Planeten-Entstehung

#1
Hallo allerseits,

ich wollte einmal fragen, ob mir hier jemand etwas zum Thema Planetenentstehung erklären kann.

Mir ist klar, dass Planeten durch Masseaufnahme / Verklumpen in protostellaren Akkretionsscheiben entstehen. Im Internet und in verschiedenen Veröffentlichungen findet man hier sehr schöne Bilder z.B. von HL Tau, die diesen Prozess zeigen. In der Akkretionsscheibe entstehen durch die Bildung von Planeten dunkle kreisförmige Lücken.

Mir ist nicht ganz klar, wieso diese Lücken kreisförmig sein können. Ja.... der jeweilige Planet dreht sich in der Scheibe um die Sonne. Aber müsste sich die Scheibe denn nicht auch genau so schnell wie der Planet um die Sonne drehen, so dass der Planet in der Scheibe quasi still steht? in diesem Fall würden ja keine ringförmigen Lücken entstehen, sondern nur lokal Masse auf den Planeten übergehen.

Aber , man sieht ja Bänder. Wo ist mein Denkfehler? Oder was habe ich nicht berücksichtigt?

Vielen Dank und viele Grüße
Jan
 
#2
Mir ist nicht ganz klar, wieso diese Lücken kreisförmig sein können. Ja.... der jeweilige Planet dreht sich in der Scheibe um die Sonne. Aber müsste sich die Scheibe denn nicht auch genau so schnell wie der Planet um die Sonne drehen, so dass der Planet in der Scheibe quasi still steht? in diesem Fall würden ja keine ringförmigen Lücken entstehen, sondern nur lokal Masse auf den Planeten übergehen.
Die protoplanetare "Scheibe" rotiert natürlich nicht als starre Scheibe, sondern wie die daraus entstehenden Planeten mit nach außen abnehmender Winkelgeschwindigkeit entsprechend dem dritten Gesetz von Kepler.

Im radialen Abstand, wo ein Planet durch Akkretion von Material entsteht, bildet sich dann eine ringförmige Lücke: Die etwas weiter innen liegenden Partikel überholen den Kondensationskern zunächst, bis sie mit diesem kollidieren. Die etwas weiter außen liegenden Partikel werden vom Kern zunächst überholt, bis sie ebenfalls mit diesem kollidieren. So bildet sich schließlich eine umlaufende Lücke.

Credit: ALMA
 

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#4
Mal eine Frage: fällt - wenn auch in 10 hoch minus x mm Skalen - ein Planet langsam in die Sonne? Ich versteh schon dass es da oben kein Reibung gibt und sich ein Sonnenystem mit der Zeit perfektioniert. Aber nichts ist ja eigentlich wirklich perfekt..
 
#6
Moin,

Bremsung kann ja auch durch Interaktion der Massen entstehen, dazu brauchts nicht unbedingt "Luft". Z.B. auch die Walkarbeit, die ein Körper auf einen anderen ausübt, siehe Energieübertragung vom Jupiter auf seine Monde, bremst.

CS
Jörg
 
#7
Wo diese Luecken und Protoringe entstehen, unabhaengig von der Planetenmasse, kann mit des Sterne's Eigenschwingung zu tun habe, denke mal an unsere Planetenabstaende, immer doppelt vom Venus bis Pluto, aber sonnennahe 2 Gleiche ~.3 AU Abstand ,(Merkur--Venus--Erde) und oben auch zwei Gleiche.~ 9.6 AU (Uranus--Neptune--Pluto.
Bode Tabulation mit Verbesserungen, Minimum ~ 3 ; Maximum ~96. sonst verdoppelt.
 
#8
Die sogenannte "Titius-Bode-Reihe" ist kein wirkliches himmelsmechanisches Gesetz und gilt als generell unzutreffend.
Faktisch sind Resonanzen der Umlaufzeiten relevant, die Reihe ist eher rein "statistische Wahrscheinlichkeit"...

