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Petition mitzeichnen: Abschaltung von Beleuchtung

Torsten_Güths

Mitglied
Jetzt steht der Zähler auf 66 inkl. Stathis und meiner einer.
Noch etwas dürftig... Wieviele Forumsnutzer gibt es auf Astronomie.de?
Da geht doch noch mehr!
Auf der Website der VdS ist diese Petition ebenfalls knapp vorgestellt, bzw. verlinkt.
Viele Grüße
Torsten
 

schora

Mitglied
Moin!
Inzwischen habe ich Post vom Landtag bekommen und bin über das weitere Verfahren aufgeklärt worden. Natürlich wurde dort pauschal angesprochen, dass die Landesregierung in einige kommunale Ordnungsdinge nicht eingreifen kann.
Weiterhin wird der Stand der Mitzeichner nur von Zeit zu Zeit aktualisiert, ist halt kein Near-Time-Online-System. Zur Zeit sind wir bei knapp 80. Herzlichen Dank an alle, die bisher mitgezeichnet haben! Es ist zwar keine Abstimmung, aber eine hohe Anzahl wird von politischer Seite besser wahrgenommen.

Aus Richtung der Grünen habe ich die Info, dass die Petition von dort unterstützt wird und der Fraktion im Landtag bekannt gemacht wird. Dann habe ich Kontakt mit einer Firma bei Flensburg, die für Kommunen eine per Telefon/Handy schaltbare Straßenbeleuchtung förderfähig anbietet. Dies habe ich meiner Gemeinde zugeleitet und das ist auch mein realisierbares Anliegen hier vor Ort.
Die Petition sehe ich -wie einige von euch schon geschrieben haben- als weiteres Zeichen, vielleicht das Steinchen, was den Berg ins Rollen bringt. Sie soll der Politik Anregungen geben, mehr auf die angesprochenen Belange zu achten - und nicht wie hier vereinzelt unterstellt, strenge Vorschriften zu machen. Wer die Petition genau liest, mag den Tenor nun erkennen....

Und: ich bin entspannt bei der Sache; ob nun 23 - 6 oder 24 - 5 Uhr ist letztlich egal, wichtig ist, die grundsätzlich multilateral nachteilige Wirkung dauerhafter Beleuchtung unterstrichen zu bekommen. Und mit etwas Glück wird das in Gesetze oder Empfehlungen des Landes münden, die wiederum auf die Kommunen und auf Private und Gewerbe wirken.

*** - freundliche Grüße
Ralf
 

TriffiD

Mitglied
Das ist schon eine unerwartet deutliche Reaktion, finde ich. Hätte is so gar nicht erwartet.
Mir wäre fast lieber, wenn das Augenmerk in solchen Berichten nicht so sehr auf die Astronomie gerichtet würde, denn auch wenn das natürlich schlimm genug ist, ist das Argument der fehlgeleiteten Tiere und besonders der mögliche Zusammenhang mit dem Insektenschwund für eine breitere Mehrheit nachvollziehbar.
Aber ganz egal: mich freut das sehr.
 
Hallo Ralf,

ich danke Dir herzlich für Deinen Petition. Meine Frau und ich haben gestern Abend auch mitgestimmt. Wir ärgern uns auch sehr über den immer heller werdenden Himmel und fühlen uns diesem Prozess hilflos ausgeliefert.

Ich habe in meinem Bekanntenkreis die Erfahrung gemacht, dass das Argument "sinnlose Energieverschwendung, die zu mehr Umweltverschmutzung führt" für viele Nicht-Astronomen am leichtesten zu verstehen ist. Auch die Bedrohung der Tierwelt kommt bei manchen Menschen an.
Warum wir in die Sterne schauen möchten, verstehen leider zu viele Menschen nicht.

Ich wohne in der Nähe von Kiel und würde mich sehr gern stärker gegen die Lichtverschmutzung engagieren. Bis jetzt weiß ich aber nicht so richtig, wie ich es anstellen soll. Ich glaube, es ist sehr viel Aufklärungsarbeit bei den Menschen nötig, damit sie überhaupt bereits sind, mal über diesen Thema ernsthaft nachzudenken.
Ich habe beispielsweise die Stadt Kiel angeschrieben, ob sie nicht an der Earth Hour teilnehmen will. Als Antwort kam, man würde die Beleuchtung des Rathausturms und des Warleberger Hofes abschalten. Daraufhin habe ich gefragt, ob das ein starkes Zeichen gegen die Lichtverschmutzung sein soll und ob man nicht mehr machen müsse. Ich warte noch auf Antwort...

