Parallelmontage

Ulli_K

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Hallo
Auf meiner Montierung habe ich zwei Teleskope (200, f/4 Newton und 90/500mm APO) parallel montiert. Dadurch kann ich mit beiden gleichzeitig fotografieren. Aufgrund der unterschiedlichen Brennweite möchte ich die Teleskope aber etwas zueinander verschieben können, um den Ausschnitt optimal festzulegen.
Von Baader, Avalon und Geoptik gibt es Feineinstellungen, die mit 5-7 kg Tragkraft angegeben werden. Das scheint mir für den 90mm APO mit Kamera grenzwertig (ca. 6kg).
Im Anhang mein Setup, aber noch ohne zweites Teleskop. Das sitzt jetzt an der Stelle des Leitrohrs, das dafür in die Mitte gerutscht ist.

Hat jemand Erfahrungen mit Baader Stronghold und co. mit dieser Belastung?
Hat jemand eine Selbstbaulösung dafür?
Danke für Eure Tipps
Ulli
 

Anhänge

Radfahrer

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Hallo Ulli,

ich habe den Avalon X-Guider an der linken Seite meiner Ayo. Da ist der 80/480mm Apo mit 2" Amiciprisma und dem 41er Pano als Supersucher drauf. Rechts ist dann ein größerer Apo oder ein Newton drauf. Mich hat immer gestört, daß man die zwei Teleskope nicht genau aufeinander ausrichten konnte.

Obwohl der Avalon nur mit 5kg spezifiziert ist - der Baader mit 7kg - macht er für mich den stabileren Eindruck. Ich habe beide zusammen bei TS in der Hand gehabt. Der Baader hat einen wesentlich größeren Einstellwinkel den ich aber nicht brauche. Die Misweisung der zweit Teleskope zueinander beträgt ohne den Guide nur 1-2°, da reicht mir der Avalon völlig aus.

Gruß Uwe
 

Ulli_K

Mitglied
Danke Uwe
Ich brauche auch nicht die großen Winkel des Stronghold. Interessant erscheint mir der GK-5 von Geoptik. Der wäre auch deutlich billiger als der Avalon X-Guider. Hat dami jemand Erfahrungen?
Wer fotografiert denn mit zwei Teleskopen gleichzeitig?
Nutzt ihr eine Feinverstellung, um die Ausschnitte zu optimieren?

Hier gibt es übrigens ein Beispiel von zwei Aufnahmen, die parallel gemacht wurden.
3x Nordamerika

Gruß
Ulli
 

franks297

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Hi Ulli
Beschäftige mich zur Zeit auch mit der Doppelbefestigung. Den Strongholder habe ich auch im Einsatz. Objektiv Canon 200mm Festbrennweite mal wahlweise mit DSLR oder ASI1600 huckepack auf dem TS ED125. Der Strongholder trägt bei mir so ca 2,5kg. Geht aber noch etwas mehr.
In Zukunft möchte ich den 125er ED und den TS 71er APO auf Doppelschiene und zwischen den beiden Teleskopen dann das Canon 200 setzten.
Bei TS habe ich dieser Tage eine Polhöhenwiege v I-Optron entdeckt. Die könnte ich für die Mittelmontage des Canon 200 verwenden und den Stronholder auf den kleinen APO.


Gruß Franz
 

Ulli_K

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Hallo Franz,
Ja, das sieht interessant aus! Wahrscheinlich müsste man unten zwei Löcher bohren und M6 Gewinde rein schneiden. Der Loch Abstand beträgt 35 mm auf meiner Montageschiene. Es ist bestimmt nicht so präzise wie die anderen Lösungen. Mal schauen wie Stabilität ist. Ich frage mal nach.
Danke und Gruß
Uli
 

Buxtetown

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Hallo Ulli,

wenn ich es richtig sehe, hast du eine Losmandy G-9 im Einsatz. Die habe ich vor über 20 Jahren auch erworben. Bist du sicher, dass sie die geplante Teleskopkonfiguration sicher und für den fotografischen Einsatz (Deep Sky) ausreichend stabil tragen wird? Das hat zwar nichts mit deiner Frage zu tun, fiel mir aber zum Foto deines Equipments ein. Ich nutze zur Fotografie mit einer ähnlichen Beladung (vom Gewicht her), wie du sie planst, inzwischen eine G-11. Die G-9 verwende ich zum mobilen und visuellen Einsatz mit leichteren Optiken.