Gruß
Thorsten
 
#9
--Faktisch sind Resonanzen der Umlaufzeiten relevant
Sehr richtig, und, sprechend von Resonanzen, die sieben Verdoppelungen der Laufbahn Durchmesser, immer eine Oktave im Klank , hat eine Spannweite wie eine Fluegel Tastatur. .
Natuerlich koennte die Titus/Bode Tabellierung nicht im Wiedersatz zu den wirklichen, wirkenden Naturgesetzen geschehen, aber,
Hier ist es: 3, 3, 6, 12 ...100, 196, 292, 388 .. Sedona, innerhalb einer Toleranz von 5%. Vielleicht war es nicht so geplant, aber voila, so ist es. Bestimmt wichtig fuer die OP Frage, kein Gesetz, aber vielleicht ein anderer, einfacher Ausdruck der Wirklichkeit.
Danke fuer die Anregung, gg
PS: die Geometrische Serie, abwaerts von 388 Pluto immer halb, hoert auf bei Venus, so, warum kein Planet/Asteroid an 0. 55 AU, oder 0.475, -- 4,375? die Verlaengerung, Halbierungen sonnewaerts der Serie? .3 AU scheint der minimale Abstand zu sein, Planeten wollen sich nicht draengeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
#10
Hat man denn dann schon einen Zeitpunkt ermittelt, an dem man erwartet,
1. dass die Erde spätestens in die Sonne gefallen sein wird?
2. an dem Wasser auf der Erde nicht mehr flüssig sein, weil wir uns der Sonne zu sehr genähert haben?
Aus all den Doku-Sendungen über das Ende der Sonne, nehme ich mal an, dass beides nach dem errechneten Ende der Sonne stattfinden würde und sich somit wenige darüber Gedanken gemacht haben?! :unsure::whistle::coffee:
 
#11
Da gibt es Rechnungen, die aber alle ziemlich mit Unsicherheiten behaftet sind. Aber was die Erde angeht, da ist es nicht mehr sooo lang hin, je nachdem auf welchen Zeitskalen man so denkt. Schau mal hier, ist zwar ein populärwissenschaftlich-zeitschriften-Bericht, aber für den Einstieg mal ne Hausnummer.
Gruß
T
 
#12
Da wird aber gesagt, dass sich die habitable Zone aufgrund der wärmer werdenden Sonne sich nach außen bewegt. Nicht dass die Erde sich der Sonne nähert. Da es anscheinend keine Gedankenspiele dazu gibt, schließe ich daraus, dass die Erde sich der Sonne höchstens vernachlässigbar und somit garnicht nähert.
 
#14
> 47Tau, und die Nummer ist 10, bei bode, wie unsere Fingerzahl, und mindestens 4 mehr Zehnen.

Was soll diese dummsinnige Zahlenmystik?
47 Tau ist der 47. Stern im Stier nach dem Katalog von Flamsteed. Mehr nicht.

Es geht hier im Übrigen um Planetenentstehung. Also bleib beim Thema und schreib hier nicht so einen Nonsens!
 
#16
Alle Sterne, je welcher Art, haben ein Gebiet was fuer organisches Leben geeignet waere, Dazu muss aber auch die Stabilitaet kommen, um die Billionen Jahre Zeit zu haben um die Entwicklung zu erlauben, , und ein System wie unsers, . dass sieben Oktaven in naher Resonanz haelt, waere dafuer prima. Die Tietze / Bode Tabulierung zeigt das, aber nicht die gefragte Entstehung, dass ist eine andere Sache. oder?
Dass ist mein sanfter Senf dazu: vom gutmenschen
 
#18
: Die etwas weiter innen liegenden Partikel überholen den Kondensationskern zunächst, bis sie mit diesem kollidieren. Die etwas weiter außen liegenden Partikel werden vom Kern zunächst überholt, bis sie ebenfalls mit diesem kollidieren.
Peter, wenn dass immer so waere, muessten die Nachtseite nicht langsamer, und die Sonnenseite der Protoplaneten nicht schneller werden? Nur Venus trifft auf diese Beschreibung, mit dessen retrograde Uhr-Richtung Drehung.
Die starke Urdrehung der Protoplanaten muss mit der massiven Original Drehung der "Wolke" zu tun haben, aber
Wo bestimmt die Luecken sind, und deren Regelmaessigkeit ist die grosse Frage.
bittend fuer Erklaerung, gg
 

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