht es dem 54 – zähnigen abgeschrägten Zahnrad und dem 14 – zähnigen Kettenrad auf dem Erdunterstützungsarm an den Kragen.
Hier habe ich geplant, je ein Kugellager einzusetzen und den langen Abstandhalter aufzubohren und diesen auch wegen der Optik noch zu verkleiden – hier meine Version:


Benötigtes Material:

1 Messingrohr Innen 16 x Außen 18 mm – ist noch vom Umbau an der mittleren Achse übrig, oder bei Ebay
2 x Kugellager 5 x 8 x 2,5 mm gibt es z.B. bei Ebay oder hier:
www.kugellagershop-berlin.de

Schraubensicherungsmasse


Benötigtes Werkzeug:

Ständerbohrmaschine
Bohrersatz für Messing
Messschieber
Rohrschneider
Feile
Schleifpapier
Bordwerkzeug


Als erstes habe ich das 54 – zähnige Zahnrad und das 14 – zähnige Kettenrad mittig komplett auf 5,5 mm aufgebohrt. Danach habe ich jeweils auf der glatten Seite der Zahnräder 2,6 mm tief auf 8 mm aufgebohrt. Da die Legierung der Zahnräder relativ hart und spröde ist, habe ich wieder von 6 mm immer in 0,5 mm Schritten aufgebohrt und auch nach jedem Bohrschritt die Bohrung auf genauen mittigen Sitz hin überprüft.
Danach habe ich je ein Kugellager eingeklebt.

Während das trocknet, habe ich die mittlere Bohrung vom langen Abstandhalter komplett auf 5,5 mm aufgebohrt. Außerdem habe ich den Lack und die Beschichtung außen komplett abgeschliffen, damit der lange Abstandhalter später in die noch anzufertigende Hülse passt.

Jetzt habe ich das Zahnrad und das Kettenrad auf den langen Abstandhalter gesteckt und das innere Maß (zwischen den beiden Rädern) genommen. Entsprechend dem Maß habe ich von dem Messingrohr 16 x 18 mm ein Stück abgeschnitten und schön glatt geschliffen. Diese Hülse wird später über den aufgebohrten langen Abstandhalter geschoben, damit dieser im Betrieb nicht verrutschen kann.

Wenn alles soweit fertig ist, können alle Bauteile wie vorgesehen wieder auf den Erdunterstützungsarm aufgesteckt werden. Die angefertigte Hülse sitzt somit zwischen dem 54 – zähnigen abgeschrägten Zahnrad und dem 14 – zähnigen Kettenrad.
Der Erdunterstützungsarm kann dann komplett in den Erdarm montiert werden – fertig.

Das 54 – zähnige abgeschrägte Zahnrad und das 14 – zähnige Kettenrad haben jetzt nur noch über je ein Kugellager Kontakt zum Erdunterstützungsarm. Der lange Abstandhalter wird durch die aufgesteckte Messinghülse geführt und hat somit keinen Kontakt mehr zum Erdunterstützungsarm. Zudem sind die Mitnehmerbacken und der Farbunterschied zu den Zahnrädern nicht mehr zu sehen.

Das Tellurium läuft erst jetzt richtig weich und geschmeidig, ohne zu hakeln, oder zu ruckeln und vor allem fast geräuschlos. Bis auf das leise Summen des Motors ist kein Störgeräusch mehr zu vernehmen.
Das Tellurium kann jetzt ohne Bedenken täglich mehrere Stunden betrieben werden, ohne dass es irgendeiner Nacharbeit bedarf.
Die lose aufgelegten Zahnräder laufen jetzt so sauber, kein Entgleisen oder Eiern mehr – einfach traumhaft.

Die nachträgliche Aktion mit den kugelgelagerten Zahnrädern und „schwebenden“ Abstandhaltern hätte ich mir ersparen können, wenn ich das gleich von Anfang an so gemacht hätte.
Auch einige Ärgernisse nach „Fertigstellung“ und das Experiment mit dem Fett waren überflüssig.


Gruß Michael
 

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