Ornithologen sind gefragt

#32
Danke Manfred,
an eine Waldohreule habe ich auch schon nach mehreren Recherchen gedacht, war mir aber nicht sicher, vor allem, weil mir ein alter Jäger aus der Nachbarschaft erzählte, dass es hier einen Uhu in der Nähe gäbe, ich dachte schon, ich hätte den vielleicht erwischt, das wäre ja sensationell für mich. Mal schauen, ob ich die irgendwann noch besser erwischen kann. Gehört habe ich sie schon, sie fiept ein bissel rum, wenn sie Nachts hoch über mir in der Fichte sitzt.
LG
Anette
 
#33
Hab' noch mal die Möwe geschaut: das wäre für mich aufgrund der kleinen 'Subapikalflecken' und dem Schnabel mit der breiten, dunklen Binde eine Sturmmöwe 2erW - also dem Kleid im zweiten Kalenderjahr August (1.KJ) bis März (2.KJ). Als sog. Dreijahresmöwe ist sie erst in ihrem dritten Lebensjahr adult, also im Erwachsenenkleid. Bei Möwen ist das recht kompliziert, erst recht bei den Großmöwen (Sturmmöwe ist allerdings keine Großmöwe…) - daher sind die Kleider der subadulten Großmöwen auch sowas wie der 'holy grail' bei den Ornis. Dass es da auch noch Hybride gibt, macht's nicht besser…
 
#34
Danke Manfred,
an eine Waldohreule habe ich auch schon nach mehreren Recherchen gedacht, war mir aber nicht sicher, vor allem, weil mir ein alter Jäger aus der Nachbarschaft erzählte, dass es hier einen Uhu in der Nähe gäbe, ich dachte schon, ich hätte den vielleicht erwischt, das wäre ja sensationell für mich. Mal schauen, ob ich die irgendwann noch besser erwischen kann. Gehört habe ich sie schon, sie fiept ein bissel rum, wenn sie Nachts hoch über mir in der Fichte sitzt.
LG
Anette
Wenn es da einen Uhu gibt, sollte die WOE aufpassen, weil sich Eulen gegenseitig schlagen und der Uhu ist da der Topprädator.

Das Fiepen sind i.a. Standort-, Bettel- und Kontaktrufe der jungen Eulen, also Ästlingen. Jedoch sollte das alle 5-10sek wiederholt werden. so genau lassen sich hohe Töne (Kontaktrufe) nicht lokalisieren - das hilft dem Nachwuchs (bei allen Vögeln) sich den Räubern nicht gleich zu verraten.

nachgewachsener Gruß
Manfred
 
#35
Hallo ihr Ornis, mittlerweile hat sich der Thread ja binnen eines Jahres von den Wacholderdrosseln zur Waldohreule weiterentwickelt.

Da wir hier Mitte Januar zu unserer Überraschung ebenfalls einen großen Schwarm von Wacholderdrosseln vor unserem Küchenfenster beobachten und aufnehmen konnten, möchte ich darauf nochmal zurückkommen. Vielleicht zwanzig von den Vögeln kamen im Schwarm mehrmals am Tage vorbei, um sich an den Vogelbeeren unseres Nachbarn zu laben. Das Spektakel wiederholte sich über mehrere Tage, bis von den Beeren nichts mehr übrig war. Die Bilder sind ausgewählte Frames von Videoaufnahmen.

Gruß, Peter

Wachholderdrossel_2e.jpg

Wachholderdrossel_2j.jpg

Wachholderdrossel_3d.jpg
 
#38
Hallo Manfred und Peter,

vielen Dank für die Antwort Manfred.
Peter, nun ist mir klar, wie wichtig es ist, die Beeren doch hängen zu lassen! Bei mir holen sich die Stare immer die ausgereiften Efeubeeren, die sind auch immer ratz-fatz weg im Frühjahr dann. Da freut man sich doch. Die Drosselchen sind allerliebst. Danke für die Fotos!
LG
Anette
 
#39
Auch wenn das Zuggeschehen der Drosseln schon fast durch ist: falls möglich, die Trupps der Wachos gerne mal aufmerksam durchmustern - da sind nicht selten einzelne Rotdrosseln dabei. Die ziehen gerne mit den Trupps, sind aber eher Einzelgänger (untereinander).
 
#40
Hallo Manfred,

da Du als Fachmann hier anwesend bist, woran machst Du bei Anettes Bildern die WOE fest im Vergleich zum Uhu? An der Größe oder an Gefiederspezifika? Für mich als Hobby-Astronom mit Spektiv für den Tag (also Hobby-Dilettanten-Orni) sehen die ohne Größenvergleich recht ähnlich aus.

CB (Clear Birds :whistle:)
Jochen
 
#41
Auf den Fotos sehe ich auf allen die rel. Langschwänzigkeit sowie den weißen Kinnstreif der Gesichtszeichnung. Auf dem ersten sieht das sonst schon recht mächtig aus, aber auch da sind die Kinnstreifen zu sehen. Auf dem zweiten 'sieht' man den hellen Feldbereich an den Basen der Handschwingen (naja, so'n bisschen). Die Federohren sind auch auf Bild 4 fast angelegt und nicht sonderlich groß, der lange Schwanz ist hier recht präsent, der Vogel sitzt ja auf den Bogenast. Eine Größenabschätzung ist sicher oft recht problematisch, der erste wirkt schon fast wie ein Uhu.

dilettierender Gruß
Manfred
 

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