Viele Grüße
Holger
 

schora

Mitglied
Hallo Holger,
danke für eure Unterstützung! Es ist schon ein Berg, den wir bewegen wollen, und da gilt es, die zielgruppengerechten Argumente zu kennen. Daher habe ich in der Petition auch viele verschiedene Themen angerissen, um möglichst breite Akzeptanz zu finden. Das Thema Energieeffizienz und Gesundheit greift wirklich am Besten. Gute Lösungen zeichnen sich halt dadurch aus, dass sie allen dienen.
Im Forum der VdS Darksky findest Du bestimmt noch hilfreiche Unterlagen. Oder bei der Fachgruppe

Beste Grüße
Ralf
 

Vector-cal.45

Mitglied
Hi, hatte ich hier


bereits darauf hingewiesen. Anhören lohnt sich.

cs
 

MeisterDee

Mitglied
In Kiel ist Nachts vielleicht wenig genug los, so dass man da um 23 Uhr die Lichter ausschalten kann. Aber wären Berlin oder Köln ohne deren Nachtleben?
Hallo Maximilian,
selbst in unseren kühnsten Träumen ist nicht mehr vorstellbar, dass sich die Entwicklung der Lichtverseuchung in unseren Metropolen in irgendeiner Weise umkehren lässt . Die Metropolen müssen wir wohl diesbezüglich aufgeben. Hier ist die Vernunft schon lange der Gier nach Profit und Selbstdarstellung gewichen.

Daher müssen wir es schon als großen Erfolg ansehen, wenn in den (noch) einigermaßen dunklen Regionen auf die Beleuchtungszuwachs- Bremse getreten wird.
Momentan kommt es mir jedoch vor, dass Alles und Jedes auf einmal beleuchtet werden muss. Jeder Kreisel, jedes öffentliche Bauwerk, jede noch so peinliche Fassade braucht jetzt einen Lichtakzent.

Selbst Schornsteine, die tagsüber schon niemand sehen möchte, werden nun nachts, wenn sie normalerweise endlich aus dem Auge verschwinden, megabeleuchtet. Dann wird der Schandfleck zur Kunst.

Wenn dieses kranke Streben aus den Köpfen der Entscheider verschwindet, und endlich erkannt wird, wie vorteilhaft und nützlich Dunkelheit für Mensch und Natur tatsächlich ist, dann ist schon viel gewonnen.

Die Vorstellung ist leider nicht besonders realistisch, aber wie immer stirbt die Hoffnung zuletzt.

CS

Dietmar
 

TriffiD

Mitglied
Hallo Dietmar,
ja, das ist sicherlich richtig. Die Sache wirklich umzukehren und über Berlin Mitte das lange Band der Milchstraße zu sehen wird wohl nicht passieren. Aber wenn sich bestätigen sollte, was bislang ja nur vermutet wird, nämlich dass eine Vielzahl schädlicher Einflüsse auf Mensch und Natur durch die zu starke Beleuchtung in der Nacht zumindest mitverschuldet werden, dann kann ich mir schon vorstellen, dass da gesetzliche Regelungen eingeführt werden.
Wenn das zunächst bedeutet, dass Fassadenbeleuchtungen nach 23:00 Uhr abgeschaltet, oder Straßenbeleuchtungen in reinen Wohngebieten nachts zumindest gedimmt werden müssen, dann wäre das doch evtl. ein guter Einstieg.
Privatleute und Unternehmen zu verdonnern, dafür zu sorgen, dass nur noch bei Bedarf beleuchtet werden darf steht auch ökonomischen Interessen durchaus nicht entgegen. Immerhin dürfte der Absatz von Bewegungsmeldern und geeigneten Lampen zunehmen. Finanzielle Einbußen für die Betroffenen durch ein Beleuchtungsverbot kann ich so auf die schnelle gar nicht erkennen.
Ich finde jedenfalls, dass die Zahl der Argumente steigt und bin ganz froh, dass das Thema immer mehr wahrgenommen wird.
Gruß
Sebastian
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

... nämlich dass eine Vielzahl schädlicher Einflüsse auf Mensch ...

Dieser Punkt ist in meinen Augen überhaupt nicht tragfähig. Die höchste Lebenserwartung weltweit hat man derzeit in Monaco. Wer das kennt weiß, dass das Wort „Lichtverschmutzung“ dort erfunden worden sein muß... Auch in den skandinavischen Ländern haben die Menschen eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung. Bekanntlich wird es dort die Hälfte des Jahres nachts gar nicht richtig dunkel. Auch auf die dortige Stechmückenplage scheint vom Mangel an Dunkelheit nicht weiter beeindruckt zu sein.

