PHD2 Merkwürdig starke DEC Korrektur Pieks

raychan

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Hallo an die Experten,

ich versuche das PHD2 Guiding zu verstehen um bei meiner GEM28 über 150sec Belichtungszeit zukommen.
Mir ist in mein PHD2 Logs aufgefallen, dass die DEC Korrektur sehr starke Pieks produziert.
Anbei habe ich die PHD2 Logs.

Was sollen mir die Pieks sagen?

1662832563896.png
 

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Hi,
ich bin kein Experte, würde aber auf einen Pixel- bzw. Zeilensprung beim Auslesen der Kamera tippen und zum Test mal eine andere einsetzen.
MfG
thomas314
 
Belichtungszeit der Kamera beträgt 2,5 sek. Versuche das System schneller reagieren zu lassen und die BLZ auf 1,5 oder geringer zu stellen.
Die Guiding Pulse kommen zu spät, erst nach einer Abweichung von 2-3" wird ein Puls ausgelöst! Mno ist zu groß bei dec gewählt. 0,24" wären okay.
Aggressivität 100% einstellen.
Kamera ist okay und alle relevanten Daten im Log sehen gut aus.
Deine Pixel scale beträgt gerade mal 6" pro Pixel! 130mm Brennweite des Guiding Teleskops ist bei einer Pixel Größe von 3,9ym der 120 ASI zu gering?
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Infos.
@thomas314 Leider habe ich keine andere Astrokamera zum testen.
@Sternbrot Werde die Einstellungen für DEC mal so übernhemen.
Wegen den Pixelscale: ja genau 6"/pixel. Laut den "astronomy.tools" habe ich ein Verhältnis von 1:4,6 zur Hauptkamera. Vielleicht ein bisschen grenzwertig.

Bei PEC habe ich mal von Hysteresis auf Predictive PEC gewechselt. Mal sehen wie das läuft.

Mal schauen wann ich wieder testen kann. Ist ja hier ständig bewolkt. :cry:
 
Ich wollte das Thema nochmal aufgreifen, da PHD2 immer noch nicht läuft.
Ich verstehe nicht warum PHD2 ständig meine Aufnahmen versaut. Ich hatte letzte nacht es komplet aufgegeben und ohne Guiding gearbeitet und alle Bilder hatten perfekt runde Sterne. Was machen alle anders als ich? Ich habe sämtliche Einstellungen rumprobiert:

- 0,2sec bis 2,5sec (Kein unterschied)
- Agressivität 10% bis 100% (in der Ausleseung gab es ein Unterschied aber die Fotos waren trotzdem alle hinüber egal welche einstellung)
- Hysteresis, Predictive, Tiefpass (Alles null unterschied)

Was kann das sein? Ich verstehe es nicht warum PHD2 die Montierung sinnlos irgendwo hinsteuert.
Ich habe auch immer den Effekt das mein Ziel aus den Bild läuft und ich alle 1h Platesolven muss. Warum muss ich das machen PHD2 sollte das doch korrigieren. Ohne PHD2 verändert sich der Bildausschnitt selbst nach 5h nicht.

Gibt es vielleicht ein besseres Programm als PHD2?
 
Hi,

Das Thema Guiden gibt schon ordentlich was zum kauen....
Bei jedem Teleskop das ich auf die Monti schnalle hab ich gleich was anderes zum einstellen, plus Kegelfehler der bei mir gerade zum kauen gibt...
Auf dieser Seite habe ich sehr gute Infos gefunden um zu verstehen was dort eigentlich gemacht wird, und in welche Richtung man arbeiten muss.

Clear skies!,
- Martin
 
Was kann das sein? Ich verstehe es nicht warum PHD2 die Montierung sinnlos irgendwo hinsteuert.
Ich habe auch immer den Effekt das mein Ziel aus den Bild läuft und ich alle 1h Platesolven muss. Warum muss ich das machen PHD2 sollte das doch korrigieren. Ohne PHD2 verändert sich der Bildausschnitt selbst nach 5h nicht.

Da hast du quasi den Übeltäter schon entlarvt!
Ersteinmal gut Einnorden! Das hilft PHD2 schon mal ungemein weiter, da DEC dann weniger korrigiert werden muss.
Wenn du Drift hast, liegt es u.a. an deiner Fixierung vom Leitrohr (u.a. Differential Flexure), sprich du hast Bewegung im System zwischen Leit- und Hauptrohr und/oder Kabel zerren an deinem Aufbau.

