QHY Polemaster Problem

#1
hi, ich bin immer noch bei der ursachensuche wegen meiner verzogenen sterne.
jetzt habe ich im grunde alles ausschliessen koennen ausser meinen qhy polemaster.
den wollte ich jetzt unter die lupe nehmen.
zum einen ist es so, dass die sterne nicht im fokus sind, wenn ich die schraubbare linse fest anziehe. aber auf der anderen seite - hab ich die sterne im fokus - ist die sache etwas wackelig und weiss jetzt nicht so recht, ob ich das ganze im "wackelzustand" lassen kann.
hat jemand erfahrung mit dem polemaster und koennte mir ein paar tipps geben?
kann man dieses teil irgendwie "eichen"?
des weiteren, wenn ich am schluss im monitor modus bin um das gruene und rote kaestechen deckungsgleich zu kriegen, flackert das nur und die beiden aufeinander zu bekommen ist unmoeglich.
 
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#2
Hallo,

an der Polmaster Hardware gibt es nichts zu eichen, das ist ja das schöne an der Methode. Allenfalls wäre die Software alle paar Jahre aufzufrischen, um die hinterlegten Plate Solving Daten zu korrigieren.

Aber der Reihe nach: Das Objektiv ist bei mir relativ schwergängig, dass ich es eigentlich nicht fixieren müsste. Die Schraube ziehe ich nur ganz leicht an, da hat sich noch nie was verstellt.
Die Abbildung ist natürlich nie perfekt scharf, weil das Objektiv ohnehin zu den Rändern stark verzeichnet. Wenn man die Schärfe eines Sterns in der Mitte beurteilt, und nach Anziehen der Schraube dann eher am Rand landet, sieht es vielleicht nur so aus, als hätte sich der Fokus verstellt.
Wackeln darf am Objektiv nichts, auch wenn die Schraube offen ist.
Vielleicht ist das Objektiv selbst nicht ganz fest eingeschraubt ?
Was bei mir Probleme bereitet hat, ist der Adapter zur Montierung.
Mit der einzelnen mitgelieferten Schraube läßt sich der Polmaster nämlich nicht wirklich fest anziehen. Ich habe dann eine zweite dazugenommen, muss aber auch immer kontrollieren, ob alles wirklich fest ist.
Ich kenne die Vorgeschichte nicht, führst Du denn nach ? Dann sollte man auch ohne die Monitor Funktion schon problemlos loslegen können, wenn der vorige Schritt sorgfältig ausgeführt wurde. Das Verstellen der Montierung begrenzt einen hier eigentlich mehr, als die Genauigkeit des Polmasters. Für etwa 2 Bogenminuten Genauigkeit kommt man eigentlich immer mit der Grobausrichtung hin.

Gruß
Norbert







 
#3
ja ist irgendwie komisch. ich hab auch schon 20 minuten belichten koennen ohne das die sterne verzogen wurden. es ist auch nicht viel stört mich aber. im grunde kann ich maximal nur 5 - 8 minuten belichten und finde einfach den fehler nicht.
die montierung selbst war beim vtsb und laeuft auch rund.

beim PM, ja ich meinte das objektiv. da ist ja aussen noch so ein metalltubus drum, den kann man abschrauben und dann das kleine objektiv. da kann ich wunderbar die schaerfe einstellen, aber wenn eben das ganze im fokus ist, dann wackelt das eben ein bisschen. ich werd vielleich mal eine unterlegscheibe zwischenrein machen.
es ist mir ein raetsel.
eine kleine "unwucht" ist noch mit im spiel wegen den kabeln die runterhaengen. die sind zwar reduziert worden, aber weiss eben nicht, ob sich das schon so auswirken kann, dass es die sterne verzieht.
ich werd noch wahnsinnig :)
 
#4
Hallo "herrmans"

zu erst einmal, wie unscharf ist das Bild mit festgeschraubtem Objektiv?
Polemaster bestimmt ja nur die Position des Rotationszentrums der Rektaszensionsachse am Himmel und die bringt man mit dem Himmelspol zur Deckung.
Superscharf muss die Abbildung deshalb garnicht sein, aber die Verbindung zwischen Montierung und Polemaster sollte allerdings nicht wackeln, falls Du das mit "Unwucht" wegen herunterhängender Kabel meinst.
Und was sind verzogene Sterne? Meinst Du Bildfelddrehung wegen schlechter Einnordung, dann wäre Polemaster schuld. Oder klappt Guiding nicht, ist der periodische Fehler zu groß, hast Du ein optisches Problem?
Zeig doch mal ein Foto!

Gruß, Peter
 
#5
Hi,
habe 0 Probleme mit Polemaster. War am Anfang auch unscharf aber die Miniinbusschraube geloest und fokussiert alles super. Habe scharfe Sterne .
Genau so wie Peter schreibt!
Gruesse
Claude
 
#6
ok mini inbus. wie nett! der ist so mini, dass ich den gar nicht gesehen hab :D
werd ich gleich mal loesen und fokussieren.
ja das mit dem fokus ist im grunde kein problem stimmt. nur sind die sterne so verwaschen schwach, dass ich das gain bis zum anschlag hochdrehen muss und dann ein riesen ei zu sehen kriege :).
aber ich glaube das problem ist jetzt geloest. ich hab schlicht diesen mini-inbus total uebersehen! :)

wegen der verzogenen sterne, da schick ich spaeter ein bild. vllt liegts auch an dem motorfokus, wenn der den fokus des teleskops nachstellt. ev. schwingt das dann nach... keine ahnung, ob das ausreicht um die aufnahme zu versauen. aber das muss ich dann auch mal schauen. steter tropfen hoehlt den stein.
 