Ich bin ja, wie ich oft genug schrieb, auch an einem dunklen Nachthimmel interessiert. Aber man muss dabei Argumente verwenden, die sich nicht in 30 Sekunden widerlegen lassen, denn sonst erreicht man gar nichts.

Viele Grüße
Maximilian
 

TriffiD

Mitglied
Hallo Maximilian,
mit dem Widerlegen in 30 Sekunden scheint es ja aber eben nicht so einfach zu sein. Deswegen verwiesen Vector und ich ja bereits auf den Podcast, der sich mit der genaueren Erforschung der Auswirkung beschäftigt. Wäre es so ganz und gar klar und eindeutig, würde daran ja nicht geforscht - oder jedenfalls nicht zunehmend. Und diese Forschung weist eben (trotz der Lebenserwartung der Monegassen) darauf hin, dass ein schädlicher Einfluss besteht.
Allerdings muss im Vorfeld ganz bestimmt noch mit vielen Mythen aufgeräumt werden. So werden Stechmücken nicht vom Licht angezogen, auch wenn das noch immer viele glauben.
Gruß
Sebastian
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Muss man dort seinen richtigen Namen angeben?

Ja natürlich. Siehe diesen Absatz hier, den man unter „Rechtsgrundlagen“ findet:

3. Form der Petition
3.1 Petitionen sind schriftlich mit Namensunterschrift einzureichen und müssen den Petenten sowie dessen Postanschrift erkennen lassen. Bei elektronisch übermittelten Petitionen ist die Schriftlichkeit gewahrt, wenn der Urheber und dessen Postanschrift ersichtlich sind und das im Internet für elektronische Petitionen zur Verfügung gestellte Formular verwendet wird.


Grüße
Maximilian

PS: Und für die Freunde von Podcasts ist hier ein Interview mit einer „Umweltpsychologin“ (auch diesen Beruf gibt es...), welches letzte Woche aut SWR1 gesendet wurde. Eine der Aussagen darin lautet, dass man die Bevölkerung nicht mit noch mehr Gesetzen, Vorschriften und Verboten zum richtigen Handeln erziehen kann: Isabella Uhl-Hädicke | Umweltpsychologin
 

Miquel Prado

Mitglied
Bei elektronisch übermittelten Petitionen ist die Schriftlichkeit gewahrt, wenn der Urheber und dessen Postanschrift ersichtlich sind
Das überprüft doch keiner..!

.. :ROFLMAO::ROFLMAO::D ..Legen sich die Bäume bei ihr auf die Couch?

dass man die Bevölkerung nicht mit noch mehr Gesetzen, Vorschriften und Verboten zum richtigen Handeln erziehen kann
Kann man sich aber drüber streiten. Ich glaube die Verbrechensrate in Nord Korea ist ziemlich niedrig..
 
Zuletzt bearbeitet:

schora

Mitglied
Der Sensibilität der Menschen mit Verboten und dergleichen ich mir sehr bewusst. Daher soll es am Besten in einen Leitfaden für Kommunen münden, genauso wie das Bundesamt für Naturschutz es kürzlich herausgegeben hat. Und wenn dann ein Landtag etwas mehr Verbindlichkeit bei Neu- oder Umbauten von Beleuchtung hineinbringt, haben wir wieder ein Stück des Weges zurückgelegt.
Heute hatte ich bei RTL Nord die Gelegenheit in einem Interview dies u.a. anzusprechen. Sendetermin werde ich hier gern mitteilen. (Das ist mein erster Auftritt vor der Kamera, na mal sehen...)
 

Michael_Haardt

Mitglied
In dem Zusammenhang stieß ich heute darauf:


Offenbar kennt man das Problem schon länger, dass dunkler Asphalt das Streulicht von Straßenlaternen polarisiert, aber ich las bisher nichts darüber. Tatsächlich ist sehr viel Licht um uns herum teilweise polarisiert und viele Tiere nehmen es wahr, wir allerdings so gut wie nicht.