Rotiert das Bildfeld evtl. auch über die Aufnahmen verteilt?

Ich kenn jetzt den Schnecken-Umlauf der GEM28 nicht, aber wenn du den Guiding Assistent von PHD2 mal 10 Minuten laufen lääst, bekommst du schon aussagekräftige Parameter vorgeschlagen.

Wenn das alles nicht hilft, hast du eine Gurken-Gem erwischt. Gibt ja sogar hier im Forum Berichte über ergebnislose Einstellmarathons der GEM28 :confused:
 
Hi,

Das Thema Guiden gibt schon ordentlich was zum kauen....
Bei jedem Teleskop das ich auf die Monti schnalle hab ich gleich was anderes zum einstellen, plus Kegelfehler der bei mir gerade zum kauen gibt...
Auf dieser Seite habe ich sehr gute Infos gefunden um zu verstehen was dort eigentlich gemacht wird, und in welche Richtung man arbeiten muss.

Clear skies!,
- Martin
Danke für den Link, werde ich mal durch den Übersetzer jagen und durchlesen. :)

Da hast du quasi den Übeltäter schon entlarvt!
Ersteinmal gut Einnorden! Das hilft PHD2 schon mal ungemein weiter, da DEC dann weniger korrigiert werden muss.
Wenn du Drift hast, liegt es u.a. an deiner Fixierung vom Leitrohr (u.a. Differential Flexure), sprich du hast Bewegung im System zwischen Leit- und Hauptrohr und/oder Kabel zerren an deinem Aufbau.
Also das sich das Leitrohr und das Hauptrohr unterschiedlich bewegen würde ich auch ausschließen, den das Leitrohr ist am Hauptrohr befestigt. Das Kabel ist am Hauptrohr befestigt und geht an den Astropc der auch am Hauptrohr verschraubt ist. Würde mich wundern wenn sich da etwas bewegt. Hatte das alles so umgebaut, weil ich dachte das ich durch Kabelziehen Probleme habe.

Das einzige was ist, dass das Leitrohr nicht 100%zig parallel zum Hauptrohr ist. Aber das sollte nicht stören oder?

Rotiert das Bildfeld evtl. auch über die Aufnahmen verteilt?
Rotieren würde ich nicht sagen. Eher wandert das Objekt aus den Bild über die Zeit des Aufnahme Tages und sehr gleichmäßig. Nach ca. 1h ist das Objekt ca. 5% des Bildausschnitt gewandert. Aber nur mit PHD2.
Ich kenn jetzt den Schnecken-Umlauf der GEM28 nicht, aber wenn du den Guiding Assistent von PHD2 mal 10 Minuten laufen lääst, bekommst du schon aussagekräftige Parameter vorgeschlagen.

Wenn das alles nicht hilft, hast du eine Gurken-Gem erwischt. Gibt ja sogar hier im Forum Berichte über ergebnislose Einstellmarathons der GEM28 :confused:
Also an meiner GEM28 kann es nicht liegen und am Einnorden auch nicht. Denn ich schaffe 180sec bei 500mm mit einer APS-C Kamera für runde Sterne ohne Guiding. Und nach 5h ohne Guiding ist das Objekt immer noch perfekt in der Mitte.
 
Ein besseres guiding Programm als PHD (und einfacheres) ist mir nicht bekannt. An der Pixel Scale wird es nicht liegen. Ich führe 2m mit 180mm mit 2.4my Pixeln erfolgreich ohne Ausschuss nach. Dank Multistar Guiding. Ich würde mal prüfen, ob Multi Star guiding bei dir aktiv ist.

Diese Spikes können in der Tat von einer unsauber laufenden Dec Achse stammen. Das würde erklären, warum die Monti besser ohne Guiding läuft.
Ob Du dich daran trauen möchtest, hängt von der Einschätzung deiner technischen Fähigkeiten ab.

Viele Grüße,

Stephan
 
Das einzige was ist, dass das Leitrohr nicht 100%zig parallel zum Hauptrohr ist. Aber das sollte nicht stören oder?
Das stört allerdings und wird vermutlich die Ursache für das Herauswandern des Objektes sein. Teleskop und Leitrohr müssen auf den gleichen Punkt am Himmel zeigen.