Da ich auch mit zwei Optiken gleichzeitig fotografiere und beide Optiken nicht ganz dasselbe Ziel anvisieren, hatte ich mir auch die Frage gestellt, wie ich beide Optiken parallel ausrichte. Ich habe dann aber aus der Not eine Tugend gemacht und nutze den Versatz von gut einem Grad, um gleichzeitig zwei benachbarte Felder zu fotografieren. Häufig gibt es in der Nachbarschaft attraktiver Ziele noch viele weitere interessante Objekte.

Schönen Gruß
Manfred
 

VMC_Andre

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Hallo Ulli,

- die Polhöhenwiege I-Optron kannst du wohl für deine Zwecke vergessen.
- Der Geoptik GK-5 90°-Tangentialneiger sieht nicht schlecht aus , aber mit der Befestigung nur durch Hebel gibt das für mich kein Vertrauen darin ob das fest bleibt die Nächte hindurch . Der Preis liegt ja bei 190 Euros , aber die Klemme brauchst du ja auch noch dazu . So bist du schon bei 270.- Euro .
- der Avalon Neiger trägt nur 5kg und kostet mehr als der Baader .
- Den Baader habe ich seit einigen Jahren im Einsatz mit einer Zuladung zwischen 2-5kg (65Q+40D+Sucher). Damit gibt es keine Probleme . Ich habe noch eine Prismenschiene GP-Level drunter, gut kommen nochmal 25.- Euro hinzu . Das ganze Teil ist sehr hochwertig . Hauptsächlich benutze ich es fürs Guidingteleskop.
 

Ulli_K

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Hallo Manfred
Ja, Du hast recht, eine G11 wäre sicher besser und stabiler. Die G9 ist schon am Limit. Mit dem MGEN habe ich aber keine Probleme bei der Nachführung und fast keinen Ausschuss. Bei Wind sieht das vielleicht anders aus.
Hier ein aktuelles Bild
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Ulli_K

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Hallo Andre
Danke für die Rückmeldung zum Stronghold. Wie schwer ist denn dein Refraktor?
Kürzlich habe ich den Cirrus aufgenommen. Da wollte ich mit dem Newton den Sturmvogel im Detail aufnehmen. Aber der Bildausschnitt hat grade so für den Refraktor gepasst und ich konnte nichts verschieben
Ich bräuchte was ziemlich flach bauendes, um den Hebel nicht zu vergrößern...
 

Ulli_K

Mitglied
Problem gelöst!
Gestern habe ich 1,5 Stunden zugebracht, um den Kokoon-Nebel in beiden Teleskopen einigermaßen mit dem richtigen Bildausschnitt einzustellen. Beim Refraktor habe ich kleine Blechstücke unter die Schiene gelegt, um die richtige Richtung zu haben. Das hat so einigermaßen geklappt.

Als dann die Aufnahme lief und ich schon im Bett lag, kam mir endlich die zündende Idee:
Heute Morgen habe ich in die Klemme zwei Löcher mit M6 Gewinde gebohrt. Durch zwei Schrauben kann ich nun die Schiene nach oben und seitwärts verkippen und mit der Klemmschraube festmachen. Dadurch kann ich den Bildausschnitt in zwei Richtungen verschieben. Der Nachteil der Berlebach Klemme mit dem großen Spiel wird dadurch zum Vorteil.

Hier ein paar Bilder:
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