#7
so jetzt. ich lade es aber mal mit puush hoch ohne ein vorschaubild.
ich hab natuerlich nur die eine aufnahme. sie wurde nicht bearbeitet und auch keine darks flats oder sowas verarbeitet.
als ich die "regentropfen" sah, hatte ich keine lust mehr.

hier der link.

das sind 900s
http://puu.sh/A3bGh/2847ca9c3e.jpg

alles was laenger als +- 7 minuten belichtet wurde, sieht in etwa so aus und das eigentlich in jeder nacht. also ein fehler der sich wiederholt beim aufbauen.
ich benutze hierzu auch einen mgen guider. wundere mich aber warum der sowas nicht ausgleichent kann.
 
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#9
Hi,
meiner Meinung nach werden die verzogenen Sterne nicht von einem ungenügenden Polar Alignment verursacht. In dem Fall hättest Du eine Feldrotation und nicht gleichmäßig verzogene Sterne.
Wie führst Du nach? OAG oder Guidingscope? Bei letzterem könnte es auch an irgendwelchen Verwindungen liegen. Ich vermute, das Logfile vom MGEN zeigt keine Auffälligkeiten, oder?
VG
Wolfgang
 
#10
so! das mit dem leitrohr ist natuerlich ein knaller. das kann sehr gut sein. ich hab mir eine art ausleger gebaut, um die gewichtverteilung etwas besser zu machen.
ich hab sozusagen hinten links sehr viel gewicht am teleskop und habe vorne rechts nach einer loesung gesucht das etwas auszugleichen ohne unnoetig gewicht ans teleskop zu haengen.
ich hab jetzt mal meinen sucher und leitrohr vertauscht. dh der sucher sitzt jetzt am ausleger.
ich werde berichten.
danke vielmals vorerst!
 
#11
ich werd noch wahnsinnig. ich hab das guiding scope auf das teleskop gesetzt. habe den polemaster anstaendig eingestellt (danke nochmal fuer den hinweis mit dem mini inbus!!). haballes super ausgerichtet und die sterne sind trotzdem verzogen!

http://puu.sh/A4zpb/f6b9f8adad.jpg

jetzt bin ich total gefrustet!
 
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#12
Hm,
jetzt nochmal systematisch rangehen. Was könnte es alles sein:

1. Die Optik: es könnte sein, dass die Kamera verkippt ist. Wenn ja, dann tritt das Problem auch bei kurzen Belichtungszeiten auf.

2. Die Montierung: es könnte Flankenspiel sein. Dann müssten im Log des MGEN Abweichungen sichtbar sein. Könntest Du mal das Logfile posten?

3. Das Guiding-Fernrohr: es könnte sein, dass die optischen Achsen von Teleskop und Guidingfernrohr nicht starr sind. Wenn das MGEN-Log wirklich sauber ist, dann würde ich eher hier suchen. Ich selbst guide nur mit OAG. Vielleicht leihst Du Dir mal einen OAG aus, wenn Du nicht selbst einen hast.

Ja, Astrofotografie erfordert eine hohe Frusttoleranz :Trost:

Wolfgang
 
#13
:D danke fuer die warmen worte.
ich habe mich gestern ausschliesslich nun mit diesem problem befasst und bin systematisch vorgegangen.

muss aber irgendwann um 0100lt abbrechen, da mir die ausgen zugefallen sind.
hier ein vorlaeufiges resultat. muss aber noch ein paar aufnahmen machen, damit mir die statistik recht gibt.

https://puu.sh/A4AuU/c07d3c07c0.jpg

es ist aber noch eine kleine verkippung drin. die ist mir bekannt, muss ich mich heute nacht drum kuemmern.



 
#16
Hui, sehr schönes Teleskop - aber mit seiner messerscharfen Optik auch ein kleines Sensibelchen.

Ja, das sieht nach einer Verkippung aus. Auf der rechten Seite sind die Sterne leicht länglich - und zwar radial angeordnet. Bei den Petzval-Instrumenten ist man dort noch leicht extrafokal. Auf der linken Seite sieht‘s rund aus, d.h. die Seite ist im Fokus.

Könnte sein, dass Du einen Tilt-Adapter brauchst.

VG
Wolfgang
 
#17
so. nachdem ich ein bisschen spielen konnte und immer 20minuten aufnahmen gemacht habe - ausschliesslich zu testzwecken - habe ich folgendes festgestellt.
ich habe diesmal fuer die star alignment den stern voll vergroessert.
ich nehm das fadenkreuz dazu in APT und was ich normalerweise nicht mache, volles zoom. (ich wollte es genau wissen).

naja dann stellte ich fest, dass sich mein "sternchen" ein stueck bewegt hat, aber dann verharrte.

hier ein bild:
http://puu.sh/A8VhV/0e7b05a3ef.jpg

ich hatte den stern genau in der mitte und auf einmal, wie man auf dem bild sieht, war er nicht mehr mittig. diese position wurde dann gehalten.

kann sowas mit dem PEC zutun haben wenn die schnecke "durch" ist?
oder liegts u.u. am mgen?

bei voller vergroesserung ist das natuerlich nicht viel, aber um die aufnahme zu versauen reicht das vollkommen.

ich hatte die montierung im uebrigen bei vtsb kuerzlich frisieren lassen.

ja wolfgang, ich hab eine ctu. allerdings wollte ich da noch nicht dran, solange ich diese sterne nicht in den griff bekommen hab. die aufnahme, die recht gut gelungen ist was die sterne angeht, konnte ich so nicht mehr reproduzieren. ich dachte ich haette den fehler gefunden. ich weiss auch nicht. da muss ich auf ein paar klare naechte hoffen.
 

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