Solche Guiding-Peaks habe ich bislang noch nicht gehabt. Es könnte aber doch an der Montierung liegen. Ohne Guiding bleibt die DEC-Achse still stehen. Wenn die nun sehr viel Spiel hat, oder sonstwie unrund läuft, dann erschwert das das Guiding zumindest. Dennoch würde ich da eher viele kleinere (vergebliche) Guiding-Impulse erwarten. Diese Monster-Korrekturen kann ich nicht deuten, wenn schon alle Einstellungen zur Empfindlichkeit und Stärke der Guiding-Impulse durchprobiert wurden.
Läuft das Guiding über die ST4-Schnittstelle? Ansonsten würde ich das mal zum Vergleich probieren.
Ansonsten mal die DEC-Achse auf der Kameraseite etwas schwerer machen und dann probieren, ob sich was ändert.

Gruß
Sebastian
 
Moin,
ich muss auch zugeben, dass ich noch nie ein solches Verhalten beim Guiding gesehen habe.

In deinem Log fällt mir allerdings zuerst auf, dass bei deiner Kalibrierung mehrfach die Fehlermeldung "Star Lost during calibration" auftaucht. Da könnte schon etwas schiefgegangen sein.
Warum PHD2 dann die Dec-Achse so aggressiv korrigieren will ist mir aber nicht ersichtlich.

Zur Ausrichtung des Leitrohrs würde ich gegenteilig behaupten, dass es näherungsweise egal ist wohin es zeigt (ausgenommen Horizont- und Polarisregion).

CS
Alexander
 
Das einzige was ist, dass das Leitrohr nicht 100%zig parallel zum Hauptrohr ist. Aber das sollte nicht stören oder?

Wie Sebastian schon schrieb, kann das in der Tat schon ausreichen. Allerdings muss man die Kirche im Dorf lassen: Es braucht nicht den gleichen Stern in der Mitte eines Fadenkreuzes.

Also das sich das Leitrohr und das Hauptrohr unterschiedlich bewegen würde ich auch ausschließen, den das Leitrohr ist am Hauptrohr befestigt. Das Kabel ist am Hauptrohr befestigt und geht an den Astropc der auch am Hauptrohr verschraubt ist. Würde mich wundern wenn sich da etwas bewegt. Hatte das alles so umgebaut, weil ich dachte das ich durch Kabelziehen Probleme habe.

Vielleicht kippelt der OAZ oder die Rohrschellen rutschen und und und...
Ich hatte den Begriff "Differential Flexure" genannt. Darunter findest du im Netz viel Bildmaterial wo du dein Problem wiederfinden wirst + Lösungsansätze.

 
Zuletzt bearbeitet:
In deinem Guiding log fällt mir folgendes auf :
157,598.511,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,2,"Star lost - low SNR"
158,607.101,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,2,"Star lost - low SNR"
159,610.414,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,3,"Star lost - low mass"
160,613.976,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,2,"Star lost - low SNR"
161,617.306,"DROP",,,,,,,,,,,,,88673,35.47,6,"Star lost - mass changed"
162,622.481,"Mount",-1.427,-0.713,-1.538,-0.338,-0.771,-0.338,1064,E,278,N,,,367715,84.47,0
163,628.581,"DROP",,,,,,,,,,,,,8915,8.84,6,"Star lost - mass changed"
164,637.200,"DROP",,,,,,,,,,,,,53963,28.51,6,"Star lost - mass changed"
165,640.538,"DROP",,,,,,,,,,,,,13187,11.57,6,"Star lost - mass changed"
166,644.101,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,2,"Star lost - low SNR"
167,647.421,"DROP",,,,,,,,,,,,,0,0.00,2,"Star lost - low SNR"
168,650.999,"DROP",,,,,,,,,,,,,483824,91.13,6,"Star lost - mass changed"
169,654.344,"DROP",,,,,,,,,,,,,659305,97.11,6,"Star lost - mass changed"
170,657.898,"DROP",,,,,,,,,,,,,532881,90.37,6,"Star lost - mass changed"

Das SNR ist auch irre hoch bei dir ansonsten und dann auf einmal null. Ich würde sagen Deine Kamera liefert da manchmal irgendwas anderes ab. Das Problem tritt ja auch bei der Kalibrierung auf. Du kannst die Einzelframes auch abspeichern unter phd2, mach das mal und schau dir die dann an, ich würde wetten die sind schwarz. Da stimmt also irgendwas nicht !
 
Dann schau dir mal deine Kontakte der
st-4 Schnittstelle, vor allem auch das kabelt, an. Bei mir war mal ein Pin übergesprungen, das war genauso wie bei dir.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mir das Log auch mal durchgesehen.