Michael
 

schora

Mitglied
Ein Zwischenstand:
Medienresonanz
TV: NDR, RTL Nord
Zeitung: Norddeutsche Rundschau, Holsteiner Allgemeine
Soziale Medien: Twitter, Facebook, VdS-Seite

Vor Ort:
Beratung im Gemeinderat, Beschluss eine schaltbare Beleuchtung zu untersuchen
Gespräche und positive Resonanz mit Verwandten, Nachbarn, Freunden, Kollegen
In der Astro-Szene: Zustimmung, Unterstützung, aber auch mehr Skepsis als in meiner Nicht-Astro-Umgebung

Es erscheint mir so, dass mein Anstoß durch die Petition auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Ich habe wesentlich mehr erreicht, als wenn ich erst das perfekte Konzept haben muss! (wer sagt übrigens, was hier perfekt bedeutet?)

Ein wenig Ernüchternd ist, aus der Astro-Szene nicht 100% Zustimmung zu bekommen, der Mitzeichner-Stand ist 382....

Dafür meinen herzlichen Dank an alle bisherigen (und zukünftigen)MitzeichnerInnen :)

* freundliche Grüße
Ralf
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo Ralf,

ich habe kein wirklich anderes Ergebnis erwartet, denn ich habe ja schon Erfahrungen bei der Petition von Rochus Hess vor 10 Jahren machen dürfen. Den Leuten geht das Thema weitestgehend am verlängerten Rücken vorbei. Der Himmel wird von Jahr zu Jahr schlechter? Egal, da muss man doch nichts machen, denn wenn man genügend Geld hat fliegt man halt ins Ausland und mit dem neuen, noch größeren, Teleskop kann man hier doch trotzdem noch posen, wenn es schon längst nichts mehr lohnenswertes am Himmel zu sehen gibt.
Tröste dich in anderen Bereichen sieht es nicht viel anders aus. Denk nur an die dauernden Versuche die Bürger noch weiter zu durchleuchten, darum kümmern sich auch nur wenige Bruchteile eines Prozentes der Nutzer. Am Ende heißt es dann, dass man doch eh nichts mache konnte ...


MfG

Rainmaker

P.S.: Ich habe übrigens viele Bekannte und Freunde angeschrieben und um Mitzeichnung der Petition gebeten. Das Ergebnis kannst Du dir sicher vorstellen...
 

Miquel Prado

Mitglied
Ein wenig Ernüchternd ist, aus der Astro-Szene nicht 100% Zustimmung zu bekommen, der Mitzeichner-Stand ist 382....
Das ist ein psychologisches Phänomän. Die eigenen Fans sind immer die kritischsten (z.B. beim Fußball).
Das kommt daher weil man als Insider auch die Negativen Seiten kennt und dann mehr Skepsis vorhanden ist.
Also liebe Sternfreunde gebt euch einen Ruck und unterzeichnet!
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

ich denke die Argumentation ist ein wenig zu einfach. Nehmen wir mal als Gegenbeispiel die Tätowiersüchtigen. Die EU möchte nun die Verwendung von Farben, bei denen es wohl mehr als nur einen Anfangsverdacht besteht, dass sie Gesundheitsschädlich sind einschränken. Innerhalb von kurzer Zeit kamen da wohl knapp 180000 Unterschriften zusammen. Die werden wohl nicht so entschieden haben, weil sie auch die negativen Seiten ausgiebig kennen.

Was wären eigentlich die negativen Seiten einer gezielteren Beleuchtung? Verluste bei den Energieversorgern? Einsparungen bei den Kommunen? Ein höherer Insektenbestand?


MfG

Rainmaker
 

TriffiD

Mitglied
Hallo,
ich vermute eher, dass viele Forenmitglieder aus anderen Bundesländern keinen Sinn darin sehen, sich an einer Petition zu beteiligen, die an den Landtag von Schleswig-Holstein gerichtet ist.
Auch ist es durchaus denkbar, dass bei denen, die seit 20 Jahren unter der zunehmenden Lichtverschmutzung leiden, eine gewisse Resignation eingetreten ist. Trotz vieler Bemühungen ist das Ergebnis des Kampfes ja mehr oder weniger gleich Null geblieben. Da konzentriert man sich früher oder später darauf, aus dem verbliebenen Himmel das heraus zu holen, was noch geht, statt Petition für Petition zu zeichnen. Ein gewisses Verständnis dafür habe ich. Wenn Gemeinden in Wohngebieten Straßenlaternen installieren, die nach unten strahlen und sich darauf dann jahrelang ausruhen, während rechts und links die Skybeamer aus dem Boden schießen, kann man schon die Lust verlieren.
Insgesamt ist mein Eindruck aber immer noch, dass das Thema immer mehr Aufmerksamkeit aus immer mehr Gründen erfährt. Das mag sich in einem relativ fixen Bekanntenkreis (mit einer vielleicht auch bestimmten Altersstruktur) nicht so zeigen, aber im Zuge der Umweltdebatte tut sich bei jüngeren Menschen mit Zugang zu Bildung schon etwas. Das ist aber - wie gesagt - nur mein Eindruck.
Ich finde Ralfs Engagement großartig und würde mich an seiner Stelle über die fast 400 Unterzeichner freuen.