Was als erstes auffällt, ist der Umstand, dass PHD die sehr langen Korrekturen immer dann anstößt, wenn die Korrekturrichtung von N auf S bzw. umgekehrt wechselt. Die Korrekturen liegen bei ca. 1,8s. Die Nachführgeschwindigkeit beträgt am Äquator 15"/s. D.h. wenn diese Korrektur tatsächlich ankommen würde, wären da Spikes von >10" im Guiding-Graph zu erwarten. Die Kurve bleibt aber homogen. Das sieht mir eher nach einer Backlash Kompensation aus. Ist die Backlash kompensation eingeschaltet?

Wenn es Backlash ist und die Kompensation nicht funktioniert, dann lässt es sich leicht korrigieren, in dem man folgendes macht:
  • Backlash Kompensation ausschalten
  • In Dec das Teleskop so hecklastig balancieren, dass es auf der jeweiligen Aufnahme Dec gerade so von alleine durch schwingt.
  • Spiraldithern aktivieren
In dem Fall finde ich aber, dass die Komponsation ganz gut funktioniert. Weshalb die Kompensation im Graph mit angezeigt wird, kann ich aber leider nicht sagen.

Da sind dann noch relativ starke Ausschläge drin, die nach 2-3 Korrekturen korrigiert werden und teilweise etwas überschießen. 3-4" teilweise. War das Seeing an dem Tag sehr schlecht, bzw. läuft die Montierung rund? Alles gut ausbalanciert? War es windig?

Das lässt sich korrigieren, in dem man
  • Kürzer belichtet. 0,5s oder 1s. Der Guiding-Graph sind dann furchtbar aus, aber die Sterne sind wieder rund.
  • Das Teleskop in RA etwas hecklastig balanciert, sodass immer Last auf dem Getriebe liegt.
  • Das überschießen müsste man auch durch Reduzieren der Aggressivität in den Griff kriegen können.
Der Leitstern geht zwar verloren immer mal wieder verloren, wird aber immer wieder eingefangen. D.h. da driftet erst mal vom Guider her nichts. Wenn es in 1h ca. 5' driftet, kann das entweder an Differenzialdrift oder am Dithern liegen.

Wenn es Differenzialdrift ist, dann hilft ein OAG. In meinem Setup hatte ich auch Driften von 2-3' pro Stunde. Differenzialdrift kann von allem möglichen kommen. Da kann z.B. der Okularauszug 1/50° nachgeben. Da siehst und merkst du ansonsten überhaupt nichts von. Differenzialdrift erkennst du daran, dass die Drift über den Zeitraum von einer Stunde immer in die selbe Richtung geht und dass du trotz gutem Guiding ab einer bestimmten Belichtungszeit anfängst ovale Sterne zu bekommen.

Man kann auch Drift vom Dithern bekommen. Der Effekt nennt sich Brownsche Bewegung. Ob es das ist, erkennst du daran, dass du generell einen extrem breiten Ditherrand und speziell einen in einer bestimmten Richtung im Stack hast. Da hilft entweder das Ditherintervall zu reduzieren, seltener zu dithern oder in NINA ein Recenter after Drift in die Sequenz mit aufzunehmen.
 
Hallo, mein Tipp geht sogar mit Wolken und im Lichte ;)
VG Frank
 
Hallo, mein Tipp geht sogar mit Wolken und im Lichte ;)
VG Frank
Danke Frank. Sorry, ich hatte vergessen zu erwähnen das ich den ST4 Eingang nicht verwende.

Ich hatte gestern Abend wieder eine klare Nacht.
Ich wollte auch ein Neustart machen:
- PHD2 neuinstalliert und neu eingerichtet
- Alle Kabel Kontrolliert
- Den Fuß des Guidingscops nochmal festgezogen
- PHD2 neu Kalibriert und den Guiding Assistenten benutzt und 700sec laufen lassen
- Backlash Kompensation ausgeschaltet
- Guidung Geschwindigkeit auf 0,9 gestellt. (Hatte im Internet gefunden das iOptron das empfiehlt)
- Hatte im Internet auch gelesen das jemand mit einer CEM26 mit Predictive PEC und Resist Switch die besten Ergebnise erzielt hat. Deshalb hatte ich das bei PHD2 eingestellt.