Gruß
Sebastian
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

@Sebastian,
Petition für Petition? Na so viel waren es nicht, von der riiiiiieeesigen Anzahl wird kaum jemand frustriert worden sein. Die eher lokale Ausrichtung dieser Petition mag ein kleiner Grund gewesen sein, aber andere bundesweite Petitionen sind auch in der Größenordnung geblieben, oder besser gescheitert.
Das Beispiel Skybeamer ist aber nicht schlecht. Die Gemeinden sind zwar zuständig, aber die Dinger werden jenseits der üblichen Öffnungszeiten der Amtsstuben betrieben. Die Anzeige obliegt also den Bewohnern vor Ort. Hier mal ein aktuelles Beispiel. Ich beobachte hier seit knapp einem Jahr einen Skybeamer in der Nachbarstadt. Dieser wird wohl von der größten Lärmhölle in der Gegend betrieben und liegt an einer der zentralen Einfallstraßen der Stadt. Die Stadt hat eine Schulsternwarte, mindestens zwei dauerhafte Astro AGs, sicherlich einige dutzend Astroamateuere und niemand kommt auf die Idee mal einen einfallslosen Zweizeiler an das Bauordnungsamt zu schreiben. Ganz ehrlich, mehr als Desinteresse zu vermuten bleibt da eigentlich nicht.
Du fragst warum ich noch nichts unternommen habe? Es ist ein Experiment um herauszufinden ob hier irgendjemand im Kreis den Hintern hoch bekommt. Wenn aber jetzt nicht bald was passiert schreibe ich an das Bauordnungsamt und bestelle den amtlichen Steckerzieher. Damit hätte ich dann das halbe dutzend Skybeamer voll, mal sehen wie viele es noch werden ...

@Dietmar,
eigentlich müsste man hier vom Forum aus öffentlich so eine Ausarbeiten und sich dann die notwendigen Multiplikatoren suchen. Ich fürchte nur da werden wenig bis keine Leute mitmachen. Was dann aber auch ein aussagekräftiges Ergebnis wäre.


MfG

Rainmaker
 

TriffiD

Mitglied
Hallo,
ich hatte das allgemeiner gemeint und "Petition" eher als Oberbegriff genommen. Entschuldige. Ich persönlich habe über viele Jahre immer mal wieder Initiativen (nicht unbedingt nur Petitionen) erlebt, die dann nach Monaten bestenfalls erreicht haben, dass in einem kleinen Gebiet andere Laternen installiert wurden. Währenddessen haben sie aber gleichzeitig Beleuchtungen für jede zweite Fachwerkhausfassade installiert (ich übertreibe ein bisschen). Als Amateur nimmt man diese Bemühungen wahr und da mag man irgendwann keinen Sinn mehr darin sehen, sich weiter zu bemühen.
Mit den Skybeamern wollte ich auch eher etwas überspitzen. Damit meine ich eher, dass eben die schädliche Beleuchtung - trotz vieler Bemühungen - insgesamt spürbar zunimmt. Richtige Skybeamer sind - zumindest hier bei mir - nur noch ausnahmsweise zu sehen. Die hier fest Installierten sind wohl alle verschwunden. Das könnte man wohl als Erfolg werten, merke ich gerade. Wenn irgendwo mal ein großes Fest stattfindet und dann ausnahmsweise auch eine Lightshow installiert wird, will ich dagegen ja auch gar nichts sagen.

Wir scheinen aber sehr unterschiedliche Beobachtungen in der Sache zu machen und auch die Bemühungen unterschiedlich zu beurteilen. Ich denke, 400 Unterschriften sind ganz ordentlich - du sagst, die Petition verläuft im Sande. Da werden wir uns - in dieser Sache - vermutlich nicht ganz einig werden. Müssen wir ja aber auch nicht. ;)
Grüße
Sebastian
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo,

betrachte es mal anders. 400 Stimmen sind deutlich weniger als dieses Forum Mitglieder hat und, noch viel wichtiger, 400 Stimmen sind so wenige, dass lokale Kleinstinitativen schon mehr bringen. Bei so wenig Zustimmung lächeln Politiker nicht mal müde, denn dazu brauche es bei der letzten Petition von 20x mehr Stimmen.


MfG

Rainmaker
 
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