Die Aufnahmen waren 200sec bei 500mm mit APS-C Astrokamera und Guidingscope ist 130mm mit ZWO 120mm Mini Mono

Ich hatte am Anfang einige Startschwierigkeiten.
- 20Uhr und 21Uhr waren kurz kleinen Wolken dar.
- Mein WLan Router hatte Probleme verursacht das ich den AstroPC immer ein und aus schalten musste. Musste dann auf Handy Wlan umsteigen

Das was besser wurde:
- Keine merkwürdigen Peeks mehr

Das was nicht besser wurde:
- Aufnahmen waren immer noch zum größten Teil (ca. >50%) mit Sterne als Eier oder Striche
- Am schlimmsten war es nach den Medrian Flip der von ca. 2:30Uhr bis 4Uhr lief und es waren über 95% der Fotos nicht zugebrauchen. Hätte an den Punkt auch abbauen können

Selbst ohne Guiding lief es diesmal schlechter als beim letzten mal, wo ich eine ganze Nacht ohne Guiding gearbeitet hatte.
Die Polausrichtung war mit NINA perfekt. Ich hatte sogar nochmal 2mal nach messen lassen und das Ergebnis war immer identisch.

Also bis auf das die Peeks weg sind bin ich nicht schlauer geworden. Irgendwie deprimierent. :cry:

Es war auch kein windiger Tag und ob das Seeing gut war keine Ahnung. Ich weiß nur das ich den besten HFR Wert (2,09) bekommen hatte. Sonst lag ich immer >2.2
 

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Never guide a polar aligned system! Naja 500mm müssten bei guter Einordnung auch ohne guiding funktionieren.
VG Frank
 
Hallo!
Wenn du das Guidescope vielleicht nochmal ausrichtest, wäre zumindest eine weitere Fehlerquelle ausgeschlossen.
Außerdem meldet PHD regelmäßige "mass changes" des Leitsterns. Darum würde ich die "Sternengrößenerkennung" in den "Advanced Settings" abschalten.
Gruß
Sebastian
 
Also bis auf das die Peeks weg sind bin ich nicht schlauer geworden. Irgendwie deprimierent. :cry:
D.h. die Peaks kamen von der Backlash Kompensation und das Guiding an sich ist erst mal ok.

Was du mal machen kannst, ist die geguideten Bilder in DSS registrieren zu lassen. Da kriegst du ja eine Tabelle mit der Abweichung in Pixeln in x und y. Dann sortierst du das nach der Zeit und schaust, ob da ein eindeutiger Trend zu erkennen ist. Wenn die Abweichung sich trotz Guiding mehr oder weniger linear in eine Richtung entwickelt, ist es Differenzialdrift.

Wegen der Ausrichtung des Guide Scopes...man kann da auf zwei Arten Drift bekommen. Durch die atmosphärische Refraktion (da müsste man aber absurd weit abseits sein) und eine Kombination aus Polaralignmentfehler und Guidescopealignmentfehler. Ohne Polaralignmentfehler kann man per Definition keine Feldrotation durch einen Guidescopealignmentfehler bekommen. Wenn man das mit den gängigen Tools in Sharpcap, NINA oder PHD2 macht, sollte man den Polaralignmentfehler ohne Probleme irgendwo um die 2' oder darunter kriegen. Da sollte es keine Probleme mehr geben, außer wenn das Guidescope sichtbar schief angebracht ist und man zusätzlich bei extremen Deklinationen unterwegs ist.

Hier ist ein Link mit dem du die Feldrotation in µm ausrechnen kannst. Die Feldrotation sollte kleiner als deine Pixelgröße sein.

Halbwegs gut ausrichten würde ich das Guidescope aber trotzdem. 1° daneben sollte aber wie gesagt kein Problem sein. Das habe ich bei meinem OAG per Definition und damit mache ich 30min Frames bei 1m Brennweite ohne irgendwelche Auswirkungen.

Beide Maßnahmen kann man tagsüber machen und muss keine klare Nacht verplempern.
 
Vielen Dank nochmal :)
nächste Schritte:
- Guiding Scope ausrichten. (Wie richte ich es am besten aus? Teleskop und Guiding Scope auf ein Windrad zielen?)
- in PHD2 Sternengrößenerkennung unter Advanced Settings abstellen
- Geguidete Bilder in DDS registrieren lassen und Drift richtung anschauen. (Muss ich erstmal sehen wie ich das in PHD2 aktiviere, dass ich die aufnahmen bekomme)

Zum "Field Rotation Calculator", da verstehe ich die Parameter "Guide Star Angle" und "Declination" nicht. Also wie man an die Werte kommt.
 
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